Author Archives: lisa-reiter

Casa Lillywood: Küche und Essbereich

Casa Lillywood

Küche und Essbereich

Gesunde und ausgewogene Ernährung ist mir wichtig. Ich koche meistens frisch. Dementsprechend brauche ich genügend Platz. Meine Küche muss nicht riesengroß sein, um mich austoben zu können. Entscheidend ist die Einteilung und die verfügbare Arbeitsfläche. Die war zu meinem Einzug definitiv zu wenig. Mit einer einzigen kleinen Arbeitsfläche konnte ich nicht viel anfangen. Die Fläche wurde zudem bereits von meiner Kaffeemaschine ausgefüllt. Das Kochen war ein Kampf.  Jetzt, wo die Küche fertig ist, kann ich mich kulinarisch austoben. Das Kochen macht wieder Spaß - und das, obwohl meine Küche sehr klein ist.

Farbschema

schwarz, grau, dunkelgrün, weiß und gold/silber

Ursprünglich wollte ich keinen Metallmix machen. Aber bei der Küche passierte es zwangsläufig doch. Meine Geräte und die Griffe an den Schränken sind silber. Doch als ich meine Lampe für diesen Bereich entdeckte, wagte ich mich doch an einen Metallmix – und es harmoniert.

Der Essbereich ist auch der einzige Raum, der sehr ikealastig ist. Ansonsten habe ich es vermieden, viel beim Schweden einzukaufen. Nicht, weil es mir „nicht gut genug“ ist, sondern weil ich nicht wollte, dass meine Wohnung jeder zweiten gleicht. Aber manchmal führt der Weg an dem Schweden doch nicht vorbei.

Ich hätte es mir nicht gedacht, aber der Tisch war wohl die größte Herausforderung beim Möbelkauf. Umso glücklicher war ich, als ich ihn endlich gefunden habe, auch wenn ich ihn mir heute nicht mehr kaufen würde. Besonders zäh war die Tatsache, dass die Küche wenig Arbeitsfläche bot und nur das notwendigste eingebaut wurde. Deswegen musste ich mir noch eine Anrichte dazu kaufen, auch wenn sie farblich nicht optimal dazu passt. Auch die Höhe passt nicht ganz, aber ich kann damit leben. 

So, jetzt aber einmal ganz von vorne. Es folgt eine ausgiebige Vorstellung meiner Küche und meines Essbereiches. Es ist übrigens auch der Raum, in dem ich die meiste Zeit verbringe, da ich im Essbereich arbeite.

Küche und Essbereich

Räume sinnvoll nutzen...

...und Stauraum schaffen

Ich brauche in der Küche relativ viel Stauraum, weil ich eine unverbesserliche Fanatikerin bin, was Vorräte betrifft. Der Stauraum war nicht von Beginn an vorhanden. Leider. Ich will mich nicht beschweren, aber mein Geschirrspüler ist für eine Ein-Frau-Wohnung relativ groß. Inzwischen habe ich zumindest so viel Geschirr, um ihn ganz gut ausfüllen zu können. Aber um ehrlich zu sein: mehr Stauraum wäre mir lieber gewesen. Ich weiß: Luxusproblem, denn zumindest habe ich einen Geschirrspüler. Trotzdem musste ich mich um den Stauraum selbst kümmern. Bei Möbelix kaufte ich mir noch einen Schrank mit Anrichte. Eigentlich vermeide ich Möbelix so gut es geht, aber da ich in dieser Wohnung sowieso nicht mein Leben lang wohnen werde und dementsprechend die Küche für ein Mietobjekt so irrelevant ist, war es mir relativ egal. Auch wenn es qualitativ nicht gerade das hochwertigste Produkt es, es erfüllt seinen Zweck und sieht ganz okay aus.

In dem Schrank von Möbelix bewahre ich neben meinem Geschirr und Kochutensilien noch Backformen, Auflaufformen, Teller und meine Geschirrtücher auf. In den anderen Schränken befinden sich meine Weingläser, Sektgläser, Wassergläser, Tassen, Schüsseln und Eierbecher. Der Schrank oberhalb meines Kühlschrankes bietet Platz für Vorräte. Unterhalb befinden sich meine Töpfe, Mixer und Pürierstäbe sowie Vorratsdosen. Unterhalb der Spüle hingegen sind meine Putzsachen und Mülleimer.

Küche

Das optimale Feeling in einer Küche

Über Gewürze und Vorratsdosen

Meine Anrichten wollte ich nicht ganz leer lassen, obwohl ich wirklich jeden erdenklichen Platz für das Kochen benötige. Ein bisschen Leben musste jedoch schon in die Küche. Auf meinem Möbelix Schrank stehen meine Kaffeemaschine, ein großes Schneidbrett sowie Vorratsgläser. Obwohl ich einen Vorratschrank habe, liebe ich es, dass man ein paar davon auch in solchen hübschen Gläsern sieht. Außerdem ist es mehr als praktisch, wenn man alles griffbereit hat.

Oberhalb meines Möbelix Schrankes habe ich eine Halterung für Kochutensilien montiert. Basilikum oder irgenwelche anderen Gewürze sorgen dabei immer ein bisschen für Farbe. Daneben befindet sich ein Regal aus echtem Marmor von Westwing. Ihr glaubt gar nicht, was für eine Prozedur dahintersteckte, dieses Regal in meine Stahlbetonwand zu montieren (fast so schlimm, wie die Vorhänge). Ich spielte mit dem Gedanken, ein zweites zu montieren, aber nach der Odysee reicht mir das eine. Auf dem Regal stehen zwei Vorratsdosen: eine grüne aus Marmor von Westwing (für Zimt) und eine schwarze Blechdose (für Kaffee), die mir meine Freunde letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt haben. Last but not least habe ich alles mit Kerzen dekoriert. Oh – und meinen heißgeliebten Sonnenspiegel von H&M Home dürfen wir als dekoratives Detail nicht vergessen.

Neben meinem Schrank von Möbelix habe ich noch eine Halterung in Form eines messingfarbenen Hirschkopfes für meine Schürze montiert.

Regal Essbereich Küche
Gewürze Küche Detail
Küche Essbereich Gewürze
Regal Detail

Der Essbereich

Der Kampf um jeden Zentimeter Platz

Wer voriges Jahr meinen Umzug in meinen Instagramstories verfolgt hat, kann sich vielleicht noch daran erinnern, dass ich echte Schwierigkeiten dabei hatte, einen Tisch zu finden. Ich war beim Möbelkauf wirklich wahnsinnig gut vorbereitet. Die wichtigen Möbel bestellte ich mir bereits viele Wochen vorher. Doch beim Tisch machte es einfach nicht klick. Nach der Schlüsselübergabe und mitten im Umzug habe ich meinen dann bei Ikea gefunden. Ich muss zugeben, es war nicht die Lösung, mit der ich zu 100% zufrieden war, aber für mich in Ordnung. Ich kann definitiv mit meinem schwarzen Tisch leben. So viel Platz ist auch nicht vorhanden. Ich mag mein Wandteil, aber bei der Einrichtung meines Wunschessbereiches hat es mir etliche Freiheiten genommen. Der Tisch ist vollkommen okay und sieht auch toll aus. Grobes Holz wäre mir im Nachhinein zwar lieber, würde aber nicht in diesen kleinen Raum passen.

Damit mein Essbereich nicht zu düster wurde, entschied ich mich bei meinen Sesseln (ebenfalls von Ikea) für hellere Polsterbezüge. Kurz spielte ich mit den Gedanken, sie in dunkelgrau zu kaufen, doch da mein Wandteil auf dieser Seite ziemlich dunkel gestrichen wurde, blieb ich bei den hellen Bezügen. Aufgewertet habe ich den Tisch mit einer Vase von Bolia und Kerzen von H&M Home.

Küche
Essbereich

Pimp my kitchen, pimp my dining room

Auch in der Küche/Essbereich ist ein bisschen Deko erlaubt

Ich entschied mich dazu, den Essbereich mit einem Teppich auszustatten. Bei Mömax fand ich einen mit einer antiken Landkarte. Ich überlegte wirklich lange, ob ich ihn behalten sollte. Ehrlich gesagt überlege ich immer noch. Behalten muss ich ihn zwar, aber ich bin mir nach wie vor unsicher, ob ich es supertoll finden soll oder ob ich den Teppich nicht doch besser ersetze. Aber irgendwie mag ich es sehr, weil der Teppich meinem Raum einen individuellen Charakter gibt und es eben mal nicht zu 100% nach Instagram aussieht.

Meine dunkelgrau gestrichene Wand wurde mit grün-goldenen Prints von Desenio aufgehübscht. Den großen Spiegel wollte ich ursprünglich gar nicht behalten und meiner Mutter zurückgeben. Sie hatte ihn mir während dem Umzug mitgegeben, um einen Spiegel in der Wohnung zu haben. Eigentlich war es als Zwischenlösung gedacht. Da er mir jedoch so gut gefielt, durfte er auf meine Wand. Heute würde ich ihn nicht mehr hergeben.

Neben meinem Kühlschrank hängt ein Wallgrid mit den schönsten Erinnerungen. Den Grid habe ich von hejpix. Früher hing in meiner Küche auch noch ein großes Stück schwarze Tafelfolie. Es war zwar cool, alles auf die Wand schreiben zu können, aber irgendwie hat die schwarze Folie meinen Raum so zusammengedrückt. Nachdem ich sie entfernt habe, durfte ein weiterer Spiegel bei mir einziehen (H&M Home).

Ein auffälliges Schmuckstück ist übrigens meine schwarze Lampe, die ich bei XXXLutz gekauft habe.

Küche Essbereich
Küche Essbereich Lampe
Küche Essbereich
Wohnzimmer

Casa Lillywood: Das Wohnzimmer

Casa Lillywood

Das Wohnzimmer

Das Herzstück meiner Wohnung in Casa Lillywood ist definitiv mein Wohnzimmer. Darum war mir der Wohlfühlcharakter in diesem Raum besonders wichtig. 

0
Monate in Casa Lillywood

Erneut darf ich die Pforten zu Casa Lillywood öffnen. Es hat lange gedauert, ich weiß. Ich dachte mir, dass die Wohnung innerhalb von ein bis maximal zwei Monaten fertig sein würde. Dass eine Wohnung mehr Arbeit bedeutet, vor allem, bis man sich wohnlich und zuhause fühlt, hätte ich mir nie gedacht. Letztendlich hat es nun mehrere Monate gedauert, bis ihr erste Einblicke in Casa Lillywood bekommen habt. Den Beginn machte mein Schlafzimmer. Nach 13 Monaten ist auch mein Wohnzimmer fertig. 

Für mich persönlich ist das Wohnzimmer der wichtigste Raum in einer Wohnung. Im Wohnzimmer kommen die Leute zusammen. Im Wohnzimmer erholt man sich auch von einem anstrengenden Arbeitstag. Kurzum: Ein Wohnzimmer muss eine kleine Wohlfühloase für jedermann sein.

Lisa Wohnzimmer Einrichtung

Das Wohnzimmer in Casa Lillywood

Farbschema: Schwarz/Anthrazit, Holz, Rosé(gold) und Blush

Ich weiß gar nicht, ob ich es letztens erwähnt habe, dass jeder Raum in meiner Wohnung ein bestimmtes Farbschema hat. Wenn nein, dann erfährt ihr es jetzt. Im Wohnzimmer dominieren auf jeden Fall die Farben schwarz, rosé bzw. gold und blush. Aber auch weiß findet man dezent in diesem Raum. Holz kommt bei meinem Herzstück zur Geltung: der Geographentisch. Mein wohl berühmtestes Möbelstück und auf Instagram ein magischer Anziehungspunkt bei meinen Followern. 

Auf Instagram erlangte er schon den Berühmtheitsstatus, sodass ich öfters gefragt wurde, wo ich das gute Stück gekauft habe. Um es noch einmal geduldig zu sagen: Bei XXXLutz. Engagierte Follower machten mich jedoch darauf aufmerksam, dass man ihn auch bei Mömax bekommt. Dekoriert habe ich das gute Stück mit einem rosafarbenen Dekoteller (Depot), Kerzen (H&M Home) und einer rosafarbenen Vase (XXXLutz). 

