Tag : Kaffee

Be Brewtiful am Tag des Kaffees

Werbung: Der Beitrag „Be Brewtiful am Tag des Kaffees“ entstand in Zusammenarbeit mit J.Hornig.


 

Was wäre der Tagesbeginn ohne diesen bekannten Duft in der Nase? Unverkennbar aromatisch und einzigartig. Wie könnte ich stressige Arbeitstage nur ohne überstehen? Ohne dieses Elixier? Ein Elixier mit unglaublichen Kräften, denn es schafft das, was sonst niemand schafft. Es macht meine müden Augen wach. Auch wenn ich zwei oder drei Anläufe brauche. Oder Tassen. Es ist mein Überlebenselixier für stressige, aber auch nicht ganz so stressige Tage: Kaffee. Eine große Liebe, wenn auch nicht auf den ersten Schluck. Nichts auf dieser Welt ist vergleichbar mit unserem Wachmachergetränk. Und nichts auf der Welt hat so eine unverkennbare Duftnote, wie Kaffee. Kaffee und ich – wir verstanden uns nicht von Anfang an gut, doch irgendwann entwickelte sich zwischen uns doch noch eine ernsthafte Beziehung. Ein Indiz dafür, dass ich immer mehrere Anläufe brauche, bis etwas wirklich funktioniert? Wer weiß!

Obwohl es kein Geheimnis mehr ist, bin ich immer noch aufgeregt, wenn ich darüber nachdenke, schreibe oder spreche. Kaffee hat mich durch den grauen Unialltag begleitet, mir so manche Lehrveranstaltung versüßt und ja, ich war auch kurz davor, mich bei Kaffee im Vorwort meiner Diplomarbeit zu bedanken. Unsere Beziehung ist etwas ganz Besonderes. Jetzt, einige Jahre nachdem sich das Band zwischen uns gefestigt hat und wir unzertrennlich wurden, habe ich plötzlich meine eigene Kaffeeröstung. Eine Kaffeeröstung, die nicht mir ganz alleine gehört. Aber ich teile gerne. Vor allem mit lieben Freunden. Kerstin von Miss Getaway und ich bringen im Oktober Be Brewtiful auf den Markt. Damit wollen wir nicht nur eure müden Tage erhellen, sondern auch das Leben anderer. Der Reinerlös unseres Verkaufs soll einem guten Zweck zukommen.

 

 

Be Brewtiful

Von der Bohne zur Röstung bis hin ins Kaffeehäferl

Alles begann in der ersten Jahreshälfte, als wir von J.Hornig gefragt wurden, gemeinsam an einer eigenen Kaffeeröstung zu arbeiten, die auch verkauft werden soll. Begeisterung machte sich bei uns breit. Dass wir beide hoffnungslose Coffeejunkies sind, ist kein Geheimnis. Die Karten liegen auf den Tisch – schon längst. Von der ersten Nachricht zum Projektstart vergingen einige Monate. Monate der Ungeduld, aber auch Monate der Vorfreude.

 

 

Das Cupping

Hinter Be Brewtiful steckt eine Röstung, die Kerstin und ich selbst auswählen durften. Das geschah bei einem sogenannten Cupping. Acht Kaffeeröstungen wurden uns serviert, die wir probierten, bewerteten und geschmacklich analysierten. Wir drucksten herum, konnten uns nicht entscheiden, obwohl mein Favorit doch von Anfang an Cup Nummer acht war, der tatsächlich von Cup Nummer acht zu Be Brewtiful wurde.

 

 

Der Name und das Design

Nach dem Cupping hatten wir die Aufgabe, uns einen Namen zu überlegen und das Design zu kreieren. Eine Bestandsprobe für unsere Freundschaft? Wohl kaum! Hier zeigte sich erneut die Harmonie zwischen Kerstin und mir. Wir mussten nicht lange diskutieren, hatten ähnliche Visionen und fanden unsere Ideen gut, sodass eine Einigung kein Hindernisparcours darstellte. Ein wichtiges Kriterium stand auf unserer Prioritätenliste: Name und Design mussten zu uns beiden passen.

