Ich habe meinen Job gekündigt, um endlich meinen Traum zu leben!

Karriere

Ich habe meinen Job gekündigt, um meinen Traum zu leben

Schon lange träume ich davon, mein eigenes Unternehmen zu gründen. Nun habe ich mich getraut - und das inmitten einer globalen Pandemie und den damit verbundenen Risiken. 

Schon lange hatte ich diesen Traum. Diesen einen Traum, im Job mein eigener Chef zu sein und selbstständig zu arbeiten. Schon lange spare ich für diesen Traum, um ihn mir irgendwann erfüllen zu können. Den Mut dafür, hatte ich jedoch lange Zeit nicht. Und nun wage ich doch den Schritt in die Selbstständigkeit. Über drei Jahre später, nachdem ich mein Gewerbe angemeldet habe. All das inmitten einer globalen Pandemie und einer damit einhergehenden Krise. 

Job kündigen selbstständig werden
Ich habe meinen Job gekündigt

Wie sich das Schicksal gefügt hat und ich doch zu 100% selbständig sein wollte

Zugegeben: während einer weltweiten Pandemie und einer damit einhergehenden Krise zu kündigen, wo die Wirtschaft ohnehin auf wackeligen Beinen steht, ist und war riskant. Mit meinem Job wog ich mich in Sicherheit. Er war alles andere als gefährdet und eigentlich hatte ich einen sicheren Arbeitsplatz. Plus: jeden Monat bekomme ich durch meinen fixen Job mein Gehalt auf mein Konto. Eine sehr sichere Angelegenheit somit. 

Vielleicht erklären mich einige für verrückt, dass ich das aufgegeben habe. Übel nehmen kann ich das natürlich keinem, denn wenn man sich die Zahl der steigenden Arbeitslosigkeit ansieht und wie andere Unternehmen kämpfen, mag das schon ein wager Schritt sein, den Job für die Selbständigkeit zu kündigen. 

Doch für mich war es quasi wie eine Fügung des Schicksals. Ich träumte schon lange davon, selbstständig zu sein und bin es ja eigentlich auch seit 2015. Allerdings war das immer nur eine Nebenbei-Geschichte, die auf Dauer auch ganz schön anstrengend geworden ist. Darüber hinaus ist es mir in all den Jahren nie gelungen, von meiner Selbstständigkeit zu leben. Die Gründe sind mir bekannt: ich habe zu wenig Zeit investiert, ich hatte zu wenig Vertrauen in mich und ich wusste einfach nicht, wie ich das anstellen sollte. Plus: ich wollte nicht ausschließlich von Social Media und meiner Tätigkeit als Bloggerin leben. Aber kommen wir noch einmal zur Fügung des Schicksals zurück. 

Viele Faktoren haben mitgespielt, die mir endlich den Schubser in die richtige Richtung gaben. Mit den Jahren habe ich gelernt, dass ich zwar gerne selbständig arbeiten möchte, ich es aber alleine nicht schaffe (oder es nicht alleine machen möchte). Zumindest nicht, wenn man meine Ziele genauer betrachtet. Schon länger wollte ich mit jemanden zusammen etwas aufziehen, bisher hat es allerdings nie gepasst, bis ich im August 2020 Bernd kennenlernte. 

Bernd, inzwischen guter Freund und Geschäftspartner, wurde mir von meinem Freund Daniel vorgestellt. Auch er befand sich in einem ähnlichen Hamsterrad, wie ich und wollte seinen Job kündigen. Eigentlich kam Bernd uns nur besuchen, weil Daniel Geburtstag hatte, doch dann entstand das Gespräch, dass wir eigentlich eine eigene Firma gründen könnten, da wir genau das gleiche Ziel hatten. Damals tat ich das jedoch noch als einen verrückten Plan ab, der ohnehin nicht Realität werden würde. Bis Bernd ein paar Wochen später wieder vor unserer Tür stand und den Firmennamen mit uns diskutieren wollte. 

...und auf einmal gab es FYNEST

Bernd hat das Gespräch zwischen uns an diesem Augustabend wohl ernster genommen, als ich. Okay, ihm war die Sache todernst, mit meinem Freund Daniel und mir eine Firma zu gründen. Und als wir so zusammensaßen, den Namen diskutierten, hatte auch ich meine erste Visionen, dass das tatsächlich etwas werden könnte. Wir haben übrigens eine Werbeagentur gegründet – und diese Art der Selbstständigkeit war mein Ziel. Doch ich wusste: es wird nicht möglich sein, eine eigene Werbeagentur aufzuziehen, die nur aus mir selbst besteht. Denn Werbeagenturen gibt es wie Sand am Meer. Ein breites Spektrum an Leistungen anbieten zu können, ist quasi Grundvoraussetzung, um reale Chancen am Markt zu haben. 