Chillin' me softly

Die Couch nach Wunsch

Besonders wichtig war mir eine Couch in einer dezenten Farbe. Zwar war das Angebot an knalligen Sofas verlockend, doch eine dezente Farbe erlaubt viel mehr Spielraum und Dekorationsmöglichkeiten. Somit ließ ich mir meine Couch gegen einen kleinen Aufpreis in einer anderen Farbe beziehen (anthrazit) und suchte mir passend dazu puderfarbige Kissen aus.

Nach einem Jahr bin ich wirklich froh, dass ich mich für eine Couch in anthrazit entschieden habe. Ursprünglich war das Sofa hellgrau. Auch eine dezente Farbe, an der ich mich bestimmt noch nicht satt gesehen hätte. Mir gefallen farbige Sofas wirklich gut, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich heute keinen Bock mehr auf eine farbige Couch hätte, hätte ich sie mir nun ein Jahr lang täglich ansehen müssen. Es war somit die richtige Investition. 

Teppiche sind überflüssig...

...oder etwa doch nicht?

Über Teppiche machte ich mir nie wirklich Gedanken. Zugegeben: Ich verstand nie wirklich den Sinn dahinter, dass ein Teppich dafür verantwortlich sein soll, einem Zuhause den gewissen wohnlichen Charakter zu verleihen. Und dann kam der Zeitpunkt, als ich es mit eigenen Augen sah. Als die Couch aufgebaut war und der Geographentisch davor gestellt wurde, war ich einerseits glücklich, dass die Möbelstücke an ihrem rechtmäßigen Platz standen. Auf der anderen Seite jedoch wurde ich mit dem Anblick nicht warm. Etwas fehlte. Etwas ganz entscheidendes, denn der Raum wirkte so leer, obwohl zwei wichtige Essentials endlich eingezogen waren.

Seitdem der Teppich ausgerollt ist, ist Casa Lillywood um einiges wohnlicher. Es wirkt einladender. Der Teppich alleine konnte das Problem nicht lösen, dass meine Wohnung nicht wohnlich genug war. Es fehlte eine zweite entscheidende Sache: Vorhänge. Ich habe große Fensterfronten – davon insgesamt drei Stück. So schön sie auch sind, aber sie machen den Raum auch kahl. Ein weiteres großes Problem: Ich wohne im ersten Stock – somit kann mir schnell wer reingucken. Um das zu verhindern, brauchte ich Vorhänge. Es war ein Kampf, aber endlich sind sie montiert. 

Champagne sil vous plait

Mehr Holz im Wohnzimmer Lillywood

Es gab noch eine leere Ecke in meiner Wohnung, die einfach ein Möbelstück brauchte. Zuerst spielte ich mit dem Gedanken, der leeren Ecke mit einem kleinen Schreibtisch Leben einzuhauchen. Letztendlich wurde es etwas ganz anderes: eine kleine Minibar. Ich wollte schon immer eine Bar haben. Gut, so eine richtige Bar sieht anders aus, aber ich finde, dieses hübsche Regal von Depot ist ein guter Kompromiss zwischen einer Bar und einem Servierwagen (und einem Weinkühlschrank 😀 ).

Dekoriert habe ich meine Bar mit meinen Spirituosen, Moscow Mule Becher, Cocktailutensilien (Depot), Coffee-Table-Bücher und Gläser. Oberhalb hängt ein Bild mit dem Schriftzug: Champagne sie vous plait. 

Kuschelige Stunden

Mein Kaminsims

Ein Wandteil trennt mein Wohnzimmer von meiner Küche und meinem Essbereich. Eigentlich war sie für einen Fernseher gedacht. Da ich aber keinen Fernseher habe, musste etwas anderes her. Vor allem brauchte ich etwas, um meinen hässlichen Wifi-Router zu verstecken. Bei Depot habe ich einen Kaminsims gefunden, der auch Stauraum bietet. Den habe ich mit gold-weißen Knäufen (Zara-Home) aufgehübscht. Da man den Router trotzdem sehen konnte, weil ein Hohlraum zwischen den beiden Kästen war, habe ich auf die Rückseite eine Sperrholzplatte angenagelt. Da Sperrholz bekanntlich nicht sehr hochwertig aussieht, wurde die Platte zuvor mit Tapetenfolie in Steinoptik beklebt. Für das perfekte Kaminfeeling habe ich Brennholz darunter gelegt und Lichterketten umgebunden. Den Sims selbst habe ich mit Kerzen (Depot, H&M Home), einer Vase (Lieb Markt) und Dekoelementen dekoriert. Außerdem wurde die Wand in einem deckenden altrosa gestrichen. Bei den Wänden war Farbe kein Problem, weil man das leicht ändern kann. Last but not least habe ich noch drei Geweihe aufhängt. Ursprünglich wollte ich sie mit rosegoldenem Lack besprühen. Das hat mir ganz und gar nicht gefallen. Darum habe ich den noch nassen Lack schnell abgewischt. In der Struktur ist der Lack jedoch haften geblieben. Das hingegen fand ich echt schön. 

Detail Wohnzimmer
Lisa Wohnzimmer Einrichtung
Kaminsims Wohnzimmer
Hirschen Wohnzimmer Interior

Der letzte Schliff im Herzstück

Bilder, die Geschichten erzählen

Ich liebe Bilder. Sie beleben den Raum. So auch mein Wohnzimmer. Meine Bilderwand kennt ihr bereits. Fast alle Prints sind von Desenio. Auch hier habe ich versucht, eine klare Linie zu finden. Umrahmt wurden die Bilder in schwarz und in roségold. Mein liebstes Print ist definitiv der Stadtplan von Rom. Seitdem ich das erste Mal in Rom war, verbindet mich mit dieser Stadt eine ganz große Liebe (ernsthaft, wenn es so einfach wäre, würde ich dort einfach hinziehen). Das Print erinnert mich an diese große Liebe. Ansonsten gibt es noch dezente Schriftzüge, meine Liebe zu Kaffee ist portraitiert, genauso wie meine Bindung zur Geographie und zum Reisen. 

Ein weiteres Bild befindet sich auf meiner Bildleiste. Das erinnert mich ganz besonders an die Wüste in Marrakech (neben Rom eine zweite große Liebe). Die Leiste habe ich noch mit einigen Bits und Bobs dekoriert, wie zum Beispiel mit einer Globus-Spardose (Nanu Nana). 

 

1 Jahr Graz: Das ist Heimat für mich

1 Jahr Graz

Das bedeutet Heimat für mich

home
(hom) noun
the one place you will alway be surrounded by those who love you. a place or feeling of belonding.

Der Begriff „Heimat“ hatte schon immer eine ganz spezielle Bedeutung für mich. Und es ist ein Begriff, mit dem ich mich schon sehr lange auseinandersetze. Heimat war für mich nicht immer gleich Heimat. Heimat hat auch nicht immer nur ausschließlich einen geographischen Bezug, selbst wenn man es im Grunde genommen ausschließlich damit asoziiert. Mit den Jahren habe ich nämlich für mich gemerkt, dass Heimat ein wesentlich größeres Spektrum an Bedeutung für mich beinhaltet. 

Heimat ist zum Beispiel der Ort, an dem ich mich angekommen fühle. Es ist der Ort, wo ich mich aufgenommen fühle. Wo ich eine Verbundenheit spüre. Und genau dieses „Thing“ habe ich mit Graz, bevor ich überhaupt in die Stadt gezogen bin. Schon während dem Studium wusste ich, dass ich eines Tages in dieser Stadt leben möchte. Unabhängig davon für wie lange. Inzwischen wohne ich nun seit einem Jahr hier. In diesem Jahr hat sich mein Blickwinkel ein bisschen verändert. Ich habe die rosarote Brille abgesetzt und betrachte Graz nun mit anderen Augen, als früher. Die Verliebtheit ist geblieben, aber wie es in jeder Beziehung irgendwann der Fall ist, sieht man nicht nur immer die schönen Seiten. Ganz im Gegenteil. Mein Umzug und das Leben in der Stadt haben meine Augen wieder ein Stückchen weit geöffnet. In jeder Beziehung entdeckt man eines Tages plötzlich Dinge, die man nicht so toll findet. Die einem vielleicht sogar stören. Aber wenn die Liebe echt ist, kann man auch darüber getrost hinwegsehen bzw. lernt, damit umzugehen. 

Meine Heimat Graz
Graz meine Heimat

Dorfkind oder Stadtkind?

Definitiv war nicht alles so wunderschön und eitler Sonnenschein, seit ich hier in Graz lebe. Es gab viele durchwachsene Momente. Manchmal habe ich mich richtig einsam gefühlt. Und dann irgendwann habe ich gelernt, mit mir alleine zurechtzukommen. Habe gelernt, alleine zu sein, ohne einsam sein zu müssen. Und manchmal wollte ich einfach weg. Manchmal wollte ich zurück in mein altes Zuhause. Zurück aufs Land. Weil ich die Natur vermisst habe und doch mehr Dorfkind in mir steckt, als Stadtkind. 

Und dann liebte ich wieder die Freiheit in der City. Die Freiheit, spontan auf einen Drink mit Freunden zu gehen, ohne vorher eine Stunde mit dem Bus fahren zu müssen. Die Freiheit, alles in der Nähe zu haben. Ich liebte es, hier kein Dorfkind zu sein. Ich liebte es, ein Citygirl zu sein. Genauso wie die Distanz zum Land. Eines kann ich auf jeden Fall verraten: es hat länger gedauert, mich einzuleben, als ich dachte. Bereut habe ich es jedoch von Anfang an nie. 

What I said:

"Mehr als drei Monate sind seit meinem Umzug vergangen. Ich habe mir ein vollkommen eigenes Leben aufgebaut und jetzt ist es an der Zeit, mehr darüber zu sagen. Irgendwie ist mir vor meinem Umzug alles zu viel geworden. Ich habe Dinge erlebt, die mich völlig aus der Bahn geworfen haben und sie doch hinter einem Lächeln versteckt. Wenn du wieder lernen musst, neu zu vertrauen, musst du einen Weg finden, wie du das irgendwann wieder schaffen kannst. Ich wusste, was mir dabei helfen würde: alleine zu sein. Alleine zu sein bedeutet nicht, einsam zu sein. Alleine sein zu können bedeutet, dass du irgendwann mit dir selbst zurechtkommst. Dass du von niemanden abhängig bist, dass du auch mit dem Verlassen werden zurechtkommst, dass du dich abgrenzen und eine Weile alleine sein kannst. Ich musste in erster Linie mit mir selbst zurechtkommen Wieder die Liebe zu mir selbst entdecken und mir meinen Wert für mich selbst zurück erkämpfen. Dazu musste ich weg. In eine andere Stadt. In eine eigene Wohnung. Alleine. Alleine einen Neuanfang wagen, aber immer mit dem Wissen, dass ich auf viel Unterstützung zählen kann. Und es hat sich gelohnt. Es hat mir gut getan. Ich habe in Graz ein wunderbares Umfeld, schon etliche neue Leute kennengelernt und ich blühe gerade auf. Ich bin ständig unterwegs, viel in der Stadt und ich lerne mein neues Zuhause kennen. Gemeinsam und alleine. Ich bin froh, dass ich diese Erfahrung mit dem "alleine leben" mache, denn genau das hat mir geholfen, mich nicht mehr einsam und verloren zu fühlen."
Instagram Posting
3. Januar 2019
Heimat in Graz

Flucht aus der Heimat in die Heimat

Graz war mit Sicherheit eine Art Flucht für mich. Zu dem Zeitpunkt kämpfte ich mit mir selbst. Haderte ein bisschen. Zuvor habe ich so viel erlebt, mit dem ich erst einmal umgehen musste. Zuhause wurde mir alles zu viel. Dabei lag es gar nicht einmal an meiner Heimatstadt per se, dass ich weg musste. Aber ich merkte, dass ich neu starten wollte. Nein, musste! Ganz von vorne. Wer mich schon länger verfolgt, der weiß, dass ich in den letzten Jahren mehrere Neuanfänge durchlebt habe bzw. dass viele Kapitel geendet haben und neue Seiten zu schreiben begonnen wurden. Dabei waren viele alte Kapitel noch nicht zu Ende geschrieben. Vielleicht, weil ich nicht die richtigen Worte fand. Vielleicht weil ich mich an Dinge festgehalten habe, die unaufhaltsam dabei waren, sich so oder so aufzulösen. Es lag nicht in meiner Hand und doch krallte ich mich fest. Und da tat es doppelt so weh, dass all das nicht für die Ewigkeit war. Vielleicht wollte ich auch daran festhalten. Wollte nich, dass es endet. 

