Tag : Gipfel

Wandern und Einkehren in der Steiermark

 

Solltet ihr euch einmal entscheiden, der Steiermark einen Besuch abzustatten (weise Entscheidung), ist wandern eine der besten Beschäftigungen, um das Bundesland und seine naturräumlichen Schönheiten besser kennenzulernen. Um euch ein kleines Feeling zu vermitteln, möchte ich euch ein paar Wandertipps geben, wie ihr euren Steiermarkurlaub gestalten könnt. Da die Verpflegung nicht außen vor bleiben darf, gebe ich euch ebenso Tipps zur Einkehr bzw. wie ihr eure Reise kulinarisch genießen könnt.

 

Wandern und Einkehren

mit ausgewählten Wandergebieten in der Steiermark

 

Schöckl Gipfelkreuz

Schöckl

Die Steiermark zeichnet sich durch wunderschöne Wanderwege und -gebiete aus. Zum oststeirischen Klassiker zählt mit Sicherheit der Schöckl, auch bekannt als Grazer Hausberg.  Mit einer Höhe von 1445 m liegt er am südlichen Alpenrand und zählt zum Grazer Bergland. Seine trapezförmige Gestalt ist außergewöhnlich und auch für nicht konditionierte Wanderer ist der Aufstieg schaffbar. Wer ganz faul ist, kann bequem mittels der Seilbahn „auffigondeln und obischweben“. Am Gipfelplateau findet man zahlreiche Dolinen, sowie sichtbare Karren. Der höchste Punkt befindet sich beim Sendemast, wofür das Gipfelkreuz extra versetzt wurde.

 

Schöckl SteiermarkStern SchöcklParagleiten

 

Beliebt ist der Schöckl vor allem bei Paragleitern und Mountainbikern. Damit sich Wanderer und Mountainbiker nicht in die Quere kommen, wurden sogar Downhillstrecken errichtet. Für diejenigen, die nicht ganz so extrem drauf sind, tut es auch die Sommerrodelbahn.

 

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Stärken kann man sich im Stubenberghaus, eine Gaststätte mit langer Tradition. Auf der Terrasse könnt ihr bei einem herrlichen Ausblick zahlreiche kulinarische Schmankerln genießen. Das Stubenberghaus passiert man sogar noch während dem Aufstieg zum Sendemast bzw. Gipfelkreuz. Als Wanderweg empfehle ich Weg Nr. 21 (Ausgangspunkt St. Radegund).

 

Desirequelle

 

Tipp: Wenn man sich schon auf der St. Radegunder Seite aufhält, unbedingt die Quellenwege besuchen. Die sind äußerst sehenswert und wunderschön.

 

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Almenland

Das ist mein „Place to be“, denn das Almenland befindet sich für mich in unmittelbarer Nähe und ist mit dem Auto bequem zu erreichen. Das Almenland ist einer von sieben Naturparks in der Steiermark und erstreckt sich über eine Fläche von 34.217 ha. Ab 2007 durfte sich das Almenland dank einem ganz bestimmten Erzeugnis zu einer GenussRegion zählen. Das Almenland Almochs ist jedoch heute keine GenussRegion mehr. Weitere Informationen zu den GenussRegionen in der Steiermark, findest du -HIER-.

Trotzdem findet man im Almenland zahlreiche schöne Plätze und Wanderwege. Insgesamt ist das Gebiet in Besitz von 125 Almen. Darum zählt es zum größten bewirtschafteten Niedrig-Alm-Gebiet in Europa. Auch hier muss man kein ambitionierter Wanderer sein, denn im Almenland findet jede Könnerstufe seinen optimalen Wanderweg.

