Tag : Graz

Street Food Market in Graz

Street Food Market in Graz

Food! Food! Everywhere Food!

Endlich ist es wieder soweit. Dieses Wochenende gastiert der Street Food Market in Graz. Nachdem ich den ersten Street Food Market im Frühsommer leider sausen lassen musste, hatte ich dieses Mal endlich die Gelegenheit, mich selbst durch die Foodtrucks und -stände zu probieren. An dieser Stelle vielen Dank an die Veranstalter für die Einladung. 

 

DSC_1144 Street Food Market

 

Die neue Kultur des Essens

Ein bisschen Hype, ein bisschen Hipster!

Street Food hat die Herzen der Foodlover im Sturm erobert. Zugegeben – es ist ein bisschen Hipsterstyle, aber ich finde das Konzept dahinter grandios. Im Grunde genommen brauche ich wohl nicht mehr erklären, worum es sich bei Street Food handelt, denn es dürfte den meisten von euch sicherlich ein Begriff sein. Vereinfach gesagt: Street Food ist Essen, dass locker und leicht unterwegs genossen werden kann und aufgrund der kleineren Größe handlich ist.

Street Food wird zu Unrecht gerne mit Fast Food verglichen, da dieses ebenso oft unterwegs verzehrt wird. Doch es gibt deutliche Aspekte, die Street Food von Fast Food unterscheiden. Bei Fast Food bezieht sich der Begriff auf die schnelle Zubereitung. Meistens ist Fast Food Junk Food, während Street Food durchaus nahrhaft sein kann. Zweifelsohne boomt Street Food und ist momentan in aller Munde. Für mich stellt Street Food eine tolle Alternative dar. Obwohl die Speisen beim Street Food Market etwas teurer waren, handelt es sich in der Regel um Essen, das im „normalen“ Rahmen, sprich auf offener Straße, relativ günstig ist.

 

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Ein Herz für die Region

Street Food und seine Heimat

Ein weiteres Merkmal für Street Food ist, dass es auf die eigene Region angepasst wird. Im asiatischen Raum gibt es beispielsweise Stände, welche frittierte Insekten anbieten. Für den europäischen Geschmack klingt das vorerst etwas ungewöhnlich. Um die Regionalität besser visualisieren zu können: denkt nur an Fish & Chips. Typisch englisch und auch ein Street Food Gericht. In Japan zählt das ländertypische Bento zu Street Food, aber auch Eis ist Streetfood.

 

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What I ate!

Insgesamt habe ich an drei Ständen Halt gemacht. Zuerst habe ich bei Fish Art einen Exotic Lax Burger mit Garnelen gegessen. Yummy. Danach gab es noch eine Quesadilla bei Maria Maria Arepas – auch sehr lecker, aber der Burger hat mir persönlich besser geschmeckt. Meine Begleitung probierte den Black Salmon Burger von Fisch Futterden ich eigentlich auch probieren wollte. Ich durfte bei ihr allerdings kosten und fand ihn super. Der Hype ist vollkommen verständlich. Zum Abschluss wollte ich noch etwas Süßes haben, also habe ich mich brav am Waffelstand von Berger’s Waffle Shop angestellt. Nachdem ich bereits super Bewertungen gelesen habe (auf Facebook sind die schlechtesten Bewertungen vier Sterne), hatte ich selbstverständlich große Erwartungen. Leider wurden diese nicht wirklich erfüllt. Meine Waffel war innen noch teigig und leider enttäuschend. Schade. Aber ansonsten war das Essen wirklich gut.

Zudem hatte ich noch ein nettes Gespräch am Bohemian Soul StandDort gab es unter anderem vegane Schokolade und Cookies zu kaufen.

 

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Weitere Impressionen vom Street Food Market wird es beim „Snapshot Sunday“ geben. Apropos Sonntag: so lange habt ihr noch Zeit, den Street Food Market selbst zu besuchen: Schnell in die Bim und ab zum Messegelände. 

