Living withOUT Anorexia (Update)

Vor nicht einmal ganz drei Jahren habe ich euch einen tiefen Einblick in die wohl persönlichste Geschichte meines Lebens gegeben. Ein Thema, mit dem ich lange gehadert habe und ob ich es überhaupt auf irgendeine Weise online stellen sollte. Ich entschied mich damals dafür. Ich kann offen damit umgehen, denn etwas, das für eine sehr lange Zeit meines Lebens ein Teil von mir war, kann man nicht einfach so totschweigen. Außerdem habe ich mir das Ziel gesetzt, dadurch anderen Betroffenen und Angehörigen zu helfen. Das Ziel wäre für mich bereits erreicht gewesen, wenn ich nur einer Person damit geholfen hätte, aber was ich nach dem Post im Oktober 2012 für Resonanzen bekommen hatte, war für mich einfach nur überwältigend. Sehr viele Betroffene und auch Angehörige haben es sich zum Anlass genommen, mir zu schreiben. Bis zum Anfang des Jahres bekam ich ab und an noch ein paar E-Mails, die sich auf dieses Thema bezogen. Jetzt hat sich das allmählich eingestellt. Kontakt halte ich diesbezüglich zu keinem mehr, da sich einfach alles im Sand verlaufen hat. Dennoch wünsche ich jedem, der sich bei mir gemeldet hat, alles erdenklich Gute. Ich hoffe, dass es allen mittlerweile gut oder zumindest besser geht. -HIER- habt ihr übrigens die Möglichkeit, den Post von damals zu lesen. Stilistisch gesehen nicht gerade ein literarisches Meisterwerk, aber es beschreibt die damalige Gefühlslage ganz gut.

Heute soll es sich aber nicht mehr um die Zeit damals drehen und wie es war, sie zu erleben. Es geht viel mehr darum, euch zu erzählen, wie es mir heute, drei Jahre nach meiner Therapie geht. Wie ich die Zeit danach durchlebt habe, welche Schwierigkeiten es noch für mich gab und die Frage, ob ich heute glücklich bin und ganz ohne diese Last leben kann.

Ich weiß gar nicht so richtig, wo und wie ich überhaupt anfangen soll. Ihr könnt euch schon einmal darauf einstellen, dass dieser Post etwas länger wird, denn drei Jahre sind eine verdammt lange Zeit und natürlich ist in dieser Zeit sehr viel passiert. Ich würde sagen, wir reisen etwas in der Zeit umher und starten bei meinem Neubeginn. Die Zeit, als ich das Krankenhaus verlassen durfte, in dem ich insgesamt fast sechs Monate „lebte“. (Anm.: In dem Post „Federleicht“ steht 4 Monate. Über 4 Monate lang verbrachte ich in der zweiten Klinik. Die restliche Zeit bezieht sich auf eine andere Klinik, in der ich zuvor war.)

Die Zeit nach der Therapie verlief sehr blauäugig. Ich war optimistisch. Seeeehr optimistisch. Vielleicht sogar ZU optimistisch. Auch wenn in mir stets die unerträgliche Zahl meines neugewonnenen Gewichts schwebte, was damals etwa 55 kg ausmachten (von 47 auf 55 innerhalb von 6 Monaten – für mich enorm und ein großer Schritt), so fühlte ich mich auf irgendeine Art und Weise ein bisschen wie „Wonder Woman“. Ich gegen den Rest der Welt. Ich gegen die Krankheit. Ich habe sie besiegt. Ana, wie ich (und zig andere Betroffene) sie nannte(n), war zwar noch auf irgendeine Art und Weise präsent, aber sie war drauf und dran vollkommen aus meinem Leben zu verschwinden. Zumindest glaubte ich das. Dass sie nie verschwunden ist, weiß ich heute, knapp drei Jahre später, wesentlich besser. Ich kann mich immer noch sehr gut an die letzten Worte, die meine Therapeutin mir auf den Weg mitgegeben hat, erinnern. Damals sagte sie zu mir: „Lisa, wir werden uns wieder sehen. Ich wünschte, unter anderen Umständen. Aber das wird wohl nicht passieren.“ Was sie mir da so durch die Blume mitteilte, war im Endeffekt ein philosophisch zusammenkonstruierter Satz, der ins Normalodeutsche übersetzt folgendes bedeutet: „Bis zum nächsten stationären Therapieaufenthalt in xx Wochen mit xx weniger Kilos.“ Sprich – sie rechnete fest damit, dass ich trotz „Fastnormalgewicht“ (bei meiner Größe entsprechen 55 kg immer noch dem Untergewicht) wiederkommen würde und ich alles andere, als geheilt war.

