Generation Food Freaks: wie wir das Essen verlernt haben

Wir sind die Generation Food Freaks. Ich beginne diesen überlangen Blogpost mit einer Erkenntnis. Vielleicht sogar mit einer Resignation. Mir steht es nicht zu, über diverse Ernährungsformen zu urteilen. Ernährung ist etwas persönliches. Die der anderen geht mich nichts an. Ich bin bestimmt kein Mensch, der sich in die Position stellen sollte, Ernährungstipps zu geben.

Wahrscheinlich sollte ich mich auch nicht in die Position hieven, mich über bestimmte Ernährungen aufzuregen. Wenn jemand das Essen verlernt hat, dann ich. Auch wenn ich nach meiner Recovery ein relativ stabiles Verhältnis zum Essen aufgebaut habe, würde ich nicht davon sprechen, dass mein Ernährungsverhalten vorbildhaft ist. Im Gegenteil. Ich mache genügend falsch. Nur: in diesem Post werde ich nicht davon sprechen, dass es eine richtige Ernährungsform gibt. Ich werde nicht sagen, wir müssen fortan alle vegan, vegetarisch oder flexitarisch leben oder dass eine dieser Ernährungen falsch ist.

Eher möchte ich das Thema „Ernährung als Lifestyle“ reflektieren. In den letzten Jahren ist Ernährung verstärkt zum Thema geworden. Es existieren Dinge, die ich bedenklich finde. Vor allem, wenn Klicks und Reichweite relevant werden. Heutzutage scheinen wir eher dazu bereit zu sein, für den Onlinerfolg alles zu tun, was einem normalen Verhalten widerspricht. Wir gehen über Grenzen, nur damit wir wahrgenommen werden. Setzen sogar unsere Gesundheit aufs Spiel oder brechen moralische Normen.

Mit diesem Post möchte ich niemanden bloßstellen. Dazu habe ich nicht das Recht. In Sachen Ernährung steht mir keine Vorbildfunktion zu. Aber ich habe eine Meinung. Nach einer jahrelangen Essstörung habe ich zu diesen Themen sogar relativ objektive, gar kritische Sichtweisen entwickelt. Weil ich weiß, was gewisse Dinge bedeuten.

Bevor ich noch lange um den heißen Brei herumrede: es geht um Cheat Days, 10k+ Challenges und Muckbangs. Ich plane dazu auch einen Teil 2, in dem es um Food Diaries mit einer erschreckend niedrigen Kalorienanzahl geht. Da der Post ohnehin schon Überlänge hat, ist es besser, ihn aufzuteilen und das Thema gesondert anzusprechen.

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Wie alles mit Clean Eating begonnen hat…

Zu der Zeit, als Ernährung in die Lifestyleschiene geraten ist, ploppte ein Fitnessprogramm nach dem anderen auf. Plötzlich ging es nicht mehr ausschließlich um richtige Fitnessübungen. Ernährung wurde relevanter. Prinzipiell gut – hätte man echte Experten, wie DiätologInnen ins Boot geholt. Doch der Fokus lag nun nicht mehr auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung mit Mischkost, sondern ging in Richtung extrem. Begriffe wie Clean Eating und Low Carb wurden zum Trend.

Clean Eating bedeutet, möglichst „rein“ zu essen. Keine Fertigprodukte, kein/wenig raffinierter Zucker, kein Fast Food. Gegessen wird nur, was aus natürlichen Ursprungszutaten besteht.

Clean Eating ist ein guter Ansatz. Doch als dieser Trend aufkam, wurde plötzlich alles verteufelt, was nur ein Zuckerkörnchen beinhaltete. Kohlenhydrate waren wie aus dem Nichts Todfeinde. Dabei sieht der ursprüngliche Clean Eating Ansatz den Verzicht von Kohlenhydraten gar nicht vor, solange es sich um komplexe Kohlenhydrate handelt. Mindestens die Hälfte unserer täglichen Kalorienzufuhr sollte aus Kohlenhydraten oder Carbs, wie sie plötzlich neumodisch genannt werden, bestehen.

