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Kupferspirale

Die Kupferspirale – Erfahrungsbericht

Die Kupferspirale

Erfahrungsbericht

Im Juli habe ich mir die Kupferspirale einsetzen lassen. In diesem Beitrag berichte ich über meine Erfahrungen.  

Beim Thema Verhütung gehe ich keine Kompromisse ein. Es ist ein wichtiges Thema. Bisher musste ich mir jedoch nicht allzu viele Gedanken darüber machen. Ich habe immer mit Kondom verhütet, da in meinen letzten beiden Beziehungen ein anderes Verhütungsmittel aus diversen Gründen einfach nicht relevant war. Die Gründe muss ich auch nicht näher erläutern. 

Als ich meinen Freund im Juni kennengelernt habe, stand für mich jedoch gleich fest, dass ich nicht mehr mit Kondom verhüten möchte. Die Pille habe ich schon als Jugendliche abgelehnt. Es stand für mich einfach nicht zur Debatte, meinen Körper mit Hormonen vollzupumpen, darum war es auch immer mein Wunsch, eine hormonfreie Alternative zu finden. Schnell fiel die Entscheidung auf die Kupferspirale. Mir ist natürlich klar, dass es unzählige Beiträge auf Blogs gibt. Da man dort jedoch oft Horrorstories findet, habe ich mir gedacht, ich berichte von meinen Erfahrungen. 

Beschönigen werde ich hier allerdings auch nichts, trotzdem ist es mir wichtig festzuhalten, dass meine Erfahrungen mit der Kupferspirale weniger schlimm als erwartet waren/sind. 

Bevor ich die Kupferspirale bekommen habe...

Da sich die Kupferspirale in meinem Körper befindet, stellte es für mich eine Selbstverständlichkeit dar, mich auch umfassend darüber zu informieren. Immerhin wollte ich mir nicht willkürlich etwas einsetzen lassen. Zuerst habe ich die Eigenrecherche aufgenommen. Dabei kamen mir doch mehr Horrorstories unter, als gewünscht. Dennoch wollte ich auch noch ein Fachgespräch mit meiner Frauenärztin führen, das so oder so notwendig ist, wenn man sich die Kupferspirale einsetzen lassen möchte. Bereits Anfang Juli machte ich mir einen Termin zum Erstgespräch aus. 

Um ehrlich zu sein, war das Erstgespräch enttäuschend für mich. Meine Frauenärztin, die ich nun unter anderem wegen diesen Erfahrungen wechseln möchte, nahm sich kaum Zeit für mich. Im Endeffekt erklärte sie mir die Spirale genauso, wie ich es im Internet selbst nachlesen konnte. Nach 5-10 Minuten war das Gespräch vorbei. Sie hat nicht mal untersucht, ob die Kupferspirale geeignet für mich und meinen Körper ist. Dennoch fiel mein Entschluss für die Spirale und ich machte einen Termin aus. 

Der Eingriff und die Tage danach

Am 3. Tag meiner Menstruation wurde mir die Spirale eingesetzt. Einen Tag zuvor holte ich mir noch ein Medikament ab, welches das Einsetzen der Spirale erleichtern soll. Ein paar Stunden vor den Eingriff nahm ich die Tablette ein. Obwohl es bereits der dritte Tag meiner Menstruation war, hatte ich an diesem Tag starke Blutungen, welches die Frauenärztin auch nicht gerade freundlich kommentierte. Der Eingriff selbst hingegen war schnell vorbei, aber für mich persönlich unangenehm bis schmerzhaft. Dennoch waren die Schmerzen weitaus weniger schlimm, als erwartet, doch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause zu fahren, wäre für mich ein Ding der Unmöglichkeit gewesen. 

Nach dem Eingriff stiegen die Schmerzen. Sie waren etwas stärker als meine „normalen“ Menstruationsbeschwerden, die bei mir doch schon ziemlich ausgeprägt, aber aushaltbar sind. Mein Freund nahm sich extra für meinen Eingriff für den Rest des Tages frei, holte mich ab und kümmerte sich darum, dass ich die Medikamente, welche mir nach dem Eingriff verschrieben wurden, bekomme. Den Rest des Tages verbrachte ich auf der Couch, um mich zu erholen. 

Mich zu schonen war an diesem Tag unglaublich wichtig, denn später wurden die Schmerzen noch etwas stärker und ich konnte auch nichts anderes machen, als auf der Couch zu liegen. Auch am nächsten Tag hatte ich noch Schmerzen, die aber bereits stark nachließen. Nachdem meine Periode vollkommen vorbei war, ging es mir auch wieder gut. 

Die Erfahrungen mit der Kupferspirale nach dem Eingriff

Meine Frauenärztin erklärte mir nach dem Eingriff, dass ich trotzdem zwei Wochen mit dem „ungeschützten“ Sex warten und bis zur Nachsorgeuntersuchung noch mit Kondom verhüten sollte. Zwar wird bereits unmittelbar nach dem Eingriff im Ultraschall überprüft, ob die Spirale auch richtig sitzt, doch durchaus wäre es noch möglich, dass sie verrutscht. Zwei Wochen später hatte ich dann meinen Nachsorgetermin und die Kupferspirale saß genau an der richtigen Stelle.

Seitdem ich die Kupferspirale habe, haben sich natürlich auch ein paar Dinge verändert. Meine Periode ist am ersten und zweiten Tag besonders stark, ich spüre meinen Eisprung intensiver und auch meine Menstruationsbeschwerden haben zugenommen. Mit Wärmflasche und Tee sowie leichten Schmerzmitteln bekomme ich das aber gut in den Griff. Schmerztabletten habe ich übrigens schon vor der Kupferspirale genommen, wenn ich Menstruationsbeschwerden hatte. Dennoch habe ich das Gefühl, dass sich die stärkere Blutung am ersten und zweiten Tag schon sehr stark auf meine Energie auswirkt. Ich fühle mich an diesen Tagen besonders schlapp und mit mir ist wenig anzufangen. Das war davor nicht der Fall. 

Dafür wird meine Periode insbesondere am dritten Tag sehr, sehr schwach und die Blutungen bleiben bis zum Ende meiner Periode extrem leicht. Auch die Schmerzen sind danach nicht mehr vorhanden. Allerdings dauert meine Periode nun einen Tag länger und mein Zyklus hat sich um ein paar Tage verkürzt. Außerhalb meiner Menstruation und den wenigen Tagen davor spüre ich die Spirale nur dann, wenn ich dringend auf die Toilette muss. Eine volle Blase bedeutet leider auch Bauchschmerzen, was ich zuvor nie hatte. Die gehen aber sofort weg, wenn ich auf der Toilette war. 

Was ich dank der Kupferspirale gelernt habe

Zugegeben: ich habe mich wirklich verrückt gemacht, nachdem ich so unterschiedliche Erfahrungsberichte gelesen habe. Doch ich habe eine Sache gelernt: jede Frau ist anders, jeder Körper ist anders und darum reagieren wir auch unterschiedlich auf die Kupferspirale. Es ist ein Fehler, alles zu verallgemeinern. Ich habe Freundinnen, die richtige Probleme nach dem Einsetzen der Kupferspirale hatten, manche wiederum leben genauso, wie vorher und merken überhaupt keinen Unterschied. 

Bei mir kam es zu Veränderungen, die aber durchaus aushaltbar sind und die ich auch in Kauf nehme. Sie schränken meine Lebensqualität überhaupt nicht ein, da ich so oder so unter Menstruationsbeschwerden und PMS leide. Wesentlich stärker wurde der Schmerz nämlich nicht. Sie sind nach wie vor aushaltbar, wenn auch etwas intensiver. 

Was mir jedoch gefehlt hat: eine ausgiebige Beratung und Betreuung von meiner Frauenärztin, die ich deswegen nun auch wechseln werde. Erfahrungsberichte im Internet bzw. auf Blogs oder Instagram sind bestimmt nicht unwesentlich und dienen als wichtige Informationsquelle. Doch letztendlich ist es wichtig, dass ihr euch in Hände begebt, die wirklich wissen, was sie tun. Darum sucht euch einen Frauenarzt oder -ärztin, dem/der ihr wirklich vertrauen könnt, der/die sich Zeit für euch nimmt, euch ordentlich durchcheckt und euch so auch sagen kann, ob die Kupferspirale für euch geeignet ist oder nicht. 

Laxantien

Wie Laxantien fast meine Gesundheit zerstört hätten

Wie Laxantien fast meine Gesundheit zerstört hätten

Laxantien stellen ein großes Problem dar. Für Patienten mit Essstörungen ist die Versuchung groß, zu "Hilfsmitteln" zu greifen, um die Zahl auf der Waage zu verringern. Doch die Wahrheit ist: Abführmittel sind gesundheitsschädlich und machen NICHT schlank. 

Disclaimer: Ich bin keine Ärztin. Fachliche Informationen entstammen einer sorgfältigen Recherche. Ich gebe keine Gewähr für Richtigkeit. Solltest du Probleme mit Laxantien haben, wende dich bitte umgehend an einen Arzt oder eine Ärztin deines Vertrauens.

Achtung Triggerwarnung!!!

Es begann mit einem Dragee. Aus einem Dragee wurden zwei. Dann fünf. Dann zehn. Und irgendwann saß ich vor einer leeren Packung Laxantien, die ich mir erst eine Stunde davor gekauft hatte. Es ist der sensibelste Teil meiner gesamten Krankheitsgeschichte. Zumindest der sensibelste, den ich teilen möchte. Es ist auch der Teil meiner Geschichte, für den ich mich schäme. Mein Kryptonit. Die Sache, über die ich lange Zeit schwieg. Aus Scham. Weil es mir peinlich ist. Vielleicht auch, weil Darmgesundheit (und es hängt im weitesten Sinne damit zusammen) in unserer Gesellschaft noch immer tabuisiert wird. Doch nach all den Zuspruch, den ich nach meiner Instagram Story bekommen habe. Nach all euren ehrlichen Worten – es waren etliche dabei, die eine selbe Geschichte teilen – habe ich mich dazu entschieden, meine Erfahrungen mit Laxantien schriftlich festzuhalten. 

Als ich das erste Dragee nahm, hätte ich nicht gedacht, dass mich diese Ersterfahrung prägen wird. Dass sie mich in ein tiefes Loch katapultieren wird. Ich wusste nicht, dass sich irgendwann mein ganzes Leben darum drehen wird. Dass ich mein ganzes Leben danach ausrichten werde. Als ich das erste Dragee nahm, hatte ich keine Ahnung, dass mein ganzes Sozialleben, mein Studium und meine Arbeit einer strengen Planung unterzogen wird. Ich wusste nicht, dass mir schmerzhafte Stunden im Badezimmer bevorstehen. Krümmend und mit Bauchkrämpfen, liegend auf dem kalten Badezimmerboden. Weinend. Mir selbst schwörend, es nie wieder zu tun, um es später wieder zu vergessen und es doch wieder zu tun.

