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Life Update #13: Fulfilling my Dreams

*Der Beitrag „Life Update #13: Fulfilling my Dreams“ enthält PR-Samples. Markierung: Asterisk (*)


 

Ein kleines Geständnis gleich zu Beginn: Obwohl ich in bester Gesellschaft in das Jahr 2018 gerutscht bin, verlief mein Jahresbeginn bis jetzt doch eher bescheiden als bestens. Und soll ich euch einmal etwas verraten? Ich finde es großartig! Bitte denkt euch nicht, dass ich verrückt geworden bin. Nur Erfahrungen haben mir gezeigt: Läuft’s im Januar so richtig -bitte entschuldigt die Ausdrucksweise- beschissen, wird das Jahr meistens grandios. Darauf baue ich und es ist nicht so, dass es keine tollen Momente im Januar bis jetzt gab. Ganz im Gegenteil. Eine Nachricht, die mein Leben im positiven Sinne verändern wird, war mein persönliches Highlight bis jetzt, denn dadurch kann ich mir endlich einen lang gehegten Traum erfüllen. Mehr darüber erzähle ich euch in meinem heutigen Life Update #13: Fulfilling my Dreams

 

 

Eine kleine Achterbahnfahrt

Zwischen positiven und negativen Momenten

Dass mein Jahresbeginn nicht wirklich von Glück geprägt war, wissen wir inzwischen. Trotzdem bin ich dankbar, dass ich das Jahr mit wundervollen Freunden beginnen durfte. Für mich persönlich hätte ich das alte Jahr nicht besser abschließen können. Darum ist es auch ein Trost, dass ich mich jetzt erstmals auf einer Talabfahrt befinde, die aber langsam bald zu Ende zu sein scheint. Denn spätestens im Tal steht der nächste Lift und dann gehts auch wieder bergauf. Ich bin zuversichtlich, denn es erwarten mich tolle Dinge, auf die ich mich freue.

 

 

Fulfilling my Dreams: Meine positiven Momente

Ich werde Lehrerin

Jetzt kann ich euch endlich davon erzählen. Kurz vor Weihnachten wurde ich zu meinem ersten Vorstellungsgespräch an einem Grazer Gymnasium eingeladen. Dass ich meine potentielle Schule lieber anonym halten möchte, ist natürlich verständlich, denn mein Lehrerleben ist nicht mein Bloggerleben. Nur so viel: Die Schule liegt zentral und nicht abgelegen in irgendeiner Einöde von Graz.

Das Bewerbungsgespräch selbst lief super. Ich durfte die Direktorin der Schule kennenlernen, welche mich nicht nur mit einer äußerst angenehmen Herzlichkeit empfing, sondern auch im ganzen Gesprächsverlauf sehr sympathisch war. Natürlich war ich Feuer und Flamme, denn das Auftreten der Direktion ist schon einmal ein deutliches Zeichen, wie das Arbeitsklima in der Schule selbst ist.

Obwohl das Bewerbungsgespräch super lief, wusste ich eine Zeit lang gar nicht, ob ich das Praktikum nun an dieser Schule beginnen darf oder nicht. Darum setzte ich mich mit dem Landesschulrat in Verbindung und ab der zweiten Januarwoche hatte ich endlich Gewissheit: Ich habe meinen Praktikumsplatz in meiner Traumstadt. 

 

Endlich ausziehen!

Im September werde ich monatlich verdienen. Dank eines regelmäßigen Gehaltes kann ich auch sorgenfrei(er) in eine eigene Wohnung ziehen. Nach sechs Jahren Pendeln mag ich auch nicht mehr wirklich hin- und herfahren. So versteht es sich von selbst, dass ich mir eine Wohnung in der Nähe meiner zukünftigen Arbeitsstelle suchen werde.

Wann genau ich ausziehen möchte, steht noch in den Sternen. Eigentlich wollte ich im Juni oder Juli ausziehen, um mich vor Schulbeginn in meiner neuen Heimatstadt etwas einzuleben. Spätestens im September wollte ich meinen Wohnort dort haben, aber es kann durchaus sein, dass sich das ganze verzögert. Ich bin gerade auf Wohnungssuche und das aktuelle Objekt meiner Begierde wäre erst im Oktober bezugsfertig. Lange habe ich wohl nicht mehr Zeit, um über diese Wohnung nachzudenken, aber sie reizt mich wahnsinnig.

