Life Update #17: Reset in 10 Wochen

Okay, langsam werde ich spürbar nervös. Ich schaue auf den Kalender, lasse die Zahl auf mich wirken und stelle fest: In 10 Wochen drücke ich die Reset Taste und ziehe nach Graz. Das bedeutet, dass ich in 8 Wochen meine Stelle als Lehrerin antreten werde und schwups wird sich mein Leben von einem Moment auf den anderen verändern. Ich bin aufgeregt, neugierig, gespannt und auch ein bisschen ängstlich. Was wird mich erwarten? Komme ich alleine zurecht? Bin ich wirklich ein Stadtmädel? UND: Werde ich eine gute Lehrerin sein? Werde ich den Alltag meistern? Bringe ich Bloggen, Schule und Pädagogikkurse unter einen Hut? Lassen sich bevorstehende Pressereisen mit den schulischen Terminen vereinbaren? Lehrerin im ersten Jahr bedeutet nämlich nicht, dass wir an den Wochenenden frei haben. Pädagogikkurse warten auf mich. Pflichtveranstaltungen. Und dann ist da auch noch das Studium. Egal, es beginnt wieder etwas neues. Reset in 10 Wochen. Spannend und furchteinflößend zugleich.

 

Abenteuer, Ordnung ins Chaos bringen & Vorbereitung

Mein Leben vor dem Reset in 10 Wochen

Bevor es soweit ist und ich im Klassenzimmer stehe bzw. meine Wohnung beziehe, durchlebe ich jetzt neben all den Vorbereitungen auf meine neuen Aufgaben turbulente Zeiten. Einerseits möchte ich vor dem Umzug mehr Ordnung in mein Leben reinbringen. Der Umzug in die Wohnung soll wirklich ein Neustart werden. Darum bin ich aktuell viel mit Aussortieren beschäftigt. Bald wird auch schon der Möbeleinkauf starten, denn der Mietvertrag ist unterschrieben und die Kaution bezahlt. Das heißt, das Mietverhältnis ist nun endgültig geklärt.

Zusätzlich waren die letzten Wochen wahnsinnig spannend. Ich habe meine Wohnung besichtigt, ein neues Auto steht plötzlich in der Garage, war mit BWT am Red Bull Ring, um mein erstes Formel 1 Rennen vor Ort zu verfolgen, wurde erneut Tante und bekomme gemeinsam mit Kerstin meine eigene Kaffeeröstung. Ganz schön viel und ganz viel schönes.

 

 

Casa Lillywood

Es war soweit. Casa Lillywood (ja, meine Wohnung hat bereits einen Namen) und ich haben uns nun endlich kennengelernt. Seitdem ich mich für die Wohnung entschieden habe, schleiche ich gelegentlich um die Baustelle und fühle mich manchmal wie ein Baustellenstalker. Ich kenne das Gebäude seit Januar, habe es im Rohzustand immer wieder besucht. Und dabei hatte ich immer Schmetterlinge im Bauch. Die Vorfreude ist immens. Meine Besichtigung war nun Ende Juni. Als ich die Wohnung betreten habe, hielt ich kurz inne: Die Wohnung ist kleiner, als ich sie mir vorgestellt hatte. Nichtsdestotrotz war es Liebe auf den ersten Blick. Was mich in Casa Lillywood erwarten wird? Nun ja:

  • 48 Quadratmeter
  • Ein Leben mitten in der Stadt – das heißt, ich werde im Zentrum von Graz leben
  • Ein schnuckliger Minibalkon
  • Der Start in ein neues Abenteuer

Ich kann es kaum erwarten und verbringe momentan viel Zeit damit, die Einrichtung zu planen. Es bleibt spannend.

 

Auf den Straßen mit Bianca

Neben einer neuen Wohnung bereichert nun auch ein neues Auto mein Leben. Allerdings nur für kurze Zeit. Wir haben unseren Nero verkauft. Obwohl meine Mum ihn mir schenken wollte, habe ich mich nach langem Hin und Her dazu entschieden, ihn nicht zu nehmen, da ich in Graz einfach kein Auto brauche. Darum teilen wir uns bis zu meinem Umzug das neue Auto, wieder ein Opel Corsa namens Bianca 🙂 .