In den neuesten Clean Eating Ansätzen ging es nicht mehr um die empfohlene Menge an Kohlenhydraten. Es wurde auf Low Carb gesetzt.

Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen Low Carb. Wenn es jemanden beim abnehmen hilft, wie bei einer Freundin von mir, dann spricht auch nichts dagegen, mal eine Weile weniger zu essen. Das Problem ist: das Bild der Kohlenhydrate verschlechtert sich. Schon während meiner Magersucht galten Carbs als böse. Sie waren meine größten Feinde. Ich habe sie noch mehr gemieden, als Fett. Kein Wunder, dass mein Energielevel binnen kürzester Zeit auf Level Zero war. Schön war das nicht. Selbst jetzt habe ich Tage, die bei mir unbewusst Low Carb sind. Ich merke jedoch schnell, wenn sie mir fehlen. Das sollte doch das Alarmzeichen Nummer 1 sein, denn dein Körper ist schlauer, als du denkst. Er weiß, was er braucht.

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…und es mit Cheat Days geendet hat

Wie wurde dieses Defizit und der strikte Verzicht standesgemäß kompensiert? Na klar, mit Cheat Days. Cheat Days wurden sogar als gesund verkauft, doch laut meiner rein objektiven und vielleicht auch ein bisschen subjektiven Betrachtung kann ich euch sagen, wie das Bild von Cheat Days auf mich wirkt. Während meiner Magersucht hatte auch ich schlimme Essattacken. Innerhalb dieser Essattacken stopfte ich mir alles rein, was in greifbarer Nähe war.

Wie es mir danach ging, kann ich in Worten gar nicht beschreiben. Diese Tage waren so schlimm, sodass ich mir jedes Mal unter Tränen geschworen habe, es nie wieder zu machen. Aber mein Körper ist natürlich nicht blöd. Das sogenannte Reptilienhirn kann nicht einmal ich beeinflussen. Irgendwann ploppte jedoch der Cheat Day Trend auf, in welchem Fressanfälle regelrecht zelebriert wurde. Es war nur eine Frage der Zeit, bis Cheat Days gefilmt und auf YouTube gestellt wurden. Eine Klickgarantie war quasi vorprogrammiert.

In letzter Zeit habe ich mich intensiv damit beschäftigt und mir einige Cheat Day Videos angesehen. Das, was ich dabei sehe, ist kein genussvolles normales Essen mehr, sondern reiner Binge. Dabei kam erstmalig die Frage auf, warum man sich das antut? Warum man sich die ganze Woche kasteit und dann am Wochenende vollkommen eskaliert? Cheat Days sind ein Kontrollverluste – wenn auch geplante. Zwei Attribute, die perfekt in das Bild einer Essstörung passen und sogar gemäß ICD-10 und DSM V in das Krankheitsbild geclustert werden.

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Wenn es in der Generation Food Freaks noch schlimmer wird: die 10k Calorie Challenge

Obwohl die Entwicklung erfreulich ist und immer mehr Menschen Cheat Days als kritisch betrachten, entstanden weitere besorgniserregenden Trends in den sozialen Netzwerken oder besser gesagt auf YouTube. Die 10k Calorie Challenge ist eine davon.

Was ist diese Challenge? Wie der Name verrät, geht es bei dieser Herausforderung darum, insgesamt 10.000 Kalorien am „Cheat Day“ zu essen. Während man beim Cheat Day einfach so viel isst, wie man kann und möchte, geht diese Challenge in eine noch extremere Richtung. Verboten sind flüssige Kalorien. Alle Kalorien müssen gegessen werden.

Die Anzahl dieser Videos auf YouTube ist enorm. Immer mehr Menschen battlen sich in der Kalorienschlacht und steigern die Challenge sogar. 20k oder 30k Calorie Challenges tauchen auf, doch das extremste, das ich bis jetzt gesehen habe, waren 100.000(!!!) Kalorien innerhalb von 48 Stunden. Entschuldigt den Ausdruck, aber das ist einfach nur krank. Ich stellte jedoch die Echtheit infrage. Im Nachhinein stellte sich tatsächlich heraus, dass die Challenge gefaked wurde. Für mich ist das sogar noch schlimmer. Vor allem, weil gezeigt wurde, dass das Essen ausgespuckt wurde und zwar ca. 90.000 Kalorien davon. Rechnet mal, wie viele hungernden Menschen davon satt werden könnten.