Auch wenn der Krankenhausaufenthalt sehr viele schöne Erinnerungen mit sich bringt (ja, ehrlich!) und ich mich in den Räumlichkeiten oft in Sicherheit wog, beschützt von der Außenwelt, so stand für mich gleich fest, dass ich nie wieder zurück möchte. Während ich dafür kämpfte, mein Leben wieder in geregelte Bahnen zu lenken, verpasste ich auch einiges. Von den zwei Tagen im bewusstlosen Zustand auf der Intensivstation einmal ganz zu schweigen. Der 23. und 24. Mai 2012 sind vollkommen ausradiert. Es ist so, als würde es diese Tage in meinem Leben gar nicht geben. Das schmerzt mir am meisten, denn es ist verlorene Zeit, die ich nicht wirklich leben konnte. Zurückgeben kann mir diese Zeit niemand. Ich muss damit leben, dass diese zwei Tage in meinem Leben fehlen, aber was sind schon zwei Tage?Der frech umschriebene Satz meiner Therapeutin tat sein Übriges. Für mich stand fest: „Nein, du wirst mich NIE wieder sehen! Zumindest nicht als Patientin.“ Und ich habe es geschafft – bis heute.

Ehrlich gesagt habe ich es sogar „besser“ geschafft, als mir lieb war. Ich nahm noch mehr zu. Viel mehr. Am Ende war es so viel, dass ich mich nicht einmal mehr traute, mich zu wiegen. Bis heute weiß ich die Zahl nicht, aber ich kann euch sagen, dass ich ganz schön proper beisammen war und so langsam tatsächlich in die Breite ging, Hamsterbäckchen bekam und ordentlich Speck mit mir rumschleppte. Das war für mich die Katastrophe schlechthin! Erst als mir selbst richtig bewusst wurde, dass ich allen Anschein nach sogar mehr geworden bin, als ich es vor der Krankheit war, machte es Klick. Wie konnte ich mich nur so gehen lassen? Ich glaube, vor einem Jahr habe ich den dicksten Zeitpunkt meines Lebens erreicht. Fotos von damals existieren kaum und ich glaube nicht, dass ich den Anblick meiner Selbst hierbei ertragen könnte. Das Gefühl, das ich damals hatte, ist sehr schwer zu beschreiben. Irgendwie fühlte ich mich, als hätte ich versagt. Anas Stimme wurde dann selbstverständlich wieder ein bisschen lauter. Sie hat mich ordentlich ausgeschimpft und mir eingeredet, ich sei hässlich. Und genauso fühlte ich mich auch. Wie konnte ich es nur zulassen, mich bezüglich der Ernährung und des Sports nur so gehen zu lassen? Der alten Lisa sah das ganz und gar nicht ähnlich. Ich war sauer. Sauer auf mich selbst! Und so langsam begann ich, mich wieder zu hassen. Der Hass kochte empor, weil ich es zuließ, mich so gehen zu lassen, nicht auf mein Gewicht oder den Sport achtete und nun so aussah, wie ich damals aussah. Aber der Hass befand sich auch auf einer ganz anderen Seite: Ich hasste mich selbst, dass ich mein Leben wieder so sehr von Aussehen, Gewicht und Essen abhängig machte, anstatt es zu genießen. Wie auch schon damals in der wildesten Magersucht, wo ich nur noch abgemagerte 47 kg bei 1.73 m Körpergröße auf die Waage brachte.

