Tag : Ernährung

Warum ich meine Ernährung nicht mehr labeln möchte

Du bist, was du isst?

Warum ich meine Ernährung nicht mehr labeln möchte!

Kaum ein Thema ist persönlicher, als die eigene Ernährung. Vegan, vegetarisch, flexitarisch oder wahlloser Allesesser - wir können den Faden endlos weiterspinnen. Unterschiedliche Ernährungsformen gibt es viele. Inzwischen definieren und identifizieren wir uns immer mehr mit und über unsere Ernährung. Doch ich möchte das nicht mehr!

Ernährung ist kein Label, sondern essentiell

Ich bin nicht die Ausnahme von der Regel. Waren der Lunch oder das Abendessen vegan, habe ich es selbst in meiner Story hervorgehoben. Habe ich hingegen Milchprodukte konsumiert, wurde das nicht allzu groß kommentiert. Nicht aus Scham oder weil es heutzutage gut ankommt, keine Milch mehr zu konsumieren. Eher habe ich es unterbewusst nicht getan. Was sollte ich es auch großartig kommentieren? Gegenfrage! Warum soll ich im Vergleich dazu ein veganes Gericht großartig als solches labeln?

Stellt sich nun die Frage, warum ich mein veganes Mittagessen als solches deklariert habe, mein „lediglich“ vegetarisches Abendessen aber nicht. Weil vegane Ernährung gut ankommt? Vielleicht. Weil ich selbst (inzwischen wieder) hauptsächlich plantbased esse? I don’t know. Weil man sich heutzutage irgendwie labeln muss, wenn es um die Ernährung geht? Kann gut sein. Heutzutage finden wir viele unterschiedliche Wege, um uns selbst zu definieren, auszudrücken oder auszuleben. Sei es Kleidung, sei es der Musikgeschmack oder eben Ernährung. Vielleicht habe ich mir den Drang auferlegt, ich müsse das auch. Ich müsse mich auch durch eine Ernährungsform labeln und mich dazu bekennen. Quasi ein Statement nach der Essstörung, um allein zu zeigen, dass meine Beziehung zu Lebensmitteln gesünder geworden ist. Truth to be told: nicht das Kleid, das ich trage, macht meine Persönlichkeit aus. Mein Musikgeschmack verrät nicht, wer ich wirklich bin. Und meine Ernährung macht mich weder zu einem schlechteren, noch zu einem besseren Menschen.

Für mich besitzt Nahrung einen hohen Stellenwert. Nicht nur, weil sie lebensnotwendig ist, sondern weil Nahrung bereits in meiner Kindheit eine wichtige Rolle gespielt hat. Sei es zur Kompensation negativer Gefühle, sei es im Bezug auf gesellschaftliche oder optische Aspekte. Genuss steht inzwischen wieder im Fokus, meistens aber immer noch der Hauptaspekt, warum wir Menschen essen: weil wir nur so überleben können.

labeln
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Du bist, was du isst! Wirklich?

Dieser Beitrag lässt Freiraum zur Missinterpretation. Schon klar. Ich habe überhaupt kein Problem, wenn eine Person Ernährung auf ihrem Social Media Account thematisiert. Auch nicht, wie und was die Person isst, schließlich teile ich auch selbst mein Essen, plaudere gerne über Essen, fotografiere Essen mit Leidenschaft usw. Sollte es ein wichtiger Teil von einem Branding eines Bloggers, aber auch ein Themenschwerpunkt eines privaten Accounts sein, dann stört mich das herzlich wenig, wenn die Ernährungsform (vegan, vegetarisch, flexitarisch – was auch immer) eine große Rolle spielt und als solche angepriesen wird. Es stört mich auch nicht, wenn man den Hashtag #vegan benutzt, um beispielsweise ein tolles veganes Restaurant zu empfehlen. Alles schön. Alles gut. Mir geht es einzig und alleine darum, mir selbst keinen Druck bezüglich meiner eigenen Ernährungsform aufzuerlegen. Ernährung ist ein persönliches Thema. Ich habe keine Lust, dass mir jemand in dieses persönliche Thema reingrätscht. Es geht nur mich etwas an. Gleichzeitig weiß ich, dass ich selbst nich perfekt bin. Ich möchte mir keinen Stress mit Verboten oder Regeln machen. Darüber hinaus habe ich oft das Gefühl, dass der Hashtag #vegan ausgenutzt wird, weil er gut ankommt. Wenn ich sehe, dass dieser Hashtag in Kombination mit anderen Sustainability Hashtags von einem Blogger oder Influencer ausgenutzt wird, nur um so mehr Reichweite zu ergattern, in der nächsten Story aber das Billigfleisch aus dem Discounter oder die akutell nicht saisonalen Blaubeeren in Plastikverpackung gezeigt werden, dann möchte ich mich selbst lieber davor distanzieren.

Last but not least möchte ich mich nicht über Menschen stellen, die beispielsweise nicht vegan essen. Meine eigene Ernährungsform macht mich, wie schon erwähnt, nicht schlechter oder besser. Somit habe ich gleichzeitig meine Ernährungsform verraten, die ich nun seit einiger Zeit verfolge. Wobei – ist das überhaupt meine Ernährungsform? Schwer zu sagen. Ich selbst sehe mich nicht als vegan und werde mich nie als Veganer labeln. Weil ich es nicht bin. Weil ich weiß, dass ich manchmal vegetarisch essen werde. Oder dass ich manchmal auf Veranstaltungen gehe, auf welche es keine veganen Alternativen geben wird. Auch weil ich als Besuch die Gastgeber nicht mit meinen Sonderwünschen nerven möchte. Weil unterwegs vielleicht auch mal keine vegane Alternative in greifbarer Nähe sein wird, die mir schmeckt, ich aber Hunger habe. Weil ich in Italien Lust auf echtes Gelato habe oder ich auch die nicht vegane Geburtstagstorte probieren möchte. Oder weil ich veganen Käse furchtbar finde und ich eventuell mal Hunger auf Pizza habe. Letztens habe ich auch eine Packung Zimtcornflakes in meinem Küchenschrank (siehe Foto) gefunden – ich bin Team Anti Food Waste. Bevor ich noch essbare Lebensmittel wegschmeiße, esse ich sie  – selbst wenn sie nicht in mein Ernährungskonzept passen. Worauf ich jedoch dauerhaft verzichten möchte, ist Milch (also in ihrer Rohform) und weiterhin natürlich komplett auf Fleisch. 