Abführmittel machen nicht abhängig. Trotzdem haben sie mich in eine schier absurde Abhängigkeit gestürzt. Ich glaube, ich war nicht abhängig nach Laxantien, sondern nach dem Sicherheitsgefühl, das sie mir im Schein gaben. Dass es ein Trugschluss ist, hatte ich irgendwie stets im Hinterkopf. Dennoch ließ ich mich immer wieder dazu verleiten, Laxantien zu nehmen. 

Laxantien

Eine vermeintlich positive Lernerfahrung

Meine erstes Dragee nahm ich noch zu Schulzeiten. Nach monatelangen Hungern hatte ich eine Essattacke. Ich fühlte mich so hilflos. Ich fühlte Scham. Ekelte mich vor mir selbst. Nie hätte ich gedacht, dass ich das eines Tages tun würde. Nachgegrübelt hatte ich darüber aber schon länger. So habe ich es nach dieser Essattacke getan. Ziemlich unüberlegt. Ziemlich verzweifelt. Einfach so. Der Gang in die Apotheke war keine Überwindung. Keinen einzigen Gedanken verschwendete ich daran, wie mein gegenüber reagieren würde, wenn ich nach Laxantien verlangte. Doch dann war er da: dieser Blick. Dieser prüfende Blick, gemischt mit, was war es? Schock? Vielleicht. Und ich spürte sofort: das ist nicht normal, was ich tue. Aber was war damals schon normal, als ich meinen Körper schlecht behandelte? Als ich hungerte. Ich versuchte den Blick auszublenden. Ohne ein Wort zu sagen, holte die Apothekerin die Packung aus dem Regal. Sie reichte mir die Laxantien über die Ladentheke. Wortlos. Eine Frau, die mich zuvor noch mit einem freundlichen „Hallo“ strahlend begrüßte, starrte mit ernster Miene auf den Kassenmonitor und sagte mit monotoner Stimme den Preis. Fünf Euro und ein paar zerquetschte für die kleine Packung. Wortlos reichte ich ihr das Geld, erleichtert, endlich das Medikament zu haben, von dem ich mir so viel versprach. Ein Medikament, von dem ich glaubte, es würde mir helfen, dünner zu werden.

 

Doch es war das Medikament, das meine Gesundheit massiv beeinträchtigen sollte.

 

Zuhause angekommen schluckte ich die normale Dosis. Eigentlich hätte ich nach der ersten Erfahrung merken müssen, dass mir das nicht gut tut. Dass es nicht gut für meinen Körper ist. Bereits die normale Dosierung war schmerzhaft. Ich hatte Bauchkrämpfe. Schonend abführen? Von wegen! Ein billiges Werbeversprechen, das nicht gehalten wurde. Das Mittel war aggressiv. Auch in der empfohlenen Dosierung.

Nachdem die Wirkung einsetzte, war ich den kompletten Tag an mein Zuhause gefesselt. Aber ich machte weiter. Warum? Weil ich eine positive Lernerfahrung hatte. Mein Gewicht hatte sich dadurch wirklich etwas reduziert. Ich bildete mir ein, es würde mir helfen, schneller abzunehmen. Doch zu dem Zeitpunkt lag mein Gewicht bereits weit unter dem Normalbereich. Eigentlich war ich nicht nur mental, sondern auch physisch anorektisch. Eigentlich hätte ich zunehmen müssen. Darum verstehe ich heute den Blick und die Reaktion der Apothekerin. 

Nichtsdestotrotz wollte ich weniger wiegen. Viel weniger. Das tat ich nach dem ersten Mal. Ohne darüber nachzudenken, dass ich eigentlich nur Wasser verlor. Aber ich wollte weniger wiegen. So wenig wie möglich. Dafür war ich bereit, die Schmerzen in Kauf zu nehmen. Es sei aushaltbar. Das redete ich mir immer wieder ein. Immer wieder. Und beim ersten „Versuch“ tat es zwar weh, aber es war aushaltbar. Dass die Schmerzen irgendwann nicht mehr aushaltbar sein würden, konnte ich nicht ahnen. 

Wie mir der Verkauf von Laxantien verwehrt wurde

Fortan nahm ich immer wieder Abführmittel. Doch es lagen lange Abstände dazwischen. Die Einnahme erfolgte ausschließlich nach Essattacken. Weil ich genau dann eine Stützte brauchte. Anstatt mir emotionalen Beistand zu suchen, mich jemanden anzuvertrauen, fand ich diese Stütze in Laxantien. Meine Essattacken traten niedrig frequentiert auf. Trotzdem gewöhnte sich mein Körper extrem schnell daran. Kurze Zeit später griff ich zu einer höheren Dosierung. Die Schmerzen wurden schlimmer, aber mein Wille war eiserner denn je. Genauso schnell ging dann auch die erste Packung leer. Meine Mutter hatte inzwischen Wind davon bekommen. Sie redete auf mich ein, konnte aber nichts dagegen machen. Ich war volljährig. Sämtliche Kriterien, mich zwangseinweisen zu lassen, konnte ich nicht erfüllen. Eigentlich traurig, wenn man bedenkt, dass ich zu dem Zeitpunkt die Krankheitsstufe „severe“ – also schwere Magersucht erreicht hatte. 

Als die Packung leer war und ich wieder eine Essattacke hatte, entschied ich mich, mir eine neue Packung zu besorgen – diesmal die große. Wie einfach das ist, wusste ich bereits nach dem ersten Mal. Dennoch war meine Hemmschwelle nun viel höher. Ich erinnerte mich an den Blick der jungen Apothekerin. Mein Drang siegte dennoch. Mein Verlangen. Was ich nicht wusste: meine Mutter hatte vorgesorgt. Sie hatte in den beiden Apotheken unserer Stadt angerufen, ihnen von meiner Essstörung erzählt und gebeten, mir keine Laxantien zu verkaufen. In beiden Apotheken wurde mir die Herausgabe der Laxantien verweigert. Schlimmer noch: ich musste mich sogar belehren lassen. Es war ein unangenehmes Gefühl, hielt mich aber nicht von der Laxantieneinnahme ab. Ich fuhr einfach in die nächste Stadt und besorgte sie mir dort. Das war kein Problem. Ich war bereit, alles in Kauf zu nehmen. Es sollte der Beginn von vielen Besuchen in unterschiedlichen Apotheken sein. Fortan kaufte ich mir überall Laxantien, sogar am Flughafen in Antalya nach der Maturareise. Doch eines blieb gleich: die Blicke. Die Stille. Das Anschweigen. Die monotonen Stimmen. Diese Erfahrung hat mich so geprägt, sodass es mir heute noch unangenehm ist, in Apotheken zu gehen. Selbst wenn ich nur Aspirin kaufe. 

Laxantien

Aggressive Schmerzen und gesundheitliche Beeinträchtigungen

Nur kurz habe ich mich an die Regeln gehalten. Nur für kurze Zeit nahm ich ein Dragee, die angegebene normale Dosierung. Im Beipackzettel stand auch dabei, dass sich dieses Medikament nicht zum abnehmen eigne und man sich doch bitte ärztliche Hilfe suchen sollte, wenn man unter einer Essstörung leide. Aber wer tut das? Es ist einer dieser Sätze, die in ein Ohr hineingehen und aus dem anderen heraus. Ich hätte es nie gewagt, mir diese Essstörung einzugestehen. Anfangs hielt ich es aus. Die Schmerzen, die nach jeder Dosiserhöhung noch schlimmer wurden. Oft hatte ich das Gefühl, dass ich innerlich austrocknen würde. Nicht nur, dass ich Laxantien nahm. Ich nahm am Tag, an dem ich diese „Kur“ machte (so nannte ich es immer), extrem wenig Wasser zu mir, aß gar nichts, um einen höchstmöglichen Gewichtsverlust zu erzielen. Darum nannte ich es nur nicht „Kur“, sondern bezeichnete es auch als „Ausschwemmen“. Es dauerte nich lange bis sich mein ganzes Leben danach richtete. Ich plante, wann ich wieder „ausschwemmen“ konnte. Ich plante mein Leben so, wie es mit dieser „Kur“ vereinbar war. Ich verlagerte meine Prioriäten. Irgendwann nahm ich regelmäßig Laxantien. Ein bis zweimal pro Woche. Essattacke hin oder her. Und die Dosierung stieg. Ich hatte ständig das Gefühl, ich müsse das tun. Manchmal passierte gar nichts. Kein Ausschwemmen. Mein Körper reagierte nur mit Bauchschmerzen. Sonst passierte nichts. Mein Darm war zu dem Zeitpunkt träge. Ich vertrug es nicht mehr, ständig mit Laxantien vollgepumpt zu sein. Darüber hinaus aß und trank ich so erschreckend wenig, sodass in meinem Magen nichts mehr war, was ich „ausschwemmen“ hätte können. Oft wurde ich einfach nur Wasser los.

Viele Nächte wälzte ich mich nach einer Einnahme im Bett. Die Schmerzen sind unbeschreiblich. Viele denken wahrscheinlich, dass es sich wie eine Magen-Darm-Grippe anfühlt. Das tut es nicht. Vielleicht klingt das für Außenstehende übertrieben, aber es fühlt sich so an, als würde sich die ganze Magensäure in die Magenschleimhaut ätzen. Man hat das Gefühl, als würde der Darm platzen. Es fühlt sich nicht an, wie eine Übelkeit oder Bauchschmerzen, die man kennt, wenn man etwas falsches gegessen hat. Es brennt. Höllisch. Man spürt die Kontraktionen des Darms. Wenn es besonders schlimm ist, sieht man es sogar. Kein Wunder, dass mich die Einnahme von Laxantien zusätzlich schwächte. Ich hatte wegen der Mangelernährung ohnehin kaum Kräfte, doch mit den Laxantien setzte ich noch eines drauf. Man sah mir meine Krankheit noch mehr an.

Laxantien

Das machen Laxantien wirklich mit deinem Körper

Die nicht zu unterschätzenden Nebenwirkungen

Du willst dünner werden und weniger wiegen. Darum tust du das. Deshalb schädigst du deinen Körper mit Laxantien. Aber Laxantien bringen dich nicht weiter. Sie machen dich weder dünner, noch helfen sie dir beim Abnehmen. Du wirst durch sie nicht weniger wiegen. Aber du bekommst dafür auch etwas: zahlreiche Nebenwirkungen und Folgeschäden. Dafür verprasst man doch gerne viel Kohle, oder? #sarcasmover.

Die ersten Folgen treten ein paar Stunden nach der Einnahme auf. Durchfall, Bauchkrämpfe und Koliken sind die harmloseren Begleiterscheinung. Dem Körper werden Wasser und Mineralstoffe entzogen. Viel bedenklicher sind jedoch die Langzeitfolgeschäden, die nach einem regelmäßigen Missbrauch auftreten können. Eine Folge wäre die Störung des Elektrolytenhaushaltes. Insbesondere führt der Missbrauch von Laxantien zu Kaliummangel. Kaliummangel ist mitunter ein Verursacher von Obstipation (Verstopfung), kann aber auch das Herz schwächen. Eine weitere schlimme Folge stellen die chronische Entzündung der Darmschleimhaut sowie ein Reizdarmsyndrom dar. Zu dieser Schädigung kann es vor allem nach einem langjährigen und regelmäßigen Gebrauch von Laxantien kommen. Auch ich merkte diese Folge. Ich leide öfters an Gastritis. Glücklicherweise wurde dieses Leiden nicht als chronisch diagnostiziert, sodass ich wirklich noch mit einem blauen Auge davon gekommen bin.