Diesmal jedoch wollte ich wirklich meine „tabula rasa“ haben. Mein leeres Blatt Papier. Eine ungeschriebene Geschichte. Eine neue Geschichte, die sich entwickelt, ohne die Vorgeschichte mit einfließen zu lassen. Oder so wenig wie möglich. Und ich musste weg. Ich war inmitten meiner Recovery, kämpfte ein bisschen mit Liebeskummer und ja, ich wollte gewisse Distanzen vergrößern. Ich liebte meine Familie, doch ich wusste auch, dass ich genug davon hatte, sie 24/7 um mich zu haben. Ich musste einen klaren Kopf bekommen. Mich von Anorexia lösen. Mich von dem Menschen lösen, der diesen Liebeskummer verursacht hat. Und mich auch von meiner Familie lösen. Zumindest räumlich. Die Zeit war gekommen, um endgültig zu lernen, alleine zurechtzukommen.

 

Ein Jahr später

Ein Jahr ist eine tolle Zeitspanne, um zu resümieren. Gerade nach einem Umzug braucht man immer ein bisschen Zeit, aber ich konnte schon ein kleines Fazit ziehen. Auch wenn sich das immer wieder verändern kann.

Ich bin froh, dass ich mich damals wirklich dazu entschieden habe, Nägel mit Köpfen zu machen, um nach Graz zu ziehen. Dass ich das getan habe, was ich im Grunde genommen schon immer tun wollte. 

Die Umstellung auf dieses neue Leben fiel mir am Anfang leicht, doch später etwas schwer. Der Umzug war teilweise echt anstrengend und frustrierend. Um ehrlich zu sein: er ist immer noch nicht ganz abgeschlossen. Hier und da fehlen immer noch ein paar Sachen in der Wohnung. Und dann habe ich mich auf einmal ganz fremd in meiner Wohnung gefühlt. Es hat etwas gedauert, bis Casa Lillywood wirklich ein Zuhause für mich wurde. Doch Graz war es schon längst. Auch wenn bestimmt nicht alles meinen Vorstellungen entsprechend gelaufen ist. 

In dieser Zeit habe ich eine extreme Entwicklung durchgemacht. Ich habe eine neue Bedeutung von Heimat kennengelernt und verinnerlicht. Während ich früher aus meiner alten Heimat einfach nur weg wollte, um das alte Leben hinter mir zu lassen, nutze ich heute jede Gelegenheit, um in meine ursprüngliche Heimatstadt zu fahren. 

Dadurch dass ich mich lösen konnte, wurde meine Heimatverbundenheit wieder stärker. Nicht zu Graz, denn die ist im Grunde genommen gleich stark geblieben. Jedoch zu meiner Heimatstadt. Zwar kann ich mir in den kommenden Jahren eine Rückkehr nicht vorstellen, aber ich bin froh, dass ich diese Verbundenheit wiederentdeckt habe. Generell zu ganz Österreich. Graz ist nicht mehr der ultimative Place to be für mich, obwohl es der Place ist, an dem ich am liebsten bin. 

Heimat in Graz

Die neue Bedeutung von Heimat

Die neue Bedeutung von Heimat ist für mich vor allem die: an einem Ort zu sein, an dem man sich von Dingen lösen kann, die einem nicht gut tun. Flucht bringt sich da gar nicht so viel. Ich habe meine Familie innerhalb kürzester Zeit vermisst. Meine Essstörung drohte auszuarten. Die Gefahr, sie nun plötzlich voll und ganz auszuleben, jetzt wo ich alleine war, war riesengroß. Und die Gefühle für diese eine Person lösten sich auch nicht sofort in Luft auf, nur weil uns jetzt wesentlich mehr Kilometer trennten. Aber durch meine Liebe zu Graz schaffte ich es, durchzuhalten. Mich von meiner Familie nicht zu lösen, aber mich komplett abzunabeln. Anorexia Geschichte sein zu lassen, genauso wie diese eine Person. Letzteres hat bestimmt am längsten gedauert. Aber erst, als ich wirklich loslassen konnte, konnte ich zu der Heimatverbundenheit meiner neuen Heimat richtig hineinfinden. 

Ich habe gelernt, dass es okay ist, auch einmal wegzuwollen und auch wegzugehen, wenn es zu viel wird. Irgendwann hat man wieder einen klaren Kopf und kehrt nach wenigen Tagen gerne zurück. Ich fühle mich zu Graz verbunden. Wohl das größte Zeichen meiner Heimatverbundenheit und wohl auch die wichtigste Bedeutung dafür. 

Tape-In Extensions: Mein Traum von der langen Mähne

Tape-In Extensions

Mein Traum von der langen Mähne

Noch vor wenigen Monaten war der Blick in den Spiegel unerträglich für mich. Aber das hat sich mit meinen Tape-In Extensions inzwischen geändert. 

Der Blick in den Spiegel: er fiel mir schwer. Ich weiß, ich gehöre zu der Fraktion: liebe dich selbst. Akzeptiere dich selbst mit all deinen Ecken und Kanten. Steh zu deinen Unvollkommenheiten. Und dabei gab es etwas an mir, zu dem ich nicht mehr ganz so stehen konnte. Es mag eine Oberflächlichkeit sein. Auch das weiß ich. Aber es fiel mir zunehmend schwer, damit zu leben: meine Haare. 

Meine Haare und ich haben schon viel miteinander erlebt. Das klingt total komisch, schließlich sind es nur Haare. Aber dieses „nur“ Haare ist für mich mehr. Es sind MEINE Haare. Etwas, das mir wichtig ist. Eine Attribut an mir, bei dem ich möchte, dass es mir gefällt. Ich habe schon vieles hinter mir. Von Blondierunfällen bis hin zu völlig ruinierten Haarschnitten. Irgendwie erholten sie sich immer. Doch von der letzten Strapaze erholten sie sich nicht mehr: von meinem Haarausfall. Verursacht durch meine schlechte Ernährung. 

Das Problem wollte ich in Angriff nehmen. Auch wenn dies bedeutete, tiefer in die Tasche greifen zu müssen. Aber ich tat es. Ich ließ mir Tape-In Extensions einsetzen. 

Meine Haar-Vorgeschichte möchte ich an dieser Stelle nicht mehr durchkauen. Es würde den Rahmen sprechen. Vielmehr möchte ich all die Fragen beantworten, die mich auf Instagram erreichten und die ich euch schon viel zu lange schuldig bin. 

Lange Haare mit Tape In Extensions
Frisur; Lange Haare mit Tape In Extensions

Clip-In Extensions

Warum sie keine Option mehr sind

Lange trug ich Clip-In Extensions, die günstigere Alternative zu einer permanenten Haarverlängerung. Damit kam ich lange gut zurecht, aber aus diversen Gründen möchte ich keine Clip-Ins mehr tragen. 

Mit der Zeit wurden sie mir lästig. Erstens wurde ich trotzdem die ganze Zeit an die Gründe meines Haarausfalles erinnert und zweitens nahm es so viel Zeit in Anspruch. Zwar merkte ich die Haare irgendwann nicht mehr, aber irgendwie war es immer unbequem. Nach einer bestimmten Tragedauer hielten die Clips auch nicht mehr so gut, obwohl die Haare noch schön waren. Ich war mir auch ständig unsicher, ob man sie sehen würde. Der letzte Punkt: ich konnte die Haare nicht zurechtschneiden und an meine Haare anpassen, weil es mir bestimmt nicht gelungen wäre, die Clips immer an die gleiche Stelle zu setzen. Darüber hinaus war auch die Reinigung viel umständlicher.

Tape In Extensions

Tape-In Extensions

Die neue Alternative für mich?

https://www.stefaniegoldmarie.comIn meiner Jugend versuchte ich mich an Bondings und habe es gehasst. Als ich von der Tape-In Methode hörte, wurde ich neugierig. Schon lange wollte ich diese Methode versuchen, doch der Preis schreckte mich ab. Meine damaligen Extensions waren zwar Echthaar, aber hatten nicht die beste Qualität. Inzwischen bin ich in einem Alter, in dem es mir nicht nur darum geht, lange Haare zu haben. Qualität spielt die größte Rolle und ich wusste, dass ich in die Tasche greifen müsste, wenn ich mir diesen Wunsch erfüllen möchte.

Es hat nun einige Jahre gedauert, doch als sich Stefanie von stefaniegoldmarie ihre Haare mit Tape-Ins verlängern ließ, wurde der Wunsch auch bei mir immer größer. Zudem trägt Stefanie ihre Tape-Ins aus den gleichen Gründen, wie ich. Mir gefiel das Ergebnis super und als ich die Haare auch noch in echt bestaunen durfte, war für mich klar: ich möchte Tape-Ins von der gleichen Marke.

Tape In Extensions, Haarverlängerung

Hair Talk Tape-In Extensions

DIE Marke für Tape-Ins

Stefanies Haare sind von der Marke „Hair Talk“. Ich informierte mich über die Marke, durchforstete die Internetseite und kontaktierte anschließend einen Salon in meiner Nähe. Dort machte ich einen Beratungstermin aus, der noch am gleichen Tag stattfand. Ich wurde umfassend über die Hair Talk Tape-In Extensions aufgeklärt, sprich über die Methode, die Qualität und natürlich auch den unangenehmeren Teil: der Kostenfaktor. Eine einzelne Strähne (40 cm) kostet 35 Euro. Meine Frisörin bestellte insgesamt 20 Strähnen, wobei noch nicht klar war, ob wir alle 20 benötigen würden. Man muss im Übrigen nur so viel bezahlen, wie reingesetzt werden. Darum wird der voraussichtliche Preis auch meistens höher angesetzt, als er dann tatsächlich ist. Ich persönlich finde das ganz gut, denn so bekommt man am Ende keinen Schock.

Veranschlagt waren somit vorerst 700 Euro alleine für die Haare. Ich weiß, es ist ein stolzer Preis, aber in meinem ersten Berufsjahr habe ich quasi den einen Teil meines Gehalts in die Wohnung sowie in meine Lebenshaltungskosten gesteckt und den anderen Teil weggespart (für den Ernstfall, falls ich nach meinem UP nicht sofort einen Job gefunden hätte). Nachdem ich allerdings die Zusage für meinen Job hatte, wollte ich mir etwas Gutes tun. Leicht ist mir das nicht gefallen, denn es ist eine Menge Geld, ABER: ich investierte das Geld in mich selbst und in mein Selbstbewusstsein. Darum war es mir das auch mehr als wert.

Insgesamt bestellte meine Frisörin drei oder vier verschiedene Farben. Das Beratungsgespräch ist immens wichtig. Nicht zuletzt wegen der Farbe, sondern auch wegen der Haarstruktur (glatt, lockig, gewellt etc.). Hairtalk hat zwar nur glatte Haare, aber die Tape-In Extensions werden angepasst, wenn man Naturwellen hat.

Last but not least musste ich eine Anzahlung von 50 Euro leisten, die danach allerdings weggerechnet wurde. 

Lange Haare mit Tape In Extensions
Tape In Extensions Haarverlängerung

Der Ablauf

Das haben wir gemacht

Eine Woche musste ich auf meinen Termin warten. Beim Termin wurde zu allererst mein Ansatz gefärbt. Ich entschied mich dazu, eine möglichst ähnliche Nuance zu wählen, wie meine Naturhaarfarbe. Inzwischen bin ich von den ganz hellen Haaren abgekommen. Ich kann mir sogar vorstellen, sie mir ganz auswachsen zu lassen und irgendwann doch noch zu meiner Naturhaarfarbe zurückzukehren. Wer hätte sich das gedacht?