Als es *Klick* gemacht hatte (Ende August 2014), hatte es leider nicht richtig *Klick* gemacht. Es folgten Hungerkuren und meine Ernährung bestand überwiegend aus dosenweise Energy Drinks Sugarfree, die ich in Rekordzeit leerte. Tray für Tray (ein Tray hat 24 Dosen btw., das sind 180 Kalorien pro Tray). Ab und an „gönnte“ ich meinem Körper einen „Cheat Day“, denn auf Dauer hätte ich das bestimmt nicht ausgehalten, so ganz ohne feste Nahrung zu leben, obwohl ich doch schon einen kleinen Rekord aufgestellt habe, auf den ich im Nachhinein betrachtet ganz und gar nicht stolz bin, darum verrate ich nicht, wie lange ich tatsächlich ohne fest Nahrung ausgekommen bin. Dieser Post hier soll nicht triggernd sein, obwohl ich auch gar nicht weiß, wie so etwas überhaupt dazu anspornen sollte, genau das gleiche zu tun, denn mein Körper hat sich gerächt. Bitterlich gerächt. Die Haare fielen mir aus, aber nicht nur ein paar einzelne Härchen, sondern büschelweise. Morgens wachte ich neben Haarballen auf und auch in meiner gesamten Umgebung, in der ich mich aufhielt, hinterließ ich DNA-Spuren. Ganz besonders erschrocken habe ich mich einmal nach einem Unitag. Der Seminarraum war während der gesamten Lehrveranstaltung abgedunkelt (wegen PowerPoint-Folien). Als das Licht wieder anging, war die Tastatur meines MacBooks voll mit blonden Haaren. Innerhalb von anderthalb Stunden ist mir gut eine Hand voll Haare ausgegangen. Warum ich zu der Zeit nicht vollkommen bis aufs Skelett abgemagert bin, liegt wohl an meiner Liebe zu Kaffee mit mehr Milch als Koffein. Auf diese Art und Weise bekam mein Körper seine ganzen Kalorien, aber wir wissen wohl alle, dass eine einseitige Ernährung nicht gut für uns ist, oder? Wobei – kann man hier noch von Ernährung sprechen? Wohl kaum.

So, wie sich die ganze Sache entwickelte, machte es den Anschein, als hätte meine Therapeutin doch recht behalten, mich irgendwann wieder in der Klinik als Patientin zu treffen. Die Magersucht schlang ihre bösen Fäden wieder um mich und hatte mich um Haaresbreite bald wieder in ihren Fängen. Mental war ich sowieso bereits wieder höchst anorektisch. Gefangen in einem Strudel, der mich schier wahnsinnig machte. Die Gedanken kreisten wieder permanent ums Essen und um mein Gewicht. Ich sah mich im Spiegel an und hätte ihn am Liebsten einschlagen können. Anfang des Jahres war das ganz besonders schlimm. Es kostete mich sogar ein bisschen Überwindung, Bilder von mir selbst auf meinem Blog zu stellen. Ganz besonders traurig war ich, als ich nach diesem Post einen anonymen Kommentar bekam, dass ich sehr kräftige (das war jetzt die nette Umschreibung für das tatsächliche Wort „fett“) Oberschenkel hätte und ich dringend etwas gegen mein „Übergewicht“ tun sollte. Autsch, das saß. Und ja, ich habe geweint. Bitterlich geweint. Ich fühlte mich wie ein Walross. Die Gedanken kreisten ständig um die Zeit davor. Die Zeit, als ich stark untergewichtig war. Es war so, als wäre ich dem nicht würdig, mich als „Ex-Magersüchtige“ zu bezeichnen. Und ich fühlte mich so, als hätte ich verloren. Außerdem hatte der anonyme Kommentar einen Nerv getroffen. Ausgerechnet die Körperpartie wurde kritisiert, die ich neben meinem Bauch als größte Problemzone an meinem Körper ansehe. Die 47 kg leichte Lisa hätte mir wahrscheinlich den Kopf umgedreht, wenn sie mich so, wie ich jetzt aussehe, sehen würde. Ich kenne mein „altes“ Ich und ich weiß, wie ich damals war.

