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1 Jahr Graz: Das ist Heimat für mich

1 Jahr Graz

Das bedeutet Heimat für mich

home
(hom) noun
the one place you will alway be surrounded by those who love you. a place or feeling of belonding.

Der Begriff „Heimat“ hatte schon immer eine ganz spezielle Bedeutung für mich. Und es ist ein Begriff, mit dem ich mich schon sehr lange auseinandersetze. Heimat war für mich nicht immer gleich Heimat. Heimat hat auch nicht immer nur ausschließlich einen geographischen Bezug, selbst wenn man es im Grunde genommen ausschließlich damit asoziiert. Mit den Jahren habe ich nämlich für mich gemerkt, dass Heimat ein wesentlich größeres Spektrum an Bedeutung für mich beinhaltet. 

Heimat ist zum Beispiel der Ort, an dem ich mich angekommen fühle. Es ist der Ort, wo ich mich aufgenommen fühle. Wo ich eine Verbundenheit spüre. Und genau dieses „Thing“ habe ich mit Graz, bevor ich überhaupt in die Stadt gezogen bin. Schon während dem Studium wusste ich, dass ich eines Tages in dieser Stadt leben möchte. Unabhängig davon für wie lange. Inzwischen wohne ich nun seit einem Jahr hier. In diesem Jahr hat sich mein Blickwinkel ein bisschen verändert. Ich habe die rosarote Brille abgesetzt und betrachte Graz nun mit anderen Augen, als früher. Die Verliebtheit ist geblieben, aber wie es in jeder Beziehung irgendwann der Fall ist, sieht man nicht nur immer die schönen Seiten. Ganz im Gegenteil. Mein Umzug und das Leben in der Stadt haben meine Augen wieder ein Stückchen weit geöffnet. In jeder Beziehung entdeckt man eines Tages plötzlich Dinge, die man nicht so toll findet. Die einem vielleicht sogar stören. Aber wenn die Liebe echt ist, kann man auch darüber getrost hinwegsehen bzw. lernt, damit umzugehen. 

Meine Heimat Graz
Graz meine Heimat

Dorfkind oder Stadtkind?

Definitiv war nicht alles so wunderschön und eitler Sonnenschein, seit ich hier in Graz lebe. Es gab viele durchwachsene Momente. Manchmal habe ich mich richtig einsam gefühlt. Und dann irgendwann habe ich gelernt, mit mir alleine zurechtzukommen. Habe gelernt, alleine zu sein, ohne einsam sein zu müssen. Und manchmal wollte ich einfach weg. Manchmal wollte ich zurück in mein altes Zuhause. Zurück aufs Land. Weil ich die Natur vermisst habe und doch mehr Dorfkind in mir steckt, als Stadtkind. 

Und dann liebte ich wieder die Freiheit in der City. Die Freiheit, spontan auf einen Drink mit Freunden zu gehen, ohne vorher eine Stunde mit dem Bus fahren zu müssen. Die Freiheit, alles in der Nähe zu haben. Ich liebte es, hier kein Dorfkind zu sein. Ich liebte es, ein Citygirl zu sein. Genauso wie die Distanz zum Land. Eines kann ich auf jeden Fall verraten: es hat länger gedauert, mich einzuleben, als ich dachte. Bereut habe ich es jedoch von Anfang an nie. 

What I said:

"Mehr als drei Monate sind seit meinem Umzug vergangen. Ich habe mir ein vollkommen eigenes Leben aufgebaut und jetzt ist es an der Zeit, mehr darüber zu sagen. Irgendwie ist mir vor meinem Umzug alles zu viel geworden. Ich habe Dinge erlebt, die mich völlig aus der Bahn geworfen haben und sie doch hinter einem Lächeln versteckt. Wenn du wieder lernen musst, neu zu vertrauen, musst du einen Weg finden, wie du das irgendwann wieder schaffen kannst. Ich wusste, was mir dabei helfen würde: alleine zu sein. Alleine zu sein bedeutet nicht, einsam zu sein. Alleine sein zu können bedeutet, dass du irgendwann mit dir selbst zurechtkommst. Dass du von niemanden abhängig bist, dass du auch mit dem Verlassen werden zurechtkommst, dass du dich abgrenzen und eine Weile alleine sein kannst. Ich musste in erster Linie mit mir selbst zurechtkommen Wieder die Liebe zu mir selbst entdecken und mir meinen Wert für mich selbst zurück erkämpfen. Dazu musste ich weg. In eine andere Stadt. In eine eigene Wohnung. Alleine. Alleine einen Neuanfang wagen, aber immer mit dem Wissen, dass ich auf viel Unterstützung zählen kann. Und es hat sich gelohnt. Es hat mir gut getan. Ich habe in Graz ein wunderbares Umfeld, schon etliche neue Leute kennengelernt und ich blühe gerade auf. Ich bin ständig unterwegs, viel in der Stadt und ich lerne mein neues Zuhause kennen. Gemeinsam und alleine. Ich bin froh, dass ich diese Erfahrung mit dem "alleine leben" mache, denn genau das hat mir geholfen, mich nicht mehr einsam und verloren zu fühlen."
Instagram Posting
3. Januar 2019
Heimat in Graz

Flucht aus der Heimat in die Heimat

Graz war mit Sicherheit eine Art Flucht für mich. Zu dem Zeitpunkt kämpfte ich mit mir selbst. Haderte ein bisschen. Zuvor habe ich so viel erlebt, mit dem ich erst einmal umgehen musste. Zuhause wurde mir alles zu viel. Dabei lag es gar nicht einmal an meiner Heimatstadt per se, dass ich weg musste. Aber ich merkte, dass ich neu starten wollte. Nein, musste! Ganz von vorne. Wer mich schon länger verfolgt, der weiß, dass ich in den letzten Jahren mehrere Neuanfänge durchlebt habe bzw. dass viele Kapitel geendet haben und neue Seiten zu schreiben begonnen wurden. Dabei waren viele alte Kapitel noch nicht zu Ende geschrieben. Vielleicht, weil ich nicht die richtigen Worte fand. Vielleicht weil ich mich an Dinge festgehalten habe, die unaufhaltsam dabei waren, sich so oder so aufzulösen. Es lag nicht in meiner Hand und doch krallte ich mich fest. Und da tat es doppelt so weh, dass all das nicht für die Ewigkeit war. Vielleicht wollte ich auch daran festhalten. Wollte nich, dass es endet. 

Diesmal jedoch wollte ich wirklich meine „tabula rasa“ haben. Mein leeres Blatt Papier. Eine ungeschriebene Geschichte. Eine neue Geschichte, die sich entwickelt, ohne die Vorgeschichte mit einfließen zu lassen. Oder so wenig wie möglich. Und ich musste weg. Ich war inmitten meiner Recovery, kämpfte ein bisschen mit Liebeskummer und ja, ich wollte gewisse Distanzen vergrößern. Ich liebte meine Familie, doch ich wusste auch, dass ich genug davon hatte, sie 24/7 um mich zu haben. Ich musste einen klaren Kopf bekommen. Mich von Anorexia lösen. Mich von dem Menschen lösen, der diesen Liebeskummer verursacht hat. Und mich auch von meiner Familie lösen. Zumindest räumlich. Die Zeit war gekommen, um endgültig zu lernen, alleine zurechtzukommen.

 

Ein Jahr später

Ein Jahr ist eine tolle Zeitspanne, um zu resümieren. Gerade nach einem Umzug braucht man immer ein bisschen Zeit, aber ich konnte schon ein kleines Fazit ziehen. Auch wenn sich das immer wieder verändern kann.

Ich bin froh, dass ich mich damals wirklich dazu entschieden habe, Nägel mit Köpfen zu machen, um nach Graz zu ziehen. Dass ich das getan habe, was ich im Grunde genommen schon immer tun wollte. 

Die Umstellung auf dieses neue Leben fiel mir am Anfang leicht, doch später etwas schwer. Der Umzug war teilweise echt anstrengend und frustrierend. Um ehrlich zu sein: er ist immer noch nicht ganz abgeschlossen. Hier und da fehlen immer noch ein paar Sachen in der Wohnung. Und dann habe ich mich auf einmal ganz fremd in meiner Wohnung gefühlt. Es hat etwas gedauert, bis Casa Lillywood wirklich ein Zuhause für mich wurde. Doch Graz war es schon längst. Auch wenn bestimmt nicht alles meinen Vorstellungen entsprechend gelaufen ist. 

In dieser Zeit habe ich eine extreme Entwicklung durchgemacht. Ich habe eine neue Bedeutung von Heimat kennengelernt und verinnerlicht. Während ich früher aus meiner alten Heimat einfach nur weg wollte, um das alte Leben hinter mir zu lassen, nutze ich heute jede Gelegenheit, um in meine ursprüngliche Heimatstadt zu fahren. 

Dadurch dass ich mich lösen konnte, wurde meine Heimatverbundenheit wieder stärker. Nicht zu Graz, denn die ist im Grunde genommen gleich stark geblieben. Jedoch zu meiner Heimatstadt. Zwar kann ich mir in den kommenden Jahren eine Rückkehr nicht vorstellen, aber ich bin froh, dass ich diese Verbundenheit wiederentdeckt habe. Generell zu ganz Österreich. Graz ist nicht mehr der ultimative Place to be für mich, obwohl es der Place ist, an dem ich am liebsten bin. 

Heimat in Graz

Die neue Bedeutung von Heimat

Die neue Bedeutung von Heimat ist für mich vor allem die: an einem Ort zu sein, an dem man sich von Dingen lösen kann, die einem nicht gut tun. Flucht bringt sich da gar nicht so viel. Ich habe meine Familie innerhalb kürzester Zeit vermisst. Meine Essstörung drohte auszuarten. Die Gefahr, sie nun plötzlich voll und ganz auszuleben, jetzt wo ich alleine war, war riesengroß. Und die Gefühle für diese eine Person lösten sich auch nicht sofort in Luft auf, nur weil uns jetzt wesentlich mehr Kilometer trennten. Aber durch meine Liebe zu Graz schaffte ich es, durchzuhalten. Mich von meiner Familie nicht zu lösen, aber mich komplett abzunabeln. Anorexia Geschichte sein zu lassen, genauso wie diese eine Person. Letzteres hat bestimmt am längsten gedauert. Aber erst, als ich wirklich loslassen konnte, konnte ich zu der Heimatverbundenheit meiner neuen Heimat richtig hineinfinden. 