Für Familien und Spaziergänger wäre der Moorlehrpfad sehr empfehlenswert. Bei 2 km dauert der Spaziergang in etwa eine halbe Stunde. Die Wanderung beginnt auf der Teichalm hinter der Latschenhütte. Der Weg befindet sich unmittelbar neben dem Teichalmsee und wurde mit schwimmenden Holzstegen im Latschenhochmoor begehbar gemacht. Die Stege erstrecken sich auf etwa 1 km. Von dort aus hat man einem Blick auf das Hochmoor, welches 0,2 Hektar groß ist und unter Naturschutz steht. Insgesamt kommt man auf diesem Weg an zwei Haltepunkten mit Informationen vorbei. Am Ende des Stegs führt eine Brücke über den Mixnitzbach. Danach gibt es weitere Informationstafeln an sechs Stationen.
(Quelle und weitere Informationen)

 

Almenland Friday

 

Auch Panoramawege sind für wenig konditionierte Wanderer und Familien geeignet, wie beispielsweise der Vogelbeerweg. Weitere Informationen -HIER-

Zählst du zu den sportlichen, ausdauernden Wanderern und möchtest du den höchsten Punkt im Almenland erreichen, dann ist die Hochlantschrunde genau das Richtige für dich. Der Hochlantsch ist mit 1720 m der höchste Berg der Region. Der Höhenunterschied zwischen dem Ausgangspunkt (Teichalmsee) und dem Ziel beträgt 1290 m. Heißt: Es geht ganz schön bergauf, besonders wenn der Gipfel unmittelbar naht. Darum dauert der Auf- und Abstieg insgesamt 6 Stunden bei einem Weg von 17 km.
(Quelle und weitere Informationen)

 

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Weitere Wanderempfehlungen in der Steiermark

Plankogel im Almenland

Grüner See in Tragöß

Dachstein Gletscherwelt

 

Wein

Einkehr

Im Almenland empfehle ich als Einkehr die Latschenhütte (LaHü), die sich dienstags abends übrigens von einem Tageslokal zu einem Almpartydomizil entwickelt (und da geht es wirklich sehr lustig zu). Zudem gibt es eine weitere Möglichkeit, eine typisch steirische Jause zu genießen: Buschenschänke. Diese werde ich euch auch näher vorstellen.

 

Friday

Latschenhütte (LaHü)

Bleiben wir doch gleich im Almenland. Die LaHü, beliebt bei Jung und Alt, liegt direkt neben dem Teichalmsee auf der Teichalm. Sie ist nicht nur perfekt für eine kulinarischen Rast, sondern bietet gleichzeitig Übernachtungsmöglichkeiten, falls man sich entschließt, dem Gebiet etwas länger beizuwohnen.

Auf der Speisekarte ist definitiv für jeden etwas dabei. Empfehlenswert sind die Tagescremesuppen, sowie die Salate. Mein Favorit ist jedoch das gegrillte Forellenfilet. Die Forelle stammt selbstverständlich aus der Weizklamm und zeichnet sich dadurch in bester Qualität aus. (Ehrlich, es gibt keinen besseren, regionalen Fisch)

 

Esseeeeen

 

Die Hütte versprüht insofern ein besonderes Flair, weil sie urig eingerichtet und gestaltet ist. Typisch für Almhütten. Im Winter ist die LaHü insofern deswegen ein tolles Domizil, weil es einen wunderschönen Christkindlmarkt gibt. Weitere Eventtermine findest du -HIER-

Wer abends die Sau rauslassen möchte, vorzugsweise dienstags, der ist auf der Almparty genau richtig. Keine Angst: Man kann mit normalen Klamotten auftauchen und muss sich nicht zwingend das Dirndl oder die Lederhose „auffireißen“, wie man es im Volksmund so schön zu sagen pflegt.

 

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Buschenschank

Buschenschänke sind tolle Möglichkeiten, um die Steiermark voll und ganz kulinarisch auszukosten. Buschenschänke konzipieren sich nicht ausschließlich in der Steiermark, aber bei uns gibt es definitiv eine riesengroße Auswahl an hervorragenden Buschenschänken. Bei einem Buschenschank handelt es sich um einem Betrieb, in welchem Landwirte ihre eigenen Produkte servieren bzw. ausschenken. Die Speisen und Getränke müssen darüber hinaus ausschließlich kalt sein; Mehlspeisen hausgemacht. Nicht jeder Wirt darf einen Buschenschank betreiben. Dies ist ausschließlich Besitzern oder Pächtern von Wein- und Obstgärten vorbehalten.