Besonders drastisch ist, dass durch den regelmäßigen Missbrauch von Laxantien die Darmstruktur irreversibel geschädigt wird. Die Darmkontraktionen werden schwach und die Verdauung funktioniert nicht mehr ausreichend.

Warum Laxantien nicht schlank machen

Der Mythos, dass Laxantien bei einer Diät unterstützend wirken, hält sich hartnäckig. Jedoch ist nichts Wahres dran. Zwar stimmt es, dass Laxantien die Verdauung beschleunigen, allerdings wirken sie erst im Dickdarm. Zu diesem Zeitpunkt hat der Körper bereits alle Nährstoffe aufgenommen. Alleine deswegen eignen sich Abführmittel nicht zur Gewichtsreduktion. Auch zur Entschlackung, Blutreinigung und Darmpflege sind Laxantien nicht geeignet.

Wie ich den Drang überwunden habe, Laxantien zu nehmen

Es dauerte lange, bis ich meinen Drang, Laxantien zu nehmen, überwinden konnte. Schließlich habe ich das Medikament über anderthalb Jahre regelmäßig genommen. Als ich in die Klinik kam, hörte ich kurzzeitig auf, aber auch im Krankenhaus habe ich wieder heimlich Laxantien gekauft und eingenommen. Diesmal konnte ich die Schmerzen jedoch viel mehr realisieren. Als ich vor meiner Klinikzeit Laxantien nahm, befand ich mich immer in meinen eigenen vier Wänden. In meiner vertrauten Umgebung – einer geschützten Zone. Die Schmerzen inmitten eines Krankenzimmers mit fünf weiteren Personen waren für mich weitaus schlimmer. Vielleicht spürte ich auch das Schamgefühl deutlicher oder mir wurde bewusst, dass die fünf Wochen, in denen ich keine Abführtabletten genommen hatte, eine durchaus angenehmere Zeit für mich waren.

Danach ließ ich wieder die Finger davon. Bis zu meinem letzten Rückfall. Erneut fing ich damit an. Die Frequenz war jedoch wesentlich geringer. Irgendwann wollte ich das nicht mehr. Ich wollte meiner Gesundheit keine Gefahr mehr aussetzen. Ich wollte nicht ständig meine Lebensgewohnheiten darauf ausrichten. Meine sozialen Kontakte waren mir viel wichtiger, genauso wie mein Studium und mein beruflicher Werdegang. Ich realisierte, wie sehr es mich in meinem Leben einschränkte. Dass ich mein Geld aus dem Fenster warf. Ich wollte keine schmerzhaften Nächte mehr auf dem kalten Badezimmerboden verbringen. Außerdem fiel es mir schon damals zunehmend schwer, die Tabletten zu schlucken, weil sie mit so viel negativen Erinnerungen verbunden sind. Heute wird mir durch den bloßen Gedanken, wie sich Laxantien im Mund anfühlen, wie sie sich beim Schlucken anfühlen, wie sie schmecken – speiübel. Ich kann auch keine Tic Tac mehr essen, weil mich das Mundgefühl zu sehr an die Dragees der Laxantien erinnert. Ich habe eine Konditionierung entwickelt, die Laxantien in einem negativen Licht erscheinen lassen.

Es war nicht schwer, die Laxantien abzusetzen. Wie ich schon am Anfang dieses Blogbeitrages geschrieben habe, machen Laxantien NICHT abhängig. Man erfährt dadurch keine Entzugserscheinung. Sicher ist man anfangs nervös, weil man irgendwie immer noch am Glauben festhält, Laxantien würden das Gewicht reduzieren. Aber heute bin ich schlauer. Ich weiß, dass es nicht so ist. Dass es die Lebensqualität einschränkt und es den Körper auf Dauer kaputt macht. Heute bin ich dankbar. Dankbar, dass mein Körper die Zeit überstanden hat. Zwar habe ich heute einen empfindlicheren Magen-Darm-Trakt und viele Ärzte gehen davon aus, dass mein Laxantienmissbrauch eine Rolle dabei spielt, aber meine Verdauung funktioniert weitgehend wie vorher – und glaubt mir, das hat gedauert. So gesehen blieben keine gravierenden Folgeschäden und das, obwohl ich einmal eine ganze Großpackung auf einmal genommen habe – in Summe 100 Stück. Noch heute wundert es mich, dass mich dieser Blödsinn nicht ins Krankenhaus befördert hat. Dass mein Körper dem Stand hielt.

Ich froh, dass ich diese Zeit hinter mir gelassen habe. Ich will nie wieder zurück.

Mehr zum Thema Essstörungen auf dem Blog

Not in Shape Already. So What?

Es stecken verschiedene Intuitionen hinter meinem Lebenswandel. Etliche Gründe haben mich dazu bewogen, mein Leben nun in eine positive Richtung zu lenken. Bis jetzt zahlt es sich auch aus. Natürlich war nicht immer alles eitler Sonnenschein. Ich gebe zu: Während dieser Recovery habe ich einige Rückschläge hinnehmen müssen, die ich allerdings mehr unter den Teppich gekehrt habe, als sie öffentlich preiszugeben. Das liegt allen voran daran, weil ich mich auf die positiven Dinge fokussieren und nach Außen hin tragen möchte.

Dass nicht immer alles positiv verläuft, war mir realistisch betrachtet von Anfang an klar. Vor jeder Recovery oder Lebensstilumstellung sollte man sich dessen bewusst werden. Warum? Weil es menschlich ist, zu Scheitern oder Rückschläge hinzunehmen. Wir haben keine Superkräfte. Niemand kann immer 100% geben und das ist vollkommen normal. So geht es jeden von uns einmal und hat im Grunde genommen gar nichts mit Anorexie oder einer Essstörung zu tun. Also, positiv, aber auch immer schön realistisch bleiben.

Zurück zu den Intuitionen meines Lebenswandels. Warum ich mich dafür entschieden habe, ist im Grunde genommen ganz einfach. Ich will mich nicht mehr mit negativen Gedanken rund um die Themen Essen und Figur quälen. Dazu ist das Leben viel zu schön und zu kurz. Lebensqualität war und ist aber nur einer der Gründe, die mich zu diesem Schritt bewogen haben. Natürlich steht die Gesundheit im Vordergrund. Doch um nun ganz ehrlich zu sein: Auch mein Aussehen.

 

 

Not in Shape Already? So what?

Warum ich mich nicht verrückt mache, weil ich mein Ziel noch nicht erreicht habe

Wie wir bereits aus vorherigen Postings gelernt haben, führt Hungern nicht immer zwangsläufig zu einer erschreckend dünnen Figur. Erschreckend dünn möchte ich auch nicht mehr sein. Die Zeiten liegen definitiv hinter mir. Dafür strebe ich nun eine fitte, athletische Figur an. Nicht zu muskulös und schon etwas, wie soll ich sagen, zierlicher (wovon ich gerade weit entfernt bin). Ich bin mit 1.73 m ziemlich groß und fühle mich einfach nicht wohl, wenn ich etwas breiter bin. Das heißt nicht, dass ich so aussehen möchte, wie ein Victoria’s Secret Model. Inzwischen habe ich für mich herausgefunden, dass der Weg das Ziel ist. Worauf ich hinziele, weiß ich noch nicht wirklich, aber ich hoffe, dass es mir der Blick in den Spiegel eines Tages verraten wird, ohne den Überblick zu verlieren. Mit meiner Body Dismorphia ist das leider eine Herausforderung, darum versuche ich wirklich objektiv anstatt subjektiv zu sein.

Als ich im Dezember mit dem Sport und Ende Februar mit meiner Ernährungsumstellung begonnen habe, war es mein Ziel, bis zum Sommer meine Figur zu straffen. Fit und athletisch auszusehen. Einen flachen Bauch zu bekommen. Ja, das war mein Ziel und ist es immer noch. Nur habe ich es eben bis jetzt noch nicht erreicht. Macht mich das jetzt verrückt?

 

N E I N !

 

Retrospektiv betrachtet gab es eben ein paar Zwischenfälle, die das verhindert haben. Anfangs habe ich definitiv zu wenig gegessen. Unmöglich die Muskeln wachsen zu lassen. Meine Makros standen in einem unausgewogenen Verhältnis zueinander und meine Angst vor Kohlehydraten und Fetten in Form von Ölen haben leider auch dazu geführt, dass ich meinen Körper insbesondere diese beiden Makros zu wenig zugeführt habe. So etwas rächt sich irgendwann. Irgendwann musste ich auch erkennen, dass ich ohne Aufbau nie meine Muskeln zurückbekommen würde. Das Hungern hat seine Spuren hinterlassen. Inzwischen ist der Zeitpunkt gekommen, an welchem ich die körperlichen Auswirkungen bemerke und spüre, auch wenn ich selbst immer dachte, immun dagegen zu sein. Bin ich nicht. Das bittere Erwachen kam jetzt.

Außerdem -und das war immer eines meiner größten Probleme- will ich immer alles sofort und so schnell wie möglich. Ich bin ein Mensch, der in vielen Aspekten des Lebens zu Extremen neigt. Emotional, aber auch was meine Ziele betrifft. Ich würde nicht sagen, dass ich so jemand bin, der für seine Ziele über Leichen geht, aber ich bin ungeduldig. Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, so wird das stur verfolgt. Dadurch stehe ich mir leider oft selbst im Weg. Darum war es auch ein wichtiger Schritt, lockerer zu werden und generell meine Einstellung zu überdenken.

So, ich habe mein Ziel also noch nicht erreicht. Aber das ist okay. Warum? Weil ich in den sechs Monaten nun schon mehr als genug erreicht habe, was für einen positiven Schritt in Richtung Zukunft spricht.

 

Current Shape

 

Bikinistress

…und wie ich doch noch lockerer wurde

Zugegeben: Meine Einstellung zu diesem Thema war und ist nach wie vor nicht immer so locker. Es gab etliche Momente, an denen ich gezweifelt hat. Momente, die das Hungern erneut verlockend erscheinen ließen. Ich wollte mein Ziel bis zu diesem Sommer erreichen. Geschafft habe ich es trotz Ernährungsumstellung und Sport nicht. Ja, es war frustrierend. Vor allem weil Sport für mich nicht immer ein Vergnügen ist. Ausdauersport habe ich lieben gelernt, doch zu meinen Work-Outs muss ich mich überwinden. JEDES. MAL. AUFS. NEUE.

