10 Fehler, die ich als Bloggerin gemacht habe

Blogger Stories

10 Fehler, die ich als Bloggerin gemacht habe

Seit über 7 Jahren bin ich Bloggerin. Ein langer Zeitraum, der vor allem Platz für Entwicklung lässt. Besonders am Anfang habe ich genügend Fehler gemacht. Allen voran als die ersten Kooperationsanfragen eintrudelten. Heute möchte ich euch von meinen 10 Fehlern als Bloggerin berichten - mit der kurzen Sidenote, dass ich auch jetzt bestimmt noch den einen oder anderen Fehler mache. Letztendlich bin ich ja auch nur ein Mensch.

Quantität vor Qualität

Gerade zu Bloggerbeginn ist die Euphorie groß. Man möchte posten was das Zeug hält. Ich habe im Grunde genommen über jeden Mist einen Beitrag gemacht. Über diverse Lebensmittelneuheiten, Hauls bis hin zu seltsamen Kauderwelsch. Hauptsache präsent sein.

Heute: Ich mache mir Gedanken, ob der Blogbeitrag auch einen Mehrwert für euch hat. Zwar gibt es auch mal persönliche Gedanken, die vielleicht keinen Informationscharakter haben, aber ich überlege mir ganz genau, was ich poste. Die Frequenz meiner Beiträge hat abgenommen. Aus zwei Gründe: eben dieser Mehrwertaspekt und auf der anderen Seite sind Blogs seit der Instagramrevolution nicht mehr so populär, was ich schade finde.

Kooperationen über Kooperationen

Die ersten Kooperationsanfragen trieben mich in einen wahren Euphorierausch. Zwar hatte ich mit Westwing einen starken Partner bei meiner ersten Kooperation, aber ansonsten habe ich auch mit anderen Firmen kooperiert, die überhaupt nicht zu mir gepasst haben. Ich fands halt einfach „cool“, Kooperationen zu haben.

Heute: Ich nehme nicht mehr alles an, sondern nur Partner, die zu mir passen und hinter denen ich zu 100% stehe.

Fehler Anfängerfehler Blogposts Herbstkorb

Ich habe mich unter meinem Wert verkauft

Ein Problem, welches auch heute in der Bloggerwelt weiterhin präsent ist: sich unter dem Wert zu verkaufen. Dienstleistungen sind teuer und sollten auch dementsprechend vergütet werden. Früher habe ich auch Kooperationen gemacht, die nicht angemessen bezahlt oder nur mit Produkten vergütet wurden. Ich kann nur jedem raten, sich nie unter dem Wert zu verkaufen. Reichweite ist ein wichtiger Indikator zur Preisermittlung. Logischer Schluss: je höher die Reichweite, desto mehr kann man verlangen. Stimmt! ABER: neben all der Statistik sollte man nie vergessen, dass hinter einem Posting auch viel Arbeit steckt. Und Arbeit kostet (genauso wie Spesen).

Heute: Weiß ich ganz genau, was meine Leistung wert ist. Bei jeder Kooperationsverhandlung gehe ich offen damit um, woraus sich mein Preis zusammensetzt. Ich argumentiere, liste genau auf, welche Leistungen dafür erbracht werden und arbeite generell professioneller. Nur so hilft man diesem Business, zu wachsen.

Ich habe zu wenig interagiert

Communitybuilding ist wichtig. Anfangs habe ich allen voran auf Instagram zu wenig mit anderen interagiert. Natürlich hat es unter diesen Umständen lange gedauert, einen Wachstum verbuchen zu können.

Heute: Mir ist die Interaktion mit meinen Followern immens wichtig. Wegen meines Vollzeitjobs zwar nicht immer so einfach zu handhaben (ich möchte mich noch mehr bemühen), aber wenn man sich die Zeit nimmt, findet man sie auch.

Fehler 5

Ich habe mich ausnutzen lassen

Durch das Bloggen habe ich tolle Freunde gefunden, aber leider trifft man auch auf Menschen, die dich nur als Mittel zum Zweck sehen. Man muss höllisch aufpassen, wen man vertraut und ganz wichtig: nicht ausnutzen lassen.

Heute: Inzwischen habe ich ein Gespür dafür, wer sich auch für mich als Mensch interessiert und wer mich eigentlich nur für „Eigenzwecke braucht“. So mache ich zum Beispiel keine kostenlose Fotos von Bloggern mehr, welche die Bilder für Kooperationen nutzen (natürlich gibt es Ausnahmen wie Kerstin, Luisa und Simone). Auch meine PR-Kontakte gebe ich nur denjenigen weiter, bei denen ich mir sicher bin, dass ihnen gegenseitige Unterstützung genauso wichtig ist, wie mir. Nur weil ich jetzt vorsichtiger bin, heißt das nicht, dass ich niemanden mehr unterstützen möchte. Ganz im Gegenteil. Ich helfe, wo ich kann. Nur wenn von mir Arbeitsleistung verlangt wird, dann möchte ich das neben Vollzeitjob, Selbstständigkeit und wenig Freizeit nicht for free tun. Vor allem, wenn andere dafür bezahlt werden. Finde ich legitim (ich würde auch bezahlen).