Ohne mich jetzt schon wieder labeln zu wollen, hier ein paar Worte, wie ich mich aktuell ernähre. Hauptsächlich ernähre ich mich pflanzlich, verzeihe es mir aber, wenn ich es einmal nicht tue. Ich tue es nicht überwiegend aus Überzeugung, sondern wegen körperlichen Beschwerden, die durch meine vorherige Ernährung verursacht wurden. Ich tue es auch aufgrund klimatischer Bedingungen oder um der Massentierhaltung den Kampf anzusagen. Hinsichtlich der Klimadebatte, aber auch der Gesundheit zuliebe und selbst im Bezug auf Massentierhaltung bin ich überzeugt davon, dass ein drastischer Rückgang des Konsums von tierischen Produkten bereits zu einer deutlichen Verbesserung beitragen kann – auch wenn man nicht zu 100 Prozent vegan lebt. 

Disclaimer

Dieser Beitrag bedeutet nicht, dass ich nicht mehr über das Thema Ernährung schreiben werde. Ich werde weiterhin darüber schreiben, mein Essen posten (egal, ob es vegan oder mal nicht vegan ist), euch Restaurants empfehlen und eventuell wieder ein paar Rezepte teilen. Ich werde nur meiner Ernährung nicht mehr labeln. Ich bin weder vegan, vegetarisch, frutarisch, flexitarisch noch pescetarisch oder Allesesser. Meine Ernährung basiert auf einem pflanzlichen Grundkonzept, zwingt mich aber zu nichts und erlaubt je nach Situation vegetarische Alternativen.

Full Weekend of Eating

Disclaimer: Der Beitrag „Full Weekend of Eating“ ist KEIN gesponserter Beitrag. Dennoch werden in diesem Beitrag sichtbare Markenplatzierung sein. Diese sind jedoch unbezahlt. Darum: Werbung.


Auf Instagram erfreut sich der Grocery Monday großer Beliebtheit. Natürlich ist es auch für mich schön zu sehen, wenn dieses Format bei euch gut ankommt. Im Zuge des Grocery Mondays scheinen euch viele Dinge aus meinem persönlichen Lebensmittelhaushalt zu interessieren. Das motiviert mich umso mehr, dem Blog foodrelevante und themenbezogene Beiträge zu widmen.

Eine Frage, die oft aufkam: Was koche/esse ich mit einem Lebensmittelbudget zwischen 30-35 Euro in der Woche. Für viele scheint es immer noch unvorstellbar zu sein, täglich drei Mahlzeiten mit diesem Budget zu essen. Natürlich ist das möglich und glaubt mir, ich hätte euch wirklich gerne einen Einblick in eine Woche essen mit 30-35 Euro gegeben. Allerdings lässt es mein Alltag nicht zu, tagtäglich meine drei Mahlzeiten über eine Woche hinweg aufzuzeichnen.

Wesentlich einfacher wird die ganze Sache dann aber am Wochenende. Darum habe ich mir gedacht, ich zeige euch, was ich dieses Wochenende auf meinem Mealplan stand.

Meine Vorräte im Mealplan

Vorweg möchte ich noch sagen, dass ich mich auch immer wieder an meinen Vorräten bediene und ich auch deswegen nie Unsummen für meine Lebensmitteleinkäufe verbrauche. Ich habe mir gedacht, bevor ich euch alles zeige, was ich verwertet habe, liste ich hier noch ganz kurz die verwendeten Vorräte auf, die dann quasi nicht in den Betrag meines Wocheneinkaufes hineinfallen:

Freitag

Frühstück: Quinoa mit Avocado-Vanille-Creme (vegan)

Seitdem ich Quinoa für mich entdeckt habe, ist er nicht nur mehr fester Bestandteil für meine herzhaften Gerichte, sondern wird auch zum Frühstück eingesetzt.

Mittagessen: Ofenlachs und roher Brokkolisalat mit Cashewcreme

Beim Mittagessen achte ich darauf, viel Gemüse zu mir zu nehmen. Neben Proteine gibts dann auch noch eine riesengroße Portion Gemüse.

Abendessen: Tomate-Mozzarella (vegetarisch)

Quasi eines meiner Lieblingsessen, wenn es draußen wärmer wird. Geht immer und vor allem schnell.


Samstag

Frühstück: Smoothiebowl (vegan)

Manchmal brauche ich morgens einfach den Frischekick und da ist eine Smoothiebowl mehr als perfekt.

Mittagessen: Marokkanische Kichererbsen-, Quinoa und Süßkartoffel Buddha Bowl (vegan)

Auch Bowls sind etwas, das ich für mich entdeckt habe. Sie sind nicht nur vielseitig, sondern beinhalten alle Makronährstoffe, die wir brauchen.

Abendessen: Thunfischsalat mit Avocado, Tomaten, schwarzen Oliven und Kichererbsen

Abends gibt es bei mir meistens Salat. Vor allem muss es abends bei mir einfach immer nur schnell gehen.


Sonntag

Frühstück: Sweet Sweet Potato mit Topfencreme und Erdbeeren

Wenn’s mal ausgefallen sein darf, dann darf es auch einmal ausgefallen sein. Normalerweise esse ich Süßkartoffeln immer nur pikant, aber sie schmecken mir inzwischen auch süß supergut.

Mittagessen: Bunte Bowl mit Vollkornnudeln, Tahini und Gemüse (vegan)


In meinen Stories habe ich euch meine Liebe zu Mie-Nudeln gestanden, die ich normalerweise immer in einer Vollkornvariante kaufe. Meine sind inzwischen aufgebraucht und leider habe ich sie nicht mehr im Supermarkt gefunden. Dann darf es auch mal wieder die klassische Vollkornnudel sein.

Abendessen: Eierspeis/Rührei mit Hummustoast (vegetarisch)

Full weekend of eating
Full Weekend of Eating: Scrambled eggs

Wenn ich keine große Lust zu kochen habe, ist Eierspeis sowieso mein Favorit (nach Tomate-Mozzarella). In meine Eierspeis (ja, ohne e, weil hey, ich komme aus Österreich) esse ich am liebsten mit frischen Gartengemüse, wie beispielsweise mit Zuckerschoten, Karotten, Paprika und Tomaten. Dazu noch Basilikum, ein leckerer Vollkorn-Chia-Toast mit Hummus und ich bin mehr als zufrieden.

