Tag : Bloggertagebuch

Ein Tag in Wien mit Lena & Lisa

Ein Tag in Wien

Mit Lena und Lisa

Eines meiner Vorsätze für mein Bloggerjahr 2020 ist, dass ich euch auch mehr in meinen Alltag mitnehme. Natürlich seid ihr schon via Instagramstories mittendrin, aber ich möchte es zusätzlich gerne am Blog festhalten. Stories sind irgendwann verschwunden, aber ein Blogpost ist für die (zumindest digitale) Ewigkeit. Darum gibt es heute einen kleinen Einblick über Lenas und meinen Tag in Wien.

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Wien

Als Österreicherin war ich schon oft in Wien. Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen. Inzwischen bin ich hauptsächlich aus beruflichen Gründen in Wien – oder wenn ich meine beste Freundin besuche, die ich aber leider seit ihrer Hochzeit im Mai 2018 nicht mehr gesehen habe. An dieser Stelle: wird mal wieder Zeit. 

Dieses Mal war ich aufgrund einer Eventeinladung in Wien. Ich werde öfters zu Events in Wien eingeladen, bin hier aber meistens wählerisch und wäge ab, ob es sich wirklich lohnt, hinzufahren. Networking ist natürlich immer gut, aber zwei Stunden Fahrt sind eben doch zwei Stunden Fahrt, die man auch für andere Dinge nutzen kann. Dieses Mal wurde ich aber von meiner Freundin Lena begleitet. Da wir den Tag noch entspannt in Wien verbringen, aber auch die Zeit zur Contentproduktion nutzen wollten, wusste ich, dass es sich lohnt. 

Lena und ich produzieren unseren Content gerne in Graz. Aber irgendwann brauchen auch wir -der Kreativität halber- einen Tapetenwechsel. Deswegen war die Einladung zu einer Shoperöffnung in Wien ein willkommener Anlass, unsere „Produktionsstätte“ etwas zu verlagern. 

Event, Food & Content Produktion

Unser erster Stopp war die Eröffnung des neuen Kapten & Son Shop in der Neubaugasse. Ein wirklich sehr gelungenes Storedesign – und ich habe endlich die perfekte Brille für mich gefunden. Nach meiner letzten Augenuntersuchung wurde mir von meinem Augenarzt ans Herz gelegt, weniger Kontaktlinsen dafür mehr Brille zu tragen. Da ich aber noch keine Brille besitze, musste dringend eine her. So bot sich die Eröffnung bestens dazu an. 

Da uns der Magen knurrte, stand danach ein kurzer Lunch Stopp auf dem Programm. So eine lange Busfahrt macht schließlich hungrig und wir hatten beide außer Kaffee und Coke Zero noch nichts im Magen. Zuerst wollten wir zu Wiki Wiki Bowls, fanden dann aber auf dem Weg ein nett aussehendes Lokal. Weil der Hunger zu groß war, änderten wir spontan unsere Pläne und gingen ins Spazio in der Neubaugasse. Für mich war es auch eine gute Gelegenheit, meine neue Kamera für Foodfotografie auszuprobieren. Auch das möchte ich in diesem Jahr wieder in Angriff nehmen – um euch auch mit tollen Foodbildern zu versorgen. Dabei geht es gar nicht um Rezepte und Foodstyling, sondern allen voran für Restaurantempfehlungen auf Reisen. Damit war ich bei meinen letzten Reisen nämlich nicht mehr ganz so zufrieden. 

Wir bestellten uns beide eine Bowl – für Lena gabs die Spicy Tropical Tofu Bowl, für mich die Daily Bowl. Das Essen war wirklich sehr lecker und das Preis-Leistungsverhältnis top. Bowls sind meistens etwas teurer, aber hier waren sie gut gefüllt, sodass ich am Ende schon ein bisschen mit den letzten Bissen kämpfte. Leider waren nicht alle Zutaten, welche auf der Karte versprochen wurden, in unserer Bowl. Das haben wir allerdings gleich gemeldet und uns wurden prompt die Zutaten frisch an den Tisch gebracht. Ansonsten war es wirklich ein nettes, leckeres Lokal und geschmacklich wirklich empfehlenswert.

Wien
Wien
Wien
Wien
Wien
Wien

Last but not least wollten Lena und ich Content für unsere Social Media Accounts und Blogs shooten. Wien war für uns ein willkommener Tapetenwechsel. In Graz ging uns nämlich schon die Inspiration aus. Wir wollen auf jeden Fall beide an unserer Bildsprache und dem Content arbeiten. Auch dafür haben Lena und ich die Zeit genutzt. Wir haben über unsere Ziele gesprochen und Pläne geschmiedet, welchen Content wir für unsere Communities kreieren wollen. Lena und ich möchten uns beide weiterentwickelt. Vor allem wollen wir euch hochwertige Inhalte liefern. Unter anderem auch Content, von denen ihr profitiert. Nicht (immer) in Form von Give Aways – uns geht es vor allem darum, dass ihr inspiriert werdet und/oder etwas von unseren Inhalten mitnehmen könnt bzw. auch aktiv eingebunden werdet. Das bedarf natürlich viel Planung. Lena und ich werden heuer auf jeden Fall viel zusammenarbeiten und uns gemeinsam dabei helfen, unsere Ziele zu erreichen. 

Zumindest konnte ich mir schon einmal einen Wunsch erfüllen: ein kleines Shooting vor dem Burgkino, welches ich vom Setting her schon so lange angeschmachtet habe. Zwar konnte ich meine Fotoidee, die ich im Kopf hatte, nicht umsetzen, aber das Jahr ist ja noch jung. Leider ist es immer so, dass mich die Nachweihnachtszeit in ein kleines Ideenloch stürzt. Es ist schwierig, nach Weihnachten mit kreativen Inhalten und Ideen zu kommen, aber ich merke langsam, wie meine Muse wieder zurückkehrt. 

Wien

Life Update #21: Goodbye Teacherlife

In den letzten Wochen herrschte gähnende Leere auf My Café Au Lait. Mai und Juni hatten es in sich. Es waren zwei Monate, die ich einerseits dafür genutzt habe, um mir über meine Zukunft Gedanken zu machen. Andererseits waren es auch die letzten zwei Schulmonate, die nicht ohne waren. Inzwischen bin ich in den Sommerferien gut angekommen. Ich habe mein Unterrichtspraktikum mit Auszeichnung abgeschlossen. Mein erstes Lehrerjahr – und auch mein letztes. Mein letztes für eine unbestimmte Zeit, denn ich habe mich dazu entschieden, vorerst nicht im Lehramt zu bleiben. Welche Gründe dafür eine Rolle spielten und was ich sonst noch so erlebt habe, verrate ich euch in meinem neuen Life Update #21.

Mein erstes Jahr als Lehrerin

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich meinen Dienst als Lehrerin angetreten bin. Auch an meine ganzen Zweifel. Ich habe mir die Frage gestellt, ob ich eine gute Lehrerin werden würde. Meine größte Sorge war nicht die Frage, ob mich die Kinder und Jugendlichen als junge Lehrerin akzeptieren würden. Vielmehr machte ich mir Sorgen, ob meine Fachkompetenz gut genug war. Eines kann ich vorweg sagen: das erste Lehrerjahr bedeutet viel nachlesen und nachlernen. Zwar würde ich von mir behaupten, dass mein Wissen im Studium wirklich gut geschult wurde, aber letztendlich war ich als Lehrerin meinen Schülern nur ein paar Einheiten voraus.

Es war ein wirklich schönes und aufregendes Jahr. Aber auch komisch. Es war komisch, plötzlich vor dem Lehrertisch zu stehen, als dahinter zu sitzen. Und es war komisch, Frau Professor genannt zu werden. Trotzdem schloss ich meine Schüler und meinen Job schnell ins Herz. Ich habe mich dazu entschieden, neue berufliche Wege einzuschlagen. Die Gründe liegen einerseits darin, dass es momentan echt schwer ist, einen Job im Lehramt zu finden. Auf der anderen Seite fühle ich mich für diese Rolle noch zu jung und möchte andere berufliche Facetten kennenlernen. Darum verschlägt es mich bald in die Privatwirtschaft.

Wieder ein neuer Job

Auf Instagram habe ich das Thema „Job“ kurz angeschnitten. Obwohl ich mit meinem Blog bzw. Instagramaccount inzwischen schon seit einigen Jahren selbstständig bin, habe ich mich erneut gegen eine 100%ige Selbstständigkeit entschieden. Ich mache mir oft und viele Gedanken über meine Existenz. Unterm Strich gesagt, fühle ich mich mit dem Wissen, dass regelmäßig Gehalt auf mein Konto kommt, einfach wohler und sicherer. Es ist nur ein einziger Grund, der gegen eine 100%ige Selbständigkeit spricht, aber dieser hat so viel Gewicht, sodass ich mich dazu entschieden habe, mich bei Firmen zu bewerben.

