Tag : Anorexia Recovery

Not in Shape Already. So What?

Es stecken verschiedene Intuitionen hinter meinem Lebenswandel. Etliche Gründe haben mich dazu bewogen, mein Leben nun in eine positive Richtung zu lenken. Bis jetzt zahlt es sich auch aus. Natürlich war nicht immer alles eitler Sonnenschein. Ich gebe zu: Während dieser Recovery habe ich einige Rückschläge hinnehmen müssen, die ich allerdings mehr unter den Teppich gekehrt habe, als sie öffentlich preiszugeben. Das liegt allen voran daran, weil ich mich auf die positiven Dinge fokussieren und nach Außen hin tragen möchte.

Dass nicht immer alles positiv verläuft, war mir realistisch betrachtet von Anfang an klar. Vor jeder Recovery oder Lebensstilumstellung sollte man sich dessen bewusst werden. Warum? Weil es menschlich ist, zu Scheitern oder Rückschläge hinzunehmen. Wir haben keine Superkräfte. Niemand kann immer 100% geben und das ist vollkommen normal. So geht es jeden von uns einmal und hat im Grunde genommen gar nichts mit Anorexie oder einer Essstörung zu tun. Also, positiv, aber auch immer schön realistisch bleiben.

Zurück zu den Intuitionen meines Lebenswandels. Warum ich mich dafür entschieden habe, ist im Grunde genommen ganz einfach. Ich will mich nicht mehr mit negativen Gedanken rund um die Themen Essen und Figur quälen. Dazu ist das Leben viel zu schön und zu kurz. Lebensqualität war und ist aber nur einer der Gründe, die mich zu diesem Schritt bewogen haben. Natürlich steht die Gesundheit im Vordergrund. Doch um nun ganz ehrlich zu sein: Auch mein Aussehen.

 

 

Not in Shape Already? So what?

Warum ich mich nicht verrückt mache, weil ich mein Ziel noch nicht erreicht habe

Wie wir bereits aus vorherigen Postings gelernt haben, führt Hungern nicht immer zwangsläufig zu einer erschreckend dünnen Figur. Erschreckend dünn möchte ich auch nicht mehr sein. Die Zeiten liegen definitiv hinter mir. Dafür strebe ich nun eine fitte, athletische Figur an. Nicht zu muskulös und schon etwas, wie soll ich sagen, zierlicher (wovon ich gerade weit entfernt bin). Ich bin mit 1.73 m ziemlich groß und fühle mich einfach nicht wohl, wenn ich etwas breiter bin. Das heißt nicht, dass ich so aussehen möchte, wie ein Victoria’s Secret Model. Inzwischen habe ich für mich herausgefunden, dass der Weg das Ziel ist. Worauf ich hinziele, weiß ich noch nicht wirklich, aber ich hoffe, dass es mir der Blick in den Spiegel eines Tages verraten wird, ohne den Überblick zu verlieren. Mit meiner Body Dismorphia ist das leider eine Herausforderung, darum versuche ich wirklich objektiv anstatt subjektiv zu sein.

Als ich im Dezember mit dem Sport und Ende Februar mit meiner Ernährungsumstellung begonnen habe, war es mein Ziel, bis zum Sommer meine Figur zu straffen. Fit und athletisch auszusehen. Einen flachen Bauch zu bekommen. Ja, das war mein Ziel und ist es immer noch. Nur habe ich es eben bis jetzt noch nicht erreicht. Macht mich das jetzt verrückt?

 

N E I N !

 

Retrospektiv betrachtet gab es eben ein paar Zwischenfälle, die das verhindert haben. Anfangs habe ich definitiv zu wenig gegessen. Unmöglich die Muskeln wachsen zu lassen. Meine Makros standen in einem unausgewogenen Verhältnis zueinander und meine Angst vor Kohlehydraten und Fetten in Form von Ölen haben leider auch dazu geführt, dass ich meinen Körper insbesondere diese beiden Makros zu wenig zugeführt habe. So etwas rächt sich irgendwann. Irgendwann musste ich auch erkennen, dass ich ohne Aufbau nie meine Muskeln zurückbekommen würde. Das Hungern hat seine Spuren hinterlassen. Inzwischen ist der Zeitpunkt gekommen, an welchem ich die körperlichen Auswirkungen bemerke und spüre, auch wenn ich selbst immer dachte, immun dagegen zu sein. Bin ich nicht. Das bittere Erwachen kam jetzt.

Außerdem -und das war immer eines meiner größten Probleme- will ich immer alles sofort und so schnell wie möglich. Ich bin ein Mensch, der in vielen Aspekten des Lebens zu Extremen neigt. Emotional, aber auch was meine Ziele betrifft. Ich würde nicht sagen, dass ich so jemand bin, der für seine Ziele über Leichen geht, aber ich bin ungeduldig. Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, so wird das stur verfolgt. Dadurch stehe ich mir leider oft selbst im Weg. Darum war es auch ein wichtiger Schritt, lockerer zu werden und generell meine Einstellung zu überdenken.

So, ich habe mein Ziel also noch nicht erreicht. Aber das ist okay. Warum? Weil ich in den sechs Monaten nun schon mehr als genug erreicht habe, was für einen positiven Schritt in Richtung Zukunft spricht.

 

Current Shape

 

Bikinistress

…und wie ich doch noch lockerer wurde

Zugegeben: Meine Einstellung zu diesem Thema war und ist nach wie vor nicht immer so locker. Es gab etliche Momente, an denen ich gezweifelt hat. Momente, die das Hungern erneut verlockend erscheinen ließen. Ich wollte mein Ziel bis zu diesem Sommer erreichen. Geschafft habe ich es trotz Ernährungsumstellung und Sport nicht. Ja, es war frustrierend. Vor allem weil Sport für mich nicht immer ein Vergnügen ist. Ausdauersport habe ich lieben gelernt, doch zu meinen Work-Outs muss ich mich überwinden. JEDES. MAL. AUFS. NEUE.

Ich habe wirklich viel Kraft und Zeit in meine körperliche Fitness und Ernährung gesteckt. Genügend, um eigentlich ein zufriedenstellendes Ergebnis zu sehen. Aber ich musste lernen, dass mein Körper keine Maschine ist. Dass seine Entwicklung und Transformation individuell ist. Und dass mein Körper das Hungern eben nicht so easy cheesy weggesteckt hat. Dass jede Entscheidung Auswirkungen hatte. Es wird noch eine Zeit lang dauern, bis ich mich von den Strapazen meiner Hungerphase erholen werde. Es fiel mir schwer zu akzeptieren, dass ich aufbauen muss und nein, mir macht der Aufbau leider alles andere als Spaß, aber er muss sein, um meine Ergebnisse zu bekommen, die ich haben will.

Jetzt lasse ich mich nicht mehr stressen. Mein Körper ist schon okay, so wie er ist. Dass Körperakzeptanz und Selbstliebe ein wichtiger Teil meines Weges ist, habe ich jetzt erkannt. Ich muss lernen, meinen Körper jetzt schon zu lieben, wie er ist. Er ist jetzt genauso gut, wie er auch wäre, wenn ich trainierter wäre. Wenn ich meine Zielform erreichen sollte, bin ich selbst als Mensch dadurch nicht besser. Und mein Körper ist es genauso wenig.