Ich habe gelernt, dass es okay ist, auch einmal wegzuwollen und auch wegzugehen, wenn es zu viel wird. Irgendwann hat man wieder einen klaren Kopf und kehrt nach wenigen Tagen gerne zurück. Ich fühle mich zu Graz verbunden. Wohl das größte Zeichen meiner Heimatverbundenheit und wohl auch die wichtigste Bedeutung dafür. 

Der erste Umzug: Schritt für Schritt

Puh, es ist geschafft. Ich habe meinen Umzug hinter mich gebracht. Truth to be told: Vom Thema Umzug habe ich die Schnauze voll. Mehr als das. Eigentlich, ja eigentlich möchte ich nicht mehr darüber nachdenken, aber es ist noch lange nicht alles fertig. Es fehlen Vorhänge, Kommoden, Teppiche und Lampen. Hier und da muss noch etwas ausgebessert werden. Meine Essentials habe ich bereits, sodass ich schon einen ersten Umzugsbeitrag schreiben kann. Interiorposts kommen erst dann, wenn wirklich alles fertig ist. Und das dauert. Geduld ist nicht meine Stärke. Am liebsten hätte ich bereits alles fix fertig, aber das ist beim Umzug ganz normal.

Vielleicht steht auch ihr kurz vor eurem ersten Umzug. Um euch das Siedeln zu erleichtern, möchte ich euch einen kleinen „Mein allererster Umzug“-Guide verfassen.

 

 

Wir ziehen um

Der Weg in die erste eigene Wohnung

Mein persönlicher Umzug verlief großteils reibungslos. Nun möchte ich euch erklären, wie mein Umzug verlief, was es zu beachten gibt und wie ihr euch am besten für euer Leben in der ersten eigenen Wohnung vorbereitet.

 

Basic: Die Wohnungssuche

Ohne Wohnung kein Umzug. Macht Sinn. Bevor ihr euch über alles weitere Gedanken machen könnt, ist es selbstverständlich wichtig, dass ihr eine geeignete Wohnung für euch findet, die problemlos leistbar ist. Bedenkt, dass es mit der Miete alleine nicht getan ist. Auf euch werden Nebenkosten zukommen, die ihr nicht vergessen dürft. Eine Wohnung mit einer Miete von xx Euro mag zwar auf dem ersten Blick in eurem Budget sein, doch die Kosten können sich schnell häufen, sodass das Objekt der Begierde nicht mehr ganz in eurem Budget liegt.

 


Tipp: Von Anfang an eine Kostenaufstellung machen und konsequent durchkalkulieren!
B I S   Z U M   S C H L U S S


 

 

Was du neben der Miete noch bezahlen musst

Nicht immer sind Betriebskosten, Heizung und Strom in der Miete inkludiert. Ich habe es sogar schon erlebt, dass selbst die Küchenmiete nicht in die Miete mit einberechnet wurde. In meiner Miete sind die Betriebskosten enthalten, genauso wie die Küchenmiete und die Miete für Kellerabteil und Fahrradstellplatz. Heizung und Strom sind externe Kosten, die auf mich zukommen. Bei meinem Stromanbieter hatte ich freie Wahl. Den durfte ich mir selbst aussuchen. Hier empfiehlt es sich natürlich immer, einen Onlinecheck zu machen, welcher Anbieter der günstigste ist.

Besitzt ihr ein Auto, könnt ihr auch einen Tiefgaragenplatz mieten. Manchmal sind Tiefgaragenplätze in der Miete inkludiert, manchmal nicht. Manchmal ist man sogar dazu verpflichtet, den Tiefgaragenplatz zu nehmen. Das hängt von dem Vermieter ab. Ich musste ihn zum Glück nicht nehmen – doch bedenkt: Auch das kann zusätzlich Kosten verursachen und die sind in den seltensten Fällen günstig. Bei mir im Haus kostet der Tiefgaragenplatz 75 Euro pro Monat.

Ohne Internet geht heutzutage gar nichts. Auch das ist meistens extra zu bezahlen. Zusätzlich kommen noch Versicherung und die Handyrechnung zu den Fixkosten. Generell setzen sich meine Fixkosten folgendermaßen zusammen:

  • Miete
  • Strom
  • Heizung
  • Internet
  • Handyrechnung
  • Versicherungen

 

Heizung und Strom

Meinen Stromanbieter habe ich direkt am Tag des Umzuges gewählt. Es war praktisch, dass die Hausverwaltung Energieversorger ins Haus geladen haben, wo man sofort seinen Vertrag machen konnte. Bei der Heizung bekam ich ein Schreiben. Diesen Versorger hat die Hausverwaltung ausgesucht. Trotzdem musste ich selbst einen Dauerauftrag einrichten, um meine Heizkosten zu bezahlen.

 

Versicherungen

Versicherungen sind Kosten, die besonders bitter sind. Natürlich hofft man, dass man sie niemals brauchen wird, aber wenn nichts passiert, hat man oftmals das Gefühl, man bezahlt sie umsonst. Trotzdem: Es ist besser, mit einer Versicherung zu leben, denn passieren kann immer etwas und in der Not ist man froh, auf der sicheren Seite zu sein. Außerdem hat man dadurch ein Sicherheitsgefühl, denn man ist in der Not abgesichert. Ich habe mich in folgenden Punkten versichern lassen:

  • Haushaltsversicherung (Berechnung erfolgt nach eurer Wohnfläche in qm) – für mich ein absolute MUST-Versicherung und bei knapp 48 qm relativ günstig.
  • Unfallversicherung (die braucht man privat extra).
  • Rechtsschutzversicherung (Besonders für mich als Selbstständige und Lehrerin wichtig. Wer beruflich viel mit Menschen zu tun hat, sollte unbedingt eine Rechtsschutzversicherung abschließen).

Meine Versicherung habe ich übrigens einen Monat vor meinem Umzug abgeschlossen.

 

 

Die Wohnungsbesichtigung

Natürlich ist es schön, wenn man alles auf dem Silbertablett serviert bekommt und der Makler sofort die konkreten Maße für die Wohnung parat hat. War bei mir leider nicht der Fall und egal, wie viel ich hin und her telefoniert habe (Makler und Hausverwaltung) – ich bekam meine Maße nicht. Darum ist es sinnvoll, bei der Wohnungsbesichtigung ein Maßband dabei zu haben, um selbst zu messen. Ich musste leider noch einmal in die Wohnung, um auszumessen, was allerdings kein Nachteil war. Bei der Erstbesichtigung war die Wohnung praktisch noch eine Baustelle. Als ich zum Ausmessen kam, hatte sie bereits den Boden und die Fließen drin.

Macht Fotos und scheut euch nicht, Fragen zu stellen. Am Besten macht ihr euch im Vorfeld schon Gedanken, welche Fragen ihr stellen möchtet. Zwar steht alles was erlaubt ist und was nicht im Mietvertrag, aber es ist einfach angenehmer, wenn man die Informationen konkreter erklärt bekommt.

 


Wichtig und LOGISCH:
Den Mietvertrag genau durchlesen, bevor man ihn unterschreibt


 

Auch vor dem Einzug kommen noch ein paar Kosten auf euch zu:

  • Kaution (mehrere Monatsmieten, hängt vom Vermieter ab. i.d.R. 3 MM)
  • ggf. Maklerprovision

Ich hatte das Glück, dass meine Wohnung provisionsfrei war und ich nichts für die Vermittlung bezahlen musste. Dafür musste ich mehr Kaution bezahlen, was allerdings nicht so schlimm ist, da ich diese bei meinem Auszug wiederbekomme (hoffentlich in vollster Höhe).

 

 

Möbel und Möbeltransport

Ich spare auf meinen Umzug schon seit mehr als sechs Jahre hin. Immer wieder habe ich mir Geld auf die Seite gelegt, damit ich mir meine Wohnung so einrichten kann, wie ich das gerne möchte. Ich habe nichts von daheim mitgenommen, sondern alles dort gelassen. Allen voran auch deswegen, weil mir meine Einrichtung zu Hause nicht mehr so gut gefällt und zweitens ich auch vor habe, ab und zu nach Hause zu fahren (Weihnachten, Geburtstage, Feiertage etc.).

Nicht zuletzt wegen der Einrichtung ist es wichtig, dass ihr eure Maße früh genug habt. Bedenkt, dass es lange Wartezeiten in Möbelhäusern gibt. Mit acht Wochen Minimumwartezeit kann man da schon rechnen – wenn es blöd hergeht, muss man sogar länger warten, was mir fast passiert wäre. Aber gebt euch nie zu schnell geschlagen. Oftmals hilft es, ein bisschen Druck zu machen, damit man seine Möbel früh genug bekommt.

Hinsichtlich des Budgets: Ich habe mir zuerst mehr Budget für die Einrichtung gegeben, habe aber mit der Zeit gemerkt, dass es total sinnlos ist, jetzt schon Unmengen in teure Möbel bzw. in Schnickschnack zu investieren. Darum habe ich mir auch beim Möbelkauf viele Gedanken gemacht, zum Beispiel, was ich in die nächste Wohnung mitnehmen würde und was nicht. Nur für Bett und Couch habe ich mehr und vor allem hochwertig investiert.

 


Merke: Kümmert euch früh genug um den Möbelkauf. Spätestens 8 Wochen vorher solltet ihr das wichtigste haben.


 

Möbelessentials beim Einzug:

  • Bett!!!
  • Tisch/Stühle
  • Schränke und Kommoden
  • Spiegel

 

Der Aus- und Umzug

Den Auszug sollte man nicht unterschätzen. Selbst wenn man sich so wie ich alle Möbel neu kauft und aufbauen lässt: Es ist trotzdem stressig. Der Auszug ist auch eine gute Gelegenheit, alles einmal gründlich auszusortieren (z.B. Klamotten, Dekoration usw.). Nehmt nicht jeden Krimskrams in die neue Wohnung mit, sondern überlegt euch, was ihr wirklich braucht und wovon ihr euch wirklich nicht trennen möchtet.