Insgesamt schrieb ich drei Bewerbungen. Eine wurde mit der Begründung abgelehnt, dass ich sofort anfangen müsste, was zum damaligen Zeitpunkt nicht möglich war. Bei den beiden anderen Firmen wurde ich zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Darunter in eine Werbeagentur, aber auch in eine Firma, die jemanden für das Online Marketing suchte. Bei beiden Firmen bekam ich eine Zusage. Ich habe mich inzwischen entschieden, möchte aber erst dann näher darauf eingehen, wenn der Arbeitsvertrag unterschrieben wurde.

Bevor es aber losgeht, erhole ich mich noch ein bisschen von meinem ersten Unterrichtsjahr. Ich bin momentan viel unterwegs, mal hier mal da und es tut einfach so gut.

Was sonst noch so los war

Ich habe in den letzten Wochen wirklich viel erlebt. Nicht nur der neue Job oder mein Jahr als Lehrerin spielen eine große Rolle, sondern auch im privaten Bereich. Meine Nichte Sophie wurde ein Jahr alt und darüber hinaus haben wir auch den Polterabend meiner Schwester gefeiert, den ich organisiert habe (der Beitrag dazu folgt in Kürze). Ansonsten haben auch noch zwei meiner Freundinnen geheiratet, weswegen ich ein Wochenende lang in Kärnten war. Aber nicht nur nach Kärnten hat es mich verschlagen, sondern auch ins Almenland. Meine Freundin Kerstin hat mich zu einem tollen Aufenthalt ins Almwellness Hotel Pierer mitgenommen. Da diese Gegend ein Teil meiner Kindheit ist, kenne ich das Hotel natürlich und war glücklich, auch endlich einmal Gast sein zu dürfen.

Life Update #21
Life Update #21
Life Update #21
Life Update #21
Life Update #21
Life Update #21

Apropos Reisen. Die nächsten stehen auch schon an. Diesmal geht es wieder ins Ausland. Einerseits an die Côte d’Azur (Nizza, Monaco, voraussichtlich auch Cannes und Saint Tropez) und andererseits nach Marrakech. Ihr dürft euch auch hinsichtlich meiner Reisen auf spannende Postings freuen.

Ansonsten habe ich mir endlich einen kleinen Wunsch erfüllt und mir meine Haare verdichten und verlängern lassen. Diesen kleinen Traum wollte ich mir erst erfüllen, nachdem meine berufliche Laufbahn gesichert ist. Nach meiner Jobzusage zögerte ich nicht lange und machte mir einen Termin aus. Auch dazu habe ich einen Beitrag geplant, wofür ich auf Instagram noch ein paar Fragen sammeln möchte.

Life Update #21

Ach ja, apropos Blogposts. Ich habe momentan viele Ideen. Unter anderem habe ich mich nach langem Zögern wieder im Fitnessstudio angemeldet. Mein Training läuft erstaunlich gut. Auch das Laufen habe ich nach einer Pause im Juni wieder aufgenommen. Sport tut mir momentan einfach unfassbar gut.

Life Update #21

Und wie steht es mit Casa Lillywood? Nun ja, es geht etwas schleppend voran, aber natürlich möchte ich euch auch noch Einblicke in die anderen Räumlichkeiten gewähren. Bis dahin könnt ihr euch gerne meinen Beitrag zu meinem Schlafzimmer ansehen, wenn ihr diesen noch nicht gesehen habt.

Besucht mich gerne auf Instagram und werdet Teil meiner mycafeaulait Community.

Life Update #17: Reset in 10 Wochen

Okay, langsam werde ich spürbar nervös. Ich schaue auf den Kalender, lasse die Zahl auf mich wirken und stelle fest: In 10 Wochen drücke ich die Reset Taste und ziehe nach Graz. Das bedeutet, dass ich in 8 Wochen meine Stelle als Lehrerin antreten werde und schwups wird sich mein Leben von einem Moment auf den anderen verändern. Ich bin aufgeregt, neugierig, gespannt und auch ein bisschen ängstlich. Was wird mich erwarten? Komme ich alleine zurecht? Bin ich wirklich ein Stadtmädel? UND: Werde ich eine gute Lehrerin sein? Werde ich den Alltag meistern? Bringe ich Bloggen, Schule und Pädagogikkurse unter einen Hut? Lassen sich bevorstehende Pressereisen mit den schulischen Terminen vereinbaren? Lehrerin im ersten Jahr bedeutet nämlich nicht, dass wir an den Wochenenden frei haben. Pädagogikkurse warten auf mich. Pflichtveranstaltungen. Und dann ist da auch noch das Studium. Egal, es beginnt wieder etwas neues. Reset in 10 Wochen. Spannend und furchteinflößend zugleich.

 

Abenteuer, Ordnung ins Chaos bringen & Vorbereitung

Mein Leben vor dem Reset in 10 Wochen

Bevor es soweit ist und ich im Klassenzimmer stehe bzw. meine Wohnung beziehe, durchlebe ich jetzt neben all den Vorbereitungen auf meine neuen Aufgaben turbulente Zeiten. Einerseits möchte ich vor dem Umzug mehr Ordnung in mein Leben reinbringen. Der Umzug in die Wohnung soll wirklich ein Neustart werden. Darum bin ich aktuell viel mit Aussortieren beschäftigt. Bald wird auch schon der Möbeleinkauf starten, denn der Mietvertrag ist unterschrieben und die Kaution bezahlt. Das heißt, das Mietverhältnis ist nun endgültig geklärt.

Zusätzlich waren die letzten Wochen wahnsinnig spannend. Ich habe meine Wohnung besichtigt, ein neues Auto steht plötzlich in der Garage, war mit BWT am Red Bull Ring, um mein erstes Formel 1 Rennen vor Ort zu verfolgen, wurde erneut Tante und bekomme gemeinsam mit Kerstin meine eigene Kaffeeröstung. Ganz schön viel und ganz viel schönes.

 

 

Casa Lillywood

Es war soweit. Casa Lillywood (ja, meine Wohnung hat bereits einen Namen) und ich haben uns nun endlich kennengelernt. Seitdem ich mich für die Wohnung entschieden habe, schleiche ich gelegentlich um die Baustelle und fühle mich manchmal wie ein Baustellenstalker. Ich kenne das Gebäude seit Januar, habe es im Rohzustand immer wieder besucht. Und dabei hatte ich immer Schmetterlinge im Bauch. Die Vorfreude ist immens. Meine Besichtigung war nun Ende Juni. Als ich die Wohnung betreten habe, hielt ich kurz inne: Die Wohnung ist kleiner, als ich sie mir vorgestellt hatte. Nichtsdestotrotz war es Liebe auf den ersten Blick. Was mich in Casa Lillywood erwarten wird? Nun ja:

  • 48 Quadratmeter
  • Ein Leben mitten in der Stadt – das heißt, ich werde im Zentrum von Graz leben
  • Ein schnuckliger Minibalkon
  • Der Start in ein neues Abenteuer

Ich kann es kaum erwarten und verbringe momentan viel Zeit damit, die Einrichtung zu planen. Es bleibt spannend.

 

Auf den Straßen mit Bianca

Neben einer neuen Wohnung bereichert nun auch ein neues Auto mein Leben. Allerdings nur für kurze Zeit. Wir haben unseren Nero verkauft. Obwohl meine Mum ihn mir schenken wollte, habe ich mich nach langem Hin und Her dazu entschieden, ihn nicht zu nehmen, da ich in Graz einfach kein Auto brauche. Darum teilen wir uns bis zu meinem Umzug das neue Auto, wieder ein Opel Corsa namens Bianca 🙂 .

 

Auf den Zielgeraden am Red Bull Ring mit BWT

Ende Juni, Anfang Juli hatte ich das Vergnügen, mit BWT nach Spielberg zu düsen. Grund: Der große Preis von Österreich. Obwohl ich mit Motorsport weniger am Hut habe, wollte ich mir diese einmalige Gelegenheit nicht entgehen lassen. Ich kann euch sagen: Ein Formel 1 Rennen live zu sehen, ist etwas ganz anderes als im Fernsehen. Viel Spannung, Action und man bekommt das Feeling hautnah mit. Das wird bestimmt nicht mein letztes Rennen gewesen sein.

Im Zuge dieser Pressereise durfte ich wieder neue kreative Köpfe und Gesichter kennenlernen. Es ist immer wieder aufregend, sich mit Menschen auszutauschen, welche die gleichen Interessen und Ziele verfolgen. Für solche Momente bin ich immer ganz besonders dankbar. Vielen Dank an BWT für die liebe Einladung und die tolle Organisation.

 

 

Willkommen in der Familie, liebe Sophie

Die allerwichtigste Veränderung in der Familie ist bestimmt die Geburt meiner kleinen Nichte Sophie. Ich bin nun zweifache Tante und meistere meinen Alltag gerade mit zwei Kindern. Das mag übertrieben klingen (weil ich ja nicht die Mutter bin), ist aber wirklich so. Da meine Schwester und mein Schwager gerade umbauen, lebt die ganze Familie wieder gemeinsam unter einem Dach. Ich versuche, meiner Schwester zu helfen, wo ich nur kann, da mein Schwager viel Zeit auf der Baustelle verbringt. Glaubt mir, das ist anstrengender, als man denkt, wenn das Haus so voll ist.

