Humans of Graz & Their Stories

Vor einem Jahr kam ich auf die Idee, meine Fotografiekünste zu erweitern. Ich wollte nicht mehr ausschließlich selbst vor der Kamera stehen und auch nicht nur Stillleben fotografieren. Fotografie fasziniert mich, denn ihr Zauber zieht mich immer wieder in einen magischen Bann. Und Menschen erzählen Geschichten. Viele Geschichten, denn das Leben schreibt bis zum Schluss unendlich viele Zeilen. Tag für Tag. Jede Sekunde formt eine Zeile mehr. Eine Zeile, die wir aufsaugen und in unserem Erfahrungsschatz abspeichern. Geschichten, die nicht niedergeschrieben werden. Manche sind mehr präsent, manche weniger. Die, die nicht in unserem Gedächtnis haften bleiben, sind trotzdem da. Denn sie machen uns aus. Sie sind ein Teil unserer Geschichte. Und so haben wir alle unterschiedliche Geschichten zu erzählen. Der eine mehr, der andere weniger. Es sind unsere Erfahrungen, die uns diese Geschichten geschenkt haben und das ist gut so.

In der Fotografie ist es nicht nötig, dass die Menschen mir ihre Geschichten persönlich erzählen, denn die Bildsprache genügt, um die Geschichte dahinter zu erkennen. Das einzige, was man dazu braucht, ist das Auge für dieses Erkennen und wenn man das hat, dann können einen diese Geschichten ganz schön vom Hocker hauen. Und dieser Bann kann uns gefangen halten. Lange. Denn er kann so magisch sein, dass er uns fesselt. Und dabei müssen Bilder nicht immer ausdrucksstark sein. Es reicht, wenn die Menschen glücklich sind und wenn man dieses Glück in ihren Augen funkeln sieht.

Schöne Fotografien gibt es wie Sand am Meer. Und doch – jeder einzelne Fotograf hat seine eigene Bildsprache. Ich habe das Gefühl, dass ich zu meiner noch nicht so ganz gefunden habe. Vielleicht bin ich hinsichtlich der Fotografie einfach noch kein erwachsener Vogel, sondern ein süßer kleiner Piepmatz, der erst flügge werden muss. Ich kann keine Anweisungen geben. Bin sogar richtig schlecht darin, aber ich denke, manchmal ist das nicht notwendig. Manchmal reicht es, den Menschen vor der Kamera ihren Freiraum zu lassen. Manchmal. Aber nicht immer. Manchmal brauchen Menschen Anweisungen. So wie im echten Leben. Eine Richtung, die man ihnen vorgeben muss und ich muss ihnen diese Richtung vorleben, um zu meiner Bildsprache zu finden und auch, um einige Ideen umzusetzen, die in meinen Hirnwindungen herumschwirren.

 

Humans of Graz

Menschen, die mir ihr Gesicht geliehen haben

Ihr wisst, dass ich meine Fotos, die ich von anderen Menschen gemacht habe, nicht oft gepostet habe. Dabei war die Sache anfangs ganz anders geplant. Wie das Leben so mitspielt, müssen Dinge, die einem wichtig sind, auch mal in den Hintergrund rücken. Dabei habe ich viel mehr Menschen fotografiert, als ihr es mitbekommen habt. Oder vielleicht habt ihr es mitbekommen, denn auf Instagram habe ich einen kleinen, aber feinen Fotografieaccount eingerichtet.

Warum ich all diese Fotos nicht gezeigt habe, liegt daran, weil ich in der ersten Hälfte des Jahres zu sehr auf mich fokussiert war. Das klingt egoistisch, ist aber gar nicht so gemeint. Ich musste einen großen Schritt wagen, mein Studium beenden und konnte so nur sehr selektiert den Blog am Leben halten. Das war zwar schade, aber auch nur eine Ausnahme. Dafür möchte ich all das heute nachholen, was ich verpasst habe. Euch die Bilder zeigen, die ich in der Zwischenzeit von anderen Menschen gemacht habe.

Ich nenne diesen Beitrag deswegen „Humans of Graz“, weil all diese Menschen, die ich vor die Linse bekommen habe, ebenso wie ich eine Bindung zu Graz haben. Genauso wie die Menschen von „Humans of New York“ – ein atemberaubendes, magisches Stück Kunst von Brandon Stanton.

Doch welche Bindung haben all diese Menschen, die ich euch heute zeige zu Graz? Diese Bindungen sind unterschiedlich. Sei es aufgrund des Wohn- und Studienortes, des Arbeitsplatzes oder generell auf der Tatsache beruhend, dass es überwiegend Blogger aus der Steiermark sind. Graz ist dabei sozusagen unser Zentrum.

Und Baby My Café Au Lait? Nun ja, der Kleine wurde in Graz geboren. Noch Fragen?

Nun bedarf es nicht mehr viele Worte. Ich hoffe, die Bilder, die ich in den letzten Monaten gemacht habe, gefallen euch.

 


 

Winter 2016/2017

Humans of Graz

 

Frühling 2017

Humans of GrazHumans of GrazHumans of Graz Humans of Graz Humans of Graz

 

Sommer 2017

Humans of GrazHumans of GrazHumans of GrazHumans of GrazHumans of Graz

 

People on this pictures

Alex von Alex and the Mountains
Alina von Black Beach Chair
Baby My Café Au Lait
Katy von La Katy Fox
Kerstin von Miss Getaway
Manuela von Testesser
Tamara von Carries Lifestyle

 

Beitragsbild by Monika Gonzalo via Unsplash

 

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8 Comments

    • Danke, liebe Katy. Vor allem für die lieben Worte. Ich bin noch lange nicht zufrieden, aber ich denke, wenn man am Ball bleibt, wird das schon.

      Ich hoffe auch, dass es bald mal wieder passt 🙂

      Liebste Grüße
      Lisa

  1. Man muss ja echt sagen, wie arg sich deine Fotos verändert haben, und wirklich nur ins positive! Ich kann mich erinnern, wie du sagtest, dass du deine Fotografiekünste verbessern möchtest, und das hast du eindeutig! Die Fotos hier sind alle extrem schön, vor allem das erste finde ich so bezaubernd! Ich finde, im Winter kann man soooo tolle Fotos machen! Ich finde das Kühle an den Bildern dann immer so schön!
    Und du hast Recht: es reicht, ein Bild, welches eine Geschichte erzählt, dazu braucht man keine Worte – nur ein bisschen Menschenkenntnis 🙂

    Liebe Grüße,
    Tamara | brunettemanners.at

    • Danke, liebe Tamara, für das grandiose Feedback 🙂
      Es freut mich wirklich sehr, dass dir meine Bilder gefallen und dass du die Verbesserung erkennst 🙂

      Jaaa, im Winter lassen sich wirklich tolle Bilder machen. Aber mein Favorit ist und bleibt wohl immer der Sommer 🙂

      Vielen lieben Dank für deine lieben Worte. Hab einen schönen Tag 🙂

      Liebste Grüße
      Lisa

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