Tag : Anorexie

Alltag mit Magersucht

Wie ist es, Anorexie zu haben? Der Alltag mit Magersucht.

Der Alltag mit Magersucht!

Wie ist es, Anorexie zu haben?

Ein etwas melodramatisch verfasster Kurzroman über meinen Alltag mit Anorexie. Nichtsdestotrotz offen und ehrlich, wenn auch sehr literarisch geschrieben: so war mein Leben mit Magersucht! 

TRIGGER WARNING!!

Es ist 21 Uhr. Mein Magen knurrt. Ich fühle mich schwach und wie in Watte gepackt. Es tut weh. Der Hunger tut weh. Gleichzeitig fühlt es sich so gut an. Obwohl mein Körper kaum noch Energie hat, fühlt sich mein Wille stark an. Stärker denn je. Und genau das ist der Nährboden. Mein Nährboden weiterhin Stärke & Kraft aus dieser ganzen Situation zu ziehen. Mein Nährboden, um durchzuhalten, obwohl ich mich tagein tagaus weiterhin tiefer in einen Trug hineinreite. 

Um 21 Uhr war Schluss. Nicht Schluss mit dem Aushalten oder meinen perfiden Regeln. Schluss, mir auch nur noch irgendetwas zuzuführen. Ich hatte meine Regeln. Meine ganz eigenen Regeln, die ich mir aber gleichzeitig aus den Internetforen abgeschaut hatte. In Pro Ana Foren war ich nie unterwegs, aber durchaus in Mädchenforen, wo ich mir einige Verhaltensweisen abgeschaut hatte. Versteckt unter dem Deckmantel, sich gegenseitig aus der Essstörung herauszuhelfen, ritten wir uns mit den Schilderungen aus unserem Anorexie-Alltag noch weiter in die Misere, indem wir die jeweils andere nachahmten oder eine falsche Motivation daraus zogen. Die Mädchen schwärmten von Schokoriegeln, Milchshakes und dem Wunsch, dass einfach alles vorbei sein würde. Dass das Leben wieder normal sein würde. Ohne Essstörung. Aber wollten wir das? Wollten wir nicht viel lieber verschwinden? Wir ließen uns mitreißen in einer Welle, die sich immer weiter auftürmte und an einer Brandung des Scheiterns zerbrach. Das Scheitern, die Krankheit aufzugeben. Genau das begleitete auch mich in meinem Alltag der Magersucht. 

Das Essen verbot ich mir schon früher am Tag. Meine Deadline möchte ich nicht genau benennen, doch aus den anfänglich frühen Abendstunden, war die Deadline ganz zum Schluss bereits der frühe Nachmittag. Meinen Kalorienbedarf habe ich bis dahin natürlich noch nicht gedeckt. Im Grunde genommen habe ich den schon lange zuvor nicht mehr gedeckt. Wie wäre ich sonst auch so krankhaft dünn geworden? 

Auch wenn jede Episode meiner Magersucht anders verlaufen ist, möchte ich euch heute einen Einblick in die Zeit meiner Magersucht geben und wie der Alltag wirklich aussieht. Wenn du das Gefühl hast, es könnte dich triggern, dann vermeide diesen Beitrag, auch wenn ich alles geben werde, um diesen Beitrag so wenig triggernd zu schreiben, wie möglich. Vielmehr möchte ich euch vor Augen führen, dass im Magersuchtsalltag alles verborgen bleibt. Dein Glück, deine Selbstliebe, deine Zufriedenheit – ALLES! Du lebst in deiner Hülle, in deiner ganz eigenen Blase und merkst dabei nicht, wie du immer mehr verschwindest. Wie dein Leben verschwindet, wie es an dir vorbeizieht und wie viele schöne, kostbare Momente du dabei verspielst. Du gehst zugrunde. An einer Krankheit, die es nicht wert ist, dass man an ihr zugrunde geht. 

So war mein Alltag in der Magersucht

Meine Magersucht begann harmlos. Zumindest redete ich mir ein, dass sie harmlos begann. Doch schnell fand ich mich in einem sich täglich wiederkehrenden Hamsterrad wieder, das immer wieder in dieselbe Richtung rotierte. Von Tag zu Tag wurde es schneller, dass eine Flucht praktisch unmöglich schien. Und so zehrte ich meinen Körper in diesem Hamsterrad aus. Kraftlos, aber irgendwie doch willensstark. 

Ganz klassisch drehte sich bei mir alles ums Essen. DEN GANZEN TAG. Es drehte sich ums Kalorienzählen, die Waage und ich konnte sogar eine Woche später noch auswendig aufsagen, was ich die letzten sieben Tage gegessen hatte. Nährwertangaben inklusive. Aus einer Matheniete wurde ein Mathegenie, zumindest was all die Zahlen betraf, die sich mit meiner Essstörung korrelieren ließen. Und daraus ergibt sich eben eine wichtige Zahl, oder besser gesagt Uhrzeit. 21 Uhr. Zu dem Zeitpunkt durfte NICHTS, wirklich gar nichts mehr in meinen Körper. Meine Zähne putzte ich davor, wenn ich Durst hatte, gab es trotzdem kein Wasser mehr. Denn durch meine Magersucht konnte ich nie lange schlafen und es musste ein mindestens 10-stündiges Zeitfenster vor dem Wiegen sein. 

Nach dem Aufstehen führte mich mein erster Weg auf die Waage. Weil ich ungeduldig war – es morgens fast nicht mehr aushielt, nichts zu essen. Manchmal jedoch musste ich warten. Oft schlief ich nur bis fünf oder halb sechs Uhr morgens und das Zeitfenster war mir wichtig. Obwohl ich ungeduldig war. Aber ich hatte Angst, mehr zu wiegen, wenn ich die 10 Stunden nicht abwarten würde. Die Gedanken waren blödsinnig. Dumm. Alles drehte sich nur darum und ich konnte mir diesen Gedanken nicht abschwören. Viel zu oft, viel zu lange habe ich ihn mir eingeredet und irgendwann selbst daran geglaubt.

Es interessierte mich nicht, was stimmte und was nicht. Ich habe mir meine eigenen Regeln aufgestellt, meine eigene „Wissenschaft“ entwickelt und in meiner eigenen kleinen Anorexiewelt stimmte nur das. Das Frühstück war die größte Mahlzeit am Tag, da mein Körper hier noch die längste Zeit hatte, um zu verdauen, bevor ich mich wieder wiegen konnte. In der Realität war sie trotzdem mickrig klein. Und gewogen wurde sich täglich. Danach schrumpften die Mahlzeiten und die Frequenz. Das Hungergefühl war mein bester Freund, aber gleichzeitig auch mein größter Feind. Manchmal hielt ich ihn aus, manchmal gar nicht und manchmal wurde ich zu Essattacken getriggert. Danach stellte sie ein größeres Gefühl der Scham ein. Der Wertlosigkeit. Ich stand Ängste aus, große Ängste, die sich fast wie Panikgefühle anfühlten.

Rückzug, Veränderung, falsche Motivation

Von dem lebensfrohen Mädchen, das ich einst war, war nichts mehr übrig. Als Kind ging ich unbeschwert und manchmal mit der rosaroten Brille durchs Leben. In mir steckte ein kleiner Freigeist, oft mit dem Gefühl inne, die Welt stünde mir als kleines Abenteuer offen. Mein Lachen war ansteckend, meine Unbeschwertheit beneidenswert. Ich ließ mich nicht aufhalten, obwohl ich schon damals ab und zu gemeine Kommentare einstecken musste. Manche waren auch körperbezogen. Aber ich hatte eine stabile Familie, tolle Freunde und ich tat vor allem eines: ich lebte. 

Und genau von dem Leben blieb wenig übrig. Zwar war ich physisch noch da, meine Existenz gab es noch, doch das Leben in mir war ausgehaucht. Innerlich ist mein altes Ich gestorben. Oder um es weniger melodramatisch zu sagen: es wurde in einen Dornröschenschlaf versetzt. 

Ich verbrachte meine Zeit bevorzugt zu Hause. Verkrochen in meinen vier Wänden, die mir Schutz boten. Gleichzeitig fiel mir die Decke auf den Kopf, doch ich wagte nur noch wenige Schritte aus meinem eigenen Schneckenhaus. Die Lustlosigkeit, irgendetwas zu machen, stieg von Tag zu Tag. Während ich gerade in der Anfangszeit noch unternehmungslustig war, mich in meinem Körper irgendwie willensstark und diszipliniert fühlte, verkroch ich mich insbesondere zu Beginn meiner Studienzeit immer mehr in meinem Schneckenhaus. Die Krankheit war vorangeschritten. Die Stärke aus den ersten Abnehmerfolgen mussten einer Unsicherheit weichen. Die Anerkennung von meiner Umgebung verwandelte sich in Getuschele, wenn ich vorbeiging. Jeder wusste, dass etwas nicht stimmte. Ich stritt es ab, wurde scheu und misstrauisch Menschen gegenüber. Es fiel mir schwer, auf neue Leute zuzugehen. Ich schloss nur wenige Freundschaften auf der Uni und widmete mich sonst lieber meinen strengen Berechnungen und Planungen, was die Nahrungsmittelaufnahme betraf. Sogar in den Vorlesungen. Während mein Professor irgendetwas von der elementaren Logik schwafelte, versuchte ich, meine eigene Logik akribisch herauszufiltern, indem ich Tabellen führte. Aber keine Wahrheitstafeln (Anm.: eine Methode der Elementaren Logik), sondern Ernährungstafeln.  

