Tag : Haare färben

Naturhaarfarbe

Haarefärben ade – Warum ich mich für meine Naturhaarfarbe entschieden habe.

Haarefärben ade

Warum ich mich für meine Naturhaarfarbe entschieden habe!

Back to the roots - back zur Naturhaarfarbe. Wie es dazu kam, erfährst du in diesem Blogbeitrag. 

Ich färbe meine Haare, seitdem ich 12 Jahre alt bin. Ich weiß, das klingt extrem jung, doch begonnen hat es mit simplen Strähnchen. So „richtig ganz“ gefärbt habe ich sie das erste Mal mit 14. Schon im Kindergarten wünschte ich mir blonde Haare. Ich weiß nicht, warum, aber mich faszinierten blonde Haare. Höchstwahrscheinlich weil alle meine Freunde blond waren und ich mir als dunkelhaariges Kind vorkam, als wäre ich anders, als die anderen. Eigentlich verrückt.

Somit begann meine Haarfärbekarriere relativ früh. Mit 14 war ich dank Strähnchen komplett blond. Im Laufe der Jahre kamen schließlich immer mehr dazu. Das reichte mir jedoch nicht. Darum ließ ich sie komplett färben. Immer beim Frisör. Letztendlich half es nicht viel: mit 15 hatte ich einen richtig schlimmen Frisörunfall. Meine langen Haare musste ich abschneiden und wieder zu meiner Naturhaarfarbe zurückfärben. 

Nachdem sie sich erholt hatten, begann ich erneut, meine Haare blond zu färben. Diesmal step by step mit Strähnchen. Auch wenn es schonender war, es beanspruchte meine Haare trotzdem erheblich. 

Im Laufe meiner Färbekarriere wurde das Färben optimiert. Die Methoden und Produkte wurden immer besser. Mit 23 Jahren habe ich die Finger von Blondierungen komplett gelassen. Meine Haare wurden fortan gefärbt – nur noch mit einem schwindend geringen Anteil an Wasserstoffperoxid. Sie waren danach natürlich nicht mehr hellblond, sondern hatten eher einen karamelligen Ton. Die Farbe mochte ich sehr. 

 

Irgendwann sehnte ich mich wieder nach einer Veränderung. Mit Pigmenten wurde aus meinem karamellblond ein aschiges blond. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich nicht, dass ich je wieder Wasserstoffperioxid an meine Haare lassen würde. Doch ich wollte jedes Mal ein noch aschigeres Ergebnis haben, sodass ich um das Blondieren letztendlich nicht herumgekommen bin. Schließlich wurden sie dann doch wieder sehr, sehr blond. Für den Sommer hat das gepasst, aber eigentlich hatte ich zu diesem Zeitpunkt schon meinen Gefallen an dunkleren Haaren gefunden. 

Naturhaarfarbe
Naturhaarfarbe

So ging es dann weiter...

Blondiert wurde dann nicht mehr. Immer nur der Ansatz angepasst, damit es in ein schönes Ombré überging. Als ich mir meine Extensions in die Haare setzen ließ, wurden nochmal ein paar wenige Highlights gesetzt und that’s it. Das war das letzte Mal, dass ich meine Haare gefärbt habe. Nicht mal, als ich mir die Extensions hochsetzen ließ, färbte ich nach. Der Ansatz störte mich nicht, denn der Übergang war fließend. Und so kam es dazu, dass ich mir die Haare eher unbewusst auswachsen ließ. Wie „wenig blond“ ich eigentlich noch war, merkte ich, als ich mir die Extensions das zweite und letzte Mal hochsetzen ließ. 