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Warum ich diese Kalorienchallenges grausam finde

Ein Blogpost reicht dafür nicht aus. Nicht einmal ein Leben würde dafür ausreichen, um zu erklären, warum ich diese Challenges bedenklich finde. Ich versuche es knackig auf den Punkt zu bringen.

Punkt 1 ist und bleibt der unersättliche Fressflash, der mich an ein essgestörtes Verhalten erinnert. Für mich persönlich ist es eine Essstörung. Auf YouTube habe ich sogar einen Kanal entdeckt, bei dem eine junge Frau in Cheat Days die „Lösung“ gefunden hat, gegen ihre Essstörung anzukämpfen. Cheat Days seien die einzige Möglichkeit für sie, sich auch mal etwas zu gönnen. Dank ihren Videos weiß ich, dass diese regelmäßig eskalieren und selbst 10k Calorie Challenges ein Thema sind.

Ich sehe in diesen Challenges nicht nur den falschen Weg, um aus einer Essstörung herauszukommen, sondern finde sie zudem extrem respektlos gegenüber Menschen, die wirklich tagtäglich einen Essstörungskampf ausfechten. Es ist respektlos gegenüber Menschen, die unter Bulimie oder Binge Eating Disorder leiden. Für diese Menschen sind solche Essattacken die reinste Qual, aber sie sind machtlos, dagegen anzukämpfen.

Apropos Respektlosigkeit. Ich finde es extrem respektlos Menschen gegenüber, die hungern müssen. In unseren westlichen Breiten wird so sorglos mit Nahrung umgegangen. Außerdem kann ich mir kaum vorstellen, dass die (nennen wir sie) Cheater das Essen ab einer gewissen Anzahl an aufgenommenen Nahrungsmitteln genießen, wo wir gleich bei Punkt drei wären. Es ist eine unfassbare Verschwendung an Essen.

Aber halt, man kann daraus ja auch einen guten Zweck machen

Man kann diese schier unfassbare Verschwendung an Nahrungsmitteln natürlich auch vertuschen oder zumindest schön reden. An dieser Stelle erlaube ich es mir, einen YouTuber anonym zu zitieren, den ich an und für sich recht sympathisch finde, dessen Calorie Challenges ich aber einen Daumen nach unten geben muss:

Ich spende pro tausend Kalorien zehn Euro an die Welthungerhilfe. (…) Ich möchte nämlich, dass jeder, der auf YouTube so eine Kalorienchallenge macht, auch was spendet. Diese Challenges haben ja überhaupt keinen Sinn. Diese Challenges sind ungesund. Sind ein bisschen teuer. Dienen nur der Unterhaltung und haben somit überhaupt keinen Sinn, außer Unterhaltung für euch. Denn es kann ja gar nicht sein, dass ich mir hier den Magen vollhaue, 15.000 Kalorien reinhau, wovon manche Menschen eine ganze Woche leben. Und auf der anderen Seite der Welt, in Armutsländern, hungern die Menschen oder sterben täglich Menschen, weil sie nichts zu essen haben. Deswegen finde ich, dass jeder, der so eine Challenge macht, die absolut schwachsinnig ist und nur der Unterhaltung dient, auf jeden Fall was spenden kann. Und meine Ansage ist, dass jeder, der diese Challenge macht, das Mindeste spenden muss, was er auch für die Challenge ausgibt.

ein YouTuber, der ein Video zu einer 15.000 Kalorienchallenge hochgeladen hat

Er spricht dabei gute Aspekte an. Solche Challenges sind:

  • ungesund
  • teuer
  • schwachsinnig
  • ungerecht gegenüber Menschen, die Hunger leiden müssen

Die Spende soll die Verschwendung und die Ungerechtigkeit gegenüber hungerleidenden Menschen sozusagen wieder wettmachen. Spenden finde ich toll, aber im Zusammenhang mit einer Kalorienchallenge leider nicht. Warum? Weil es widersprüchlich ist.