 

 


 

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5 Things I’ve learnt about nutrition & sport

Es ist nun ungefähr ein halbes Jahr her, als ich mich mit Sport dazu entschieden habe, meinen Lebensstil in eine positivere Richtung zu lenken. Meine Ernährungsumstellung liegt nicht ganz so lange zurück. Um genauer zu sein erst ca. 4 Monate. Trotzdem habe ich innerhalb dieser kurzen Zeit mehr über Ernährung gelernt, als in den 26 Jahren meines ganzen Lebens. Manche Erkenntnisse kamen nicht erst über Nacht oder über die Dauer meines Lifestylechanges. Ganz im Gegenteil. Doch so richtig kapiert und verinnerlicht habe ich sie erst jetzt.

Nachdem ich bereits einige Fortschritte und Erfolge verbuchen kann, möchte ich diese unbedingt an euch weitergeben. Gerade in der Anorexie ist es schwierig, viele verschiedene Dinge, welche den Ernährungsaspekt betreffen, zu akzeptieren. Und auch bei mir waren genügend Aspekte dabei. Unter anderem mein Carb-Problem. Dazu wird es allerdings noch einen gesonderten Blogbeitrag geben. Genauso wie zum Thema Laufen und wie ich den Sport lieben gelernt habe.

Doch heute soll es sich voll und ganz darum drehen, welche Dinge ich in letzter Zeit über Ernährung und Sport gelernt und verinnerlicht habe.

 

 

5 Things I’ve learnt about nutrition

1.) (Komplexe) Kohlehydrate sind nicht meine Feinde. Ich brauche Kohlehydrate, um funktionieren und meine Work-Outs ausüben zu können. Sie sind wichtig, um denken zu können und leistungsfähig zu bleiben.

2.) (Gesunde) Fette machen keinen dicken Hintern oder einen Schwabbelbauch. Ganz im Gegenteil. Nüsse, Avocados und Co. sorgen für glänzende Haare und verleihen meiner Haut Geschmeidigkeit.

3.) Es gibt kein „Bad Food“, sondern nur eine schlechte und unausgewogene Menge. Die Dosis macht das Gift.

4.) Das Sättigungsgefühl ist nichts schlimmes und auch kein Anzeichen dafür, dass man dick ist oder sich überfressen hat. Hunger hingegen ist kein gutes Gefühl. Es bedeutet auch nicht, dass man ein Vielfraß ist, wenn man nach einer kleinen Portion immer noch Hunger hat oder kurz nach dem Essen wieder Hunger bekommt, sondern dass der Körper mehr oder andere Nährstoffe braucht.

5.) Eine einseitige Ernährung macht auf Dauer nicht glücklich, nicht schlank und ist auch für den Körper nicht förderlich.

 

 

5 Things I’ve learnt about sport

1.) Kein Mensch ist ein Sportmuffel. Es gilt nur, den inneren Schweinehund zu überwinden, den wir alle haben.

2.) Es gibt für jeden eine Sportart die Spaß macht. Man muss sich nur dazu durchringen, diese auch zu suchen und so viel wie möglich auszuprobieren.

3.) Man sollte eine Sportart nicht sofort abschreiben. Manchmal lernt man erst später, sie zu lieben und zu schätzen. So war es auch bei mir beim Laufen.

4.) Sportpausen sind wichtig, darum sollte man Restdays unbedingt einhalten. Nur so wird ein Trainingserfolg erzielt.

5.) Sport und Bewegung gehen unglaublich stark mit dem persönlichen Mindset einher.

 

Gesunder Lebensstil: Sport und Ernährung

 

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Life Update #15: Life Changes, Life Chances.

Langsam streifen meine Finger über das kühle Glas der Fensterscheibe. Es ist kalt, obwohl wir schon längst April haben. Mein Blick taxiert meine Finger, wie sie langsam über die Scheibe gleiten. Ich habe mir einen Platz gesucht, an dem es warm ist. Auf meiner Fensterbank, über der Heizung im Badezimmer. Der wärmste Raum im Haus. Der Heimeligste, wenn mir kalt ist. Und dennoch: Ich zittere. Aber nicht vor Kälte. Nicht nur. Hinter mir liegt ein mühsamer Monat. Ein Monat, an dem ich beschlossen habe, dass es Zeit für Life Changes ist. Life Changes im Sinne von Life Chances.

Ich ergreife die Chance. Jetzt! Die Chance, die ich schön längst ergreifen hätte sollen. Aber ich tue es. Jetzt! Denn sonst, ja sonst wäre es zu spät. Und dieses „Zu Spät“ wäre nicht irgendwann eingetreten. Dieses dumme „Irgendwann“, das ich mir immer mühsam und mit verschlossenen Augen eingeredet habe. Das „Irgendwann“, das ich so lange von mir weggeschoben habe, weil ich es nicht wahrhaben wollte. Das Irgendwann, das schon allzu bald eingetreten wäre und all das, wofür ich in den letzten Jahren so gekämpft habe, wogegen ich so starken Widerstand geleistet habe, einfach so den Bach runtergeschwemmt hätte.

 

Ich gebe auf. Sie hat gewonnen!

 

Dieser Gedanke. Er hat mich verfolgt. Tagelang.
Wochenlang.
Monatelang.
Während ich meine Finger beobachte, wie sie über das kühle Fenster tänzeln, frage ich mich: „Bin ich wirklich ein Mensch, der so leicht aufgibt?“ Innerlich zucke ich zusammen. Aufgeben war nie eine Option. Tief in mir drinnen weiß ich die Antwort. Sie lautet „Nein.“ Es war eine Songzeile aus einem Eminemsong, der mir gezeigt hat, wofür ich im Bezug auf mich selbst wirklich einstehe:

 

Success is my motherfucking option! Fail is NOT!

 

Genau! Für Misserfolge bin ich nicht geboren. Und bevor das den Eindruck von einem Hauch Arroganz erwecken lässt, muss ich zugeben, dass ich Erfolg für mich ganz neu definiert habe. Hier geht es nicht darum, ein großer Internetstar zu werden. Es geht nicht darum, viel Geld zu verdienen. Auch nicht um die bestmögliche Ausbildung oder um einen Einser-Abschluss. Es geht um Life Changes. Um Life Chances. Seitdem ich ein wichtiges Gut jahrelang nicht mehr wirklich in meinem Leben habe, ist beruflicher und bildungstechnischer Erfolg nur noch nebensächlich. Dieses Gut ist viel wichtiger. Wichtig, um wirklich zu überleben. Es ist die Gesundheit. Gesund zu werden, da ich es selbst in der Hand habe, ist der Erfolg, auf den ich persönlich wirklich stolz sein könnte – sollte ich das Ziel erreichen.

 


 

Life Changes

 

Life Update #15

All about Life Changes & Life Chances.