 

 

Nicht pleite ausziehen

Ich würde euch davon abraten, mit einem Budget von 0 auszuziehen. Auch wenn ihr euch eure Wohnung und das Leben mit eurem Gehalt leisten könnt, es können immer Kosten auf einen zukommen, mit denen man nicht rechnet. Das ist mir passiert: Plötzlich gab es doch keinen gemeinschaftlichen Waschraum im Haus und ein wenig später wurde mein Macbook kaputt, auf das ich angewiesen bin. Waschmaschine und die Reparatur waren Kosten von über 400 Euro, die ich mir nie leisten hätte können, wäre ich mit einem Nullbudget ausgezogen.

Oder noch schlimmer: ihr verliert euren Job, werdet arbeitsunfähig etc. (darum auch die Unfallversicherung). Bevor ihr von einer Welle an Rechnungen überschlagen werdet, die ihr nicht bezahlen könnt, sichert euch ab und achtet, dass ihr etwas auf der Seite habt.

Meine Grundvoraussetzung für meinen Auszug war, dass ich so viel auf der Seite habe, dass ich im Notfall mindestens 3 Monate alle Fix- und Lebenskosten bezahlen kann. 3 Monate sind für mich immer ein adäquater Zeitraum, zum Beispiel wenn es darum geht, einen neuen Job zu suchen (was bei mir nach meinem Unterrichtspraktikum der Fall sein wird).

 

Umzug
Kaffeemaschine von De’Longhi (PR-Sample)

 

Kleine Wohlfühlessentials

Auch wenn ich der Meinung bin, dass man zuerst in die wichtigsten Dinge investieren sollte, so sollte man nicht vergessen, dass man sich in seiner Wohnung Zuhause fühlen sollte. Somit vergesst nicht auf eure Wohlfühlessentials. Bei mir waren das definitiv meine Kaffeemaschine sowie mein Geographentisch.

 

Life Update #19: Hello New Life

Wenn sich der Kopf leer anfühlt, aber trotzdem voll ist. So voll, sodass er zu platzen droht. Wenn man nicht weiß, woran man zuerst denken soll, obwohl sich die Dinge überschlagen und sie dich festhalten. Festhalten und fesseln. Wenn du so viel zu sagen hast, aber dir die Worte im Rachen feststecken. So tief, sodass du Probleme bekommst, sie an die Oberfläche zu hieven. Wenn du gezielt nach einem Anfang suchst, weil du dir einen Schlussstrich herbeisehnst, aber nicht weißt, wo dieser Anfang für dich ist. Und du suchst gezielter, zielstrebiger, nur du weißt nicht, wo dieser Punkt liegt. Du recherchierst die Koordinaten, doch wenn du sie in deiner persönlichen Landkarte suchst, merkst du, dass alles ins Leere läuft. Wenn alles fertig sein soll, du aber noch nicht ansatzweise damit begonnen hast, es fertigzustellen. Weil du immer noch orientierungslos auf deiner persönlichen Landkarte herumirrst. Weil du inmitten einer Reise bist. Wenn alles anders läuft, als du es dir vorgestellt hast, du aber trotzdem glücklich und zufrieden bist. Weil es gerade passt, so wie es ist, obwohl du weißt, dass all das ein Ende finden wird.  

 

Wenn es ein Neuanfang ist…

Hello New Life

 

Puh. Das ist alles, was ich im Moment sagen kann. Puh. Seit meinem strengen und anspruchsvollen Wintersemester 2014/15 gab es keinen Moment mehr in meinem Leben, an dem ich mich wirklich entspannt gefühlt habe. Diese Zeit hat mich gelehrt, wie ich agieren muss, um stressresistent zu sein. Stressresistenz und -resilienz ist eine der wichtigsten Kompetenzen, die ich in dieser Zeit gelernt habe. Ansonsten würde ich untergehen. Untergehen in einer Vielzahl von Gedanken, die mich festhalten, nicht loslassen wollen, die wiederum ich gerne loslassen würde.

Es ist erst ein Monat her, aber innerhalb eines Monats hat sich mein Leben von Grund auf verändert, sodass es nicht mehr dasselbe ist. Ich war es gewohnt, diesen einen Job zu haben. Bloggerin. Einen Job, den viele noch nicht so ganz anerkennen können. Bloggerin. Was ist das schon? Ein müdes Lächeln geht durch den Räum. Bloggerin? Schläft bis zehn, hat keinen Stress und kann tun und lassen, was sie will. Das ist die Definition von Bloggerin, die in vielen Köpfen vorherrschend ist. Jetzt, wo ich Lehrerin bin, einem geregelten Job nachgehe, gezielt für mein regelmäßiges Gehalt arbeiten muss, merke ich erst, wie aufwändig der Job als Vollzeitbloggerin war. Und wie viel Druck dahinter steckte, auch regelmäßig Gehalt auf sein Konto zu bekommen, um überleben zu können. Seitdem ich meinem Beruf nachgehe, für den ich ausgebildet wurde, merke ich, wie schwer es auch ist, Teilzeitbloggerin zu sein und wie sehr mich der Beruf zeitlich aufgefressen hat.

Bloggerinnen werden immer belächelt. Der Job wird nicht ernst genommen, aber es ist Arbeit. Viel Arbeit. Und soll ich euch etwas sagen? Ich vermisse es, dass ich diesem Job nicht mehr 100% widmen kann. Ich vermisse es, dass nicht mehr die Bloggerin Lisa im Vordergrund steht. Aber trotzdem – ich mag meinen neuen Job, in den ich immer mehr reinfinde. Ob ich nach meinem Unterrichtspraktikum im Lehramt bleiben werde? Ich weiß es nicht.

 

 

Mein neuer Beruf

Mein neuer Beruf gehört quasi zu meinem neuen Lebensabschnitt dazu. Nicht nur die neue Wohnung ist ein großes Thema bei mir, sondern allen voran mein Job im Lehramt. Ich versuche, diesen Job so gut es geht, von meinem Bloggerdasein zu trennen. Da ich jedoch oft danach gefragt werde, möchte ich trotzdem einige Dinge mit euch teilen. Jedoch nur Dinge, die MICH persönlich betreffen.

Ich gehe gerne in die Schule. Mein Kollegium ist supernett, mit meinen Mentorinnen hatte ich auch Glück und es bereitet mir Freude, Kindern und Jugendlichen etwas beizubringen. Punkt. Mehr muss ich, so glaube ich, auch nicht sagen. Es reicht, wenn ich sage, dass es mir Spaß macht. Punkt der zweite. Seitdem ich unterrichte, merke ich, dass ich nicht das falsche studiert habe. Ich merke, dass mir der Job liegt. Aber ich merke auch, dass es da noch etwas ganz anderes gibt, das mir mehr liegt. Ich fordere das Schicksal nicht heraus. Wenn ich nach meinem Unterrichtspraktikum einen Job im Lehramt finde, bin ich glücklich. Aber es macht mich nicht unglücklich, wenn ich danach einen Job in dem Bereich finde, in dem ich zuvor selbstständig gearbeitet habe: MEDIEN. Wenn das Lehramt erst zu meiner Berufung wird, wenn ich 40 bin, ist das auch okay. Ehrlich gesagt, es würde mich sogar glücklicher machen. Ich lasse die Dinge auf mich zukommen.

Zusammengefasst: Ich bin zufrieden, der Job macht mir Spaß, aber ich vermisse meine regelmäßige Social Media Arbeit, die hinter meinem neuen Job gerückt ist. Eh klar. In der Schule habe ich die Verantwortung, meine Pflichten zu erfüllen. In meinem eigenen Gewerbe bin ich ausschließlich für mich selbst verantwortlich. Die einzige Person, vor der ich mich rechtfertigen muss, bin ich selbst!

 

 

#mycafeaulaitMOVED

Neben meinem neuen Job war auch mein Umzug ein zentrales Thema. Okay, was heißt hier WAR? Das Thema ist immer noch präsent. Ich habe mich schon gut in Graz eingelebt, aber in der Wohnung ist noch einiges zu tun. Einiges im Sinne von wahnsinnig viel. So ganz zu Hause fühle ich mich noch nicht. Ich bin gerade dabei, es zu ändern. Das hat zusätzlich viel Zeit gefressen, sodass der Blog und Social Media immer weiter in den Hintergrund gerückt sind. Oft werde ich nach einer Roomtour gefragt. Die kommt erst, wenn alles fertig ist. Perfektionistenregel Nummer 1. Ich mache keine halben Sachen.

 

Neues Ziel: Endlich einen Alltag reinbringen!

Nachdem ich zwei große Ziele erreicht habe, brauche ich ein neues Ziel. Und das lautet dieses Mal: Endlich einen Alltag reinbringen. Jetzt, wo ich einen regelmäßigen Job, einen selbstständigen Beruf und eine eigene Wohnung habe, besteht die neue Aufgabe darin, anzukommen und mit der Situation klarzukommen. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass es mir gelingt, sobald ich in meinem neuen Job zu 100% reingefunden habe und die Wohnung endlich fertig ist.

 

 

Bloggerflohmarkt am 13.10. in Graz

Bloggerflohmarkt

Lakatyfox x Miss Getaway x My Café Au Lait x No Envy by Yvonne

 

Ready für einen großen Bloggerflohmarkt in Graz? Wenn vier Bloggermädels gemeinsame Sache machen. Das Organisieren von großen oder kleinen Events fällt selten in den Aufgabenbereich eines Bloggers. Doch dann entsteht eine Idee, eine kleine Vision und bevor ich langsam in den Hang der Übertreibung rutsche: Es ist nur ein Flohmarkt. Ein Bloggerflohmarkt. Ein kleines Get Together zwischen Follower und Blogger. Aber es ist auch eine Leidenschaft. Eine Leidenschaft, etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen. Schon länger wollte ich in Graz einen Bloggerflohmarkt veranstalten. Was in Städten wie Wien bereits Gang und Gebe ist, wurde bei uns bis dato vernachlässigt. Dabei beheimatet Graz durchaus etliche Blogger. Mit dem Wunsch, einen Bloggerflohmarkt zu veranstalten stand ich zum Glück nicht alleine da. In Katy, Kerstin und Yvonne fand ich schnell drei wunderbare junge Frauen, die selbst auch unbedingt einen Bloggerflohmarkt in Graz veranstalten möchten.