Full weekend of eating goes visual

Als zusätzliches Augenschmankerl habe ich euch mein ganzes Wochenend-Food-Diary gefilmt. Viel Spaß beim Anschauen. Pst… weiter unten findet ihr dann ein paar Rezepte.

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[kindred-recipe id=“10558″ title=“Ofenlachs mit Brokkolisalat“]

Hier findest du meinen Beitrag, wie ich mit ca. 30 Euro pro Woche für Lebensmittel auskomme.

Besuche mich gerne auf Instagram.

5 Things I’ve learnt about nutrition & sport

Es ist nun ungefähr ein halbes Jahr her, als ich mich mit Sport dazu entschieden habe, meinen Lebensstil in eine positivere Richtung zu lenken. Meine Ernährungsumstellung liegt nicht ganz so lange zurück. Um genauer zu sein erst ca. 4 Monate. Trotzdem habe ich innerhalb dieser kurzen Zeit mehr über Ernährung gelernt, als in den 26 Jahren meines ganzen Lebens. Manche Erkenntnisse kamen nicht erst über Nacht oder über die Dauer meines Lifestylechanges. Ganz im Gegenteil. Doch so richtig kapiert und verinnerlicht habe ich sie erst jetzt.

Nachdem ich bereits einige Fortschritte und Erfolge verbuchen kann, möchte ich diese unbedingt an euch weitergeben. Gerade in der Anorexie ist es schwierig, viele verschiedene Dinge, welche den Ernährungsaspekt betreffen, zu akzeptieren. Und auch bei mir waren genügend Aspekte dabei. Unter anderem mein Carb-Problem. Dazu wird es allerdings noch einen gesonderten Blogbeitrag geben. Genauso wie zum Thema Laufen und wie ich den Sport lieben gelernt habe.

Doch heute soll es sich voll und ganz darum drehen, welche Dinge ich in letzter Zeit über Ernährung und Sport gelernt und verinnerlicht habe.

 

 

5 Things I’ve learnt about nutrition

1.) (Komplexe) Kohlehydrate sind nicht meine Feinde. Ich brauche Kohlehydrate, um funktionieren und meine Work-Outs ausüben zu können. Sie sind wichtig, um denken zu können und leistungsfähig zu bleiben.

2.) (Gesunde) Fette machen keinen dicken Hintern oder einen Schwabbelbauch. Ganz im Gegenteil. Nüsse, Avocados und Co. sorgen für glänzende Haare und verleihen meiner Haut Geschmeidigkeit.

3.) Es gibt kein „Bad Food“, sondern nur eine schlechte und unausgewogene Menge. Die Dosis macht das Gift.

4.) Das Sättigungsgefühl ist nichts schlimmes und auch kein Anzeichen dafür, dass man dick ist oder sich überfressen hat. Hunger hingegen ist kein gutes Gefühl. Es bedeutet auch nicht, dass man ein Vielfraß ist, wenn man nach einer kleinen Portion immer noch Hunger hat oder kurz nach dem Essen wieder Hunger bekommt, sondern dass der Körper mehr oder andere Nährstoffe braucht.

5.) Eine einseitige Ernährung macht auf Dauer nicht glücklich, nicht schlank und ist auch für den Körper nicht förderlich.

 

 

5 Things I’ve learnt about sport

1.) Kein Mensch ist ein Sportmuffel. Es gilt nur, den inneren Schweinehund zu überwinden, den wir alle haben.

2.) Es gibt für jeden eine Sportart die Spaß macht. Man muss sich nur dazu durchringen, diese auch zu suchen und so viel wie möglich auszuprobieren.

3.) Man sollte eine Sportart nicht sofort abschreiben. Manchmal lernt man erst später, sie zu lieben und zu schätzen. So war es auch bei mir beim Laufen.

4.) Sportpausen sind wichtig, darum sollte man Restdays unbedingt einhalten. Nur so wird ein Trainingserfolg erzielt.

5.) Sport und Bewegung gehen unglaublich stark mit dem persönlichen Mindset einher.

 

Gesunder Lebensstil: Sport und Ernährung

 

My Café Au Lait auf Instagram

 

Life Update #4: Ein kleiner Lichtblick

 

Oh Boy! In meinem Leben geht es momentan so etwas von drunter und drüber, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Es prasseln so viele Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse über mich herein, sodass ich gar nicht weiß, wie ich das alles in meinen Gedanken fein säuberlich strukturieren und ordnen soll. Aber alles von Anfang (und auch hier gut strukturiert).

 

Life Update #4

Uni

Gefühlt jedes Life Update beginnt mit dem großen Thema: Uni! Inzwischen bin ich nicht mehr so pessimistisch, wie noch am Anfang des Jahres. Klar, die englischsprachige Primärliteratur ist da und ja, die muss ich so weit auseinander nehmen, bis ich sie verstehe. Aber mittlerweile erkenne und ziehe ich auch die Vorteile daraus. Ich habe gelernt: Man versteht die Texte trotzdem besser, weil man sie intensiver durchliest und man bekommt doch so langsam eine Ahnung von der Materie. Juhu, ein kleiner Lichtblick.

Letztendlich war auch meine „Forschungswoche“ in meinem Untersuchungsgebiet eine wichtige Erfahrung, die ich machen musste, um endlich aus meinem „Diplomarbeitstief“ herauszukommen. Im Zuge dessen habe ich nicht nur fast meine ganzen letzten Daten mitgenommen, sondern auch die Unterstützung gemerkt und es ist toll, dass ich mit dieser Arbeit nicht ganz alleine gelassen wurde. Man sieht also: Der Abschluss ist doch nicht so gefährdet, wie ich anfangs geglaubt habe. Hashtag #graduationindanger werde ich auf Twitter somit hoffentlich nicht mehr wirklich brauchen.

Bedauerlicherweise bin ich mit den Interviews doch nicht ganz fertig geworden. Terminabänderungen kommen immer vor. Gerechnet habe ich damit nicht, aber das heißt für mich, dass ich noch einmal ran muss. Zuerst werden jedoch die bereits bestehenden Interviews transkribiert und das bedarf sowieso unzählige Stunden. Hätte ich mir nicht gedacht.

 

Blog

Der kommt momentan zu kurz. Die Gründe brauche ich nicht erläutern, denn die kennen wir alle. Doch an dieser Stelle DANKE für eure Unterstützung. Ihr macht mir immer wieder so viel Mut und schreibt mich trotz Zeitmangels nicht ab. Das große Verständnis lindert mein schlechtes Gewissen euch gegenüber erheblich. Zwar möchte ich den Blog endlich auf das nächste Level bringen, aber manchmal muss man seine Prioritäten anders setzen.