Nachdem die Farbe rausgewaschen wurde, wurden meine echten Haare geschnitten. Ich war zu dem Zeitpunkt schon fast ein halbes Jahr nicht mehr beim Frisör. Dementsprechend viel mussten wir auch abschneiden, aber mir war das ziemlich egal, da ich wusste, ich würde bald lange Haare tragen. Meine echte Haarlänge ist nun eigentlich schulterlang. So lang oder kurz, wie ich sie mir damals nach meinem Frisörunfall abschneiden musste. Aber ich nutze es nun voll und ganz aus, dass meine Haare in der Zwischenzeit wachsen und gesund werden können.

Nach dem Föhnen und Glätten wurden die Tape-In Extensions reingesetzt. Das ging unglaublich schnell, da sie einfach nur in die Haarsträhnchen geklebt werden. Insgesamt bekam ich 17 Strähnen in mein Haar gesetzt. Das bedeutet, dass ich für die Tape-In Extensions alleine ca. 600 Euro bezahlt habe. Danach würden die Haare zurechtgeschnitten und gestylt.

Der Kostenfaktor

So viel habe ich bezahlt

Insgesamt bezahlte ich 800 Euro für die Gesamtleistung. Man muss aber bedenken, dass das Schneiden (weil zweimal geschnitten wurde) und Glätten (weil zweimal geglättet wurde) doppelt verrechnet wurde. Für mich war der Preis definitiv gerechtfertigt, denn die Qualität der Haare ist der Wahnsinn und auch die Farbe wurde top.

Die Pflege

So gehst du mit Tape-In Extensions um

So top die Qualität der Haare auch sein mag, schön bleiben sie nur mit der richtigen Pflege. Wer schon so viel Geld für Extensions ausgibt, sollte meiner Meinung nach auch bei der Pflege nicht sparen. Ganz wichtig: die Shampoos und Conditioner müssen frei von Silikonen, Parabene und Alkohol sein. Diese lösen den Kleber. Ich pflege meine Haare gerne mit Kokosöl. Das darf ich zwar weiterhin verwenden, soll aber nicht an die Verbindungsstellen kommen, da es auch den Kleber löst.

Das erste Mal wusch ich meine Haare mit meiner herkömmlichen Pflege von Balea. Ich merkte allerdings sofort, dass die Produkte nicht das richtige für meine Haare waren. Die Ansprüche haben sich geändert. Man muss bedenken: Extensions werden nicht mehr genährt und trocknen dadurch schneller aus. Zusätzlich habe ich meine Haare durch Sonne und Meerwasser relativ schnell einer hohen Belastung ausgesetzt. Darum ließ ich mich in Graz bei einem Frisör beraten und entschied mich schlussendlich für eine Pflege von Kérastase:

 

Kerastase

Kérastase Paris: Resistance - Brain Force Architecte Strenghtening Shampoo​

Kérastase Paris: Resistance - Ciment Anti-Usure Strenghtening anti-breakage cream

Mit 56 Euro insgesamt nicht gerade die günstige Pflege, aber man braucht extrem wenig, kommt lange damit aus und investiert wirklich in gute Produkte. Ich habe immer noch reichlich von den Produkten zu Hause und wasche meine Haare damit schon seit zwei Monaten. 

Hair Talk hat auch eine eigene Pflegelinie speziell für die Hair Talk Extensions, welche vielleicht noch besser ist, aber ich bin bis jetzt überzeugt von den Produkten von Kérastase. Die Haare fühlen sich an, wie an Tag 1.

Wie fühlt es sich an?

Der Komfort mit Tapes

Inzwischen kann ich sagen, dass Tape-In Extensions die komfortabelsten Extensions sind, die ich jemals hatte. Von Anfang an spürt man sie nicht. Auch wenn man mit der flachen Hand durch das Deckhaar fährt, sieht man sie nicht. Sie behindern mich nicht im Sport und es fühlt sich so an, als hätte ich nichts am Kopf. Nur ein bisschen wärmer ist mir geworden, aber bei der Hitze im Sommer war das auch kein Wunder 😉

Haarverlängerung

Die Haltbarkeit

So lange kannst du deine Tape-In Extensions tragen

Tape-In Extensions halten je nach Pflege und Zustand der Haare bis zu 6 Monate. Alle 6-8 Wochen sollten sie neu gesetzt werden. Zu der Zeit sind die Klebestellen nämlich schon ordentlich raugewachsen. Genau das ist das tolle an den Extensions. Sobald man sie sieht, kann man sie einfach wieder hoch setzen lassen. Man hat auch die Option, eine Zeit lang auszusetzen und die Haare später neu einsetzen zu lassen, wenn man das möchte. So kann man sie den Sommer über beispielsweise kürzer tragen, wenn das angenehmer ist. Je nach Lust und Laune. Ich habe sie mir noch nicht hoch setzen lassen, aber das wird in den nächsten Tagen bald der Fall sein, da ich sie jetzt seit 9 Wochen drin habe und die vorderen Klebestellen langsam meine Ohren berühren. Ich werde hier definitiv noch ein Update über Kosten und Prozedur online stellen.

Tape-In Extensions?

Ja, nein, vielleicht? Mein Fazit!

Ich kann definitiv sagen, dass es für mich persönlich die richtige Entscheidung war, mir Tape-In Extensions ins Haar setzen zu lassen. Sie geben mir nicht nur ein komplett neues Körper- und Lebensgefühl, sondern erfüllen zahlreiche Vorteile:

  • man spürt sie nicht
  • sie stören nicht
  • Stylingfreiheit pur. Die Haare lassen sich glätten, locken, hochstecken etc. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
  • Man kann auch einen Ponytail tragen, sie hochstecken oder zu einem Dutt binden.

Natürlich ist der Kostenfaktor extrem hoch. Das mag wohl überlegt sein, aber wenn man es auf den Zeitraum aufrechnet, sprich wie lange man die Haare trägt, ist es gar nicht mehr so arg teuer. Ich bin froh, mich dafür entschieden zu haben und kann mir auch eine Wiederholung vorstellen.

Sollten noch Fragen bezüglich der Tape-In Extensions offen bleiben, schreibt mir gerne eine E-Mail oder ein Kommentar. Ihr könnt mir auch jederzeit auf Instagram schreiben.

Mehr Beiträge zum Thema Haare

Marrakech erleben: Travel Diary of Morocco

Travel Diary of Morocco

Marrakech erleben

Meine Eindrücke von Marrakech. Was haben wir erlebt? Wo haben wir gegessen? Würde ich Marrakech empfehlen? 

Marrakech liegt nun schon weit zurück. Ich kann es nicht glauben, dass die Reise nun doch bald wieder zwei Monate her sein soll. Ausständig ist noch das Travel Diary, welches ich euch versprochen habe. Zwar sind die Erinnerungen nicht mehr ganz so frisch, wie kurz nach meiner Rückkehr, aber eines steht fest. Ich werde die Zeit in und meine erste Reise nach Marrakech immer in besonderer Erinnerung behalten.

Fünf Tage waren zwar zu kurz, um mich vollkommen verändern zu lassen, aber Marrakech hat etwas in mir gemacht.

In der Wüste habe ich beispielsweise tief in mir drinnen viel reflektiert. Meine bereits gelebten Jahre Revue passieren lassen und mich gefragt, wo ich in den kommenden Jahren gerne hin möchte.

Das richtet sich jetzt nicht an die physische Ebene. Dass ich noch viel reisen möchte, ist klar. Vielmehr richtet es sich an den Aspekt: Persönlichkeitsentwicklung.

Wie möchte ich mich selbst entwickeln? Eine zentrale Frage, die ich mir gestellt habe. Aber das ist im Grunde genommen eine komplett andere Geschichte.

Wichtig ist jetzt erst einmal mein Travel Diary, welches heute im Vordergrund steht. Und da habe ich euch einiges zu berichten. Vorweg: Marrakech ist unvergleichlich mit all den anderen Destinationen, die ich bereits bereisen durfte. Marrakech hat zu Erfahrungen geführt, die ich nie wieder missen möchte. Und irgendwann kehre ich zurück nach Marokko. 

 

Irgendwann…

Tag 1 in Marrakech

Wir kamen erst zur Abendsonne in Marokko an. Somit hatten wir wenig Zeit, Marrakech sofort auf eigene Faust zu erkundigen. Wir entschieden uns, den Fahrservice unseres Riads in Anspruch zu nehmen, um einfach entspannt anzukommen. Das war absolut die richtige Entscheidung, denn so mussten wir uns nach einem vier Stunden Flug und der Anmeldung nicht zusätzlich stressen.

Airport To Do's

Anmeldung

Ganz wichtig: bevor ihr den Flughafen verlassen dürft, müsst ihr euch offiziell im Land anmelden. Anmeldeformulare liegen kurz vor der Passkontrolle bereit, aber keine Kugelschreiber. Nehmt daher selbst etwas zu schreiben mit.

ATM

Die Währung in Marokko heißt Dirham. Am geschicktesten ist es, wenn ihr noch am Airport Geld abhebt. Wir sind beide mit 200 Euro ausgekommen. Bargeld dabei zu haben, ist ratsam. Es ist schwer, vor allem in der Medina mit Karte zu bezahlen.

Dinnertime

In meinem letzten Beitrag habe ich bereits erwähnt, dass wir gleich im Riad zu Abend gegessen haben. Das war absolut die richtige Entscheidung, denn so konnten wir wirklich stressfrei den ersten Tag bei marokkanischen Spezialitäten ausklingen lassen und in aller Ruhe so richtig ankommen. Ich kann es euch nur empfehlen, es genauso zu machen, wenn ihr erst abends in Marokko landet.

Das Highlight dieses Dinners war jedoch nicht das ausgezeichnete Essen, sondern ein atemberaubend schöner Ausblick auf den noch atemberaubenderen Sonnenuntergang. Ein Gefühl wie aus 1000 und 1 Nacht.

Der Himmel war hellblau und rot gefärbt, wahrscheinlich durch den Wüstensand und das war ein Erlebnis, welches ich bestimmt nie vergessen werde.

Tag 2 in Marrakech

Auch den zweiten Tag starteten wir entspannt beim Frühstück und machten uns Pläne für den Tag. Danach wurde es touristisch. Wir wanderten quer durch die Medina und erkundeten das Herz der Stadt auf eigene Faust. Dadurch ergaben sich erste Möglichkeiten, sich mit der Stadt vertraut zu machen. Orientierung haben wir allerdings während des gesamten Aufenthaltes nicht gewonnen.

Good to know

Google Maps offline

Ohne Masterplan und Orientierungshilfe sollte man das Riad besser nicht verlassen. Wer nicht Unmengen bei der nächsten Telefonrechnung bezahlen möchte, wird die Mobilen Daten ausschalten müssen. Doch wie es so ist, funktioniert Navigation ohne Internet sehr schlecht. Darum unbedingt Maps Offline runterladen. Macht euch Gedanken, was ihr euch ansehen möchtet und ladet auch die Location eures Riads runter, damit ihr wieder zurückfindet.

Google Maps Offline war am Anfang eine kleine Herausforderung, aber irgendwann hat man den Dreh raus.

Es ist zwar definitiv kniffliger, aber nicht unmöglich. Darum: diesen Tipp unbedingt beherzigen. 

Kleidung

Marokko ist ein muslimisches Land. Darum solltet ihr auch die richtige Kleidung auswählen. So streng, wie man glaubt, ist es zwar nicht und wir sahen auch Touristen, die wirklich viel Haut zeigten, aber ich finde, alleine aus Respekt gehört es sich, sich kleidungstechnisch auch anzupassen. Das bedeutet:

  • bedeckte Schultern
  • bedeckte Knie
  • nicht bauchfrei
  • nicht tief dekoltiert
  • nichts durchsichtiges

Ich selbst trug luftige Culottes, Maxi- und Midiröcke sowie Maxikleider und Tuniken. Unbedingt auch auf festes Schuhwerk achten.

Snake Charmers

Überall am Hauptplatz hört man sie. Sie erschallt den ganzen Marktplatz. Die charakteristische Melodie, die Kobras tanzen lässt. Für unsere Kultur ist das vielleicht sonderbar. In Marokko jedoch Alltag. 