Mein Lifeupdate im März habe ich gekonnt ignoriert. Fest verankert in meinem Contentplan, erscheint monatlich ein kurzes Update zu meinem Leben und was gerade alles um mich herum passiert. Und es ist ein Beitrag, den ich gerne schreibe. Es ist so, als würde ich euch noch mehr in meinen Alltag lassen. Noch mehr von meiner Persönlichkeit preisgeben. Euch eine größere Chance geben, die „echte“ Lisa hinter meiner Bloggerfassade kennenzulernen. Und ich lasse euch gerne in mein Leben. Erzähle euch mit Freuden, was es bei mir so Neues gibt. Es ist ein ungezwungenes Schreiben. Ein simples Plaudern aus dem Nähkästchen, so wie ich es auch bei Freunden während eines Kaffeeklatsches zu tun pflege.

Nur im Monat März fiel es ins Wasser. Kein Grund, mich dafür zu entschuldigen. Diesmal war nicht das Schreiben eines Life Updates fest verankert in meinem Alltag, sondern der erneute Versuch einer Recovery. Das Ernährungsthema hat mich stark eingenommen. Für andere Dinge im Leben hatte ich wenig Kopf. Dafür habe ich meinen Fokus wieder vermehrt auf meine „Anorexia Recovery“-Kategorie gelegt. Und das tat gut. Richtig gut. Ich wusste nicht, ob das Recovery Thema überhaupt einen Platz in meinem Life Update finden soll, weil es eben diese Kategorie gibt. Aber was bestimmt mein Leben gerade mehr, als mein Life-Changes-Versuch?

 

Life Changes

 

Recovering is hard, but it’s worth it!

Der fünfte Versuch soll mein letzter bleiben. Könnt ihr euch noch an diesen Beitrag erinnern? Es geht um genau diese eine Zahl. Fünf. Es geht darum, mit wie vielen Zufällen sie in meinem Leben zusammenhängt. Vielleicht ist der fünfte Versuch nun auch der, der erfolgreich ist. Ich habe mir selbst ein Versprechen gegeben. Das Versprechen, so leben zu dürfen, wie jeder andere auch. Das Versprechen, Ana endlich in den Wind zu schießen. Ich gebe immer mein Bestes, meine Versprechen nicht zu brechen. Bei Freunden. Bei euch. Warum soll ich dann ein Versprechen mir gegenüber brechen?

Recovering isn’t a walk in a park. Das ist einer meiner Standardsätze. Und es ist hart. Ich bin motiviert, aber Recovery ist hart. Die letzten beiden Wochen waren schwer. Wirklich steinig. Ich hätte während meiner Sofia-Reise vermehrt auf meine Ernährung achten sollen. Irgendwie wurde ich wieder in diesen Sog der Anorexie reingezogen, aber ich kämpfe mich wieder heraus. Step-by-Step und es wird besser.

Manchmal stehe ich vor dem Spiegel und dann kommen mir die Tränen. Die Gründe sind oft ganz unterschiedlich. Mal, weil ich nicht weiß, wie ich es schaffen soll und nicht 100% geben kann. Mal, weil ich stolz auf mich bin. Aber es gibt ganz viele Momente der Ausgelassenheit. Ich erlebe viele glückliche Momente, weil ich so viel Unterstützung von Außen bekomme.

Manchmal macht mir der Optimismus der anderen Angst. Es sind Momente, die mich überfordern. Manchmal. Weil ich nicht weiß, ob ich dem gerecht werden kann. Doch dann wird mir klar, dass ich mir von diesem Optimismus eine Scheibe abschneiden muss. Denn der Mensch, der zu 100% an mich glauben muss, bin ich selbst. Nach und nach fasse ich immer mehr Mut. Mein Handgelenk wird von einem Armband geziert. Die Worte „Hope“ zeigen mir, dass, auch wenn der Glaube einmal fehlt, es immer noch die Hoffnung gibt. Und die habe ich wirklich in mich.

 

Life Changes Life Changes Life Changes Life Changes

 

Outfitdetails zu meinem pastellen Look – für Life Changes müssen wieder mehr Farben in mein Leben…

Kleid, Pullover & Jeansjacke*: Orsay
Ankle Boots*: Tommy Hilfiger
Sunnies*: RayBan
Bag: Shootbag

Hierzu gehören auch Knallfarben. Zu diesem Thema durfte ich sogar einen Beitrag für den Otto Trendguide verfassen -HIER-

 


*PR Samples

Picture Credits: Seven&Stories

 

Life Update #4: Ein kleiner Lichtblick

 

Oh Boy! In meinem Leben geht es momentan so etwas von drunter und drüber, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Es prasseln so viele Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse über mich herein, sodass ich gar nicht weiß, wie ich das alles in meinen Gedanken fein säuberlich strukturieren und ordnen soll. Aber alles von Anfang (und auch hier gut strukturiert).

 

Life Update #4

Uni

Gefühlt jedes Life Update beginnt mit dem großen Thema: Uni! Inzwischen bin ich nicht mehr so pessimistisch, wie noch am Anfang des Jahres. Klar, die englischsprachige Primärliteratur ist da und ja, die muss ich so weit auseinander nehmen, bis ich sie verstehe. Aber mittlerweile erkenne und ziehe ich auch die Vorteile daraus. Ich habe gelernt: Man versteht die Texte trotzdem besser, weil man sie intensiver durchliest und man bekommt doch so langsam eine Ahnung von der Materie. Juhu, ein kleiner Lichtblick.

Letztendlich war auch meine „Forschungswoche“ in meinem Untersuchungsgebiet eine wichtige Erfahrung, die ich machen musste, um endlich aus meinem „Diplomarbeitstief“ herauszukommen. Im Zuge dessen habe ich nicht nur fast meine ganzen letzten Daten mitgenommen, sondern auch die Unterstützung gemerkt und es ist toll, dass ich mit dieser Arbeit nicht ganz alleine gelassen wurde. Man sieht also: Der Abschluss ist doch nicht so gefährdet, wie ich anfangs geglaubt habe. Hashtag #graduationindanger werde ich auf Twitter somit hoffentlich nicht mehr wirklich brauchen.

Bedauerlicherweise bin ich mit den Interviews doch nicht ganz fertig geworden. Terminabänderungen kommen immer vor. Gerechnet habe ich damit nicht, aber das heißt für mich, dass ich noch einmal ran muss. Zuerst werden jedoch die bereits bestehenden Interviews transkribiert und das bedarf sowieso unzählige Stunden. Hätte ich mir nicht gedacht.

 

Blog

Der kommt momentan zu kurz. Die Gründe brauche ich nicht erläutern, denn die kennen wir alle. Doch an dieser Stelle DANKE für eure Unterstützung. Ihr macht mir immer wieder so viel Mut und schreibt mich trotz Zeitmangels nicht ab. Das große Verständnis lindert mein schlechtes Gewissen euch gegenüber erheblich. Zwar möchte ich den Blog endlich auf das nächste Level bringen, aber manchmal muss man seine Prioritäten anders setzen.

Trotzdem -und das kann ich schon einmal verraten- meine Grazer Blogger Mädels und ich sind gerade hochmotiviert dabei, unsere gemeinsamen Kooperationen zu planen. Es wird eine langfristige Geschichte sein, also seid gespannt. Wir hatten sogar schon unser erstes Fotoshooting als Grazer Blogger Team und es fühlt sich fast wie ein gemeinsames kleines Unternehmen an.