Ich gewöhnte mich immer mehr an diesen dunkleren Look und fing an, ihn zu mögen. Noch während ich die Extensions trug, stand für mich fest, dass meine Tage als Blondine allmählich gezählt sind. In der Quarantäne habe ich mir die Extensions dann selbst mit Kokosöl entfernt. Meine unteren Haare sind bereits fast komplett in meiner Naturhaarfarbe. Das Deckhaar hat quasi noch die „Reste“ meiner letzten Färbeaktionen. Ob ich mir die Haare nach der Quarantäne farblich an meine Naturhaarfarbe komplett angleichen lassen werde, weiß ich noch nicht. Auf jeden Fall hätte ich gerne neue Extensions. Wenn ich meine Haare dafür färben lassen muss, um ein makelloses Ergebnis zu erzielen, dann werden sie definitiv gefärbt. Wir werden sehen, wie die Haare aussehen, wenn die Spitzen wieder geschnitten sind. Was ich jedoch weiß: wenn sie gefärbt werden, dann eben nicht mehr blond, sondern in meine Naturhaarfarbe – so exakt, wie es eben möglich ist und bestenfalls nur die Längen, die bereits gefärbt sind.  

Naturhaarfarbe
Naturhaarfarbe

Naturhaarfarbe statt Blond: die Gründe

Eine andere Haarfarbe als blond war für mich immer undenkbar. Dunkle Haare mochte ich nie an mir. Je mehr das gefärbte Haare rauswuchs, desto besser erkannte ich die Benefits von unbehandeltem Haar. Obwohl mir meine eigenen Haare immer relativ gesund vorkamen, merke ich vor allem jetzt, dass es noch viel, viel gesünder geht. Klar, meine Spitzen müssen geschnitten werden, die noch gefärbten Stellen sind leicht trocken, dennoch ist es ein erheblicher Unterschied. Vor allem, wenn ich mein restliches gefärbtes Haar mit dem Naturhaar vergleiche und das gefällt mir. Ich selbst gefalle mir mit dunklen Haaren, was ich nie für möglich gehalten habe, aber wir verändern uns alle und so auch unsere Präferenzen. 

Ich weiß natürlich nicht, ob sich mein Geschmack irgendwann wieder ändert und ich mir meine blonden Haare zurückwünsche. Um ehrlich zu sein, überlege ich manchmal schon, wieder hellere Haare zu haben – vor allem, wenn ich meine alten Fotos als Blondine sehe. Insbesondere den karamelligen Blondton vermisse ich. Auf der anderen Seite bin ich einfach zu neugierig, wie meine Haare aussehen würden, wenn alles herausgewachsen ist. Darum versuche ich jetzt durchzuhalten. 

Ein anderer Grund ist, dass sie nun viel anspruchsloser geworden sind, was die Pflege angeht. Na gut, ich muss noch gut balancieren, weil die Längen und Spitzen des Deckhaares noch gefärbt sind und mein Ansatz bis zum Ohr geht. Beide Parts brauchen eine unterschiedliche Pflege, aber den Dreh werde ich sicher bald raus haben. 

Last but not least – der Kostenfaktor. Zwar investiere ich immer gerne in meine Haare, auch wenn ich in den letzten Jahren etwas nachlässiger geworden bin, aber gerade das Färben hat immer viel Geld verschlungen, das ich nun in andere Dinge investieren kann, die ich mir wünsche. 

2 1/2 Jahre ohne Wasserstoffperoxid

Mit meiner Naturhaarfarbe mittelbraun war ich schon als Kind unzufrieden. Ich wollte immer strahlend blondes Haar haben. Es war naheliegend, dass ich im Laufe meiner Jugend damit beginnen würde, mir meine Haare zu färben. Bereits mit 14 hatte ich blonde Haare. Damals noch mittels Strähnchentechnik, ehe es mit 15 Jahren zu meinem Friseurunfall kam. Mit Wasserstoffperoxid wurden meine Haare extremst aufgehellt, sodass meine ganze Haarstruktur zerstört wurde. Zwangsläufig musste ich zu meiner Naturhaarfarbe zurückkehren, um wieder gesünderes Haar zu bekommen. Die Heilung meiner Haare hat viel Zeit beansprucht. Bis heute sind sie nicht mehr so, wie sie einmal waren. Zurückzuführen ist das auch auf die Tatsache, dass ich mit 17 Jahren erneut damit anfing, meine Haare aufzuhellen. Diesmal nur noch mit der Strähnchentechnik.