 

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Snapshot Sunday #7: First Uni Week

Snapshot Sunday #7

First Uni Week

Nach einem kleinen, aber feinen Snapshot Sunday #6, gibt es heute auch einen kleinen, aber hoffentlich feinen Snapshot Sunday #7. Die erste Uniwoche ist vorbei, die Kamera war immer mit dabei, aber zum Fotografieren boten sich (wohl auch wettertechnisch bedingt) wenige Gelegenheiten.

Das Konzept hinter dem Snapshot Sunday steht für weniger Text und mehr Bilder. Auf diesem Wege versuche ich, meine Woche Revue passieren zu lassen und gesammelte Eindrücke/Momente mit euch zu teilen.

Der Snapshot Sunday erscheint jeden Sonntag um 18 Uhr hier auf „Café Au Lait“. Nun wünsche ich euch viel Spaß mit meinem Snapshot Sunday #7: First Uni Week. 

 


Monday / Bus / Home – Graz

Busshot

Es geht wieder los. Ab jetzt wird wieder täglich gependelt. Im Bus beschäftige ich mich meistens mit meinem iPhone (man hat ja nichts besseres zu tun, ne?)

 

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Tuesday / KF-University Graz

Unizeit – Wartezeit

So viele lange Pausen wie in diesem Semester hatte ich noch nie. Wirklich heftig, aber dafür bleibt auch dazwischen Zeit zum Fotografieren.

 

Uni Week

 

Friday / Teichalm (Almenland)

Hiking Xtreme

Ich war wieder einmal im schönen Almenland unterwegs und habe mich gleich inspirieren lassen. Ein Extrapost zum Almenland ist geplant (bzw. mehrere Postings – ich freue mich schon so auf die Adventszeit dort)

 

Almenland Friday Friday Folder

 

Friday / Latschenhütte / Almenland

Essen fassen

Wir leben so g’sund, das ist ein Wahnsinn. Meins ist übrigens die Karottencremesuppe (yummy)

 

Esseeeeen EssenHirsch

 

Sunday / Home

Treats

cause rainy sundays deserve some extra treat. Ein bisschen die Bergwelten erforschen und dabei BOAH naschen. UND dabei meinen heißbeliebten und allerliebsten Lieblingspyjama von Bambi tragen *.*

 

Sonntag Sundaaaay

Habt noch einen schönen Sonntag, ihr Lieben!

Wir sehen uns dann beim nächsten Snapshot Sunday wieder (natürlich auch schon vorher – eh klar). Ich bin gespannt, was die neue Woche so bringt und womit ich diese Rubrik dann füllen kann. Auf der To Do Liste steht einiges.

Ich wünsche euch einen ganz, ganz tollen und angenehmen Start in die neue Woche!

Graz: Fesch am Fesch’markt

Fesch am Fesch’markt

We’ll be fesch again

„Mia san daun moi fesch am Fesch’markt.“ (#daswarsteirisch). So oder so ähnlich lautete mein gestriges Freitagsmotto, als ich zusammen mit einer lieben Freundin den Fesch’markt einen höchst stylishen Besuch abstattete. Nachdem wir das fesche Event vor einigen Monaten aufgrund diverser universitärer Angelegenheiten (weniger) gekonnt ignorieren mussten, ließen wir uns diesmal durch nichts und niemanden die Gelegenheit entgehen, in Richtung Seifenfabrik aufzubrechen, um uns auf über 2000 m2 „fesch’t zu halten“. Die Seifenfabrik ist übrigens ein Veranstaltungszentrum in Graz, wenige Busminuten vom Jakominiplatz entfernt, somit für uns mehr als leicht erreichbar.

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Who is fesch?

Wer oder was ist dieser Fesch’markt? Hierbei handelt es sich um eine Veranstaltung, die knapp über 100 Ausstellern aus den Bereichen Mode, Kunst, Produktdesign, Möbel, Accessoires, Kids Design, Food und Delikatessen den notwendigen Raum bietet, um ihre Produkte zu präsentieren. Vertreten sind nationale und internationale Nachwuchsdesigner, Independent Labels, Kleinproduzenten und Junggastronomen. 