Zwar sind Kerstin und ich sowohl äußerlich als auch teilweise charakterlich unterschiedlich, aber wir haben uns auf gemeinsame Interessen fokussiert: Selbstentfaltung/Selbstentwicklung/Selbstliebe, Kaffee und Reisen. So entstand das Design mit den Kontinenten und der Name: Be Brewtiful.

 

 

Das Aroma

Be Brewtiful ist mild im Geschmack, mit einer schokoladigen Note und passt zu sämtlichen Kaffeezubereitungsmethoden. Ob Vollautomat, Bialetti oder French Press – unser Kaffee ist für jeden geeignet. Plus: Unsere Bohnen sind zu 100% Arabica Bohnen.

 

 

Die Röstung

Wir waren hautnah mit dabei, als Be Brewtiful geröstet wurde und durften exklusive Einblicke in die Kaffeeproduktion nehmen. Vom Rohkaffee bis zum Konsumenten sind unzählige und aufwendige Arbeitsschritte notwendig. Alles für die gute Bohne.

 

Be Brewtiful

 

Es dauert nicht mehr lange und dann wird es Be Brewtiful zu kaufen geben. Kerstin und ich würden uns sehr freuen, wenn ihr uns bei unserem kleinen Projekt unterstützt. Allen voran deswegen, weil wir einen guten Spendenerlös für einen guten Zweck erzielen möchten. Ihr werdet sofort informiert, wenn die Kaffeeröstung an die Kauffront geht. Auf Instagram halte ich euch auf dem Laufenden.

 

Life Update #17: Reset in 10 Wochen

Okay, langsam werde ich spürbar nervös. Ich schaue auf den Kalender, lasse die Zahl auf mich wirken und stelle fest: In 10 Wochen drücke ich die Reset Taste und ziehe nach Graz. Das bedeutet, dass ich in 8 Wochen meine Stelle als Lehrerin antreten werde und schwups wird sich mein Leben von einem Moment auf den anderen verändern. Ich bin aufgeregt, neugierig, gespannt und auch ein bisschen ängstlich. Was wird mich erwarten? Komme ich alleine zurecht? Bin ich wirklich ein Stadtmädel? UND: Werde ich eine gute Lehrerin sein? Werde ich den Alltag meistern? Bringe ich Bloggen, Schule und Pädagogikkurse unter einen Hut? Lassen sich bevorstehende Pressereisen mit den schulischen Terminen vereinbaren? Lehrerin im ersten Jahr bedeutet nämlich nicht, dass wir an den Wochenenden frei haben. Pädagogikkurse warten auf mich. Pflichtveranstaltungen. Und dann ist da auch noch das Studium. Egal, es beginnt wieder etwas neues. Reset in 10 Wochen. Spannend und furchteinflößend zugleich.

 

Abenteuer, Ordnung ins Chaos bringen & Vorbereitung

Mein Leben vor dem Reset in 10 Wochen

Bevor es soweit ist und ich im Klassenzimmer stehe bzw. meine Wohnung beziehe, durchlebe ich jetzt neben all den Vorbereitungen auf meine neuen Aufgaben turbulente Zeiten. Einerseits möchte ich vor dem Umzug mehr Ordnung in mein Leben reinbringen. Der Umzug in die Wohnung soll wirklich ein Neustart werden. Darum bin ich aktuell viel mit Aussortieren beschäftigt. Bald wird auch schon der Möbeleinkauf starten, denn der Mietvertrag ist unterschrieben und die Kaution bezahlt. Das heißt, das Mietverhältnis ist nun endgültig geklärt.