Damals war ich genauso, wie die Krankheit in zahlreichen YouTube Videos personifiziert dargestellt wird. Streng, kritisch, machte mich runter und verabscheute andere, die nicht dem Gewichtsstandard entsprachen, den ich als Ideal angesehen habe (mit Ausnahme meiner Freunde). Ideal war für mich damals nämlich nicht eine schöne, schlanke Figur, die gesund aussah, sondern Figuren, die weit unter dem Normalbereich lagen. Figuren, die jeder normale Mensch eindeutig als anorektisch sehen würde. Das war für mich das Ideal schlechthin und diese Idealvorstellung machte etwas mit mir. Ich wurde hochnäsig, arrogant und gemein. Würde man diese Charaktereigenschaften ebenfalls personifizieren, würde im Endeffekt nur ein hässliches Monster dabei rauskommen. Im Nachhinein betrachtet wird mir deutlich klar, dass nicht die äußere Hülle den Menschen macht, sondern das Innere – der Charakter. Mein damaliger Charakter war nicht schön, wobei ich mich auch fragen muss, ob das tatsächlich meine Charaktereigenschaften waren. Denn hätte man damals noch tiefer gegraben, das innere Schutzschild durchbrochen, wäre man zu einem zerbrechlichen, kleinen Mädchen durchgerungen, das im Endeffekt am Liebsten in Mamas Armen gelegen und geweint hätte. Das brachte mich zum Nachdenken. Wollte ich wirklich wieder so werden?

Nein – ich möchte nicht mehr zurück zu dem, was ich einmal war!!!

Ich begann, eine kleine Liste zu erstellen. Eine Liste, die mir klar vor Augen führen sollte, was die Krankheit mit mir macht, was ich geschafft habe und woran ich an schlechten Tagen denken soll. Punkt 1 (und mit Sicherheit der Wichtigste): Ich habe keine 6 Monate umsonst dafür gekämpft, wieder gesund zu werden. Mittlerweile versuche ich, dass diese anorektischen Gedanken keine Übermacht mehr über mich gewinnen. Es ist schwierig, aber es geht. Ich will mein Leben nicht schon wieder so stark von meinem Gewicht, meinem Aussehen und dem Essen abhängig machen, denn im Endeffekt bezahlt man damit nur einen hohen Preis. Einen Preis, den kein Mensch bezahlen sollte. Ich vergleiche mich zwar gerne mit anderen, aber im Grunde genommen ist es wichtig, dass ich mich so akzeptiere, wie ich bin. Kein Mensch ist perfekt. Es ist schier unmöglich, eine Perfektion zu erreichen und gerade deswegen sollte man dafür auch keine Zeit verschwenden. Das, was wirklich zählt und wichtig ist, sind doch die Menschen, die einen so lieben, wie man ist. Und man macht es diesen Menschen ziemlich schwierig, wenn man sich selbst hasst oder ständig unzufrieden ist. Immer wenn ich an meine Lieben denke, wird mir klar, dass ich kein schlechter Mensch bin. Dass ich gut so bin, wie ich bin. Meine Familie und meine Freunde mögen mich, also kann ich wohl kein so schlechter Mensch sein. Daran denke ich nun oft, wenn ich wieder stark mit mir selbst hadere. Manchmal gibt es sie einfach noch. Diese Tage, an denen man sich nicht im Spiegel anschauen kann/möchte oder die ganzen Fotos für den neuen Blogpost mit PhotoShop so überarbeiten möchte, dass zum Schluss ein makelloses Model dabei rauskommt, unabhängig davon, ob man danach noch seiner selbst ist. Solche Tage sind okay, solange man sich dadurch nicht in einen Strudel hineinziehen oder sich auf irgendeine Art und Weise herunterziehen lässt.