So habe ich gelernt, dass ich alleine keine ganze Werbeagentur sein kann, sondern nur eine wichtige Komponente, die ich mit meinen Stärken ausfülle: Branding, Fotografie, Content Creation und Social Media. Und jeder einzelne von uns bringt weitere Stärken mit. Daniel ist ein Kommunikationsgenie, Bernd der Meister im Webdesign. Inzwischen wird unser Team optimal ergänzt: mit David, einem weiteren tollen Fotografen, Angelina, die sich bestens mit Cinematics und Ads auskennt sowie Unternehmensstrategen und Marktforschern. 

Als wir mit FYNEST online gingen, war die Resonanz nicht wie erwartet. Eigentlich rechneten wir damit, dass es etwas dauern würde, bis die ganze Geschichte anläuft. Wir erschienen sofort ganz oben im Google Ranking, bekamen genügend Aufträge, um überleben zu können und hatten wundervolle Zusammenarbeiten. Und das verfrachtete mich auch weiter in die Doppelbelastung sowie in einen Zwiespalt. Plötzlich hatte ich drei Standbeine: meine Festanstellung, Instagram bzw. meinen Blog und FYNEST. Das mag vorerst wie eine Safety Zone klingen, aber es wurde mir zu viel. 

Es waren keine leichten Wochen, aber je mehr Aufträge bei FYNEST eintrudelten, je mehr Angebote unterschrieben wurden, umso mehr wurde ich in meiner Entscheidung bestärkt, mich nun voll und ganz auf FYNEST zu konzentrieren. Ergo: ich kündigte und aus FYNEST soll nun eine richtige Firma werden. Sprich: uns steht die Gründung mit unserer gewählten Rechtsform bald bevor. 

Traum

Wie es im Job nun weitergehen soll

Meine Kündigung fiel mir unglaublich schwer, da ich mich sehr wohl in der Firma fühlte, in der ich angestellt war. Darüber hinaus verstand ich mich gut mit meinem Chef (der übrigens von Tag 1 an über FYNEST informiert wurde) und auch mit meinen Arbeitskollegen. Doch als die Doppelbelastung allmählich zu viel wurde, musste ich mir ernsthaft die Frage stellen, was ich persönlich wirklich möchte. Auf Dauer wäre es ein Ding der Unmöglichkeit, auf mehreren Hochzeiten zu tanzen und so folge die Entscheidung, die ich schweren Herzens traf, zu kündigen. 

Doch da ich mich in meinem Job so etabliert habe und mit meinem Chef gut zusammenarbeite, einigten wir uns darauf, dass die Geschäftsbeziehung weiterhin bestehen soll, nur dass ich jetzt eben als Freelancerin die Projekte abwickle und nicht mehr als Angestellte. 

Die Entscheidung, mich nun zu 100% in die Selbstständigkeit zu wagen, machte ich übrigens nicht von heute auf morgen. Im Grunde genommen bereite ich mich schon jahrelang auf meine Selbstständigkeit vor. Wer weiß, vielleicht gibt es auch einige da draußen, die gerade vor ähnlichen Entscheidungen stehen oder auch irgendwann selbstständig sein möchten. Darum habe ich mir gedacht (auch um wieder aktiver auf dem Blog zu werden), euch ein bisschen in die ersten Schritte meiner Selbstständigkeit mitzunehmen. Das heißt, es folgen detaillierte Beiträge, u.a. wie ich mich auf die Selbstständigkeit vorbereitet habe usw. Gerne könnt ihr mir auch eure Fragen oder Themenschwerpunkte offenbare, die euch besonders interessieren. Ich freue mich auf jeden Fall auf die neue berufliche Herausforderung mit FYNEST und auch darauf, euch mitzunehmen. 

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Du bist nicht das, was du studierst
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3 Comments

  1. Meinen Glückwunsch zu deiner Entscheidung. Es stimmt, irgendwann sollte sicher jeder auf das konzentrieren, wofür seine Leidenschaft brennt. Ich bin nun das elfte Jahr selbstständig. Trotz der üblichen Höhen und Tiefen, bereue ich diese Entscheidung nicht einen Tag. 🙂

    • Hi Marvin,

      dankeschön 🙂

      Absolut, da bin ich ganz deiner Meinung und herzlichen Glückwunsch auch an dich zum erfolgreichen Unternehmen. 11 Jahre ist echt eine Hausnummer 🙂

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