Findet man dort außergewöhnliche Dinge? Und ob! Man merkt, dass hier viel Kreativität im Spiel ist und man sich von der breiten Masse abheben möchte. Hier findet man keine Sachen, die man in jedem x-beliebigen 08/15 Laden entdecken würde. Hier steckt mehr dahinter. Wer am Fesch’markt beispielsweise Mode á la H&M erwarten würde, liegt falsch. Es geht um Individualität und das versucht man, bestmöglich und mit viel Herzblut umzusetzen. Das spiegelt sich nicht nur in den Ideen, sondern auch in der Verarbeitung wider. Dass viel Liebe drinsteckt, sieht und fühlt man an der hochwertigen Fertigung.

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Armband

Streetstyle meets Streetfood

Hungern muss man bei dem wohl feschesten Event nicht. Standesgemäß gibt es das aktuell viel gehypte Streetfood zu futtern. Vor allem die süßen Kreationen haben es mir angetan und dienten mir als tolle Inspiration für neue Rezepte. Zudem war bereits der reine Anblick des leckeren Essens ein kleiner Vorgeschmack auf den Streetfood-Market, welcher drei Wochen nach dem Fesch’Markt in Graz stattfinden wird. Wer zu dieser Zeit in Graz ist, sollte sich das unbedingt in den Veranstaltungskalender eintragen.

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Kochkabinett

Meine Ausbeute

Obwohl ich meine Kröten aktuell für die kommende Pragreise im November zusammenhalte, konnte ich den Fesch’markt nicht verlassen, ohne etwas zu kaufen. Schließlich war ich nicht nur des reinen Anblicks wegen und der Vielzahl an Inspirationsquellen dort, sondern weil ich eines unbedingt haben wollte: Eine Wundertüte. Die Wundertüte ist im Grunde genommen keine richtige Tüte, sondern ein Stoffsackerl (bzw. ein Jutebeutel, damit man es auch hinter den Grenzen der Alpenrepublik versteht), welches mit ein paar Überraschungsgoodies gefüllt ist. Was drin ist, weiß man vorher natürlich nicht, aber es gibt die Wundertüte in zwei verschiedenen Variationen. Da ich um alles, wo das Wort Gym“ draufsteht, lieber einen Bogen mache, blieb ich bei der „gym-freien“ Wundertüte.

Solche Überraschungsgoodies sind immer so eine Sache. Ihr kennt sicher noch die Wundertüten aus eurer Kindheit. Für mich persönlich ist das mit einer Erinnerung an viel Ramsch und Blödsinn verbunden. In einer feschen Wundertüte hingegen verbergen sich Sachen, die man wirklich brauchen kann. Allein schon wegen den coolen Prints lohnt sich eine Wundertüte, darum war es mir mehr oder weniger egal, was drin war. Dafür habe ich mich umso mehr gefreut, dass in der Tat schöne Dinge in der Stofftasche waren. Das coolste am Stoffsackerl waren trotzdem die aufgedruckten Sprüche. 

Objects in mirror are fescher than they appear!

Objects

schnitt

Das war drin

Zahlreiche Foodgoodies, wie Schokolade, Erdbeermarmelade, Tee und Kokosnusswasser, sowie eine Handcreme, Labello und Taschentücher (selbstverständlich in der Fashion Edition). Des Weiteren Zeitschriften und ein Buch. Ansonsten waren noch ein paar Werbeartikel im Stoffsackerl versteckt.

Besonders über den Tee (u.a. von Sonnentor) und die Schokolade (BOAH von Trumpf) habe ich mich gefreut. Goodies, die den Herbst versüßen und definitiv erträglicher machen.

Fuchs Goodie Inhalt

Ihr habt noch die Möglichkeit, fesch zu sein und dem Fesch’markt einen Besuch abzustatten. Er findet noch heute und morgen in Graz statt.

