Vegane Schokolade: Meet iChoc!

Vegane Schokolade

Meet iChoc

Obwohl ich keine Veganerin bin, finde ich vegane Ernährung höchst interessant und ansprechend. Niemanden von uns schadet es, sich ab und an einen ganzen Tag lang vollkommen vegan zu ernähren. Für mich persönlich wäre eine permanent vegane Ernährung zwar keine Option, aber einmal in der Woche nutze ich den Tag doch gerne dafür, mich ausschließlich vegan zu ernähren. Ja, da bleibt sogar die „Lait“ im Café Au Lait weg und wird durch eine pflanzliche Alternative ersetzt. Favoriten: (Vanille)-Soja-, Cashew-, Macadamia- und Haselnussdrink. 

 

Schokolade iChoc

 

Vegane Schokolade

Ist das überhaupt richtige Schokolade?

Mittlerweile gibt es zu herkömmlichen Lebensmittel zahlreiche vegane Alternativen. Mozzarella wird zu Mozzarisella, Faschierte Laibchen (Buletten, Frikadellen…) werden durch Sojabratlinge ersetzt und aus Vollmilchschokolade wird vegane Schokolade. Nur – wie schmeckt vegane Schokolade? Kann man sie mit dem Geschmack „richtiger“ Schokolade vergleichen? Schmeckt das überhaupt? Und die wichtigste Frage für alle Schokotiger: Ist vegane Schokolade eine geschmacklich gute Alternative zu herkömmlicher Schokolade? Oder würde man seine geliebte Vollmilchschokolade trotzdem vermissen? 

Vegane Alternativen haben sich über die Jahre hinweg weitgehend etabliert. Sojabratlinge und -granulate schmecken mir persönlich genauso gut. Ich habe auch nicht das Gefühl, das Fleisch oder den Geschmack zu vermissen. Der Mozzarisella hingegen gefiel mir weniger gut. Ergo: für Fleisch gibt es gute Alternativen, aber auf Milchprodukte kann und will ich nicht vollkommen verzichten. Das heißt aber nicht, dass ich andere Milchersatzprodukte auf Soja- oder anderer pflanzlicher Basis nicht auch mag. Nur mir würde eben etwas fehlen. Wie sieht es hier mit Schokolade aus? 

Die meisten Schokoladen sind vegetarisch, weil ein Milchprodukt, aber nicht vegan. Ich finde es wirklich schwierig, Milchprodukte gegen pflanzlichen Alternativen zu ersetzen. Meiner Meinung nach ist das bisher nur bei Margarine gelungen, alles andere würde ich auf Dauer vermissen. Schokolade esse ich zwar sehr selten, dennoch muss sie manchmal sein. Darum war ich neugierig. Ich wollte wissen, ob vegane Schokolade eine gute Alternative ist. 

Zwei Sorten weiße Schokolade und eine dunkle Trinkschokolade wurden in meinem Geschmackstest einbezogen. Die Schokoladen entstammen aus dem Hause iChocsowie von Vivani. 

 

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Feel Free

iChoc und Vivani

Bevor ich euch das Ergebnis meiner Verkostung präsentiere, möchte ich euch die Unternehmen vorstellen, die hinter diesen Produkten stehen: iChoc und Vivani. 

 

iChoc

iChoc vertritt genau jene Philosophie, die eine vegane Ernährung so attraktiv machen: Vegane Genießer sollen nicht länger verzichten! Ich sehe das vollkommen genauso, denn warum sollten Veganer in Geschmack einbüßen, obwohl sie eine Lebensweise gewählt haben, die für Moral und Nachhaltigkeit steht? Darum bestand die Grundidee darin, dass der Markt pflanzliche Schokolade benötigt, die sich geschmacklich nicht oder kaum von herkömmlicher Milchschokolade unterscheidet. Natürlich gibt es dunkle Schokoladewelche ohne tierische Produkte auskommt, nur diese überzeugt nicht jeden Geschmack. Darum will iChoc Alternativen aufzeigen – köstliche Alternativen!

 

Schokolade ist ein gutes Stück Lebensqualität

 

iChoc möchte sich von dem herkömmlichen veganen Schokoladensortiment abheben. Darum spezialisiert sich das Unternehmen auf „Milchschokolade“ – nur eben in der veganen Variante. Vergessen sind die Zeiten der Bitterschokolade. iChoc bringt Veganern die heißgeliebte „Milch“-Schokolade zurück und verzichtet dabei voll und ganz auf tierische Zutaten.

 

Vivani

Die Produkte von Vivani sind zwar nicht vollkommen vegan, aber das vegane Sortiment ist breitgefächert. Anders als iChoc versucht Vivani nicht ausschließlich das „Milchschokoladenthema“ aufzugreifen, sondern bietet auch Bitterschokolade an. Obwohl das Sortiment nicht zu 100% vegan ist, ist es zu 100% biologisch. Der Beitrag zum Erhalt einer gesunden Landwirtschaft in den Ländern, aus denen die Schokoladenrohstoffe stammen, hat für das Unternehmen oberste Priorität. Kontrollierter biologischer Anbau stellen das A und O dar. Aufgrund dessen, dass schädliche Agrochemie vermieden wird, steigen die Rohstoffpreise, was wiederum eine bessere Entlohnung und eine Steigerung des Lebensstandards der Produzenten in den Ursprungsländern zur Folge hat.