Schnell wurde sich abgesprochen. Ein Termin wurde gefunden. Yvonne kümmerte sich um die Location und Kerstin kreierte unseren Flyer. So kam es dazu, dass der 13. Oktober 2018 als Datum und das Mangold vis-a-vis in der Zinzendorfgasse nahe der Hauptuni als Location fixiert wurden.

Wir würden uns sehr freuen, euch bei unserem Flohmarkt begrüßen zu dürfen. Vielleicht wechselt das eine oder andere Schmuckstück von unseren in euren Kleiderschrank. Klamotten gibt es auf jeden Fall zu genüge. Und da mir der nachhaltige Umgang mit meiner Kleidung wichtig ist, würde ich mich sehr freuen, wenn all die schönen Stücke doch noch zu einem liebevollen Besitzer wechseln, der lange Freude damit hat. Am Ende dieses Beitrages findet ihr den Link zu unserer Facebook Veranstaltung. Sagt gerne zu und/oder ladet weitere Freunde ein, die sich für einen Bloggerflohmarkt interessieren könnten.

 

 

Stöbert im Kleiderschrank von My Café Au Lait

Das findet ihr auf meiner Kleiderstange

In den letzten Wochen habe ich fleißig aussortiert. Dabei ist ein ganzer Haufen an Klamotten zusammengekommen. Unter anderem habe ich mich dazu entschlossen, mich von meinem heißgeliebten Chi Chi Rock zu trennen, der die Faszination vieler Mädels auf Instagram auf sich gezogen hat. Aber auch mein Brautjungfernkleid wird weiterziehen. Bei mir findet ihr Klamotten für alle Saisonen. Das heißt, auf meiner Kleiderstange findet ihr nicht nur Sachen für den Herbst und Winter, sondern auch für den Frühling und Sommer.

 

Bloggerflohmarkt Grazer Bloggerflohmarkt

 


Ihr seid alle sehr herzlich eingeladen, am 13. Oktober ab 11 Uhr bei uns im Mangolds vis-a-vis vorbeizukommen.

Auf euer Kommen freuen sich Katy, Kerstin, Lisa & Yvonne

Hier geht es zur Facebook Veranstaltung 

 


 

 

 

Bilderquelle: Unsplash

 

Life Update #18: Der Countdown läuft

Hallo September. Hallo Countdown. Ein neuer Monat hat begonnen und mit ihm eine neue Jahreszeit. Es ist Herbst. Vergangen ist die Leichtigkeit des Sommers und ich muss gestehen: Ich bin absolut kein Herbstfan. Das dürfte für einige keine Überraschung sein, denn meine „Warum-ist-der-Sommer-vorbei?“-Jammerei gehört zu Anbeginn der Zeit zu diesem Blog. Doch heuer ist alles anders. Oder ein bisschen zumindest. Dieses seltsame Gefühl in der Magengrube, das ich jedes Jahr habe, wenn der Sommer sich dem Ende zuneigt, hat sich bereits eingestellt. Nicht gerade mein Lieblingsgefühl, aber es gehört quasi zum Jahreszeitenwechsel dazu.

Trotzdem – heuer freue ich mich erstmals auf den Herbst. Ich zähle die Tage runter, denn ab Oktober lebe ich in einer neuen Stadt. Ein Monat vergeht schnell. Viel zu schnell, um den Monat irgendwie zu registrieren, doch bei mir zieht sich alles in die Länge. Und auf der anderen Seite rast die Zeit. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Viel zu schwer, es zu erklären. Der Countdown läuft, ich bin aufgeregt und das komplette Erwachsenenleben ist nur noch ein Katzensprung entfernt. Eine Zeit, auf die ich mich freue. Eine Zeit, die ich endlich erleben möchte. Und dann gibt es wieder Momente, in denen ich mich einfach nur verkriechen möchte. In denen ich mich mit all dem nicht auseinandersetzen möchte. Im Fachjargon spricht man von kalten Füßen oder Torschlusspanik. Ja, das habe ich momentan. Aber ein Gefühl, mit dem ich umgehen kann, denn die Freude überwiegt.

 

 

Kürzlich schrieb ich auf Instagram:


EN: Okay – so 4 weeks left until I move and guys, to be honest – I’m super excited and can’t wait to move, but not gonna lie: I am scared af at the moment, asking myself thousand of questions. It’s the last step in adulthood and beside of that: I’m starting my teacher career in less than a week and oh my gosh – the unknown drives me crazy at the moment. New job, new city, new flat, new challenges – so many changes … sorry for this confusing caption, but I guess confusion is the exact description for my current emotional chaos.

DE: Okay, noch 4 Wochen bis ich umziehe und Leute, um ehrlich zu sein: Ich bin wirklich aufgeregt und kann meinen Umzug nicht erwarten, aber ich werde nicht lügen: Ich habe momentan verdammt viel Angst und stelle mir tausende von Fragen. Es ist der letzte Schritt in das Erwachsenenleben und darüber hinaus: Ich beginne meine Lehrerkarriere in weniger als einer Woche und oh mein Gott, das Unbekannte macht mich verrückt. Neuer Job, neue Stadt, neue Wohnung, neue Herausforderungen – so viele Veränderungen. Entschuldigt für die verwirrende Bildunterschrift, aber ich glaube Verwirrung ist die exakte Beschreibung für mein momentanes emotionales Chaos.

 


 

 

Countdown: Nur noch 4 Wochen

Wir halten fest: Ich freue mich auf diesen Schritt, gleichzeitig macht er mir Angst. Denn mit diesem Schritt verändert sich nicht nur etwas in meinem Leben, ich muss mich mit diesem Schritt mitverändern. Ich darf nicht mehr dort stehen bleiben, wo ich jetzt stehe, denn das passt nicht mehr zu all dem, was in Zukunft auf mich zukommt.

Manchmal bringt mich das ins Zweifeln. Ich bin verwirrter denn je und dann denke ich mir wieder, warum ich jetzt, so kurz vor dem Finale, die Nerven verliere. Warum mich ausgerechnet jetzt ein bisschen die Panik packt. Aber ich denke, das ist ganz normal. Ich war schon vor diesem Umzug selbstständig – das bin ich schon jahrelang. Ich brauchte nie andere Menschen, die für mich sorgen, denn ich konnte das schon vor meinem Studium. Aber es ist trotzdem eine komplett andere Situation. Erst jetzt bin ich zu 100% komplett auf mich alleine gestellt.

Ich bin in den letzten Monaten stärker geworden. Meine Mentalität hat sich verändert – zum positiven. Trotzdem: das ändert nichts daran, dass ich manchmal an meinen Fähigkeiten zu zweifeln beginne. Aber ich habe bis jetzt immer alles gestemmt. Warum sollte es ausgerechnet jetzt scheitern? Es ist nur ein simpler Schritt, den fast alle von uns einmal gehen müssen oder werden. Ich bin nicht die erste und auch nicht die einzige. Es ist nur eine neue Gelegenheit, aus alten Gewohnheiten auszubrechen und es ist keine Lebens- bzw. Überlebensaufgabe.

Ich bin positiver Dinge und schon gespannt, wie es dann tatsächlich sein wird, als Lehrerin zu arbeiten und in meiner Traumstadt zu leben. Eine liebe Followerin schrieb mir dann auf meine Caption folgendes:

 

Freu dich auf den Tag, an dem du an heute zurück denkst und über deine Nervosität und deine Konfusion lächelst und glücklich bist, all das Neue versucht zu haben.

 

In diesem Sinne: Auf ein wunderbares neues Leben in Graz als Lehrerin.

 

Der Countdown läuft

 

Outfit Details (Werbung da Markennennung)

Shirt, Jacket & Pants: New Yorker* (PR Samples)
Shoes: Tommy Hilfiger

 


 

Novembre Photography: Mein erstes Fotoprojekt

Es ist schon eine Weile her, als ich auf Instagram einen Aufruf gestartet und nach Models für meine Fotografie gesucht habe. Ich hatte Lust, ganz viele verschiedene Menschen vor die Linse zu holen und meine Fotografie facettenreich auszuschmücken. Außerdem wollte ich den Umgang mit Menschen lernen. Nicht, dass ihr denkt, ich sei ein Sozialphobiker. Nein. Aber der Umgang mit Menschen vor der Kameralinse ist schwierger als man denkt. Bisher habe ich eigentlich nur meine Freunde fotografiert – insbesondere Kerstin. Als Bloggerin weiß sie, wie sie vor der Kamera agieren soll. Andere hingegen, die das nicht allzu häufig machen, brauchen oft Anweisungen. Genau das fällt mir schwer: Anweisungen geben.

Ich wollte meine Kreativität ausschöpfen und neue Gesichter finden, um sie auf Novembre Photography auf Instagram zu stellen. Zu meiner Überraschung haben sich wirklich viele nach meinem Aufruf gemeldet. Nicht bei jedem kam es zu einem Shooting – leider. Dennoch habe ich viele verschiedene und neue Mädels kennengelernt, mit denen ich shooten durfte. Mit jeder einzelnen hatte ich wahnsinnig viel Spaß. Es sind tolle Fotos dabei herausgekommen, auch wenn es manchmal mit meinen Anweisungen und Ideen gehapert hat. Ich muss aber auch zugeben, dass ich oft planlos in die Shootings gegangen bin. Dafür habe ich mir für nächste Projekte schon neue Gedanken gemacht, die ich besser konzipieren möchte. Vielleicht wird es dann auch noch mit den anderen Shootings, über die gesprochen wurde.

Am Ende dieses Beitrages werde ich euch in meine zukünftigen Fotografiepläne einweihen, damit Novembre Photography auf Instagram wieder zum Leben erweckt wird. Aufgrund meines Umzuges und der wenigen Zeit, die ich gerade in Graz verbringe, fielen Shootings nämlich erstmal flach, aber sobald ich nach Graz gezogen bin, wäre ich wieder motiviert für neue Shootings. Diesmal auch mit konkreteren und spezifischeren Themen, aber dazu gleich mehr.

