Life Update #22: Die Zeit nach Corona

Life Update #22

Die Zeit nach Corona

Nach Corona ist viel passiert. Da mein letztes Life Update schon ein Weilchen her ist, gibt es heute nach langer Zeit wieder einmal Neuigkeiten aus meinem Leben. 

Endlich ist er da! SOMMER! Und dieses Jahr scheint er -den Umständen zu Trotz- vielversprechend zu werden. Ich kann es immer wieder aufs Neue betonen: Sommer ist ein ganz anderes Lebensgefühl. Alles, was ich erlebe, spüre ich intensiver, sodass ich gegen Ende des Sommers meistens wehmütig werde und mich über den bevorstehenden Herbst beklage. Dieses Jahr ist es anders. Zwar will ich natürlich nicht, dass der Sommer wieder so schnell vorübergehen wird, aber ich freue mich absolut auf das, was das restliche Jahr und darüber hinaus noch für mich bereithalten wird. Aber erstmals wird der Sommer genossen. 

Das bringt mich auch dazu, euch nach langer Zeit mal wieder mit einem Life Update zu beglücken. Es ist ja doch relativ viel passiert. Reflektiert habe ich das immer in meinen Postings, aber in ein Life Update habe ich all das schon lange nicht mehr zusammengefasst. Höchste Zeit für mein Life Update „Hashtag ich habe die Zahl, das wievielte Update das nun ist, schon längst vergessen.“ Nachtrag: ich bin draufgekommen, dass es nun das 22. Life Update ist und ich schon seit über anderthalb Jahren nicht mehr geupdatet habe. Oops! 

PS: Ich mache das Life Update auch deswegen, weil ich diese Fotos so schön finde und mir partout nichts einfallen wollte, zu welchen anderen Texten sie passen könnten. Wie ihr wisst, schreibe ich ja eher immer melancholischere Texte – meine Bilder passen da selten dazu. Zurzeit bin ich einfach nur megahappy und so happy, wie ich auf diesen Bildern erst bin, war ich schon lange nicht mehr. 

Life Update: Die Zeit nach Corona
Life Update: Die Zeit nach Corona

So Lisa, nun erzähl mal...

Gut, wo soll ich beginnen? Ich muss sagen, dass mir das Life Update überhaupt nicht leicht von der Hand geht, weil sich in meinem Kopf eine Masse an Hirngatsch angesammelt hat. Ich bin gerade dabei, die Zeit, die ich durchlebe, zu sortieren, reflektieren und auch irgendwie einen klaren Gedanken zu fassen. Ich könnte Bäume ausreißen. Ich bin einfach überglücklich, gleichzeitig auch so dankbar, wie bergauf es momentan in meinem Leben geht. Dadurch leidet zwar meine Kreativität, weil ich irgendwie sehr fokussiert auf all das bin, was sich gerade in meinem Leben so abspielt, aber ganz ehrlich: ich kann damit leben. Denn dieses Lebensgefühl, das ich gerade durchlebe, ist es allemal wert. 

Diesmal behandle ich auch nicht meine gewohnten Themen auf Social Media. Texte mit ernsten Hintergrund fallen mir schwer. Vielleicht weil ich mich damit momentan weniger auseinandersetzen mag und einfach nur den Moment genießen will. Ich gebe es sogar ehrlich zu, dass meine Captions ein bisserl flach geworden sind, aber momentan kann ich mich einfach schlecht auf Texte fokussieren, die zum Nachdenken anregen sollen. 

Natürlich will ich weiterhin meine Themen behandeln, die vor allem einen ernsteren und tiefgründigeren Hintergrund haben. Die von Selbstliebe, Selbstzweifel und Körperbewusstsein handeln. Von meiner Magersucht und der Recovery. Von meinen Höhen und Tiefen. Doch die Wahrheit ist: ich laufe wie ein dauergrinsender Vollhonk durch Die Welt und könnte bei all dem, was gerade so passiert, noch breiter grinsen.

Was macht mich denn nun so glücklich? Hmm…. 