Obwohl Geld an Notleidende gespendet wird, ändert es nichts an der Tatsache, dass trotzdem Essen verschwendet wird, wovon ein Mensch eine Woche lang satt werden kann. Es ist keine Rechtfertigung, solche Challenges zu machen. Mit Respekt gegenüber hungerleidenden Menschen hat das nichts zu tun. Es wird sich dann als heiliger Samariter dargestellt, obwohl man das nicht ist. Es ist und bleibt eine Verschwendung an Nahrungsmitteln, versteckt hinter Scheinheiligkeit.

Spenden legitimiert die ganze Challenge trotzdem nicht!

Außerdem verlernen wir dadurch, das Essen zu genießen. Wo bleibt der Genuss? Diese Frage stelle ich mir oft, wenn ich Challenges sehe. Ist das wirklich eine gesunde Beziehung zu Nahrungsmitteln? Für mich ist es das nicht. Man verlernt nicht nur den gesunden Bezug zum Essen, sondern weiß kleine Belohnungen in Form von Schokolade, Pizza oder Eiscreme nicht mehr zu schätzen. Da geht doch die Besonderheit dieser Lebensmittel verloren.

Für mich persönlich ist es immer wieder ein Highlight, wenn ich mir mal ein Stück Kuchen oder Eis gönne. Ich glaube kaum, dass man diese Wertschätzung noch verspürt, wenn man sich vier Pints Ben und Jerrys hintereinander reinhaut, nachdem man sich vorher schon ein Dutzend Donuts „gegönnt“ hat.

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The latest Shit in der Generation Food Freaks: Mukbangs

Natürlich reißen die Trends der Foodextremchallenges nicht ab. Man muss sich schließlich etwas neues einfallen lassen, um aus der Masse hervorzustechen. Bist du der- oder diejenige, der/die einen Trend setzt, ist dir Social Media Fame quasi garantiert.

Mukbangs zählen dabei zum neuesten Trend. Das ist quasi eine Storytime, während man sich ein hochkalorisches Menü reinzieht. Es geht darum, Menschen dabei zuzusehen, wie sie essen. Und es wird im Netz gefeiert. Das geht teilweise in eine so makabre Richtung, dass über grausame Mordfälle berichtet wird, während sich der/die YouTuberIn eine riesengroße Sahnetorte rein schaufelt. Also, extrem geschmacklos. Im wahrsten Sinne des Wortes.

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Wie wir durch Social Media Essstörungen und Essprobleme verschlimmern

Ich kann einfach nicht verstehen, warum es Menschen Spaß macht, anderen Menschen bei einer extremen Kalorienzufuhr zuzusehen. Von der enormen Kalorienzufuhr einmal abgesehen: was suggeriert uns das Bild von Cheat Days? Es suggeriert uns, dass wir uns unter der Woche extrem zusammenreißen und extrem wenig essen müssen, um am Wochenende zu eskalieren. Dass wir dabei unseren Körper und dessen normalen Funktionen zerstören, wird dabei nicht erwähnt. Nahrung bekommt mit dem Wort „Cheat“ eine negative Konnotation. Ungesundes Essen ist sozusagen ein Betrug.

Doch: sollte Essen nichts mit Genuss zu tun haben? Sollte es für uns nicht normal sein, uns ein Stückchen Kuchen zu gönnen, wenn uns danach ist? Plötzlich geht das nicht mehr, weil man sich „so“ nicht mehr ernährt. Was ist mit der für mich wahren Aussage „die Dosis macht das Gift“ passiert?

Essen ist eine Notwendigkeit. Wir alle müssen zum Überleben essen. Doch in den letzten Jahren wird uns ein normaler Bezug zum Essen wesentlich schwerer gemacht. Dabei sollten wir es nicht zulassen, dass Social Media oder andere Formen der Medien eines unserer Grundbedürfnisse beeinflusst. Vor allem bei Cheat Days sollten wir kritisch sein. Es bringt mir nichts, immer weiter zu essen, wenn ich schon satt bin und auch keinen Gusto mehr habe. Da gönne ich mir die eine oder andere Kleinigkeit lieber dann, wenn ich wirklich Lust darauf habe und es genießen kann. Ich will bestimmt NICHT zur Generation Food Freaks gehören!