 

Projekt Novembre Photography

Meine Ergebnisse

Mein Ziel habe ich definitiv erreicht. Kein Model war in ihrer Art und Persönlichkeit so, wie die andere. Manche kamen mit Ideen, andere wiederum kamen so wie ich einfach zum Shooting. Ein paar hatten bereits Erfahrungen vor der Kamera, andere nicht. Ideen und Erfahrung waren aber auch keine Voraussetzung. Jeder so wie er wollte und genau das fand ich spannend. Die Ergebnisse fand ich bei jeder einzelnen toll. Leider sind ein paar Bilder verloren gegangen, weil meine Speicherkarte wieder einmal Probleme bereitet hat, aber ansonsten möchte ich euch nun die Ergebnisse präsentieren.

 


 

Antonia

 


 

 


 

Babsi

 


 

 


 

Denise

 


 

 


 

Diana

 


 

 


 

Eva

 


 

 

 


 

Kathi

 


 

 


 

Laura & Susi

 


 

 


 

Martina (Graduation)

 


 

 


 

Nejra

 


 

Novembre Photography

 


 

Wie es nun mit Novembre Photography weitergeht

Zukünftige Fotografiepläne und Ideen

Mich reizen vor allem zwei Facetten der Fotografie, die ich ausbauen möchte:

  1. Nightshootings/ Nachtfotografie
  2. Schwarz-Weiß

Darum möchte ich beim nächsten Mal eine kleine Serie kreieren, die sich thematisch wie ein roter Faden durch den Fotografie-Account ziehen soll. Bis jetzt kann ich mich noch nicht entscheiden, womit ich beginnen möchte. Ich finde beides spannend, aber ich schätze, dass das Thema Schwarz-Weiß gut in den Herbst passt. Klingt vielleicht ein bisschen widersprüchlich, ist der Herbst doch eigentlich die bunteste Jahreszeit, aber dennoch finde ich, dass gerade die kühler werdenden Temperaturen gut dazu passen. Nachtfotografie stelle ich mir hingegen in der Weihnachtszeit wunderschön vor.

Sollte es in Richtung Schwarz-Weiß gehen, suche ich jedoch bestimmte Typen für meine Ideen. Bevorzugt Leute mit Kameraerfahrung, vielleicht ein bisschen edgy, sexy und verrucht – nur nicht zu brav und zu süß, somit das komplette Gegenteil von mir eigentlich 😉 Mitbringen sollen meine Models bei diesen Ideen auf jeden Fall einen starken Ausdruck.

Was noch für Schwarz-Weiß spricht, ist die Tatsache, dass ich in meine Wohnung gerne selbst fotografierte Schwarz-Weiß Bilder hängen möchte und das würde sich in der Hinsicht gut miteinander kombinieren lassen. Aber zuerst der Umzug und danach die Fotografiepläne. Auf meinem Hauptkanal halte ich euch auf jeden Fall auf den Laufenden.

 

Meine Ziele für das Jahr 2018

Vor vier Tagen haben wir das Neue Jahr eingeläutet. In diesem Sinne möchte ich mir erst einmal die Freiheit herausnehmen, euch ein Frohes Neues Jahr zu wünschen. Ich hoffe, ihr seid gut im Jahr 2018 angekommen und habt ausgiebig auf die Art und Weise gefeiert, wie es auch am besten gefällt.

Mein 2018 hat mit wunderbaren Freunden begonnen. Wir haben ausgelassen gefeiert, das Feuerwerk bestaunt und über alte Zeiten gequatscht. Raclette gegessen, ein paar Weinchen und andere Drinks genossen und die Songs unserer Jugend gehört. Besser hätte das Neue Jahr für mich nicht starten können. Deshalb bin ich umso motivierter, 2018 zu einem grandiosen Jahr werden zu lassen. Selbst kann man zwar nicht alles beeinflussen, aber manchmal kann man seinen Wünschen und Träumen doch nachhelfen. Wie ihr wisst, formuliere ich für mich keine Neujahrsvorsätze mehr, sondern setze mir Ziele, die ich in diesem Jahr gerne erreichen möchte.

Ich bin guter Dinge, schließlich habe ich 2017 alle meine Ziele und noch viel mehr erreicht. 2017 war ein spannendes, aber auch ein sehr arbeitsintensives Jahr. Darum habe ich ein bisschen Bedenken, dass 2018 auch super werden kann. Wer kennt das nicht? Kaum hatte man ein tolles Jahr, wird das nächste nicht so toll. Da aber bereits wunderbare Erlebnisse auf dem Plan stehen, bin ich guter Dinge, dass 2018 schön wird.


 

 

Diese Ziele möchte ich 2018 erreichen

Ziele soll man bekanntlich hochstecken. Mag einerseits stimmen. Gewissermaßen tue ich das auch, aber komplett den Blick für die Realität sollte man dabei nicht verlieren. Wichtig ist es, dass man mit dem notwendigen Feingefühl herangeht und sich nicht unterkriegen lässt, wenn’s mal schief läuft. Hey, wir sind menschlich, da kann nicht alles wie im Bilderbuch ablaufen. Aber kommen wir nun zu meinen Zielen bzw. Wünschen.

 

Ein neues Konzept umsetzen: Telling Stories in Pictures

Gestern saß ich mit meiner lieben Freundin Kerstin bei einem Kaffee und erzählte ihr, wie ich mir mein Bloggerjahr 2018 vorstelle. Fotografie ist das Nonplusultra unseres Jobs, darum ist es in der Hinsicht essentiell kreativ zu bleiben. Ganz ehrlich: Ich kann reines Rumgepose nicht mehr sehen. Sicher, es ist insbesondere im Modebereich ein adäquater Weg, um Outfits und Looks zu präsentieren, aber auf Dauer wird mir das schlichtweg zu langweilig.

Ich möchte ein neues Konzept ausprobieren: Telling Stories in Pictures. Fotografie muss lebhaft sein. Eine Geschichte erzählen. Ich habe es satt, immer nur zu posieren. Mal ein ganz normales Posingbild zur Abwechslung ist ja ganz nett, aber fortan soll hinter meinen Bildern mehr stecken. Schon eine Zeit lang versuche ich das umzusetzen und ich habe auch das Gefühl, dass immer „mehr Story“ in meine Bilder kommt. Allerdings – 2018 möchte ich noch kreativer werden, was meine Fotografien betrifft.

Dabei habe ich mir einmal die Instagramaccounts der großen Influencer angesehen. Mit ein paar Ausnahmen haben nahezu alle Influencer Bilder, die eine Geschichte erzählen. Natürlich ist es einfacher, mit 1 Million Follower solche Konzepte umzusetzen, weil man die Möglichkeit hat, viel zu reisen. Aber finanzielle Mittel sind nicht maßgeblich, um tolle Ideen zu realisieren. Man benötigt nur Kreativität und die Motivation, es auch wirklich durchziehen.

 

Unterrichten und Ausziehen

Die beiden Dinge gehören für mich zusammen, denn sie sind auch nur in der Kombination möglich. Ich möchte endlich in eine eigene Wohnung ziehen, hätte dafür aber gerne einen festen Job. Darüber habe ich schon öfters gesprochen, unter anderem auch, warum ich nur mit einem fixen monatlichen Einkommen ausziehen möchte. Darum müssen wir das nicht elendig lange durchkauen. Doch dieser Punkt ist mein größtes Ziel. Um den festen Job kümmere ich mich gerade. Die Bewerbungsphase ist wirklich langwierig und anstrengend. Ich hoffe, ich habe sie bald hinter mir, damit ich mich endlich um die Wohnung kümmern kann.

 

 

Mehr Zeit für das Studium

In den letzten Monaten hat sich der Blog stark entwickelt. Die Arbeit als Bloggerin ist zeitintensiver geworden, als sie vorher ohnehin schon war. Natürlich liebe ich es, aber das Studium blieb dadurch wirklich ganz schön auf der Strecke. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich auf mein neues Studium nicht wirklich angewiesen bin, weil ich schon eines abgeschlossen habe. Da ich keine halben Sachen mache, möchte ich mich 2018 doch ein bisschen mehr meinem Studium widmen. Der Blog hat aber trotzdem Priorität.

 

Die Welt ein bisschen mehr entdecken

Auch wenn es mit meinem „Großprojekt Ausziehen“ schwierig wird, aber reisen möchte ich trotzdem. Natürlich ist das auch eine Frage der finanziellen Mittel. Es steht noch in den Sternen, ob ich mir die eine oder andere Reise leisten kann, aber es wäre schön, eine weitere europäische Hauptstadt auf meiner Liste abhaken zu können. Auch das Meer würde ich gerne wiedersehen.

 

Das „Nein“ verbessern

Als ich als kleines Kind das Wort „Nein“ kennengelernt habe, habe ich es ständig benutzt. Mit dem Alter habe ich es leider verlernt. 2017 war das Jahr, in welchem ich das Wort „Nein“ wieder anwenden konnte, aber eben nicht immer. Ich möchte mein „Nein“ verbessern und es in jeder Situation anwenden, in der ich auch „Nein“ sagen möchte.

 

 

Taking care about myself

Im Sommer 2017 habe ich es wieder super hinbekommen, mehr auf mich selbst zu achten. In den letzten beiden Monaten habe ich mich selbst jedoch leider vernachlässigt. Dabei habe ich aber gelernt, dass es gewisse negative Dinge im Leben gibt, die ich nicht verdiene. Im Gegenteil. Ich verdiene so viel mehr und es ist essentiell, mehr auf mich zu achten, weil ich das eben auch verdient habe. Beautyprogramme, Ruhephasen und Pausen, aber auch die Tatsache, welche Menschen ich in mein Leben lasse, spielen dabei eine große Rolle, genauso wie Ernährung und Sport.

 

Exploring Graz

Ich bin zwar keine eingefleischte Grazerin, aber dank meinem Studium wurde die steirische Landeshauptstadt trotz fehlendem Wohnsitz zu meiner Heimat, die ich kennen und lieben gelernt habe. Zwar kenne ich wirklich viel von Graz, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass es mehr zu entdecken gibt. Nicht zuletzt wegen den ganzen Shootings, die ich am Liebsten in Graz habe. Ich möchte neue Spots entdecken, um auch euch Graz in einem vielseitigen Licht zu präsentieren.