 

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iChoc White Vanilla

Die Farbe

Vegane weiße Schokolade? Eine Rarität. Ich war neugierig, habe aber versucht, meine Erwartungen nicht allzu hoch zu schrauben. Ich war nicht nur auf den Geschmack gespannt, sondern auch, wie sie aussieht. Vorweg: vegane weiße Schokolade unterscheidet sich farblich etwas von herkömmlicher weißer Schokolade. Sie ist etwas dunkler und nicht ganz so butterfarbenwie weiße Schokolade aus Kuhmilch. Das tut der Optik allerdings keinen Abbruch – die Unterschiede sind zudem nur minimal. Auf dem Foto unten unterscheidet sie sich optisch gar nicht.

 

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Wie schmeckt’s?

Konsistenz und Geschmack

Die Konsistenz ist vollkommen identisch zu herkömmlicher weißer Schokolade und auch beim Reinbeißen ist sie genauso knackig. Wie sie wohl schmeckt? Ausgezeichnet! Ich konnte in der Tat keinen großen Unterschied zu normaler weißen Schokolade erkennen – lediglich die Süße hält sich mehr im Hintergrund. Die Vanillenote sticht dezent hervor und macht die Schokolade richtig lecker. Fazit: Definitiv eine gelungene Alternative! Pluspunkt: Ich finde, die vertraute weiße Schokolade aus Kuhmilch bewirkt nach ein paar Stückchen ein leichtes Kratzen im Hals. Wenngleich sie meine Lieblingssorte ist, mag ich die kleine „Nebenwirkung“ selbstverständlich nicht so gerne. Dieser kleine „Effekt“ blieb bei der veganen weißen Schokolade tatsächlich aus.

 

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Was ist drin?

Inhaltsstoffe und Verpackung

Wenn edelstes Gewürz auf zarte weiße Reisdrink-Schokolade trifft, dann schmeckt man die Leichtigkeit des Seins. Null Aromen, dafür 100% echte Bourbon-Vanille – so ist der vegane Schokoladentraum vollkommen.

Drin ist: Roh-Rohrzucker, Kakaobutter, Reisdrinkpulver, Sonnenblumenöl, Salz, Erdmantelgrieß, Bourbon Vanilleschoten (gemahlen) – alle Zutaten entstammen aus kontrolliert biologischem Anbau.

Die Verpackung besteht aus FSC-zertifizierter Faltschachtel aus Pappe. Die Schokolade selbst (80 Gramm) ist in kompostierbare NatureFlex-Folie eingewickelt.

 

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iChoc White Nougat Crisp

Die Farbe

Das erste Erscheinungsbild lässt wohl keine weiße Schokolade vermuten. Die White Nougat Crisp kommt in einem karmellfärbigen Kleid daher. Vermutlich kommt die Farbe von den Haselnüssen, da die Schokolade zu 23 % aus Haselnussmark besteht. Trotzdem steckt weiße Schokolade dahinter.

 

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Wie schmeckt’s?

Konsistenz und Geschmack

Anders als die White Vanilla Schokolade, ist die Nougatschokolade zart-schmelzender. Sie ist nicht ganz so knackig, wie die andere Schokolade, aber dafür noch leckerer. Das Haselnusskrokant macht das Geschmackserlebnis zur puren Explosion und ich war begeistert von dieser Schokolade – und das sage ich nicht, weil mir die Schokolade zur Verfügung gestellt wurde. Der Nougatgeschmack sticht stark hervor und schmeckt wie normaler Nougat. Wahnsinnig lecker. Nougat aus Kuhmilch würde man gar nicht vermissen, denn der Geschmack gleicht sich 1:1. Unglaublich, dass diese Schokolade vegan ist. Man schmeckt keinen Unterschied. 

 

Was ist drin?

Inhaltsstoffe und Verpackung

Das Beste von Mutter Erde trifft auf himmlische Cremigkeit. Zartester weißer Haselnussnougat entführt in einem geschmacklichen Höhenflug, feinste Krokantstückchen erden mit zuckersüßer Raffinesse. Ist der Traum tatsächlich schon nach 80 g vorbei?

Drin ist: Roh-Rohrzucker, Haselnussmark, Kakaobutter, Reisdrinkpulver, Sonnenblumenöl, Salz, Haselnüsse, Mais-Glukosesirup, Karamellsirup, Bourbon Vanilleextrakt – natürlich auch alles Bio. Die Verpackung ist die Gleiche, wie bei der White Vanilla Schokolade, nur anders designed.

 

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Vivani Hot Chocolate

Trinkschokolade pur aus Feiner Bitter Schokolade

Cremiger Trinkgenuss aus echter Schokolade. Fein geraspelte Bitter Schokostückchen, die nur darauf warten, sich in heißer Milch aufzulösen und aufgeschäumt ein unvergessliches Geschmackserlebnis zu bereiten.