Dadurch lerne ich mich selbst auch wieder besser kennen und merke immer mehr, dass ich selbst wahrscheinlich keine Kinder haben möchte. Versteht mich nicht falsch: Ich liebe meine zwei Zwerge abgöttisch und möchte sie in meinem Leben nie, nie, nie mehr missen, aber ich bin eher die coole, nicht allzu strenge Tante und eher weniger der Mamatyp. Aber wer weiß, vielleicht sieht die ganze Sache in ein paar Jahren schon wieder anders aus.

 

 

…und ich bekomme doch ein Baby

Ganz genau. Zwar kein Baby im klassischen Sinne, sondern eine eigene Kaffeeröstung – das ist meine Art von Mama sein 😉 . Gemeinsam mit meiner lieben Freundin Kerstin bringe ich in Zusammenarbeit mit J.Hornig eine Sonderedition auf den Markt. Der Kaffee wird limitiert verfügbar sein und die Reinerlöse gehen an einen guten Zweck, um auch andere an unserem Glück teilhaben lassen zu können. Diese Möglichkeit ist für Kerstin und mich etwas ganz Besonderes, daher freuen wir uns, dass wir im Zuge dieser Zusammenarbeit auch etwas Gutes für andere tun können.

 

Reset in 10 Wochen

 


Wie ihr seht, ist bei mir ganz schön viel los und es wird auch nicht weniger. Ich freue mich auf die kommende spannende Zeit, auf meine Blogprojekte, den Umzug und natürlich auch auf meinen Beruf als Lehrerin. Doch zuerst werde ich mir ein paar schöne Tage in Rom gönnen, um mal wieder ein bisschen das Travelfeeling zu spüren. 

 

 

Besucht mich gerne auf Instagram

 

Life Update #16: Blogging Break

Obwohl ich auf Instagram momentan fototechnisch sehr aktiv bin, nahezu jeden Tag ein Bild poste, ist der Blog in den letzten Wochen stark in den Hintergrund gerückt. Meine Blogging Break war sicher nicht beabsichtigt, aber dennoch ist es nun vorgekommen. Momentan passiert einiges in meinem Leben, was viel Kraft und Zeit beansprucht. Auf der anderen Seite merke ich doch, wie schwer es ist, Instagram und Blog zusammen zu „händeln“. Das ist mir früher durchaus besser gelungen und soll nun auch jetzt wieder der Fall sein.

Neben den täglichen Struggles des Erwachsenenlebens, aber auch den schönen und ruhigen Momenten, gibt es momentan einige Dinge zu bewältigen bzw. die mir bevorstehen. Beispielsweise rückt mein Umzug nach Graz immer näher und auch das bevorstehende Schuljahr klopft bereits an der Tür. Sicher, es sind immer noch über zwei bzw. drei Monate, bis es soweit ist. Dennoch rinnt mir die Zeit wie Sand durch die Finger, sodass ich jetzt schon weiß: Die Tage werden schneller kommen, als gedacht. 

Dabei möchte ich an diese Dinge noch gar nicht denken. Das liegt nicht daran, weil ich mich nicht auf die kommenden Ereignisse im September und Oktober freue. Ganz im Gegenteil. Ich kann es kaum noch erwarten, meine Wohnung zu beziehen und als Lehrerin endlich einen geregelten Tagesablauf zu haben. Nur beginnt gerade der Sommer, meine allerliebste Jahreszeit im Jahr. Darum möchte ich gar nicht daran denken, dass -wenn der neue Job und somit ein neues Leben in Graz beginnt- es schon Herbst ist und die Temperaturen wieder nach unten sinken.

 

 

Life Update #16

Was in meiner Blogging Break alles passiert ist

Obwohl ich auf Instagram wirklich täglich ein Bild poste, habe ich oftmals das Gefühl, dass ich aktuell keine wirklichen Einblicke in mein Leben gebe. Insbesondere das Recovery Thema oder das Update zu meinem bevorstehenden Umzug sind zu kurz gekommen.

Bezüglich meiner Recovery kann ich sagen, dass ich momentan auf einem ganz guten Weg bin. Das Tracken habe ich inzwischen aufgegeben. Nur dass ich in den letzten drei Wochen keinen Sport machen konnte, hat mich nervlich etwas nach unten gezogen. Wer mir auf Instagram folgt, wird es wahrscheinlich mitbekommen haben. Vor drei Wochen hat sich ein kleiner grippaler Infekt angekündigt und als ich endlich wieder fit war, machte mein Fuß Probleme. Nachdem ich eine neue Laufstrecke ausprobiert habe, die ziemlich bergab ging (im wahrsten Sinne des Wortes), musste ich in den kommenden zwei Wochen mit einer fiesen Zerrung kämpfen. Gehen war sehr schmerzhaft, laufen sowieso unmöglich. Inzwischen habe ich die Schmerzen wieder in den Griff bekommen, doch danach kündigte sich die nächste gemeine Erkältung an.

Ein bisschen runtergezogen hat mich die ganze Sache schon, nur kann ich inzwischen damit wesentlich besser umgehen. Die Sportpause hat zwar dazu geführt, dass meine Form etwas darunter leiden musste. Ich habe die Sportpause nämlich nicht mit Hungern kompensiert, worauf ich sehr stolz bin, sondern normal weitergegessen. Aber irgendwie versetzt mich das in keinen Panikzustand mehr, dass ich wieder etwas außer Form bin, weil ich inzwischen weiß, wie ich wieder auf den richtigen Pfad komme. Gestern konnte ich dann endlich eine Runde laufen und es hat sich so gut angefühlt.

 

 

Ein kurzes Getaway in Kärnten

Ansonsten durfte ich heuer schon ein bisschen den Sommer auskosten. Mit meiner lieben Freundin und Bloggerkollegin Kerstin ging es nach Kärnten, wo wir uns ein bisschen Sommerbräune geholt haben und ein tolles gemeinsames Wochenende verbrachten. Das war auch das erste Mal, dass ich einen Star DJ live gesehen habe, denn Samstagabend tanzten wir beide im Schloss Loretto am Wörthersee zu dem Sound von Klingande. Da wurde mir zum ersten Mal so richtig bewusst, dass es auch deutliche Qualitätsunterschiede unter DJ’s gibt.

 

Life Update: Blogging Break

 

Mein bevorstehender Umzug und der Umzug ins Glücklichsein

Langsam nimmt das neu errichtete Gebäude, in welches ich Anfang Oktober ziehen werde, Form und Gestalt an. Ich kann es immer noch nicht fassen, dass ich so schnell eine Wohnung gefunden habe, die leistbar ist und viele meiner Ansprüche erfüllt. Irgendwie suche ich immer noch den Haken an der ganzen Sache 🙂 Wer mich kennt, weiß einfach, dass ich immer viel zu viel über die Dinge nachgrüble.

Am Freitag steht dann auch endlich die Besichtigung an. Ich bin wirklich aufgeregt, da ich die Wohnung bis jetzt nur von Plänen kenne, obwohl ich dem Rohbau wirklich oft einen Besuch abgestattet habe. Normalerweise bin ich nicht so risikofreudig, aber nachdem ich die Pläne einer befreundeten Architektin gezeigt habe und sie mir ihre Meinung dazu mitteilte, bin ich das Risiko eingegangen. Ich selbst habe ja absolut kein räumliches Vorstellungsvermögen. Nun erwartet mich eine aufregende Zeit: Neuer Job, neue Wohnung, neues Leben. 

Mittlerweile wohnt auch Alex wieder in Graz. So habe ich endlich auch meinen besten Freund wieder ganz in meiner Nähe, denn er ist nicht wieder nur in Graz, er wohnt sogar in meinem Nachbarbezirk. Auch wenn es in den letzten drei Wochen ein paar kleine Downphasen wegen meines Handicaps gab, so kann ich sagen, dass sich momentan wirklich alles zum Guten entwickelt und ich von Tag zu Tag mehr aufblühe. Ich habe wirklich ein gutes Gefühl, dass ich meine Essstörungsvergangenheit endlich hinter mir lassen kann, um das glückliche Leben zu führen, das ich verdiene. Denn jeder von uns verdient es! 

In diesem Sinne hoffe ich, dass wir uns bald wieder auf dem Blog sehen und lesen. Bis dahin: Alles Liebe.

 

Meine Ziele für das Jahr 2018

Vor vier Tagen haben wir das Neue Jahr eingeläutet. In diesem Sinne möchte ich mir erst einmal die Freiheit herausnehmen, euch ein Frohes Neues Jahr zu wünschen. Ich hoffe, ihr seid gut im Jahr 2018 angekommen und habt ausgiebig auf die Art und Weise gefeiert, wie es auch am besten gefällt.

Mein 2018 hat mit wunderbaren Freunden begonnen. Wir haben ausgelassen gefeiert, das Feuerwerk bestaunt und über alte Zeiten gequatscht. Raclette gegessen, ein paar Weinchen und andere Drinks genossen und die Songs unserer Jugend gehört. Besser hätte das Neue Jahr für mich nicht starten können. Deshalb bin ich umso motivierter, 2018 zu einem grandiosen Jahr werden zu lassen. Selbst kann man zwar nicht alles beeinflussen, aber manchmal kann man seinen Wünschen und Träumen doch nachhelfen. Wie ihr wisst, formuliere ich für mich keine Neujahrsvorsätze mehr, sondern setze mir Ziele, die ich in diesem Jahr gerne erreichen möchte.