Trotzdem -und das kann ich schon einmal verraten- meine Grazer Blogger Mädels und ich sind gerade hochmotiviert dabei, unsere gemeinsamen Kooperationen zu planen. Es wird eine langfristige Geschichte sein, also seid gespannt. Wir hatten sogar schon unser erstes Fotoshooting als Grazer Blogger Team und es fühlt sich fast wie ein gemeinsames kleines Unternehmen an.

Außerdem ist es schön, dass ich mich auch auf die Unterstützung der Mädels verlassen kann, vor allem, weil ich mir als Diplomandin gerade ein paar Sonderrechte heraushole, aber auch in dieser Abschlussphase versuche ich, mich in unsere Zusammenarbeit so gut, wie es geht, zu integrieren.

Schaut doch gerne bei unserer Facebookseite vorbei. Wir freuen uns über jede Unterstützung.

 

Fotografie

Natürlich habe ich immer noch nicht genug davon, Menschen zu fotografieren. Ich habe mich in der Hinsicht wieder ein bisschen „weitergebildet“. Als die Bilder für meinen letzten Post gemacht wurden, habe ich selbstverständlich die Chance ergriffen, um auch Fotos von meiner Fotografin zu machen. Eine Hand wäscht die andere, würde ich sagen. Ob ich die Fotos online stelle, weiß ich noch nicht, weil ich sie mir erst ansehen muss, ob ich mit meinem eigenen Werk überhaupt zufrieden bin, aber ich bin glücklich, dass ich wieder ein bisschen mehr Zeit mit der Fotografie verbringen konnte. Die Liebe zur Fotografie wächst einfach von Mal zu Mal. Das habe ich ganz vergessen. Unglaublich, aber wahr.

Nichtsdestotrotz bin ich jetzt an einem Punkt angelangt, an dem ich merke, dass es einfach Dinge gibt, die ich mir nicht selbst beibringen kann. Darum möchte ich nach meinem Abschluss an der Uni unbedingt einen Fotografieworkshop besuchen.

 

Ernährung

Ich weiß, dass ihr immer großes Interesse am Thema Ernährung habt. Ich muss sagen, so ganz gut läuft es immer noch nicht. Jedenfalls nicht so, wie ich es mir wünsche, darum muss ich offen und ehrlich gestehen, dass ich momentan ein paar Schwierigkeiten habe und dass mir oft der Appetit fehlt. Wenn ich trotz Hunger in den Supermarkt gehe, bin ich oft überfordert und weiß gar nicht, was ich überhaupt essen mag. Irgendwie habe ich auf gar nichts Lust und dann doch wieder auf alles. Das wird sicher wieder besser. Ich bin zuversichtlich, dass auch der Appetit wiederkommt und denke, das ist einfach nur stressbedingt und der geht auch einmal vorbei.

 

Februargoals

Einfach überleben. Das wird sich so schnell nicht ändern. Ich bin es gar nicht gewohnt, mich so intensiv mit einem einzigen Thema zu beschäftigen. Nach wie vor ist es interessant, aber ein paar Hürden gibt es immer noch zu meistern. Ansonsten möchte ich es trotzdem schaffen, ein paar gut recherchierte Blogposts für euch rauszuhauen, denn auch wenn es gerade drunter und drüber geht: Seine Leidenschaft darf man einfach nicht auf Eis legen. Das heißt: Ich muss an meinem Zeitmanagement arbeiten. 

Auch mit meinen Freunden möchte ich wieder mehr machen, darum freue ich mich riesig darauf, wenn wir uns im Kino den zweiten Teil von Shades of Grey ansehen. Wer sieht sich den Film noch an?

 

Ernährungsumstellung Update #1

 

Es sind einige Wochen seit meiner Ernährungsumstellung vergangen. So viele Wochen, sodass ich jetzt sogar bereit für ein Fazit bin. Wie geht es mir dabei? Habe ich Schwierigkeiten? Die simplen Antworten lauten: Gut und Nein! Ich hätte mir nie gedacht, dass es doch so einfach für mich werden würde. Ich habe mich schnell ins Selberkochen eingefunden und experimentiere gerne mit guten, frischen und allen voran gesunden Zutaten. Mein Speiseplan hat sich immens erweitert. Er ist besser, als noch vor wenigen Wochen und darüber bin ich mehr als froh.

 

Apfel Ernährungsumstellung

 

Darum funktioniert meine Ernährungsumstellung

Ziele dauerhaft und langfristig umsetzen

Ehrlich gesagt hätte ich mir gedacht, dass einige Probleme auf mich zukommen werden. Dass es mir nicht so leicht fallen würde und dass ich damit ganz schön zu kämpfen hätte. Doch vom ersten Tag an hat alles wunderbar funktioniert. Einerseits weil ich vollkommen auf das Hungern verzichte, andererseits wahrscheinlich auch, weil ich die Waage nach wie vor meide. Es gibt nichts, was mich verrückt machen oder hinderlich für mich selbst sein könnte. Das ist ein großer Fortschritt, der mein persönliches Ziel greifbar macht.

Stichwort Hungern. Ich achte nun darauf, dass mein Körper genügend Nährstoffe bekommt. Kohlehydrate (die guten) und Fette (auch die guten) werden nicht mehr zu Feinden degradiert, sondern sind Quellen und Futter für Energie und mein Gehirn. Das Lernen funktioniert beispielsweise seit der Umstellung besser, auch wenn ich bezüglich dessen noch einige Fortschritte machen möchte.

Was mir noch sehr stark hilft, ist die Tatsache, dass es keine Verbote mehr gibt. Das bedeutet, dass ich seit meiner Umstellung auch mal etwas genascht habe, wie beispielsweise den Brookie-Cake, den ich für einen Geburtstag einer Freundin gebacken habe. Aufgrund dessen, dass es eben diese verbotenen Lebensmittel nicht mehr gibt, verfalle ich nicht mehr in einen Art Rausch, um mehr zu konsumieren. Ich schätze, es ist eine mentale Einstellung, denn mein Gehirn, sowie mein Körper wissen ganz genau, dass ich nun nicht mehr längere Zeit darauf verzichte. Früher war womöglich diese Unwissenheit schuld. Unwissend, wann ich das nächste Mal wieder etwas naschen „darf“. Und gerade deswegen kam es teilweise zu solchen Bingemomenten.