Life Update: Die Zeit nach Corona
Life Update: Die Zeit nach Corona

Mein Leben!!!

Im Endeffekt beantwortet das alles. Mein Leben, so wie es gerade ist, macht mich glücklich. Nach Corona und der damit verbundenen Quarantänezeit, hätte ich mir nicht gedacht, dass es wieder so bergauf gehen würde. Es war keine leichte Zeit, die ich in der sozialen Isolation erlebte. Sieben Woche ohne menschliche Nähe haben Spuren hinterlassen und mich wieder ein bisschen in meinem Schneckenhaus eingeschlossen. Und ich beschönige nichts: mir ging es mies. Richtig mies. Nicht weil ich Angst vor Corona hatte, ganz im Gegenteil. Aber diese Isoliertheit tat weh und war schwer erträglich.

Trotzdem habe ich versucht, mein Gesicht insbesondere auf Social Media etwas zu wahren und wenig zu zeigen, wie es mir wirklich ging. Nur durch meine Texte habe ich anklingen lassen, dass nicht alles in bester Ordnung ist. Ich kann wirklich gut alleine sein. Was ich jedoch nicht kann: einsam sein. Und mit Corona kam die Einsamkeit. Doch irgendwann brauche ich meine zwischenmenschlichen Kontakte. Und zwar mit Menschen, die Teil meines Lebens sind. Da reicht ein kurzes „Hallo“ zur Supermarktkassiererin auch nicht aus, um mein Bedürfnis an sozialer Interaktion zu decken. 

Durch die Corona Krise verlor ich auch meinen Job. Ich habe geweint. Die Welt nicht mehr verstanden. Warum? Was mache ich jetzt? Finde ich inmitten einer Pandemie und der daraus hervorgehenden Krise überhaupt noch einen Job? Letztendlich hat sich herausgestellt, dass das das Beste war, was mir in beruflicher Hinsicht passieren hätte können. Ich mochte meine alte Firma, insbesondere meine Kollegen. Auch mein Chef war sehr nett. Mir fehlte es an nichts! DOCH: es war zwar die Position in der ich mich sehe (Online Marketing Managerin), aber die Branche (Industrie) hat nicht zu mir gepasst. Und dann fand ich mich plötzlich in einer Werbeagentur wieder. Seitdem ich meine Leidenschaft für Markt- und Werbekommunikation entdeckt habe, wollte ich immer in einer Agentur arbeiten. And HERE I AM!

Life Update: Die Zeit nach Corona
Life Update: Die Zeit nach Corona

Zwischen Agentur Lifestyle und dem totalen Chaos

Natürlich möchte ich euch nicht vorenthalten, wie mein Arbeitsalltag in der Agentur ist. Es ist ein Job ganz nach meinem Geschmack. Ich habe von Tag 1 die perfekte Ausstattung bekommen, eben alles was ich brauche. Ich darf Home Office machen (und das nicht nur wegen Corona, sondern es steht generell in meinem Dienstvertrag), habe Meetings, darf mich kreativ austoben und meine Meinung wird wertgeschätzt. Ich fühle mich in dieser Firma gut aufgehoben, nicht nur wegen all den Vorteilen oder unseren Office Dogs, sondern vor allem weil ich mich wirklich ernstgenommen fühle. Ich bin ein Teil davon und bekomme jeden Tag aufs Neue die Bestätigung, warum ich eingestellt wurde.  

Mein Privatleben hingegen ist ein bisschen chaotisch und von einem umfangreichen Freizeitangebot geprägt. Die Herausforderung dabei ist, mir natürlich so wenig Freizeitstress wie möglich zu machen. Bis jetzt gelingt es ganz gut. Generell fühle ich mich echt ausgeglichen und freue mich irrsinnig auf den Sommer. Es steht viel in Planung. Am meisten freue ich mich natürlich auf den Besuch meiner Freundin Vanessa, die geplante Yogastunde und auf die Geburtstagsfeier meiner Nichte. Und all das ist bestimmt noch nicht das Ende vom Lied.  

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