Am Wochenende fortgehen stand für mich nur noch selten zur Debatte. Und wenn, dann wurde es zu einem Spießrutenlauf, in welchem ich wie während eines Marathons zum Sprint ansetzte, mit falscher Motivation in den Augen. Ich ging nicht weg, um Spaß zu haben. Ich ging weg, um Kalorien zu verbrennen. Tatsächlich konnte ich auch an einem scheinbar ausgelassenen Abend mit meinen Freunden nicht von meinen Gedanken ablassen. Man fand mich oft auf der Tanzfläche, immer mit einer Flasche Mineralwasser in der Hand, an der ich den ganzen Abend nuckelte. Alkohol war tabu, rumstehen auch. Ich war nicht auf der Tanzfläche, um ausgelassen mit meinen Freunden zu feiern. Für mich war es eine Art Bestrafung und ein Zeitpunkt, Cardiotraining zu machen. Und eine Bestrafung, weil ich plötzlich niemanden mehr für einen Flirt auf mich aufmerksam machte. Die Männerwelt hatte das Interesse an mir verloren, je dünner ich wurde. Und um ehrlich zu sein: auch wenn es an meinem Ego kratzte, ich mir dachte, ich wäre immer noch zu dick (was nicht stimmte, denn kurz nach meinen ersten Abnehmerfolgen genoss ich viel männliche Aufmerksamkeit, je magerer ich wurde, desto weniger wurde auch die Aufmerksamkeit) – hatte ich auch keine Lust mehr auf Sex. Und wenn es den gab, dann dachte ich auch nur an eines: es ist eine körperliche Aktivität, die Kalorien verbrannte. 

Kontrollverlust

Und irgendwann kam der Zeitpunkt, an dem ich die Kontrolle vollkommen verlor. Kontrolle, ein starkes Wort, denn Kontrolle war das, von dem ich immer dachte, ich hätte sie voll und ganz in meinem fest Griff umschlungen. Dabei habe ich genau diese schon an Tag X verloren. An dem Tag, als ich vor dem Spiegel stand und mir einredete, zu dick zu sein. Als ich den Entschluss fasste, abzunehmen. Gegen das Vorhaben, abzunehmen, ist im Grunde genommen nichts einzuwenden. Wenn man sich nicht mehr wohl in seiner Haut fühlt, gerne etwas ändern möchte und es gesundheitlich auch vollkommen in Ordnung ist, an Gewicht zu verlieren, spricht nichts dagegen. Aber ich wählte den vollkommen falschen Weg. Anstatt zu einem Arzt zu gehen oder eine Ernährungsberaterin zu konsultieren, um langfristig meine Ernährung umzustellen, entschied ich mich vom ersten Tag an für den radikalen Schritt. War es die Angst, nicht an Gewicht zu verlieren? Der Frust? Der Unglaube, es sonst nicht durchzuhalten? Ich weiß es nicht. 

Dann stand ich da. Mein Gewicht stand im höchst anorektischen Bereich (Anm.: Severe Anorexia Nervosa) und schlitterte langsam ins extreme Stadium, also der Bereich, in dem Zwangsernährung durchgesetzt werden kann. Ich begann, regelmäßig Abführtabletten zu schlucken, passte meinen kompletten Tagesablauf, nein, meine komplette Lebensplanung danach an. Ich hungerte, aß zu wenig, dann in einer Essattacke wieder zu viel und so drehte sich das Hamsterrad. Darum kann ich euch genau sagen, wie das Leben mit Anorexie ist: es ist ein absoluter Freiheitsverlust. Hervorgerufen durch grob fahrlässige oder vorsätzliche Taten, die man sich selbst gegenüber begeht. Nicht glücklich zu sein, sondern sich in depressiven Phasen zu befinden, ist das Urteil gegen die Unrechtmäßigkeit, die du deinem Körper antust. Oder die etwas in dir deinem Körper antut. Es ist quasi deine Freiheitsstrafe. Wie lange du in dieser „Haft“ sitzt? Ungewiss. Und doch fühlst du dich nur in deiner Zelle sicher und willst im Grunde genommen gar nicht ausbrechen, obwohl du etwas aufgibst, was jedem Menschen wichtig ist: Deine Freiheit. Dein Glück. Die Fähigkeit, ein normales Leben zu führen, denn das tust du mit dieser Krankheit nicht.  

Mein Freiheitsdrang jedoch kam zurück. Und ich wurde entlassen. Entlassen aus meiner Gefangenschaft. Neun Jahre habe ich bekommen, für das, was ich meinem Körper angetan habe und dann irgendwann durfte ich gehen und bekam meine Freiheit zurück. 

Just eat

Just Eat!

Just Eat! 

When I was dealing with anorexia, a lot of people said just one thing to me. They thought that this is the secret of how to overcome an eating disorder. They thought that this is the key of how to cure anorexia and of how to recover successfully. They said: “Why don’t you just eat? Just eat!” If only it would be that easy, I would have never had anorexia. It’s the same if you would say to someone who is dealing with depressions: “Stop being so sad.” It’s the same if you would say to someone who is dealing with alcohol problems: “Stop drinking!” It’s the same if you would say to someone with schizophrenia: “Stop imagine things which aren’t here.” It’s the same if you would say to someone with a post traumatic stress disorder: “Just forget what’s happened!” It’s the same if you would say to someone with an anxiety disorder: “Stop being so anxious.” Does that sound easy to you? See! If it would be that easy mental illnesses won’t exist. Eating only is not the only way out of anorexia. It’s so much more. But there are ways out of anorexia. Recovery is possible. Don’t ashamed. Take help if you need it. 

Wenn du Hilfe suchst:

Intakt: Mo-Fr 12-16 Uhr unter 01/22 88 770-0

und 0676/617 78 65 Mo 18-20 Uhr, Mittwoch 14-16 Uhr

„Du-bist-nicht-alleine“-Hotline: (0316) 8031 557 

Mo – Fr 8:00 – 18:00 Uhr, Sa und So 10:00 Uhr -18:00 Uhr

Die Drogenberatung des Land Steiermarks bietet auch eine Beratung bei Essstörungen: +43 316/326044

Essstörung

Warum die Quarantäne eine Herausforderung für meine Essstörung ist

Real Talk

Warum die Quarantäne eine Herausforderung für meine Essstörung ist!

Das Leben in sozialer Distanz ist nicht ohne. Auch unsere Psyche wird dabei auf eine harte Probe gestellt. In diesem Beitrag verrate ich, wie sich die Quarantäne auf meine Essstörung auswirkt. 

Ich bin psychisch vorbelastet. Fast mein halbes Leben lang begleitet mich eine Essstörung, die ich vor zwei Jahren endlich in den Griff bekommen habe. Bereits neun Jahre mit schweren und leichten Episoden der Magersucht, sowie symptomfreie Zeiten hatte ich da bereits hinter mir. Meine Gesundung stand auf einem feinen Grundgerüst. Der geringste Auslöser hätte mich wieder in meine Essstörung treiben können. Aber ich habe es geschafft. Zwei Jahre später stehe ich hier und habe nicht nur dauerhaft Normalgewicht erreicht, sondern auch mentale Stärke aufgebaut. Noch vor kurzem dachte ich, dass die Zeiten meiner Essstörung vorbei sind. Doch die wahre Bewährungsprobe steht mir jetzt bevor. 

Essstörung

Welchen Einfluss nimmt soziale Distanz auf meine Essstörung?

Nach einem temporär begrenzten Therapieerfolg im Jahr 2012 und zahlreichen Selbstversuchen, entschied ich mich vor zwei Jahren wieder zu einer Selbstrecovery ohne therapeutische Hilfe. Es hat geklappt, aber auch nur weil ich ein starkes Umfeld hatte. Familie und Freunde unterstützten mich und halfen mir dabei, mentale Stärke aufzubauen. Ein halbes Jahr später zog ich nach Graz. Ich wusste, dass ich mich in dieser Zeit bewähren musste. Ich habe es geschafft – weiterhin ohne psychologischem Beistand. Das ist mir jedoch nur gelungen, weil ich einen stabilen Freundeskreis mit vielen sozialen Interaktionen habe. In meiner Freizeit verbrachte ich wenig Zeit alleine in meiner Wohnung. Sonst war ich bei der Arbeit. Außerdem war ich mir zu diesem Zeitpunkt meiner Vorbildfunktion als Lehrerin bewusst. Diese Zeit hat mir extrem dabei geholfen, mich zu stabilisieren. 

Warum ich mich jetzt nicht mehr ganz so stabil fühle? Weil ein Teil meines Soziallebens quasi weg bricht. Tag ein, Tag aus bin ich alleine in meiner Wohnung. Und da kann mir niemand wirklich auf die Finger schauen. Viele Gedanken, von denen ich dachte, sie wären bereits weg, sind wiedergekommen. Anfangs war es wie ein Schockzustand. Der Schock, wieder alleine essen zu müssen – ohne Gesellschaft. Auf der anderen Seite ist es auch die Gelegenheit, mich nicht mehr rechtfertigen zu müssen, warum ich nichts oder wenig esse. 

Es gibt nach wie vor keinen Grund zur Panik bezüglich der aktuellen Lage, dennoch schlägt mir die Situation auf den Magen. Gefühle der Einsamkeit kommen schneller zum Vorschein. Manchmal fühle ich mich verloren. Und dann wären auch noch die ganzen anderen Sorgen zu nennen, die uns wohl alle auf irgendeine Weise begleiten. Wie wird die Zukunft aussehen? Was ist mit meiner finanziellen Existenz? Was wird sich beruflich verändern? Das alles geht nicht spurlos an mir vorbei und hat mir oft das Hungergefühl genommen. Gepaart mit der Verlockung, einfach nichts zu essen, weil ja eh keiner nachfragen kann oder mein Essverhalten auffällig wird. Das kann erreichte Erfolge zunichte machen! Schlimmer noch: es kann mich ordentlich zurückwerfen.   

