Marrakech erleben: Travel Diary of Morocco

Travel Diary of Morocco

Marrakech erleben

Meine Eindrücke von Marrakech. Was haben wir erlebt? Wo haben wir gegessen? Würde ich Marrakech empfehlen? 

Marrakech liegt nun schon weit zurück. Ich kann es nicht glauben, dass die Reise nun doch bald wieder zwei Monate her sein soll. Ausständig ist noch das Travel Diary, welches ich euch versprochen habe. Zwar sind die Erinnerungen nicht mehr ganz so frisch, wie kurz nach meiner Rückkehr, aber eines steht fest. Ich werde die Zeit in und meine erste Reise nach Marrakech immer in besonderer Erinnerung behalten.

Fünf Tage waren zwar zu kurz, um mich vollkommen verändern zu lassen, aber Marrakech hat etwas in mir gemacht.

In der Wüste habe ich beispielsweise tief in mir drinnen viel reflektiert. Meine bereits gelebten Jahre Revue passieren lassen und mich gefragt, wo ich in den kommenden Jahren gerne hin möchte.

Das richtet sich jetzt nicht an die physische Ebene. Dass ich noch viel reisen möchte, ist klar. Vielmehr richtet es sich an den Aspekt: Persönlichkeitsentwicklung.

Wie möchte ich mich selbst entwickeln? Eine zentrale Frage, die ich mir gestellt habe. Aber das ist im Grunde genommen eine komplett andere Geschichte.

Wichtig ist jetzt erst einmal mein Travel Diary, welches heute im Vordergrund steht. Und da habe ich euch einiges zu berichten. Vorweg: Marrakech ist unvergleichlich mit all den anderen Destinationen, die ich bereits bereisen durfte. Marrakech hat zu Erfahrungen geführt, die ich nie wieder missen möchte. Und irgendwann kehre ich zurück nach Marokko. 

 

Irgendwann…

Tag 1 in Marrakech

Wir kamen erst zur Abendsonne in Marokko an. Somit hatten wir wenig Zeit, Marrakech sofort auf eigene Faust zu erkundigen. Wir entschieden uns, den Fahrservice unseres Riads in Anspruch zu nehmen, um einfach entspannt anzukommen. Das war absolut die richtige Entscheidung, denn so mussten wir uns nach einem vier Stunden Flug und der Anmeldung nicht zusätzlich stressen.

Airport To Do's

Anmeldung

Ganz wichtig: bevor ihr den Flughafen verlassen dürft, müsst ihr euch offiziell im Land anmelden. Anmeldeformulare liegen kurz vor der Passkontrolle bereit, aber keine Kugelschreiber. Nehmt daher selbst etwas zu schreiben mit.

ATM

Die Währung in Marokko heißt Dirham. Am geschicktesten ist es, wenn ihr noch am Airport Geld abhebt. Wir sind beide mit 200 Euro ausgekommen. Bargeld dabei zu haben, ist ratsam. Es ist schwer, vor allem in der Medina mit Karte zu bezahlen.

Dinnertime

In meinem letzten Beitrag habe ich bereits erwähnt, dass wir gleich im Riad zu Abend gegessen haben. Das war absolut die richtige Entscheidung, denn so konnten wir wirklich stressfrei den ersten Tag bei marokkanischen Spezialitäten ausklingen lassen und in aller Ruhe so richtig ankommen. Ich kann es euch nur empfehlen, es genauso zu machen, wenn ihr erst abends in Marokko landet.

Das Highlight dieses Dinners war jedoch nicht das ausgezeichnete Essen, sondern ein atemberaubend schöner Ausblick auf den noch atemberaubenderen Sonnenuntergang. Ein Gefühl wie aus 1000 und 1 Nacht.

Der Himmel war hellblau und rot gefärbt, wahrscheinlich durch den Wüstensand und das war ein Erlebnis, welches ich bestimmt nie vergessen werde.

Tag 2 in Marrakech

Auch den zweiten Tag starteten wir entspannt beim Frühstück und machten uns Pläne für den Tag. Danach wurde es touristisch. Wir wanderten quer durch die Medina und erkundeten das Herz der Stadt auf eigene Faust. Dadurch ergaben sich erste Möglichkeiten, sich mit der Stadt vertraut zu machen. Orientierung haben wir allerdings während des gesamten Aufenthaltes nicht gewonnen.

Good to know

Google Maps offline

Ohne Masterplan und Orientierungshilfe sollte man das Riad besser nicht verlassen. Wer nicht Unmengen bei der nächsten Telefonrechnung bezahlen möchte, wird die Mobilen Daten ausschalten müssen. Doch wie es so ist, funktioniert Navigation ohne Internet sehr schlecht. Darum unbedingt Maps Offline runterladen. Macht euch Gedanken, was ihr euch ansehen möchtet und ladet auch die Location eures Riads runter, damit ihr wieder zurückfindet.

Google Maps Offline war am Anfang eine kleine Herausforderung, aber irgendwann hat man den Dreh raus.

Es ist zwar definitiv kniffliger, aber nicht unmöglich. Darum: diesen Tipp unbedingt beherzigen. 

Kleidung

Marokko ist ein muslimisches Land. Darum solltet ihr auch die richtige Kleidung auswählen. So streng, wie man glaubt, ist es zwar nicht und wir sahen auch Touristen, die wirklich viel Haut zeigten, aber ich finde, alleine aus Respekt gehört es sich, sich kleidungstechnisch auch anzupassen. Das bedeutet:

  • bedeckte Schultern
  • bedeckte Knie
  • nicht bauchfrei
  • nicht tief dekoltiert
  • nichts durchsichtiges

Ich selbst trug luftige Culottes, Maxi- und Midiröcke sowie Maxikleider und Tuniken. Unbedingt auch auf festes Schuhwerk achten.