Ich habe wirklich viel Kraft und Zeit in meine körperliche Fitness und Ernährung gesteckt. Genügend, um eigentlich ein zufriedenstellendes Ergebnis zu sehen. Aber ich musste lernen, dass mein Körper keine Maschine ist. Dass seine Entwicklung und Transformation individuell ist. Und dass mein Körper das Hungern eben nicht so easy cheesy weggesteckt hat. Dass jede Entscheidung Auswirkungen hatte. Es wird noch eine Zeit lang dauern, bis ich mich von den Strapazen meiner Hungerphase erholen werde. Es fiel mir schwer zu akzeptieren, dass ich aufbauen muss und nein, mir macht der Aufbau leider alles andere als Spaß, aber er muss sein, um meine Ergebnisse zu bekommen, die ich haben will.

Jetzt lasse ich mich nicht mehr stressen. Mein Körper ist schon okay, so wie er ist. Dass Körperakzeptanz und Selbstliebe ein wichtiger Teil meines Weges ist, habe ich jetzt erkannt. Ich muss lernen, meinen Körper jetzt schon zu lieben, wie er ist. Er ist jetzt genauso gut, wie er auch wäre, wenn ich trainierter wäre. Wenn ich meine Zielform erreichen sollte, bin ich selbst als Mensch dadurch nicht besser. Und mein Körper ist es genauso wenig.

 

 


 

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5 Things I’ve learnt about nutrition & sport

Es ist nun ungefähr ein halbes Jahr her, als ich mich mit Sport dazu entschieden habe, meinen Lebensstil in eine positivere Richtung zu lenken. Meine Ernährungsumstellung liegt nicht ganz so lange zurück. Um genauer zu sein erst ca. 4 Monate. Trotzdem habe ich innerhalb dieser kurzen Zeit mehr über Ernährung gelernt, als in den 26 Jahren meines ganzen Lebens. Manche Erkenntnisse kamen nicht erst über Nacht oder über die Dauer meines Lifestylechanges. Ganz im Gegenteil. Doch so richtig kapiert und verinnerlicht habe ich sie erst jetzt.

Nachdem ich bereits einige Fortschritte und Erfolge verbuchen kann, möchte ich diese unbedingt an euch weitergeben. Gerade in der Anorexie ist es schwierig, viele verschiedene Dinge, welche den Ernährungsaspekt betreffen, zu akzeptieren. Und auch bei mir waren genügend Aspekte dabei. Unter anderem mein Carb-Problem. Dazu wird es allerdings noch einen gesonderten Blogbeitrag geben. Genauso wie zum Thema Laufen und wie ich den Sport lieben gelernt habe.

Doch heute soll es sich voll und ganz darum drehen, welche Dinge ich in letzter Zeit über Ernährung und Sport gelernt und verinnerlicht habe.

 

 

5 Things I’ve learnt about nutrition

1.) (Komplexe) Kohlehydrate sind nicht meine Feinde. Ich brauche Kohlehydrate, um funktionieren und meine Work-Outs ausüben zu können. Sie sind wichtig, um denken zu können und leistungsfähig zu bleiben.

2.) (Gesunde) Fette machen keinen dicken Hintern oder einen Schwabbelbauch. Ganz im Gegenteil. Nüsse, Avocados und Co. sorgen für glänzende Haare und verleihen meiner Haut Geschmeidigkeit.

3.) Es gibt kein „Bad Food“, sondern nur eine schlechte und unausgewogene Menge. Die Dosis macht das Gift.

4.) Das Sättigungsgefühl ist nichts schlimmes und auch kein Anzeichen dafür, dass man dick ist oder sich überfressen hat. Hunger hingegen ist kein gutes Gefühl. Es bedeutet auch nicht, dass man ein Vielfraß ist, wenn man nach einer kleinen Portion immer noch Hunger hat oder kurz nach dem Essen wieder Hunger bekommt, sondern dass der Körper mehr oder andere Nährstoffe braucht.

5.) Eine einseitige Ernährung macht auf Dauer nicht glücklich, nicht schlank und ist auch für den Körper nicht förderlich.

 

 

5 Things I’ve learnt about sport

1.) Kein Mensch ist ein Sportmuffel. Es gilt nur, den inneren Schweinehund zu überwinden, den wir alle haben.

2.) Es gibt für jeden eine Sportart die Spaß macht. Man muss sich nur dazu durchringen, diese auch zu suchen und so viel wie möglich auszuprobieren.

3.) Man sollte eine Sportart nicht sofort abschreiben. Manchmal lernt man erst später, sie zu lieben und zu schätzen. So war es auch bei mir beim Laufen.

4.) Sportpausen sind wichtig, darum sollte man Restdays unbedingt einhalten. Nur so wird ein Trainingserfolg erzielt.

5.) Sport und Bewegung gehen unglaublich stark mit dem persönlichen Mindset einher.

 

Gesunder Lebensstil: Sport und Ernährung

 

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Zurück zur Sportroutine: So hat’s geklappt!

Mir einzugestehen, dass regelmäßige Bewegung und eine Sportroutine für ein gesundes Leben wichtig sind, war kein leichtes Unterfangen. Menschen, die Sport lieben und ihn regelmäßig betätigen, werden mich schwer verstehen können. Schon von vielen Sportlern habe ich gehört: „Den inneren Schweinehund habe auch ich. Einfach überwinden.“ Mir ist klar, dass wir alle vom inneren Schweinehund betroffen sind, wir ihn auch alle überwinden müssen, aber es fiel mir wirklich schwer.

Jahrelang begleitet von negativen Sporterfahrungen, welche auf meinen einst ungesunden Bewegungsdrang zurückzuführen sind, war ich nachhaltig beeinflusst. Ich redete mir sogar ein, ein Sportmuffel zu sein. Der Zug ist abgefahren. Doch die Wahrheit ist: Da habe ich ganz schönen Blödsinn von mir gegeben.

Mittlerweile habe ich erkannt, dass meine Assoziationen zu Sport völlig falsch waren. Sport hatte für mich immer nur etwas mit Dünnsein zu tun, aber nichts mit Gesundheit, Wohlbefinden und Ausgleich. Eine verheerende Einstellung, die mich zum Sportmuffel machte, obwohl ich keiner bin.

Zugegeben, die Motivation wieder zu trainieren, beschränkte sich anfänglich tatsächlich auf den Wunsch, wieder dünner zu werden. Damit stand ich mir jedoch nur selbst im Weg, darum habe ich mir diesmal ernsthaft die Zeit für eine genauere Recherche genommen. Ich fragte mich: „Welche positiven Auswirkungen hat Sport auf mich?“ Klar, wusste ich schon immer, dass Sport gesund ist, nur blendete ich das aus, weil zuvor das Dünnsein im Fokus stand.

Notwendig war auch eine Schocktherapie. Ich wollte mich nicht nur über die positiven gesundheitlichen Auswirkungen informieren, sondern ging auch der Frage nach: „Was kann passieren, wenn ich mich nicht ausreichend bewege?“ Bum, das half mir, die Sache plötzlich aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Letztendlich führte es dazu, dass Sport tatsächlich zum Ausgleich wurde und ich eine Sportroutine entwickelte.

 

Zurück zur Sportroutine - So hat es geklappt

 

So habe ich meine Sportroutine wieder zurückgewonnen

Mein großes Problem: Ich will immer alles auf einmal und am besten gleich. Mein Hang zur Übertreibung führt dazu, dass ich immer sofort 110 Prozent geben muss und schnell die Freude an der ganzen Sache verliere. Mir einzugestehen, dass ich nicht von heute auf morgen meine beachtliche Kondition von damals zurückbekommen würde, war ein hartes Geständnis an mich selbst, aber nötig, um mich nicht sinnlos unter Druck zu setzen.

 

1. Klein anfangen

Begonnen hat alles mit einem Victoria Secret’s Ab Training auf YouTube. Zehn Minuten für den Anfang? Easy Cheesy. Mit dem Plan, das Training doppelt zu absolvieren, sprich die zehn Minuten ein zweites Mal auszuführen, musste ich mir nach Beendigung des Trainings eingestehen, dass ich nach zehn Minuten ausgepowert bin. Einerseits war es ein Schock, nur zehn Minuten durchzuhalten, andererseits wollte ich zu mir selbst nicht böse sein. „Wenigstens hast du etwas gemacht“, redete ich mir ein, klopfte mir anerkennend auf die Schulter und war am nächsten Tag sogar motiviert, weiterzumachen.

 

2. Sich nicht zwingen

Mein großes Problem und folglich auch Sportkiller: Zwang. Glaubt ihr, ich bin damals gerne fast jeden Tag ins Fitnessstudio gegangen? Nein, ich musste mich zwingen. Am Ende sogar vor jeder Trainingseinheit. Wenn ich jetzt keinen Bock habe, dann habe ich eben keinen Bock. Trotzdem versuche ich in mich hineinzuhorchen. Wann bin ich wirklich zu müde dafür und wann spielt mir der innere Schweinehund einen Streich? Sollte letzteres der Fall sein, gebe ich alles, mich aufzuraffen und merke dann, dass Sport genau das war, was ich eigentlich gebraucht habe.

 

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3. Abwechslung hineinbringen

Früher waren meine Sportprogramme eintönig. Ich machte fast nur das gleiche: Joggen, Laufband und Crosstrainer. Das einzige, was damals wirklich Abwechslung hineinbrachte, waren die Kurse im Fitnessstudio wie Step Aerobic, Zumba oder Fila Kick Power, ein Kickboxprogramm mit Aerobic Elementen. An den Kursen hatte ich eigentlich immer Spaß, konnte sie jedoch nicht regelmäßig besuchen, weil sie zeitlich oft ungünstig stattgefunden haben.

Außerdem habe ich früher nur Ausdauersport gemacht. Einseitiger gehts nicht! Nun versuche ich, so viel Abwechslung wie möglich hineinzubringen. Unter anderem probiere ich verschiedene Fitnessvideos auf YouTube aus. Dank Katy von La Katy Fox, die monatlich Sportchallenges veranstaltet, wurde ich schnell fündig und musste nicht allzu lange suchen.

Ansonsten war mir klar, dass ich neben all den körperspezifischen Übungen genügend Ausdauersport machen möchte, aber nicht nur. Da mir der Winter wenig Alternativen geboten hat, habe ich mich fürs Erste für meine Hasssportart entschieden: Joggen. Das Fitnessstudio ist einfach keine Option mehr für mich. Ich will in die Natur und frische Luft beim Sport schnuppern. Geplant war, das Laufen bis zur Schwimmsaison beizubehalten. Inzwischen tut mir Joggen jedoch so gut, dass ich es weitermachen möchte. Schwimmen wird trotzdem demnächst in meine Sportroutine integriert. Auch Seilspringen habe ich wieder für mich entdeckt, genauso wie Step Aerobic und Tanzen.

 

4. Ausdauer langsam steigern

Korreliert gut mit Punkt 1: Langsam anfangen. Als ich wieder mit dem Laufen begann, war mir klar, dass ich wahrscheinlich nur den Weg von einem Ortsschild zum nächsten packen würde. Darum ließ ich es ruhig angehen. Einige Wochen zuvor bereitete ich mich mit Spaziergängen vor, die ich nahezu täglich ausführte. So schaffte ich bei meinem ersten Lauf immerhin 3,1 km in 20 Minuten und konnte mich inzwischen auf ca. 7 km in 45 Minuten steigern.