Essstörung
Essstörung

Und was nun?

Jetzt stehe ich an einem Punkt, wo ich mir eingestehen muss, dass es so ganz ohne psychologische Hilfe nicht funktioniert. Ich habe gute Fortschritte gemacht – alleine und im Team mit Freunden und Familie. Meine Mentalität ist gut gestärkt, aber um die Stärke zu erreichen, die ich brauche, um die Gefahr eines Rückfalles weiter zu minimieren, ist psychologische Hilfe notwendig. Ich habe mich wirklich lange damit auseinandergesetzt und auch mit mir gehadert. But you know what? Practice what you preach! Ich habe immer wieder betont, dass es keine Schande ist, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Stimmt! Ich wollte immer anderen einen Weg weisen. Sie dazu ermutigen, bei Bedarf psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen und jetzt brauche ich es selbst. Warum sollte ich mich nicht auch selbst ermutigen?

So gern ich euch in meine Gedankenwelt mitnehme und auch das innerste meiner Psyche offenbare: das ist jetzt ein Weg, den ich für mich gehe. Ich habe mich dazu entschlossen, mich nicht zu detailliert darüber zu äußern oder euch ständig unter die Nase zu reiben, wann ich wieder ein psychologisches Gespräch hatte. So viel möchte ich noch gesagt haben: inzwischen habe ich mich wieder stabilisiert. Mir ist natürlich klar, dass ich noch lange nicht vom Fleisch falle und mein Gewicht absolut im grünen Bereich ist. Aber eines möchte ich an dieser Stelle noch betonen: diese Krankheit wird mich immer beeinflussen. Jetzt habe ich früh genug erkannt, wann es Zeit ist, zu handeln. Und zwar nicht erst dann, wenn man stark untergewichtig und zerbrechlich wird, sondern wenn man droht, wieder in den Sumpf der Magersucht abzurutschen und das ist GEWICHTSUNABHÄNGIG! 

My Grocery Shopping Desaster

Der Lebensmitteleinkauf war nie ein großes Problem für mich. Als ich mich noch ausschließlich von H-Milch und Sojamilch „ernährte“; mir dazwischen ein paar zuckerfreie Energy Drinks und Cola light hinunterschüttete; Kaugummi lange Zeit das Einzige war, was ich hinter die Beißer bekam, war der Lebensmitteleinkauf schnell erledigt. Zwischendurch nutzte ich die Gelegenheit und prüfte, welche Neuheiten es im Sortiment gibt. Hat Ben & Jerry’s eine hypeverdächtige neue Sorte rausgebracht? Wie ist das aktuelle Angebot an Diätlebensmittel? Kommt das vegane Sortiment mit dem Fortschritt voran?

Manchmal war ich neugierig; überprüfte neurotisch die Kalorien, aber gekauft habe ich, außer meine gewohnten Sachen, nichts. Hin und wieder stellte ich mir an der Kassa die Frage, ob ich den Kassiererinnen bereits auffällig geworden bin. „Hey, das ist ja die mit der H-Milch.“ Machten sie sich Gedanken dazu? Ich versuchte, immer zu einer anderen zu gehen. Manchmal war ich peinlich berührt; manchmal ließ es mich kalt. Ich fühlte mich ein bisschen wie die weibliche Version von James Bond auf einer geheimen Mission.

Auch in den ersten beiden Episoden meiner Anorexie liebte ich es, mich in sämtlichen Supermärkten aufzuhalten. Für mich diente es zur Information, aber auch zur Beruhigung. Eine wahre Oase der Entspannung. Zwischen all den Lebensmitteln, die ich damals nur in Kalorien, Kohlehydrate, Zucker und Fett eingeteilt hatte, fühlte ich mich Zuhause. Gut aufgehoben und irgendwie auch geborgen. Ich aß mich quasi an den Lebensmitteln satt, indem ich sie nur anstarrte und unter die Lupe nahm. Für „Normalsterbliche“ muss das banal klingen; für mich irgendwie auch, wenn ich darüber nachdenke. Doch es war eine Obsession. Quasi eine Zwangsneurose in der Sucht. Mit Argusaugen hielt ich Ausschau nach neuen kalorienärmeren Alternativen; studierte eine Nährwerttabelle nach der anderen, nur um dann wieder alles zurückzulegen und mir meine gewohnte Ration Magertopfen zu holen.

 

Ich verbrachte Stunden in Supermärkten.

 

Immerhin -und das muss ich mir auf eine seltsam bizarre Art und Weise lobend eingestehen- habe ich feste Nahrung gegessen. Das Wort „lobend“ klingt hier genauso banal, wie der Mythos, Fett würde dick machen. Dennoch -und das sage ich nun aus einer retrospektiven Perspektive- war ich damals fortschrittlicher gesinnt, als ich es jetzt lange Zeit war.

Nun stehe ich wieder am Anfang. Auf der Suche nach der richtigen Richtung in ein gesünderes Leben ist es unumgänglich, mich mit dem Lebensmitteleinkauf auseinanderzusetzen. Als ich mich dazu entschlossen habe, meine Ernährung in die richtigen Bahnen zu lenken, freute ich mich sogar darauf, wieder wie ein „normaler“ Mensch einkaufen zu gehen.

Der erste Einkauf lief problemlos. Gewappnet mit einer Einkaufsliste mit vorerst „sicheren“ Lebensmittel, die mir trotzdem genügend Nährstoffe geben würden, machte ich mich auf ins fröhliche Shoppinggetümmel. Doch mit dem zweiten und dritten Einkauf wurde die Sache plötzlich schwieriger. Auf unerklärliche Weise fühlte ich mich unwohl zwischen all den Lebensmitteln, die mir zu einer gesünderen Lebenseinstellung verhelfen sollen. Es begann mit leichteren Unbehaglichkeitsgefühlen, gemischt mit einer Unsicherheit, wie ich sie noch nie zuvor erlebt hatte. Von Mal zu Mal dauerten die Einkäufe länger – bis es zu meinem letzten Lebensmitteleinkauf kam. Und dieser hatte es in sich.

 

 

Planlos im Supermarkt

Zwei Stunden gefangen im Labyrinth der Kalorien

Ich schäme mich fast, es hier zu offenbaren, aber mein letzter Lebensmitteleinkauf hat fast zwei Stunden gedauert. Klingt erstmal nicht ungewöhnlich, ABER: Es war weder ein Groß-, noch ein Wocheneinkauf. Oder irgendwie schon, habe ich mir doch anfangs brav einige Vorräte angehäuft, die immer griffbereit im Vorratsschrank stehen, damit ich nicht einmal in die bittersüße Versuchung des Hungers komme. Trotzdem betrug die Endsumme mickrige zehn Euro. Von großen Sprüngen und vollen Einkaufswägen kann man somit nicht sprechen.

Schon bei den letzten Einkäufen fühlte ich mich leicht überfordert, brachte es jedoch noch zustande, einen klaren Kopf zu behalten. Ich weiß nicht, welche chemische Reaktion plötzlich in meinem Kopf ausgelöst wurde oder ob die anorektische Stimme in mir wieder zum Vorschein gekommen ist. Meine Synapsen haben sich bei diesem Einkauf grob verschalten. Da gab es keine rationale Lisa mehr, sondern ein hilfloses kleines Kind, das vor dem Süßigkeitenregal stand und überlegte, welche eine Süßigkeit es nehmen soll, die Mama erlaubt hat. Nur dass die Süßigkeiten bei mir Magerjoghurt war.

 

Wenn alte Verbote wieder aufleben

Ein plötzlicher Throwback zu meiner Verbotsliste

Es begann beim Regal des veganen und vegetarischen Sortiments. Wie automatisiert studierte ich die Nährwerttabelle. Etwas, das in mir einprogrammiert ist, wie sonstige genetisch bedingte oder angeeignete Verhaltensweisen. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, meine Lebensmittel nur noch nach dem Proteingehalt zu überprüfen. Nachdem ich eine enorme Masse an Muskeln einbüßen musste, wollte ich für den Anfang auf eine High Protein Ernährung setzen, Kohlehydrate und Fette jedoch nicht meiden. Der Fokus lag jedoch auf Proteinen. Irgendwie wollte es mir noch nicht so ganz gelingen, genügend davon zu mir zu nehmen.

Wie in Trance blieb ich dann doch bei den Kalorien hängen. Und bei den Fetten. Und beim Zucker. Über 100 Kilokalorien bei 100 g? Meine alte Verbotsliste aus schweren anorektischen Tagen ploppte in meinem inneren Auge auf. Diese imaginäre Liste stürzte mich ins Grübeln. Soll ich oder soll ich nicht? Der Proteingehalt stimmte, die Kalorien weniger. Zwischendurch überlegte ich mir, wie ich es am Vortag schaffte, spontan die Baby Bells zu kaufen, als ich mir nur mal schnell was zu trinken holen wollte. Wie konnte ich mich nur innerhalb von 24 Stunden so gravierend ändern?