Zusätzlich waren die letzten Wochen wahnsinnig spannend. Ich habe meine Wohnung besichtigt, ein neues Auto steht plötzlich in der Garage, war mit BWT am Red Bull Ring, um mein erstes Formel 1 Rennen vor Ort zu verfolgen, wurde erneut Tante und bekomme gemeinsam mit Kerstin meine eigene Kaffeeröstung. Ganz schön viel und ganz viel schönes.

 

 

Casa Lillywood

Es war soweit. Casa Lillywood (ja, meine Wohnung hat bereits einen Namen) und ich haben uns nun endlich kennengelernt. Seitdem ich mich für die Wohnung entschieden habe, schleiche ich gelegentlich um die Baustelle und fühle mich manchmal wie ein Baustellenstalker. Ich kenne das Gebäude seit Januar, habe es im Rohzustand immer wieder besucht. Und dabei hatte ich immer Schmetterlinge im Bauch. Die Vorfreude ist immens. Meine Besichtigung war nun Ende Juni. Als ich die Wohnung betreten habe, hielt ich kurz inne: Die Wohnung ist kleiner, als ich sie mir vorgestellt hatte. Nichtsdestotrotz war es Liebe auf den ersten Blick. Was mich in Casa Lillywood erwarten wird? Nun ja:

  • 48 Quadratmeter
  • Ein Leben mitten in der Stadt – das heißt, ich werde im Zentrum von Graz leben
  • Ein schnuckliger Minibalkon
  • Der Start in ein neues Abenteuer

Ich kann es kaum erwarten und verbringe momentan viel Zeit damit, die Einrichtung zu planen. Es bleibt spannend.

 

Auf den Straßen mit Bianca

Neben einer neuen Wohnung bereichert nun auch ein neues Auto mein Leben. Allerdings nur für kurze Zeit. Wir haben unseren Nero verkauft. Obwohl meine Mum ihn mir schenken wollte, habe ich mich nach langem Hin und Her dazu entschieden, ihn nicht zu nehmen, da ich in Graz einfach kein Auto brauche. Darum teilen wir uns bis zu meinem Umzug das neue Auto, wieder ein Opel Corsa namens Bianca 🙂 .

 

Auf den Zielgeraden am Red Bull Ring mit BWT

Ende Juni, Anfang Juli hatte ich das Vergnügen, mit BWT nach Spielberg zu düsen. Grund: Der große Preis von Österreich. Obwohl ich mit Motorsport weniger am Hut habe, wollte ich mir diese einmalige Gelegenheit nicht entgehen lassen. Ich kann euch sagen: Ein Formel 1 Rennen live zu sehen, ist etwas ganz anderes als im Fernsehen. Viel Spannung, Action und man bekommt das Feeling hautnah mit. Das wird bestimmt nicht mein letztes Rennen gewesen sein.

Im Zuge dieser Pressereise durfte ich wieder neue kreative Köpfe und Gesichter kennenlernen. Es ist immer wieder aufregend, sich mit Menschen auszutauschen, welche die gleichen Interessen und Ziele verfolgen. Für solche Momente bin ich immer ganz besonders dankbar. Vielen Dank an BWT für die liebe Einladung und die tolle Organisation.

 

 

Willkommen in der Familie, liebe Sophie

Die allerwichtigste Veränderung in der Familie ist bestimmt die Geburt meiner kleinen Nichte Sophie. Ich bin nun zweifache Tante und meistere meinen Alltag gerade mit zwei Kindern. Das mag übertrieben klingen (weil ich ja nicht die Mutter bin), ist aber wirklich so. Da meine Schwester und mein Schwager gerade umbauen, lebt die ganze Familie wieder gemeinsam unter einem Dach. Ich versuche, meiner Schwester zu helfen, wo ich nur kann, da mein Schwager viel Zeit auf der Baustelle verbringt. Glaubt mir, das ist anstrengender, als man denkt, wenn das Haus so voll ist.