Plus: Wenn ich merke, ich kann nicht mehr, dann kann ich eben nicht mehr und höre auf. Früher habe ich mir ein Zeitpensum gesetzt und das MUSSTE durchgelaufen werden. Lockerer zu werden, hat mir definitiv geholfen, meine Einstellung zum Joggen zu verändern.

 

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5. Bewegung in den Alltag integrieren

Genauso simpel, wie effektiv: Bewegung in den Alltag einbauen. Ich nutze mein Auto inzwischen mehr als 50% weniger. Kleinere Einkäufe werden immer zu Fuß erledigt. Ich chauffiere mich nicht mehr zur Bushaltestelle, sondern gehe den Weg selbst hin und zurück. Auch in Graz versuche ich alle Wege zu Fuß zu gehen, anstatt den Bus zu nehmen oder ich steige 2-3 Haltestellen vorher aus. So komme ich locker auf mein Tagesziel von mindestens 10.000 Schritten. Der Lift ist ab sofort tabu und jetzt, wo es wärmer wird, werde ich auch wieder das Fahrrad satteln. Vor allem dann, wenn es ins Schwimmbad geht.

 

6. Den Neustart richtig angehen

Sportklamotten, Übungsmatte und Sportschuhe. Dinge, die ich zwar schon zu Hause hatte, die nach jahrelanger Sportabstinenz jedoch in die Jahre gekommen sind. Ich habe mich vollkommen neu ausgestattet, mir neue Laufschuhe, Klamotten und eine Übungsmatte gekauft. Zusätzlich kam noch eine Halterung für mein iPhone dazu, um bequem laufen gehen zu können, sowie ein neues Springseil. Einzig und alleine meine Gewichte und der Stepper für Step Aerobic Einheiten durften bleiben.

 

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7. Eine Belohnung finden, die wirklich motiviert!

Eine Fitnessplaylist für den Sport haben wohl alle, die Sport machen. Auch ich. Anfangs bestand meine Playlist aus dürftigen 15 Minuten. Wann immer ich länger durchhalte, dürfen weitere Songs hinzu, die so lange dauern, wie ich länger durchgehalten habe. Das ist immer wieder eine große Motivation, weil ich es liebe, während dem Training verschiedene Songs zu hören. So ist meine Playlist inzwischen schon länger geworden.

 

8. Trainingspläne erstellen

Ich habe gerne Anhaltspunkte, darum habe ich mir auch einen groben Trainingsplan erstellt, den ich jedoch nicht allzu streng einhalte. Wenn ich mal spontan Lust auf etwas anderes habe, dann mache ich das auch.

 

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9. Aufzeichnungen erstellen

Ich sehe meine Erfolge gerne. Nicht nur im Spiegel und an der verbesserten Gesundheit, sondern auch auf eine andere visuelle Art und Weise. Darum führe ich Aufzeichnungen und habe verschiedene Apps: YAZIO, Runtastic, MountainBike und die iOS App Health.

 

10. Sich nicht nur in Cafés mit Freunden treffen

Ich liebe meine Kaffeetratscherl mit meinen Mädels. Klar, behalte ich das bei. Aber wenn man sich trifft, muss man es nicht immer gemütlich angehen. Darum stehen Wanderungen wieder ganz oben auf meiner Sommerliste, genauso wie Fahrradtouren.

 

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Achtung! Fertig! Los!

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Post zeigen, dass es nicht unmöglich ist, wieder in die Sportroutine zurückzufinden. Ihr könnt das auch. Vielleicht konnte ich einige von euch motivieren. Stresst euch nicht allzu sehr. Legt den Fokus auf die wichtigen Aspekte des Sports. Nicht Dünnsein sollte das Ziel sein, sondern ein gesunder Lebensstil. Viel Erfolg.

 


 

Bilder by Miss Getaway

 

Life Update #15: Life Changes, Life Chances.

Langsam streifen meine Finger über das kühle Glas der Fensterscheibe. Es ist kalt, obwohl wir schon längst April haben. Mein Blick taxiert meine Finger, wie sie langsam über die Scheibe gleiten. Ich habe mir einen Platz gesucht, an dem es warm ist. Auf meiner Fensterbank, über der Heizung im Badezimmer. Der wärmste Raum im Haus. Der Heimeligste, wenn mir kalt ist. Und dennoch: Ich zittere. Aber nicht vor Kälte. Nicht nur. Hinter mir liegt ein mühsamer Monat. Ein Monat, an dem ich beschlossen habe, dass es Zeit für Life Changes ist. Life Changes im Sinne von Life Chances.

Ich ergreife die Chance. Jetzt! Die Chance, die ich schön längst ergreifen hätte sollen. Aber ich tue es. Jetzt! Denn sonst, ja sonst wäre es zu spät. Und dieses „Zu Spät“ wäre nicht irgendwann eingetreten. Dieses dumme „Irgendwann“, das ich mir immer mühsam und mit verschlossenen Augen eingeredet habe. Das „Irgendwann“, das ich so lange von mir weggeschoben habe, weil ich es nicht wahrhaben wollte. Das Irgendwann, das schon allzu bald eingetreten wäre und all das, wofür ich in den letzten Jahren so gekämpft habe, wogegen ich so starken Widerstand geleistet habe, einfach so den Bach runtergeschwemmt hätte.

 

Ich gebe auf. Sie hat gewonnen!

 

Dieser Gedanke. Er hat mich verfolgt. Tagelang.
Wochenlang.
Monatelang.
Während ich meine Finger beobachte, wie sie über das kühle Fenster tänzeln, frage ich mich: „Bin ich wirklich ein Mensch, der so leicht aufgibt?“ Innerlich zucke ich zusammen. Aufgeben war nie eine Option. Tief in mir drinnen weiß ich die Antwort. Sie lautet „Nein.“ Es war eine Songzeile aus einem Eminemsong, der mir gezeigt hat, wofür ich im Bezug auf mich selbst wirklich einstehe:

 

Success is my motherfucking option! Fail is NOT!

 

Genau! Für Misserfolge bin ich nicht geboren. Und bevor das den Eindruck von einem Hauch Arroganz erwecken lässt, muss ich zugeben, dass ich Erfolg für mich ganz neu definiert habe. Hier geht es nicht darum, ein großer Internetstar zu werden. Es geht nicht darum, viel Geld zu verdienen. Auch nicht um die bestmögliche Ausbildung oder um einen Einser-Abschluss. Es geht um Life Changes. Um Life Chances. Seitdem ich ein wichtiges Gut jahrelang nicht mehr wirklich in meinem Leben habe, ist beruflicher und bildungstechnischer Erfolg nur noch nebensächlich. Dieses Gut ist viel wichtiger. Wichtig, um wirklich zu überleben. Es ist die Gesundheit. Gesund zu werden, da ich es selbst in der Hand habe, ist der Erfolg, auf den ich persönlich wirklich stolz sein könnte – sollte ich das Ziel erreichen.

 


 

Life Changes

 

Life Update #15

All about Life Changes & Life Chances.

Mein Lifeupdate im März habe ich gekonnt ignoriert. Fest verankert in meinem Contentplan, erscheint monatlich ein kurzes Update zu meinem Leben und was gerade alles um mich herum passiert. Und es ist ein Beitrag, den ich gerne schreibe. Es ist so, als würde ich euch noch mehr in meinen Alltag lassen. Noch mehr von meiner Persönlichkeit preisgeben. Euch eine größere Chance geben, die „echte“ Lisa hinter meiner Bloggerfassade kennenzulernen. Und ich lasse euch gerne in mein Leben. Erzähle euch mit Freuden, was es bei mir so Neues gibt. Es ist ein ungezwungenes Schreiben. Ein simples Plaudern aus dem Nähkästchen, so wie ich es auch bei Freunden während eines Kaffeeklatsches zu tun pflege.

Nur im Monat März fiel es ins Wasser. Kein Grund, mich dafür zu entschuldigen. Diesmal war nicht das Schreiben eines Life Updates fest verankert in meinem Alltag, sondern der erneute Versuch einer Recovery. Das Ernährungsthema hat mich stark eingenommen. Für andere Dinge im Leben hatte ich wenig Kopf. Dafür habe ich meinen Fokus wieder vermehrt auf meine „Anorexia Recovery“-Kategorie gelegt. Und das tat gut. Richtig gut. Ich wusste nicht, ob das Recovery Thema überhaupt einen Platz in meinem Life Update finden soll, weil es eben diese Kategorie gibt. Aber was bestimmt mein Leben gerade mehr, als mein Life-Changes-Versuch?

 

Life Changes

 

Recovering is hard, but it’s worth it!

Der fünfte Versuch soll mein letzter bleiben. Könnt ihr euch noch an diesen Beitrag erinnern? Es geht um genau diese eine Zahl. Fünf. Es geht darum, mit wie vielen Zufällen sie in meinem Leben zusammenhängt. Vielleicht ist der fünfte Versuch nun auch der, der erfolgreich ist. Ich habe mir selbst ein Versprechen gegeben. Das Versprechen, so leben zu dürfen, wie jeder andere auch. Das Versprechen, Ana endlich in den Wind zu schießen. Ich gebe immer mein Bestes, meine Versprechen nicht zu brechen. Bei Freunden. Bei euch. Warum soll ich dann ein Versprechen mir gegenüber brechen?

Recovering isn’t a walk in a park. Das ist einer meiner Standardsätze. Und es ist hart. Ich bin motiviert, aber Recovery ist hart. Die letzten beiden Wochen waren schwer. Wirklich steinig. Ich hätte während meiner Sofia-Reise vermehrt auf meine Ernährung achten sollen. Irgendwie wurde ich wieder in diesen Sog der Anorexie reingezogen, aber ich kämpfe mich wieder heraus. Step-by-Step und es wird besser.

Manchmal stehe ich vor dem Spiegel und dann kommen mir die Tränen. Die Gründe sind oft ganz unterschiedlich. Mal, weil ich nicht weiß, wie ich es schaffen soll und nicht 100% geben kann. Mal, weil ich stolz auf mich bin. Aber es gibt ganz viele Momente der Ausgelassenheit. Ich erlebe viele glückliche Momente, weil ich so viel Unterstützung von Außen bekomme.

Manchmal macht mir der Optimismus der anderen Angst. Es sind Momente, die mich überfordern. Manchmal. Weil ich nicht weiß, ob ich dem gerecht werden kann. Doch dann wird mir klar, dass ich mir von diesem Optimismus eine Scheibe abschneiden muss. Denn der Mensch, der zu 100% an mich glauben muss, bin ich selbst. Nach und nach fasse ich immer mehr Mut. Mein Handgelenk wird von einem Armband geziert. Die Worte „Hope“ zeigen mir, dass, auch wenn der Glaube einmal fehlt, es immer noch die Hoffnung gibt. Und die habe ich wirklich in mich.