In Marrakech werdet ihr viele Dinge sehen, die man so nicht erwartet. Beispielsweise werden euch am Hauptplatz (Jemaa el-Fna) echte Kobras begegnen. Aber keine Angst, das ist sicher. Solange ihr kein Interesse zeigt und ihr nicht mit der Kamera auf die Schlangen draufhaltet, wird euch nichts passieren.

Tag 2: Marrakech Momente & Erlebnisse

Nach einer umfassenden Entdeckungsreise quer durch die Medina, führte uns unser erster Stopp in den La Jardin Secret, einer imposanten Gartenanlage inmitten der Altstadt. Nach der Besichtigung gönnten wir uns noch etwas zu trinken und nahmen auf dem Rooftop des Café Arabe Platz. Wer eine tolle Aussicht genießen möchte, ist hier definitiv richtig.

Nachmittags ging es dann auch schon in die Wüste. Wir nächtigten im Camp Scarabeo, umrahmt von der atemberaubend schönen Agafay Wüste. Es war bestimmt einer der unvergesslichsten Momente meines Lebens. Ich kann jedem, der einmal Urlaub in Marrakech macht, nur empfehlen, sich dieses Erlebnis nicht entgehen zu lassen. Wir genossen die friedliche Atmosphäre, tranken Minztee und aßen marokkanisches Gebäck. Wir entspannten auf der Veranda unseres Zeltes, ließen uns abends bei einem Dinner verwöhnen und lauschten weichen Gitarrenklängen. Dazu die sanfte Stimme eines großartigen Sängers. Wir beobachteten die Sterne, entdeckten den großen Wagen und durften sogar die Milchstraße bestaunen. Kerstin hat auch einen ausführlichen Bericht über das Camp Scarabeo verfasst.

Agafay Wüste

Tag 3 in Marrakech

Bereits vor Sonnenaufgang wurden wir wach, um selbigen auch sogleich beobachten zu können. Ich hatte noch nie einen so wunderschönen Blick auf die aufgehende Sonne. Es war atemberaubend, wie sich der Himmel in Sekundentakt verfärbte. Die Sonne schien so groß. Viel größer, als zu Hause. Danach gab es noch ein ausgiebiges Frühstück und noch ein paar kostbare Momente in der Abgeschiedenheit, ehe es wieder zurück ins bunte Treiben ging.

Wir checkten in unser zweites Riad ein und ließen es uns danach nicht nehmen, Marrakech noch viel ausgiebiger zu besichtigen. Wir wollten unbedingt sehen, was die Stadt an Kultur zu bieten hat. Sightseeing muss eben doch sein:

Bahia Palace

Ein wunderschöner Palast aus dem 19. Jahrhundert und im typischen orientalischen Stil erbaut. Eintritt: 70 Dirham.

Palace in Marrakech
Storch
Palais El Badi

Eine einst und auch immer noch imposante Palastanlage, die allerdings schon zerfallen ist. Für ein bisschen mehr Geschichte sind auch Museen dabei. Eintritt: 70 Dirham.

Palace in Marrakech

Zum Essen ging es danach ins „Café Des Espices.“ Es ist wirklich ein wunderschönes Café, aber das Essen war so lala.

Tag 4 in Marrakech

Unseren vierten und letzten Tag in Marrakech starteten wir wieder bei einem ausgiebigen Frühstück in unserem Riad. Auch an diesem Tag ging es noch an einen Tourismusspot.

  • La Jardin Majorelle: die beeindruckende Gartenanlage von Yves Saint Laurent. Eintritt: 70 Dirham.

 

  • YSL Museum: auch das Museum wollten wir uns ansehen, war aber letztlich sehr enttäuschend. Der Preis von 100 Dirham war für das, was geboten wurde, nicht gerechtfertigt. Der Eingang ist und bleibt aber dennoch ein Hingucker.
Garden Garden

Danach wollten wir auch wieder ein Lokal in der Medina testen. Es ging ins Café Nomad. Ein wunderschönes Lokal mit traditioneller marokkanischer Küche. Der Ausblick über die Medina ist fantastisch. Besonders bei Sonnenuntergang. Ausklingen ließen wir unsere Reise dann noch bei einem Orangensaft. Und das war der beste, den ich je getrunken habe. Lasst euch den bloß nicht entgehen.

Marrakech: Ein Resümee

Auch wenn es zu Beginn ein kleiner Kulturschock war, so hat mich Marrakech doch von Anfang an in seinen magischen Bann gezogen. Es war fast so, als wäre ich für einige Tage lang in einer komplett anderen Welt gewesen. Marrakech ist anders und bestimmt nicht so glamourös, wie es oft in den sozialen Netzwerken dargestellt wird. Aber Marrakech hat auch ganz viel Charme. Irgendwann möchte ich bestimmt wieder kommen.

Bachelorette Party inklusive Checklist

Ich kann es nicht glauben: am Wochenende hat meine Schwester geheiratet. Dabei kommt es mir wie gestern vor, als wir beide im Sandkastenalter darüber stritten, wer wohl als erstes unter die Haube kommt, wenn wir einmal groß sind. Die Antwort ist *hust* *hust* SIE. Auch wenn ich mir mein Leben damals sicher anders vorgestellt habe, als es heute ist, bin ich trotzdem glücklich, dass es so gekommen ist, wie es gekommen ist. Und ich bin glücklich, dass meine Schwester die Liebe ihres Lebens gefunden und diese nun auch mit einem Eheversprechen besiegelt hat. Bevor dieser Beitrag aber nun in ein reines Kitschgequassele ausartet bzw. ich übertrieben sentimental werde, lege ich meinen Fokus lieber auf das heutige Thema: Die Bachelorette Party.

Be the best Maid of honor

and organize an unforgettable Bachelorette Party

Vielleicht gehe ich in meiner Rolle als Trauzeugin nicht so auf, wie manch andere. Dabei bin ich wirklich stolz auf diese Rolle und ja, ich freue mich sehr, dass meine Schwester mich gefragt hat. Das ist praktisch so, als hätte ich einen kleinen Heiratsantrag mit dazubekommen. Zwei Sachen waren und sind mir besonders wichtig. Dass ich am Hochzeitstag für meine Schwester ununterbrochen da bin. Dass ich dabei mithelfe, dass sie den Tag genießen kann, ohne sich viele Gedanken machen zu müssen UND die Organisation einer unvergesslichen Bacheloretteparty. Ich denke, beides ist gut gelungen.

Bachelorette Party

Eine Bachelorette Party mal ein bisschen anders

Okay, ich habe die Bachelorette Party nicht revolutioniert, aber bei uns daheim gibt es doch einige Traditionen, was den Junggesellinnenabschied betrifft. Aus diesen Traditionen wollte ich nicht zu 100% ausbrechen, da sie auch irgendwie ihren Reiz haben. Trotzdem wollte ich etwas anderes machen. Etwas, das unvergesslich ist. Darum habe ich mich davon distanziert, meine Schwester und uns Bridal Crew lächerlich anzuziehen. Wer mich kennt, der weiß, dass ich immer ein bisschen auf Stil setze – selbst bei einer Bachelorette Party.

Deswegen habe ich mich dazu entschieden, das klassische Poltern mit etwas anderem zu kombinieren, was nicht jeder macht. Und so kam mir die Idee, ein Picknick zu machen und auch den Dresscode sowie die Aufgaben ein bisschen zu überarbeiten.

Bachelorette Party

Unser Dresscode

Bei uns ist es irgendwie eine Art Tradition, die Braut dämlich anzuziehen und als Polterrunde kräftig mitzuziehen. Ich denke, im deutschsprachigen Raum ist das generell der Fall. Ich persönlich fand das schon immer etwas geschmacklos. Da ich jedoch wollte, dass wir als Polterrunde erkennbar sind, überlegte ich mir etwas anderes. Der Braut wurde ein weißes Kleid angezogen. Sie bekam einen Blumenkranz und eine Schärpe mit der Aufschrift „Bride to be.“ Somit war sie als Braut erkennbar.

Wir, die Polterrunde, zogen uns ein schwarzes Oberteil oder Kleid an und hatten ebenfalls alle eine Schärpe mit der Aufschrift „Brides Crew.“ Die Schärpen habe ich übrigens in diesem Shop bestellt.

Bachelorette Party
Bachelorette Party

Das Bachelorette Party Picknick

Dank der Unterstützung meines Schwagers, konnte ich meinen Wunsch verwirklichen, ein Picknick mit Palettenmöbel zu realisieren. Dazu habe ich schöne Decken auf unsere Wiese gelegt, Paletten aufgestellt, ein paar Kissen drumherum gelegt und den „Tisch“ schön dekoriert. Ich entschied mich für Wiesenblumen und schöne Windlichter.

Bachelorette Party

Der Ablauf der Bachelorette Party

Der Abend war eine Überraschung für meine Schwester. Sie wusste von nichts, darum mussten wir sie erst einmal umziehen, nachdem sie eingetroffen war. Im Hintergrund spielte bereits Musik (Playlist gibt’s zum Schluss), während wir noch schnell das Essen auf den Tisch stellten. Es gab Brötchen (danke Mama) und verschiedene Getränke (Ramazzotti, Lilet, Spritzer, etc.). Wir ließen es uns gut gehen, hatten tolle Gespräche und schon vorab viel Spaß. Danach gab es noch Kuchen, ehe wir meine Schwester mit ihren zwei Aufgaben des Abends vertraut machten:

  • Sie musste diverse Dinge verkaufen, um uns den Abend zu finanzieren. Dazu zählten unter anderem Schnapsgläser, Fächer, Mini-Ventilatoren, etc.
  • Sie musste 12 Männer dazu bringen, sich obenrum freizumachen und mit ihnen für ein Foto posieren. Die Bilder bekam sie zu ihrer Hochzeit überreicht.

Mit dem Korb bewaffnet, ging es von einem Lokal ins nächste. Beislrallye nennt man das übrigens bei uns. Wir hatten wirklich Erfolg. Wir verkauften viele Dinge (leider nicht alle), nahmen ordentlich Geld ein (es blieb sogar noch etwas übrig, ca. 150 Euro, was die Braut bekam) und hatten wirklich viel Spaß. Geendet hat die Feierlichkeit dann auf einem Dorffest, wo wir den Abend ausklingen ließen. Und ja, meine Schwester hat es tatsächlich geschafft, 12 junge Herren dazu zu bringen, ihr Leiberl auszuziehen und für Fotos zu posieren. Aus Datenschutzgründen ist es mir jedoch leider nicht erlaubt, diese Bilder zu zeigen 😉

Bachelorette Party

Die Bachelorette Party Checklist

  • Die Polterrrunde früh genug kontaktieren; am besten eine WhatsApp-Gruppe erstellen (ca. 3-4 Monate vorher)
  • Budgetierung: redet euch vorab aus, wie Kosten verteilt werden. So gibt es keine Missverständnisse. Kalkuliere gut, was du alles brauchst und wie viel es kosten wird.
  • Aufgabenverteilung: die Trauzeugin muss nicht alles alleine organisieren. Frage ruhig nach Hilfe und verteile die Aufgaben.
  • Kleidung Braut, Kleidung Polterrunde
  • Lustige Spiele
  • Getränke und Speisen
  • Schlechtwetteralternativprogramm
  • Musik
Bachelorette Party
Bachelorette Party

Folge mir gerne auf Instagram und werde Teil der @mycafeaulait Community

Mehr Partyinspo gibt es hier

Where to stay in Marrakech? Book a Riad

Als wir uns für Marrakech als Urlaubsdestination entschieden hatten, war für uns von vornherein klar: wir nächtigen traditionell. Kein Hotel, kein Schnickschnack. Ein authentisches Riad sollte es werden. Für das authentische marokkanische Feeling, denn Riads sind ehemalige Privathäuser, welche nun Gäste aufnehmen.

Wegen unseres Kurzausfluges in die Wüste, entschieden wir uns dazu, in zwei verschiedenen Riads in der Medina (Altstadt Marrakechs) zu nächtigen. Beide zeigten so viele Ähnlichkeiten, hätten aber nicht unterschiedlicher sein können. Gebucht haben wir beide übrigens über Airbnb. Dort findet ihr dutzende von wunderschönen Riads.

Was sind Riads?