Natürlich werde ich euch auf My Café Au Lait regelmäßig auf dem Laufenden halten. Geplant sind auch themenspezifische Postings zu meinem Umzug. Vielleicht gibt es auch die einen oder anderen Interiorpostings. Aber zuerst muss eine Wohnung gefunden werden bzw. sollte ich mich endlich zu einer Entscheidung durchringen. Falls ihr Infos für Wohnungen rund um Graz habt: Nur her damit.

 

Die eher unschönen Dinge

Mein Unichaos

Obwohl ich als Bloggerin inzwischen effizienter arbeite und damit zufrieden bin, hab ich die Uni etwas aus den Augen verloren. Wer mir auf Instagram folgt, hat es wahrscheinlich mitbekommen. Ich habe total auf diverse Abgaben vergessen, verschwitzt, dass ich über Weihnachten ein Buch lesen sollte und eine Prüfung stand mir auch noch bevor. Für die Bereinigung dieser Dinge habe ich mir Zeit genommen, sodass jetzt fast alles wieder seinen gewohnten Gang geht. So ganz ist mein Studium noch nicht strukturiert, aber das meiste habe ich erledigt und meine Prüfung habe ich zum Glück auch bestanden.

 

Wintertiefs

Ich bin so froh, dass uns bald der Frühling bevorsteht. Anscheinend komme ich mit dem Winter nicht zurecht. Meine Haut trocknet die ganze Zeit aus, es ist bitterkalt und permanent dunkel. Ich bin Dauermüde und fühle mich momentan einfach nicht wohl in meinem Körper. Da Frühling jedoch die Zeit ist, in welcher meine Endorphine wieder zum Leben erwachen, zähle ich schon die Tage runter bis zum meteorologischen Frühlingsbeginn am 1. März. So lange wird es zum Glück nicht mehr dauern und dann können wir endlich alle wieder aus unserem Winterschlaf erwachen.

 

 

Immer optimistisch bleiben

Natürlich haben mich diese und auch noch weitere Dinge, über die ich aktuell nicht ausführlich sprechen möchte, etwas runtergezogen, aber ich habe meinen Optimismus vom Sommer beibehalten. Retrospektiv betrachtet war der Januar gar nicht mal so schlecht, schließlich weiß ich, dass etwas auf mich zukommen wird, wovon ich wollte, dass es auf mich zukommt. Darum wird nicht feig resigniert. Ich arbeite aktiv daran, das Jahr 2018 grandios werden zu lassen und kämpfe für alles, was ich selbst in der Hand habe und beeinflussen kann.

 


 

Fulfilling my Dreams

Outfitdetails

Jumper*: Vila
Blouse*: Aniston
Jeans*: Only
Bag*: Tommy Hilfiger
Shoes*: Tommy Hilfiger
Sunnies: Ray Ban

 

Alex & Lisa in Budapest (Hungary)

Travel with us

Alex & Lisa in Budapest

Mittlerweile ist eine Woche seit unserer Budapestreise vergangen. Heute gibt es sogar eine Premiere auf diesem Blog, denn Alex und ich schreiben diesen Beitrag zusammen. In erster Linie können wir durchaus sagen, dass uns diese Reise sehr gut gefallen hat und wir jederzeit wieder nach Budapest reisen würden. In diesem Beitrag wollen wir euch die Stadt näher bringen und euch auf unsere Reise mitnehmen. Erlebt hautnah unsere persönlichen Eindrücke und wir hoffen, dass ihr mit unseren Tipps Lust bekommt, selbst in die ungarische Hauptstadt zu reisen. Eines soll gesagt sein: Es lohnt sich definitiv!

 

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Sehenswertes in Budapest

Hősök tere (Heldenplatz)

Unsere Reise begann damit, dass wir die typischen Tourismushotspots besucht haben. Leider hat das Wetter nicht ganz mitgespielt, sodass wir uns nicht alles anschauen konnten, was auf unserem Plan stand. Unsere Sightseeingtour begann am Heldenplatz. Dieser war von unserem Hotel aus schnell zu Fuß erreichbar. Der Heldenplatz ist sogar ein Weltkulturerbe der UNESCO und ist aufgrund dessen, dass er ein typischer Tourismuspunkt ist, stark frequentiert. Besonders empfehlenswert ist der Heldenplatz für jene, die sich für Geschichte interessieren. Man findet dort zahlreiche Monumente, Denkmäler und Statuen. Einen besonderen Charme versprüht er bei Nacht – aufgrund der wunderschönen Beleuchtung.

