Life Update #9: Hello New Chapter!

Die Blätter verlieren ihr sattes Grün und erstrahlen in den prächtigsten Herbstfarben: Rot, gelb, orange und braun. Am Boden stapeln sich Laubhaufen, die ich als Kind immer durcheinander gewirbelt habe. Manchmal überkommt es mich sogar noch heute. Dann kommt das Kind in mir zum Vorschein und lässt die alten Zeiten wieder hochleben. Zumindest gedanklich, denn jetzt, wo ich erwachsen bin und selbst auch gelegentlich den Gartenrechen schwinge, weiß ich, wie viel Arbeit es ist, das Laub zusammenzukehren. Ja, eine neue Jahreszeit ist angebrochen und langsam, aber sicher verschwindet die Wehmut, den Sommer gehen zu lassen. Okay, das rede ich mir nur ein. Doch irgendwie habe ich auch nicht die Zeit dazu, mir Gedanken zu machen, dass mich die Sonne nun nicht mehr beim Aufwachen kitzeln wird.

A new chapter in my life is about to begin. Every single month, every single week, every single day, every single moment.

Es passiert gerade so viel in meinem Leben. Viel zu viel. Und all diese Eindrücke überrennen mich manchmal. Es ist schön, gerade so viel zu erleben. Zu erleben, wie jeder Tag etwas neues mit sich bringt. Darum wird es auch wieder einmal Zeit für ein kleines Life Update.


 

Life Update #9

Let’s start a New Chapter

Mein Neuanfang hat bereits im Juli begonnen. Das habe ich hier und auch hier und sowieso oft genug erwähnt. Aber Herbst ist eine Jahreszeit, die sich für mich auch immer wie etwas Neues anfühlt. Neue Herausforderungen erwarten mich und ich nehme Abschied von meiner liebsten Jahreszeit, dem Sommer. Ist der Sommer erst einmal vorbei, fühlt es sich an, als hätte ich ein Kapitel geschlossen. Jetzt bin ich gerade dabei, ein neues Buch anzufangen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Mein altes Journal hat seine Dienste getan. Auch wenn es noch nicht voll ist, ist es momentan nur noch mein Begleiter für To Do Listen. Ich habe ein neues angefangen und werde alle Gedanken, alle Worte, die mir im Kopf umschwirren fortan in mein neues Journal schreiben. Und mit Gedanken und Worten bin ich aktuell voller den je.

 

 

New People

Momentan befinde ich mich gerade in einem Stadium meines Lebens, in dem ich dazu bereit bin, neue Menschen in mein Leben zu lassen. Das fiel mir lange Zeit unheimlich schwer. Und irgendwie tut es das immer noch. Es fällt mir schwer, neue Menschen kennenzulernen (im Sinne von richtig kennenlernen – kurze Talks sind immer drin) oder andere Menschen, die bereits mit einem Fuß in meinem Leben stehen, näher an mich heranzulassen. Es ist immer wieder eine Premiere, wenn es gelingt. Aber ich merke immer mehr, wie gut mir soziale Kontakte tun und vor allem, wie schön es ist, diese auch zu festigen. Die Angst, verletzt oder enttäuscht zu werden, ist bei mir immer gegeben. Ich vertraue nicht schnell, aber ich rede gerne und viel, bin sogar bereit, mehr von mir preiszugeben, was jedoch nicht bedeutet, dass das ein Freifahrtschein in mein Leben ist. Ich schraube Erwartungen niedrig. Immer. Auch wenn es manchmal nicht so rüberkommt.

Doch eines kann ich mit Sicherheit sagen: Die Menschen, die es in mein Leben geschafft haben, waren und sind es wert.

 

 

New Experiences

Ich bin ein reflektierter Mensch, der alles gerne und lange analysiert. Planung ist mein halbes Leben, Spontanität oftmals fehl am Platz. Schon lange habe ich mir gewünscht, einen ticken spontaner zu sein. Einfach mal nicht alles durchdenken und im Feinschliff analysieren, reflektieren und durchstrukturieren. Struktur ist wichtig in meinem Leben. Ansonsten würde das Chaos Überhand gewinnen, denn ich bin von Natur aus eine richtige Chaotin. Teilweise hat mich diese viele Planung ziemlich frustriert. Darum bin ich ausgebrochen und ganz spontan in eine Stadt gereist: Bratislava. Kurzerhand habe ich beschlossen, auch Blogger Lisa daheim zu lassen. Die Kamera blieb mit einer einzigen Ausnahme aus. Ein paar Instastories konnte ich mir jedoch nicht verkneifen, denn die Stadt war einfach zu schön. Allerdings wurde ich gefragt, ob ich einen Travelguide über Bratislava mache. Diesmal muss ich leider sagen: NEIN. Ich habe es zu sehr genossen, mal (fast) alles hinter mir zu lassen und diesem Wochenende alles dem Zufall zu überlassen. Dafür komme ich meinem Lebensziel schon ein Stückchen näher: Ich konnte eine weitere europäische Hauptstadt besuchen und zähle nun insgesamt 9 auf meiner Liste.