Außerdem ist es schön, dass ich mich auch auf die Unterstützung der Mädels verlassen kann, vor allem, weil ich mir als Diplomandin gerade ein paar Sonderrechte heraushole, aber auch in dieser Abschlussphase versuche ich, mich in unsere Zusammenarbeit so gut, wie es geht, zu integrieren.

Schaut doch gerne bei unserer Facebookseite vorbei. Wir freuen uns über jede Unterstützung.

 

Fotografie

Natürlich habe ich immer noch nicht genug davon, Menschen zu fotografieren. Ich habe mich in der Hinsicht wieder ein bisschen „weitergebildet“. Als die Bilder für meinen letzten Post gemacht wurden, habe ich selbstverständlich die Chance ergriffen, um auch Fotos von meiner Fotografin zu machen. Eine Hand wäscht die andere, würde ich sagen. Ob ich die Fotos online stelle, weiß ich noch nicht, weil ich sie mir erst ansehen muss, ob ich mit meinem eigenen Werk überhaupt zufrieden bin, aber ich bin glücklich, dass ich wieder ein bisschen mehr Zeit mit der Fotografie verbringen konnte. Die Liebe zur Fotografie wächst einfach von Mal zu Mal. Das habe ich ganz vergessen. Unglaublich, aber wahr.

Nichtsdestotrotz bin ich jetzt an einem Punkt angelangt, an dem ich merke, dass es einfach Dinge gibt, die ich mir nicht selbst beibringen kann. Darum möchte ich nach meinem Abschluss an der Uni unbedingt einen Fotografieworkshop besuchen.

 

Ernährung

Ich weiß, dass ihr immer großes Interesse am Thema Ernährung habt. Ich muss sagen, so ganz gut läuft es immer noch nicht. Jedenfalls nicht so, wie ich es mir wünsche, darum muss ich offen und ehrlich gestehen, dass ich momentan ein paar Schwierigkeiten habe und dass mir oft der Appetit fehlt. Wenn ich trotz Hunger in den Supermarkt gehe, bin ich oft überfordert und weiß gar nicht, was ich überhaupt essen mag. Irgendwie habe ich auf gar nichts Lust und dann doch wieder auf alles. Das wird sicher wieder besser. Ich bin zuversichtlich, dass auch der Appetit wiederkommt und denke, das ist einfach nur stressbedingt und der geht auch einmal vorbei.

 

Februargoals

Einfach überleben. Das wird sich so schnell nicht ändern. Ich bin es gar nicht gewohnt, mich so intensiv mit einem einzigen Thema zu beschäftigen. Nach wie vor ist es interessant, aber ein paar Hürden gibt es immer noch zu meistern. Ansonsten möchte ich es trotzdem schaffen, ein paar gut recherchierte Blogposts für euch rauszuhauen, denn auch wenn es gerade drunter und drüber geht: Seine Leidenschaft darf man einfach nicht auf Eis legen. Das heißt: Ich muss an meinem Zeitmanagement arbeiten. 

Auch mit meinen Freunden möchte ich wieder mehr machen, darum freue ich mich riesig darauf, wenn wir uns im Kino den zweiten Teil von Shades of Grey ansehen. Wer sieht sich den Film noch an?

 

Weihnachten mit Anorexia Nervosa

 

Weihnachten – die schönste Zeit im Jahr. Überall duftet es herrlich nach Zimt, Vanille und Lebkuchen. Glühweintrinken am Weihnachtsmarkt wird zum absoluten MUSS! Es ist die Zeit der Leckereien und Kalorienbomben. Die Zeit, in der auch mal mehr geschlemmt werden darf. Ganz ohne Gewissensbisse. Doch wenn man unter einer Essstörung leidet, kann man diese zu der Advents- und Weihnachtszeit genauso wenig abstellen, wie unter dem Jahr. Die Krankheit existiert weiterhin und wird bei dem Überangebot an Lebkuchen, Spekulatius und Zimtsternen in der Weihnachtszeit zum absoluten Horror.

 

Weihnachten – die schlimmste Zeit im Jahr

Über Anorexie in der Adventszeit

Weihnachten ist nicht für jeden Menschen eine schöne, besinnliche Zeit. Mal abgesehen von dem ganzen Stress, müssen viele Menschen ihr Weihnachtsfest alleine verbringen oder/und haben kein Dach über dem Kopf, geschweige denn zu essen. Da scheint es mir fast so, als wäre Magersucht oder eine andere Form der Essstörung in der Adventszeit ein Luxusproblem. Aber da ich kein richtiges Problem als Luxus abstemple, schon gar nicht eine Krankheit, auch wenn man selbst dafür mitverantwortlich ist, möchte ich dieses negative Label von Luxusproblem sofort aus diesem Post verbannen. Für mich war es damals ein richtiges Problem. Insgesamt habe ich vier Weihnachtszeiten mit Anorexie hinter mir. Zuletzt im vorigen Jahr. Und es war eine Katastrophe, wobei ich mich im letzten Jahr zum ersten Mal richtig bemüht habe, die Zeit doch zu genießen. Erstmalig in meiner Krankheitsgeschichte. Und gerade das war eine Bestandsprobe, gespickt mit unzähligen Momenten des schlechten Gewissens.

Wir alle wissen, dass es ein schwerer Kampf ist, eine Essstörung auszustehen. Man muss es selbst nicht einmal miterlebt haben, um es zu wissen. Wobei Nichtbetroffene immer ein anderes Bild vor Augen haben und einige meinen, dass man einfach wieder zu essen anfangen müsste. Typisches Label der Anorexie oder einer anderen Essstörung. Da es aber nicht so leicht ist, mit seiner psychischen Krankheit einfach aufzuhören, muss man sich auch der Herausforderung der Weihnachtszeit stellen. Was die Weihnachtszeit für mich so schwierig gemacht hat, war die permanente Konfrontation mit dem Essen. Mit ungesundem Essen. Und diese Konfrontation war so ein negativer Verstärker in meinem durcheinandergewirbelten neurologischen System, sodass ich richtige Angstzustände ausgestanden habe. Mein erstes „anorektisches“ Weihnachtsfest war halbwegs erträglich. Ich machte zu der Zeit viel Sport. Doch die anderen, die, in denen ich zu schwach war, um Sport zu betreiben, waren schlimmer denn je.

 

Gefahrenzeit Weihnachten

Die Weihnachtszeit war für mich insbesondere deswegen eine Gefahrenzeit, weil ich nicht unter dem restriktiven Typus einer Anorexie litt (näheres zu den Subtypen findest du hier), sondern dass ich durchaus auch Zeiten mit Essattacken hatte. Und gerade in der Weihnachtszeit war ich anfällig dafür. Ich glaube, es liegt nicht nur daran, dass zu dieser Zeit kalte Temperaturen herrschen, sondern eher an diesem bereits erwähnten Überangebot an Kalorienbomben. Diese Kalorienbomben waren meistens der Auslösefaktor, dass alles außer Kontrolle geraten ist. Ich habe zwar oft diszipliniert versucht, mein restriktives Programm auch in der Weihnachtszeit durchzuziehen, aber sobald meine Geschmacksknospen mit Zucker in Kontakt gekommen sind, war es aus. Und diese Gefahren lauern in der Weihnachtszeit überall. Manchmal hatte ich das Gefühl, ich würde vor dem Essen flüchten. Sagte Treffen am Weihnachtsmarkt ab, weil ich keinen Glühwein trinken wollte. Sogar der übertrieben gesüßte Tee am Weihnachtsmarkt machte mich wahnsinnig.

