Weingut Fiegl in Oslavia/Italy

Weingut Fiegl

Fiegl viticoltori a Oslavia

Huch! Heute ist es tatsächlich soweit. Mit dem Weingut Fiegl in Oslavia enden meine Postings zu meiner Triestreise. Danach wird ein bisschen weniger Travelling auf dem Blog einkehren. Wobei – in drei Wochen geht es endlich nach Prag. 

Heute stelle ich euch den Abschluss unseres kleinen Ausfluges vor. Bevor es nach Hause in die wunderschöne Steiermark ging, machten wir einen kurzen Abstecher nach Oslavia. Dort erwartete uns eine Besichtigung über das Gelände des Weingutes Fiegl, welche mit einer Weinverkostung abgerundet wurde.

 

Weingut Fiegl

 

Oslavia – Strada del vino e delle ciliegie

Die Straße des Weins und der Kirschen

Bevor ich zum lustigen und spannenden Teil dieses Posts übergehe, nämlich der feuchtfröhlichen Sauferei, äh, ich meine natürlich der Verkostung, kann ich alte Geographin es einfach nicht lassen, ein bisschen über die topographische Lage Oslavias zu plaudern und euch ein paar Hintergrundinformationen über das Grenzgebiet zu liefern.

Oslavia gehört politisch gesehen noch zu Italien, liegt aber direkt an der Grenze zu Slowenien. Das Gebiet befindet sich in geringer Entfernung zu den Julischen Alpen und der Adria. Die ehrenwerte Bezeichnung als „Straße des Weines und der Kirschen“ hat Oslavia nicht von ungefähr. Das Gebiet ist nicht nur für den hervorragenden Wein bekannt, sondern auch für die Kirschen. Inmitten von zahlreichen Weingärten und Rebstockzeilen haben sich insgesamt sieben Weingüter in diesem wunderschönen Gebiet angesiedelt. Das Weingut Fiegl ist eines davon.

Der Wein Oslavias zählt zu den besten Weinen der Welt. Heute kann man ihn in den besten Restaurants der Welt trinken.

 

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Winery Fiegl

Italy at its finest!

Die Wurzeln der Winzerfamilie Fiegl lassen sich bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen. Bis heute ist das Unternehmen in Familienbesitz. Die Philosophie des Weingutes lautet: Das Wesen ihrer Region in ein Glas Wein zu übertragen. Und das ist der Winzerfamilie definitiv gelungen.

Ich bin keine Weinexpertin und bis zu meiner Alterung am 11. November habe ich eine kleine Challenge am Laufen, nichts zu trinken, aber für ein Gläschen Wein bin ich immer offen und zumindest kann ich guten Wein von einem Fusel unterscheiden. Das habe ich meiner schulischen Ausbildung zu verdanken, denn in der vorletzten Klasse gab es die eine oder andere Weinverkostung im Unterricht (ja, wirklich!). An dieser Stelle also Danke an meine alte Schule, dass sie meine Geschmacksknospen hinsichtlich des Weines so hervorragend geschult hat.

 

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Die Besichtigung

Nach unserer Ankunft am Weinberg, wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe bekam eine deutschsprachige Führung, während die andere, vorzugsweise mit Personen, die der Sprache mächtig waren, an einer englischsprachige Führung teilnahmen. Zu dieser Fraktion gehörte auch ich. Leider habe ich persönlich nicht so viele Informationen mitnehmen können, da ich als persönliche Reisegruppenfotografin und -filmerin fleißig mit fotografieren und aufnehmen beschäftigt war.

Wir wurden durch die Räumlichkeiten geleitet. Uns wurde unter anderem der Weinkeller voller Barriquefässer gezeigt. Somit konnten wir hautnah sehen, wie und wie lange ein bestimmter Wein gelagert wird.

Im Anschluss der Besichtigung folgte eine kleine Weinverkostung, für die liebevoll gedeckt und aufgetischt wurde. Als kleiner Happen standen Salami- und Käseplatten, sowie Weißbrot bereit. Zum Neutralisieren der Geschmacksknospen gab es jede Menge stilles und prickelndes Mineralwasser. 