 

Grocery Shopping Desaster

 

Es gibt keine verbotenen Lebensmittel mehr

Wenn man seinen eigenen Schwur nicht brechen möchte

Ich nahm die Produkte immer wieder in die Hand. Legte sie zurück. Nahm sie wieder in die Hand und entschied mich, sie ins Einkaufskörbchen zu legen. Ich ging weiter. Irrte von Regal zu Regal. Überlegte, durchdachte, ging wieder zurück. Überlegte nochmal, legte wieder zurück. Ein Gefühl von Panik überkam mich. Die Luft wurde mir zugeschnürt.

Es klingt wie die Übertreibung des Jahrhunderts, war es doch nur ein simpler Lebensmitteleinkauf. Jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, wird mir klar, wie verrückt sich das alles für euch anhören muss. Ich muss sogar ein bisschen über mich selbst schmunzeln. Gleichzeitig treibt es mir auch die Schamröte ins Gesicht. Aber -und das muss ich dazu sagen- diese Dinge steuere nicht ich. Diese Dinge steuert die Unsicherheit, die eine Essstörung in mir ausgelöst hat. Ich bin deswegen nicht verrückt, auch wenn es sich so anhört. Es ist ein typisches Symptom dieser Krankheit und gehört dazu, wie der Schnupfen zur Grippe.

Irgendwann -und da war ich schon eine ganze Weile im Supermarkt- wurden meine Gedanken klarer, nachdem ich zum x-ten Mal in der Nudelabteilung stand und mich mit Low-Carb-Pasta beschäftigte.

 

„Was mache ich da?“

 

Grimmig legte ich die Low-Carb-Pasta ins Regal, stapfte trotzig zum veganen Sortiment und nahm mir endlich das pflanzliche Schnitzel, das zuvor „viel zu viele“ Kalorien hatte; auf das ich aber, um ehrlich zu sein, wirklich Lust hatte. Ich habe mir fest vorgenommen, meine Ernährung zu ändern, blogge am Vortag noch fröhlich darüber und dann zittere ich wegen einem veganen Schnitzel, das pro 100 g mehr als 100 Kilokalorien hat? Nein, Lisa, so fangen wir gar nicht erst an. Werde endlich zu dem Vorbild, das du im Kampf gegen Anorexie sein willst. Zeig den Leuten, dass es möglich ist, wieder in ein normaleres Leben zurückzufinden. Zeig, dass es möglich ist, wieder den Genuss zu finden und zu empfinden. Du hast es doch immer wieder geschafft. Zwar bis jetzt noch nicht dauerhaft, aber geschafft ist geschafft.

Schnell sammelte ich meine gesunden Lebensmittel zusammen, traute mich sogar, Mandeln zu nehmen und marschierte mit eisernem Willen an die Kassa. Erst im Auto wurde mir bewusst, wie viel unnötige Zeit und Energie ich mit diesem Einkauf verplempert habe. Ich ärgerte mich über mich selbst. War eher wütend auf mich, als traurig. Dieses Desaster war ein massiver Rückschritt. Es trieb mir die Tränen in die Augen. Ich weiß nicht, ob es vor Zorn oder Enttäuschung war.

Fest steht jedoch, dass ich noch ein ganzes Stückchen Arbeit vor mir habe. Aber ich habe Mut geschöpft und gelernt, dass es mit Unterstützung besser funktioniert. Gehe ich mit Freunden oder meiner Familie einkaufen, bleibt nicht viel Zeit zum herumdrucksen oder nachdenken. Zumindest habe ich mir in solchen Situationen bereits bewiesen, dass der Lebensmitteleinkauf doch nicht in einen Hindernisparcours zwischen Kalorien und Nährwerttabellen ausarten muss. 

 

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Heute vor genau fünf Jahren…

Heute vor genau fünf Jahren wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen, in welchem ich fast ein halbes Jahr lang gegen meine Magersucht angekämpft habe. Heute vor genau fünf Jahren, am 5.10.2012. Unglaublich, wie viel Zeit vergangen ist und dabei kommt es mir so vor, als wäre es erst gestern gewesen. Ich stand mit zwei vollen Koffern vor der Station, verabschiedete mich von meinen Leidensgenossinnen und es fühlte sich ein bisschen nach Wehmut an. Wehmut, weil ich gehen musste und weil ich einen wichtigen Teil von mir gehen lassen musste. Und es fühlte sich gar nicht so toll an. Ich wusste, dass ich nicht geheilt war, dass mein Rückfallsrisiko bei 90% lag und dass ich immer noch Untergewicht hatte. Es machte mir Angst, wieder in die große weite Welt hinausgehen zu müssen, weiterzustudieren, den Alltag wieder aufzunehmen. Das war heute vor genau fünf Jahren. 

 

Heute vor genau fünf Jahren

 

Meine Magersucht und die Zahl 5

Die Zahl Fünf steht anscheinend in einem großen Zusammenhang mit meiner Krankheitsgeschichte. Am 5.2.2009 begann ich mit meiner ersten Diät, die wohl den Grundstein für diese Krankheit gelegt hat. Ich nahm jedoch wieder zu. Allerdings – fast genau zwei Jahre später, am 5.3.2011 begann ich erneut mit einer Diät, die mich in die schlimmste Krankheitsphase meines Lebens rutschen ließ. Am 5.5.2012 hatte ich den schlimmsten Magersuchtstag meines Lebens und exakt fünf Tage später war ich so schwach, dass ich mein Dasein nur noch in einem abgedunkelten Zimmer fristete. Wenige Wochen später, am 25.5.2012, hatte ich meinen Zusammenbruch und ich wurde in die Klinik eingeliefert. Am 5.6. kam ich in eine spezialisierte Klinik und nahm meine Therapie gegen die Magersucht auf. Und am 5.9. wurde ich von meiner damaligen Liebe verlassen und musste einen weiteren Monat in der Klinik bleiben. Doch dann, am 5.10. konnte ich endlich gehen. 

Ich glaube nicht an Schicksal, Karma oder anderen Hokus Pokus, aber es ist verrückt, wie diese Zahl mit meiner Krankheit einhergeht. Ich begann langsam, die Zahl Fünf als meine Unglückszahl zu betrachten, doch den Bann, an den ich eigentlich gar nicht glaube, habe ich wohl am 5.7.2017 gebrochen, als ich mein Studium erfolgreich abgeschlossen habe. Und heute, am 5.10. stehe ich da und blicke auf eine schier unglaubliche Zeit zurück. Ich frage mich noch heute, wie ich das geschafft habe. Meine Therapeutin sah mich wiederkommen, doch ich blieb von der Klinik fern. Bis heute. Bis heute bin ich nicht zurück, habe nie wieder eine Therapie aufgenommen, obwohl ich in diesen fünf Jahren drei Rückfälle hatte. Doch aus jedem Rückfall konnte ich mich selbst wieder herausziehen, hatte immer einen Anker, der es möglich gemacht hat. Irgendwie.

 

Heute vor genau fünf Jahren

 

Die Ups and Downs in diesen fünf Jahren

Ich bin dankbar, dass ich in diesen fünf Jahren ein halbwegs normales Leben führen konnte. Dass ich in dieser Zeit gelernt habe, mich selbst zu lieben. Es hat fünf Jahre gedauert. Jetzt bin ich 25 und im Einklang mit mir selbst, trotz kleiner Problemchen, die immer noch mein Gewicht betreffen. Rückfälle gehören zu meinem Leben mit einer unheilbaren Krankheit wohl dazu. Das habe ich gelernt, wobei ich es jetzt nicht mehr darauf ankommen lassen will. Die Magersucht war eine harte Zeit, der Kampf, wieder rauszukommen, noch härter.

Heute habe ich mehr Vertrauen in mich selbst. Downs rufen immer noch Appetitlosigkeit in mir hervor, aber wie gesagt, ich lasse es nicht mehr darauf ankommen. Auch wenn ich jetzt immer noch Gewichtsprobleme habe. Dafür ganz andere, als damals in der Zeit meiner Anorexie. Aber auch hier gibt es gute Nachrichten. Seit drei Wochen habe ich nicht mehr wirklich etwas abgenommen. Ein Anfang. Und mein Körper scheint in seine Balance zurückzufinden. Das ist okay für mich. Hauptsache keine Magersucht mehr. Denn die habe ich vor fünf Jahren im Krankenhaus gelassen. Heute vor genau fünf Jahren habe ich das getan. Nicht für immer, denn sie kam ab und zu auf Besuch, aber ich habe sie hinter mir gelassen. Heute vor genau fünf Jahren.

 

Heute vor genau fünf Jahren Heute vor genau fünf Jahren

Outfitdetails

Hoodie: Levi’s
White Basic: Zalando Essentials
Overknee Tights: H&M
Ankle Boots: Deichmann (Similar)

Red Lipstick: Catrice Long Lasting Lip Pencil „170 Plumplona Olé“

Picture Credits: Miss Getway

 

Gewichtsprobleme und Magerwahn

Sie meinen es ja nur gut, ich weiß. Und ich nehme es keinem übel. Aber es fühlt sich so an, als würde das Wort „Anorektiker“ permanent auf meiner Stirn prangen. Tief eingebrannt mit schwarzer Tinte und egal was ich mache, ich kann dieses Label nicht von meiner Stirn waschen. Und das tut weh. Weil ich schon wieder nur auf eine Zahl reduziert werde.

