5 Dinge, die ich über Fotografie gelernt habe

5 Dinge, die ich über Fotografie gelernt habe

Vor 24 Jahren habe ich mein erstes Foto gemacht. Seitdem habe ich eine ganze Menge über Fotografie gelernt.

Your first 10,000 photographs are your worst!

Über Fotografie kann ich jede Menge erzählen. Bereits in der Kindheit hat mich Fotografie fasziniert. Mein erstes Foto entstand, als ich vier Jahre alt war. Inzwischen ist viel Zeit vergangen. Fotografie wurde mir quasi in die Wiege gelegt – zumindest was den Hobbyaspekt betrifft. Meine Mutter und mein Onkel waren leidenschaftliche Fotografen. Mit vier Jahren durfte ich die analoge Kamera meiner Mutter in den Kindergarten mitnehmen. Schon damals habe ich gerne getüftelt und ausprobiert. Auch mit kameraunfreundlichen Experimenten. Dass man eine Kamera nicht unter fließendes Wasser hält, um sie zu reinigen, war einer meiner ersten technischen Fakten, die ich über Fotografie lernte. Inzwischen reinige ich meine Kameras fachgerecht und hatte seitdem keinen Wasserschaden mehr zu beklagen. 

Aber nicht nur dieses Erlebnis führte zu mehr Erkenntnissen und Know-How. Mit der Zeit sammelt man immer mehr Erfahrungen über Fotografie. Fünf lehrreiche Dinge, die ich über Fotografie gelernt habe, möchte ich euch nicht vorenthalten.

Dein Equipment sagt nichts über dein Talent aus

Fotografie ist beides: Talent und Lernprozess. Die gute Nachricht: das technische Handwerk kann man lernen. Die schlechte: das Auge dafür hat man oder nicht. Ich erlebe es immer noch, dass viele der Meinung sind, mit einem teuren Equipment macht man automatisch gute Fotos. Stimmt nicht! Ich besaß Kameras in jeder erdenklicher Form und verschiedenen Preisklassen. Sofortbild, Analog, Digital, DSLR und natürlich mein Smartphone. Auch mit einem preiswerteren Equipment können aufregende Bildkompositionen entstehen. Und mit einem teuren schlechte. Ich habe schon Menschen meine DSLR in die Hand gedrückt, um dann enttäuscht zu resignieren, weil die Aufnahmen einfach … na ja waren. Im Übrigen drücke ich heute nur noch sehr wenigen Leuten meine Kamera in die Hand. 

Du brauchst keine Special Backgrounds & Fancy Orte für coole Bilder

Bleiben wir noch ein bisschen beim „Auge für die Fotografie.“ Das mit den Locations ist immer so eine Sache. Okay, ich gebe zu: ein weißer Sandstrand auf den Malediven macht die Arbeit leichter. Ja, es ist einfacher, wenn du unter Palmen stehst und im Hintergrund der türksfarbene indischen Ozeans glitzert. Wenn du gerade, mit einer Hibiskusblüte im Haar, eine frisch aufgeknackte Kokosnuss schlürfst. Storytelling super leicht gemacht. Da kann dein Industriegebiet oder die einödige Pampa nicht mithalten? Wrong! Es ist egal, wo du bist und welche Locations dir zur Verfügung stehen. Tolle Bilder entstehen praktisch mit jeder Location. Paige Arminata schafft es zum Beispiel auch, vor einer Garage und mit der Biomülltonne ein cooles Bild zu kreieren. Ich kann es aber verstehen, wenn einem einmal die Muse fehlt und es schwerfällt, aus einer langweiligen Location ein fantastisches Bild zu kreieren.

Schwarz Weiß rettet fast jedes Foto

Dass der Schwarz-Weiß-Effekt jedes Bild rettet, würde ich so nicht unterschreiben. Aber eine Bearbeitung in Schwarz-Weiß hat trotzdem die Power, so manches Foto doch noch zu retten. Poste ich ein Black and White Bild, kann man sich sicher sein, dass ich das Foto an und für sich mag, es mir aber in Farbe nicht so gut gefiel und ich es mit einem BW-Filter retten wollte. Außerdem ist Schwarz-Weiß alles andere als langweilig. Im Gegenteil: manchmal holt schwarz weiß sogar mehr bzw. das gewisse Etwas aus einem Bild heraus.

Jede/r, die/der fotografiert hat ihren/seinen eigenen Stil

Einen Fotografen darf man nicht ins Handwerk pfuschen. Das habe ich schon gelernt. Inzwischen verstehe ich, dass jeder Fotograf bzw. jede Fotografin eine eigene Bildsprache hat. Die eigene Signatur sozusagen, die quasi auch in den Bildern drin sein sollte. Das beginnt bei der Bildkomposition und endet beim Editing. Ich muss sagen, es fällt mir heute noch total schwer, meine unbearbeiteten Bilder herzugeben, damit sie jemand anderes bearbeitet, aber gerade wenn es um einen Instagramfeed geht, möchte man dem Accountbesitzer nicht reingrätschen. Schließlich hat auch die Bildbearbeitung viel mit dem eigenen Branding zu tun. Schwieriger wird es jedoch bei der Bildkomposition. Auf diesem Gebiet muss man sich entweder gut kennen oder schon ein eingespieltes Team sein, um Bilder von anderen genau nach deren Vorstellungskraft zu shooten. Darum shoote ich auch gerne mit Personen, die mit dem Influencer-/Blogger-Dasein wenig am Hut haben oder generell Situationen und Stillleben. Da bringt man seine persönliche Note noch am besten mit rein.

Nichtsdestotrotz bin ich froh, dass ich einige Mädels an meiner Seite habe, die das gleiche machen wie ich und mit denen ich mich schon zum perfekten Team eingespielt habe. Wir wissen gegenseitig genau, was wir wollen, können dabei auch gleichzeitig auch unsere eigene Signatur und Ideen miteinbringen.

Mit Automatik fotografieren ist knipsen

Natürlich habe ich am Anfang auch im AUTO-Modus fotografiert, bis ich dann zum A-Modus (Zeitautomatik) wechselte und letztendlich bin ich beim M-Modus gelandet. Der M-Modus ist der manuelle Modus, bei dem man die meiste Kontrolle über die Kamera hat, aber natürlich auch mit Know-How glänzen muss. Außerdem ist der M-Modus mit der meisten Arbeit verbunden. Allerdings lohnt es sich, sich mit der Kamera auseinanderzusetzen.

Ich muss jedoch zugeben, wenn ich mit Kerstins Canon fotografiere, dann mache ich das nicht im M-Modus. Ich habe mich mit Canon nie beschäftigt und weiß einfach nicht, wo die ISO, die Blende und die Belichtungszeit eingestellt wird. Aber das Grundprinzip verstehe ich, weswegen ich auch manuell fotografieren kann. Natürlich habe ich auch mal Tage, wo es nicht auf Anhieb klappt und setze dann auf den A-Modus, aber das kommt nur sehr selten vor.

Auch den Freunden, die mit meiner Kamera Fotos von mir machen, beherrschen den M-Modus. Ich habe ihnen gezeigt, wie es funktioniert und auch sie werden jedes Mal aufs Neue besser.

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