Das, was ich damit sagen möchte, ist, dass ich immer noch am Kämpfen bin. Dass ich wahrscheinlich nie wieder komplett geheilt sein werde. Aber ich kann damit umgehen. Es ist ein schwerer Weg, aber ich gehe ihn gerne, weil ich weiß, dass es sich lohnt, zu kämpfen. Ich will mein Leben glücklich führen und momentan bin ich wieder auf der richtigen Bahn. Zwar weiß ich, dass die Lebensqualität nie mehr so sein kann, wie vor der Krankheit, aber das heißt nicht, dass man nie wieder glücklich sein kann. Es verändert sich nun mal viel, wenn man einmal drin war und so ganz loslassen wird einem das Ganze mit Sicherheit nicht. Trotzdem sollte man nicht seine Zukunft davon abhängig machen. Schönheit wird nicht von einer Zahl auf der Waage definiert. Man strahlt Schönheit aus, wenn man glücklich ist und jeder Mensch ist auf seine eigene Art und Weise schön. Ich selbst weiß, dass es Wege und Möglichkeiten gibt, mich irgendwann in meinem Körper wohl zu fühlen. Irgendwann werde auch ich vor dem Spiegel stehen und zufrieden mit dem sein, was ich sehe. Dafür muss ich nicht hungern. Ich muss nur die richtige Balance finden: gesunde, normale Ernährung und ein effektives Work-Out. Ja, daran muss ich wirklich noch arbeiten, aber trotzdem stehe ich dem Ganzen positiv gegenüber. Auch wenn ich den absoluten Wohlfühlkörper noch nicht erreicht habe, ich habe etwas ganz anderes erreicht: ich lerne jeden Tag mehr, mich selbst zu lieben und zu akzeptieren. Darum – Magersucht lohnt sich nicht! 

Solltest DU von Anorexia Nervosa oder von einer anderen Essstörung betroffen sein (Bulimie, Binge Eating, Adipositas…) und suchst du jemanden, dem du dich anvertrauen kannst, dann darfst du mir unter cafeaulait.blog@gmail.com schreiben. Natürlich können sich auch Angehörige von Betroffenen bei mir melden. Dass alles streng vertraulich behandelt wird, stellt für mich eine Selbstverständlichkeit dar! 

PS: Bitte nicht böse sein, wenn ich nicht in Windeseile antworten kann. Im Juni ist leider Prüfungszeit, aber gerade bei solchen heiklen Themen bin ich bemüht, schnell zu antworten. 

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11 Comments

  1. Lisa, ich finde dich einfach nur beeindruckend, wirklich.
    Dass du hier so offen über deine Krankheit schreibst ist total mutig und ich kann mir vorstellen, dass es nicht unbedingt einfach war. Ich habe mir auch oft genug überlegt, etwas über meine Depressionen zu schreiben, habe mich aber dann dagegen entschieden. Ich gehe damit zwar offen um, aber ich möchte nicht, dass zu viel von mir selbst im Internet kursiert.
    Die Bilder unten haben mich übrigens total geschockt. Du warst so so dünn. Jetzt gefällst du mir einfach tausend Mal besser und ich hoffe sehr, dass es einem Teil von dir auch so geht (ich weiß ja, so krankhafte Denkweisen bekommt man nur sehr schwer aus seinem Kopf..). Ich weiß irgendwie noch gar nicht, was ich schreiben soll. Bin ziemlich geflasht und beeindruckt. Du bist wirklich eine tolle Persönlichkeit!