Wie wir nun wissen, gibt es diese Verbote nicht mehr. Folglich auch keine Bingemomente mehr, was zum Resultat führt, dass ich keine übermäßiges Völlegefühl mehr habe. Wie sich exzessives Hungern anfühlt, weiß ich nur noch sehr vage. Ich höre nun auf meinen Körper, weiß ganz genau, was er braucht und das gebe ich ihm dann auch. Es funktioniert wirklich prima.

 

Ernährungsumstellung Apfel

 

Und doch gibt es Downmomente

Im Großen und Ganzen lebe ich seit meiner Ernährungsumstellung in Zufriedenheit. Trotzdem gibt es auch Downphasen, die mich etwas zweifeln ließen. Erst letzte Woche habe ich noch gejammert, dass die Ernährungsumstellung vollkommen umsonst ist und es sich nichts bringt. Es liegt wahrscheinlich daran, weil ich die Waage meide und so die ersten Resultate noch nicht sehen kann. Das ist nicht gerade einfach, aber machbar, wenn man das notwendige Durchhaltevermögen und den starken Willen mitbringt. Außerdem bin ich es nicht gewohnt, dass sich mein Gewicht nun von selbst reguliert. Das geht eben langsam. Ich bin es gewohnt, schnell und viel Gewicht innerhalb kürzester Zeit zu verlieren, weil ich das Hungern gewohnt war. Weil das Hungern für mich eine effektive Abnehmmethode dargestellt hat, ohne darüber nachzudenken, dass es mich lediglich wieder in die Anorexie zurückwirft.

Ich habe diese Ernährungsumstellung gemacht, weil ich unglücklich mit meinem Lebensstil war. Ich war unglücklich über die Tatsache, dass ich wieder so viel zugenommen habe. Erst letzte Woche entdeckte ich eine Mail in meinem Facebookordner, die noch vom Mai stammte. Ich hatte sie übersehen, weil sie unter „Sonstiges“ drin war – in einem Ordner, wo alle Mails landen, die von Personen stammen, mit denen man nicht vernetzt ist. Ich schaue nur gelegentlich rein. Gerade auch deswegen, weil mir oftmals Menschen unter einem Fakenamen beleidigende Mails schicken, um mich absichtlich fertigzumachen. (An dieser Stelle: Gott, muss DEIN Leben traurig sein). Diese Mail war ebenso eine dieser beleidigenden Mails. „Du hast ordentlich zugenommen“ – von einer Person mit falschen Namen und ohne Profilbild.

 

Food Detail ErnährungsumstellungErnährungsumstellung Essen

 

Mir ist klar: Mein Gewicht steht im Fokus. Weil ich es zum Thema mache. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, mir hätte diese Mail nicht wehgetan. Auch wenn sie von Mai war. Doch ich habe sie gelöscht. Was soll ich darauf großartig antworten? Ich weiß, dass ich zugenommen habe und früher hätten mich solche Mails in Hungerphasen getrieben. Doch nicht diesmal. Ich bin stärker geworden. Schon jetzt. Und ich werde noch stärker werden. Am Liebsten würde ich dieser Person folgenden Satz ins Gesicht sagen: „Heul leise.“ Ich schaffe es, mein Gesicht zu wahren. Offen und mutig darüber zu sprechen. Wer sich anonymisieren muss, um andere fertig zu machen, ist eine traurige, armselige Gestalt der Gesellschaft.

Zum Glück kann ich in Downphasen auf meine Freunde zählen. Ich habe darüber mit Alex gesprochen, der mir schlussendlich wieder ein bisschen Mut gemacht hat. Am nächsten Tag haben wir uns mit einer gemeinsamen Freundin getroffen und ohne etwas zu sagen, ist es ihr von selbst aufgefallen, dass sich an mir etwas geändert hat – es war auf die Ernährungsumstellung bezogen. Das hat mir noch mehr Selbstvertrauen und Mut gegeben. Ich bin auf den richtigen Weg. Es gab nur diese EINE Tiefphase, sonst keine einzige. Darum bin ich zuversichtlich, dass es nur noch besser werden kann.

 

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Mein Weg zu einem gesunden Lifestyle

 

Ich bin nicht gerade ein Vorzeigemodell, wenn es ums Essen geht. Es ist allgemein bekannt, dass ich damit meine Probleme habe. Und ich weiß, dass ich selbst noch viel lernen muss. Vor allem, was mein eigenes Verhalten betrifft. Theoretisch habe ich viel über Ernährung in der Schule gelernt. Praktisch kann ich dieses Wissen jedoch nicht wirklich umsetzen. Noch nicht. Denn jetzt ist der Knopf aufgegangen und ich möchte daran arbeiten. Schon zu oft habe ich davon geredet. Leere Worte, wie sich bis jetzt herausgestellt hat. Doch in der letzten Woche habe ich mich intensiv damit auseinandergesetzt, bin selbst für mich einkaufen gegangen und habe wieder begonnen, für mich selbst gesunde Gerichte zu kochen.

 

Mein Weg zu einem gesunden Lebensstil

Mein Weg zu einem gesunden Lifestyle

Warum ich meine Gesundheit fortan selbst in die Hand nehmen möchte

Die Anorexie hat meine Beziehung zum Essen verändert. Negativ verändert. Ich weiß, wie es ist, zu hungern. Auf der anderen Seite weiß ich auch, wie es ist, etwas mehr auf den Rippen zu haben. Ich bin bodypositiv gesinnt, aber meine Einstellung mir gegenüber ist nicht positiv. Das habe ich in den letzten Wochen mehr als deutlich gemerkt. Ich habe zwar wieder gelernt, das Essen genießen zu können, nur hat es mich leider auch in eine Richtung geführt, in die ich nicht gehen wollte. Dadurch, dass ich mir nichts mehr verbietet habe, habe ich zu wenig auf meine Ernährung geachtet.

Verbieten möchte ich mir weiterhin nichts, denn es ist schön, all die „verbotenen“ Lebensmittel wieder genießen zu dürfen. Nur möchte ich nicht mehr so nach- und fahrlässig gegenüber meinen eigenen Körper handeln. Mein Körper braucht gesunde Ernährung und Sport. Nur so kann ich eine innere Balance aufbauen und in Einklang mit mir selbst kommen.