Ich bin guter Dinge, schließlich habe ich 2017 alle meine Ziele und noch viel mehr erreicht. 2017 war ein spannendes, aber auch ein sehr arbeitsintensives Jahr. Darum habe ich ein bisschen Bedenken, dass 2018 auch super werden kann. Wer kennt das nicht? Kaum hatte man ein tolles Jahr, wird das nächste nicht so toll. Da aber bereits wunderbare Erlebnisse auf dem Plan stehen, bin ich guter Dinge, dass 2018 schön wird.


 

 

Diese Ziele möchte ich 2018 erreichen

Ziele soll man bekanntlich hochstecken. Mag einerseits stimmen. Gewissermaßen tue ich das auch, aber komplett den Blick für die Realität sollte man dabei nicht verlieren. Wichtig ist es, dass man mit dem notwendigen Feingefühl herangeht und sich nicht unterkriegen lässt, wenn’s mal schief läuft. Hey, wir sind menschlich, da kann nicht alles wie im Bilderbuch ablaufen. Aber kommen wir nun zu meinen Zielen bzw. Wünschen.

 

Ein neues Konzept umsetzen: Telling Stories in Pictures

Gestern saß ich mit meiner lieben Freundin Kerstin bei einem Kaffee und erzählte ihr, wie ich mir mein Bloggerjahr 2018 vorstelle. Fotografie ist das Nonplusultra unseres Jobs, darum ist es in der Hinsicht essentiell kreativ zu bleiben. Ganz ehrlich: Ich kann reines Rumgepose nicht mehr sehen. Sicher, es ist insbesondere im Modebereich ein adäquater Weg, um Outfits und Looks zu präsentieren, aber auf Dauer wird mir das schlichtweg zu langweilig.

Ich möchte ein neues Konzept ausprobieren: Telling Stories in Pictures. Fotografie muss lebhaft sein. Eine Geschichte erzählen. Ich habe es satt, immer nur zu posieren. Mal ein ganz normales Posingbild zur Abwechslung ist ja ganz nett, aber fortan soll hinter meinen Bildern mehr stecken. Schon eine Zeit lang versuche ich das umzusetzen und ich habe auch das Gefühl, dass immer „mehr Story“ in meine Bilder kommt. Allerdings – 2018 möchte ich noch kreativer werden, was meine Fotografien betrifft.

Dabei habe ich mir einmal die Instagramaccounts der großen Influencer angesehen. Mit ein paar Ausnahmen haben nahezu alle Influencer Bilder, die eine Geschichte erzählen. Natürlich ist es einfacher, mit 1 Million Follower solche Konzepte umzusetzen, weil man die Möglichkeit hat, viel zu reisen. Aber finanzielle Mittel sind nicht maßgeblich, um tolle Ideen zu realisieren. Man benötigt nur Kreativität und die Motivation, es auch wirklich durchziehen.

 

Unterrichten und Ausziehen

Die beiden Dinge gehören für mich zusammen, denn sie sind auch nur in der Kombination möglich. Ich möchte endlich in eine eigene Wohnung ziehen, hätte dafür aber gerne einen festen Job. Darüber habe ich schon öfters gesprochen, unter anderem auch, warum ich nur mit einem fixen monatlichen Einkommen ausziehen möchte. Darum müssen wir das nicht elendig lange durchkauen. Doch dieser Punkt ist mein größtes Ziel. Um den festen Job kümmere ich mich gerade. Die Bewerbungsphase ist wirklich langwierig und anstrengend. Ich hoffe, ich habe sie bald hinter mir, damit ich mich endlich um die Wohnung kümmern kann.

 

 

Mehr Zeit für das Studium

In den letzten Monaten hat sich der Blog stark entwickelt. Die Arbeit als Bloggerin ist zeitintensiver geworden, als sie vorher ohnehin schon war. Natürlich liebe ich es, aber das Studium blieb dadurch wirklich ganz schön auf der Strecke. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich auf mein neues Studium nicht wirklich angewiesen bin, weil ich schon eines abgeschlossen habe. Da ich keine halben Sachen mache, möchte ich mich 2018 doch ein bisschen mehr meinem Studium widmen. Der Blog hat aber trotzdem Priorität.

 

Die Welt ein bisschen mehr entdecken

Auch wenn es mit meinem „Großprojekt Ausziehen“ schwierig wird, aber reisen möchte ich trotzdem. Natürlich ist das auch eine Frage der finanziellen Mittel. Es steht noch in den Sternen, ob ich mir die eine oder andere Reise leisten kann, aber es wäre schön, eine weitere europäische Hauptstadt auf meiner Liste abhaken zu können. Auch das Meer würde ich gerne wiedersehen.

 

Das „Nein“ verbessern

Als ich als kleines Kind das Wort „Nein“ kennengelernt habe, habe ich es ständig benutzt. Mit dem Alter habe ich es leider verlernt. 2017 war das Jahr, in welchem ich das Wort „Nein“ wieder anwenden konnte, aber eben nicht immer. Ich möchte mein „Nein“ verbessern und es in jeder Situation anwenden, in der ich auch „Nein“ sagen möchte.

 

 

Taking care about myself

Im Sommer 2017 habe ich es wieder super hinbekommen, mehr auf mich selbst zu achten. In den letzten beiden Monaten habe ich mich selbst jedoch leider vernachlässigt. Dabei habe ich aber gelernt, dass es gewisse negative Dinge im Leben gibt, die ich nicht verdiene. Im Gegenteil. Ich verdiene so viel mehr und es ist essentiell, mehr auf mich zu achten, weil ich das eben auch verdient habe. Beautyprogramme, Ruhephasen und Pausen, aber auch die Tatsache, welche Menschen ich in mein Leben lasse, spielen dabei eine große Rolle, genauso wie Ernährung und Sport.

 

Exploring Graz

Ich bin zwar keine eingefleischte Grazerin, aber dank meinem Studium wurde die steirische Landeshauptstadt trotz fehlendem Wohnsitz zu meiner Heimat, die ich kennen und lieben gelernt habe. Zwar kenne ich wirklich viel von Graz, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass es mehr zu entdecken gibt. Nicht zuletzt wegen den ganzen Shootings, die ich am Liebsten in Graz habe. Ich möchte neue Spots entdecken, um auch euch Graz in einem vielseitigen Licht zu präsentieren.

Die meisten meiner Shootings habe ich inzwischen in Graz. Manchmal stehen wir dabei ganz schön planlos da, weil wir nicht wissen, welche Location den notwendigen Pfiff für die Bilder haben. Darum will ich in diesem Jahr Graz (hoffentlich auch bald mein Wohnort) auf Herz und Nieren abklappern. Nicht zuletzt wegen der Sache: Telling Stories in Pictures und auch der Tatsache, dass wir uns bei Shootings Stress ersparen. Die Bilder in diesem Beitrag haben wir übrigens am Grazer Citybeach geshootet. Dass wir zu dieser Location gekommen sind, war dann letztendlich auch nur ein glücklicher Zufall, obwohl wir die Location schon jahrelang kennen.

 

My Café Au Lait soll wachsen

Der Blog hat in den letzten Jahren zwar einen Quantensprung gemacht, aber er soll noch besser werden. Egal, ob es sich nun um Kooperationen oder redaktionelle, sprich unbezahlte Beiträge handelt. Es steckt in jedem Post gleich viel Herzblut drin. Für mein Bloggerjahr 2018 habe ich mir vorgenommen, noch kreativer zu werden – in beiderlei Hinsichten: Bei Kooperationen und redaktionellen Beiträgen.

 

I’m wearing

Off-Shoulder Jumper: Vero Moda (Same Here – SALE)
Leather Skirt*: BikBok (Same Here – SALE)
Ankle Boots: Deichmann
Sunnies: RayBan (Same Here)
Tights: Calzedonia (Similar Here)
Bag: Guess (Same Here – SALE)

 


 

Pictures Taken by

Martina Quehenberger

 


 

Location

Citybeach Graz

 


Asterisk marked (*): PR Samples 

 

Life Update #10: Turbulent

Der Oktober ist zwar erst knapp zur Hälfte vorbei, aber dennoch eignet sich die Zeit bereits, um zu resümieren. Er war schon jetzt ein unglaublich ereignisreicher Monat. Ein Monat, in dem ich für meine harte Arbeit belohnt wurde und gleichzeitig wieder mit harter Arbeit begonnen habe. Ein Monat, der schön anfing und momentan etwas turbulent und durchwachsen für mich läuft. Der Oktober hatte es somit bereits jetzt schon ordentlich in sich. Da ich meine Life Updates immer gerne nach Lust, Laune und Bedürfnis schreibe und es auch jetzt schon viel zu erzählen gibt, möchte ich heute wieder einmal aus dem Nähkästchen plaudern.


