Tag : Bruck an der Mur

A beautiful piece of nature

Heute habe ich mit meiner Schwester, meinem Schwager in spe und zwei Freunden ein wunderschönes Fleckchen Natur besuchen dürfen. Ein atemberaubender Ort, der noch ein bisschen Unberührtheit auf dieser Welt zeigt. Der Grüne See in Tragöß (Steiermark). Woher hat der See überhaupt seinen Namen? Nun, dazu genügt ein einziger Blick auf dieses klarfunkelnde Stehgewässer und man weiß warum. Der See strahlt im blaugrünen Glanz und gewährt den staunenden Besuchern Einblick in seine vollsten Tiefen. Eigentlich ist der See, der seine Entstehung durch Schmelzwasser verdankt, kristallklar. Doch durch die Brechung des Lichts am Gestein entsteht für das Auge ein grünschimmernder Farbton.

Interessant ist auch, dass der See im Herbst beinahe vollkommen austrocknet. Den höchsten Wasserstand erreicht er im Frühsommer. Das heißt, das Wasser steigt noch ein bisschen an. Laut der Aussage meines Schwagers hat es der See sogar schon mal zu Galileo Big Pictures geschafft. Wird wohl stimmen :). Ich habe es aber nicht gesehen.

Auch wenn es ein beliebter Treffpunkt für Taucher ist, so ist der See aufgrund des kalten, durch die Schneeschmelze entstandenen Wassers zum Baden weniger geeignet. Wir standen bis zu den Kniekehlen im Wasser, jedoch haben wir es nicht lange ausgehalten. Dafür wird man mit einem atemberaubenden Fleckchen Erde belohnt und irgendwie fühlt man sich gar nicht mehr in Österreich, sondern ganz woanders, denn solche Seen würde man am ehesten in Kanada erwarten.

Man muss auch noch einen kleine Weg bestreiten, bis man endlich den See in seiner vollsten Pracht genießen kann. Um gutes Schuhwerk kommt man also nicht drumherum, sollte man vorhaben, den See zu besuchen. Ich bin wirklich froh, dass ich meine Ballerinas im Schrank gelassen habe, denn das hätten die keine fünf Meter überlebt (oder wohl eher meine Füße). Dafür ist auch der Waldweg ein einziges Idyll. Maiglöckchen erstrecken sich praktisch über den ganzen Weg und erfüllen die Umgebungsluft mit ihrem blumigen Duft. Leider versetzte mich der Anblick einer schwarzen Schlange zu Beginn unseres Wanderwegs in einen leichten Schrecken, sodass ich ein bisschen Angst vor dem restlichen Weg hatte (ICH HASSE SCHLANGEN). Aber dank den herrlichen Natureindrücken habe ich diese dann doch schnell wieder vergessen.

Der Grüne See eignet sich herrlich zum Abschalten, ist aber nicht nur für Faulenzer, Wanderer und Taucher ein toller Ort. Man kann hier wunderbar Geocachen. Ich weiß zwar nicht, wie viele Caches es dort wirklich gibt, aber wir haben zumindest nach zwei gesucht und sie gefunden. Leider waren die Schätze etwas enttäuschend, aber darum geht es bei Geochaching eigentlich nicht. Wenn ihr nicht wisst, worum es sich um Geochaching handelt und ihr mehr darüber erfahren wollt, dann sagt Bescheid und ich widme euch einen Extrapost dafür.

Vielleicht entschließt ihr euch selbst einmal, diesen See zu besuchen. Ich garantiere euch: er ist diesen Besuch absolut wert!