Dadurch lerne ich mich selbst auch wieder besser kennen und merke immer mehr, dass ich selbst wahrscheinlich keine Kinder haben möchte. Versteht mich nicht falsch: Ich liebe meine zwei Zwerge abgöttisch und möchte sie in meinem Leben nie, nie, nie mehr missen, aber ich bin eher die coole, nicht allzu strenge Tante und eher weniger der Mamatyp. Aber wer weiß, vielleicht sieht die ganze Sache in ein paar Jahren schon wieder anders aus.

 

 

…und ich bekomme doch ein Baby

Ganz genau. Zwar kein Baby im klassischen Sinne, sondern eine eigene Kaffeeröstung – das ist meine Art von Mama sein 😉 . Gemeinsam mit meiner lieben Freundin Kerstin bringe ich in Zusammenarbeit mit J.Hornig eine Sonderedition auf den Markt. Der Kaffee wird limitiert verfügbar sein und die Reinerlöse gehen an einen guten Zweck, um auch andere an unserem Glück teilhaben lassen zu können. Diese Möglichkeit ist für Kerstin und mich etwas ganz Besonderes, daher freuen wir uns, dass wir im Zuge dieser Zusammenarbeit auch etwas Gutes für andere tun können.

 

Reset in 10 Wochen

 


Wie ihr seht, ist bei mir ganz schön viel los und es wird auch nicht weniger. Ich freue mich auf die kommende spannende Zeit, auf meine Blogprojekte, den Umzug und natürlich auch auf meinen Beruf als Lehrerin. Doch zuerst werde ich mir ein paar schöne Tage in Rom gönnen, um mal wieder ein bisschen das Travelfeeling zu spüren. 

 

 

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Snapshot Sunday #10: Birthday in Prague

Snapshot Sunday

Throwback, Prague & Birthday

Der Snapshot Sunday ist back! Back, back, back again! Juhu! Ihr merkt meine Euphorie und ja, das bin ich. Ich bin total euphorisch, weil ich endlich wieder meine Woche (oder in diesem Fall Wochen) Revue passieren lassen kann. Ich habe den Snapshot Sunday vermisst. Ihr auch? Das technische Gebrechen ist vergessen und so kann es endlich munter weitergehen. Weil ihr leider ein bisschen verzichten musstet, gibt es wahrlich eine Bilderflut. Auch die letzten Wochen sind vertreten.

Viel Spaß!

 

Das Konzept hinter dem Snapshot Sunday lautet: weniger Text, mehr Bilder! Jeden Sonntag um 18 Uhr gibt es einen neuen Snapshot Sunday. Hier lasse ich fotografisch meine Woche Revue passieren und nehme euch mit in meinen Alltag.

 

Throwback

Autumn Fototour with my Partner in Crime

 

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Schloßberg/ Graz

 

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Murbrücke /Graz

 

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Kunsthauscafé/ Graz

 

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Geography Excursion

Prague <3

 

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Tuesday / Short Break/ Prague

 

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Tuesday / Coffee Action Shot / Prague

 

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Tuesday / Lunch / Prague

Tomatencremesuppe

 

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Tuesday / City Inspirations / Prague

 

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Wednesday / My Birthday / Costa / Prague

Geburtstagscheesecake der Erste + Ginger Bread Coffee = Happy Bday Girl

 

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Birthday Treat / Baumkuchen (oder was auch immer) / Prague

Wer hat meine Instadiskussion zu dem „Baumkuchen“-Thema verfolgt? 😉

 

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Wednesday / More City Inspirations / Prague

Fruits & Vegs, Weihnachtsmarkt, Herbst und Straßenmusik

 

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Thursday / More Food / Prague

Suppe im Brotlaib & Macaroon

 

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Thursday / Charming Prague / Prague

 

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Thursday / Prag und seine Kunst / Prague

 

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Ich hoffe, euch gefallen all die Impressionen, die ich in Prag sammeln konnte. Wenn ihr nicht genug davon bekommen könnt: keine Angst, es wird noch einen gesonderten Post zu meiner Pragexkursion geben, welchen ihr dann am Dienstag zu lesen bekommt. Seid gespannt!