Snake Charmers

Überall am Hauptplatz hört man sie. Sie erschallt den ganzen Marktplatz. Die charakteristische Melodie, die Kobras tanzen lässt. Für unsere Kultur ist das vielleicht sonderbar. In Marokko jedoch Alltag. 

In Marrakech werdet ihr viele Dinge sehen, die man so nicht erwartet. Beispielsweise werden euch am Hauptplatz (Jemaa el-Fna) echte Kobras begegnen. Aber keine Angst, das ist sicher. Solange ihr kein Interesse zeigt und ihr nicht mit der Kamera auf die Schlangen draufhaltet, wird euch nichts passieren.

Tag 2: Marrakech Momente & Erlebnisse

Nach einer umfassenden Entdeckungsreise quer durch die Medina, führte uns unser erster Stopp in den La Jardin Secret, einer imposanten Gartenanlage inmitten der Altstadt. Nach der Besichtigung gönnten wir uns noch etwas zu trinken und nahmen auf dem Rooftop des Café Arabe Platz. Wer eine tolle Aussicht genießen möchte, ist hier definitiv richtig.

Nachmittags ging es dann auch schon in die Wüste. Wir nächtigten im Camp Scarabeo, umrahmt von der atemberaubend schönen Agafay Wüste. Es war bestimmt einer der unvergesslichsten Momente meines Lebens. Ich kann jedem, der einmal Urlaub in Marrakech macht, nur empfehlen, sich dieses Erlebnis nicht entgehen zu lassen. Wir genossen die friedliche Atmosphäre, tranken Minztee und aßen marokkanisches Gebäck. Wir entspannten auf der Veranda unseres Zeltes, ließen uns abends bei einem Dinner verwöhnen und lauschten weichen Gitarrenklängen. Dazu die sanfte Stimme eines großartigen Sängers. Wir beobachteten die Sterne, entdeckten den großen Wagen und durften sogar die Milchstraße bestaunen. Kerstin hat auch einen ausführlichen Bericht über das Camp Scarabeo verfasst.

Agafay Wüste

Tag 3 in Marrakech

Bereits vor Sonnenaufgang wurden wir wach, um selbigen auch sogleich beobachten zu können. Ich hatte noch nie einen so wunderschönen Blick auf die aufgehende Sonne. Es war atemberaubend, wie sich der Himmel in Sekundentakt verfärbte. Die Sonne schien so groß. Viel größer, als zu Hause. Danach gab es noch ein ausgiebiges Frühstück und noch ein paar kostbare Momente in der Abgeschiedenheit, ehe es wieder zurück ins bunte Treiben ging.

Wir checkten in unser zweites Riad ein und ließen es uns danach nicht nehmen, Marrakech noch viel ausgiebiger zu besichtigen. Wir wollten unbedingt sehen, was die Stadt an Kultur zu bieten hat. Sightseeing muss eben doch sein:

Bahia Palace

Ein wunderschöner Palast aus dem 19. Jahrhundert und im typischen orientalischen Stil erbaut. Eintritt: 70 Dirham.

Palace in Marrakech
Storch
Palais El Badi

Eine einst und auch immer noch imposante Palastanlage, die allerdings schon zerfallen ist. Für ein bisschen mehr Geschichte sind auch Museen dabei. Eintritt: 70 Dirham.

Palace in Marrakech

Zum Essen ging es danach ins „Café Des Espices.“ Es ist wirklich ein wunderschönes Café, aber das Essen war so lala.

Tag 4 in Marrakech

Unseren vierten und letzten Tag in Marrakech starteten wir wieder bei einem ausgiebigen Frühstück in unserem Riad. Auch an diesem Tag ging es noch an einen Tourismusspot.

  • La Jardin Majorelle: die beeindruckende Gartenanlage von Yves Saint Laurent. Eintritt: 70 Dirham.

 

  • YSL Museum: auch das Museum wollten wir uns ansehen, war aber letztlich sehr enttäuschend. Der Preis von 100 Dirham war für das, was geboten wurde, nicht gerechtfertigt. Der Eingang ist und bleibt aber dennoch ein Hingucker.
Garden Garden

Danach wollten wir auch wieder ein Lokal in der Medina testen. Es ging ins Café Nomad. Ein wunderschönes Lokal mit traditioneller marokkanischer Küche. Der Ausblick über die Medina ist fantastisch. Besonders bei Sonnenuntergang. Ausklingen ließen wir unsere Reise dann noch bei einem Orangensaft. Und das war der beste, den ich je getrunken habe. Lasst euch den bloß nicht entgehen.

Marrakech: Ein Resümee

Auch wenn es zu Beginn ein kleiner Kulturschock war, so hat mich Marrakech doch von Anfang an in seinen magischen Bann gezogen. Es war fast so, als wäre ich für einige Tage lang in einer komplett anderen Welt gewesen. Marrakech ist anders und bestimmt nicht so glamourös, wie es oft in den sozialen Netzwerken dargestellt wird. Aber Marrakech hat auch ganz viel Charme. Irgendwann möchte ich bestimmt wieder kommen.

Published by

Prev Bachelorette Party inklusive Checklist
Next Tape-In Extensions: Mein Traum von der langen Mähne

Leave a comment