 

Auf den Zielgeraden am Red Bull Ring mit BWT

Ende Juni, Anfang Juli hatte ich das Vergnügen, mit BWT nach Spielberg zu düsen. Grund: Der große Preis von Österreich. Obwohl ich mit Motorsport weniger am Hut habe, wollte ich mir diese einmalige Gelegenheit nicht entgehen lassen. Ich kann euch sagen: Ein Formel 1 Rennen live zu sehen, ist etwas ganz anderes als im Fernsehen. Viel Spannung, Action und man bekommt das Feeling hautnah mit. Das wird bestimmt nicht mein letztes Rennen gewesen sein.

Im Zuge dieser Pressereise durfte ich wieder neue kreative Köpfe und Gesichter kennenlernen. Es ist immer wieder aufregend, sich mit Menschen auszutauschen, welche die gleichen Interessen und Ziele verfolgen. Für solche Momente bin ich immer ganz besonders dankbar. Vielen Dank an BWT für die liebe Einladung und die tolle Organisation.

 

 

Willkommen in der Familie, liebe Sophie

Die allerwichtigste Veränderung in der Familie ist bestimmt die Geburt meiner kleinen Nichte Sophie. Ich bin nun zweifache Tante und meistere meinen Alltag gerade mit zwei Kindern. Das mag übertrieben klingen (weil ich ja nicht die Mutter bin), ist aber wirklich so. Da meine Schwester und mein Schwager gerade umbauen, lebt die ganze Familie wieder gemeinsam unter einem Dach. Ich versuche, meiner Schwester zu helfen, wo ich nur kann, da mein Schwager viel Zeit auf der Baustelle verbringt. Glaubt mir, das ist anstrengender, als man denkt, wenn das Haus so voll ist.

Dadurch lerne ich mich selbst auch wieder besser kennen und merke immer mehr, dass ich selbst wahrscheinlich keine Kinder haben möchte. Versteht mich nicht falsch: Ich liebe meine zwei Zwerge abgöttisch und möchte sie in meinem Leben nie, nie, nie mehr missen, aber ich bin eher die coole, nicht allzu strenge Tante und eher weniger der Mamatyp. Aber wer weiß, vielleicht sieht die ganze Sache in ein paar Jahren schon wieder anders aus.

 

 

…und ich bekomme doch ein Baby

Ganz genau. Zwar kein Baby im klassischen Sinne, sondern eine eigene Kaffeeröstung – das ist meine Art von Mama sein 😉 . Gemeinsam mit meiner lieben Freundin Kerstin bringe ich in Zusammenarbeit mit J.Hornig eine Sonderedition auf den Markt. Der Kaffee wird limitiert verfügbar sein und die Reinerlöse gehen an einen guten Zweck, um auch andere an unserem Glück teilhaben lassen zu können. Diese Möglichkeit ist für Kerstin und mich etwas ganz Besonderes, daher freuen wir uns, dass wir im Zuge dieser Zusammenarbeit auch etwas Gutes für andere tun können.

 

Reset in 10 Wochen

 


Wie ihr seht, ist bei mir ganz schön viel los und es wird auch nicht weniger. Ich freue mich auf die kommende spannende Zeit, auf meine Blogprojekte, den Umzug und natürlich auch auf meinen Beruf als Lehrerin. Doch zuerst werde ich mir ein paar schöne Tage in Rom gönnen, um mal wieder ein bisschen das Travelfeeling zu spüren. 

 

 

Besucht mich gerne auf Instagram

 

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8 Comments

    • Hallo Rosie,

      ja. das stimmt. Darum versuche ich auch, mir regelmäßig Pausen zu gönnen 🙂
      Ich hoffe es, dass es den Kaffee in OÖ geben wird. Wir werden das allerdings noch erfahren und dann gebe ich dir Bescheid.