Diese Technik war zwar wesentlich haarschonender, aber in der Realität trotzdem nicht haarschonend. Außerdem bekam ich damit meinen Ansatz nie ganz weg. Meine Haare wachsen relativ schnell, sodass es nach wenigen Wochen nicht mehr gut aussah. Darüber hinaus hatte ich trotz Strähnchentechnik immer einen Gelbstich in meinen Haaren, den ich auch mit Silbershampoo nie ganz rausbekam. Dass meine Haare trocken waren, muss ich an dieser Stelle wohl nicht erwähnen.

Glücklich war ich zu diesem Zeitpunkt weder mit meiner Haarfarbe, noch mit der Gesundheit meiner Haare. Früher schaffte ich es zwar, mit der Strähnchentechnik meine Haare trotzdem lang zu bekommen, aber nach meinem Friseurunfall gelang mir das nicht mehr. Die Rückkehr zu meinen dunklen Haaren war naheliegend, doch ich konnte mich nicht überwinden. Mit braunen Haaren fühle ich mich nicht wohl, darum wollte ich dunkle Haare um jeden Preis vermeiden.

2 1/2 Jahre ohne Wasserstoffperoxid: Mein Fazit zum Haarefärben

Kein Wasserstoffperoxid

…und trotzdem helle Haare

Durch Zufall entdeckte ich vor über zwei Jahren in der Vogue eine Haarfarbe, die mir auf Anhieb gefiel. Das Model trug helle Haare und war trotzdem nicht strohblond. Damals etablierte sich die Trendfarbe „Bronde“, also eine Farbe zwischen Blond und Braun. Zu diesem Zeitpunkt war Bronde DIE Lösung für mich, um von der Blondierung wegzukommen und trotzdem helle Haare zu haben. Außerdem ist diese Farbe wesentlich natürlicher, als ein Blond á la Britney Spears. Insbesondere für Frauen, die von Natur aus brünette Haare haben.

Den Entschluss gefasst, machte ich mich auf den Weg zur Friseurin meines Vertrauens. Ich rechnete wieder mit einer Blondierung, da meine dunklen Haare (Ansatz und unterhalb des Deckhaares) aufgehellt werden mussten und war überrascht, dass eine richtige Blondierung nicht notwendig war. Wir mussten meine Haare „nur“ färben. Natürlich war auch in der Haarfarbe ein gewisser Prozentanteil Wasserstoffperoxid enthalten, ansonsten würde man dunkle Haare nicht hell bekommen. Dieser Anteil war jedoch verschwindend gering, sodass man von keiner Blondierung mehr sprechen konnte.

Mir wurde erklärt, dass dieser Prozess viel Zeit in Anspruch nehmen wird, bis wir mein Wunschergebnis erreichen, aber ich wollte es versuchen. Schon der erste Prozess in Richtung bronde Haare verschaffte mir ein wesentlich natürliches Ergebnis. Ich hatte endlich eine Haarfarbe, die mehr zu meinem Typ passte, obwohl mein Deckhaar aufgrund seiner vorherigen Helligkeit durch die Färbung noch heller wurde. Erst bei späteren Besuchen wurden meine Haare abgedunkelt.

Auf jeden Fall war es mein erster Friseurbesuch seit Jahren, bei welchem ich diese blaue Pampe nicht auf meine Haare bekam. Zusätzlich wurde mit Olaplex gearbeitet. Nach jedem Friseurbesuch merkte ich eine Verbesserung meiner Haargesundheit.

-HIER- könnt ihr nachschauen, wie meine Haare vorher ausgesehen haben. -SO- sahen meine Haare aus, nachdem ich bereits zwei Friseurbesuche OHNE Blondierung hinter mich gebracht hatte. Anmerkung: Ich trage auf den Bildern Extensions.