    Liebste Grüße,
    Julia

  2. Danke für diesen Post!
    Habe mich in vielen Dingen wiedererkannt und wenn man das so liest, dann wird man dran erinnert, dass man nicht so negativ denken muss. Möchte gar nicht zählen, wie oft ich schon wegen schlechtem Gewissen wegen Essen und dem Körper bei Dingen abgesagt habe. Glaub leider auch, dass man, wenn man einmal in die Sparte reingerutscht ist, da nicht mehr 100% rauskommt, sondern aufpassen muss, dass man in keins der beiden Extreme rutscht (zu viel oder zu wenig essen).

    <3

  3. toller post! es ist bestimmt sehr schwer so offen darüber zu schreiben und ich weiß nicht, ob ich das jemals könnte. ich hab ihn gerne und sehr interessiert gelesen! es hört sich an, als wärst du nach ein paar umwegen zu einer richtigen kämpferin geworden. und ich finde du siehst super aus. auch in dem post, mit den angeblich zu fetten oberschenkeln. die proportionen müssen an einem körper toll aussehen und das tun sie! ich wünsch dir alles gute 🙂
    liebst, laura

  4. Ich bin auch so groß wie du und fühle mich zu dick, weil ich von vielen weiß, die weniger wiegen als ich. Dabei ist mein Gewicht im Normalbereich 🙁 Darf ich fragen, wie viel du zurzeit wiegst?

  5. Liebe Anonym!

    Oh, das tut mir so Leid, dass du dieses Gefühl hast. Du darfst dich nie mit den anderen vergleichen, denn du bist auf deine eigene Art und Weise schön und es gibt ganz viele Menschen, die du damit verzauberst. Eben weil du so bist, wie du bist. Natürlich ist das manchmal nur ein schwacher Trost, weil man sich selbst auch gerne so akzeptieren möchte, wie man ist und oftmals unzufrieden ist, aber ich habe gelernt, dass es möglich ist, sich zu akzeptieren, auch wenn es manchmal schwer ist. Ich möchte nicht einmal zurückblicken und sagen: ich habe meine ganze Jugend damit verbracht, mir über mich und mein Gewicht Sorgen zu machen, anstatt sie zu genießen. Also genieße dein Leben, lebe es jetzt und versuch die bösen Gedanken auszuschalten.

    Momentan wiege ich schwankend zwischen 60-62 kg bei 1.73. Ich bin damit zwar nicht vollkommen zufrieden, aber es ist definitiv besser, als 47 kg bei der Größe zu haben. Aber ich muss auch dazu sagen, dass ich mich schon lange nicht mehr gewogen habe und jetzt Prüfungszeit war, da nehme ich immer ein bisschen ab, weil es stressbedingt ist. Aber das Gewicht alleine sagt nichts über deinen Körper aus. Wenn man viel Sport macht, kann man mit 60 kg auch schlanker aussehen, als wenn man 57 hat und keinen Sport macht. Gewicht ist nur eine Zahl, die nur wenig über deinen Körper und dich als Mensch aussagt.

    Ich wünsche dir Alles Liebe auf deinen weiteren Weg. Genieße dein Leben und vor allem: LEBE ES!

    Liebste Grüße
    Lisa

    PS: Bitte entschuldige für meine späte Antwort

  6. Liebe Lisa,
    zuerst einmal meinen Respekt für deinen Mut! Ich kann deine Gefühle und den ínneren Kampf zwischen „ihr“ und „dir“ so gut nachvollziehen. Aber es lohnt sich zu kämpfen, jeden Tag. Sonst würden wir so unglaublich viel vom Leben verpassen..und wofür? Für Zwänge und Verzicht? Dafür ist das Leben doch viel zu schön und viel zu kurz! Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Kraft! Ich bin gerade auch auf dem Weg in ein „neues“ Leben, du kannst gerne mal bei mir vorbeischauen.
    Liebe Grüße
    Anne
    http://trustyourgut1.blogspot.de

    • Hallo Anne!

      Danke für dein liebes Kommentar. Ich finde auch, dass es sich zu kämpfen lohnt 🙂
      Dankeschön, ich wünsche dir auch viel Kraft. Ich schaue gerne bei dir vorbei 🙂

      Liebste Grüße
      Lisa

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