 

Life Changes Life Changes Life Changes Life Changes

 

Outfitdetails zu meinem pastellen Look – für Life Changes müssen wieder mehr Farben in mein Leben…

Kleid, Pullover & Jeansjacke*: Orsay
Ankle Boots*: Tommy Hilfiger
Sunnies*: RayBan
Bag: Shootbag

Hierzu gehören auch Knallfarben. Zu diesem Thema durfte ich sogar einen Beitrag für den Otto Trendguide verfassen -HIER-

 


*PR Samples

Picture Credits: Seven&Stories

 

Parktherme Bad Radkersburg

*Dieser Beitrag entstand im Zuge einer Einladung von der Parktherme Bad Radkersburg (*)


Nachdem ich das Semester so gut wie hinter mich gebracht habe und mein Arbeitsalltag in den letzten Monaten irrsinnig intensiv war, kam mir eine kleine Auszeit in der Parktherme Bad Radkersburg ganz gelegen. Es ist über drei Jahre her, als ich in der Südsteiermark war. Damals konnte ich im Zuge einer Uni Exkursion das Thermenareal der Parktherme Bad Radkersburg nur von außen betrachten, doch letzten Freitag ergab sich endlich die Gelegenheit, ein paar erholsame Stunden dort zu verbringen.

Früh morgens starteten meine Begleitung Martina und ich in Richtung Süden. Wir waren ganz gespannt, was uns dort erwarten würde. Es war nicht mein erster Besuch in der Parktherme Bad Radkersburg, doch mein letzter Aufenthalt reicht bis in meine Kindheit zurück. Inzwischen bin ich in einem Alter, in dem ich auch Saunagänge schätze und genieße. Deswegen war das Saunadorf der Therme ein ganz besonderer Anreiz für uns. Ob unsere Erwartungen erfüllt wurden, erfährt ihr im heutigen Beitrag.

 

 

Fühl dich wie neu geboren…

…dank 8.000 mg Mineralstoffgehalt pro Liter

Der Blick in die Tourismuskarte Österreichs verrät, dass die Südsteiermark mit natürlichen Thermalquellen ausgestattet ist. Unweit entfernt von der slowenischen Grenze befindet sich auch eine dieser Quellen. Somit gibt es seit den späten 70er Jahren auf diesem Areal ein Thermalbad: Die Parktherme Bad Radkersburg. Gemäß einer Wasseranalyse des Instituts für Chemie an der Karl-Franzens-Universität in Graz zählt das Thermalwasser dieser Therme zu einer der mineralstoffreichsten Quellen in ganz Österreich. Der Mineralstoffgehalt beträgt dabei satte 8.000 mg pro Liter und gilt daher als besonders gesundheitsfördernd.

Mit einer Wasserfläche von ca. 2.700 m² bietet die Parktherme genügend Platz, um die gesundheitsfördernde Wirkung des Heilwassers in Anspruch zu nehmen.

Was besonders für die Parktherme Bad Radkersburg spricht, ist die Auszeichnung als „Beste Therme des Jahres 2016“. Selbige Auszeichnung hat die Therme bereits im Jahr 2014 erhalten (Platz 2 im Jahr 2015).

In Anspruch genommen wird die Therme übrigens nicht nur von Tagesgästen oder Thermenurlaubern. Auch für Kursuchende ist die Therme eine beliebte Anlaufstelle, um wieder zu neuen Kräften zu gelangen.

 

 

Zuerst plantschen, dann schwitzen

Das Saunadorf der Parktherme Bad Radkersburg

Es hat ein bisschen gedauert, bis ich meine Liebe für Saunen entdeckt habe. Inzwischen gehört für mich der Gang in die Sauna zum richtigen Wellnessen einfach dazu. Darum war es ein absolutes MUSS, auch das Saunadorf der Parktherme Bad Radkersburg auf Herz und Nieren zu testen. Mit acht verschiedenen Saunen war die Auswahl entsprechend hoch. So konnten sich Martina und ich gemütlich durchtesten. Letztendlich entschieden wir uns für den Gang in vier verschiedene Saunen, wovon die Weinkeller Sauna unser Highlight darstellte. Mit ca. 80-100 °C zählt diese Sauna zu der heißesten des Areals. Das Saunieren in der Weinkeller Sauna fördert die Abwehrkräfte, stärkt das Herz-Kreislauf-System, entspannt die Muskulatur, reinigt den Körper und pflegt die Haut. Pluspunkt: Der Duft ist einfach himmlisch.

Himmlisch duftete es auch im Murnockerl-Dampfbad. An diesem Tag hatten wir besonderes Glück, da meine zwei Lieblingsdüfte versprüht wurden: Kokos Vanille. Mit 45 °C ist das Murnockerl Dampfbad perfekt für jene, die es nicht ganz so heiß mögen. Außerdem regt das Dampfbad den Kreislauf an.

Heißer ging es wieder in der Vulkan Sauna zu. Bei ca. 70 °C werden die Abwehrkräfte gestärkt. Zusätzlich wird das Herz-Kreislauf-System in Schwung gebracht. Auch für die Regeneration der Muskulatur ist die Vulkan Sauna förderlich.

Besonders kreislaufschonend ist die Bio-Sauna, die wir im Zuge unseres Aufenthaltes zu Beginn besucht haben. Mit ca. 55°C ist sie ideal für Saunaeinsteiger oder Menschen, die mit viel Hitze nicht gut zurechtkommen. Trotzdem hat die Bio-Sauna die gleiche gesundheitsfördernde Wirkung, wie auch die heißeren Saunen.

 

 

Weitere Saunen der Parktherme Bad Radkersburg

  • Finnische Sauna (ca. 85-95°C)
  • Panorama Sauna (ca. 80-100°C)
  • Infrarot Sauna (ca. 45°C)
    • Infrarot Aktiv
    • Infrarot Relax

Das Saunenangebot umfasst zusätzlich Sauna Zeremonien und Spezialaufgüsse.

 

 

Regionale kulinarische Genüsse

Essen in der Parktherme Bad Radkersburg

Wir hatten die Wahl zwischen dem Restaurant Mehrblick und dem Restaurant Fontäne. Die beiden Restaurants unterscheiden sich nicht von den Speisen her, sondern lediglich vom Dresscode. Wer entspannt im Bademantel speisen möchte, hat im Restaurant Mehrblick die Gelegenheit dazu. Wer es etwas schicker mag, begibt sich in das Restaurant Fontäne. Wir entschieden uns für letzteres.

Abends wurde uns ein 4-Gänge-Menü geboten. Wir konnten aber auch á la Carte Speisen auswählen, wenn das Menü nicht unsere Geschmäcker getroffen hätte. Da ich nicht viel Hunger hatte, war ich mit dem Salatbuffet und der Suppe vollkommen zufrieden. Auch Vorspeisen und Desserts findet man am Buffet. Das Hauptgericht, sowie die Suppe werden serviert. Auswählen konnten wir zwischen drei verschiedenen Speisen. Top: Sämtliche Ernährungsweisen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten werden berücksichtigt.

 

 

Übernachten im Hotel Sporer

Martina und ich hatten das große Glück, dass wir in der Südsteiermark übernachten durften. Unser Quartier befand sich ca. 10 Minuten zu Fuß von der Therme entfernt. Genächtigt haben wir im Vier-Sterne-Hotel Sporer – einem sehr familiär gehaltenen Hotel im Herzen der Altstadt. Im Hotel Sporer wird den Gästen definitiv noch dieses Daheim-Gefühl vermittelt. Das Personal ist herzlich und freundlich, sodass man sich sofort wohl fühlt.

In familiärer Atmosphäre genossen wir unseren erholsamen Schönheitsschlaf in ruhiger Lage und wurden auch beim Frühstück bestens versorgt. Das Buffet ist nicht üppig, aber reichhaltig und vielfältig. Pluspunkt: Es gab gemischte Nüsse ohne Rosinen. Für jemanden, der eine nicht mehr ganz so heimliche Cashewkern-Sucht hat ein Traum. Ein weiterer Pluspunkt ist das getrennte WC vom Badezimmer in den geräumigen Zimmern.

 

Bad Radkersburg

 

Fazit

Die Südsteiermark ist definitiv einen Besuch wert. Nicht nur wegen der Therme per se, sondern auch wegen den zahlreichen Wanderwegen und dem steirischen Wein. Ein absolutes Ganzjahresdomizil, welches ich viel zu lange vernachlässigt habe. Die Südsteiermark sieht mich somit sobald wie möglich wieder.

In der Parktherme Bad Radkersburg war insbesondere das Saunadorf mein persönliches Highlight. Besonders empfehlenswert finde ich dabei die Weinkeller Sauna und das Murnockerl-Dampfbad. Weil es uns so gut gefallen hat, haben wir dem Dampfbad sogar zwei Besuche an diesem Tag abgestattet. Die Weinkeller Sauna haben wir leider erst kurz vor dem Gehen entdeckt, ansonsten hätten wir darin mit Sicherheit mehrmals geschwitzt.

 


 

Mehr Infos rund um die Parktherme Bad Radkersburg gibt es -HIER-

 


(*) Ein großes Dankeschön geht an die Parktherme für die Einladung. Die Tatsache, dass es sich hierbei um eine Zusammenarbeit handelt, ändert nichts an meiner persönlichen Meinung und Betrachtung. 

 

Life Update #8: Good Vibes

Ich kann es kaum fassen. Mein Uniabschluss liegt nun fast schon zwei Monate zurück und ich blicke auf eine Zeit voller Anstrengung, Tränen, Zweifel, aber auch des Glücks und der Freude, etwas geschafft zu haben, zurück. Diese Zeit war hart für mich, sehr hart. Ich habe mich in ein Terrain gewagt, was für mich unbekannt war. Habe empirisch gearbeitet, eine eigene Forschung geschaukelt und damit gleichzeitig ein Thema, wofür auch gerade eine Dissertation geschrieben wird. Ich bin über meine Fähigkeiten hinausgewachsen, aber es war schwer. So lange habe ich an mir und meinen Fähigkeiten gezweifelt, aber es gab eine ganz bestimmte Sache, die mich immer am Ball bleiben ließ. Tagtäglich habe ich es mir eingeredet und mir so meine Motivation verschafft. Ich habe mir gesagt, dass sich mein Leben von Grund auf verändern wird, wenn ich die Uni abgeschlossen habe. Dass ich ein neues Leben beginnen werde. Glücklich sein werde. Frei. Und es ist eingetreten. Momentan genieße ich mein Leben in vollen Zügen und ich kann eines sagen: Ich bin glücklich. So wahnsinnig glücklich.

 

 

Life Update #8

Good Vibes in August

In den letzten Jahren habe ich viel zurückgesteckt. Vielleicht zu viel. Und vielleicht hätte ich das gar nicht müssen, aber ich gehe mit mir selbst immer sehr streng um. Leider. Ich wünschte mir, ich hätte das Leben vorher auch schon auf die Art und Weise genossen, wie ich es jetzt tue. Aber ich versuche den Gedanken beiseite zu schieben, irgendetwas verpasst zu haben. Denn ich bin jetzt jung. Immer noch. Und ich habe immer noch die Gelegenheit, so viel nachzuholen, was ich früher verpasst habe. Und das ist okay. Das ist mehr als okay. Ich habe meine Erfahrungen früher auf eine andere Weise gemacht. Jetzt ist der Moment gekommen, sie auf eine neue Weise zu machen. Und es fühlt sich gut an. So gut.