Riads sind städtische marokkanische Häuser mit einem begrünten Innenhof und Dachterrassen. Sie befinden sich in den verwinkelten Gassen der Medina. Hinter den Mauern verbirgt sich eine wahre Pracht und gerade deswegen lohnt es sich, sich in einem Riad einzuquartieren. Man befindet sich inmitten des traditionellen Lebens Marrakechs. Trotzdem lässt man die Hektik der Medina hinter sich, wenn sich die Pforten eines Riads öffnen und man eintritt. Hier wohnt man während des Aufenthaltes definitiv authentisch.

Die Begrüßung

In beiden Riads wurden wir mit einem traditionell marokkanischen Minztee, sowie Gebäck begrüßt. Anschließend wurden noch unsere Daten aufgenommen und wir eingecheckt. In beiden Riads fühlten wir uns sofort herzlich willkommen und angekommen. So lässt es sich in Marrakech definitiv leben.

Riad & Spa Azzouz

Riad & Spa Azzouz war das erste Riad, für welches wir uns entschieden hatten. Für marokkanische Verhältnisse zählt es eher zu den hochpreisigen Riads, ist aber vollkommen leistbar.

Zusätzlich bietet das Riad einen Shuttleservice an. Wenn ihr nach Marokko reist, würde ich es auch dringlich empfehlen, diesen in Anspruch zu nehmen. So ist man immer auf der sicheren Seite und umgerechnet 20 Euro pro Fahrt (Abrechnung erfolgt beim Check-Out) sind auch vollkommen in Ordnung und günstig. Marrakech ist wirklich verwirrend und ich glaube nicht, dass die Hinfahrt mit den Öffis angenehm gewesen wäre.

Man hat in den Riads auch die Möglichkeit, das Abendessen dazuzubuchen (kostet extra). Frühstück ist im Preis inbegriffen und ist traditionell marokkanisch. Da wir erst spät in Marrakech ankamen, entschieden wir uns, am ersten Abend im Riad zu essen. Es gab ein drei Gänge Menü mit traditionellen marokkanischen Spezialitäten. Es war wirklich lecker, somit sehr empfehlenswert.

Unser Zimmer war klein, aber gemütlich. Sehr sauber, gepflegt und aufgeräumt. Kerstin und ich fühlten uns pudelwohl, aber nicht nur wegen der angenehmen Atmosphäre, sondern auch wegen dem Staff. Auch ein Grund, ein Riad zu buchen. Man kommt mit den Mitarbeitern leicht ins Gespräch. Sie sind offen, interessieren sich für dich und quatschen mit dir. Das hat mir gut gefallen.

Ein weiterer Pluspunkt war der wunderschöne Pool auf der Dachterrasse. Zwar reichte die Dauer unseres Aufenthaltes nur zum Füße eintunken, aber dieser Pool, my Lord, könnte auch gerne bei mir zu Hause am Dach sein.

Get in Touch

4 derb azzouz
40000 Marokko
Telefon:  +212 5243-78048
Mehr Infos


Riad Le Rihani

Nach unserem Wüstenaufenthalt im Camp Scarabeo checkten wir im zweiten Riad ein. Riad Le Rihani. Von der Architektur und Gestaltung unterschied sich Riad Le Rihani von Riad & Spa Azzouz hinsichtlich der Farben. Außerdem befand sich der Pool dieses Mal nicht auf der Dachterrasse, sondern im Innenhof. Auf der Dachterrasse befanden sich wunderschöne Liegebetten mit Himmel. Und kein Zimmer glich dem anderen.

Riad
Riad
Riad
Riad

Auch hier wurden wir wieder sehr herzlich empfangen. Das Frühstück war im Grunde genommen genauso, wie im ersten Riad. Es gab Fladenbrot, Pfannkuchen, Feigen- und Orangenmarmelade, Honig, selbstgemachter Joghurt und Orangensaft sowie einen Obstsalat.

Riad
Riad
Riad

Unser Zimmer war komplett in schwarzem Stein gehalten. Das Bett war unfassbar gemütlich. Außerdem gab dieses Mal auch eine Badewanne (das war beim ersten Riad nicht der Fall, es gab ausschließlich eine Dusche).

Riad
Riad
Riad
Riad
Riad
Riad

Get in Touch

Derb El Arsa, quartier 40000, Marokko
Telefon: +212 5243-83766
Mehr Infos

Riad

Tipp für einen längeren Aufenthalt

Ich kann es euch nur empfehlen: solltet ihr länger bleiben, probiert mehrere Riads aus. Die Auswahl ist gigantisch. Eines ist schöner, als das andere und der Check-in ist auch überhaupt kein Stress.

Riad
Riad
Riad
Riad
Riad

Lost in the Desert of Marrakech (Editorial)

Ich bin immer noch überwältigt. Überwältigt von den Eindrücken meiner letzten Reise. Ich wusste, dass mir der Besuch auf einem anderen Kontinent gefallen würde. Wie gut es mir dann tatsächlich gefiel, konnte ich nicht ahnen. Diese Reise hat etwas mit mir gemacht. Und dabei kann ich nicht einmal adäquat beschreiben, was. Sie hat mich nicht von Grund auf verändert, aber sie hat etwas verändert. Obwohl ich nicht alleine nach Marrakech reiste, gab mir diese Reise dennoch genügend Anlässe, über viele grundlegende Dinge nachzudenken. Ein Ort hat mich dabei besonders tief in meine Gedankenwelt eindringen lassen: die einzigartige und atemberaubend schöne Agafay Wüste in Marrakech.

In unserer heutigen schnelllebigen Zeit ist es schwierig, Ruhe zu finden. Es ist auch schwierig, Ruhe zu hören. Zu fühlen. Zu schmecken und zu riechen. Unser Planet lebt von der Vergänglichkeit. Der Schnelllebigkeit. Wir haben nicht immer Zeit, uns zu sammeln. Wir haben auch nicht immer Zeit, uns mit Dingen auseinanderzusetzen, die uns belasten. Vielleicht, weil wir sie im Unterbewusstsein verdrängen. Dinge, die wir irgendwie aus unserem Leben gestrichen haben, obwohl sie immer noch präsent sind. Weil wir uns keine Zeit gegeben haben. Keine Ruhe.

Marrakech, Agafay – ihr habt etwas mit mir gemacht. Ihr habt mich wieder zum Ursprung zurückkehren lassen. Mich erkennen lassen, dass es noch viele Baustellen gibt. Es gibt nicht die passenden Worte, welche beschreiben, was ich gefühlt habe. Aber wenn schon diese Worte fehlen, war zumindest etwas ganz anderes da. Das Kribbeln, das ich gespürt habe, als ich mich 24 Stunden in der Agafay Steinwüste aufhielt. Und es fühlte sich ganz komisch an. Irgendwie, wie loslassen. Aber dann doch noch ganz arg wie festhalten. Eine Mischung. Ein Wechselbad. Doch eines spüre ich ganz genau: es wird sich etwas tun, was schon längst geschehen hätte müssen.

Und weil mir immer noch die Worte fehlen. Weil ich immer noch nicht weiß, wie ich euch Marrakech aus meiner Perspektive vorstellen kann, gibt es vorerst ein kleines Editorial. Aus Liebe zur Bildsprache.

Lost in the desert of Marrakech

Marrakech
Marrakech
Marrakech
Marrakech
Marrakech
Marrakech

Besuche mich auf Instagram und werde Teil der @mycafeaulait Community

Meine Reisebeiträge findest du hier

Mein erstes Jahr als Lehrerin

„Guten Morgen! Klassenordner, bitte Tafel löschen!“ Es war wahrscheinlich dieser Satz, den ich in meinem ersten Unterrichtsjahr am häufigsten ausgesprochen habe. Kaum betrat Frau Professor Reiter (und ich spreche hier von mir in der dritten Person) das Klassenzimmer, schweifte der Blick sofort an die vollgekritzelte Tafel. Es war quasi mein Ritual als Lehrerin, wenn meine Stunde begann, dass zuerst immer die Tafel gelöscht wurde. Ihr müsst wissen, ich bin, was Notizen betrifft, trotz meines jungen Alters noch etwas Old School. Wenn etwas ins Heft musste, dann kam es meistens nicht an die Beamerwall, sondern an die Tafel. Damals habe ich übrigens noch „auf die Tafel“ gesagt. Nicht nur sprachliche Barrieren habe ich im Zuge meines ersten Jahres aus dem Weg geräumt. Ich machte auch eine enorme Persönlichkeitsentwicklung durch.

In diesem Beitrag lasse ich mein erstes Jahr als Lehrerin Revue passieren. Dabei gehe ich auch auf eure Fragen ein, die ihr mir auf Instagram gestellt habt.

Lehrerin

Warum ich Lehrerin geworden bin und welche Fächer ich unterrichte

Warum ich Lehrerin geworden bin bzw. Lehramt studiert habe, ist ein alt eingesungenes Lied, welches ich schon während meiner Studienzeit des öfteren am Blog geträllert habe. Lehramt war nicht Plan A, geschweige dem Plan B oder C. Auf meiner Liste der potentiellen Berufe, die mir gefallen würden, stand Lehramt eigentlich ganz unten. Journalismus, Meteorologie und Rechtswissenschaften waren Studienrichtungen, die ich zuerst angepeilt hatte. Für das Journalismusstudium wurde ich leider nicht angenommen (trotz erfolgreicher schriftlicher Bewerbungsverfahren), Meteorologie gibt es nur in Wien und mit Rechtswissenschaften habe ich zum Schluss stark gehadert. Letztendlich entschied ich mich vor allem aus demographischen Gründen für das Lehramtsstudium.

Meine Fächer hingegen ergaben sich aus reinem Interesse. Psychologie faszinierte mich bereits in Jugendtagen. Geographie fand ich einfach cool und korreliert zumindest etwas (in physiogeographischer Hinsicht) mit Meteorologie.

Meine Bewerbung an den Schulen

Oft wurde ich gefragt, ob ich lange nach einer Stelle für mein Unterrichtspraktikum (im folgenden UP genannt) gesucht habe. Die Antwort ist nein. Aber das liegt auch daran, weil ich mich bereits im Oktober 2017 für das Schuljahr 2018/2019 beworben habe. Ich war relativ früh dran und hatte einen Vorsprung, weil ich das UP ein Jahr nach meinem Uniabschluss (gewollt) gemacht habe. Natürlich bekam ich Absagen, aber auch Zusagen an zwei anderen Schulen. Heute weiß ich, dass ich mich für die richtige Schule entschieden habe.

Eine UP-Stelle zu bekommen ist je nach Zeitpunkt relativ leicht. Hingegen ist es jetzt schwierig, eine Stelle als Lehrerin zu bekommen. Vor allem mit meinen Fächern habe ich mir Steine in den Weg gelegt. Psychologie und Philosophie wird nur in zwei Schulstufen und darüber hinaus auch nur an der AHS, an der BAFEP und HLW als Fach unterrichtet. Darüber hinaus ist mir auch der Arbeitsort wichtig. Natürlich verlangt der Lehrberuf heutzutage eine gewisse Flexibilität und „Reisebereitschaft“, aber das ist bei mir momentan nicht gegeben. Mitunter einer der Gründe, warum ich nun eine Zeit lang andere berufliche Wege einschlagen werde. Jedoch ist das nicht der einzige Grund. Darauf werde ich allerdings noch eingehen.

Lehrerin

Die Schüler und das Kollegium

In der Hinsicht muss ich mich einerseits aus Datenschutzgründen, andererseits aber auch aus Respekt gegenüber meiner Schule, meinem Kollegium und auch meinen SchülerInnen etwas bedeckt halten. Allerdings wurde mir folgende Frage auf Instagram gestellt:

Hast du das Gefühl, dass man sich den Respekt der Schüler und Kollegen erarbeiten muss?

Instagram

In der Hinsicht kann ich sagen: es kommt drauf an. Ich persönlich hatte wirklich Glück. Alle Unterrichtspraktikanten wurden vom Kollegium herzlich aufgenommen und von Tag 1 an wie vollwertige Kollegen behandelt. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich nun anders behandelt wurde, nur weil es mein erstes Unterrichtsjahr war. Vielleicht hatte ich als Unterrichtspraktikantin auch noch Welpenschutz. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass es von den einzelnen Schulen abhängt, was das Kollegium betrifft. Ich habe da auch viele andere Geschichten gehört. Bei mir war es so, dass ich meinen festen Platz im Lehrerzimmer hatte und mich gut mit den anderen verstand. Auch meine Mentorinnen begegneten mir auf Augenhöhe und gaben mir wertvolle Tipps. Ich wurde immer aufgeklärt, woran ich (an mir oder meinen Methoden) arbeiten musste und wurde unterstützt. Trotzdem bekam ich genug Freiheiten, den Unterricht so zu gestalten, wie ich es wollte.