 

 

New Challenges

Als Bloggerin brauche ich ein dickes Fell, denn es gibt nicht immer lobende Worte für das, was man macht. Nicht jeder mag mich. Und es muss mich auch nicht jeder mögen. Ich mag auch nicht jeden. Es ist verständlich, dass man nicht Everybody’s Darling sein kann. Das sind nicht einmal die größten Influencer unserer Zeit, wie beispielsweise Caro Daur oder Leonie Hanne.

Ich komme mit fiesen Kommentaren gut klar, doch neulich musste ich mich mit einem richtigen Hate gegenüber meiner Person rumschlagen. Das kommt ziemlich selten vor. Das letzte Mal sogar vor zwei Jahren. Ist also wirklich schon ewig her. Richtigen Hate erfahre ich sonst eigentlich nicht, aber dieses Mal war es für mich alles andere, als leicht, mit diesen Kommentaren klarzukommen. Ich will dem Hate hier überhaupt kein Futter geben, aber ich habe das Gefühl, ich muss es niederschreiben, weil es sich um eine Sache handelt, die mir nahe geht: Meine Figur und mein Aussehen. Es ist nicht sehr angenehm, als anorektische Bitch bezeichnet zu werden, die ihrer Community etwas vormacht, indem sie Stories von sich beim Essen oder generell Essen postet. Ich habe damit gerechnet, dass das Thema wieder präsent werden könnte, nachdem von mir nicht mehr so viel übrig ist. Und ich habe nur darauf gewartet, bis ich darauf angesprochen werde.

Ich habe es schon in meinem letzten Life Update angeboten, mehr darüber zu schreiben, bin bis jetzt allerdings nicht dazu gekommen. Nach wie vor kann ich euch aber versichern, dass Magersucht überhaupt kein Thema ist. Ich denke jedoch, dass ich diesem Thema nun wirklich bald einen eigenen Post widmen muss.


 

 

October: A New Chapter

Unglaublich, aber wahr. Jetzt ist auch schon der September bald vorbei und wir starten mit dem 10. Monat im Jahr. Okay, okay. Ich übertreibe, haben wir doch noch 10 Tage, aber die gehen schneller vorbei, als man denkt. Für mich bedeutet das: Back to University. Ich bin ganz gespannt, was das neue Studium für mich bereit halten wird und freue mich vor allem auf eines: Einen geregelten Tagesablauf. Obwohl ich eher die Naturwissenschaftlerin bin, freue ich mich auf dieses geisteswissenschaftliche Studium. Ich bin gespannt, welche Lehrveranstaltungen auf mich warten und letztendlich auch, mit welchem Thema ich mich in meiner Masterarbeit beschäftigen möchte.

Ansonsten ist für Oktober nicht viel geplant. Neben dem Studienbeginn steht nur noch meine Sponsion auf dem Plan. Das bedeutet, ich bekomme meinen akademischen Grad in einem universitären Festakt vor Publikum verliehen. Ich stehe der ganzen Sache jedoch zwiegespalten gegenüber. Es ist komisch, im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen. Auf der anderen Seite ist es auch schön, für die eigene Leistung vor Publikum belohnt zu werden. Und ich kann diesen Tag mit meiner Familie und meinen liebsten Freunden verbringen. Besser kann der Oktober doch gar nicht starten.

 

Published by

Prev Die perfekte Tracht zum Aufsteirern
Next Gewichtsprobleme und Magerwahn

10 Comments

    • Hi Jessica 🙂
      Ja, genau, ich habe Geographie auf Lehramt studiert. Hab also meinen Magister eigentlich fürs Lehramt, auch wenn ich offiziell den Magister für Naturwissenschaften habe. Aber weil ich Lehramt studiert habe, bin ich für das Ethik Studium zugelassen und mache nun meinen Master in Ethik 🙂

      Oh cool, das klingt ja wirklich spannend. GIS war während des Studiums zwar nicht mein Favorit, aber darin war ich immer ganz gut und ich mag GIS sonst auch ganz gerne. Aber sonst bin ich eher die Physiogeographin 🙂

      Das stimmt. Geowissenschaftler findet man wirklich kaum in unserer Bloggerszene 🙂

      Liebste Grüße
      Lisa

  1. ah ich hab echt gedacht das es bald einen bratislava beitrag gibt 😀 ja ich kann dich gut verstehen mir wird machmal auch alles zu viel u obwohl mir das bloggen so viel spaß macht immer muss die kameria nicht mit 🙂

    oh ja dein wort tun gut u lesen – mit hate umzugehen ist nicht so leicht aber ich denk mir jz immer öfter jaja ich mag auch nicht jeden u warum muss mich dann jeder mögen? was leider das problem ist, dass leute einen nicht so akzeptieren 🙂 aber ich glaube daran wird sich leider auch nichts ändern 🙂
    glg katy

    http://www.lakatyfox.com

    • Nein, ich habe mich dagegen entschieden und einfach die Zeit als Lisa, die Privatperson genossen. Das sehe ich genauso. Mir wurde es jetzt einfach mal zu viel und ich musste einfach ausbrechen 🙂

      Eben, das denke ich mir auch 🙂

      Danke für dein liebes Kommentar, liebe Katy

Leave a comment