 

Gewichtsprobleme

 

Diese Zeilen schrieb ich am 28. Juli 2017 auf meinem Blog. Wie immer habe ich mich in dieser persönlichen Kolumne mit einem Thema befasst, welches mich zu diesem Zeitpunkt beschäftigte. Ein Thema, welches mich bis heute beschäftigt. Ich habe mich für meinen durch den womöglich auf den Uniabschlussstress zurückzuführenden Gewichtsverlust gerechtfertigt. Gerechtfertigt, weil ich wieder darauf angesprochen wurde. Ich dachte, damit würde sich das Thema ein für alle mal als gegessen erklären. Tat es aber nicht. Angesprochen werde ich weiterhin. Inzwischen geht es so weit, dass ich bei Instagram bei meinen Direct Messages sogar wüst beschimpft wurde. Dass ich meiner Community nur etwas vormache und dass ich ein schlechtes Vorbild bin. Dass ich meinen erneuten „Magersuchtsrückfall“ langsam nicht mehr leugnen sollte, weil es ohnehin offensichtlich ist, dass ich wieder Essprobleme habe.

 

Gewichtsprobleme der anderen Art

Ich leide unter keinem Magerwahn!

Im Gegensatz zu dem Post damals soll das heute kein Rechtfertigungspost werden, aber dennoch habe ich das Gefühl, dass ich diese aktuelle Situation erklären möchte. Weil sie mich selbst auf eine gewisse Art und Weise belastet. Ich nehme ab und kann nichts dagegen machen. Nach meiner Diplomprüfung war ich unendlich glücklich mit meiner Figur. Von der ist allerdings nicht mehr viel übrig. Inzwischen sehe ich aus, wie eine großbewachsene 14-Jährige. Der Blick in den Spiegel verschafft mir schon längst kein Lächeln mehr, sondern ruft zwanghafte Überlegungen in mir hervor, wie ich endlich wieder ein paar Kilo mehr auf die Rippen bekomme. Nie in meinem Leben hätte ich mir gedacht, dass ich einmal Gewichtsprobleme der anderen Art haben werde.

Normalerweise muss ich einen Donut nur ansehen und seinen Duft einatmen, um zuzunehmen. Während meiner Diplomarbeit- und Diplomprüfungszeit habe ich mich überwiegend von Pizza ernährt und dabei abgenommen. Ich dachte, es liegt daran, weil die Ernährung zu einseitig war. Mit gesundem Essen wollte ich dieses dadurch entstandene Gewicht behalten, denn für mich war es endlich perfekt. Daraus wurde nichts. Ich nahm weiter ab. Ich begann, meine Ernährung wieder mehr schleifen zu lassen. Half auch nichts. Ich nahm trotzdem ab. Inzwischen bin ich an einem Punkt angekommen, an dem mir der Kilostress manchmal so zu schaffen macht, dass ich dadurch sogar meinen Appetit verliere, was auch nicht gut ist. Keinen Hunger, weil ich so oder so abnehme. Und weil es mich stresst. Das Seltsame an der ganzen Sache ist jedoch: Wenn ich wieder einmal einen Tag unter Appetitlosigkeit leide oder unter Dauerstress stehe, sodass ich dadurch einfach weniger zum Essen komme, nehme ich zu. Aber ich kann doch nicht Hungern für ein paar Kilo mehr.

 

Gewichtsprobleme

 

Kein gutes Vorbild mehr im Kampf gegen Magersucht?

Ich weiß, die ganze Sache klingt so surreal. Das tut sie auch für mich und ich kann es mir selbst nicht mehr erklären, was gerade mit meinem Körper falsch läuft. Es tut mir nur so verdammt weh, wenn mir Dinge unterstellt werden, die einfach nicht so sind. Ich habe sogar selbst Angst, dass ich ein schlechtes Vorbild bin, weil ich von mir selbst momentan nur Bilder in diesem Zustand posten kann. Das schlimmste ist jedoch: Ich fühle mich überhaupt nicht mehr fraulich, sondern eben, wie bereits erwähnt, wie eine Erwachsene in einem großbewachsenen 14-jährigen Körper. Der größte Schock war für mich, als ich bei unserem Trachtenshooting eine Trachtenjacke in einer Größe fernab von 36 tragen musste, weil alles andere zu groß für mich war. Eine Kindergröße für eine fast 26-jährige Frau mit einer Größe von über 1,70 m ist doch nicht normal. Der einzige Trost: Trachten müssen halt eng anliegend sitzen. In normalen Stores brauche ich diese Größe zum Glück noch nicht, sondern habe gerade noch eine normale Größe, was hoffentlich so bleibt.

Und dann noch diese ungute Gefühl bei Bloggerevents, wenn man zuvor gegessen hat und später beim Event nichts isst, weil man einfach keinen Hunger mehr hat. Da kommt es natürlich besonders glaubwürdig rüber, wenn man zuvor auf den angesprochenen Gewichtsverlust beteuert, dass alles in Ordnung ist. Nämlich NOT. Zugegeben: Ich habe mir schon Gedanken gemacht, was die anderen jetzt von mir denken werden. Inzwischen kann ich meine Nahrungsaufnahme nämlich sehr gut kontrollieren. Ich esse nur mehr, wenn ich Hunger habe, obwohl ich mich jetzt auch manchmal dazu zwinge, zu essen, auch wenn ich keinen Hunger habe. Aber ich will mich auch nicht überessen müssen, denn dann liege ich wie eine Boa Constrictor auf dem Sofa und krümme mich vor Bauchschmerzen. Auch nicht schön.

 

Gewichtsprobleme

 

Wie soll es jetzt weitergehen?

Irgendwann muss auch einmal Schluss sein. Ich denke, mein Körper kann nicht ewig abnehmen. So habe ich einen Pakt mit mir selbst geschlossen. Ich will zwar zunehmen, aber wenn das Gewicht jetzt so bleibt und nicht weiter runtergeht, dann kann ich damit leben. Dann kann ich es irgendwie akzeptieren, denn ich habe gelernt, meinen Körper zu lieben. In allen erdenklichen Formen und Größen. Nur wenn das Gewicht weiter runtergeht, weiß ich nicht mehr, ob ich meinen Körper so akzeptieren kann bzw. geht es hier dann auch schon um die gesundheitlichen Aspekte.

Momentan habe ich das Glück, dass alles im grünen Bereich ist. Meine Haare sind gesund, glänzend und gehen mir nicht aus. Hätte ich einen Rückfall, wäre dem nicht so. Ich bekomme weiterhin ganz normal meine Periode in der selben Intensität und Dauer, wie davor. Hätte ich einen Rückfall, wäre dem nicht so. Ich fühle mich (meistens) fit und (meistens) nicht müde. Hätte ich einen Rückfall, wäre dem nicht so. Meine Haut ist nicht ausgetrocknet. Hätte ich einen Rückfall, wäre dem nicht so. Ich habe keine verbotenen Nahrungsmittel. Hätte ich einen Rückfall, wäre dem nicht so. Wenn ich nach langem Sitzen schnell aufstehe, wird mir nicht schwarz vor Augen. Hätte ich einen Rückfall, wäre dem nicht so. Ich kann mich gut konzentrieren. Hätte ich einen Rückfall, wäre dem nicht so. Einzig und alleine das mir dauerkalt ist, ist ein kleines Problem, aber ich bin so oder so eine Frostbeule.

 

Doch eine Sache kann ich trotzdem nicht ganz leugnen…

 

…ja, ich gebe es zu: Es gibt auch Tage, an denen ich mich unförmig, hässlich und als zu dick empfinde. Selbstverständlich habe ich das ab und an, ich meine, ich bin eine ehemalige Anorektikerin. Das Gefühl taucht nichtsdestotrotz immer wieder einmal auf und jeder hat diese Tage, an denen er sich verzerrt im Spiegel wahrnimmt. Das hat mit Anorexie an sich nichts zu tun. Dennoch – im Grunde genommen weiß ich, dass ich zu dünn bin und das stört mich.

Um noch einmal zu dem Pakt mit mir selbst zurückzukommen: Nehme ich weiter ab, wird mir wohl nichts anderes mehr übrig bleiben, als zum Arzt zu gehen. Davor drücke ich mich ganz schön, denn bei solchen Sachen habe ich IMMER Angst vor Hiobsbotschaften. Ich will mich nicht damit konfrontieren müssen, dass etwas nicht in Ordnung mit mir ist. Gerade jetzt, wo mich das pure Leben eigentlich wahnsinnig glücklich macht. Aber ich lasse mich nicht unterkriegen. Wer nicht kämpft, hat schon verloren und verlieren liegt mir überhaupt nicht. Schon gar nicht, wenn es um mein Gewicht geht, denn das Kriegsbeil ist begraben und ich habe keine Lust, es wieder auszugraben.

Seid also versichert: Es geht mir gut. Diese Dauerabnahme macht mir zwar ab und zu ein bisschen zu schaffen, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass ich mein Lachen nicht verloren habe. Andere Dinge haben in meinem Leben mehr Priorität. So vergesse ich diese „kleine Übel“ auch Tag für Tag und fühle mich nichtsdestotrotz großartig. Weil ich Frieden mit mir selbst geschlossen habe. Und darum möchte ich nach all den nostalgischen Bildern zuvor diesen Post mit einer „Happy smiling Lisa“ beenden. Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt, diesen Post zu lesen.

 

Gewichtsprobleme Gewichtsprobleme

 

Life Update #9: Hello New Chapter!

Die Blätter verlieren ihr sattes Grün und erstrahlen in den prächtigsten Herbstfarben: Rot, gelb, orange und braun. Am Boden stapeln sich Laubhaufen, die ich als Kind immer durcheinander gewirbelt habe. Manchmal überkommt es mich sogar noch heute. Dann kommt das Kind in mir zum Vorschein und lässt die alten Zeiten wieder hochleben. Zumindest gedanklich, denn jetzt, wo ich erwachsen bin und selbst auch gelegentlich den Gartenrechen schwinge, weiß ich, wie viel Arbeit es ist, das Laub zusammenzukehren. Ja, eine neue Jahreszeit ist angebrochen und langsam, aber sicher verschwindet die Wehmut, den Sommer gehen zu lassen. Okay, das rede ich mir nur ein. Doch irgendwie habe ich auch nicht die Zeit dazu, mir Gedanken zu machen, dass mich die Sonne nun nicht mehr beim Aufwachen kitzeln wird.