Die meisten meiner Shootings habe ich inzwischen in Graz. Manchmal stehen wir dabei ganz schön planlos da, weil wir nicht wissen, welche Location den notwendigen Pfiff für die Bilder haben. Darum will ich in diesem Jahr Graz (hoffentlich auch bald mein Wohnort) auf Herz und Nieren abklappern. Nicht zuletzt wegen der Sache: Telling Stories in Pictures und auch der Tatsache, dass wir uns bei Shootings Stress ersparen. Die Bilder in diesem Beitrag haben wir übrigens am Grazer Citybeach geshootet. Dass wir zu dieser Location gekommen sind, war dann letztendlich auch nur ein glücklicher Zufall, obwohl wir die Location schon jahrelang kennen.

 

My Café Au Lait soll wachsen

Der Blog hat in den letzten Jahren zwar einen Quantensprung gemacht, aber er soll noch besser werden. Egal, ob es sich nun um Kooperationen oder redaktionelle, sprich unbezahlte Beiträge handelt. Es steckt in jedem Post gleich viel Herzblut drin. Für mein Bloggerjahr 2018 habe ich mir vorgenommen, noch kreativer zu werden – in beiderlei Hinsichten: Bei Kooperationen und redaktionellen Beiträgen.

 

I’m wearing

Off-Shoulder Jumper: Vero Moda (Same Here – SALE)
Leather Skirt*: BikBok (Same Here – SALE)
Ankle Boots: Deichmann
Sunnies: RayBan (Same Here)
Tights: Calzedonia (Similar Here)
Bag: Guess (Same Here – SALE)

 


 

Pictures Taken by

Martina Quehenberger

 


 

Location

Citybeach Graz

 


Asterisk marked (*): PR Samples 

 

Die perfekte Tracht zum Aufsteirern

DISCLAIMER: Der Beitrag „Die perfekte Tracht zum Aufsteirern“ enthält KEINE gesponserten Inhalte. Jedoch wurden uns die Dirndl für die Dauer des Shootings von Seidl Trachten zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.


Man könnte fast meinen, wir Steirerinnen werden mit dem Dirndl am Leib geboren. Es ist unser Traditionskleidungsstück, welches in unseren Augen zu fast jedem Anlass passt: Hochzeiten, Taufen und natürlich auch zu unseren traditionellen Festen, wie das alljährliche Aufsteirern in Graz, welches kommendes Wochenende zum 16. Mal in der Grazer Innenstadt stattfinden wird. Das bedeutet, dass die Grazer Innenstadt für insgesamt zwei Tage zum Hotspot der Grazer Szene mutiert und man dort auf Jung und Alt in den schönsten Trachten trifft.

Es ist nicht nur ein einfaches Fest, welches jedes Jahr wiederholt wird. Das Aufsteirern ist für uns Steirer eine Art Lebensphilosophie. Ein Fest, das man nicht auslassen darf und wo sich das Who is Who der Grazer Society und gar darüber hinaus trifft. Nicht zu vergessen, ist das Aufsteirern auch ein Fest, in dem sich jeder Steirer und jede Steirerin in die trachtige Schale wirft und wieder zum persönliche Heimatbewusstsein zurückkehrt.

Auch ich werde dieses Jahr wieder in der Grazer Innenstadt anzutreffen sein und dafür sogar meine Einladung zur Fashion Week in Wien sausen lassen. Die Entscheidung fiel mir gar nicht schwer, denn ich nutze die Anlässe, in denen ich meine edle Tracht tragen kann. Doch warum sollten wir unsere Lieblingstrachtenstücke nur zu besonderen Anlässen hervorkramen und so teure Stücke nur sehr selten tragen?

Die Tracht wird wieder salonfähig, ja sogar streetstyletauglich. Tracht und Alltag? Geht das? Warum nicht? „Tracht kommt von Tragen“, erklärt mir Anna von Seidl Trachten, einem steirischen Trachtenunternehmen mit langer Tradition. Und damit hat Anna vollkommen Recht. Es bringt sich nichts, ein geliebtes, teures Kleidungsstück im Schrank verstauben zu lassen und es nur für besondere Anlässe hervorzukramen. Sie sind dazu da, um gezeigt zu werden und das auch im Alltag. Alte Werte hervorbringen wird wieder in. Und so auch das Tragen von Trachten, denn habt ihr gewusst, dass man Trachten wunderbar in den Alltag kombinieren kann? Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber je mehr ich mich mit den aktuellen Trachtenkollektionen bei Seidl beschäftigt habe, umso mehr wurde mir bewusst, dass es tatsächlich trachtige Kleidungsstücke gibt, die ich im Alltag tragen würde.

 

Die perfekte Tracht zum Aufsteirern

 

Zurück zum alten Heimatgefühl

Warum die Tracht wieder traditionell wird und das Moderne langsam verblasst

Als ich mir mein erstes Dirndl gekauft habe, war es vor allem wichtig, dass das Dirndl modisch ist. Es lag mir am Herzen, dass es mit den aktuellen Trends geht. Man mag es gar nicht glauben, aber nicht jedes Dirndl ist zeitlos. Zwar hat man diese Kleidungsstücke, investiert man in hochwertige Tracht, sehr lange, aber versteift man sich zu sehr auf einen vergänglichen Trend, wird das Dirndl in wenigen Jahren nicht mehr gerne getragen werden. Genauso verhält es sich mit der Qualität. Es gibt Fast Fashion Läden, in denen Dirndl und andere Trachtenstücke zu unschlagbar günstigen Preisen angeboten werden. Doch vergleicht man diese Tracht mit den hochpreisigen, zeitlosen Kollektionen aus den traditionsbewussten Trachtenhäusern, in denen das Handwerk noch groß geschrieben wird, merkt man schnell, dass sich solche Käufe nicht lohnen. Trachten von der Stange verlieren ihre Individualität, ja gar ihre zeitlose Eleganz.

Darum geht der Trend wieder zurück zur traditionellen Tracht. Tracht, wie man sie aus Österreich aus den alten Zeiten kennt. Und damit kann man nichts falsch machen, vor allem, wenn man in hochqualitative Trachtenmode investiert. Ich sage das nicht nur, weil ich eine überzeugte Steirerin bin, aber ich würde es jedem ans Herz legen, sich diese Investition zu überlegen. Gerade wenn man in einem Land wohnt, in dem Dirndl, Lederhose und Trachtenröcke zur Landestracht zählen.

 

Mein persönlicher Bezug zum Dirndl

Für mich persönlich hat sich der Stellenwert von Trachten in den letzten Jahren verändert. Inzwischen bin ich dazu bereit, mehr zu investieren und die Tracht auch öfters auszuführen. Vielleicht liegt es an meinem zunehmenden Alter. Vielleicht aber beruht es auch auf der Tatsache, dass ich seit meinem Geographiestudium zu meinem Heimatbewusstsein zurückgefunden habe.


 

Die perfekte Tracht zum Aufsteirern

 

Die perfekte Tracht zum Aufsteirern

Eine Trachtenmodestrecke mit Seidl Trachten, Black Beach Chair & My Café Au Lait

Tracht sollte keine Fast Fashion von der Stange mehr sein. Tracht soll ein Stück Heimat sein. Gerade deswegen war es mein innigster Wunsch, eine Trachtenmodestrecke auf den Blog zu bringen. Mit Unterstützung von Seidl Trachten, Alina von Black Beach Chair, Anna von Seidl Trachten, der Visagistin Manuela Fechter und der Fotografin Jasmin konnten wir diese Idee realisieren. Darum möchte ich euch heute die perfekte Tracht zum Aufsteirern präsentieren, euch etwas über die Bedeutung der Dirndlschleife erzählen und euch zeigen, welche Stücke sich besonders gut in den Alltag integrieren lassen. Bei Alina geht übrigens auch bald der Beitrag zu unserer Trachtenmodestrecke online. Wenn ihr neugierig seid, wie sie unsere gemeinsame Zusammenarbeit verpackt hat, schaut unbedingt bei ihr vorbei.

 

Die perfekte Tracht zum Aufsteirern

 

Die perfekte Tracht zum Aufsteirern: Das klassische & zeitlose Dirndl

Die wohl traditionellste Tracht für die Frau ist das Dirndl. Darum ließen wir es uns auch nicht nehmen, das Dirndl mit in die Strecke zu bringen. Mit seinem dörflichen Charakter impliziert es ein großes Stück Heimatgefühl. Wählt man dabei ein Stück, das wie für einem gemacht ist, hat man die perfekte Tracht zum Aufsteirern schon gefunden. Und man merkt auf den ersten Blick, ob das Dirndl wie für einem gemacht ist, oder nicht. Besonders gut sieht man das bei Alina, die ein traditionelles Dirndl von Ploom trägt. Passform, Länge, Farbe und Stil sind wie für sie gemacht. Apropos Passform: Die ist beim Dirndl das A und O. Ein Dirndl wird nur dann zum Hingucker, wenn es optimal sitzt. Insbesondere hier sieht man auf dem ersten Blick, wie wichtig eine kompetente Beratung von einem geschulten Modeauge wird.

Diese Beratung bekommt man leider nicht, wenn man ein Dirndl von der Stange in einer Modekette wählt. Verzichten muss man beim Stangenkauf auch auf außergewöhnliche Details, aufwendige Stickereien, die noch von Hand gefertigt werden und auf Individualität. Das Dirndl von Ploom hat insbesondere deswegen Widererkennungswert, weil es hochwertig aufbereitet und aufwendig bestickt ist. Dabei ist vor allem das Markenzeichen von Ploom ein besonderer Eyecatcher: Die Libelle auf der Schürze und am Dekolletee.

Auch ich trage ein Dirndl der Marke Ploom. Neben den Libelleapplikationen besticht dieses Dirndl mit der außergewöhnlichen Farbkombination aus wiesengrün und bordeaux/violett. Kombiniert habe ich diesen Style mit flachen Boots, schwarzen Stutzen und einem schicken Trachtenjäckchen. Abgerundet wird der Look mit einem feschen Tuch. Alina hingegen entschied sich klassisch für Pumps in Nudetönen. Wer neben dem ohnehin schon aufwendigen Dirndl einen weiteren Eyecatcher haben will, kann gerne zum Blumenkranz greifen.