 

 

Life Update #10

Mein Oktober – Turbulent und durchwachsen

Ich weiß gar nicht so recht, wo ich beginnen soll. Alleine für den Titel dieses Life Updates brauchte ich Stunden, habe immer wieder editiert und verändert. Doch würde mich jemand nach meiner spontanen Antwort fragen, wie mein Oktober bis jetzt so verläuft, wären es wohl zu 100% die Worte: „Turbulent und Durchwachsen.“ Die vielen Eindrücke, die immer noch, wie auch schon in den Monaten zuvor, auf mich einprasseln, nehmen kein Ende. Das macht mein Leben zwar nicht immer einfach, aber dafür spannend.

 

 

Meine Sponsion

Drei Monate lang habe ich mich auf diesen Tag gefreut. Nachdem ich im Juli mein Studium beendet habe und aufgrund des Datums knapp die Frist für den Sponsionstermin im Sommer verpasst habe, musste ich fast exakt drei Monate lang warten, um endlich meine Sponsionsrolle entgegenzunehmen. Doch am 06. Oktober war es endlich soweit. Ich habe euch an diesem besonderen Tag natürlich via Instastories teilhaben lassen, obwohl ich gleichzeitig versucht habe, viele Eindrücke und Momente so privat wie möglich zu halten. Darum herrschte striktes Social Media Verbot bei der Zeremonie per se und auch beim gemeinsamen Essen mit meinen Freunden. Dafür möchte ich euch jetzt ein bisschen davon erzählen.

Der Festakt an sich ist ganz schön, allerdings nicht wirklich spektakulär und persönlich. Man wird als Absolvent einzeln vorgestellt, welches Studium man absolviert hat und welchen akademischen Grad man verliehen bekommt. Anschließend hält der Dekan oder die Dekanin des jeweiligen Instituts eine Rede und ganz zum Schluss hat man als Absolvent seinen großen, aber sehr kurzen Auftritt und nimmt seine Sponsionsrolle entgegen. Mit dem traditionellen „Gaudeamus Igitur“ endet die ganze Zeremonie und das wars.

Obwohl der Festakt etwas unpersönlich ist, genoss ich es, dass einige Menschen, die mir so viel bedeuten, sich die Zeit genommen haben, diesen Tag mit mir zu verbringen. Meine beste Freundin kam für diesen Anlass sogar extra von Wien nach Graz. Es waren die Momente mit meinen Lieben, die ich so genossen habe.

 

 

Mein neues Studium

Inzwischen habe ich auch mein neues Studium aufgenommen. Pünktlich zu Studienbeginn am 2. Oktober stand ich auf der Matte und besuchte meine erste Vorlesung seit ich weiß nicht wie vielen Jahren. Ich fühlte mich voll und ganz wie ein Studienneuling. Ein neues Institut, neue Räumlichkeiten, neue Professoren. Es war ein bisschen so wie damals, als ich ganz frisch von der Schule an die Uni kam und als Neuling verwirrt quer über den Campus irrte. Tja, auch das war ziemlich turbulent und durchwachsen, aber da ich schon eine alte Häsin bin, was das studieren betrifft, fand ich mich schnell zurecht. Fun Fact: Meine erste Vorlesung hatte ich genau im selben Hörsaal, wie meine erste damals beim Lehramtsstudium. Wenn das kein gutes Omen ist. 

Nach zwei Wochen ist es vielleicht noch ein bisschen früh, um zu resümieren, wie mir das Studium gefällt, aber bis jetzt finde ich es unglaublich interessant und ich entdecke etliche Facetten der Ethik, die ich aus meinem Philosophiestudium gar nicht kannte. Das Studium an sich ist wirklich spannend, aber nach wie vor muss ich mich zu Vorlesungen quälen. Manche Dinge ändern sich wohl eben nie 🙂 . Dafür bin ich auch bei einigen Seminaren angemeldet und wenn ich anwesend sein muss, fällt es mir natürlich wesentlich leichter, auch dort zu erscheinen.

 

 

Eine kleine Veränderung

Neben einem neuen Studium hat sich in meinem Leben noch etwas verändert. Ich habe mich dazu entschieden, das Grazer Blogger Team zu verlassen. Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, aber es gibt momentan so viele Dinge in meinem Leben, für die ich Zeit brauche und die einfach die höchste Priorität genießen. Einerseits mein Studium, andererseits mein Blog. Doch das Allerwichtigste von allem ist mein Privatleben. Aus diesen Gründen habe ich mich dazu entschlossen, das Team zu verlassen. Trotzdem möchte ich mich an dieser Stelle bei den Mädels für die spannende Zeit und die tollen Projekte bedanken und jede für ihre Zukunft alles erdenklich Gute wünschen.

 

Turbulent und Durchwachsen

 

Eine kleine Downphase

Vielleicht werden sich einige von euch nun denken: „Na endlich.“ oder „Dieses Dauerhappysein ging mir an ihr sowieso schon so auf die Nerven.“ Wie ihr wisst, hatte ich einen unglaublich schönen Sommer, der aus puren Glücksgefühlen bestand. So gut, wie zu dieser Zeit ging es mir noch nie und ich habe es auch oft erwähnt, dass ich einfach nur glücklich bin. Es gab im Grunde genommen kaum einen Tag, an dem ich nicht mies gelaunt war. Versteht mich nicht falsch, glücklich bin ich nach wie vor, denn ich habe in diesem Sommer so viel gelernt. Gelernt, welche Facetten das Leben hat und dass man den Kopf nicht immer gleich in den Sand stecken soll. Ich habe diese Negativbrille abgelegt, die ich so lange auf hatte. Und sie ist immer noch abgelegt.

Trotzdem hatte ich jetzt ein paar Phasen, in denen ich einfach ein kleines Down hatte. Ich sage ja, der Oktober ist etwas turbulent und durchwachsen. Woher diese Downphase kommt, weiß ich nicht. Vielleicht, weil der Sommer vorbei ist und ich mich nun wieder langsam an die kalte Jahreszeit gewöhnen muss. Und weil ich seit Studienbeginn wieder in ein paar alte Muster gefallen bin, die ich unbedingt vermeiden wollte. Darauf möchte ich aber aktuell nicht wirklich eingehen. Dennoch merke ich, dass ich mich davon nicht mehr so leicht beeinflussen und unterkriegen lasse, wie noch zu früheren Zeiten. Außerdem half mir ein langes Gespräch mit meiner lieben Freundin Kerstin, um wieder einmal einen klareren Kopf zu bekommen. Genauso wie das Wissen, dass ich auch auf meine anderen Mädels und meine beiden besten Freunde bauen kann, wenn ich mal mit jemanden über kleine Problemchen oder Wehwehchen reden möchte. Ich glaube, ich habe wieder einmal mehr begriffen, WEN ich wirklich als Freund/Freundin bezeichnen kann und wer einfach nur eine Bekanntschaft ist.


 

Meine letzten Life Updates aus dem Jahr 2017

September

Life Update#9: Hello New Chapter!

August

Life Update #8: Good Vibes

Juli

Life Update #7: Magistra rerum naturalium

Juni

Life Update #6: Bald geschafft!

März

Life Update #5: Es wird ernst!

Februar

Life Update #4: Ein kleiner Lichtblick

Januar

Life Update #3: Über Pläne & Ziele

 

Life Update #6: Bald geschafft

Zwar wird es noch ein bisschen dauern, bis ich wieder zu 100% für euch da sein kann, aber Leute, fest steht, ich werde bald wieder auf My Café Au Lait präsent sein. Die letzten Wochen hatten es verdammt in sich. Ich habe gelitten, geheult und gezittert. Warum? Das verrate ich euch in meinem heutigen Life Update. Aber so viel sei verraten: Es ist bald geschafft. 

 

Meine Horrorwochen

Horrorwochen trifft es ganz gut. Und nein, ich übertreibe nicht. Oder vielleicht doch. Vielleicht übertreibe ich doch ein bisschen. Aber die letzten Wochen habe ich mich nicht nur deswegen noch rarer als sonst gemacht, weil ich den letzten Unistress bewältigen musste, sondern weil ich -auch unibezogen- durch keine leichte Zeit gegangen bin. Aber alles von Anfang.

Der Fall der Fälle ist tatsächlich eingetreten. Miss Lait hat ihre Diplomarbeit fertig bekommen und offiziell eingereicht. Ja, ich habe es also tatsächlich geschafft, meine Studie zu Papier zu bekommen und abzugeben. Das letzte Kapitel war dabei besonders nervenaufreibend und ganz ehrlich, die Motivation hatte bereits so sehr abgenommen, sodass ich mir bei den letzten Zeilen WIRKLICH schwer tat. Aber die letzten Zeilen wurden geschrieben und ich konnte meinem Betreuer offiziell meine Erstversion schicken. Als ich dann aber erfahren habe, dass die nicht mehr korrigiert wird, bin ich aus allen Wolken gefallen, aber fairerweise muss ich sagen, dass ich die Argumentation meines Betreuers bei einem nachfolgenden Treffen absolut nachvollziehen konnte. Doch für mich bedeutete das trotzdem, dass ich meine Arbeit nun ohne Feedback abgeben musste und absolut keine Ahnung hatte, ob sie nun in Ordnung ist oder (starker) Verbesserungsbedarf herrscht.