 

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Die Weine

Uns wurden zahlreiche Weine serviert. Ich schätze, es war wirklich jeder Wein dabei, den das Sortiment hergab. Ich selbst beschränkte mich nur auf eine kleine Auswahl, somit wirklich nur auf Weine, die ich mochte bzw. mögen könnte. Darum habe ich beispielsweise den „Sauvignon Blanc“ abgelehnt. Einer der Weine, den ich neben säuerlichen Weinen, wie Welschriesling oder Veltliner, einfach nicht trinken kann. Dafür habe ich den „Pinot Grigio del Collio“ probiert, da ich Grauburgunder allgemein sehr mag, sowie den „Chardonnay del Collio“, obwohl ich ansonsten keinen Morillon (andere Bezeichnung für Chardonnay) trinke. Mit dem Chardonnay konnte ich mich, wie ich es bereits vermutete, nicht viel anfangen. Jedoch hat er den anderen sehr gut geschmeckt, darum dürfte es sich wohl um einen guten Wein handeln. Er wurde von der Reisegruppe im Übrigen auch fleißig gekauft. Der Pinot Grigio hingegen hat mir ausgezeichnet geschmeckt.

Auch Rotweine wurden serviert, doch von diesen distanziere ich mich lieber. Bei Rotweinen bin ich immer sehr heikel. Ab und zu trinke ich ihn schon, aber ich mag auch hier nur sehr wenige Sorten. Dafür wurde mein Wunsch nach einem Dessertwein erfüllt. Mit dem „Meja“ habe ich ein gutes Tröpfchen gefunden, der mir auf Anhieb sehr gut gefallen hat. Darum habe ich mir auch eine Flasche gekauft. Mit 15 Euro war dieser Wein auch gar nicht so teuer, wenn man bedenkt, dass es sich um eine Spätlese handelt.

Spätlesen haben den Vorteil, dass sie nach dem Öffnen länger halten, als andere Weine. Die Flasche mag zwar etwas klein aussehen, aber dadurch, dass der Dessertwein sehr süß ist, kann man davon auch nicht allzu viel trinken.  

 

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Fazit

Mir hat dieser kleine Abstecher sehr gut gefallen. Ich kann das Weingut Fiegl wirklich jedem empfehlen, der gerne Wein trinkt. Mehr Informationen zum Weingut und zu den Produkten findet ihr -HIER-Was mir noch gut gefallen hat, waren die vielen anderen Früchte, die gerade dabei waren, zu reifen. So gab es am Weinberg neben Weinreben auch Khaki- und Feigenbäumen. Habt ihr schon einmal eine selbstgepflückte, frische Feige gegessen? Nein? Ihr wisst gar nicht, was ihr verpasst. Ein Traum! 

Ich selbst warte jetzt nur noch auf die passende Gelegenheit, mein Fläschchen „Meja“ zu öffnen und kann es kaum noch erwarten.

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10 Comments

    • Vielleicht bist du ja mal in der Gegend. Dann kann ich dir das Weingut nur empfehlen. Ansonsten bist du herzlich dazu eingeladen, mich mal in der Steiermark zu besuchen, denn da gibts ja Wein und Gutshöfe in Hülle und Fülle 🙂 Bei uns gibt es im Übrigen auch zweimal in Jahr ein größeres Weinevent. Das nächste ist schon am 4. November 🙂

      Liebst
      Lisa

  1. Da ich kein Wein mag, ist es wohl nicht mein Reiseziel Nummer 1. Die Bilder sind aber mal wieder wundervoll geworden. Ich glaube ich benötige Mal einen Workshop bei dir 🙂

    Liebe Grüße Kristina von KDSecret

    PS: Momentan gibt es auf meinem Blog ein Case zu gewinnen.

    • Hallo Tina!

      Vielen lieben Dank für deinen Kommentar 🙂

      Ich kann dir einen Besuch auf einem Weingut nur empfehlen 🙂 Wirklich toll dort 🙂

      Liebste Grüße
      Lisa

  2. Hallo Lisa,

    danke, danke, danke für all deine lieben Kommentare auf meinem Blog, du hast mir mal wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert! So viele lieben Worte, da muss ich aufpassen, dass ich nicht total abhebe 😉
    Deine Bilder sind übrigens super schön und machen total Lust auf’s Reisen! Leider ist mein nächster Urlaub noch nicht ganz in Aussicht und ich muss erst einmal träumen.

    Allerliebste Grüße,
    Julia

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