Freiblick Graz by Eckstein

Wie für viele andere auch, ist das Frühstück einfach die beste Mahlzeit für mich. Ganz besonders liebe ich das Frühstücken auswärts. Diesmal ging es endlich wieder einmal in das „Freiblick“ in Graz. Ein Lokal, welches sich im Dachgeschoss eines großen Modehauses in Österreich befindet. Alleine schon wegen der atemberaubenden Aussicht auf den Schloßberg lohnt sich ein Besuch dort, aber ganz besonders toll und extravagant finde ich die Frühstückskarte, die nach diversen Designern benannt ist. Wer also einmal gerne mit Guido Maria Kretschmer, Karl Lagerfeld, Jean Paul Gaultier oder den verstorbenen Designern Christian Dior und Coco Chanel frühstücken möchte, der ist hier genau richtig.

Wir haben unseren unifreien Tag dafür genutzt, den Geburtstag einer Freundin mit einem ausgiebigen Frühstück zu feiern. Leider hat unser liebes Geburtstagskind vergessen, zu reservieren, weswegen wir draußen keinen Platz mehr bekommen haben (darum unbedingt reservieren, wenn man draußen sitzen möchte), aber zum Glück ließen sich drinnen noch ein paar freie Tische finden. Der entspannten Atmosphäre tat dies allerdings keinen Abbruch. Auch drinnen hat man noch einen wunderbaren Blick auf den Schlossberg, da das Café ziemlich verglast ist.

Nur bei der Frühstücksauswahl hatten wir die Qual der Wahl. Mit welchem Designer sollten wir uns ein Stelldichein geben? Oder sollten wir ganz auf den Designerschnickschnack verzichten und uns doch lieber einen lecker Porridge (mein Lieblingsfrühstück) oder French Toast genehmigen? Schlussendlich durften Karl Lagerfeld, Guido Maria Kretschmer und Christian Dior an unserem Tisch Platz nehmen.

 

Ich selbst entschied mich für Guido Maria Kretschmer. Mein Frühstück bestand aus Schnittkäse, Lachs anstatt vegetarischer Wurst, Spinat, Gemüse, Eierspeis (Rührei) mit Gartenkresse, sowie Pancakes mit Bananen, Vanilleespuma und Agavendicksaft. Das Geburtstagskind genehmigte sich ein Karl Lagerfeld Frühstück. Dieses bestand aus gebratenen Frühstücksspeck, Rahmspinat, einem pochierten Bio-Ei, Hollandaise, Pancakes mit frischen Früchten, Vanilleespuma und Ahornsirup. Für eine weitere Freundin von uns gab es Christian Dior in einer etwas abgewandelten, laktosefreien Form: Lachs, Garnelen, eingelegtes Gemüse und Dijon-Honig-Dip. Zu jedem Frühstück gibts noch Gebäck in Form von einem Croissant, einer Semmel und zwei Scheiben Schwarzbrot, sowie ein Kombucha-Getränk (Classic oder Quitte). 

 

Jedes einzelne Frühstück wird liebevoll angerichtet. Ich fand vor allem die Idee mit den Brotsäckchen zuckersüß. Insbesondere weil ich es sehr gerne mag, wenn man aus Minimalistischem Dinge zaubern kann, die richtig cool aussehen. Die Idee habe ich mir für den nächsten Homebrunch schon einmal vorgemerkt. Zudem hat alles richtig gut geschmeckt. Perfekte Mädelstage beginnen einfach immer bei einem tollen Frühstück. Oder seht ihr das etwa anders? Es war wirklich schön, die ganzen Strapazen der letzten Woche zu vergessen und einmal nicht ständig an die Uni oder andere Verpflichtungen denken zu müssen. Bei einem Frühstück kann ich einfach immer abschalten und genießen – vor allem in so einem schönen Ambiente. 