Verrückt, dass meine Haare ohne Blondierung so hell wurden. Übrigens: Meinen Brondeton haben wir nie wirklich erreicht. Ich mochte das Zwischenergebnis an mir. Das war der warme Karamellton, den ich lange Zeit trug. Deswegen habe ich mich damals entschieden, von meinem Ursprungsplan abzuweichen.

2 1/2 Jahre ohne Wasserstoffperoxid: Mein Fazit zum Haarefärben

Strahlen ohne Wasserstoffperoxid

So haben sich meine Haare verändert

Nach dieser langen Vorgeschichte, möchte ich euch nun verraten, wie sich meine Haare seither entwickelt haben. Natürlich werden meine Haare nach wie vor durch das Färben beansprucht, aber die Veränderung und allen voran die Verbesserung ist ENORM. Die Haare ziehen sich nach dem Waschen nicht mehr wie Kaugummi, lassen sich besser durchkämmen und sind spürbar weicher, sowie glänzender geworden.

Meine Spitzen bleiben länger gesund. Früher brachen sie sogar unmittelbar nach dem Friseurbesuch leicht ab. Momentan gehören sie zwar wieder geschnitten, aber der nächste Friseurbesuch steht schon im Terminkalender – der letzte Termin liegt dann zehn Wochen zurück.

Meine Haare können nun auch die Pflege und Nährstoffe leichter aufnehmen. Fettige Ansätze und trockene Spitzen sind Geschichte, weil mein Haar vom Ansatz bis in die Spitzen die gleiche Pflege verträgt. Deshalb fetten sie nicht mehr so schnell nach.

Dadurch, dass sie zwar noch blond, aber wesentlich dunkler als früher sind, wirkt mein Ansatz nicht mehr ungepflegt. Selbstverständlich sieht man ihn nach einiger Zeit, aber ich finde, er harmoniert mit den Längen – gerade in Zeiten des Ombré- und Balayagetrends vorteilhaft. Mein Übergang von dunkel zu hell ist somit viel stimmiger.

Unabhängig von der Optik ist das Haarwachstum die stärkste Verbesserung. Meine Wunschlänge habe ich zwar immer noch nicht erreicht, aber im Vergleich zu damals sind sie wesentlich länger geworden. Wären meine Stufen endlich weg, würden sie auch in der jetzigen Länge optisch länger wirken. Darum bin ich gerade dabei, sie rauswachsen zu lassen. Das funktioniert nun deutlich unproblematischer, als früher.

2 1/2 Jahre ohne Wasserstoffperoxid: Mein Fazit zum Haarefärben

Mein Fazit zum Thema „Blonde Haare ohne Blondierung“

Ich bin wirklich froh, dass ich dieses massive Blondieren aufgegeben habe. Momentan ziele ich darauf ab, meine Haare aschblond zu färben. Dazu ist zwar wieder eine leichte Blondierung notwendig, da wir sonst den Rotstich nicht aus meinen Haaren bekommen, aber die gute Nachricht ist, dass sich inzwischen einiges getan hat. Neue Technologien und Methoden machen eine wesentlich schonender Aufhellung möglich. Trotzdem werde ich nie mehr auf die Art und Weise meine Haare blondieren lassen, wie früher. Zudem haben meine Haare wieder eine bessere Struktur. Das bedeutet: Sie halten es besser aus, wenn leichte Highlights einblondiert werden.

Wenn ihr möchtet, halte ich euch hier gerne auf dem Laufenden. Um es so haarschonend wie möglich über die Bühne zu bringen, wird dieser Prozess bestimmt noch ein Weilchen dauern.

Stand April 2020: Inzwischen färbe ich mir meine Haare gar nicht mehr. Wieso, weshalb, warum: all das gibt es -HIER- nachzulesen.