Letztes Jahr sagte ich diese Glühweintreffen nicht mehr ab. Ich war oft am Weihnachtsmarkt, aber gleichzeitig fühlte ich mich auch vollkommen außer Kontrolle. Diese verdammten 300 g, die ich im letzten Jahr im Dezember zugenommen hatte, machten mich wahnsinnig. Dabei waren es nur 300 g  – dafür aber viel Gejammer und der Beschluss, dass Glühwein ab sofort tabu für mich sei. Überreden ließ ich mich dann meistens doch immer, weil ich mir einredete, dass diese 300 g eh nur Wasser sind. War es wahrscheinlich auch. Trotzdem – die Waage wurde zu dieser Zeit noch mehr eingesetzt, als sonst. Ich war besessen davon, Buch zu führen, um den Grund für meine „starke Gewichtszunahme“ zu finden. Und immer wieder diese Angst, noch mehr zuzunehmen, die Kontrolle zu verlieren und nicht mehr diszipliniert zu sein. KATASTROPHE!

 

…und dann ist da noch das Weihnachtsfest mit der Familie

Ich kann mich noch daran erinnern, wie viele Diskussionen wir am Weihnachtsabend hatten. Natürlich wollte ich auch an Heilig Abend mein eisernes Programm durchziehen. Nichts essen oder nur meine „erlaubten Nahrungsmittel“. Safe Food ist bekanntlich wenig weihnachtlich. Man versucht sich auch am Weihnachtsabend zu kasteien und das führt oftmals dazu, dass man seine Familie an diesem besinnlichen Familienfest verletzt. Ich finde, keine Familie hat es verdient, dass man auch an Heilig Abend seine Krankheit in den Fokus stellt. Gerade zu dieser Zeit sollten Sorgen einmal beiseite geschoben werden – sofern man die Möglichkeit dazu hat. Und ich habe diese Möglichkeit. Ich habe diese Möglichkeit, dieses Fest mit einer wunderbaren Familie zu feiern. Ich habe ein Dach über den Kopf und zu essen. Dafür sollte man dankbar sein. Zumindest seiner Familie zuliebe. Auch wenn es für einem selbst eine Überwindung bedeutet.

Meine „anorektischen“ Weihnachtsabende haben immer in einer Essattacke geendet. Meistens dann, wenn schon alle im Bett waren. Und für mich war das natürlich nicht schön. Mir kommen jetzt sogar noch die Tränen, wenn ich daran denke. Aber dennoch wusste ich, dass ich zumindest meiner Familie kurzfristig die Sorgen nehmen konnte. Genau in dem Moment, als ich bei ihnen am Tisch saß und genauso gegessen habe, wie sie. Ich glaube, für meine Mama war das zu dieser Zeit immer das Schönste an Weihnachten, auch wenn es für mich der Horror war. Ich wusste, wie das „normale Essen“ enden würde. Aber ich habe es immer in Kauf genommen. Weil ich niemanden traurig machen wollte.

 

Die Weihnachtszeit 2016

Ein Jahr ist mein letztes Weihnachtsfest mit Anorexie nun her. Heuer habe ich diese Problem nicht mehr. Zumindest ist es aktuell verdrängt. Aber ich versuche die Weihnachtszeit heuer extrem zu genießen, das nachzuholen, was ich verpasst habe. Auch wenn das bedeutet, dass meine aktuelle Ernährung creepy ist (der Grund, warum ich aktuell auf weitere Ernährungsupdates verzichte). Aber hey, ich habe im letzten Jahr so viel verpasst und außerdem schreibe ich gerade meine Diplomarbeit und lerne noch für meine letzte Prüfung. Da habe ich mir die Weihnachtskekse wohl verdient! 

 

Fear Food Wins: January #1

Fear Food Wins

January #1

In einen meiner Anorexieposts habe ich euch etwas über Fear Food und Fear Food Wins erzählt. Obwohl der Januar kein leichter Monat war und ich mich in der BP-Phase befunden habe, gab es auch Tage, die ganz gut funktioniert haben. Mit Sicherheit kann ich mich nicht mit Ruhm bekleckern, aber es gab durchaus Tage, die nicht in einem reinen Desaster geendet haben oder vollkommen restriktiv waren. Ich habe mich auch bewusst für „Fear Food“ entschieden, weil ich mir selbst beweisen wollte, dass es auch anders geht und dass der Konsum von Fear Food nicht zwangsläufig zu einer Essattacke führen muss. Meine großen Ziele: Essen nicht mehr als Fear Food zu sehen und Essen keinen so großen Stellenwert in meinem Leben mehr geben! Essen soll normal sein und nichts, was mich stolz machen soll. 

Ich weiß, dass ich etwas ganz Normales im Leben momentan stark glorifiziere. Essen besitzt in meinem Leben einen großen Stellenwert. Es ist nicht so, dass man mit einer Essstörung Essen verabscheut. Ich persönlich liebe ästhetische Foodbilder & Foodstyling. Ich fotografiere es gerne, richte es mit Vorlieben an und koche mit Freuden. Nur mit dem selber essen hapert es. In einer Essstörung setzt man sich sehr stark mit Lebensmittel auseinander. Man analysiert, vergleicht und man spricht positiv davon. Man könnte sich wirklich den ganzen Tag damit beschäftigen. Man zählt auf, was man mag und was einem gut schmeckt. Die Umsetzung in der Praxis ist jedoch oftmals problematisch. Doch Essen soll nicht nur da sein, um es anzusehen, es zu kochen und zu fotografieren.

Mit den Fear Food Wins habe ich eine Möglichkeit gefunden, wieder zu einen meiner Wurzeln zurückzukehren. Der Foodfotografie und das Teilen von Rezepten. Ich möchte schließlich nichts auf diesem Blog zeigen, was ich nicht selbst gegessen habe und wovon ich nicht überzeugt bin. Jetzt würde es mir so heuchlerisch vorkommen, wenn ich so tun würde, als ob. Das ist nicht Sinn der Sache. Für die meisten von euch mögen dies ganz normale Portionen sein. Ein ganz normales, simples Mittagessen. Für mich waren es teilweise Dinge, mit denen ich gehadert habe. Bei denen ich lange darüber nachgedacht habe (besonders bei der Schokolade). Dinge, die mir ein schlechtes Gewissen beschert haben. Aber Dinge, die sein mussten, um wieder zu einer Normalität zurückzukehren.

Ich erkläre euch auch, was an den bestimmten Gerichten für mich ein Fear Food ist und wie ich mich danach gefühlt habe. Es waren im Übrigen auch deswegen Fear Food Wins, weil es zu keinem BP-Verhalten geführt hat. Nicht nur das Essen alleine ist der Win, sondern die Tatsache, dass es in keinem Desaster geendet hat. Ich brauche kein Lob dafür, das ich was gegessen habe. Ich habe es zum Beispiel immer gehasst, wenn meine Mutter mich gelobt hat oder mir jemand damals im Krankenhaus gesagt hat, wie „gut ich das gemacht habe“. Trotzdem will ich kleine Erfolge dokumentieren, festhalten und mit euch teilen. Um zu zeigen, das man kämpfen kann. Das es möglich ist. Und für mich. Um meine kleinen Erfolge zu visualisieren.