 

Gesunden Lebensstil

 

Schritt für Schritt in ein gesünderes Leben

Seitdem ich nun wieder für mich selbst koche, fühle ich mich irgendwie befreit. Ich habe wieder einen Zugang zu dem vielseitigen Angebot an gesunden Lebensmittel gefunden. Als ich eine Zeit lang sehr gesund gelebt habe, hatte ich jeden Tag neue Ideen, um abwechslungsreich zu kochen. Jedoch kam dann irgendwann die Nachlässigkeit und danach wieder lange Hungerperioden. All das hat dieses Wissen, dass ich mir in einem sehr langen Zeitraum angeeignet hatte, zunichte gemacht.

Was noch besser ist: Ich baue mir langsam wieder eine Routine bezüglich des Essens auf. Ich lasse keine Mahlzeiten mehr aus, hungere nicht den ganzen Tag, um am Abend dann doch wieder viel zu viel Ungesundes zu essen. Dass das Auswirkungen auf meinen Körper hatte, sieht man. Und es macht mich nicht glücklich. Doch jeder ist für sein Glück selbst verantwortlich. Ich bin dafür verantwortlich, dass ich mit mir selbst zufrieden bin. Darum nehme ich mir wieder Zeit für das Essen. Dinner Canceling gibts nicht mehr, genauso wenig wie eine „ach, jetzt ist es doch auch schon egal“-Einstellung.

 

Tomaten Mozzarella für einen gesunden Lebensstil

 

Meine Regeln für diesen Weg

Wenn es ums Essen geht, finde ich Regeln zwar nach wie vor blöd, aber ein kleiner Richtwert kann nicht schaden. Ich habe mir selbst ein paar solcher, nennen wir es Richtwerte, aufgestellt:

 

1. Drei Mahlzeiten täglich, einmal davon warm

Mir ist es wichtig, dass meine Mahlzeiten eingehalten werden. Einmal am Tag warm essen, muss drin sein. Wenn ich mir Zeit beim Kochen lasse, lerne ich einen besseren Umgang mit Nahrungsmittel.

 

2. Kalorien- und Nährstoffzählen ist erlaubt

Mit Kalorienzählen verbinde ich viel Leid, Zwänge und ein schlechtes Gewissen. Doch ich versuche nun, das Kalorienzählen in einer anderen Perspektive zu betrachten. Das Motto lautet nun nicht mehr: „Je weniger Kalorien, desto besser.“ Ich habe mir ein neues Motto konzipiert: „Gib deinem Körper genügend Nährstoffe und Kalorien. So viel, wie er braucht.“ Darum versuche ich sie nicht mehr als meine Feinde zu sehen, sondern als einen Richtwert, an dem ich mich orientieren kann, damit ich Gewissheit habe, dass mein Körper optimal versorgt ist.

 

3. Die Zahl auf der Waage ist irrelevant

Momentan wiege ich mich nicht. Ich habe einfach zu viel Angst davor und will mich nicht mit dieser Zahl konfrontieren. Sie würde mich jetzt verrückt machen. Ich sehe im Spiegel, dass ich etwas GESUND ändern möchte. Wozu sollte ich mich dann zusätzlich mit einer Zahl ärgern? Wiegen ist erst dann erlaubt, wenn ich mich im Spiegel ansehen kann und ich mich gerne darin betrachten. Denn dann ist die Zahl wirklich nur mehr eine Zahl.

 

4. Aufs Bauchgefühl hören

Ich höre nun auf mein Bauchgefühl, damit ich erahnen kann, welche Mengen mein Körper braucht. Da ist es irrelevant, ob es mal größere oder kleinere Portionen sind. Es ist wichtig, auf die Signale des Körpers zu achten. Man spürt, wenn man angenehm gesättigt ist.

 

5. Keine Verbote

Verbote frustrieren nur! Aus diesem Grund ist das einzige Verbot, dass Verbote verboten sind. Mir ist klar, dass ich bei ungesundem Essen aufpassen muss und keine rauen Mengen davon verschlingen sollte, aber wenn ich abends mal Lust auf ein Salzstangerl mit Camembert habe, dann esse ich das auch, wie man im Video sieht. Zuvor habe ich eine ganze Woche lang wirklich auf alles Ungesunde verzichtet. Streng genommen kann man gar nicht von einem Verzicht sprechen. Ich hatte einfach keinen Gusto danach. Ich schätze, das verdanke ich meiner inneren Einstellung: Es gibt keine Verbote, als denke ich auch nicht ständig an Dinge, die ich nicht essen darf. Diese Einstellung hilft wirklich sehr, keine Heißhungerattacken zu bekommen.

Hingegen halte ich Cheat Days immer noch für doof. Essen sollte als Genuss angesehen werden und nicht als Mittel zum Schummeln. Ich verstehe einfach nicht, wie man das Essen noch genießen kann, wenn man sich einen Tag in der Woche eingesteht, indem man sich hemmungslos vollstopft.

 

Melonensalat

 

Motivation

Der Hauptmotivationsgrund ist an und für sich der, dass ich mir selbst etwas Gutes tun möchte. Jedoch darf man sich auch ein paar Belohnungen festsetzen, die aber nicht der Hauptgrund sein sollten, warum man das macht. Jedoch motiviert es schon ein bisschen. Ich für meinen Teil hätte beispielsweise gerne noch eine Systemkamera für Vlogs, das 50 mm Objektiv und ein Zahnbleaching. Diese Dinge möchte ich mir unbedingt gönnen, sobald ich das Ziel, nämlich eine Ernährungsroutine zu finden, erreicht habe.

Außerdem möchte ich mich wohl in meiner Haut fühlen. Nächstes Jahr, sofern es meine Intelligenz will, habe ich meinen Uniabschluss in der Tasche. Natürlich gehört zu einem richtigen Abschluss auch eine Sponsionsreise dazu. Und da möchte ich keinen einzigen Gedanken an meinen Körper oder meine eigene Unzufriedenheit verschwenden.

 

Ausstrahlung

Nur wenn man mit sich selbst im Einklang ist, hat man eine positive Ausstrahlung. Auch das sehe ich als Motivationsgrund an. Wenn ich einmal mit mir selbst klarkomme, fällt es mir leichter, andere Menschen an mich ranzulassen. Außerdem glaube ich, dass es Einfluss auf meinen späteren Beruf haben wird. Ich will positiv und selbstbewusst im Klassenzimmer auftreten, weil ich denke, dass meine Schüler davon profitieren. Als Lehrerin, wie auch als Bloggerin, hat man eine Vorbildfunktion, die ich nutzen will, um anderen etwas weiterzugeben.