 

Österkronbrot Getränk

 

Der Buschenschank-Klassiker ist unzweifelhaft die „Brettljause“, bestehend aus Aufschnitt und Aufstrichen, welche mit Kren und Schwarzbrot auf einem Brettl aus Holz serviert wird. Obwohl viele Speisen fleischlastig sind, werden auch Vegetarier fündig. Mein Favorit: Käsebrot und Käferbohnensalat. Klassische Buschenschankgetränke sind: Wein, Schnäpse & Liköre (selbstgebrannt), Most, Traubensaft oder Nektare (falls die Möglichkeit besteht – unbedingt Birnennektar probieren). Wenn es dann noch etwas Süßes sein darf, ist eine traditionelle Straube die richtige Wahl.

Buschenschänke eignen sich besonders zur Einkehr nach einer langen Wanderung, aber genauso für Feiern oder für ein gemütliches Beisammensein mit Freunden. Meistens hat man auch das Glück, eine tolle Aussicht (z.B. über die Weinberge) genießen zu dürfen.

 

Schafskäse Käferbohnensalat

Buschenschankempfehlungen

Weinhof Seyfried in Nitscha 

Weinhof Schantl in Gleisdorf

Weingut Maurer am Hohenberg

 

Schaut doch mal bei Viktoria von My Mirror World vorbei. Sie hat auf ihrem Blog bereits zwei Buschenschänke vorgestellt. Auf ihrem Blog stellt sie darüber hinaus öfters die Schönheit der Südsteiermark vor. Darum habe ich dieses Gebiet außen vor gelassen und überlasse dies den wahren Experten.

 

Weitere Blogs mit tollen Tipps rund um die Steiermark

Ausflugtipp: Grüner See in der Steiermark von Hannah (provinzkindchen)

Dancing on Clouds 

Wer den Besuch in der Steiermark zum Schwammerlsuchen nutzen möchte, sollte sich unbedingt -DIESEN- Beitrag von Steirerblut und Himbeersaft durchlesen.

Fossiliensuche in Retznei 

Ausflugtipp: Wipfelwanderweg Rachau von Hannah (provinzkindchen) 

 

Traveling around Austria: Osttirol

 

Meine Geo-Exkursion nach Osttirol war wohl die anstrengendste Exkursion, die ich im Laufe meines Studiums gemacht habe. Okay, okay, das klingt beim ersten Hinlesen überdramatisch, denn eigentlich müssen wir nur zwei machen, aber im Vergleich zu meiner letzten Exkursion nach Prag (-HIER-), war die Sommerexkursion deutlich anspruchsvoller. Zumindest wenn man von dem „sportlichen“ Aspekt ausgeht, denn meine Kondition wurde ziemlich auf die Probe gestellt.

 

Panorama

 

Osttirol

Dort, wo die Natur noch Natur ist

Ich habe es bereits des Öfteren erwähnt, dass ich im Zuge meines Geographiestudiums zwei Exkursionen machen muss. Für ein Mädchen, dessen Herz ständig nach der Ferne schreit, ist das eine optimale Grundvoraussetzung, um mehr von der Welt zu sehen – auch wenn es „nur“ Österreich ist. Natürlich unterscheiden sich universitäre Exkursionen deutlich von einem Urlaub, denn davon kann ich nicht wirklich sprechen. Die Exkursion war verbunden mit zahlreichen Fußmärschen und Wanderungen, sowie kurzen oder manchmal auch längeren Stops, um Wissen vermittelt zu bekommen. Im Grunde genommen ist es nichts anderes, als eine Lehrveranstaltung außerhalb der Hörsäle und Seminarräume, darum bleibt für Erholung auch keine Zeit. Natürlich beschäftigt man sich abends mit außeruniversitären Tätigkeiten, die klischeehaft nach Studenten schreien (man kann sich denken, wovon ich spreche 😉 ), doch der Tag gehört einzig und alleine der Wissensvermittlung. Ich erspare euch Details zur Geologie, zum Tourismus oder anderen Themen, die wir behandelt haben, sondern versuche euch meine persönlichen Eindrücke, die ich von Osttirol gesammelt habe, zu vermitteln.