 

Schlemmerfilet3 - 1

 

Fischfilet

mit Macadamiakruste, sautiertem Gemüse und Süßkartoffelsticks

Fear Food weil: Macadamia, Butter und Brösel (Paniermehl)

Gewissensbarometer: Mittel. Ich habe einfach versucht, alles auszublenden und mich nicht zu sehr auf diese Mahlzeit zu fokussieren.

 

Pralinen1 - 1

 

Pralinen

Fear Food weil: Schokolade, buttrige Füllungen

Gewissensbarometer: Das schlechte Gewissen war „over the stars“. Vielleicht war es keine gute Idee, direkt nach dem Mittagessen noch etwas Süßes zu essen, weil ich ohnehin ein bisschen gehadert habe. Aber warum soll ich mir von der Krankheit alles verderben lassen?

 

Toasti

 

Avocado Toast

mit Feigen-Ziegenkäse, Käse, Spiegelei und Wedges

Fear Food weil: (weißes) Toastbroat, Avocados, Käse und Kartoffeln.

Dazu wird es auch das Rezept geben.

Gewissensbarometer: Ich fühlte mich danach ganz okay und habe versucht, mich anschließend auf das Lernen zu konzentrieren.

 

January Fear Food Wins

 

Sushi

Fear Food weil: weißer Reis, Sesam

Zugegeben, die Portion ist nicht wirklich groß. Ich saß lange vor dem Teller, habe ihn angestarrt, mir dann aber gedacht, das es wohl nicht wahr sein kann, dass ich gerade am Überlegen bin, ob ich mein Lieblingsessen essen soll/darf/kann. No chance to Anorexia! Letztendlich hat es doch funktioniert und es war wirklich gut. Mein letztes Sushi hatte ich irgendwann gegen Ende Oktober. Remember the big Sushi Plate auf Instagram? Da habe ich weniger geschafft, als auf diesem Teller drauf ist. Den Rest durfte ein Freund von mir verputzen. Wenn ich so daran zurückdenke, macht mich das ein bisschen traurig und ich merke, wie sehr mich diese Krankheit einnimmt. Die alte Lisa hätte sich wahrscheinlich ein Sushiröllchen nach dem anderen reingeschaufelt, sodass meine Freunde vielleicht ein oder zwei Röllchen erwischt hätten.

Gewissensbarometer: Ein schlechtes Gewissen war kaum vorhanden. Die Portion war schließlich mehr als Mini und mehr Snack als eine vernünftige Mahlzeit.

 

Unpictured

Ansonsten war ich noch zweimal mit meinem besten Freund einen Burger essen. Irgendwie geschieht es mir leichter, wenn ich mit jemanden zusammen esse, den ich vertraue. Da geht es meistens auch ziemlich unproblematisch. Ich denke nicht lange nach, sondern esse einfach. Bei fremden Menschen fällt es mir immer ein bisschen schwerer. Das sollte nicht mein Leben bestimmen.

 

Habt ihr noch Fragen?

Wollt ihr noch mehr zu dem Thema „Essstörungen“ erfahren. Habt ihr konkrete Fragen? Dann könnt ihr das gerne HIER tun. Wollt ihr über etwas bestimmtes Bescheid wissen? Lasst es mich wissen. Ich richte diese Posts gerne nach euren Interessen aus.

Living withOUT Anorexia (Update)

Vor nicht einmal ganz drei Jahren habe ich euch einen tiefen Einblick in die wohl persönlichste Geschichte meines Lebens gegeben. Ein Thema, mit dem ich lange gehadert habe und ob ich es überhaupt auf irgendeine Weise online stellen sollte. Ich entschied mich damals dafür. Ich kann offen damit umgehen, denn etwas, das für eine sehr lange Zeit meines Lebens ein Teil von mir war, kann man nicht einfach so totschweigen. Außerdem habe ich mir das Ziel gesetzt, dadurch anderen Betroffenen und Angehörigen zu helfen. Das Ziel wäre für mich bereits erreicht gewesen, wenn ich nur einer Person damit geholfen hätte, aber was ich nach dem Post im Oktober 2012 für Resonanzen bekommen hatte, war für mich einfach nur überwältigend. Sehr viele Betroffene und auch Angehörige haben es sich zum Anlass genommen, mir zu schreiben. Bis zum Anfang des Jahres bekam ich ab und an noch ein paar E-Mails, die sich auf dieses Thema bezogen. Jetzt hat sich das allmählich eingestellt. Kontakt halte ich diesbezüglich zu keinem mehr, da sich einfach alles im Sand verlaufen hat. Dennoch wünsche ich jedem, der sich bei mir gemeldet hat, alles erdenklich Gute. Ich hoffe, dass es allen mittlerweile gut oder zumindest besser geht. -HIER- habt ihr übrigens die Möglichkeit, den Post von damals zu lesen. Stilistisch gesehen nicht gerade ein literarisches Meisterwerk, aber es beschreibt die damalige Gefühlslage ganz gut.

Heute soll es sich aber nicht mehr um die Zeit damals drehen und wie es war, sie zu erleben. Es geht viel mehr darum, euch zu erzählen, wie es mir heute, drei Jahre nach meiner Therapie geht. Wie ich die Zeit danach durchlebt habe, welche Schwierigkeiten es noch für mich gab und die Frage, ob ich heute glücklich bin und ganz ohne diese Last leben kann.

Ich weiß gar nicht so richtig, wo und wie ich überhaupt anfangen soll. Ihr könnt euch schon einmal darauf einstellen, dass dieser Post etwas länger wird, denn drei Jahre sind eine verdammt lange Zeit und natürlich ist in dieser Zeit sehr viel passiert. Ich würde sagen, wir reisen etwas in der Zeit umher und starten bei meinem Neubeginn. Die Zeit, als ich das Krankenhaus verlassen durfte, in dem ich insgesamt fast sechs Monate „lebte“. (Anm.: In dem Post „Federleicht“ steht 4 Monate. Über 4 Monate lang verbrachte ich in der zweiten Klinik. Die restliche Zeit bezieht sich auf eine andere Klinik, in der ich zuvor war.)

Die Zeit nach der Therapie verlief sehr blauäugig. Ich war optimistisch. Seeeehr optimistisch. Vielleicht sogar ZU optimistisch. Auch wenn in mir stets die unerträgliche Zahl meines neugewonnenen Gewichts schwebte, was damals etwa 55 kg ausmachten (von 47 auf 55 innerhalb von 6 Monaten – für mich enorm und ein großer Schritt), so fühlte ich mich auf irgendeine Art und Weise ein bisschen wie „Wonder Woman“. Ich gegen den Rest der Welt. Ich gegen die Krankheit. Ich habe sie besiegt. Ana, wie ich (und zig andere Betroffene) sie nannte(n), war zwar noch auf irgendeine Art und Weise präsent, aber sie war drauf und dran vollkommen aus meinem Leben zu verschwinden. Zumindest glaubte ich das. Dass sie nie verschwunden ist, weiß ich heute, knapp drei Jahre später, wesentlich besser. Ich kann mich immer noch sehr gut an die letzten Worte, die meine Therapeutin mir auf den Weg mitgegeben hat, erinnern. Damals sagte sie zu mir: „Lisa, wir werden uns wieder sehen. Ich wünschte, unter anderen Umständen. Aber das wird wohl nicht passieren.“ Was sie mir da so durch die Blume mitteilte, war im Endeffekt ein philosophisch zusammenkonstruierter Satz, der ins Normalodeutsche übersetzt folgendes bedeutet: „Bis zum nächsten stationären Therapieaufenthalt in xx Wochen mit xx weniger Kilos.“ Sprich – sie rechnete fest damit, dass ich trotz „Fastnormalgewicht“ (bei meiner Größe entsprechen 55 kg immer noch dem Untergewicht) wiederkommen würde und ich alles andere, als geheilt war.