A new chapter in my life is about to begin. Every single month, every single week, every single day, every single moment.

Es passiert gerade so viel in meinem Leben. Viel zu viel. Und all diese Eindrücke überrennen mich manchmal. Es ist schön, gerade so viel zu erleben. Zu erleben, wie jeder Tag etwas neues mit sich bringt. Darum wird es auch wieder einmal Zeit für ein kleines Life Update.


 

Life Update #9

Let’s start a New Chapter

Mein Neuanfang hat bereits im Juli begonnen. Das habe ich hier und auch hier und sowieso oft genug erwähnt. Aber Herbst ist eine Jahreszeit, die sich für mich auch immer wie etwas Neues anfühlt. Neue Herausforderungen erwarten mich und ich nehme Abschied von meiner liebsten Jahreszeit, dem Sommer. Ist der Sommer erst einmal vorbei, fühlt es sich an, als hätte ich ein Kapitel geschlossen. Jetzt bin ich gerade dabei, ein neues Buch anzufangen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Mein altes Journal hat seine Dienste getan. Auch wenn es noch nicht voll ist, ist es momentan nur noch mein Begleiter für To Do Listen. Ich habe ein neues angefangen und werde alle Gedanken, alle Worte, die mir im Kopf umschwirren fortan in mein neues Journal schreiben. Und mit Gedanken und Worten bin ich aktuell voller den je.

 

 

New People

Momentan befinde ich mich gerade in einem Stadium meines Lebens, in dem ich dazu bereit bin, neue Menschen in mein Leben zu lassen. Das fiel mir lange Zeit unheimlich schwer. Und irgendwie tut es das immer noch. Es fällt mir schwer, neue Menschen kennenzulernen (im Sinne von richtig kennenlernen – kurze Talks sind immer drin) oder andere Menschen, die bereits mit einem Fuß in meinem Leben stehen, näher an mich heranzulassen. Es ist immer wieder eine Premiere, wenn es gelingt. Aber ich merke immer mehr, wie gut mir soziale Kontakte tun und vor allem, wie schön es ist, diese auch zu festigen. Die Angst, verletzt oder enttäuscht zu werden, ist bei mir immer gegeben. Ich vertraue nicht schnell, aber ich rede gerne und viel, bin sogar bereit, mehr von mir preiszugeben, was jedoch nicht bedeutet, dass das ein Freifahrtschein in mein Leben ist. Ich schraube Erwartungen niedrig. Immer. Auch wenn es manchmal nicht so rüberkommt.

Doch eines kann ich mit Sicherheit sagen: Die Menschen, die es in mein Leben geschafft haben, waren und sind es wert.

 

 

New Experiences

Ich bin ein reflektierter Mensch, der alles gerne und lange analysiert. Planung ist mein halbes Leben, Spontanität oftmals fehl am Platz. Schon lange habe ich mir gewünscht, einen ticken spontaner zu sein. Einfach mal nicht alles durchdenken und im Feinschliff analysieren, reflektieren und durchstrukturieren. Struktur ist wichtig in meinem Leben. Ansonsten würde das Chaos Überhand gewinnen, denn ich bin von Natur aus eine richtige Chaotin. Teilweise hat mich diese viele Planung ziemlich frustriert. Darum bin ich ausgebrochen und ganz spontan in eine Stadt gereist: Bratislava. Kurzerhand habe ich beschlossen, auch Blogger Lisa daheim zu lassen. Die Kamera blieb mit einer einzigen Ausnahme aus. Ein paar Instastories konnte ich mir jedoch nicht verkneifen, denn die Stadt war einfach zu schön. Allerdings wurde ich gefragt, ob ich einen Travelguide über Bratislava mache. Diesmal muss ich leider sagen: NEIN. Ich habe es zu sehr genossen, mal (fast) alles hinter mir zu lassen und diesem Wochenende alles dem Zufall zu überlassen. Dafür komme ich meinem Lebensziel schon ein Stückchen näher: Ich konnte eine weitere europäische Hauptstadt besuchen und zähle nun insgesamt 9 auf meiner Liste.

 

 

New Challenges

Als Bloggerin brauche ich ein dickes Fell, denn es gibt nicht immer lobende Worte für das, was man macht. Nicht jeder mag mich. Und es muss mich auch nicht jeder mögen. Ich mag auch nicht jeden. Es ist verständlich, dass man nicht Everybody’s Darling sein kann. Das sind nicht einmal die größten Influencer unserer Zeit, wie beispielsweise Caro Daur oder Leonie Hanne.

Ich komme mit fiesen Kommentaren gut klar, doch neulich musste ich mich mit einem richtigen Hate gegenüber meiner Person rumschlagen. Das kommt ziemlich selten vor. Das letzte Mal sogar vor zwei Jahren. Ist also wirklich schon ewig her. Richtigen Hate erfahre ich sonst eigentlich nicht, aber dieses Mal war es für mich alles andere, als leicht, mit diesen Kommentaren klarzukommen. Ich will dem Hate hier überhaupt kein Futter geben, aber ich habe das Gefühl, ich muss es niederschreiben, weil es sich um eine Sache handelt, die mir nahe geht: Meine Figur und mein Aussehen. Es ist nicht sehr angenehm, als anorektische Bitch bezeichnet zu werden, die ihrer Community etwas vormacht, indem sie Stories von sich beim Essen oder generell Essen postet. Ich habe damit gerechnet, dass das Thema wieder präsent werden könnte, nachdem von mir nicht mehr so viel übrig ist. Und ich habe nur darauf gewartet, bis ich darauf angesprochen werde.

Ich habe es schon in meinem letzten Life Update angeboten, mehr darüber zu schreiben, bin bis jetzt allerdings nicht dazu gekommen. Nach wie vor kann ich euch aber versichern, dass Magersucht überhaupt kein Thema ist. Ich denke jedoch, dass ich diesem Thema nun wirklich bald einen eigenen Post widmen muss.


 

 

October: A New Chapter

Unglaublich, aber wahr. Jetzt ist auch schon der September bald vorbei und wir starten mit dem 10. Monat im Jahr. Okay, okay. Ich übertreibe, haben wir doch noch 10 Tage, aber die gehen schneller vorbei, als man denkt. Für mich bedeutet das: Back to University. Ich bin ganz gespannt, was das neue Studium für mich bereit halten wird und freue mich vor allem auf eines: Einen geregelten Tagesablauf. Obwohl ich eher die Naturwissenschaftlerin bin, freue ich mich auf dieses geisteswissenschaftliche Studium. Ich bin gespannt, welche Lehrveranstaltungen auf mich warten und letztendlich auch, mit welchem Thema ich mich in meiner Masterarbeit beschäftigen möchte.

Ansonsten ist für Oktober nicht viel geplant. Neben dem Studienbeginn steht nur noch meine Sponsion auf dem Plan. Das bedeutet, ich bekomme meinen akademischen Grad in einem universitären Festakt vor Publikum verliehen. Ich stehe der ganzen Sache jedoch zwiegespalten gegenüber. Es ist komisch, im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen. Auf der anderen Seite ist es auch schön, für die eigene Leistung vor Publikum belohnt zu werden. Und ich kann diesen Tag mit meiner Familie und meinen liebsten Freunden verbringen. Besser kann der Oktober doch gar nicht starten.

 

Life Update #8: Good Vibes

Ich kann es kaum fassen. Mein Uniabschluss liegt nun fast schon zwei Monate zurück und ich blicke auf eine Zeit voller Anstrengung, Tränen, Zweifel, aber auch des Glücks und der Freude, etwas geschafft zu haben, zurück. Diese Zeit war hart für mich, sehr hart. Ich habe mich in ein Terrain gewagt, was für mich unbekannt war. Habe empirisch gearbeitet, eine eigene Forschung geschaukelt und damit gleichzeitig ein Thema, wofür auch gerade eine Dissertation geschrieben wird. Ich bin über meine Fähigkeiten hinausgewachsen, aber es war schwer. So lange habe ich an mir und meinen Fähigkeiten gezweifelt, aber es gab eine ganz bestimmte Sache, die mich immer am Ball bleiben ließ. Tagtäglich habe ich es mir eingeredet und mir so meine Motivation verschafft. Ich habe mir gesagt, dass sich mein Leben von Grund auf verändern wird, wenn ich die Uni abgeschlossen habe. Dass ich ein neues Leben beginnen werde. Glücklich sein werde. Frei. Und es ist eingetreten. Momentan genieße ich mein Leben in vollen Zügen und ich kann eines sagen: Ich bin glücklich. So wahnsinnig glücklich.

 

 

Life Update #8

Good Vibes in August

In den letzten Jahren habe ich viel zurückgesteckt. Vielleicht zu viel. Und vielleicht hätte ich das gar nicht müssen, aber ich gehe mit mir selbst immer sehr streng um. Leider. Ich wünschte mir, ich hätte das Leben vorher auch schon auf die Art und Weise genossen, wie ich es jetzt tue. Aber ich versuche den Gedanken beiseite zu schieben, irgendetwas verpasst zu haben. Denn ich bin jetzt jung. Immer noch. Und ich habe immer noch die Gelegenheit, so viel nachzuholen, was ich früher verpasst habe. Und das ist okay. Das ist mehr als okay. Ich habe meine Erfahrungen früher auf eine andere Weise gemacht. Jetzt ist der Moment gekommen, sie auf eine neue Weise zu machen. Und es fühlt sich gut an. So gut.