Nächsten Sonntag gibt es wieder einen neuen Snapshot Sunday. Ich bin gespannt, was die neue Woche so bringen wird. Ihr auch?

Ich wünsche euch einen zauberhaften Start in die neue Woche! 

PS: Vielen Dank für die ganz lieben und vielen Kommentare, die ich von euch bekomme. Ich versuche wirklich, so schnell wie möglich alle zu beantworten und gebe mir die größte Mühe dabei, euch auf eurem eigenen Blog zu antworten (sofern ihr einen habt). Viele Antworten findet ihr übrigens auch hier auf dem Blog 🙂 – also nicht, dass ihr denkt, ich hätte euch vergessen, aber nachdem der Mac kaputt wurde und ich quasi zwei Wochen lang zwangsoffline war, muss ich EINIGES aufholen, vorbereiten und darum dauert es meistens ein bisschen.

Triest – Grande Amore in Italy

Triest

Grande Amore in Italy

Italien. Eine ganz große Liebe. La Dolce Vita im Nachbarland, mit zauberhaften Städtchen und Impressionen. Italien ist ein Land, für das mein Cuore schlägt. Für das mein Cuore sogar ganz hoch schlägt. Nicht für jeden Ort, aber für die ganz besonderen Plätzchen ist es eine große Liebe. Ich vermeide die typischen Stranddestinationen. Eingedeutscht und eingeösterreichert. Dort findet man nicht viel Kultur und kaum La Dolce Vita Italiana. Man spürt das Land nicht und es herrscht kein richtiges italienisches Leben. Lignano, Bibione, Jesolo. Schön zum Feiern, aber für mich so gar nichts. Das richtige Italien fehlt und es ist gar nicht so unwahrscheinlich, dass man dort Menschen aus seiner eigenen Umgebung trifft. Irgendjemand ist immer dort. Triest ist für mich das komplette Gegenteil. 

Das „Kleine Wien am Meer“ ist nicht nur eine Hafen- und Großstadt, sie ist eine Stadt für Kreative. Ein bisschen Vienna Feeling vermischt mit italienischer Architektur und Sprache.

 

DSC_0069 Triest

Eine Hafenstadt im Karstgebiet

Triest ist eine Hafenstadt im Nordosten Italiens und Hauptstadt der Region Friaul-Julisch Venetien. Die Großstadt gehörte einige Jahrhunderte lang sogar zu Österreich. Seit 1918 ist Triest nun ein Teil von Italien, wird aber immer noch liebevoll das „Kleine Wien am Meer“ genannt. Es stimmt! Triest hat starke Ähnlichkeit mit unserer österreichischen Hauptstadt, allerdings finde ich persönlich die Architektur und Kultur mehr italienisch, als österreichisch. Das ist jedoch Ansichtssache, aber eine Ähnlichkeit ist, wie bereits gesagt, definitiv vorhanden. Auf jeden Fall finde ich die Vorstellung eines kleinen Wiens direkt an der Adria mehr als attraktiv. Vielleicht mag es so klingen, als wäre Triest – wie Lignano & Co. –  eingedeutscht und eingeösterreichert, aber dem ist nicht so. Es war sogar richtig schwierig, mit den Einheimischen auf Deutsch zu kommunizieren. Dadurch, dass Triest noch sehr nördlich gelegen ist, war die Kommunikation auf Englisch möglich, was ansonsten in Italien ziemlich schwierig wird, je weiter es nach Süden geht. Ich selbst habe den Aufenthalt auch dazu genutzt, um zu sehen, ob meine Italienischskills noch vorhanden sind.

Über persönliche Eindrücke erzähle ich euch allerdings in einem anderen Triestpost, der noch kommen wird. Heute soll es primär um die Stadt und dessen Besonderheiten gehen.