 

Die perfekte Tracht zum Aufsteirern

 

Die perfekte Tracht zum Aufsteirern: Lederhose und Trachtenrock

Obwohl das Aufsteirern das Fest des Dirndls ist, kann Frau auch gerne mit dieser Tradition brechen und zu einem anderen Look greifen. Mit den Jahren haben sich insbesondere Lederhosen zum It-Piece für die moderne, aber dennoch traditionsbewusste Frau etabliert. Gerade wenn man mehr Bein zeigen möchte, ist die Lederhose die Alternative zum Dirndl. Und auch Trachtenröcke sind immer mehr im Kommen. Pluspunkt bei Trachtenröcke: Sie passen richtig kombiniert auch ins Büro oder in den Alltag. Ich selbst würde mich damit auch definitiv ins Klassenzimmer stellen, ohne mich overdressed zu fühlen.

Alina kombiniert zu ihrer Lederhose von Meindl ein weißes Shirt im Trachtenstil, eine rockige Bomberjacke mit trachtigem Rosenprint von Sportalm, derbe Lederboots und jagdgrüne Stutzen. Abgerundet wird der Look mit einem jagdgrünen Tuch.

Zu meinem jagdgrünen Trachtenrock mit aufwendigem Muster kombiniere ich ein jagdgrünes Trachtenshirt, ein Trachtenjäckchen von Julia Trentini in naturweiß mit herzförmigen Knöpfen, welche aus einem Hirschgeweih gefertigt wurden, sowie ein pastellrosanes Trachtentuch.

 

Die perfekte Tracht zum Aufsteirern

 

Die perfekte Tracht zum Aufsteirern: Das richtige Accessoire

Wer glaubt, bei Trachten sei man an trachtige Accessoires gebunden, der irrt gewaltig. Insbesondere Trachtenstücke harmonieren wunderbar mit den Lieblingen aus unserem Alltag. Klassisch und trachtig wird es mit einem Blumenkranz, einem Trachtentuch und einer trachtigen Tasche, sowie mit Stutzen und Wanderstiefel. Doch wie ihr auf den Bildern sehen könnt, trage ich ganz normale Alltagsschuhe und auch Alina greift zu Pumps. Pumps gehen zu einem Dirndl übrigens immer. Egal, ob sie nun die Farbe des Dirndls aufgreifen oder ganz klassisch in Schwarz gehalten werden.

Die tollen Blumenkränze haben wir übrigens von Anna zur Verfügung gestellt bekommen. Sie hat uns nicht nur mit ihrem Händchen für Mode perfekt ausgestattet, sondern diese Blumenkränze auch noch selbst gefertigt.

 

 


 

 

Dirndl Binden

Was bedeutet die Seite der Schleife?

Mit Dirndl ein Statement setzen? Kein Problem. Das geht am besten mit der Schleife. Die Seite entscheidet, was man zu sagen hat bzw. welche Signale Frau der Männerwelt offenbart.

 

Ledig & Single: Schleife links

Bist du ledig oder Single, bindet man die Schleife links. Ledig bedeutet unverheiratet, darum kann man die Schleife auch links binden, wenn man in einer Beziehung ist. Ist man in einer Beziehung, herrschen beim Dirndl binden jedoch oft noch Unstimmigkeiten. Ich kenne sowohl vergebene Mädels, die ihre Schleife links binden, als auch vergebene Mädels, die ihre Schleife rechts binden. Ist die Schleife links, signalisiert sie jedoch auch oft, dass „Anbandeln“, sprich kleine Flirts erlaubt sind. Aber liebe Männerwelt, das sollte natürlich kein Freiticket für euch sein, frech zu werden.

 

Verliebt, Vergeben, Verlobt & Verheiratet: Schleife rechts

Wie gesagt kann Frau auch die rechte Seite zum Binden wählen, wenn sie vergeben ist. Das beseitigt auch Missverständnisse und signalisiert, dass man an kleineren Flirts kein Interesse hat. Für verheiratete oder verlobte Frauen ist die Seite rechts jedoch glasklar die richtige Seite.

 

Schleife in der Mitte

Traditionsgemäß bedeutet eine Schleife in der Mitte, dass die Trägerin des Dirndls noch Jungfrau ist. Mittige Schleifen sieht man somit oft bei kleinen Mädchen.

 

Schleife hinten

Gemäß des Brauchtums bedeutet eine Schleife, die nach hinten gebunden wurde, dass die Trägerin des Dirndls verwitwet ist.

 

 

Who?

Outfits: Anna Mlekuz
Hair & Make-Up: Manuela Fechter
Fotos: Jasmin

Vielen Dank an Seidl Trachten für die großartige Unterstützung. 

 

Restaurant „Speisesaal“ im Hotel Wiesler

DISCLAIMER: Einladung des Grazer Grand Hotels Wiesler. Kerstin von Miss Getaway und ich wurden dazu eingeladen, das Hotel, sowie das hoteleigene Restaurant „Speisesaal“ kennenzulernen. Alle Spesen wurden von dem Hotel übernommen. Die Tatsache, dass es sich hierbei um eine Einladung handelt, ändert jedoch nichts an unserer persönlichen Meinung und Betrachtung.


 

Das Schöne an der Grazer Gastronomieszene ist die Vielfältigkeit und die Tatsache, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Von dem einfachen Studentenlokal, bis hin zur dekadenten Kunst der gehobenen Küche. In Sachen Genuss wird man in Graz schnell fündig, somit muss kein Freund der guten Küche auf der Strecke bleiben. Besonders dieses High Class Feeling wollte ich unbedingt selbst einmal erleben und so landete ich an einem scheinbar ganz normalen Samstag gemeinsam mit Kerstin von Miss Getaway im Restaurant „Speisesaal“ des Grand Hotels Wiesler, eines der Grazer Top Hotels in zentrumsnaher Lage. Ausgiebig kosteten wir uns im modernen Ambiente durch die Speisekarte. Dabei erlebte vor allem Kerstin ihr persönliches Food Highlight. Sie fand sich plötzlich in einem Schlaraffenland von lang gehegten Schokoladenträumen wieder und auch für mich als Beobachterin war es ein kleines, aber dennoch spannendes Spektakel. Neugierig, wovon ich spreche? Dann solltest du jetzt unbedingt dranbleiben und weiterlesen.

 

 

Dekadent(e) speisen im Speisesaal

Sweet Soul. Smart Dish. Gemäß dieses Mottos kann man sich morgens, mittags, nachmittags und abends im „Speisesaal“ kulinarisch verwöhnen lassen und neue Geschmäcker, aber auch altbewährtes und geliebtes (wieder)entdecken. All das kann man im stimmungsvollen Ambiente, eine Mischung aus edel, modern und einem Hauch von rauem Industrial genießen. Der lichtdurchflutete Raum lädt zum Verweilen ein, die stilvollen Lederbänke in Jagdgrün zur Erholung. Auf der hohen Wand prangt ein geschmackvolles, künstlerisch gestaltetes Graffiti im jungendlichen Stil. Der Hauch Industrial kommt von dem (gewollt) abgebröckelten Putz, welcher die Sicht auf Ziegelsteine frei gibt. Zusätzlich versprüht eine wunderschöne Holzverkleidung an den Wänden einen rauen, aber durchaus stylischen Charme. Das Restaurant ist hell, aber strahlt statt einer cleanen Steifheit eine angenehme, lockere Leichtigkeit mit Charme und Esprit aus. Ein Wohlfühlplatz für Jung und Junggebliebene, die auch gerne dazu bereit sind, mehr in einen schönen Abend zu investieren.

 

 

Dinieren im Speisesaal

All die edlen Eindrücke musste ich erst einmal verarbeiten. Aber wenn du einen Blick auf die Fotos wirfst, dann kannst du meine Begeisterung bestimmt verstehen. Doch was wäre ein Restaurant ohne kulinarische Köstlichkeiten? Darum begebe ich mich heute erstmalig -und diese Premiere hätte bestimmt keiner erwartet- in die Fußstapfen einer Restaurantkritikerin und versuche euch Gang für Gang näher zu bringen.

Kerstin und ich genossen ein köstliches 3-Gänge-Menü in Begleitung von leckerer Bio-Limonade und ließen Gang für Gang auf der Zunge zergehen. Besser kann man einen Mädelsabend wohl nicht verbringen. Wenn dann beide Mädels auch noch Bloggerinnen sind, ist die Euphorie besonders groß, denn bei keinem isst das Auge so sehr mit, wie bei Bloggerinnen, nicht wahr?

 

 

Die Vorspeise

Keine Restaurantkritik ohne Vorspeise! Darum habe ich mir standesgemäß eine vegetarische Vorspeise aus der Karte ausgewählt, um mich auf zwei weitere Gänge gebührend einzustimmen. Der Ziegenkäse war mild und leicht, außen knusprig, innen weich und saftig. Besonders gut hat mir die Kombination aus dem milden Ziegenkäse mit den bitteren Salaten geschmeckt, die sehr gut mit der leichten Säure der Vinaigrette harmonierten. Bei Dressings bin ich haglich, wie wir in Österreich so schön sagen, aber dieser Salat war super abgeschmeckt. Für eine Vorspeise war die Portion perfekt.

 

 

Der Hauptgang

Ich muss sagen, ein bisschen neidisch war ich schon auf Kerstins Burger. Noch mehr auf die Süßkartoffelpommes. Da ich aber nur mit dem Auge mitessen konnte, musste ich mich an dieser Stelle auf die kulinarische Meinung meiner Bloggerkollegin verlassen. Kerstin hat mir verraten, dass ihr der Hauptgang super geschmeckt hat. Die Falafel im Burger war gut gewürzt, knusprig und innen saftig. Gut fand sie auch die Kombination bestehend aus knusprigen und perfekt gesalzenen Süßkartoffelpommes mit der milden Guacamole. Der Neidpegel meinerseits stieg. Fast. Denn auch mein Hauptgang war super.