Meine Bildsprache war nicht gut

Kein Kommentar, was meine Bilder von damals betrifft. Meine Fotos waren wirklich nicht gut, hatten keine tolle Bildsprache und ich hatte auch nicht das beste Equipment – wobei das Equipment nur einen kleinen Teil guter Fotos ausmacht. Meine nicht so tollen Bilder würde ich allerdings nicht als Fehler per se betrachten, denn Fotografieskills müssen sich erst entwickeln. Aber bei ein paar Fotos hätte ich mir vielleicht zweimal überlegen sollen, ob ich sie poste.

Heute: Meine Bildsprache hat sich enorm verbessert. Natürlich geht da noch mehr. Ich habe inzwischen auch schon eine bessere Kamera, überlege aber gerade, mir eine Vollformatkamera zu kaufen, um noch mehr Professionalität in meine Bilder zu bringen.

Keine Überschriften

Früher waren meine Blogposts wirklich unübersichtlich. Ich habe mir keine Gedanken um Überschriften oder Zwischenüberschriften gemacht. Es hat ein bisschen gedauert, bis ich sie verwendet habe.

Heute: Jeder Blogpost ist inzwischen gegliedert. Ich überlege mir aussagekräftige Überschriften und versuche „alles in einer Wurscht“ zu vermeiden.

Fehler Anfängerfehler Blogposts

Ich habe Instagram & Facebook nicht ernst genommen

Für mich war Instagram früher die App zum Schnappschüsse teilen. Während auf meinem Blog Ästhetik oberste Priorität hatte, freute ich mich, auf Instagram echte Einblicke zu zeigen. Gepostet habe ich allerdings nicht häufig. Auch Facebook behandelte ich stiefmütterlich. Facebook hat heute zwar keine so große Relevanz mehr, wie Instagram. Aber ich finde die Plattform immer noch wichtig.

Heute: Der oberste Fokus liegt leider nicht mehr auf dem Blog, was schade ist. Aber durch den immer stärker werdenden Instagramtrend, habe ich erkannt, wie wichtig Social Media ist und investiere wesentlich mehr Zeit in Content, Kommunikation und Qualität.

Mein Design war grässlich

Ihr könnt ja gerne einmal die Wayback Machine verwenden, um meinen Blog in jungen Tagen zu sehen. Lohnt sich, wenn ihr etwas zu lachen haben wollt. Mein Design war unästhetisch, farblich eine Katastrophe und alles andere als professionell.

Heute: Seitdem ich meinen Blog auf WordPress selbst hoste, kaufe ich meine Designs. GUTE ENTSCHEIDUNG.

Fehler 10

Ich habe nicht investiert

Was ist ein wesentlicher Bestandteil, um ein Business zu starten? Ganz genau: Kapital und Investition. Zwar hatte ich eine gute Kamera, aber sie war definitiv nicht die Beste. Außerdem bezieht sich Investition nicht nur auf Materielles, sondern auch auf Zeit. An der mangelte es eigentlich selten (außer ich befand mich damals inmitten der Prüfungszeit – meinen Blog habe ich nämlich während dem Studium gestartet). Aber ich finde, wenn man das Bloggerbusiness beruflich betreiben möchte, muss man auch bereit dazu sein, (finanziell) zu investieren: in gutes Equipment, Bearbeitungsprogramme, Weiterbildungen etc.

Heute: Mittlerweile investiere ich recht viel in meinen zweiten Job (sprich Blog & Instagram). Bildbearbeitungsprogramme, Werbung, Visitenkarte, Weiterbildung (Fotografie, Bildbearbeitung, Grafik), Give Aways (nicht alle meine Give-Aways sind gesponsert, ich bezahle sie manchmal auch selbst) und Fotoausstattung. Besonders letzteres ist wichtig. Das bezieht sich nicht nur auf die Requisiten, sondern vor allem auf die Kamera. Inzwischen habe ich meine dritte DSLR. Ich möchte nun endlich auf eine Vollformatkamera umsteigen. Das wird mich viel kosten, darum habe ich mich noch nicht entschieden, welche Kamera es werden soll.

Keiner ist perfekt

Wir alle machen Fehler

Manchmal frage ich mich, wo ich heute stehen würde, wenn ich es damals schon besser gewusst hätte. Auf der anderen Seite gab es das Bloggerbusiness zu meinen Anfangszeiten noch gar nicht so wirklich. Das hat sich alles entwickelt und wir mussten alle reinwachsen. Darüber hinaus ist es doch schön, an einer Sache zu wachsen, die man gerne macht. Darum sind solche Fehler auch vollkommen okay bzw. sogar gut. Es ist spannend, dass man sich die Jahre hinweg entwickelt. Ich hoffe, dass ich mich immer weiterentwickeln werde. Ich muss zugeben, momentan bin ich wieder an einer Übergangsschwelle, an der ich unbedingt besser werden möchte. Darum stecke ich momentan trotz Vollzeitjob viel Zeit ins Planen und Tüftel. Erstelle Konzepte über Konzepte usw. Apropos Konzept – mir fällt gerade ein, dass auch das noch ein Fehler von damals war: ich habe keine Konzepte erstellt. Wie ihr ein Konzept für Kooperationen erstellt, erkläre ich euch in einen meiner nächsten Blogposts.

Mehr über mich und mein Bloggerleben findest du hier

IG Promotion – Zahlen um gesehen zu werden

 
 
Besuche mich auf Instagram und werde Teil meiner My Café Au Lait Community

My Café Au Lait auf Instagram

 

 

Published by

Prev So erstellst du ein professionelles Media Kit

Leave a comment