 

Da das Wetter immer besser wurde und sich der wolkenbehangene Himmel sehr bald in einem strahlenden Blau erfreute, verlagerten wir unseren Standort und begaben uns in ein weiteres Café, welches ebenso eine Dachterrasse besitzt und im selben Gebäude ist. Leider habe ich den Namen vergessen. Dort sahen wir zwar immer noch etwas vom Uhrturm, allerdings war der Blick auf die Mur, sowie auf die Murinsel wesentlich schöner. Das zweite Lokal ist ein kleiner Geheimtipp. Während das Freiblick meistens gerammelt voll ist, hat man in diesem Lokal auch ohne einer Reservierung die Möglichkeit auf einem Platz im Freien. Zudem sind dort die Getränke ein bisschen günstiger. Generell ist das Freiblick preislich gesehen nicht so studentenbudgetfreundlich (aber auch nicht so übertrieben teuer), allerdings muss man sich ab und zu auch einmal etwas gönnen, nicht wahr?

 

Kleiner Tipp: Wenn ihr mal in Graz oder sonst irgendwo in der Steiermark seid, dann probiert unbedingt Schilcherol! Nein, da ist kein Aperol drin (den ich im Übrigen selbst nicht mag). Es ist eher wie ein Hugo, nur mit Schilcherwein anstatt Prosecco. Es gibt nichts Besseres!

 

Blogger Adventskalender 2014

Joy to the world! Nur noch 10 Mal schlafen und dann ist Weihnachten! Natürlich ließ ich es mir auch dieses Jahr nicht entgehen, wieder an einem Blogger Adventskalender teilzunehmen. Zu lange habe ich mir den Kopf zerbrochen, wie das Türchen Nummer 14 wohl gefüllt werden könnte. Meine Evernote App quillt fast über vor kulinarischen Ideen und Inspirationen aus der Weihnachtsbackstube. Da aber auch mir nicht immer alles beim Backen gelingen möchte, gibt es heute nicht das Minilebkuchenhäuschen, auf das ich mich schon seit Wochen gefreut habe, sondern etwas ganz anderes. Etwas, das nicht im Geringsten etwas mit Backen zu tun hat, aber dafür umso mehr mit Weihnachten. Ich entführe euch in den wunderschönen Adventszauber nach Graz. Dabei habe ich versucht, zahlreiche Inspirationen einzufangen und zeige euch, was Graz in der eigentlich stillsten Zeit des Jahres so zu bieten hat. 

Menschenmassen! Wildes Getummel! Weihnachtsstress! Je mehr ich durch die Straßen und Gassen schlenderte, einen Weihnachtsstand nach dem anderen bewunderte und den würzigen Duft des Glühweins in mich einsog, wurde mir klar, dass alles, trotz dieser weihnachtlichen Atmosphäre, irgendwie gar nichts mit der stillsten Zeit des Jahres gemeinsam hat. Es ist laut, aber trotzdem nicht zu laut. „Stadtlaut“ eben! Oder weihnachtlich laut! Vielleicht strömte dieser Zauber des Ambiente auf mich über, denn es kommt nur darauf an, wohin man seine Aufmerksamkeit fokussiert. Lasse ich mich von dem Stress der Menschen anstecken, all diese Hektik über mich ergehen, dann ziehe ich mich praktisch selbst in diesen Strudel. Je mehr ich die Leute beobachte, umso deutlicher wird mir vor Augen geführt, dass es um Weihnachten nicht darum gehen sollte, welche Geschenke man kauft oder bekommt, es geht darum, eine stille Zeit zu durchleben, voller Besinnlichkeit. Meine Augen wendeten sich in Richtung fröhlicher Menschen, die  ausgelassen gemeinsam Glühwein oder Punsch tranken und ich musste aufpassen, dass ich sie nicht nahezu mit meinem Blick taxierte. Unweigerlich musste ich dabei sogar schmunzeln. Man kann die Weihnachtszeit auch noch ohne Stress oder mit weniger Stress durchleben. Nicht damit, dass man pünktlich alle Weihnachtsgeschenke besorgt und vielleicht auch nicht damit, dass man sich erst am letzten Weihnachtssamstag in die Einkaufsstraßen begibt, sondern wenn man Zeit mit den Menschen verbringt, die einem gut tun. Wenn ich so daran denke, mit einem Punsch in der Hand, in einem angeregten Schwätzchen mit Freunden, dann tut mir sogar die Hektik der Menschen gut. Denn sie ist nicht mehr in meinem Zentrum, es ist eine Welt, die an mir vorüberzieht und die ich nur noch passiv wahrnehme.