 

Und dann kam der Tag der Einreichung

 

Als ich meine Arbeit Ende Mai in den Händen hielt, kam absolut keine Freude auf. Das Lächeln auf den Fotos ist mehr erzwungen. Man sieht mir auch an, wie fertig ich bin. Und dabei haben mir viele versichert, dass genau DAS der Moment sein wird, in dem man für all seine Mühen und harte Arbeit entschädigt wird. Beim Einreichen war mir richtig mulmig. Ich war mir so unsicher. Vielleicht hätte ich doch noch eine Runde Korrektur lesen sollen und das am Besten doch nicht am Bildschirm. Passen die Abbildungen? Ist meine Wortwahl in Ordnung. Hätte ich mehr von der Studie reinbringen sollen? Fragen, über Fragen. Nach dem Gespräch mit meinem Betreuer habe ich übrigens auch eine Woche lang gehadert, meine Arbeit hochzuladen und sie drucken zu lassen. Ich war ein Psychowrack und das hat sich dann eine ganze Zeit lang so hingezogen.

Eine Woche verging. Kein Ergebnis. Gut, Professoren haben auch Stress und andere Dinge zu tun. Nach einer Woche kann man einfach kein Ergebnis erwarten. Schon gar nicht auf eine 144-seitige Diplomarbeit. Zwei Wochen waren rum, immer noch kein Ergebnis. Langsam stieg die Nervosität und ich wusste nicht, ob ich umsonst für die Prüfung lerne oder nicht. Nach drei Wochen begann ich, die Nerven wegzuschmeißen. Da hätte mein Ergebnis schon da sein müssen, damit ich den geplanten Prüfungstermin wahrnehmen kann.

Täglich schaute ich hundert Mal und das ungelogen in meine Unimail. Kein Ergebnis. Langsam fing ich an, zu zweifeln, ob die Arbeit überhaupt gut genug war. Ich rechnete schon mit dem schlimmsten und bildete mir ein, dass ich bald durchfallen werde. Vier Wochen und immer noch kein Ergebnis. Nach langen Gesprächen mit Freunden schöpfte ich den Mut und kontaktierte meinen Professor, um mal nachzufragen. Die „Konfrontation“ wollte ich mir eigentlich ersparen, aber es half nichts. Wir mussten ohnehin einen neuen Prüfungstermin finden, also kam ich da sowieso nicht drumherum.

Nicht mal eine Stunde musste ich warten, dann kam die Nachricht meines Professors. Hinsichtlich Antworten ist er nämlich immer verlässlich und wahnsinnig schnell. Und ihr könnt gar nicht glauben, wie sehr mein Herz geklopft hat. Ich bin fast durchgedreht und hatte Angst, die Mail zu öffnen. Aber mir blieb nichts anders übrig. Und es war gut, dass ich ihm geschrieben habe. Wir hatten anscheinend eine kleine Kommunikationsschwierigkeit und tja, mein Professor dachte, er hätte länger Zeit, die Arbeit anzuschauen. Kann passieren, wenn man Semesterendestress hat und im Gegensatz zu anderen Studenten bleibe ich bei solchen Sachen relativ ruhig. Hey, Profs sind auch nur Menschen, darum besteht da für mich auch kein Grund, auf die Barrikaden zu gehen. Auf jeden Fall war diese Mail eine riesige Erleichterung, denn…

 

Ich habe bestanden!!!!!!!!!

 

Zwar wurde mir zu dem Zeitpunkt noch keine konkrete Note mitgeteilt, aber die Antwort: „Mit deiner Arbeit ist alles in Ordnung.“ ließ mir eine ganze Bergflanke mit einem Volumen von mindestens zehntausend Kubikmeter vom Herzen plumpsen. Ich habe UNGELOGEN (und als hätte ich das während der Wartezeit nicht oft genug getan) zwei Stunden lang vor Erleichterung geheult. Da war der Stress, einen neuen Prüfungstermin zu finden, nur noch nebensächlich. Zwar zögert sich mein Studium jetzt noch ein bisschen raus, aber die paar Tage kann ich verkraften. Ich ziehe das Positive daraus: So habe ich noch mehr Zeit zum Lernen.

Zwei Tage später bekam ich dann auch noch meine Note. Leute, die harte Arbeit hat sich gelohnt. Ich habe nicht nur bestanden, sondern auch noch eine richtig gute Note kassiert. Das macht mich angesichts der Tatsache, dass mein Betreuer eigentlich nur Masterstudenten und Dissertanten betreut, mächtig stolz. Vor allem war ich die erste Lehramtsstudentin, die er betreut hat. Ich habe es also tatsächlich geschafft. Und alle unter euch, die meine alten Life Updates kennen, wissen, wie unsicher ich war. Das ändert zwar nichts an der Tatsache, dass ich eine Heidenangst vor meiner Diplomprüfung habe, aber zumindest habe ich nun eine Sorge weniger.

 

 

Meine Pläne, wenn es dann bald geschafft ist

Ich bin zwar nicht konkret dabei, gerade Pläne für die Zeit danach zu schmieden, aber mir geistern doch ein paar Dinge in meinem Kopf herum, die ich in dieser Zeit danach machen möchte. Mein größter Plan ist dieses Baby hier, auf dem ich meine Worte virtuell zu Papier bringen kann. Ich bin ein sehr kreativer, ästhetikliebender Mensch und wenn ich meine Kreativität nicht ausleben kann, dann merke ich es extrem schnell an meiner Laune. Und mein Blog ist nun mal der Ort, an dem ich meine Kreativität ausleben kann. Genau das ist auch geplant. In der Zeit danach kreativ zu werden und 100% für My Café Au Lait zu geben.

Beruflich sollte ich ab Herbst ja eigentlich als Lehrerin im Klassenzimmer stehen. Unterrichtspraktikum. Aber -und es kann gut sein, dass mich deswegen jetzt einige verurteilen- ich habe mich dazu entschieden, dieses Jahr eine Pause einzulegen. Seit dem 5. Semester arbeite/lerne ich permanent für die Uni, hatte kaum mal eine Woche, an der ich nichts für die Uni zu tun hatte (auch in den Sommerferien) und es war ein durchgehender Prozess, der mich ein bisschen erschöpft hat. Die Diplomandenzeit hat dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt. Nein, ich habe kein Burn-Out, aber ich merke, dass ich mir während meinem Studium zu viel Druck gemacht habe. Wenn ich zu unterrichten beginne, dann möchte ich, dass meine Schüler von meinem Unterricht profitieren. Dass sie was lernen und ich möchte den Unterricht so interessant wie möglich gestalten. Und das geht bestimmt besser, wenn ich nicht von einem Stress in den anderen schlittere.

Ich bin kein arbeitsfauler Mensch. Im Gegenteil, die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen (und vielleicht revidiere ich sie auch noch, sofern man jetzt überhaupt noch einen Praktikumsplatz bekommt), aber das heißt ja nicht, dass ich in der Zeit nichts mache. Einerseits möchte ich viel Zeit in meinen Blog investieren, damit er, auch in beruflicher Hinsicht, wachsen kann. Und ich werde ein weiteres Studium beginnen. Das hätte ich auch im Unterrichtspraktikum gemacht, aber so kann ich doch schon gut vorarbeiten und hätte keine Doppelbelastung. Wenn ich dann tatsächlich zu unterrichten beginne, werde ich es berufsbegleitend fertig machen. Aber eines habe ich aus meinem Lehramtsstudium gelernt: So einen Druck wie in diesem Studium werde ich mir NIE mehr machen. Das Masterstudium werde ich wesentlich entspannter angehen und wenn es dann länger dauert, who cares? Schließlich habe ich dann ja (hoffentlich) schon ein abgeschlossenes Studium. 

 

…eine Sache noch

Ich bin mir sicher, dass ich nach meinem Studium wieder sehr schnell in das Bloggen reinfinden werde, aber ihr könnt mir die Sache natürlich gerne etwas erleichtern. Wenn ihr irgendwelche Postingwünsche für meine Zeit nach dem Studium habt, dann nur her damit. Egal, ob es sich dabei um Ideen für Kolumnen, Anorexia Recovery Posts, Mode oder um ein ganz anderes Thema handelt. Ich bin für alles offen. Wenn ihr also ein Wunschthema habt, dann nur her damit.

 

Gestern habe ich mal wieder nachgedacht

Gestern habe ich mal wieder nachgedacht. So viele Gedanken überschlugen sich. Nicht wie sonst, sondern ganz anders. Gestern habe ich mal wieder nachgedacht. Über mich selbst. Den ganzen Tag. So viele Gedanken über mich selbst, hatte ich schon lange nicht mehr. Vielleicht klingt das egoistisch, ein bisschen abgedroschen, aber ich finde es nicht egoistisch, auch mal über sich selbst nachzudenken. Selbstfindung war für mich schon immer ein großes Thema. Wir alle kennen diesen Moment, wenn wir über den Sinn des Lebens grübeln. Über den Sinn der eigenen Existenz. Man braucht die Zeit, um sich selbst besser kennenzulernen, weil man sich selbst kennen muss. Ich glaube, der wichtigste Weg zur Selbstfindung ist der, sich selbst, so gut wie es nur möglich ist, kennenzulernen und sich selbst so zu akzeptieren, wie man ist. Dabei bin ich zu einer Art Erkenntnis gelangt.