Auch wenn der Krankenhausaufenthalt sehr viele schöne Erinnerungen mit sich bringt (ja, ehrlich!) und ich mich in den Räumlichkeiten oft in Sicherheit wog, beschützt von der Außenwelt, so stand für mich gleich fest, dass ich nie wieder zurück möchte. Während ich dafür kämpfte, mein Leben wieder in geregelte Bahnen zu lenken, verpasste ich auch einiges. Von den zwei Tagen im bewusstlosen Zustand auf der Intensivstation einmal ganz zu schweigen. Der 23. und 24. Mai 2012 sind vollkommen ausradiert. Es ist so, als würde es diese Tage in meinem Leben gar nicht geben. Das schmerzt mir am meisten, denn es ist verlorene Zeit, die ich nicht wirklich leben konnte. Zurückgeben kann mir diese Zeit niemand. Ich muss damit leben, dass diese zwei Tage in meinem Leben fehlen, aber was sind schon zwei Tage?Der frech umschriebene Satz meiner Therapeutin tat sein Übriges. Für mich stand fest: „Nein, du wirst mich NIE wieder sehen! Zumindest nicht als Patientin.“ Und ich habe es geschafft – bis heute.

Ehrlich gesagt habe ich es sogar „besser“ geschafft, als mir lieb war. Ich nahm noch mehr zu. Viel mehr. Am Ende war es so viel, dass ich mich nicht einmal mehr traute, mich zu wiegen. Bis heute weiß ich die Zahl nicht, aber ich kann euch sagen, dass ich ganz schön proper beisammen war und so langsam tatsächlich in die Breite ging, Hamsterbäckchen bekam und ordentlich Speck mit mir rumschleppte. Das war für mich die Katastrophe schlechthin! Erst als mir selbst richtig bewusst wurde, dass ich allen Anschein nach sogar mehr geworden bin, als ich es vor der Krankheit war, machte es Klick. Wie konnte ich mich nur so gehen lassen? Ich glaube, vor einem Jahr habe ich den dicksten Zeitpunkt meines Lebens erreicht. Fotos von damals existieren kaum und ich glaube nicht, dass ich den Anblick meiner Selbst hierbei ertragen könnte. Das Gefühl, das ich damals hatte, ist sehr schwer zu beschreiben. Irgendwie fühlte ich mich, als hätte ich versagt. Anas Stimme wurde dann selbstverständlich wieder ein bisschen lauter. Sie hat mich ordentlich ausgeschimpft und mir eingeredet, ich sei hässlich. Und genauso fühlte ich mich auch. Wie konnte ich es nur zulassen, mich bezüglich der Ernährung und des Sports nur so gehen zu lassen? Der alten Lisa sah das ganz und gar nicht ähnlich. Ich war sauer. Sauer auf mich selbst! Und so langsam begann ich, mich wieder zu hassen. Der Hass kochte empor, weil ich es zuließ, mich so gehen zu lassen, nicht auf mein Gewicht oder den Sport achtete und nun so aussah, wie ich damals aussah. Aber der Hass befand sich auch auf einer ganz anderen Seite: Ich hasste mich selbst, dass ich mein Leben wieder so sehr von Aussehen, Gewicht und Essen abhängig machte, anstatt es zu genießen. Wie auch schon damals in der wildesten Magersucht, wo ich nur noch abgemagerte 47 kg bei 1.73 m Körpergröße auf die Waage brachte.

Als es *Klick* gemacht hatte (Ende August 2014), hatte es leider nicht richtig *Klick* gemacht. Es folgten Hungerkuren und meine Ernährung bestand überwiegend aus dosenweise Energy Drinks Sugarfree, die ich in Rekordzeit leerte. Tray für Tray (ein Tray hat 24 Dosen btw., das sind 180 Kalorien pro Tray). Ab und an „gönnte“ ich meinem Körper einen „Cheat Day“, denn auf Dauer hätte ich das bestimmt nicht ausgehalten, so ganz ohne feste Nahrung zu leben, obwohl ich doch schon einen kleinen Rekord aufgestellt habe, auf den ich im Nachhinein betrachtet ganz und gar nicht stolz bin, darum verrate ich nicht, wie lange ich tatsächlich ohne fest Nahrung ausgekommen bin. Dieser Post hier soll nicht triggernd sein, obwohl ich auch gar nicht weiß, wie so etwas überhaupt dazu anspornen sollte, genau das gleiche zu tun, denn mein Körper hat sich gerächt. Bitterlich gerächt. Die Haare fielen mir aus, aber nicht nur ein paar einzelne Härchen, sondern büschelweise. Morgens wachte ich neben Haarballen auf und auch in meiner gesamten Umgebung, in der ich mich aufhielt, hinterließ ich DNA-Spuren. Ganz besonders erschrocken habe ich mich einmal nach einem Unitag. Der Seminarraum war während der gesamten Lehrveranstaltung abgedunkelt (wegen PowerPoint-Folien). Als das Licht wieder anging, war die Tastatur meines MacBooks voll mit blonden Haaren. Innerhalb von anderthalb Stunden ist mir gut eine Hand voll Haare ausgegangen. Warum ich zu der Zeit nicht vollkommen bis aufs Skelett abgemagert bin, liegt wohl an meiner Liebe zu Kaffee mit mehr Milch als Koffein. Auf diese Art und Weise bekam mein Körper seine ganzen Kalorien, aber wir wissen wohl alle, dass eine einseitige Ernährung nicht gut für uns ist, oder? Wobei – kann man hier noch von Ernährung sprechen? Wohl kaum.