 

 

Über mein Bloggerleben, wunderbare Menschen und Bereicherungen

Ich war immer dankbar für all das, was ich durch und mit meinem Blog erleben durfte. Ich durfte neue Länder bereisen, an Presseevents teilnehmen, die Fashion Week in Wien besuchen (dieses Jahr werde ich allerdings absagen) und wunderbare Menschen kennenlernen. Doch momentan läuft alles besser den je. Die wachsende Freundschaft zu Kerstin von Miss Getway ist unter anderem eine Bereicherung, die ich besonders in den letzten Monaten erfahren durfte. Es ist schön, so einen kreativen Kopf kennengelernt zu haben. Eine junge Frau, die eine Leidenschaft mit mir teilt, mit der ich mich auf Anhieb verstanden habe und inzwischen haben wir uns zu einem wunderbaren, eingespielten Team etabliert, welches optimal miteinander harmoniert. Insbesondere euer Lob zu unseren gemeinsamen Zusammenarbeiten zeigen mir, dass wir gemeinsam wunderschöne Projekte auf die Beine stellen.

Momentan habe ich so eine große Freude am Bloggen. Ich kann mir endlich wieder umfassend Zeit nehmen, eure Kommentare zu beantworten und auch Instagram macht langsam wieder mehr Spaß. Darüber hinaus durfte ich seit meinem Uniabschluss an vielen Projekten und Kampagnen mitarbeiten und ich bin einfach dankbar dafür. Dankbar, dass ich diese Leidenschaft habe und dass ich damit auch mein Geld verdienen darf. Das Bloggen ist ein Job, der manchmal ganz schön hart ist und in dem man sich schnell verlieren kann, aber er ist eine Bereicherung. Und ich möchte diese Bereicherung nicht missen. Doch die größte Bereicherung an meinem Bloggerleben sind nicht die Projekte oder Kampagnen, sondern es ist meine Community. IHR. Und ich bin dankbar für jeden einzelnen, der meine Worte liest und sich die Zeit nimmt, mir Feedback zu geben.

 

 

Ernährung/ Essstörung/ Gesundheit/ Gewicht

Obwohl ich vor kurzem eine Kolumne geschrieben habe, in der ich erklärt habe, dass es mir gesundheitlich gut geht, erreichen mich dennoch mehrmals in der Woche Nachrichten zu meinem Gewicht. Ich weiß, dass ich dünner geworden bin und es bei einigen die Alarmglocken schrillen lässt. Ich kann auch verstehen, dass man es mir vielleicht nicht so ganz abkauft, dass alles in Ordnung ist, denn ich bin genauso dünn, wie vor zwei Jahren, als ich einen immensen Rückfall hatte. Aber es geht mir gut. Es geht mir wirklich gut. Noch nie war ich so im Einklang mit mir selbst. Wenn ihr wollt, kann ich dazu aber gerne noch einen eigenen Post verfassen, in welchem ich näher darauf eingehe. Vorab sei gesagt: Es geht mir gut und ich bin gesund. Magersucht ist gerade kein Thema.

 

Reisen

Nachdem ich im Mai auf Ibiza war, ging es im August wieder ans Meer. Ich habe die Zeit mit meiner Familie verbracht. Diese Zeit hat mir gezeigt, wie dankbar ich für all die Menschen sein kann, die mich durchs Leben begleiten. Zugegeben – manchmal war es schon ein bisschen langweilig, aber das liegt daran, weil meine Familie und ich unterschiedliche Vorstellungen von Urlaub haben. Nichtsdestotrotz habe ich die Zeit in Kroatien genossen. Immer wenn ich am Meer bin, fühle ich mich unglaublich inspiriert. Das beste am ganzen Urlaub war, dass ich wieder zum Schreiben gekommen bin. Die Momente beim Sonnenaufgang – nur ich und mein Journal- waren magisch. Aber mehr dazu in einem späteren Post.

Ich kann euch sagen, kaum nach Österreich zurückgekehrt, packt mich schon wieder das Fernweh. Am liebsten würde ich heuer noch einmal verreisen.

 

 

Studium/Arbeit

Inzwischen habe ich es schon überwunden, dass ich dieses Jahr nicht unterrichten werde. Wie ihr wisst, haben mich letztendlich doch ein paar Zweifel geplagt, ob es eine gute Idee ist, mein Praktikum erst ein Jahr nach meinem Abschluss zu machen, aber nun bin ich wieder felsenfest der Meinung, dass es richtig war. Ich genieße mein Leben als Bloggerin in vollen Zügen und habe es mittlerweile auch geschafft, richtige Arbeitstage zu gestalten. Auch ich habe nun mein geregeltes Arbeitsleben und es ist schön, eine Aufgabe im Leben zu haben.

Derzeit bin ich noch am koordinieren und überlegen, wie ich es diesmal mit dem Studium besser klarkomme. So einen Druck wie im Lehramtsstudium möchte ich mir nicht mehr machen. Was geht, das geht und ich bin gespannt, wie mir das neue Studium gefallen wird.

 

Good Vibes

 

Postingwünsche?

Wie immer möchte ich auch auf eure Bedürfnisse und Wünsche eingehen. Wenn ihr Postingwünsche habt, könnt ihr mir diese gerne mitteilen. Ich sprudle momentan vor Kreativität, aber ich möchte natürlich auch, dass ihr voll und ganz auf eure Kosten kommt. Ihr habt spannende Themenimpulse? Dann immer her damit. 

 

Darf ich meinen Körper lieben?

Die Themen Anorexie und mehr Akzeptanz für den eigenen Körper werden in meinem Leben immer einen großen Stellenwert einnehmen. Und doch habe ich in den letzten Monaten mehr unbewusst versucht, diesen Teil meiner Vergangenheit in der Versenkung verschwinden zu lassen. Ich wollte ihn beiseite schieben. Ja, Anorexie wird immer einen großen Stellenwert in meinem Leben haben. Einen riesengroßen sogar. Anorexie macht meine Geschichte aus, denn die Krankheit hat diese geprägt. Und ich werde immer wieder an diesen Punkt gelangen, wo mich die Krankheit wieder mehr beeinflussen wird. Nicht in Form von Rückfällen (die ohnehin immer möglich sind), aber sie wird mich in den Momenten beeinflussen, in denen all die Charaktereigenschaften gefragt sind, die ich mir in dieser Zeit angeeignet habe. Mut. Stärke. Durchhaltevermögen.

Doch einen Raum habe ich der Krankheit in letzter Zeit wenig gegeben. So wenig, wie eigentlich noch nie. Und das, obwohl ich durch die stressigen Zeiten vor meiner Diplomprüfung wieder ein paar Kilos verloren habe, aber dieses Mal habe ich es nicht zugelassen, dass aus dem Stress wieder ein neuer Rückfall wird. Anorexie hat keinen Stellenwert eingenommen. So eine geringfügige Rolle hat die Krankheit noch nie in meinem Leben gespielt.

Und trotzdem bin ich in letzter Zeit wieder verstärkt mit Anorexie in Berührung gekommen. Nicht durch meinen Gewichtsverlust, der stressbedingt ist, sondern durch etliche Momente, die mich an die Krankheit erinnert haben. Sei es nun durch ein höchst unangemessenes Kommentar auf meinem YouTube Channel oder durch die Medien, wo wieder einmal ein Todesfall wegen den Folgen der Magersucht in den Schlagzeilen war. Auf Facebook überschlugen sich die Kommentare zu diesem Fall. Und bei vielen merkte ich, wie wichtig der Aufklärungsbedarf im Bezug auf Essstörungen nach wie vor ist.

Die Meinungen klafften weit auseinander. In diesen Kommentaren war alles dabei. Von Anschuldigungen, wie „die ist doch selbst schuld„, bis hin zu höchst unangebrachten Ratschlägen, wie „die hätte einfach mehr essen sollen„, ist mir besonders ein Kommentar ins Auge gestochen. Ein Kommentar, der zwar nicht so schlimm ist, wie die bereits genannten Beispiele, aber der doch zum nachdenken anregt: „Traurig, dass man seinen Körper heutzutage nicht mehr so lieben kann, wie er ist.

 

 

Darf ich mich selbst heutzutage nicht mehr lieben, so wie ich bin?

Ich versuche immer, bodypositiv zu sein. Auch wenn es mir manchmal schwer fällt und auch wenn es mir (oder anderen) manchmal heuchlerisch vorkommt, weil es nicht so ist. Doch ich versuche immer -und das war eine wichtige Lektion, die ich lernen musste- mich selbst so zu akzeptieren, wie ich bin. Ja, ich gebe es zu. Die Zahl auf der Waage vor kurzem hat mir gefallen. Nach meiner Diplomprüfung habe ich mich aus Neugierde gewogen und mein BMI hat nun wieder eine 1 vor der Zahl. Und es hat mich kurzzeitig wahnsinnig glücklich gemacht. Ich habe dann auch schnell wieder gemerkt, wie es mich kurze Zeit später genervt hat, dass es doch nicht noch weniger Kilos sind. Und dann fühlte ich mich wieder zu dick. Es ist verrückt, dass die Krankheit immer noch da ist und das, obwohl ich ihr in letzter Zeit so wenig Raum gegeben habe. Doch dann habe ich mir wieder ins Bewusstsein gerufen, was ich mir vor noch nicht allzu langer Zeit selbst versprochen habe: Man muss kein Ideal verfolgen. Weder äußerlich noch innerlich. 