Ich weiß nicht, ob ich mich damit zu weit aus dem Fenster lehne, aber ich habe das Gefühl, dass ich so langsam weiß, wer ich bin. Ich kenne die Dinge, die mich ausmachen, die mein Leben geprägt haben. Weiß nur nicht, was noch alles kommen wird. Was mich weiterhin prägen wird, welche Dinge mich in Zukunft ausmachen werden. Aber für das Hier und Jetzt, ja, da habe ich das Gefühl, dass ich so langsam weiß, wer ich bin.

Ich gehe selten den leichten Weg, suche immer die Herausforderung, nur um dann sagen zu können: ich bin stolz auf mich. Ich bevorzuge es, mir die Ziele hoch zu setzen, besitze aber immer genug Willensstärke, um es durchzuziehen. Ich steigere mich gerne in Dinge hinein, wenn sie mir wichtig sind und gehe dabei oft an meine Grenzen, nur um mir selbst zu beweisen, was in mir steckt. Ich jammere mit Vorlieben, aber weiß immer ganz genau, dass ich mir meine Wege, Vorgehensweisen, Methoden und Ziele selbst ausgesucht habe, aber ich will wissen, was ich alles schaffen kann. Ich habe erkannt, dass das Leben kein Wunschkonzert ist. Dass es langweilig wäre, wäre es ein Wunschkonzert. Aber ich bin dankbar, für das, was ich habe. Was schon da war, was mir ermöglicht wurde und was ich selbst erreicht habe, auch wenn ich das manchmal nicht erkennen kann. Ich kenne inzwischen viele meiner Talente, weiß aber, dass noch etwas in mir schlummert. Dass das Leben ein Lernprozess ist und man trotzdem nicht immer die beste Version von sich selbst sein muss, die man sein kann. Und diese Erkenntnis war wohl eine der wertvollsten, die ich bis dato in meinem Leben gemacht habe.

Ich bin stark genug, die Dinge auszuhalten und schwach genug, sie nicht aushalten zu müssen. Ich finde Intelligenz cool und artikuliere bevorzugt hochgestochen. Für manche Menschen bin ich deswegen womöglich ein Klugscheißer. Nicht jeder mag mich, nicht jeder kommt mit meiner Art klar, aber die, die es doch tun, wissen mich zu schätzen. Und ich sie. Sie halten es sogar aus, dass ich einen Ästhetikzwang habe, auch wenn ich einigen damit auf die Nerven gehe.

Ich dachte immer, ich hätte eine gute Menschenkenntnis. Sie ist vielleicht doch nicht so gut, wie ich dachte, aber gut genug, um wahr und falsch voneinander unterscheiden zu können. Ich vertraue nur dann schnell, wenn ich das Gefühl habe, ich könnte es. Menschen hasse ich nur dann, wenn sie vor mir schlecht Autofahren oder in der Fußgängerzone den Gehweg als Schleichzone missbrauchen. Aber ich gebe jeden eine Chance.

Ich lache lieber auf Fotos, obwohl ich weiß, dass ein kühles, ernstes Gesicht more fashionable ist. Ich lache immer auf Fotos. Es passiert automatisch. Wenn ich traurig bin, lasse ich mich nicht fotografieren. Vielleicht lache ich deswegen immer auf Fotos. Ich schaffe es nicht mal, bei ernsten Postings ein ernstes Gesicht aufzusetzen. Aber ich will das noch lernen.

Ich bekomme Herzrasen, wenn ich Angst habe. Wie viele andere auch, aber es ist schön, ein Herz zu haben. Ein gesundes, menschliches Herz. Und meines ist noch menschlich. In mir schlummert eine erhöhte Dosis Empathie. Ich bin mitfühlend. Manchmal zu mitfühlend. Wenn mich die Dinge berühren, weine ich. Wenn ich traurig bin, auch. Alex hat mir mal erzählt, dass es in Japan verpönt ist, offen seine Traurigkeit zu zeigen. Ich bin froh, dass ich in einem Land lebe, wo es nicht gleich als Schwäche gilt und dass ich Menschen habe, bei denen ich jede Emotion zeigen darf.

Gestern habe ich mal wieder nachgedacht. Über mich selbst. Über den Menschen, der ich bin. Über die Dinge, die mich geprägt haben, die mich ausmachen. Und über die Dinge in der Zukunft, die mich prägen und die mich ausmachen werden. Wenn wir jeden Tag eine Bilanz unseres Tuns ziehen, wird uns klar, wie wir wirklich sind. Das hat einst der 14. Dalai Lama gesagt. Und ich glaube, ich verstehe, was er damit meint. Wir sollen über uns nachdenken, über unsere Handlungen, Entscheidungen, Erfahrungen. Nur so lernen wir uns kennen. Und so finden wir zu uns selbst, wobei wir uns selbst nie vollkommen kennenlernen werden, denn der Selbstfindungsprozess ist ein Prozess, der das ganze Leben anhält.

 

gestern habe ich nachgedacht

I’m Wearing

Blouse: Glamorous (Same)
Shoes: Adidas (Same)
Pants: H&M

 


 

Ihr Lieben!

Wenn ihr diesen Text bis zum Schluss gelesen habt, dann danke ich euch. Es war mir wichtig, diese Gedanken niederzuschreiben. Sie haben sich gestern überschlagen. Eigentlich wollte ich an dieser Stelle ein Life Update online stellen, aber ich habe beschlossen, dass ich mein Leben momentan nicht updaten möchte. Momentan läuft alles so weiter, wie es ist. Und das ist auch gut so, auch wenn es herausfordernd ist. Die Distanz zu meiner aktuellen Verpflichtung zu schaffen, ist nicht leicht. Mein Life Update handelt immer von meinem letzten Schritt des Erwachsenwerdens. Ich finde es rührend, wie sich viele von euch stets erkundigen, wie es mir in meiner Schreibphase gerade so geht, aber ich möchte meine Life Updates nicht ständig wiederholen, da ich das Gefühl habe, es bringt weder euch, noch mir etwas. So viel sei verraten: Momentan eigentlich ganz gut. Danke für die Unterstützung und auch, dass ihr mit mir mitfiebert, ja sogar diesen Weg gemeinsam mit mir geht. Bis jetzt. Ich glaube, ich schaffe das letzte Stück alleine, werde aber Erfolgserlebnisse, kleine Frustrationen, Ärger und Freude weiterhin gelegentlich auf meinen Social Media Kanälen mit euch teilen. Ich habe gemerkt, ich muss auf diesem Blog nun Distanz zu meinem Leben als Diplomandin schaffen, weil ich ansonsten meine Inspiration verliere. Aber ich denke, ihr versteht das und freut euch, wenn wieder inspirierendere Postings online kommen. 

 

I see humans, but no humanity!

 

Ich bin wieder zurück aus Berlin. Und eigentlich, ja eigentlich wollte ich direkt loslegen. Beginnen mit den tollen Eindrücken, die ich in Berlin gewonnen habe. Ich wollte euch davon erzählen, wie inspirierend die Stadt für mich war. Und dass ich ein lernen musste, mit der Hektik der Berliner zurechtzukommen, uns aber immer weitergeholfen wurde, wenn wir nachgefragt haben. Ich wollte euch von dem Weihnachtszauber erzählen und von dem tollen Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz schwärmen. Und jetzt stellt sich mir die Gänsehaut auf, wenn ich daran denke. An Berlin, an den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz und an die Menschen.

Besonders jetzt, wo ich wieder zu Hause angekommen bin, realisiere ich erst wirklich, was passiert ist. Welche katastrophale Wende am Montagabend stattgefunden hat. Ich begreife, dass der pure Hass über den Breitscheidplatz gefegt ist und dass Menschen verletzt wurden oder gestorben sind. Und ich frage mich: Warum? Aber das Warum werde ich wohl -wie viele andere auch- nie verstehen.

 

I see humans, but no humanity

 

Ich wusste nicht so recht, ob ich diese Tragödie auf dem Blog erwähnen sollte. Ob ich einen Beitrag darüber schreiben sollte. Irgendwie war alles so surreal, so unbegreiflich, so schwer zu verstehen. Außerdem ist mein Blog nach wie vor ein Ort, um den Alltag zu entfliehen. Ein Ort für Inspiration, aber auch für persönliche Geschichten. Hass und Terror wollte ich hier nie einen Platz geben. Doch meine Gedanken überlaufen sich zu diesem Thema. Ich war nicht dabei, als der LKW in die Menschenmenge gerast ist, aber dennoch fühlt es sich so an, es hautnah erlebt zu haben. Noch am Vortag waren Alex und ich auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz. Er war der erste, den wir entdeckt haben. Der Erste, der mich in seinen magischen Bann gezogen hat. Noch am Sonntagabend herrschte ausgelassene Stimmung. Die Menschen trafen sich mit ihren Liebsten, tranken Glühwein und aßen Currywurst oder Langos. Und davon ist jetzt nichts mehr übrig.