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New rule for ice cream: if it’s not black put it back 🖤 Dankeschön an alle für die lieben Nachrichten wegen meinen Cravings. Ich habe gestern versucht, der Versuchung zu widerstehen, weil ich wirklich keinen Hunger hatte. Stattdessen hab ich mich abgelenkt & mich letztendlich doch mit meinen negativen Gefühlen auseinandergesetzt. Das ist wichtig, denn ansonsten würde man immer wieder auf diese unerwünschten Verhaltensweisen zurückfallen & das will ich nicht. Dafür habe ich das Eis heute umso mehr genießen können, genauso wie diesen tollen Tag. Wärs gestern ausgeartet, hätte ich wieder viel zu viel verpasst & mich in meiner Wohnung vergraben. Das schwarze Eis hätte ich nicht gegessen, doch ich habe Stärke bewiesen & jetzt ist der Feinschliff meiner Recovery dran. Ich gebe mein bestes. Es ist auch nach einem Jahr immer noch nicht leicht, aber mein Lifestyle hat sich stark verbessert & jetzt heißt es nach wie vor: DRANBLEIBEN. ♥️ Ich hoffe, ihr hattet auch einen tollen Tag. Habt ihr schon mal schwarzes Eis gegessen? 🖤 . . . . . Foto by @kerstinloves . . . . . #anorexiarecovery #edrecovery #carmushka #blackicecream #icecream #icecreamlover #icecreamenthusiast #anajohnson #torismicommunity #dailyaffirmations #bloggerstribe #blogandbeyond #feelfreefeed #goodvibesonly #shinyhappybloggers #societygal #cybercorner #theuncoolclub #theslowdowncollective #curateyourownfeed #mindset #beautifulcorner #mymagicalmoments

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2 Comments

  1. Hey, bin eigentlich durch zufall auf deinen Blog gestoßen und finde diesen Beitrag hier echt großartig!
    Stimme mit dir vollkommen überein – nachdem ich selbst noch hin und wieder mit solchen Ess-Fasten Attacken zu kämpfen habe.
    Irre, was auf Youtube da gerade abgeht… und wirklich krank! Ich muss leider gestehen, dass ich eine Zeit hatte in der ich quasi süchtig nach diesen Cheat Videos war.. Irgendwie so als Befriedigung wenn ich mir es grad selbst wieder verboten hatte zu essen. Versuche jetzt wirklich mir diese Videos nicht mehr anzusehen, merke aber hin und wieder, wie ich plötzlich wieder einem Mädl zuseh, die hunderte von Donuts in sich hineinstopft, drei Pizzen hinten drauf und eine Unmenge an Bäckereileckereien verschlingt – und dann, zwei Tage später ihren super dünnen Körper auf Instagram im Bikini präsentiert. …
    Richtig schlimm, wie sehr das eigene Körperbewusstsein und das normale Essverhalten in Richtung Störung abrutschen können.
    Es ist wirklich ein schwerer Weg, da heraus zu kommen und wieder einen natürlich Zugang v.a. zum Essen zu erlangen.
    Wie gesagt, fand deinen Artikel dazu echt gut!

    Liebe Grüße, Viki

    • Hi Viki,
      Dankeschön für dein großartiges Kommentar und die Reflexion über diesen Beitrag. Ich freue mich, dass ich mit meiner Meinung nicht alleine dastehe und ich nicht die einzige bin, die diese „Food Trends“ als Problem betrachten. Und du reflektierst ja auch dein eigenes Verhalten diesbezüglich und ich kann dir sagen, dass ich alles nachvollziehen kann, was du sagst und es mir einfach genauso ergangen ist.

      Wünsch dir alles Liebe <3
      Liebe Grüße
      Lisa

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