Ich habe mir in einem Blogpost schon einmal die Frage gestellt: Wann hat dieser Moment aufgehört, als „sein Bestes zu geben“ nicht mehr gut genug ist? Und genauso verhält es mit seinem Aussehen oder generell mit der Person, die man ist. Man ist die beste Version von sich selbst, wenn man so ist, wie man einfach ist. Innerlich und äußerlich. Da ist es doch vollkommen egal, ob man nun gertenschlank ist oder etwas mehr auf den Rippen hat. Viele schreiben der Gesellschaft die Schuld an diesem Ernährungswandel zu, aber ist es nicht zu einfach, die ganze Schuld auf Castingshows wie GNTM abzuschieben? Ich habe es schon einmal gesagt: Anorexie ist so viel mehr als das.

 

 

Eis gibt kein Rezept, wie du deinen Körper lieben lernst, aber du musst wissen: Du darfst ihn lieben

Die Gesellschaft hat vielleicht eine Teilschuld, dass die Prävalenz von Magersucht und anderen Arten von Essstörungen gestiegen ist und sie sind sicherlich ein Einflussfaktor. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass viel mehr Faktoren mitspielen. Und ich kann mir vorstellen, dass es sich genauso mit der Unzufriedenheit gegenüber dem eigenen Körper verhält. Oftmals steckt mehr dahinter, als nur der gesellschaftliche Zwang, perfekt zu sein, warum man seinen Körper nicht mag. Vor allem in der Pubertät muss man erst damit klarkommen, dass sich der Körper plötzlich verändert. Nicht jeder kommt mit dieser Veränderung gut klar.

Es gibt kein Rezept, wie man seinen Körper lieben lernt, aber man sollte nie diese eine Tatsache aus den Augen verlieren: Man darf seinen Körper lieben. Man darf sich so akzeptieren, wie man ist. Und diese Lektion lernt nicht jeder so schnell. Das ist okay, denn ich glaube, man muss in dieses positive Körpergefühl erst hineinwachsen. Ich selbst würde auch nicht sagen, dass meines sehr stark ausgeprägt ist. Aber zumindest konnte ich endlich diesen Hass gegenüber meinen Körper schüren und so lerne ich jeden Tag mehr, mich anzunehmen. Ich fühle mich zwar nicht immer wohl in meinem Körper, doch ich fühle mich wohl in diesem Leben, das ich gerade lebe. Und ich liebe mein Leben, das ich nie mehr mit meinem Selbsthass und der Ablehnung meines eigenen Körpers beeinträchtigen möchte.

 

Darf ich meinen Körper lieben

 

Picture Information

Für diesen Beitrag habe ich übrigens Fotos verwendet, die wir vor zwei Monaten in Ibiza geshootet haben. Da war ich ein klein bisschen „runder“ als jetzt, aber mindestens genauso glücklich. Okay, nein, ich bin jetzt glücklicher. Aber das hat nichts mit dem Gewicht zu tun, sondern einfach, dass ich endlich meinen Abschluss in der Tasche habe und damals noch zittern musste 😉

Aber ich finde, mein Körper ist auf diesen Bildern vollkommen in Ordnung, so wie er ist. Genauso, wie jetzt auch. Darum: Ein Hoch auf die eigene Körperakzeptanz!

 

Life Update #4: Ein kleiner Lichtblick

 

Oh Boy! In meinem Leben geht es momentan so etwas von drunter und drüber, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Es prasseln so viele Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse über mich herein, sodass ich gar nicht weiß, wie ich das alles in meinen Gedanken fein säuberlich strukturieren und ordnen soll. Aber alles von Anfang (und auch hier gut strukturiert).

 

Life Update #4

Uni

Gefühlt jedes Life Update beginnt mit dem großen Thema: Uni! Inzwischen bin ich nicht mehr so pessimistisch, wie noch am Anfang des Jahres. Klar, die englischsprachige Primärliteratur ist da und ja, die muss ich so weit auseinander nehmen, bis ich sie verstehe. Aber mittlerweile erkenne und ziehe ich auch die Vorteile daraus. Ich habe gelernt: Man versteht die Texte trotzdem besser, weil man sie intensiver durchliest und man bekommt doch so langsam eine Ahnung von der Materie. Juhu, ein kleiner Lichtblick.

Letztendlich war auch meine „Forschungswoche“ in meinem Untersuchungsgebiet eine wichtige Erfahrung, die ich machen musste, um endlich aus meinem „Diplomarbeitstief“ herauszukommen. Im Zuge dessen habe ich nicht nur fast meine ganzen letzten Daten mitgenommen, sondern auch die Unterstützung gemerkt und es ist toll, dass ich mit dieser Arbeit nicht ganz alleine gelassen wurde. Man sieht also: Der Abschluss ist doch nicht so gefährdet, wie ich anfangs geglaubt habe. Hashtag #graduationindanger werde ich auf Twitter somit hoffentlich nicht mehr wirklich brauchen.

Bedauerlicherweise bin ich mit den Interviews doch nicht ganz fertig geworden. Terminabänderungen kommen immer vor. Gerechnet habe ich damit nicht, aber das heißt für mich, dass ich noch einmal ran muss. Zuerst werden jedoch die bereits bestehenden Interviews transkribiert und das bedarf sowieso unzählige Stunden. Hätte ich mir nicht gedacht.

 

Blog

Der kommt momentan zu kurz. Die Gründe brauche ich nicht erläutern, denn die kennen wir alle. Doch an dieser Stelle DANKE für eure Unterstützung. Ihr macht mir immer wieder so viel Mut und schreibt mich trotz Zeitmangels nicht ab. Das große Verständnis lindert mein schlechtes Gewissen euch gegenüber erheblich. Zwar möchte ich den Blog endlich auf das nächste Level bringen, aber manchmal muss man seine Prioritäten anders setzen.

Trotzdem -und das kann ich schon einmal verraten- meine Grazer Blogger Mädels und ich sind gerade hochmotiviert dabei, unsere gemeinsamen Kooperationen zu planen. Es wird eine langfristige Geschichte sein, also seid gespannt. Wir hatten sogar schon unser erstes Fotoshooting als Grazer Blogger Team und es fühlt sich fast wie ein gemeinsames kleines Unternehmen an.

Außerdem ist es schön, dass ich mich auch auf die Unterstützung der Mädels verlassen kann, vor allem, weil ich mir als Diplomandin gerade ein paar Sonderrechte heraushole, aber auch in dieser Abschlussphase versuche ich, mich in unsere Zusammenarbeit so gut, wie es geht, zu integrieren.

Schaut doch gerne bei unserer Facebookseite vorbei. Wir freuen uns über jede Unterstützung.

 

Fotografie

Natürlich habe ich immer noch nicht genug davon, Menschen zu fotografieren. Ich habe mich in der Hinsicht wieder ein bisschen „weitergebildet“. Als die Bilder für meinen letzten Post gemacht wurden, habe ich selbstverständlich die Chance ergriffen, um auch Fotos von meiner Fotografin zu machen. Eine Hand wäscht die andere, würde ich sagen. Ob ich die Fotos online stelle, weiß ich noch nicht, weil ich sie mir erst ansehen muss, ob ich mit meinem eigenen Werk überhaupt zufrieden bin, aber ich bin glücklich, dass ich wieder ein bisschen mehr Zeit mit der Fotografie verbringen konnte. Die Liebe zur Fotografie wächst einfach von Mal zu Mal. Das habe ich ganz vergessen. Unglaublich, aber wahr.

Nichtsdestotrotz bin ich jetzt an einem Punkt angelangt, an dem ich merke, dass es einfach Dinge gibt, die ich mir nicht selbst beibringen kann. Darum möchte ich nach meinem Abschluss an der Uni unbedingt einen Fotografieworkshop besuchen.

 

Ernährung

Ich weiß, dass ihr immer großes Interesse am Thema Ernährung habt. Ich muss sagen, so ganz gut läuft es immer noch nicht. Jedenfalls nicht so, wie ich es mir wünsche, darum muss ich offen und ehrlich gestehen, dass ich momentan ein paar Schwierigkeiten habe und dass mir oft der Appetit fehlt. Wenn ich trotz Hunger in den Supermarkt gehe, bin ich oft überfordert und weiß gar nicht, was ich überhaupt essen mag. Irgendwie habe ich auf gar nichts Lust und dann doch wieder auf alles. Das wird sicher wieder besser. Ich bin zuversichtlich, dass auch der Appetit wiederkommt und denke, das ist einfach nur stressbedingt und der geht auch einmal vorbei.

 

Februargoals

Einfach überleben. Das wird sich so schnell nicht ändern. Ich bin es gar nicht gewohnt, mich so intensiv mit einem einzigen Thema zu beschäftigen. Nach wie vor ist es interessant, aber ein paar Hürden gibt es immer noch zu meistern. Ansonsten möchte ich es trotzdem schaffen, ein paar gut recherchierte Blogposts für euch rauszuhauen, denn auch wenn es gerade drunter und drüber geht: Seine Leidenschaft darf man einfach nicht auf Eis legen. Das heißt: Ich muss an meinem Zeitmanagement arbeiten. 

Auch mit meinen Freunden möchte ich wieder mehr machen, darum freue ich mich riesig darauf, wenn wir uns im Kino den zweiten Teil von Shades of Grey ansehen. Wer sieht sich den Film noch an?