So, wie sich die ganze Sache entwickelte, machte es den Anschein, als hätte meine Therapeutin doch recht behalten, mich irgendwann wieder in der Klinik als Patientin zu treffen. Die Magersucht schlang ihre bösen Fäden wieder um mich und hatte mich um Haaresbreite bald wieder in ihren Fängen. Mental war ich sowieso bereits wieder höchst anorektisch. Gefangen in einem Strudel, der mich schier wahnsinnig machte. Die Gedanken kreisten wieder permanent ums Essen und um mein Gewicht. Ich sah mich im Spiegel an und hätte ihn am Liebsten einschlagen können. Anfang des Jahres war das ganz besonders schlimm. Es kostete mich sogar ein bisschen Überwindung, Bilder von mir selbst auf meinem Blog zu stellen. Ganz besonders traurig war ich, als ich nach diesem Post einen anonymen Kommentar bekam, dass ich sehr kräftige (das war jetzt die nette Umschreibung für das tatsächliche Wort „fett“) Oberschenkel hätte und ich dringend etwas gegen mein „Übergewicht“ tun sollte. Autsch, das saß. Und ja, ich habe geweint. Bitterlich geweint. Ich fühlte mich wie ein Walross. Die Gedanken kreisten ständig um die Zeit davor. Die Zeit, als ich stark untergewichtig war. Es war so, als wäre ich dem nicht würdig, mich als „Ex-Magersüchtige“ zu bezeichnen. Und ich fühlte mich so, als hätte ich verloren. Außerdem hatte der anonyme Kommentar einen Nerv getroffen. Ausgerechnet die Körperpartie wurde kritisiert, die ich neben meinem Bauch als größte Problemzone an meinem Körper ansehe. Die 47 kg leichte Lisa hätte mir wahrscheinlich den Kopf umgedreht, wenn sie mich so, wie ich jetzt aussehe, sehen würde. Ich kenne mein „altes“ Ich und ich weiß, wie ich damals war.

Damals war ich genauso, wie die Krankheit in zahlreichen YouTube Videos personifiziert dargestellt wird. Streng, kritisch, machte mich runter und verabscheute andere, die nicht dem Gewichtsstandard entsprachen, den ich als Ideal angesehen habe (mit Ausnahme meiner Freunde). Ideal war für mich damals nämlich nicht eine schöne, schlanke Figur, die gesund aussah, sondern Figuren, die weit unter dem Normalbereich lagen. Figuren, die jeder normale Mensch eindeutig als anorektisch sehen würde. Das war für mich das Ideal schlechthin und diese Idealvorstellung machte etwas mit mir. Ich wurde hochnäsig, arrogant und gemein. Würde man diese Charaktereigenschaften ebenfalls personifizieren, würde im Endeffekt nur ein hässliches Monster dabei rauskommen. Im Nachhinein betrachtet wird mir deutlich klar, dass nicht die äußere Hülle den Menschen macht, sondern das Innere – der Charakter. Mein damaliger Charakter war nicht schön, wobei ich mich auch fragen muss, ob das tatsächlich meine Charaktereigenschaften waren. Denn hätte man damals noch tiefer gegraben, das innere Schutzschild durchbrochen, wäre man zu einem zerbrechlichen, kleinen Mädchen durchgerungen, das im Endeffekt am Liebsten in Mamas Armen gelegen und geweint hätte. Das brachte mich zum Nachdenken. Wollte ich wirklich wieder so werden?

Nein – ich möchte nicht mehr zurück zu dem, was ich einmal war!!!

Ich begann, eine kleine Liste zu erstellen. Eine Liste, die mir klar vor Augen führen sollte, was die Krankheit mit mir macht, was ich geschafft habe und woran ich an schlechten Tagen denken soll. Punkt 1 (und mit Sicherheit der Wichtigste): Ich habe keine 6 Monate umsonst dafür gekämpft, wieder gesund zu werden. Mittlerweile versuche ich, dass diese anorektischen Gedanken keine Übermacht mehr über mich gewinnen. Es ist schwierig, aber es geht. Ich will mein Leben nicht schon wieder so stark von meinem Gewicht, meinem Aussehen und dem Essen abhängig machen, denn im Endeffekt bezahlt man damit nur einen hohen Preis. Einen Preis, den kein Mensch bezahlen sollte. Ich vergleiche mich zwar gerne mit anderen, aber im Grunde genommen ist es wichtig, dass ich mich so akzeptiere, wie ich bin. Kein Mensch ist perfekt. Es ist schier unmöglich, eine Perfektion zu erreichen und gerade deswegen sollte man dafür auch keine Zeit verschwenden. Das, was wirklich zählt und wichtig ist, sind doch die Menschen, die einen so lieben, wie man ist. Und man macht es diesen Menschen ziemlich schwierig, wenn man sich selbst hasst oder ständig unzufrieden ist. Immer wenn ich an meine Lieben denke, wird mir klar, dass ich kein schlechter Mensch bin. Dass ich gut so bin, wie ich bin. Meine Familie und meine Freunde mögen mich, also kann ich wohl kein so schlechter Mensch sein. Daran denke ich nun oft, wenn ich wieder stark mit mir selbst hadere. Manchmal gibt es sie einfach noch. Diese Tage, an denen man sich nicht im Spiegel anschauen kann/möchte oder die ganzen Fotos für den neuen Blogpost mit PhotoShop so überarbeiten möchte, dass zum Schluss ein makelloses Model dabei rauskommt, unabhängig davon, ob man danach noch seiner selbst ist. Solche Tage sind okay, solange man sich dadurch nicht in einen Strudel hineinziehen oder sich auf irgendeine Art und Weise herunterziehen lässt.

Das, was ich damit sagen möchte, ist, dass ich immer noch am Kämpfen bin. Dass ich wahrscheinlich nie wieder komplett geheilt sein werde. Aber ich kann damit umgehen. Es ist ein schwerer Weg, aber ich gehe ihn gerne, weil ich weiß, dass es sich lohnt, zu kämpfen. Ich will mein Leben glücklich führen und momentan bin ich wieder auf der richtigen Bahn. Zwar weiß ich, dass die Lebensqualität nie mehr so sein kann, wie vor der Krankheit, aber das heißt nicht, dass man nie wieder glücklich sein kann. Es verändert sich nun mal viel, wenn man einmal drin war und so ganz loslassen wird einem das Ganze mit Sicherheit nicht. Trotzdem sollte man nicht seine Zukunft davon abhängig machen. Schönheit wird nicht von einer Zahl auf der Waage definiert. Man strahlt Schönheit aus, wenn man glücklich ist und jeder Mensch ist auf seine eigene Art und Weise schön. Ich selbst weiß, dass es Wege und Möglichkeiten gibt, mich irgendwann in meinem Körper wohl zu fühlen. Irgendwann werde auch ich vor dem Spiegel stehen und zufrieden mit dem sein, was ich sehe. Dafür muss ich nicht hungern. Ich muss nur die richtige Balance finden: gesunde, normale Ernährung und ein effektives Work-Out. Ja, daran muss ich wirklich noch arbeiten, aber trotzdem stehe ich dem Ganzen positiv gegenüber. Auch wenn ich den absoluten Wohlfühlkörper noch nicht erreicht habe, ich habe etwas ganz anderes erreicht: ich lerne jeden Tag mehr, mich selbst zu lieben und zu akzeptieren. Darum – Magersucht lohnt sich nicht! 

Solltest DU von Anorexia Nervosa oder von einer anderen Essstörung betroffen sein (Bulimie, Binge Eating, Adipositas…) und suchst du jemanden, dem du dich anvertrauen kannst, dann darfst du mir unter cafeaulait.blog@gmail.com schreiben. Natürlich können sich auch Angehörige von Betroffenen bei mir melden. Dass alles streng vertraulich behandelt wird, stellt für mich eine Selbstverständlichkeit dar! 

PS: Bitte nicht böse sein, wenn ich nicht in Windeseile antworten kann. Im Juni ist leider Prüfungszeit, aber gerade bei solchen heiklen Themen bin ich bemüht, schnell zu antworten.