 

 

Wer mich kennt, der weiß, dass ich meistens Fisch bestelle, wenn ich auswärts essen gehe. Auch diesmal, denn von meinem alten Muster kann ich mich sehr schlecht trennen und wenn Oktopus auf der Karte steht, muss ich das Gericht einfach probieren. Fazit: Die Kombination aus Oktopus, der nebenbei erwähnt alles andere, als zäh war mit dem würzigem Avjar (auch als Gemüsekaviar bezeichnet) und dem frischen Ofengemüse hat ausgezeichnet geschmeckt. Die Portion hat absolut gepasst, denn ich war danach pappsatt, doch als Dessertmensch hat ein Dessert immer Platz bei mir.

 

 

Das Dessert

Eine unscheinbare Kugel aus weißer Schokolade, die sich nach einem Überguss aus warmer, flüssiger Zartbitterschokolade zu einem wahren Kunstwerk entfaltete. Miss Getaway wurde höchstpersönlich in den Schokoladenhimmel chauffiert. Man hat Kerstin angemerkt, dass sie sich schon das ganze Dinner über auf den krönenden Abschluss gefreut hat und krönend war dieser definitiv.

Serviert wird der Magic Chocolate Ball als Kugel, ohne zu wissen, was sich darunter verbirgt. Unser Kellner lüftete dabei schnell das Geheimnis, als er den weißen Schokoladenball mit dunkler Zartbitterschokoloade übergoss. Darunter versteckte sich Kuchen und Eis und diese Kombination hat Kerstin definitiv glücklich gestimmt.

 

 

Weniger schokoladig, dafür ebenso ein Träumchen war mein Dessert. Knusprig gebackener Apfelring mit Zimtzucker. Mehr braucht es nicht, um mich zufrieden zu stimmen. Das Rhabarberkompott war leicht säuerlich, harmonierte aber gut zum süßen Vanilletoffeeeis. Die perfekte Alternative für all jene, die Schokolade, genauso wie ich, eher weniger mögen und gerne zum fruchtigen Dessert greifen.

Aber auch ein altbewährter Klassiker findet sich auf der Dessertkarte: Tiramisu. Passend dazu kann man sein Dessert mit einem Gelben Muskatteller Eiswein begleiten lassen, aber als brave Autofahrerin trinke ich nichts, wenn ich vor dem Steuer sitze, obwohl es mich und das gebe ich offen und ehrlich zu, schon gereizt hat.

 

SpeisesaalSpeisesaal

 

Mein Fazit

Atemberaubendes Ambiente, freundliche Kellner, die bei Unentschlossenheit bezüglich der Speisewahl sofort beraten und absolut gelungenes Essen. Kerstin und ich hatten einen wunderschönen Aufenthalt im Speisesaal und darum kann ich euch das Restaurant aus vollstem Herzen weiterempfehlen. Ich weiß zumindest schon, wo ich meine Familie nach meiner Sponsionsfeier (Finger Crossed) zum Essen ausführen möchte. Ich plane eben gerne im Voraus und bin froh, dass ich ein weiteres, tolles Lokal in Graz kennenlernen durfte und aus meinem Studentenalltag, was die Kulinarik betrifft, für einen Tag ausbrechen konnte.

 


 

Restaurant Speisesaal

Grieskai 4-8
8020 Graz

Öffnungszeiten
Montag bis Sonntag: 06:30 – 01:00 Uhr

Reservierungen unter
+43 316 70660

E-Mail
info@hotelwiesler.com

Homepage Speisesaal

Homepage Grand Hotel Wiesler

 

 

Wer mehr über das Hotel Wiesler wissen möchte, insbesondere über die Zimmer und das Frühstücksangebot, der sollte nicht zögern und meiner lieben Kerstin einen Besuch abstatten. Auf Miss Getaway gibt es eine ausführliche Review zum Hotel mit wunderschönen Bildern.

 


 

Ein großes Dankeschön geht an das Grand Hotel Wiesler! Herzlichen Dank für die Einladung an Kerstin und mich, sowie für die schönen Stunden, die wir im Hotel verbringen durften.

 

Behind the Blogger Scenes

 

Blogger oder generell Menschen, die oft vor der Kamera stehen und für Fotos posieren, haben es manchmal nicht leicht. Beschränken wir uns jedoch diesmal ausschließlich auf uns Blogger. Um das perfekte Foto zu bekommen, hüpfen wir auch mal etwas leichter bekleidet im Schnee herum. Frostbeulen inklusive. Trotzdem -und das darf man bei dem ganzen Gejammere nicht vergessen- liebe ich das, was ich tue. Selbst wenn das heißt, mich mitten im Schlossgarten des Schloss Eggenbergs umzuziehen und das sogar bei Minusgraden.

Da insbesondere das Thema Fotografie auf meinem Blog bei euch sehr gut ankommt, dachte ich mir, dass es an der Zeit wäre, euch einen Blick hinter die Kulissen zu zeigen. Natürlich läuft es nicht immer gleich ab. Gerade wenn ich alleine dafür verantwortlich bin, den Blog zu visualisieren, sprich wenn ICH die Fotos machen muss, sieht das ganze Prozedere anders aus. Doch in Zusammenarbeit mit anderen Bloggern entstehen oftmals nette Kooperationen, die auch einen wunderschönen gemeinsamen Tag mit sich bringen.

 

 

Behind the Blogger Scenes

Wie Blogger Kooperationen bei mir ablaufen

Generell gilt: Die besten Zusammenarbeiten mit meinen Bloggerkolleginnen entstehen immer beim Essen, bei einem Kaffee oder gar bei beidem. Dieses Mal habe ich mich mit Christina von Christina Waitforit und Nicole von Grazermadl getroffen. Und wo hat dieser spannende Shootingtag begonnen? Natürlich bei einem entspannten Frühstück im Grazer Hipsterlokal, dem Kunsthauscafé. Bevor ich mich an meine Bloggerarbeiten mache, ist es mir immer wichtig, vorher noch einmal den Kopf freizubekommen. Nur sieht das in der Realität, sprich wenn ich mich alleine um meine Postings kümmere, oftmals nicht so fancy aus, wie bei den Treffen mit der Grazer Bloggerszene. Ein Kaffee ist jedoch trotzdem immer drin, den ich dann in Ruhe an meinem Schreibtisch trinke. Währenddessen lasse ich mir immer noch einmal das Konzept des kommenden Posts durch den Kopf gehen, wie ich dieses und jenes am besten gestalte, wie die Texte aussehen sollen und welche Bilder dazu passen würden. That’s it.

Bei einem Bloggermeeting stand bis jetzt noch nicht das reine Brainstorming im Fokus. Meistens ging es eher darum, uns gegenseitig zu inspirieren und auszutauschen. So ist die ganze Bloggerszene Thema Nummer 1 und durch unsere Gespräche nehmen wir für uns selbst auch oftmals viel mit, beispielsweise was gut funktioniert, was wir besser machen können und welche Tipps und Tricks uns weiterbringen würden. Darum kann ich euch gemeinsame Zusammenarbeiten mit Bloggerinnen nur ans Herz legen. Glaubt mir, so wird das Bloggen zu einer richtigen Erfüllung. Konkurrenzkampf bringt sich nichts, aber das wissen wir inzwischen auch aus einigen älteren Postings von mir, nicht wahr?

 

Wie laufen Bloggershootings ab?

Wenn ich weiß, dass bei diversen Bloggertreffen ein Fotoshooting ansteht bzw. wir uns aus diesem Grund treffen, mache ich mir immer im Vorfeld Gedanken über das Wo und Wie. Ich bin bestimmt keine „Fotografin“, die gute Anweisungen bezüglich des Posings oder Gesichtsausdruckes geben kann, doch die Wahl der perfekten Location ist bereits die halbe Miete. Wenn es um die passende Location geht, kann man in Graz sowieso nicht viel falsch machen. Außer man stellt sich mitten auf eine grüne Wiese im Stadtpark, sodass nur noch grün, grün und nochmals grün im Hintergrund ist.

Dieses Mal entschieden wir uns übrigens für das Schloss Eggenberg, welches sich eher außerhalb der Innenstadt befindet. Soll ich euch nun den größten Blogger Struggle im Winter verraten? Wer selbst bloggt und öfters mal vor der Kamera posiert, weiß natürlich, was mitunter einer der größten Blogger Struggles im Winter ist: Die Kälte! Schlimmer als das fehlende Licht. Selbstverständlich ist die Kälte kein großes Problem, wenn man immer warm eingepackt ist, aber wer so wie ich gerne unterschiedliche Bilder haben möchte, will nicht ständig ein und dieselbe Jacke tragen.

Ich besitze insgesamt ganze 2 (!) Winterjacken bzw. -mäntel. Für mich selbst völlig ausreichend. Jedoch wird mir dadurch immer die Individualität auf den Bilder genommen. Nachdem mein roter Parka zum x-ten Mal zu sehen war, hatte ich mich schnell satt gesehen und fand meine Bilder mega langweilig. Das bedeutet, dass ich auch einmal „leichter“ bekleidet vor der Kamera stehe und mich gegebenenfalls auch bei Minusgraden umziehe. Brr.

 

 

Tipps für Bloggershootings im Winter

  • Packt euch am besten eine Thermoskanne mit Ingwertee ein, denn der wärmt. Und das sagt auch das Grazermadl. (Siehe Video)
  • Zieht euch warme Unterwäsche an und wenn ihr in Hosen oder Jeans shooten solltet, am besten auch ein Paar dicke Wollstrumpfhosen!!!

  • Schnee ist der beste Reflektor. Auch wenn das klappernde Zähne und kalte Hände/Füße bedeutet.
  • Nutzt im Winter jeden wärmeren, sonnigen Tag aus, um mehrere Outfits zu shooten. Wobei: nehmt am Besten immer mehrere Outfits zum shooten mit. Oft entdeckt man spontan mehrere verschiedene Locations. So erging es mir auch an diesem Tag. 4 verschiedene Locationmöglichkeiten, jedoch nur 1 Outfit. Oje, das ging daneben!

Die ersten Eindrücke von den Ergebnisses unsers Shootings möchte ich euch nicht vorenthalten. Mehr Bilder von mir im Schnee gibt es in einen der kommenden Postings zu sehen. Wenn ihr weitere Einblicke hinter die Kulissen wollt, schaut unbedingt -HIER- mein neues YouTube Video an.