12 Menschen haben ihr Leben verloren, 48 wurden verletzt, zum Teil schwer. Hass und Terror existierten für mich bis dato nur in den Medien. Selbst nach der schrecklichen Amokfahrt in Graz, was letztendlich kein Terroranschlag war. Doch auch danach existierten Hass und Terror für mich nur in den Medien. Weil ich es nie wahrhaben wollte, dass auch in meiner Nähe solche Dinge geschehen. Früher war alles so kilometerweit weg und plötzlich ist alles so nah. Es fühlt sich so lebensecht an und das beschäftigt mich.

 

Montagabend und der Tag danach…

Als wir davon erfahren haben, waren wir selbst gerade auf einem Weihnachtsmarkt. Zum Glück hatten wir uns zuvor für den Weihnachtsmarkt am Schloss Charlottenburg entschieden. Erst eine SMS verriet uns, dass in Berlin etwas ganz schlimmes passiert ist. Wir wussten jedoch noch nicht wo. Als wir zu unserer S-Bahn zurückfuhren, sahen wir mit unseren eigenen Augen, dass das Unglück genau an jenem Weihnachtsmarkt passiert ist, auf welchem wir am Vortag waren. Überall war Blaulicht und es herrschte die reinste Aufregung. Wir wollten nur so schnell wie möglich weg vom Ort des Geschehens. Im Hotel blieben wir lange wach, sahen uns ununterbrochen NTV an. Wir waren schockiert, dass so etwas passiert ist.

Am nächsten Tag wirkte die Stadt leer. Nicht leer im Sinne von keine Menschenseele ist mehr auf der Straße. Aber sie wirkte so leer. Man sah, dass es an niemanden spurlos vorbeigegangen ist. Alle Weihnachtsmärkte waren aus Solidarität geschlossen. Obwohl es gewohnt laut in der Stadt war, war es so still und ruhig. Berlin war plötzlich anders. Und wir waren es auch. Noch am Vortag machten wir uns Pläne, wollten den Checkpoint Charlie besuchen und uns die Siegessäule ansehen. Am Tag danach haben wir nichts mehr davon gemacht. Nicht mehr fotografiert oder gefilmt.

 

But there is humanity…

Ich sehe Menschen, aber keine Menschlichkeit. Ein Satz, den ich in diesem Jahr viel zu oft gelesen habe. Sollten wir so ein Bild von uns Menschen bekommen? Warum gibt es Menschen, die so inhuman sind? Die keinen einzigen Funken an Empathie übrig haben. Warum sind Menschen zu so etwas fähig?

Doch auf der anderen Seite -und das darf man nicht vergessen: Man hat am Tag danach die Solidarität gespürt. Man hat gelesen, dass diejenigen, die nicht verletzt wurden, den Verletzten geholfen haben. Es gibt Menschen, die sich täglich Gefahren aussetzen und einen Beruf gewählt haben, der anderen Menschen Sicherheit gibt. Jeden Tag setzen PolizistInnen und Feuerwehrleute ihr Leben aufs Spiel, um das der anderen zu schützen. ÄrztInnen und SanitäterInnen arbeiten an ihrem Limit, um das Leben von anderen zu retten. Zahlreiche Menschen spenden Blut, damit andere eines bekommen, wenn sie es dringend brauchen. Und das lässt mich den Glauben an die Menschheit nicht verlieren. An unserem letzten Tag in Berlin habe ich gemerkt, dass die Berliner Stärke beweisen. Dass sie sich nicht unterkriegen lassen. Sie lassen den Terror und all den Hass nicht gewinnen, denn Liebe ist stärker als Hass. 

 

„Ich möchte Berlin weiterhin mit Inspiration, Lebensfreude und Stärke verbinden.“

Ich habe auch lange darüber nachgedacht, ob ich meine geplanten Postings zu Berlin schreiben werde oder ob es total unangebracht wäre. Doch auch in der Hinsicht inspirieren mich die Berliner. Sie machen weiter, beweisen Stärke, lassen sich nicht unterkriegen. Würde ich euch die schönen Eindrücke von Berlin verwehren, die ich für mich persönlich gesammelt habe, würde ich mich ebenfalls unterdrücken lassen. Darum kommt alles online, was ich geplant habe: Eine Hotelreview, ein Reisebericht und der Vlog.

Ich weiß, dass dadurch die Erinnerungen wachgerüttelt werden. Ein bitterer Beigeschmack wird bleiben, doch ich kann den Hass nicht gewinnen lassen. Selbst wenn es sich nur um Blogbeiträge handelt. Allerdings möchte ich für mich die schönen Erinnerungen mitnehmen und diese verstärken. Natürlich kann ich das Negative nicht vergessen. Es wird immer präsent sein und das soll es auch, denn solche Ereignisse sollten nicht vergessen werden. Doch ich möchte Berlin nicht mein Leben lang mit einem Terroranschlag und Hass verbinden, sondern mit Inspiration, Lebensfreude und Stärke! Und all das möchte ich in den kommenden Beiträgen rüberbringen. All die Schönheit, ohne an das negative Ereignis zu erinnern oder es zu erwähnen (mit Ausnahme in dem Vlog).

 

 

 

Life Update #2: Danke, das war’s

 

Da ich dem aktuellen Bloggertrend nicht folgen und zeitbedingt keinen Christmaspost nach dem anderen raushauen kann, habe ich mir gedacht, ich nutze meine virtuelle Schreibfläche für ein kleines Life Update. Vielleicht ist es auch in eurem Interesse, denn ich bekomme hin und wieder zuckersüße Nachrichten, in welchen sich nach meinen Diplomarbeitsfortschritten erkundigt wird. Ein großes Danke dafür. Deswegen gibt es heute wieder eine kleine Anekdote aus meinem Studentenleben. Lange ist es her und die Uni habe ich als Thema weit beiseite geschoben. Zumindest ist es mir nicht mehr aufgefallen, es angesprochen zu haben. Im Unterbewusstsein mache ich es wahrscheinlich doch immer wieder. Aber seit gestern kann ich endlich sagen:

Danke, das war’s!

 

An dieser Stelle: Nein, ich habe noch nicht bei meiner Diplomprüfung brilliert, so wie ich es vorhabe. Vom Magister bin ich noch meilenweit entfernt. Aber gestern habe ich endlich meine letzte Psychologieprüfung geschrieben. Zum dritten Mal. Seit dem Sommer kämpfe ich mich durch dieses Labyrinth der psychischen Störungen und genau bei dem Thema, in welchem ich mich selbst als Expertin gesehen habe, habe ich gnadenlos versagt. Keine Angst – meine Postings über Anorexie besitzen trotzdem ihre Vertrauenswürdigkeit, spreche ich doch viel über eigene Erfahrungen. Hey, ich kenne mich in dem Gebiet aus. Das ist Fakt und daran lässt mich nicht mal diese Prüfung zweifeln. Trotzdem scheiterte ich. Multiple Choice sei Dank. Und es hat mich entmutigt. Seit Wochen zerfressen mich meine Gedanken, wie das nur passieren konnte. Gestern also schrieb ich die Prüfung. Zum dritten Mal. Und ich habe kein gutes Gefühl. Aber trotzdem sage ich: Danke, das war’s.

Anfangs wusste ich gar nicht, ob ich darüber ein Wort verlieren und es auf meinem Blog publik machen sollte. Ich, die einiges über Anorexie schreibt. Ich, die jeden Menschen am Liebsten analysieren und therapieren will. Ausgerechnet ich scheitere bei einer Prüfung, in der es primär um psychische Krankheiten geht! Es ist nicht so, dass ich mich dafür schäme. Ich weiß, dass ich es kann, aber was ich nicht kann ist Multiple Choice. Trotzdem erzähle ich euch davon. Und das ist gut so, denn es hat eine Message.

Was ich damit sagen will: Scheitern ist okay. Es ist vollkommen in Ordnung. Selbst in einem Gebiet, in dem man ansonsten sattelfest ist. Niemand ist perfekt und das verlangt auch keiner von dir. Selbst wenn einem manchmal das Gefühl vermittelt wird. Wir leben in einer Social Media Welt und werden jeden Tag überflutet von Perfektion. Sei es auf optischer, aber auch auf intellektueller Ebene. Reizüberflutung Deluxe. Doch es gibt einen wichtigen Punkt an dieser Sache. Ein Punkt, der das Scheitern vollkommen legitim macht: Man darf sich nicht aufgeben!

 

 

Fünf Minuten heulen und dann weitermachen!

Die Prüfung ist noch keine 24 Stunden her. Vielleicht habe ich sie wieder vermasselt. Vielleicht auch nicht. Trotzdem nehme ich mir jetzt schon das Recht heraus, darüber zu schreiben. Ich nehme mir das Recht heraus, sie als meine letzte Prüfung zu titulieren. Als etwas Endgültiges. Ich kann sagen: Danke, das war’s. Und sollte ich trotzdem wieder gescheitert sein, heule ich fünf Minuten, mache weiter und sage eben später noch einmal: Danke, das war’s!

PS: Wegen der Diplomarbeit: Es geht voran. Schleppend, aber es geht voran 😉