 

dMelonensalat

 

Warum kommt dieser Sinneswandel gerade jetzt?

Ehrlich gesagt: Ich weiß es selbst nicht genau. Meine eigene Nachlässigkeit wurde mit der Zeit einfach belastend. Unlängst habe ich noch gesagt, dass ich mich darum kümmern werde, sobald ich ausziehe und selbst für meinen Kühlschrank verantwortlich bin. Faule Ausreden! Warum morgen, wenn es auch schon heute geht? Ich war schlicht und ergreifend zu bequem, um selbst einkaufen zu gehen, um mir die Produkte zu kaufen, die ich brauche. Ich war zu lethargisch, um selbst zu kochen. Damit soll nun Schluss sein! Ich darf nicht noch ein Jahr warten, ich muss es jetzt in Angriff nehmen!

Mir ist klar, dass es sich gerade auch um eine Phase handeln könnte und dass ich all die Pläne in Windeseile wieder verwerfe. Doch da es in der letzten Woche so prima funktioniert hat, wollte ich in aller Öffentlichkeit darüber reden, um vielleicht auch anderen Mut zu machen.

 

Grießbrei

 

Woran noch gearbeitet werden muss

Eigentlich an allem. An meinen Mengen muss ich noch arbeiten, da ich mir noch nicht so ganz sicher bin, ob es zu viel oder zu wenig ist. Gerade der Gemüseanteil ist bei meinem Essen immer sehr hoch, warum die Portionen mal größer aussehen, aber im Endeffekt nicht als solche betrachtet werden können. Darüber hinaus ist Sport sehr wichtig. Den habe ich in der letzten Woche eher sporadisch betrieben. Anfangs war ich noch etwas träge und hatte nicht die Energie dafür. Nun merke ich bereits, welche positiven Auswirkungen dieser Sinneswandel hat. Die Lust auf Sport steigt, sodass ich in dieser Woche damit angefangen habe. Keine Angst: Ich verfalle in keinen übertriebenen Fitnesswahn! Generell ist mir nur die Bewegung wichtig. Wenn ich keine Lust auf anstrengende Joggingrunde haben, tut es ausnahmsweise auch mal ein ausgedehnter Spaziergang.

Ansonsten möchte ich bezüglich des Kochens noch kreativer und vielseitiger werden. Einen Ordner habe ich mir bereits angelegt. Nun sammle ich fleißig gesunde Rezepte.

 

Tomate

 

Weekend Food Diary

Am Wochenende habe ich mir die Zeit genommen, ein Food Diary für euch zu filmen. Es ist zwar nicht so abwechslungsreich, aber ich war vor dem Wochenende nicht mehr einkaufen. Zumindest konnte ich so alle frischen Lebensmittel sofort verwerten.

 

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Mein aktuelles Ernährungsverhalten

Mein aktuelles Ernährungsverhalten

Über neue Erkenntnisse und den Weg, eine Routine zu finden

Vielleicht ist es euch aufgefallen, dass ich in diesem Monat noch keine „Fear Food Wins“ vom letzten Monat online gestellt habe. Diese Kapazitäten meines Blogs möchte ich lieber für etwas anderes nutzen, denn mir ist aufgefallen, dass der März doch ganz gut funktioniert hat. Ich habe wenig über Ängste vor Kalorien und bestimmten Nahrungsmittel nachgedacht, sondern zum ersten Mal seit langem bezüglich der Ernährung auch wieder zu leben begonnen. Zudem bin ich wieder um eine Erkenntnis reicher. Eine Erkenntnis, die mir wahrlich die Augen geöffnet hat. Eine Erkenntnis, die notwendig war. Ich schätze, ich kann von einem gut gesetzten Schritt in die richtige Richtung sprechen.

Die wichtigste Erkenntnis meinerseits war, dass ich langsam eine Regelmäßigkeit in mein Ernährungsverhalten bringen muss. Es ist nicht normal, einige Tage lang zu hungern und dann wieder eine Essattacke zu erleiden. Jeder Mensch mit einem gesunden Essverhalten isst täglich. Nicht einmal die Woche und auch nicht nur vier Mal im Monat. Schlanke Menschen essen täglich. Man muss essen, um gesund, fit und schlank zu bleiben. Dabei geht es nicht um abgemagert dünn, sondern um gesund schlank. Zwar geht mir dieser Fitnesswahn zum Teil doch ziemlich auf die Nerven, aber ich glaube, an dem Slogan „fit is the new skinny“ ist etwas dran. Sicher, ich kann mich nicht mit den Federn schmücken, ich wäre eine ehrgeizige Sportskanone. Das bin ich (noch) nicht. Aber ich kann mir über diese Erkenntnis auf die Schultern klopfen, denn für mich war es sehr schwierig, mir das einzugestehen. Ohne Routine im Essen wird es nichts mit dem sportlichen, gesunden und fitten Leben. Ich muss essen. Täglich. Routiniert.

 

Gib deinem Körper das zurück, was er ist!

Eigentlich muss ich mich gar nicht wundern, warum ich in letzter Zeit ziemlich viel zugenommen habe. Die BP-Phase war gravierend. Sie hat sichtliche Spuren hinterlassen und der Ausgang dieser Phase war vorhersehbar. Hier könnt ihr übrigens noch einmal nachlesen, was es mit den unterschiedlichen Phasen einer Anorexie auf sich hat. Nichtsdestotrotz möchte ich mich nicht durch diese Zunahme unterkriegen lassen. Klar, die Gefahr bestand (und besteht womöglich immer noch), dass mich diese Ängste und die schlechten Gefühle, die ich durch die Zunahme hatte, wieder zum Hungern verleiten. Aber ich frage mich: Ist es das überhaupt wert? Nein! Viel zu oft habe ich es schon erlebt. Hungern, radikal und extrem abmagern, in die BP-Phase rutschen, zunehmen und sich schlecht fühlen. Quasi nach dem Motto: Starving-Losing-Binging-Gaining and Repeat. Ich habe mir viele Gedanken gemacht. Mich gefragt, wie ich leben möchte. Dabei kam ich zu folgendem Conclusio: Ich will aus diesem Strudel ausbrechen. Ein gesundes und normales Leben führen. Doch das wichtigste unter all diesen Wünschen: Ich möchte mich selbst lieben. Mich selbst akzeptieren, wie ich bin. Ich möchte das sein, was ich bin. Ich möchte meinem Körper die Form geben, für die er bestimmt ist. Die mit einer normalen Ernährung zu meiner Ursprungsform führt. In die Form, für die mein Körper geschaffen ist. Sport ist dabei noch gar nicht miteinbezogen. Man sieht immer besser aus, wenn man definierter ist. Das hat mit Schlanksein gar nichts zu tun.

