My Trip to Portorose (Slovenia)

Portoroz, oder wie es im Italienischen heißt: Portorose ist wirklich ein wunderschönes Fleckchen Erde.  Dieses Wochenende zog es mich in den slowenischen Rosenhafen, um den Kurort etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Das war gar nicht so einfach, wenn man bedenkt, dass es direkt von der Arbeit um 7 Uhr morgens gleich mit dem Bus nach Slowenien ging. Ich bin kein Busschläfer und kann unter solchen Bedingungen nicht wirklich schlafen, doch schlechter Schlaf ist wenigstens ein bisschen besser, als kein Schlaf und so verpennte ich fast die ganze Busfahrt, die an einer slowenischen Raststation kurz unterbrochen wurde, wo ich feststellen durfte, dass es dort keinen guten Kaffee gab. Ein absoluter Horror für mich als bekennende Kaffeeliebhaberin.

Nach einer ewig langen Fahrt erreichten wir in der Mittagszeit die Idylle. Ich war sofort hin und weg von Portoroz. Lange Straßen entlang des Meeres, Olivenbäume soweit das Auge reichte und immer noch angenehme 25 Grad. Der Ausflug hätte nicht besser beginnen können. Mama, unsere Reisgruppe und ich checkten in ein traumhaft schönes Fünf-Sterne-Hotel ein, doch näheres dazu gibt es im nächsten Post der dreiteiligen Serie.

 

Das Programm des Ausfluges begann erst am nächsten Tag, somit hatten wir genügend freie Zeit zur Verfügung, um die Ortschaft auf eigene Faust zu erkunden. Ich war überrascht, dass anscheinend immer noch Badewetter herrschte. Damit habe ich ganz und gar nicht gerechnet. Ich habe mich eher für kühlere Tage gerüstet: Pullis, lange Hosen und Socken. Doch mit einem Bikini und einem Sommerkleid wäre ich tagsüber besser dran gewesen.

Was blieb mir anderes übrig, als mir einen Bikini vor Ort zu kaufen? Was die Geschäfte angeht, ist Portoroz wirklich ganz gut ausgestattet. Natürlich ist es keine Großstadt und dementsprechend ist auch die Auswahl an den Läden, aber es gibt einen DM (anscheinend haufenweise, denn ich habe, seit wir die Grenze passiert haben, wirklich einige gesehen), ein paar Boutiquen, Guess und Supermärkte, die auch in Österreich und Deutschland zu finden sind (Lidl, Hofer bzw. Aldi). Gibt es in Slowenien überhaupt eine Siesta? Das kam mir fast so vor, denn viele Läden waren vorerst vormittags und danach erst ab 15 Uhr wieder geöffnet. So musste ich anspruchslos zu den ersten Bikini greifen, den ich finden konnte, denn meine Mama wollte unbedingt schwimmen gehen.

Als Hotelgäste hatten wir kostenlosen Eintritt in eine Badeanlage. Mir persönlich war das Wasser viel zu kalt, doch meine Mama ist ziemlich abgehärtet. Die geht auch noch bei 19 Grad Außentemperatur schwimmen, sofern das Freibad noch geöffnet hat. Da ich aber unter Frostbeulentritis leide und bei den besagten 19 Grad am liebsten die Heizung ganz nach oben drehen würde, entspannte ich auf meiner Sonnenliege. 25 Grad halte ich noch gut aus, dennoch bildete sich schon ein Hauch von Gänsehaut auf meiner Haut, sobald sich die Sonne und die Wolken über den Weg kreuzten.

Trotzdem wollte ich ins Meer, doch weiter als bis zum Knöchel traute ich mich auch nicht rein, denn das Wasser war eiskalt. Mum empfand das nicht so, ehe ich mich versah, war sie im Wasser und auch andere Badegäste schienen das frische Wasser zu genießen. Somit ist es durchaus möglich, auch noch Mitte/Ende September im Meer zu schwimmen, doch wer genauso empfindlich ist, wie ich, wird keinen Gefallen daran finden.

 

Das Zeug kann ich euch nicht empfehlen. Schmeckt widerlich

Ganz umsonst habe ich mir den Bikini trotzdem nicht gekauft. Das Hotel besitzt eine kleine Thermenlandschaft mit Whirlpool und einen beheizten Swimmingpool, die Mum und ich nach einem kleinen mexikanischen Snack voll auskosteten. Über eine Stunde entspannten wir im 32 Grad warmen Whirlpool, schwammen etliche Längen und waren so erholt, dass wir vor lauter Entspannung auch noch unsere Zimmerkarte in der Umkleidekabine vergaßen. Zum Glück habe ich schnell reagiert – die Karte lag noch am selben Platz.

Den ersten Tag in Portorose ließen wir gemütlich beim Abendessen ausklingen. Auch dazu werde ich mehr im Hotelpost schreiben. Angrenzend war auch ein Casino. Ich bin nicht wirklich ein Freund von Glücksspielen, dafür ist mir das Geld viel zu schade, trotzdem wollte ich mal einen kurzen Blick nach innen werfen. So ein Casino sieht schon ziemlich luxuriös und edel aus. Einige aus unserer Reisegruppe spielten auch, hatten aber nicht so das richtige Händchen dafür und so ziemlich alle machten ein kleines Minus. Da bin ich doch froh, dass ich mein Geld nicht in Jetons, sondern in einen Cocktail und einen Campari Orange, den ich Mama spendierte, investiert habe, die wir als Abschluss an der Hotelbar, umrahmt von Pianoklängen, genossen haben.

Ich hätte wirklich noch gerne das Nachtleben von Portorose kennengelernt, aber ich war immer noch so kaputt von der Arbeit, sodass ich wirklich froh war, als ich mich endlich in ein richtiges Bett kuscheln und nur mehr schlafen konnte. Ein bisschen schade war das schon, doch dafür hatte ich viel mehr vom nächsten Tag. Was ich da gemacht habe, erfährt ihr dann im letzten Teil meiner Serie.

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