 

 

Über mein Bloggerleben, wunderbare Menschen und Bereicherungen

Ich war immer dankbar für all das, was ich durch und mit meinem Blog erleben durfte. Ich durfte neue Länder bereisen, an Presseevents teilnehmen, die Fashion Week in Wien besuchen (dieses Jahr werde ich allerdings absagen) und wunderbare Menschen kennenlernen. Doch momentan läuft alles besser den je. Die wachsende Freundschaft zu Kerstin von Miss Getway ist unter anderem eine Bereicherung, die ich besonders in den letzten Monaten erfahren durfte. Es ist schön, so einen kreativen Kopf kennengelernt zu haben. Eine junge Frau, die eine Leidenschaft mit mir teilt, mit der ich mich auf Anhieb verstanden habe und inzwischen haben wir uns zu einem wunderbaren, eingespielten Team etabliert, welches optimal miteinander harmoniert. Insbesondere euer Lob zu unseren gemeinsamen Zusammenarbeiten zeigen mir, dass wir gemeinsam wunderschöne Projekte auf die Beine stellen.

Momentan habe ich so eine große Freude am Bloggen. Ich kann mir endlich wieder umfassend Zeit nehmen, eure Kommentare zu beantworten und auch Instagram macht langsam wieder mehr Spaß. Darüber hinaus durfte ich seit meinem Uniabschluss an vielen Projekten und Kampagnen mitarbeiten und ich bin einfach dankbar dafür. Dankbar, dass ich diese Leidenschaft habe und dass ich damit auch mein Geld verdienen darf. Das Bloggen ist ein Job, der manchmal ganz schön hart ist und in dem man sich schnell verlieren kann, aber er ist eine Bereicherung. Und ich möchte diese Bereicherung nicht missen. Doch die größte Bereicherung an meinem Bloggerleben sind nicht die Projekte oder Kampagnen, sondern es ist meine Community. IHR. Und ich bin dankbar für jeden einzelnen, der meine Worte liest und sich die Zeit nimmt, mir Feedback zu geben.

 

 

Ernährung/ Essstörung/ Gesundheit/ Gewicht

Obwohl ich vor kurzem eine Kolumne geschrieben habe, in der ich erklärt habe, dass es mir gesundheitlich gut geht, erreichen mich dennoch mehrmals in der Woche Nachrichten zu meinem Gewicht. Ich weiß, dass ich dünner geworden bin und es bei einigen die Alarmglocken schrillen lässt. Ich kann auch verstehen, dass man es mir vielleicht nicht so ganz abkauft, dass alles in Ordnung ist, denn ich bin genauso dünn, wie vor zwei Jahren, als ich einen immensen Rückfall hatte. Aber es geht mir gut. Es geht mir wirklich gut. Noch nie war ich so im Einklang mit mir selbst. Wenn ihr wollt, kann ich dazu aber gerne noch einen eigenen Post verfassen, in welchem ich näher darauf eingehe. Vorab sei gesagt: Es geht mir gut und ich bin gesund. Magersucht ist gerade kein Thema.

 

Reisen

Nachdem ich im Mai auf Ibiza war, ging es im August wieder ans Meer. Ich habe die Zeit mit meiner Familie verbracht. Diese Zeit hat mir gezeigt, wie dankbar ich für all die Menschen sein kann, die mich durchs Leben begleiten. Zugegeben – manchmal war es schon ein bisschen langweilig, aber das liegt daran, weil meine Familie und ich unterschiedliche Vorstellungen von Urlaub haben. Nichtsdestotrotz habe ich die Zeit in Kroatien genossen. Immer wenn ich am Meer bin, fühle ich mich unglaublich inspiriert. Das beste am ganzen Urlaub war, dass ich wieder zum Schreiben gekommen bin. Die Momente beim Sonnenaufgang – nur ich und mein Journal- waren magisch. Aber mehr dazu in einem späteren Post.

Ich kann euch sagen, kaum nach Österreich zurückgekehrt, packt mich schon wieder das Fernweh. Am liebsten würde ich heuer noch einmal verreisen.

 

 

Studium/Arbeit

Inzwischen habe ich es schon überwunden, dass ich dieses Jahr nicht unterrichten werde. Wie ihr wisst, haben mich letztendlich doch ein paar Zweifel geplagt, ob es eine gute Idee ist, mein Praktikum erst ein Jahr nach meinem Abschluss zu machen, aber nun bin ich wieder felsenfest der Meinung, dass es richtig war. Ich genieße mein Leben als Bloggerin in vollen Zügen und habe es mittlerweile auch geschafft, richtige Arbeitstage zu gestalten. Auch ich habe nun mein geregeltes Arbeitsleben und es ist schön, eine Aufgabe im Leben zu haben.

Derzeit bin ich noch am koordinieren und überlegen, wie ich es diesmal mit dem Studium besser klarkomme. So einen Druck wie im Lehramtsstudium möchte ich mir nicht mehr machen. Was geht, das geht und ich bin gespannt, wie mir das neue Studium gefallen wird.

 

Good Vibes

 

Postingwünsche?

Wie immer möchte ich auch auf eure Bedürfnisse und Wünsche eingehen. Wenn ihr Postingwünsche habt, könnt ihr mir diese gerne mitteilen. Ich sprudle momentan vor Kreativität, aber ich möchte natürlich auch, dass ihr voll und ganz auf eure Kosten kommt. Ihr habt spannende Themenimpulse? Dann immer her damit. 

 

Entspannen in der Therme Loipersdorf

 

DISCLAIMER: PR-Event der Therme Loipersdorf. Hierbei handelt es sich um ein Presseevent, zu welchem ich eingeladen wurde. Alle Spesen wurden vom Veranstalter übernommen. Die Tatsache, dass ich zu diesem Event eingeladen wurde, ändert jedoch nichts an meiner persönlichen Meinung und Betrachtung. Das Urheberrecht der Fotos obliegt Denise von Neumodisch. 

 


 

Südlich des oststeirischen Riedellandes hat sich ein bedeutender Kulturtourismus entwickelt. Aufgrund der naturräumlichen Lage und den natürlichen Ressourcen kann man dieses Gebiet definitiv als eine Hochburg der Thermenkultur Österreichs betrachten. Man braucht nur einen Blick auf die Tourismuskarte Österreichs zu werfen und schon sieht man, dass diese Region mit einem Reichtum an Thermalquellen beschenkt wurde. Kein Wunder also, dass diese Region längst als Thermenland tituliert wird. Thermalquellen sind zwar über ganz Österreich verstreut, aber wenn ich das Wort Therme höre, denke ich trotzdem automatisch an die Steiermark und das Burgenland, sowie an die naturräumlichen Gegebenheiten, die dieses Gebiet zu bieten hat. Inmitten des steirischen Thermenlandes befindet sich auch meine Lieblingstherme seit Kindesbeinen an: Die Therme Loipersdorf, in welcher ich gemeinsam mit meinem Grazer Blogger Team und vielen weiteren BloggerInnen, sowie JournalistInnen gastieren durfte.

 

 

Loslassen. Erleben. Stärken.

Eine Auszeit in der Therme Loipersdorf

Die Therme Loipersdorf erstreckt sich auf einer Gesamtfläche von insgesamt 36.000 m2. Vielfältigkeit wird im Thermalbad groß geschrieben und zählt zur Philosophie des Hauses, darum werden die Flächen der Therme in dem Sinne genutzt, das Angebot für Jung und Alt so attraktiv wie möglich zu gestalten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sich die Therme Loipersdorf in verschiedene Bereiche gliedert, wovon das Gelände des Freibereiches mit insgesamt 23.000 mflächenmäßig den größten Platz einnimmt. Die Besonderheit der Therme erstreckt sich allerdings auf  8.500 m2 – das sogenannte Schaffelbad, ein Wellnessbereich ab 16 Jahren, der zum ultimativen Entspannen mit 14 Saunen und 14 Entspannungsbecken einlädt. Nicht zuletzt deswegen zählt die Therme Loipersdorf zur vielfältigsten Therme Europas.

Den größten Bereich, nämlich den Freibereich, kann man zwischen April und September nutzen. Dort gibt es nicht nur Schwimmbecken (darunter übrigens ein Wellenbad), sondern auch Sportanlagen zum Auspowern. Das Angebot konnten wir jetzt leider noch nicht nutzen, aber da es nicht mein erster Besuch war, kann ich euch mit ruhigem Gewissen sagen, dass der Freibereich richtig toll ist. Vor allem das Wellenbad bringt viel Fun.

Indirekt habe ich den Slogan „Loslassen. Erleben. Stärken.“ bereits beschrieben. Dieser Slogan ist eine Zusammenführung von 3 Säulen, durch welche die Therme Loipersdorf zu einem unvergesslichen Erlebnis werden soll. Dabei steht „Loslassen“ für die mentale Stärke, „Erleben“ deckt den Funfaktor, sowie die sportlichen Aktivitäten ab und „Stärken“ umfasst den kulinarischen Aspekt, der besonders im Marktrestaurant der Therme geboten wird.

 

 

Was macht Thermalwasser so besonders?

Im Wasser schwimmen ist nicht gleich im Wasser schwimmen. Ein Schwimmbad mit chlorangereichertem Wasser unterscheidet sich deutlich von natürlichen Badequellen wie hydrothermale Quellen, Seen oder dem Meer. Wir alle wissen, welche gesundheitsfördernden Wirkungen Meerwasser auf uns hat und es ist uns bekannt, dass auch Thermalquellen ein absolutes Treatment für Haut und Seele sind. Aber was macht hydrothermales Wasser so besonders? In erster Linie ist Thermalwasser natürlich wärmer, als normales Grundwasser. Die Temperatur ist auch ein wichtiges Kriterium, um Wasser als Thermalwasser zu klassifizieren. Es wird aus den Tiefen unserer Erde befördert und muss dabei mindestens 20°C warm sein, um als Thermalwasser durchzugehen. Die Hauptbestandteile des Wassers setzen sich aus Calcium, Magnesium, Natrium und Hydrogencarbonat zusammen. Weiters besteht hydrothermales Wasser unter anderem aus Schwefel oder Kohlensäure. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Thermalwasser eine heilende Wirkung hat und den Cortisolspiegel senkt, was einen Stressabbau bewirkt.

Damit der Mensch von der gesundheitsfördernden Wirkung des Wassers profitieren kann, muss die Nutzung des Thermalwassers jedoch länger dauern. Das ist auch der Grund, warum ein Kuraufenthalt mehrere Wochen dauert. Trotz der Klassifizierung als Heilwasser ist Thermalwasser nicht für jeden geeignet. Besonders vorsichtig muss man sein, wenn man Probleme mit Krampfadern oder dem Kreislauf hat. Nicht umsonst hängen in Thermen Schilder, welche eine Maximalbadedauer im Wasser empfehlen.