 

Meine ersten Schritte in die richtigen Richtung

Ja, die Zunahme hat mir im Herzen wehgetan. Ich konnte es nicht steuern und ich wünschte mir, ich hätte es niemals passieren lassen. Aber es musste so kommen, denn in einer Essstörung steuert man nicht mehr. Man wird gesteuert. Leider ist das die bittere Wahrheit, mit der ich klarkommen muss. Jede/r Betroffene hat die Kontrolle verloren. Auch diejenige, denen es gelingt, immer spindeldürr zu bleiben. Auswirkungen sind -wie ich es bereits des Öfteren erklärt habe- unterschiedlich. Mich hat es eben auf diese Art und Weise getroffen. Wichtig war, dass ich meine Muster erkenne. Ich weiß, dass ich zwar lange ohne Nahrung auskomme. Dass ich wirklich länger hungern kann, als meine beiden Hände Finger haben. Aber genauso weiß ich, dass es Phasen gibt, an denen ich schwach bin. Egal, ob es das Hungern oder eine Essattacke ist, es passiert MIT mir. Nicht ich steuere es. Ich muss es zwangsläufig mit mir geschehen lassen. Schlussendlich führt all das zu Selbstzweifel, über die ich vor kurzem in diesem Post gesprochen habe. 

Was muss ich also tun, um dem entgegenzuwirken? Ganz genau! Ich darf nicht mehr hungern. Auch wenn mich das Hungern episodisch megadünn macht, es führt auch dazu, dass ich wieder Attacken bekomme. Attacken, in denen alles außer Kontrolle gerät. Die mich wieder zunehmen und noch schlechter fühlen lassen. Fakt ist: Ich war nie glücklich mit meiner Figur. Weder in den spindeldürren Phasen, noch in den Phasen, in denen ich richtig „chubby“ wurde. Weil ich das nicht mehr durchmachen möchte, brauche ich diese Routine. Darum versuche ich täglich, zu essen. Immer mit der Angst im Hinterkopf, es könnte ausarten oder ich könnte mich davor fürchten, noch mehr zuzunehmen. Ich weiß, dass ich da durch muss. Dass ich eine Routine finden muss. Dass meine Ernährung nur dann gesund ist, wenn sie regelmäßig ist. Dass ich nicht dick werde, wenn ich meinem Körper das zuführe, was er braucht. Sondern dass er in seine Ursprungsform, die Form, für die er geschaffen ist, zurückkehrt. Ich muss mir klar werden: Kein Mensch ist von Natur aus dick, wenn er sich gesund und richtig ernährt.

 

Was bisher geschah

Ich kann mich an meine letzte Essattacke nicht mehr erinnern. Sie muss somit schon etwas länger her sein.  Trotzdem habe ich mich in letzter Zeit nicht durch eine besonders gesunde Ernährung ausgezeichnet. Ich bin dem verfallen, was ich mir so lange verboten habe. Habe es nicht mehr kontrolliert. Es geriet sozusagen noch mehr außer Kontrolle. Ich sah mich im Spiegel an und war nicht mehr glücklich. Kurzzeitig dachte ich ans Hungern. Doch dann fasste ich mich an der Nase und fragte mich ernsthaft, ob dadurch alles gut werden würde. Nein, es ist nicht der richtige Weg. Es ist wie ein Durchlauf, der sich immer wiederholt. Ich wollte mein Schicksal nicht besiegeln. Ich will ausbrechen. Die Repeattaste endlich ausschalten. Vor etwa zwei Wochen habe ich nun angefangen, sehr auf meine Ernährung zu achten. Ich habe mir geschworen, es gibt keine Verbote. Verbote führen nur zu einer Ausartung der Extraklasse. Nur esse ich Dinge, von denen ich fürchte, es könnte eine Essattacke geben, nur dann, wenn ich mit jemanden zusammen bin.

Ich esse nun sehr viel Gemüse und andere gesunde Lebensmittel. Meine einseitige Milchschaumernährung gehört fast der Vergangenheit an. Ich pumpe meinen Magen nicht mehr mit Luft auf. Noch vor zwei Wochen bekam ich mein Dirndl fast nicht mehr zu. Heute habe ich es wieder probiert. Es geht problemlos zu. Klar, wenn der Körper mit solchen Mengen auf einmal kämpfen muss, bläht er sich auf (auch wenn das Hungern ein paar Tage gedauert hat). Das hält sehr lange an und man nimmt zu. Langsam geht auch mein Mondgesicht zurück – in seine Ursprungsform. Ich werde wieder aktiver, bin motivierter und nicht mehr so antriebslos. Meine Haare gehen mir zwar nach wie vor aus und es sind weiterhin dickere Strähnen, aber ich muss mir dessen klar sein, dass mein Körper Zeit braucht.

Langsam bekomme ich wieder ein Gefühl für meinen Hunger und das Sättigungsgefühl. Ich merke, wann mein Körper wirklich etwas braucht und wann er nur einen Gusto hat. Wenn ich im Cravingzustand bin, denke ich an Lebensmittel, auf die ich aktuell nicht gerade Lust habe. So mache ich mir bewusst, dass mein Körper momentan keine Nahrung möchte und er nichts braucht.

 

Bin ich nun geheilt? Oder auf dem besten Wege geheilt zu werden?

Ich würde nicht davon sprechen, dass ich geheilt bin. Ich werde immer damit zu kämpfen haben. Aber ich glaube, dass ich langsam den Umgang damit finde, nach dem ich schon so lange gesucht habe. Ich distanziere mich vor Behauptungen, dass ich nie wieder ins Hungern gerate. Das kann schneller passieren, als man denkt. Vor allem weiß ich, wie ich auf Liebeskummer oder Verluste, sowie Stress reagiere. Aber ich lasse es nicht mehr darauf ankommen. Ich bleibe stark! Denn Mädels und Jungs: Wir verdienen nur das Beste. Wir verdienen es, glücklich zu sein. Wir verdienen es unseren Körper zu schätzen und zu lieben. Wir brauchen Mut und Kampfgeist. Und diese zwei Dinge stecken in allen von uns! Nur nicht aufgeben.