Bei den Schülern ist das natürlich eine andere Sache. Selbstverständlich machte ich mir einen Kopf, ob ich von meinen beiden Klassen respektiert werden würde. Vor allem als junge Lehrerin macht man sich diesbezüglich viele Gedanken. Meine älteren Schüler waren maximal zehn Jahre jünger als ich. Ich ging jedoch immer mit der Einstellung in die Klasse, dass ich nichts besseres bin, nur weil ich studiert habe und nun die Lehrerin bin. Von Anfang an habe ich versucht, meinen Schülern das Gefühl zu geben, dass ich sie ernst nehme, dass ich auch ihre Schwächen ernst nehme und es mir vor allem darum geht, sie weiterzubringen und ihnen nichts schlechtes zu wollen.

Ich bin generell kein allzu strenger Typ, was mir natürlich zum Verhängnis hätte werden können. Letztendlich denke ich jedoch, dass mir gerade das zugute kam. Ich wollte meinen Schülern immer das Gefühl vermitteln, dass ich sie genauso respektiere und ernst nehme. Ich schätze, dass das bei ihnen angekommen ist. Natürlich war es auch einmal lauter in der Klasse und nicht immer war die Konzentration zu 100 Prozent gegeben. Aber das ist doch normal, schließlich sitzen Kinder und Jugendliche vor dir. Nur weil ich jetzt die Lehrerin bin, heißt das noch lange nicht, dass ich meine eigene Schulzeit und mein Verhalten vergessen habe. Ich war damals ähnlich.

Dass mich meine Schüler mögen, haben sie mir vor allem bei den Unterrichtsbesuchen der Direktion bewiesen. Das wäre für sie nämlich die perfekte Gelegenheit gewesen, mir Steine in meine beruflichen Wege zu legen und mir eines auszuwischen. Doch gerade in der Situation zeigte sich eine hohe Kooperationsbereitschaft und tolle Zusammenarbeit.

Lehrer

Meine Doppelrolle: Lehrerin vs. Influencer

Hast du Angst, dass deine Schüler dich auf Social Media entdecken oder wäre es schlimm?

Instagram

Mir war von Anfang an bewusst, dass meine Bloggeridentität nicht lange geheim bleiben würde. Im Zeitalter von Google und Co. muss man sich im Klaren sein, dass man auch im Netz entdeckt wird. Für mich war es somit nur eine Frage der Zeit, bis sie „mycafeaulait“ kennenlernen würden. Neulich traf ich zufällig auf eine Schülerin meiner Oberstufenklasse. Ich fragte sie, wann sie mich eigentlich auf Instagram entdeckt hätten. Innerhalb von zwei Wochen war ich somit nicht mehr inkognito. Jedoch hielt sich meine Oberstufenklasse immer sehr bedeckt, was das Thema betrifft.

Meine Unterstufenklasse hingegen blieb nicht ganz so diskret. Jedoch war es mir immer wichtig, dass ich in der Schule zu 100% Frau Professor Reiter bin. Meine Bloggeridentität hatte in den schulischen Räumlichkeiten nichts zu suchen. Darum ging ich auch nie näher auf Fragen ein. Problematisch war mein Nebenberuf eigentlich nicht wirklich.

Lehrerin

Wie ist es mir ergangen?

Es kam oft die Frage, ob ich nervös war, ob etwas schiefgegangen ist, ob ich Angst hatte, etc.

Selbstverständlich war ich vor meinen ersten Malen nervös. Am meisten Sorgen machte ich mir um meine Fachkompetenz. Für mich war das plötzlich so unvorstellbar, meine Fächer zu unterrichten. Am meisten Angst hatte ich vor Fragen, die ich eventuell nicht beantworten könnte. Das kam natürlich auch vor, aber erstaunlich selten. Mir selbst war gar nicht so klar, dass mein Studium meine Fachkompetenz sehr gut geschult hatte. Außerdem machte ich mir Sorgen, was die Zeit betrifft. Ich hatte höllische Angst davor, dass ich lange vor Schluss mit meinem Unterricht fertig sein würde und ich dann nicht mehr wüsste, was ich tun sollte. Letztendlich war es allerdings immer so, dass ich zu viel geplant hatte.

Mit der Zeit kommt man allerdings rein. Man lernt die Schüler kennen und weiß, wie lange man für eine Aufgabe einberechnen muss, wie viel Zeit sie für das Mitschreiben brauchen und welche Unterrichtsmethoden sich für welche Klasse eignen. Man muss absolut keine Angst vor dem Job haben. Irgendwann verfliegt die Nervosität und es wird zur Routine. Aber im positiven Sinne. Durch diese Routine wird man nämlich lockerer, ist auch mal für ein Späßchen zu haben und man kann adäquat planen.

Schiefgegangen ist bei mir bestimmt mehr als genug. Aber dafür war das UP da (großer Fehler, dass es das nicht mehr gibt). Das hat Missgeschicke erlaubt, denn dafür gibt es auch Mentoren. Diese haben mich auf Fehler aufmerksam gemacht und ich konnte daran arbeiten. Mein erster Psychologietest war beispielsweise viel zu schwer und mein Fragensystem für Schüler vielleicht etwas zu verwirrend (ich bezog mich nämlich auf die Methode eines Uniprofessors, ganz großer Fehler). Manchmal hat auch die Technik gehapert und für Stationenbetriebe bin ich nicht gemacht (da sind beide in die Hose gegangen). Kleine Fehler kommen immer mal wieder vor. Solche Hoppalas passieren eben. Solange es nichts gravierendes (mit Schülerschaden) ist, ist es auch nicht allzu schlimm. Und etwas gravierendes ist mir Gott sei Dank nicht passiert.

Niemand reißt dir den Kopf ab, wenn eine Unterrichtsmethode vielleicht doch nicht so gut funktioniert. Wichtig ist, dass du aus dem Fehler lernst und es beim nächsten Mal einfach besser machst. Auch Lehrer sind nicht perfekt. Wir werden plötzlich nicht als unfehlbare und allwissende Götter angesehen. Wir müssen auch nicht zur absoluten Perfektion mutierten. Ganz im Gegenteil. Gerade die menschliche Seite schafft eine gute Basis für eine funktionierende Lehrer-Schüler-Beziehung.

Warum ich nicht mehr im Lehramt bleibe

Diese Frage kam sehr häufig – gerade von vielen Lehramtlern, deren Leidenschaft in diesem Beruf steckt. Ich muss zugeben: mir hat das Lehramt immer Spaß gemacht. Ich bin gerne in meine Klassen gegangen und unterrichtete mit Freuden. ABER – ich persönlich sehe mich mit 27 Jahren noch nicht im Klassenzimmer. Es gibt so viele berufliche Richtungen, die mich interessieren und ich bin nicht mit vollem Herzen dabei. Und gerade das macht für mich einen guten Lehrer aus. Es wäre unfair gegenüber den Schülern, wenn ich für diesen Beruf nicht brennen würde. Ich weiß zwar, dass ich trotzdem guten Unterricht mit Mehrwert machen würde, aber ich spüre, dass es mich jetzt noch nicht erfüllen würde. -HIER- habe ich auch schon einmal darüber geschrieben.

Durch den Blog und meinen kreativen Arbeiten habe ich gemerkt, dass ich eine noch größere Leidenschaft habe. Darum gehe ich nun ins Online Marketing und sammle andere berufliche Erfahrungen. Aber ich kann mir vorstellen, irgendwann in die Schule zurückzukehren. Der Job hat mir schließlich Spaß gemacht, aber ich sehe mich erst frühestens in zehn Jahren im Klassenzimmer. Gerade für Fächer wie Geographie und Wirtschaftskunde ist es von großer Bedeutung, auch andere berufliche Perspektiven und Jobs kennenzulernen. Es ist Teil meines Faches, dass ich Wirtschaft unterrichte. Ich kenne mich zwar recht gut aus und mag Wirtschaft, aber wenn ich aus dem echten Berufsalltag in der Privatwirtschaft erzählen kann, bringt das meinen Schülern bestimmt einen höheren Mehrwert. So lerne ich auch etwas anderes außerhalb der Schule kennen, was nicht nur mir, sondern auch meinen zukünftigen Schülern zugute kommen wird. Plus: ich erweitere meinen Horizont.

Ansonsten muss ich auch noch mit dem Ammenmärchen aufräumen, es herrsche Lehrermangel. Das stimmt, zumindest im AHS und BHS Bereich, nicht. Wenn keine Jobs verfügbar sind, dann werde ich auch keinen im Lehramt bekommen. Es war damit so oder so von vornherein klar, dass ich eine Zeit lang etwas anderes machen muss, selbst wenn ich jetzt schon gerne im Lehramt geblieben wäre. Dass ich sowieso andere berufliche Perspektiven kennenlernen möchte, machte es einfacher, mich damit abzufinden. Obwohl mir in den letzten beiden Schulwochen schon etwas das Herz blutete. Vor allem, weil ich meine Klassen, die ich in dem Schuljahr doch sehr lieb gewonnen habe, wieder abgeben musste.

Lehrerin

Fazit meines ersten Jahres als Lehrerin

Ich ging mit Nervosität in die Schule hinein und kam als gewachsene Persönlichkeit wieder heraus. Ich habe mich in diesem Jahr stark verändert, aber in eine positive Richtung. Meine Persönlichkeit ist gewachsen, sie hat sich verfestigt und ich wurde durch diesen Beruf auch etwas geerdet. Ich habe zudem völlig neue Weltanschauungen gewonnen. Mich bringt so schnell nichts mehr aus der Fassung. Die Routine in diesem Beruf kommt schneller, als man denkt. Ich hatte viele erfüllende Momente, habe viel dazugelernt und sehe mich inzwischen als richtige Lehrerin an. Ich bereue es keineswegs, Lehramt studiert zu haben, denn dieser Abschluss ist eine gute Basis für mein späteres Leben.


Besuche mich gerne auf Instagram und werde Teil meiner mycafeaulait Community

Bilder via unsplash.com

Côte d’Azur Travel Diary: 4 Tage an der französischen Riviera

Es hat 27 Jahre gedauert, bis ich es endlich nach Frankreich geschafft habe. Zwar stand Frankreich schon seit ewigen Zeiten auf meiner Liste, aber erst jetzt hat es mich an die französische Riviera gezogen. Mindestens einmal im Jahr versuche ich ans Meer zu kommen. Dieses Mal stand die Côte D’Azur ganz oben auf meiner Liste: Nizza, Monaco & Cannes. Für Saint Tropez und Grasse war aufgrund der kurzen Reisedauer leider keine Zeit mehr. Warum ausgerechnet Nizza, Monaco und Cannes? Nizza war unsere Base und die beiden anderen? Duh, Priorities. 

Im Übrigen gestalte ich meine Reisen nicht mehr so, wie früher. Falls ihr einen richtigen Guide über die französische Riviera sucht, seid ihr bei mir leider fehl am Platz. Vielmehr möchte ich meine Eindrücke der französischen Riviera mit euch teilen. Gerne zeige ich euch auch die Restaurants, in denen wir gegessen haben. Allerdings möchte ich meine Urlaube selbst auch genießen können, weswegen ich einfach damit aufgehört habe, tollen Spots hinterherzujagen und Unmengen an Fotos zu machen bzw. mir alles zu notieren. Aber ich schätze, dass auch ein paar Eindrücke ausreichen, die für eine Reise an die Côte D’Azur sprechen.