 

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Die Kaffeehauskultur

Als Kaffeeliebhaberin dürfte es sich von selbst verstehen, dass ich mich damit verstärkt auseinandergesetzt  und mich erkundigt habe, wie es dort mit dem Kaffee so läuft. Kaffee ist in Italien sowieso quasi ein Nationalprodukt und wesentlich günstiger, als bei uns in Österreich (ein Latte Macchiato kostet im Schnitt nur 2 €). Kaffee ist in Triest sogar eines der Spitzenprodukte. Perfekt für mich. Ich glaube, ich sollte einen Umzug in dieses Städtchen in Erwägung ziehen.

In Triest befindet sich der wichtigste Mittelmeerhafen für den Kaffeehandel. Seit dem 18. Jahrhundert ist er sogar ein Freihafen für die Kaffee-Einfuhr. Freihafen bedeutet, dass für den Import von Waren und Güter keine Zölle oder Einfuhrumsatzsteuern bezahlt werden müssen, darum wird in Triest nicht nur für den nationalen Konsum importiert, sondern gar für den Welthandel. 

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Wenn man in Triest etwas mit Kaffee in Verbindung bringt, dann ist es die Literatur. Es gibt zahlreiche literarische Cafés in der Hafenstadt. Gastfreundschaft wird sowieso groß geschrieben. Egal, in welchen gastronomischen Betrieb man geht, sei es eine Bar oder ein Café, die Italiener servieren immer etwas zu den Getränken dazu. Zu Kaffee gibt es die klassischen Amarettini, ein leckeres Gebäck aus Mandeln (gelegentlich auch aus Aprikosenkernen – aber nicht so in Italien) und zu alkoholischen Getränken, wie Aperol Spritz oder Wein, wird Fingerfood, wie Oliven, Erdnüsse, Prosciutto, Käse oder Chips serviert. Top!

Geschmacklich ist der Kaffee selbstverständlich nicht zu übertreffen. Die Italiener verstehen etwas vom Baristahandwerk. 

 

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Shopping

Oh Italien, du Shoppingparadies. Triest ist ein kleines Schlaraffenland. Nicht wirklich günstig, aber trotzdem ein Einkaufshimmel der Extraklasse. Egal, ob Standardstores, die wir bei uns auch finden oder zahlreiche kleine Boutiquen, bis hin zu Feinkostläden. Dort gibt es wirklich alles. Die Boutiquen sind im Großen und Ganzen leider wirklich nicht erschwinglich. Für mich war es in der Tat sehr schwer, etwas zu finden, was ich mir auch leisten konnte und wollte. Trotzdem war es schön, in diese Shoppingwelt einzutauchen und mehrere Boutiquen und exklusive Läden auszuforschen.

Für die Jugend gibt es ansonsten noch kleinere Kaufhäuser, in denen sich mehrere Labels konzipieren. Als Einkaufscenter würde ich es noch nicht bezeichnen, denn dafür wäre die Größe noch nicht gegeben. Aber Triest ist für mich ohnehin ein Städtchen der Gassen, so wie auch mein geliebtes Graz. Ihr könnt euch schon denken, dass es nur eine Frage von Sekunden war, bis ich mich in die charmante Seitengassenromantik verliebt habe.

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Triest soll zwar angeblich immer noch die preiswertesten und schönsten Schuhe Italiens haben, aber das kommt auch darauf an, was man darunter versteht. Vielleicht definiert eine Studentin „preiswert“ etwas anders, wie jemand, der Vollzeit arbeitet. Bei Schuhen wurde ich leider nicht fündig. Dass sie sehr schön sind, stimmt, ich hätte am liebsten die ganzen Negozi di Scarpe leergekauft, aber preiswert? Na ja. Ich sollte wieder hierher kommen, wenn ich mit dem Studium fertig bin. Jedoch – wer suchet, der findet. Ich habe eine italienische Boutique gefunden, in der ich mir die Sachen leisten konnte und die von der Qualität her top sind. Wie der Laden hieß, weiß ich leider nicht mehr.