Für typische Stadtkinder, die nichts anderes gewohnt sind, als hohe Bauten und viel Verkehr, mag der Besuch in einer derartigen Gegend zu allererst ein kleiner „Kulturschock“ sein. Auch wenn ich selbst in einer Kleinstadt wohne und es nicht weit in ländliche Gebiete habe, so ist das Talleben, eingeschlossen von zahlreichen Bergen, ebenso für mich etwas ganz anderes. So gerne ich auch am Land bin, aber selbst ich kann mir nicht vorstellen, eingeschlossen in einem Tal zu leben, da ich mich ansonsten zu sehr von der Außenwelt abgeschottet fühlen würde. Für mich persönlich ist es ideal für Kurzurlaube, denn ich bin, wenn auch selten, gerne in den Bergen, aber dauerhaft wäre es nichts für mich. Osttirol ist definitiv ein Fleckchen Erde, wo die Natur noch Natur ist. Dort wo man Alm- und Landwirtschaft noch hautnah erleben kann, wo aber auch der Tourismus dominant vertreten ist.

 

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Berge, Seen und Wandern

Im Zuge dieser Exkursion waren wir in einigen Osttiroler Gemeinden. Unser „Basislager“ hatten wir in der Gemeinde Lienz, der mit Sicherheit bekannteste Ort in Osttirol. Wir besuchten noch andere Gemeinden, welche sich im Bezirk Lienz befinden, wie beispielsweise Matrei, Kals am Großglockner (der Großglockner ist übrigens mit  3798 m der höchste Berg in Österreich) oder Prägraten am Großvenediger. Einen weiteren Besuch statteten wir den größten Nationalpark Österreichs ab: Nationalpark Hohe Tauern. Da es während der Exkursion leider immer wieder geregnet hat, habe ich meine Kamera bei diesem Besuch im Bus gelassen. Schade für euch, denn dieser Ort ist wirklich mehr als sehenswert. Dafür habe ich andere Momente für euch festgehalten und genügend Gebirge und Gewässer gibt es trotzdem zu sehen.

Obwohl wir während unserer Osttirol Exkursion viel zu Fuß gegangen sind und einige Höhenmeter erreicht haben, haben wir erst am Tag unserer Abreise einen Gipfel bestiegen. Wer mir auf Snapchat folgt, hat bestimmt gesehen (bzw. gehört), dass mir diese „kleine“ Wanderung mit 300 Höhenmetern einiges abverlangt hat und ich nur noch schnaufend den Gipfel des Rauchkofels (1910 m) erreicht habe (zumindest nicht als Letzte). Dass ich an meiner Kondition stark arbeiten muss, um noch weitere steile und vor allem höhere Gipfel zu erreichen, habe ich bei dieser Besteigung mehr als deutlich gemerkt, aber ich muss auch dazu erwähnen, dass mein letzter Berg schon über ein halbes Jahr her war und die Besteigung des Grazer Hausberges Schöckl (1445 m) ist für mich persönlich auch nicht die größte Herausforderung.

 

Osttirol LienzOsttirol Häuser Osttirol Mountains

 

Empfehlung?

Definitiv. Vor allem wer gerne in der Natur und den Bergen ist. Besonders empfehlen kann ich euch den Nationalpark Hohe Tauern, dort hat es mir persönlich am Besten gefallen. Wenn ihr gut essen gehen wollt, dann geht unbedingt ins Gösser Bräu. Für Vegetarier ist die Auswahl zwar nicht so groß, aber alleine schon wegen dem Dessert (Schokokuchen mit flüssigem Kern #foodporn) einen Besuch wert.

 

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