Tag 1: Nizza (Nice)

Dank eines relativ frühen Flugs und einer sehr zuvorkommenden Gastgeberin in Nizza, hatten meine Reisebegleitung Lena und ich genügend Zeit, die Stadt an der französischen Riviera am ersten Tag voll und ganz zu begutachten. Nach einem kurzen Check-In in unserem AirBnB verschlug es uns in die Innenstadt. Nizza ist ein belebtes französisches Städtchen mit verwinkelten Gässchen und mediterranen Charme. Das mediterrane Flair spiegelt sich vor allem in der Gastronomie wider. So findet man die Mittelmeerküche an allen Ecken und Enden. Daneben charmante Cafés, Eisstände und Souveniershops. Auch Gewürzliebhaber kommen auf ihre Kosten. Bezaubernde Shops mit verschiedenen Salzarten, Teesorten und Gewürzen garantieren tolle Mitbringsel.

Die Stadt hat etwas ganz Eigenes. Nicht wirklich Frankreich, wie ich es mir vorstelle und dann doch wieder ganz viel Frankreich. Ich muss aber zugeben, dass ich keine weiteren Vergleichsmöglichkeiten habe, da ich zum ersten Mal in Frankreich war.

Nice Lunch Stop

Der erste Tag war auch der einzige Tag, an dem wir zweimal am Tag Essen gingen. So ergab sich bereits zu Mittag der erste Restaurantbesuch. Aber da wir bereits um vier Uhr auf der Flixbus Matte stehen mussten, war es nicht verwunderlich, dass uns der Magen knurrte. In den verwinkelten Gässchen entdeckten wir das Mittelmeerrestaurant „Le Romarin“. Der entzückende Gastgarten strahlte mediterranes Flair aus und zog uns quasi magisch an.

Für mich immer ein Muss, wenn ich mich in einem Städtchen nahe am Meer befinde: Calamari – die ultimative Gönnung. Erneut wurde mir bewiesen, dass Tintenfische in Regionen am Meer einfach am Besten schmecken.

Le Romanin Nizza
2 Place de la Halle aux Herbes
06300 Nice
Frankreich

Steinig, aber schön: der Strand in Nizza

Wer mit langen Sandküsten rechnet, ist in Nizza leider am falschen Ort. Nizza hat einen Steinstrand. Vielleicht nicht der bequemste Untergrund, aber dafür wird man mit dem klarsten Wasser belohnt, welches entlang der französischen Riviera zu finden ist. Nicht zuletzt deswegen ist der Abstecher an den Strand in Nizza lohnenswert. Wer Wert auf mehr Komfort legt, ist in den Beach Clubs am Besten aufgehoben, allerdings nicht gerade günstig. Lena und ich begnügten uns mit dem Public Beach und bekamen so, wenn auch nicht ganz freiwillig, eine Hot Stone Massage gratis dazu.

Moules Marinières frites

Essenstechnisch ein weiteres Muss für mich: ein typisches Nationalgericht essen. Moules Frites, also Miesmuscheln mit Pommes Frites waren in Nizza dabei ganz besonders gefragt. Überall, wo man hinblickte, sah man Menschen Muscheln mit Pommes essen. Besonders populär ist das Gericht in Nordfrankreich. Gut, dahin hat es uns nicht verschlagen, aber die Muscheln wollte ich trotzdem probieren. Ein bisschen schade fand ich es, dass es nicht typisch im schwarzen Kochtopf serviert wurde, aber geschmeckt hat es mir trotzdem und das Bistro De L’Opera kann ich auch wärmstens empfehlen.

Bistro De L’Opera
3 rue Saint Francois de Paule
06300 Nizza
Frankreich

Good-to-know: Nicht in jedem Land ist es höflich, Trinkgeld zu geben. Während ich in Rom damals fälschlicherweise Trinkgeld gab (gilt als unfreundlich), zeugt es in Frankreich jedoch von Manieren, Trinkgeld zu geben. Ca. 10% sind angebracht.

Tag 2: Monaco

Wenn man sich schon an der Côte D’Azur aufhält, ist auch ein Besuch im benachbarten Staat Monaco empfehlenswert. Bei einem Zugticketpreis von 4 Euro (One Way) geht das auch nicht ins Börserl.

Insiderinfo: Obwohl in Frankreich alles etwas teurer ist, als in Österreich, so glänzt die République française mit günstigen Öffipreisen. Graz, schneide dir eine Scheibe davon ab. Tipp: unbedingt ein Hin- und Retourticket buchen, denn die Ticketautomaten in Frankreich sind etwas tricky.  

Vom nizzaischen Bahnhof aus, dauerte es ca. 15 Minuten, bis wir in Monte-Carlo (einer der neun Bezirke des Fürstentums) ankamen.

Monaco ist eine besondere Stadt. Irgendwie wird der Reichtum bereits am Bahnhof sichtbar. Oder könntet ihr behaupten, dass die Hallen der Train Station in eurer Stadt aus Marmor oder komplett verspiegelt sind? Spätestens wenn man einen Blick auf die monegassischen Straßen wirft, wird deutlich, dass viel in den Zwergstaat investiert wird. So sehen die Straßen aus, als würden sie dauerasphaltiert werden.

Wer glaubt, Frankreich sei teuer, der muss einmal in Monaco gewesen sein. Im Supermarkt bezahlt man im Durchschnitt 1 Euro mehr für dasselbe Produkt. Dafür gibt es auch viele internationale Produkte, wie Lucky Charms. Für Cornflakes waren mir 17 Euro allerdings zu teuer. Wenn man bei Pierre Marcolini für 90g Eis 6 Euro bezahlt, erscheint einem Ben & Jerry’s plötzlich günstig. Aber wie das so als Blogger ist, investiert man die läppischen Kröten gerne mal für einen fancy Foto Prop. Und man ist im Urlaub, das heißt, man gönnt sich ja sonst nichts.

Good-to-know: Obwohl der Euro die anerkannte monegassische Währung ist, so ist Monaco KEIN Mitglied der EU. Darum: be careful was das Internet am Handy betrifft & haunt for Wi-Fi.

Yves Saint Laurent, Dior, Louis Vuitton…

Nach H&M, Mango und Co. sucht man in Monaco vergeblich. Bestimmt nicht der börserlfreundlichste Ort für die ausgiebige Shopping Tour. Selbst bei Zara hat man das Gefühl, ein Vermögen loszuwerden (der einzig gesichtete leistbare Store in Monaco btw). So weit das Auge reicht, findet man Designerläden auf höchstem Niveau. Ich persönlich fühlte mich bei so viel Reichtum auf einen einzigem Fleck etwas überschlagen und auch leicht fehl am Platz. Im Casino konnte ich mein Börserl auch nicht wirklich aufbessern. Für alle jenseits der oberen 10.000 gibt es einen kleinen Bereich mit einigen Spielmaschinen. Immerhin ging ich nach fünf Minuten mit einem Plus von 50 Cent raus. Eine Yves Saint Laurent Tasche hat mir das allerdings nicht finanziert, wie man sich denken kann.

Must See in Monaco

Neben dem Monte-Carlo Casino, der Altstadt Monaco-Ville, Jardin Exotique und dem Yachthafen, ist vor allem der Fürstenhof eine touristische Anlaufstelle. Außerdem hat man hier eine fantastische Aussicht quer über das Fürstentum.

Kulinarik im Fürstentum

Besonders beliebt und weit verbreitet ist in Monaco die italienische Küche. Darum gab es an diesem Tag Pizza. Auch das muss im Urlaub sein, selbst wenn man nicht in Italien ist. Mit dem Kellner im Restaurant L’Estragon konnte ich trotzdem meine schlechten Italienischkenntnisse zum Besten geben. Und auch die Pizza war für nicht-italienische Verhältnisse tres bien.

L’Estragon
6 Rue Emile de Loth
98000 Monaco

Da ein läppisches 90g Eis für 6 Euro nicht genug war, machten wir zum Schluss noch einen Abstecher zu Häagen Dasz unten am Hafen. 7 Euro für zwei Kugeln Eis mit Schlagobers? Hat sich gelohnt.

Tag 3: Cannes an der französischen Riviera

Da uns der Steinstrand in Nizza zu unbequem war und wir uns nach langen Sandbänken sehnten, wurden wir am dritten Tag nach Cannes gelockt. Insgesamt bezahlten wir zusammen für ein Hin-und-Retour-Ticket 26 Euro.

Französische Riviera
Französische Riviera

Good-to-know: Wenn zu zweit gereist wird, unbedingt das Ticket zusammen zahlen. Man spart sich dadurch 6 Euro. Sonst zahlt man drauf.

Cannes stand ganz im Zeichen der Erholung. Nachdem wir uns im Supermarkt mit Nahrung eingedeckt hatten, führte der Weg sofort an den Strand, wo der Sand sehnsüchtig auf uns wartete.

Französische Riviera
Französische Riviera

Insiderinfo: Die Beachclubs sehen wirklich fantastisch aus, lohnen sich jedoch nur, wenn man wirklich den ganzen Tag dort verbringt. Die Preise für Liegen werden gegen Abend nicht günstiger. Selbst für 3 Stunden hätten wir noch 26 Euro pro Person bezahlen müssen. Die Beachclubs schließen übrigens um 18:30 Uhr.

So verschlug es uns an den öffentlichen Strand. Nicht gerade von Exklusivität gekennzeichnet, dafür gratis. Schade ist nur, dass es keine wirklichen Umziehmöglichkeiten geschweige dem Liegen zum Mieten gab. Tja, öffentliche Strände eben. In Cannes sind diese übrigens bis zum Abend hin ziemlich überfüllt, dennoch blieben wir den ganzen Tag an Cannes Côte D’Azur. So schön Cannes auch ist, das Meer in Nizza ist trotzdem schöner

Französische Riviera
Französische Riviera
Französische Riviera
Französische Riviera

Blogger Info: Wer auf typische Blogger Klischees steht – in Cannes gibt es auch einen Laduree.

Cannes haben wir auch nicht wirklich dafür genutzt, um uns kulinarisch durchzuprobieren. Wir kamen erst relativ spät in Nizza an, aber wir hatten Glück und fanden ein ausgezeichnetes Restaurant in der Altstadt. Und weil die Spaghetti mit Meeresfrüchten so lecker waren, habe ich glatt den Namen des Restaurants vergessen.

…wo du das angeblich beste Sushi Frankreich findest

Am letzten Tag ging es zum Lunch ins Planet Sushi. Angeblich Frankreichs bestes Sushi. Davon mussten wir uns natürlich überzeugen. Besonders cool fand ich den Business Lunch für 12 Euro mit zwei Beilagen (Edamame, Reis, Kohlsalat oder Miso Suppe). Für einen Aufpreis von 1,50 Euro bekam man ein Getränk dazu, mit 3,50 Euro extra durfte man sich auch noch ein Dessert von der Dessertkarte aussuchen. Insgesamt durfte man zwischen vier verschiedenen Sushigerichten wählen. Ein super Deal und darum auch empfehlenswert, nicht zuletzt, weil der charmante Kellner etwas Deutsch sprach.

Der Service im Planet Sushi ist zwar etwas langsam, dafür aber freundlich.

Französische Riviera

Planet Sushi Nice
42 Boulevard Jean Jaurès
06300 Nice
Frankreich

Fazit: 4 Tage Französische Riviera

In den vier Tagen habe ich mich verliebt. Verliebt in die Côte D’Azur. Auch ein bisschen in den Steinstrand, das klare Wasser und den verwinkelten Gässchen. Die Reise an die Côte D’Azur hat sich wirklich gelohnt und ich hätte mir keine bessere Destination für Sommer 2019 aussuchen können. Für mich war es bestimmt nicht das erste Mal Frankreich. Aber bevor ich wieder einen Abstecher dorthin mache, muss sich mein Geldbörserl etwas erholen. Günstig ist die Côte D’Azur/Frankreich nicht, dafür wunderschön und einzigartig.

Französische Riviera
Französische Riviera
Französische Riviera
Französische Riviera

Mehr über meine Reisen findest du auf Instagram

Schau vorbei und werde Teil meiner mycafeaulait Community

Bist du jetzt so richtig im Reisefieber? Nicht nur die französische Riviera hat mein Herz gestohlen, sondern auch viele andere Orte auf dieser Welt. Weitere Travelbeiträge:

Ibiza Vibes & Spanish Style

The Eternal City: Rom in Bildern

Travelguide: 48 Stunden in Sofia/Bulgarien

Novigrad: Meine große Kroatienliebe