Bitterschokolade und ich? In Tafelform sind wir keine großen Freunde, auch beim Kuchenbacken verwende ich lieber Vollmilchschokolade, als Kochschokolade, aber ich wollte der Vivani Hot Chocolate eine Chance geben, denn sie klang vielversprechend. Vielleicht würde ich dunkle Schokolade ja als Trinkschokolade mögen. Das musste ich ausprobieren.

Ihr kennt Trinkkakao. Meistens wird er in komischer Pulverform verkauft, aber in dieser Dose befinden sich optisch ansprechende Schokospäne – selbstverständlich vegan.

Was bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts in europäischen Adelskreisen als gesellschaftliches Ereignis zelebriert wurde (wenn gleich noch aus nur zerriebenen Kakaobohnen), hat sich inzwischen wieder als Trend durchgesetzt.

Die feinen Schoko-Stückchen sind auch als Müslizutat oder zum Garnieren von Torten und Desserts attraktiv.

 

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Wie schmeckt’s?

Der Geschmack

Wie bereits erwähnt zählt Bitterschokolade nicht zu meiner Lieblingsschokolade. Ich mag es eben süß – wenn schon, denn schon. Bitterschokolade esse ich praktisch nie, höchstens Marzipan, welches mit Bitterschokolade überzogen ist, aber eine Tafel würde ich mir nicht kaufen. Der große Vorteil bei dieser Trinkschokolade liegt jedoch darin, dass man die Menge wunderbar dosieren kann. Aufgelöst habe ich die Trinkschokolade beim ersten Versuch übrigens in Milch, somit war der Drink nicht mehr vegan.

Dadurch, dass ich nur ganz wenig Bitterschokolade aufgelöst habe, hat mir die Trinkschokolade gut geschmeckt. Insgesamt waren es zwei Teelöffel. Das hat mir vollkommen gereicht – schokoladiger hätte ich es nicht haben wollen.

Fazit: Ich bleibe trotzdem lieber bei heller Schokolade, aber für Bitterschokoladenliebhaber ist die Trinkschokolade genau das richtige Essential für den Winter. Weil sie kein Pulver ist, kann man sie in kalter Milch nicht auflösen, darum muss man die Milch zuerst immer erwärmen, auch wenn man einmal eine kalte Trinkschokolade haben möchte. Dafür ist sie vollmundiger und definitiv besser, als das Pulver.

 

Ist vegane Schokolade nun eine Alternative?

Voll und ganz! iChoc ist der Clou mit der veganen „Milch“-Schokolade erstklassig gelungen. Endlich müssen Veganer nicht mehr auf den puren Schokoladengenuss verzichten. Selbst allen Nicht-Veganern würde ich empfehlen, die Schokolade zu probieren. Ihr werdet überrascht sein.

*PR Sample

Vielen Dank an Alexander für die Produkte 

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11 Comments

  1. Also ich finde die Schokolade sieht allein schon viel leckerer aus, als die Standard-Schokolade, welche man im Supermarkt kauft. Probieren würde ich sie auch mal ganz gerne. Ich halte auch nichts von veganer Ernährung, esse aber auch Fleisch und könnte kaum auf Milchprodukte verzichten. Ich glaube mit er richtigen Einstellung und genügend Kleingeld lässt sich so eine Ernährungsweise aber gut integrieren.

    Liebe Grüße Kristina von KDSecret
    PS: Momentan gibt es auf meinem Blog ein Case zu gewinnen.

    • Finde ich auch, weil sie irgendwie natürlicher aussieht, als die Standardschoko 🙂
      Ich finde auch, dass man Fleisch essen soll, wenn man es mag und wenn man einem schmeckt. Jeder soll die Ernährungsweise wählen, die für einem die richtige ist 🙂 ich versteh dich, auf Milchprodukte kann und will ich auch nicht verzichten 🙂

      Da hast du Recht 🙂

      Liebste Grüße
      Lisa

    • Unbedingt. Sie schmeckt wirklich super. Aber vielleicht auch, weil Vanille drin ist und ich echt ein Vanillesuchti bin :)… also trau dich drüber, du wirst sie lieben 🙂
      Noch viel Spaß in New York 🙂

  2. Fabelhaft, mit wie viel Liebe du immer deine Beiträge verfasst, ich bin total begeistert!
    Vegane Schokolade ist wirklich etwas Tolles! Ich bin zwar keine Veganerin, aber ich freue mich sehr, dass sich die Lebensmittelindustrie endlich an die Bedürfnisse anpasst 🙂

    Liebste Grüße,
    Julia

    • Oh, danke, meine Liebe 🙂 Es freut mich, dass dir meine Beiträge so gut gefallen. Das bedeutet mir wirklich wahnsinnig viel 🙂
      Ja, da hast du Recht, das finde ich auch toll 🙂

      Liebste Grüße
      Lisa :-*

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