Nach all den Gedanken, die ich euch mitteilen wollte, möchte ich es mir nicht nehmen lassen, euch ein paar Empfehlungen zu geben. Nutzt die Gelegenheit, nach Graz zu kommen, wenn sich euch die Möglichkeit bietet. Gerade in der Adventszeit steigen die Nächtigungszahlen bei uns ins Unermessliche. Der Advent in Graz lockt zahlreiche Besucher aus aller Welt an: Asiaten, Lateinamerikaner, Engländer usw. Es sind so viele Menschen während dieser Zeit hier, um sich ein Stückchen Adventszauber mit nach Hause zu nehmen.

Christkindlmarkt am Hauptplatz

Der Klassiker schlechthin! Wenn die Tage kürzer werden, die Nächte länger und die Kälte allmählich über uns hereinbricht, steht der Hauptplatz ganz im Zeichen der vorweihnachtlichen Zeit. Direkt vor dem Rathaus werden kleine Hütten aufgebaut, sowie ein strahlender Pavillon und ein nostalgisches Kinderkarussell, das vom Stil her locker aus Opas Zeiten stammen könnte. Wenn man den Blick über den gesamten Hauptplatz streifen lässt, dann wirkt dieses kleine Stückchen (verbaute) Erde magisch, fast so, als wäre inmitten des ersten Bezirks ein Weihnachtsdorf entstanden. Traditionelles wird mit Kulinarischem verbunden. Während man sein Beerenfeuer genießt, kann man seinen Blick über traditionelles Kunsthandwerk gleiten lassen und sich in ein Weihnachtsfest seiner Kindheit zurückversetzen.

Abends wird es noch magischer. Jeden Tag wird ein neues Bild auf die epische Fassade des Rathausplatzes projiziert und der Pavillon mit integriertem Engelsspiel erstrahlt in Glanz und Gloria.

Getränkeempfehlungen: Heiße Erdbeere, Beerenfeuer, Kardamon-Minze & Feuerzangenbowle.

Öffnungszeiten: Täglich von 10-20 Uhr, Gastronomiestände sogar bis 22 Uhr

Adventszug

Pure Nostalgie ist auch der grün-creme-goldfarbene Bummelzug, der seine Fahrgäste bequem durch die Grazer Altstadt chauffiert. Ich selbst bin noch nicht mitgefahren, aber ich zähle schon die Tage bis zur Adventszeit 2015, wenn mein Neffe S. hoffentlich groß genug ist, um mit seiner Lieblingsgoudi (das bin ich) zu fahren. So kann man eine lange, anstrengende Einkaufstour für kleines Geld gemütlich ausklingen lassen.

Einstiegsstelle: Christkindlmarkt am Hauptplatz
Dauer: ca. 20 Minuten
Fahrpreis: Erwachsene (1,50 €), Kinder (1€)
Öffnungszeiten: Täglich von 12-19 Uhr
Eiskrippe

Die Eiskrippe gehört zweifellos zu uns nach Graz. Sie war schon immer in Graz und wird wahrscheinlich auch immer in Graz bleiben, das hat zumindest einmal einer der Eiskünstler behauptet. Nirgendwo sonst findet man in Österreich eine Eiskrippe und wahrscheinlich lockt sie gerade deswegen Besucher in einer unermesslichen Anzahl an. Auch ich freue mich jedes Jahr aufs neue, sie zu sehen. Sie ist einzigartig, auch wenn sie leider vergänglich ist. Solchen Kunstwerken könnte ich immer tausende von Tränen nachweinen, aber keine Angst. Selbst das vergänglichste Kunstwerk kann man noch eine Weile bewundern. Wer noch die Möglichkeit hat: bis 6.1.2015 ist sie im Landhaushof zu bestaunen. Kostenlos, versteht sich.

