10 Gründe, seine Locals zu supporten

Wenn das Thermometer langsam mit Anzeigen im Plusbereich glänzt, steigt auch meine Lust, den Wochenmärkten in meiner Gegend einen Besuch abzustatten. Bevor ich nach Graz gezogen bin, zählte der Besuch auf einem Bauernmarkt in der Region zu einem wöchentlichen Ritual.

Auch Graz bietet tolle Märkte, wie den Markt am Lendplatz oder am Kaiser-Josef-Platz. Bisher habe ich es noch nicht geschafft, auf den Markt zu gehen. Sei es wegen mangelnder Zeit oder weil mich die kalte Jahreszeit eher weniger auf Märkte lockt. Doch die Temperaturen im Plusbereich bewegen mich langsam dazu, mich mit einem Korb zu bewaffnen, um die lokalen Märkte unsicher zu machen.

Das Schöne an der ganzen Sache ist, dass mit mit Einkäufen auf dem Markt auch die lokalen Bauern der Umgebung unterstützt. Mir persönlich ist es ein Anliegen, lokale und regionale Betriebe zu unterstützen, auch wenn es aus finanziellen Gründen nicht immer so machbar ist, wie ich es gerne hätte. Wenn es nach mir gehen würde, würde ich sonst nur noch am Bauernmarkt einkaufen. Trotzdem – wann immer es mir möglich ist, wird regional, saisonal und lokal eingekauft. In diesem Blogbeitrag verrate ich dir auch die Gründe, warum man seine Locals supporten sollte.


1. Du förderst die Nachhaltigkeit

Der wichtigste Aspekt sollte ganz oben stehen. Nachhaltigkeit. Ich weiß, dass ich in Sachen Nachhaltigkeit noch viel Verbesserungsbedarf aufweise, aber zumindest kann ich auf diese Art und Weise schon einen kleinen Nachhaltigkeitsbeitrag leisten. Der Einkauf beim Bauern ist nachhaltig, da lange Transportwege wegfallen und man so den CO2 Ausstoß minimiert.

2. Du kaufst bewusster

Du kaufst automatisch bewusster ein. Heimische Landwirtschaftserzeugnisse sind nicht immer teurer, als im Supermarkt, aber die meisten leider schon. Deswegen denkt man auch vorher nach, was man wirklich braucht und kauft auch nur die Produkte, die mit ziemlicher Sicherheit verwertet werden. So entwickelst du automatisch ein nachhaltigeres Einkaufsbewusstsein.

3. Du schaffst Arbeitsplätze

Die Erzeugung von Lebensmittel deckt alle drei Wirtschaftssektoren ab (primärer Sektor = Rohstofferzeugung; Landwirtschaft; sekundärer Sektor: Verarbeitung; tertiärer Sektor: Dienstleistungen und Verkauf). Du sicherst damit nicht nur den Erhalt von landwirtschaftlichen Betrieben, sondern schaffst auch Arbeitsplätze für die Verarbeitung und den Vertrieb.

4. Du bewahrst Traditionen und stoppst das Bauernsterben

Du sicherst nicht nur Arbeitsplätze, sondern hältst auch Traditionen aufrecht. Außerdem förderst du damit den Erhalt zahlreicher Familienbetriebe, die bereits seit Generationen existieren.

5. Du sparst an Verpackung

Auch hier zeigt sich wieder der Nachhaltigkeitsgedanke. Du reduzierst deinen ökologischen Fußabdruck nicht nur dadurch, indem weniger CO2 wegen dir ausgestoßen wird, sondern auch dadurch, dass du weniger Verpackungsmaterial verbrauchst.

6. Du weißt, woher es kommt

Die Lebensmittelindustrie zählt mit Sicherheit nicht zur transparentesten Industrie. Kaufst du lokal, weißt du, woher deine Produkte kommen. Du bekommst auch noch eine dementsprechende Serviceleistung in Form von Beratung und Aufklärung dazu. So weißt du ganz genau, wie dein Gemüse gedüngt und wo es angebaut wurde.

Die Produkte, die du kaufst, sind auf Bauernmärkten made in Austria und zwar wirklich made in Austria. Im Supermarkt gibt es zwar viele Produkte, die vermeintlich aus Österreich kommen, die aber in Wirklichkeit nur bei uns abgefüllt oder verpackt wurden. Das reicht, um als österreichisches Produkt deklariert zu werden.

7. Du lernst neue Spezialitäten aus der Region kennen

Du denkst, du kennst alle Schmankerl und Spezialitäten aus deiner Region? Falsch gedacht. Es gibt vieles, was du bestimmt noch nicht kennst. Auf den traditionellen Bauernmärkten oder beim Kauf ab Hof lernst du viele Spezialitäten kennen, mit denen du bis dato nicht nicht in Berührung gekommen bist. Beginnend von neuen Joghurtsorten bis hin zu spannenden Marmeladenkompositionen und Liköre.

8. Du hast Qualität und guten Geschmack

Eine Zucchini schmeckt besser, wenn sie frisch und reif geerntet sofort verkauft wird, anstatt lange Transportwege hinter sich zu bringen. Saisonales Obst und Gemüse überzeugen nicht nur im Geschmack, sondern auch mit Qualität. Und das Beste: künstliche Zusatz- und Aromastoffe sowie irgendwelchen schädlichen Pestiziden wird der Garaus gemacht.

9. Du förderst unsere Wirtschaft

Durch den Kauf regionaler Produkte schaffst bzw. erhältst du nicht nur Arbeitsplätze, sondern du förderst auch das eigene BIP (Bruttoinlandsprodukt). Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut.

10. Du tust deiner Gesundheit etwas Gutes

Regionales und saisonales Obst schmeckt aufgrund der qualitativen Hochwertigkeit nicht nur besser, du förderst auch deine Gesundheit. Pestizide und Chemikalien fallen weg. Darüber hinaus enthalten ausgereiftes Obst und Gemüse mehr Vitamin- und Mineralstoffe.


Es lohnt sich also, seine Locals zu supporten. Und sollte die Zeit für einen Marktbesuch mal nicht reichen, gibt es inzwischen (zumindest in Graz) tolle Bauernautomaten mit Produkten aus der Region. In diesem Sinne:

SUPPORT YOUR LOCALS

Locals

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4 Comments

  1. Liebe Lisa,
    für mich ist ein Gang über den lokalen Markt auch immer etwas Erinnerung an die Kindheit. Da bin ich mit meiner Mutter oft am Samstag über den Markt geschlendert und hab leckere Dinge gekauft (für mich ist meist auch für gleich ein Sesamkranz oder eine Gewürzgurke dabei rausgekommen xD). Und obwohl Wien so viele Märkte zu bieten hat, fällt es mir doch recht schwer – obwohl ich regional kaufen möchte und auch oft mal ein Gemüse nicht mitnehme, weil es mir von zu weit weg kommt.
    Danke für deine schönen Worte! Und so ein Automat ist ja wirklich ziemlich cool und praktisch. Ich find in Wien den Brotautomaten ja schon toll (nur dass mir der ja nicht wirklich was bringt, weil ich nichts daraus essen kann, aber es macht mir immer Freude meinem Besuch etwas mitzubringen).

    Liebe Grüße,
    Melli

    • Hi Melli,

      oh ja, mich erinnert es auch total an Kindheit <3 und da hast du auch wirklich eine wunderschöne Erinnerung.

      Sehr, sehr gerne 🙂
      oh, warum kannst du denn kein Brot essen? Unverträglichkeit?

      Liebste Grüße
      Lisa

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