      Liebste Grüße
      Lisa

    • Liebe Anne,

      vielen lieben Dank für deine lieben Worte. Dein letzter Satz gefällt mir besonders gut <3
      hihi, ja, ziemlich viele finden das doof, aber ich kann zu materiellen Dingen so schlecht einen Bezug aufbauen und so personalisiere ich sie dann doch ein bisschen und mach sie individuell 🙂

      Liebste Grüße
      Lisa

  1. Sehr schöner Beitrag. Ich wünsche dir alles Gute für deinen Neustart.
    Eine Frage: Wie gehst du als Lehrerin damit um, dass so vieles über dich im Netz verfügbar ist? Also sind deine beiden Berufe vereinbar?

    LG Bea

    • Hallo, liebe Bea,

      vielen Dank für die lieben Worte und deine Frage. Die habe ich mir auch schon öfters gestellt, um ehrlich zu sein. Ich werde in der Zwischenzeit wahrscheinlich einige Beiträge privat stellen und sie nach dem Schuljahr wieder online geben (Es ist nämlich sehr unwahrscheinlich, dass ich übernommen werde und die Nachfrage meiner Fächer am Arbeitsmarkt sehr gering ist – das heißt, ich werde die nächsten Jahre nach meinem Unterrichtspraktikum wahrscheinlich in einem anderen Beruf arbeiten). Außerdem habe ich mit einigen Kolleginnen gesprochen, die auch nebenbei beruflich einen Instagramaccount bzw. Blog führen. Bei ihnen hat es funktioniert bzw. funktioniert es ganz gut und die Sache ist kein großes Thema. Ich denke, das ist auch abhängig von den SchülerInnen. Unter anderem auch, welche Sozialen Medien sie für sich nutzen. Die Unterstufe wird wahrscheinlich weniger auf Instagram aktiv sein, dafür eher Musical.ly nutzen, während die Oberstufe bestimmt schon etwas reifer denkt und daraus wahrscheinlich keine große Sache macht.

      Ich werde es also erst erfahren, wenn ich arbeite, denn die SchülerInnen werden mich googeln und sie werden mich auch finden. Dessen bin ich mir schon längst bewusst. Aber auch als Lehrer ist man ein normaler Mensch und die Sozialen Medien gehören heutzutage einfach zum Puls der Zeit, wie ich finde. Da kann man es auch einer Lehrerin nicht verwehren, Instagram für sich zu nutzen und was ich so erlebt habe, sind die Direktoren, aber auch die Eltern in der Hinsicht viel mehr open-minded und verständnisvoll, weil es einfach schon zu einer normalen Sache geworden ist. Ich würde gerne auch meine Erfahrung nutzen und mit den SchülerInnen über den persönlichen Auftritt im Netz sprechen. Es kann also auch durchaus von Vorteil sein, dass ich diese Erfahrungen bereits habe. Ich denke also schon, dass die Berufe miteinander kompatibel sind. Entweder die SchülerInnen finden es super oder nicht oder es ist ihnen egal. Mehr Optionen gibt es da nicht und ich bin gespannt, was mich erwartet. In meinen Praktika war es jedenfalls nie ein Problem. Da fanden es die SchülerInnen cool (ja, auch da wurde ich gegoogelt). Ich muss jetzt halt mehr aufpassen, WAS ich poste und von mir preisgebe. Vor Schulstart werde ich auf jeden Fall noch alle Beiträge durchgehen 🙂

      Ich wünsche dir einen tollen Tag, liebe Bea.

      Alles Liebe
      Lisa

      • Liebe Lisa,

        danke für deine ausführliche Antwort. Ich finde dieses Thema echt spannend und bin gespannt, ob/was du uns darüber berichten kannst. Jedoch denke auch ich, dass sich die Zeiten einfach geändert haben, und Social Media zu unserem Leben dazugehört!
        Noch einmal wünsch ich dir alles Gute für deine Zeit als Lehrerin und viele brave Schüler!

        Liebe Grüße
        Bea

        • Liebe Bea,

          sehr, sehr gerne 🙂

          ich werde mich bezüglich der Schule auf dem Blog sehr bedeckt halten, aber ich denke, so ein paar Updates kann ich ja geben (sprich wie mir der Job gefällt und wie ich als Lehrerin zurechtkomme).

          Ich finde es schön, dass du das genauso siehst, wie ich 🙂

          Vielen lieben Dank, liebe Bea. Hab ein wunderschönes Wochenende.

          Liebste Grüße
          Lisa

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