Nachts wird sie übrigens in tollen Farben beleuchtet und sieht noch eleganter aus, als tagsüber. Ich liebe es, wenn sich das Licht im kristallklaren Eis bricht. Die Eiskrippe könnt ihr auch von Zuhause aus rund um die Uhr betrachten, nur zu späten Stunde sieht man nicht mehr allzu viel. Trotzdem – es gibt hierfür eigens eine Eiskrippe-Live-Cam! 

„Aufsteirern“ Weihnachtsmarkt am Schlossberg!

Seit heute ist der Weihnachtsmarkt am Schlossberg mein absoluter Lieblingsweihnachtsmarkt in Graz. Natürlich ist der Aufstieg auf dem Schlossberg in der Adventszeit aufgrund zahlreicher Besucher anstrengender und aufwändiger, aber es lohnt sich. Man hat selbstverständlich auch die Möglichkeit, mit der Schlossbergbahn zu fahren, aber eine Freundin von mir und ich haben es gleich dabei belassen, da wir uns gut vorstellen konnten, wie überfüllt die Bahn sein musste.

Der Aufstieg ist zwar steil, aber locker schaffbar. Nachdem ich sogar mit meinen Absatzstiefeln den Gipfel erklommen habe, wurde ich nicht nur mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt, sondern auch mit einem kleinen, aber feinen Adventsmarkt. Über den Dächern von Graz und mit Blick auf den Uhrturm findet man hier wie beim Christkindlmarkt am Hauptplatz kulinarische Schmankerl und Kunsthandwerk. Wer dem Trubel der Stadt entfliehen möchte, ist hier genau richtig. Obwohl sich immer noch einige Besucher rumtummeln, ist es hier wesentlich besinnlicher und ruhiger.

Getränkeempfehlungen: Apfel-Orange-Punsch & Bratapfelpunsch
Öffnungszeiten: 11-20 Uhr

Ich hoffe, es ist mir gelungen, euch in eine Welt voller Nostalgie, Magie und Schönheit eintauchen zu lassen. Vielleicht seit ihr nun selbst auf den Geschmack gekommen, Graz in der Blüte der Adventszeit zu besuchen. Zum Schluss möchte ich euch eines meiner liebsten Punschrezepte vorstellen.

Weitere Adventsmärkte in Graz: 
  • Adventtreff am eisernen Tor
  • Kunsthandwerkstatt am Färberplatz
  • Kunsthandwerkstatt am Mehlplatz
  • Adventmarkt am Glockenspielplatz
  • „Buntes aus aller Welt“ am Tummelplatz
  • Kinder-Winterwelt am Karmeliterplatz
  • uvm.
Weihnachtspunsch
 
Zutaten
1/4 l Wasser
200 g Zucker
Schale von 1 Orange und 1 Zitrone
350 g Zucker
1 l Wasser
Saft von 1 Zitrone
Saft von 4 Orangen
5 EL starker, schwarzer Tee
5 EL Birnenlikör

Orangen- und Zitronenschalen schneiden. 1/4 l Wasser und 200 g Zucker aufkochen, über die Zitronen- und Orangenschalen gießen und zugedeckt stehen lassen.
1 l Wasser und 350 g Zucker aufkochen und den Saft der Orangen und Zitronen dazugeben.
Tee, Birnenlikör und Zuckerlösung von den Orangen- und Zitronenschalen dazugeben, alles gut verrühren und abseihen. Heiß servieren.

Informationsquellen: Graz Tourismus

Danke an meine Studienkollegin und liebe Freundin Elisa für die seelische Unterstützung beim Fotografieren 🙂
Schaut doch auch bei den anderen Bloggerinnen vorbei, die dazu beitragen, diesen Adventskalender mit viel Liebe zu gestalten. Gestern war die liebe Tavie dran und morgen geht’s ab zur lieben Irina. Schaut auch bei den anderen vorbei. Es gibt tolle Inspirationen und Gewinnspiele. Übrigens: seid nicht traurig, dass es bei mir im 14. Türchen keines gibt, ABER Bescherung ist erst am Heiligen Abend 🙂

 
Türchen Nr. 6 www.greeklicious.de
Türchen Nr. 12 http://sarahsneverland.de
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