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Richtig cool finde ich übrigens, dass es in Triest einen Stradivarius gibt. Den haben wir in Graz leider nicht.

 

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Straßenkunst

Triest ist eine Stadt für Kreative. Kunst und Literatur wird hier allen Anschein nach groß geschrieben, genauso wie die Straßenkunst. Einfallsreichtum und perfektionierte, künstlerische Umsetzung. Das trifft man auf „La Piazza dell’Unitá d’Italia“ („Platz der Einheit Italiens“ – Hauptplatz). Egal, wie die Künstler versuchen, ihrer Kreativität Ausdruck zu verlieren, man sieht und spürt: Es steckt ein Gedanke dahinter. Straßenkünstler tragen maßgeblich zu dem Flair der Stadt bei und sind nicht mehr wegzudenken.

 

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Il Gelato

Italien – Land der kulinarischen Hochgenüsse. Pizza, Pasta, Parmigiano und -ganz wichtig- Gelato. Als Eistigerin habe ich es mir nicht nehmen lassen, mich durch die Sorten zu probieren. Auf dem Bild hier seht ihr übrigens das Eis meiner Mama: Yogurt con Amarena und Menta. Ich habe mir mein Eis erst abends nach dem Essen gegönnt, allerdings bei der gleichen Eisdiele. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie ich mich gefühlt habe, als ich das erste Mal mein Eis gekostet habe. Nicht nur, dass ich unheimlich stolz auf mich war, das Eis auf Italienisch bestellt zu haben, jede einzelne Kugel war ihren Preis so etwas von wert (wobei ich auch erwähnen sollte, dass das Eis, genauso wie der Kaffee, sehr günstig ist). Diese Cremigkeit und der vollmundige Geschmack, das findet man einfach viel zu selten in Österreich bzw. findet man das überhaupt? Ich war schon der Meinung, das Eis von „Eis Greissler“ sei die genialste Erfindung der Menschheit, aber das musste ich sofort revidieren, als ich mir die Sorten „Nutella, Cioccolata Bianca & Cocco“ -naturalmente con molta panna- bestellt habe. Ice Cream Heaven!

Bekanntlich wird sich gern gestritten, wo es das beste Eis gibt, wahrscheinlich ist es mit den Eisdielen in Triest nicht anders. Der eine findet es dort am Besten, der andere wiederum da. Hört NICHT auf die, hört auf mich. Darum mein Tipp: Gelateria Bar Arnoldo. Wenn es eine High End Kategorie für Eis gäbe, dann würdet ihr sie hier finden.

 

„Gelateria Bar Arnoldo“

Viale D’Annunzio Gabriele 60
34138 Triest
Italien

 

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Triest bei Nacht

Triest bei Nacht ist unfassbar belebt. Es herrscht reges Treiben, laute Musik und trotzdem atmosphärisches Ambiente. Egal, wie viel bereits tagsüber los ist, erst am Abend erwacht die Stadt zu richtigem Leben. Perfekt für Jung und Junggebliebene. Triest ist keine Stadt für Langweiler. Triest ist eine Stadt für Menschen, die etwas erleben wollen. 

Dadurch, dass sich ein Ristorante neben dem anderen reiht, eine ansprechende Bar nicht weit entfernt ist und es selbstverständlich draußen genügend Sitzmöglichkeiten gibt, ist man immer mitten im Geschehen. Auch während des Essens. Ich habe es genossen, mitten im Leben zu Abend zu essen, meinen italienischen Weißwein zu trinken und diese Stimmung voll und ganz einzufangen. Wer auf belebtes Nightlife steht, ist in Triest vollkommen an der richtigen Adresse. 

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Teil 1 der Triestpostings: Prosciutteria San Daniele