 

Therme Loipersdorf

 

Watsu

Entspannen im Wasser

Hydrothermales Wasser wirkt etlichen Beschwerden entgegen. Nicht nur Rheuma- oder Durchblutungsbeschwerden können dadurch gelindert werden, sondern auch vegetative Erschöpfungszustände. Für mich war es daher perfekt, dass meine Entspannungsbehandlung direkt im Wasser stattgefunden hat. Ich durfte die hydrotherapeutische Anwendung Watsu genießen, eine Shiatsutechnik im Wasser. Dieser Methode wird eine stressabbauende Wirkung nachgesagt. Perfekt für jemanden wie mich, der nach den Strapazen der letzten Wochen nicht wirklich zur Ruhe gekommen ist.

Vor der Behandlung wurde ich von Barbara, welche die Behandlung mit mir durchführte, nach meinem aktuellen Wohlbefinden und eventuellen Beschwerden befragt. Sie hatte sofort eine vertraute Umgebung geschaffen, sodass ich mich rundum wohlfühlen konnte und ihr natürlich von meiner momentanen Stressituation, den Nackenbeschwerden durch das lange Sitzen vor dem Laptop und meinen unerträglichen Kopfschmerzen erzählte. Nach unserem Gespräch erklärte sie mir, dass solche Behandlungen sehr emotional werden können und ich alle Emotionen rauslassen soll, wenn ich das Bedürfnis danach hätte. Ich konnte mir diesen emotionalen Aspekt vor der Behandlung nicht wirklich vorstellen, aber da wusste ich noch nicht, welchen Verlauf die Behandlung nehmen würde.

Die Behandlung selbst fand im 36 °C warmen Wasser statt. Dabei liegt man schwebend auf dem Wasser, welches in seiner Textur sehr weich ist und dem Fruchtwasser ähnelt. Lediglich das Gesicht ist an der Wasseroberfläche, während der Kopf bis zu den Ohren mit Wasser bedeckt wird. Unter Wasser hört man dabei entspannende Musik. Weiters ist das Therapiebecken in einer Glaskuppel, sodass man während der Behandlung bei Strahlewetter von der Sonne gekitzelt wird, was zusätzlich angenehm ist. Insgesamt lässt man sich dabei eine Stunde im Wasser treiben, während alle Spannungen gelockert werden.

Nach der Behandlung wurde ich von Barbara wieder nach meinem Wohlbefinden gefragt. Sie erzählte mir auch, dass man meine Anspannung deutlich gespürt hat, ich während der Behandlung allerdings wesentlich lockerer wurde. Das Gespräch war sehr tiefgründig und ich glaube, sie hat gemerkt, dass trotz allem meine ganze Anspannung noch nicht ganz losgelassen hat. Darum lenkte sie das Gespräch behutsam in eine Richtung, in der es dann doch richtig emotional wurde und ich meine ganzen Belastungen letztendlich von mir abschütteln konnte. So wusste ich auch endlich, was sie damit gemeint hatte, als sie mir erzählte, es könnte emotional werden, darum kann ich Watsu wirklich jedem ans Herz legen, der momentan schwere Lasten zu tragen hat und im Dauerstress ist. Mir hat es wirklich gutgetan.

 

Wer noch dabei war:

Gemeinsam mit diesen tollen Bloggerinnen durfte ich dieses Wochenende verbringen:

Alina von Black Beach Chair

Christina von Christina Waitforit

Clarissa und Diana von Dogdays of Summer

Claudia von What bakes me smile

Denise von Neumodisch

Mirela von Coral and Mauve

Yvonne von No Envy 


 

Ein großes Dankeschön geht an die Therme Loipersdorf für die liebe Einladung zu diesem spannenden Presseevent. Darüber hinaus möchte ich mich von ganzem Herzen für die tolle Organisation und die herzliche, sowie zuvorkommende Gastfreundschaft bedanken.
Ein großes Dankeschön geht auch an Denise von Neumodisch für die tollen Bilder, die allesamt von ihr stammen.

 


Quellen

Therme Loipersdorf (2017) (Stand: 27.03.2017)

Thermenland Steiermark (2017): Thermenlexikon Thermalwasser (Stand: 27.03.2017)

Thermenland Steiermark (2017): Thermalwasser und Gesundheit in der Therme Loipersdor (Stand: 27.03.2017)

Foto: Neumodisch

Bearbeitung: My Café Au Lait

 

Springlook mit Besserwasser

 

*Sponsored Post (Werbung) – Dieser Bericht beinhaltet Werbung in Form von Sponsoring und Produktsponsoring. PR-Samples, die mir zur Verfügung gestellt wurden, sind mit einem Stern (*) markiert. Die Tatsache, dass es sich hierbei um eine Zusammenarbeit handelt, ändert jedoch nichts an meiner persönlichen Betrachtung.


 

Wenn ich Fotos für meine Outfits shoote, darf eines nicht fehlen: Eine Flasche Wasser. Das habe ich euch schon mit diesem Post bewiesen. Das Wasserflascherl, wie wir auf gut Österreichisch sagen, muss mit! Trotzdem muss ich gestehen, dass ich hinsichtlich meines Wasserkonsums sehr sparsam bin. Das liegt einzig und alleine an meiner Vergesslichkeit. Ich vergesse oft am Tag verteilt genügend zu trinken. Vor allem in den kalten Jahreszeiten. So komme ich pro Tag definitiv auf zu wenig Liter, was für die Gesundheit leider nicht gerade förderlich ist. Zumindest habe ich unterwegs immer brav meine Wasserflasche dabei, aber in der Diplomandenzeit verbringe ich die meiste Zeit vor meinem Schreibtisch. Und ja, da passiert es mir häufig, dass ich mir wegen der Vergesslichkeit keine Wasserflasche auf den Tisch stelle. Das rächt sich nach einiger Zeit in Form von Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten.

Wie Wasser deine Konzentration fördert, erkläre ich dir am Ende dieses Posts. Zuerst erzähle ich dir, wie schlichtes Tafelwasser zu einem modischen Begleiter wird und zeige dir mein neuestes Outfit.

 

 

Fesch mit Besserwasser

Mein neuestes Outfit musste unbedingt zwei von mir aufgestellte Kriterien erfüllen: Spring Look und mindestens ein Teil davon musste die Farbe des BWT Magnesium Mineralizer* aufgreifen. Rosa lautete die Devise, denn Besserwasser überraschte mich mit einem zuckersüßen Magnesium Mineralizer in Rosa. Da mein Kleiderschrank genügend Kleidungsstück in Rosé hergab, war dieses Kriterium gar nicht so schwer zu erfüllen. Außerdem bekam ich einen schicken Jutebeutel* und eine schöne Wasserflasche*. Beide mit einem geometrischen Muster. Alles in Zuckerlfarben.

Letztendlich entschied ich mich für meine neue Hose, welche ich mir auf meiner Forschungsreise in Liezen nach einem erfolgreichen Interview gegönnt habe. Da war die Wasserflasche übrigens auch immer mit dabei. Wenn ich viel rede, beispielsweise auch bei Präsentationen an der Uni oder beim Unterrichten in der Schule, tendiere ich dazu, einen ganz trockenen Mund zu bekommen. So trocken, dass meine Zähne an meiner Oberlippe scheuern. Da das Gefühl sehr unangenehm ist und ich schon seit Schulzeiten daran leide, weiß ich, dass ich auch in solchen Situationen meine gefüllte Wasserflasche brauche. Einen so hübschen Begleiter wie die Besserwasser Flasche hatte ich bei meinem Research natürlich nicht, aber das hat sich jetzt geändert. Die dekorative Flasche mit geometrischen Formen auf dem Glas ist somit der perfekte Fashionbegleiter und passt dank der Farben auch ideal zur neuen Hose.

 

 

Trotzdem reicht mir ein Kleidungsstück in Rosa, denn ansonsten sieht es viel zu schnell nach Barbie aus. Darum habe ich die rosafarbene Hose mit einem schlichten weißen Top, einer hübschen Jeansjacke* und einer trendigen Citytasche* kombiniert. Da ich in letzter Zeit eine richtige Vorliebe für Sneakers entwickelt habe, durften meine neuen Sneakers* natürlich nicht fehlen.

 

 

I’m wearing

Jeans Jacket*: Orsay (Same Here)
Top: Zara (Similar Here)
Pants: Bik Bok (Same Here)
Bag*: Orsay (Same Here)
Shoes*: Adidas (Same Here)
Earrings: Juweler

 

 

Mehr Wasser trinken mit Besserwasser

Wie Wassertrinken die Konzentration fördert

Da ich, wie bereits erwähnt, unverbesserlich vergesslich bin, muss ich nun wirklich Lösungsansätze finden, um mein Wasserproblem zu bewältigen. Vielleicht gelingt mir das mit meinem neuen Magnesium Mineralizer* von BWT. Ich habe ihn seit Montag und es klappt von Tag zu Tag besser. Natürlich kann man nach ein paar Tagen noch keine Langzeitprognosen aufstellen, aber wenn so ein hübscher Wasserfilter die Küchenanrichte schmückt, stehen die Chancen gut, endlich die erforderlichen 2 Liter am Tag bis auf den letzten Tropfen auszutrinken. Zusätzlich deckt man mit 2,5 Liter Wasser aus dem Magnesium Mineralizer bis zu 20% des Tagesbedarfs an Magnesium (abhängig von der Wasserhärte).

Magnesium ist ein Mineralstoff, der für unseren Körper essentiell ist. Unter anderem kann Magnesiummangel auch zu Konzentrationsschwächen führen, darum ist es für unsere Konzentration wichtig, viel und vor allem magnesiumreiches Wasser zu trinken. Weiters führt auch Stress dazu, dass unser Magnesiumspiegel sinkt. Ausgelöst wird das durch Adrenalin und genau dieses Stresshormon senkt unseren Magnesiumspiegel. Darüber hinaus fördert Wassermangel Stress und dieser ist bekanntlich Gift für die Konzentration. Darum sollten wir insbesondere in Stresssituationen genügend Wasser trinken.

Viel trinken ist für uns somit wichtig, um leistungsfähig zu bleiben. Das haben auch schon wissenschaftliche Studien belegt. Unser wasserreichstes Organ ist unser Denkorgan, das Gehirn. Es benötigt demnach sehr viel Energie, um funktionieren zu können. Trinken wir jedoch zu wenig, verdickt sich unser Blut und unser Herz muss schwerer arbeiten. Der Sauerstoff- und Nährstofftransport, sowie die Kommunikation der Hirnzellen werden dadurch beeinträchtig. Das führt zur Abnahme unserer Leistungsfähigkeit. Um uns vor dem Leistungstief zu retten, benötigen wir genügend Flüssigkeit, doch die Wirkung einer Leistungssteigerung funktioniert nur dann, wenn wir entweder zu ungesüßten Tee oder (Infused) Wasser greifen (Quelle). Meine aktuelle Lieblingskombination: Rosmarin-Orange-Himbeere. Darum: Trink Besserwasser. 

 

 

Alle Produkte, die mit einem * markiert wurden, habe ich als PR Samples zur Verfügung gestellt bekommen. Dies ändert jedoch nicht meine persönliche Meinung. 

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