 

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Gellért-Hegy (Gellértberg)

Der Gellért-Hegy ging uns ganz schön auf die Substanz. Vorab gesagt – ihr braucht eine gute Kondition. Wir benötigten (ungelogen) 45 Minuten um die Zitadelle am Gipfel zu erreichen. Aber es hat sich definitiv gelohnt. Obwohl es neblig war, hatten wir trotzdem einen schönen Ausblick auf die Stadt. Ein bisschen erinnerte uns der Gellért-Hegy an den Grazer Schloßberg. Aufgrund der zahlreichen Wege und Abzweigungen hatten wir kleine Orientierungsschwierigkeiten. Die Statue (Zitadelle) am Gipfel ist beeindruckend – nachtsüber ist sie sogar beleuchtet und vom Ufer der Donau aus gut sichtbar.

 

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Széchenyi lánchíd (Kettenbrücke)

Budapest ist eine Stadt der Brücken. Die wohl berühmteste und bekannteste Brücke ist definitiv die Kettenbrücke (von insgesamt 9 Brücken in Budapest). Sie verbindet die beiden Stadtteile Buda (Wohnbereich) und Pest (Stadtzentrum). Besonders nachts sollte man sie besuchen, wenn man in Budapest ist. Die Beleuchtung ist einzigartig und bei Fotografen sehr beliebt. Nachts tummeln sie sich am Ufer der Donau, um einen begehrten Nightshot der Brücke zu ergattern. Eine weitere schöne Brücke in Budapest wäre beispielsweise die Freiheitsbrücke.

 

Kettenbrücke Brücke1 Brücke

 

Weiters beliebt

Wenn das Wetter mitspielt, ist auch das Burgviertel einen Besuch wert. Dort findet man eine der herausragendsten Sehenswürdigkeiten Budapests – die Fischerbastei. Am Ostufer der Donau befindet sich auch die größte Synagoge Europas, sowie die St.-Stephans-Basilika, die größte Kirche der Stadt. Etwas außerhalb von Budapest könnt ihr euch das Schloss Gödöllő ansehen. Perfekt für all jene, die sich für die Habsburger interessieren. Das Schloss Gödöllő war nämlich die Hauptresidenz der Kaiserin Elisabeth von Österreich, wenn sie in Ungarn verweilte.

 

Lexchen

 

Kulinarik in Budapest

Okay – wir geben es zu. Typisch ungarisch essen waren wir nicht! Das lag daran, weil das ungarische Gulasch dort anders zubereitet wird, als wir es kennen. Trotzdem haben wir ein paar nette Lokale für uns entdeckt. Am ersten Abend waren wir im „Puder“ – einem Pub in der Nähe des Stadtzentrums (mit der U-Bahn-Linie M3 von Keletí aus leicht erreichbar). Dort gab es eine große Auswahl an selbstgemachte Burgern und Beilagen. Am besten gefiel uns jedoch die Pizzeria „Il Classico“ (Nyugati Platz). Das Essen dort ist sehr empfehlenswert. Unschlagbar ist der Preis. Wir beide bezahlten für eine Pizza (mit Extrabelag), einen Teller Penne mit Räucherlachs und zwei Flaschen Cola zusammen knapp über 10 Euro. Was will man mehr? Perfektes Essen zu einem günstigen Preis.

 

Pizzeria DSC_2709

 

Wer nach so einer leckeren Pizza oder Pasta noch etwas Süßes möchte, dem kann ich nur einen unsagbar leckeren Donutladen empfehlen. „The Box“ befindet sich in unmittelbarer Nähe und bietet eine Vielzahl an Donuts in viereckiger Form an. Oder ihr schaut bei Costa vorbei. Einem beliebten Coffeeshop, der sein Franchise global hat.

 

Donut Box The Box Donut Close up Donuts 2 Budapest

 

Nightlife in Budapest

In Budapest geht die Post ab. Am ersten Abend waren wir nur gemütlich etwas trinken. Das richtige Fortgehen haben wir auf den nächsten Tag verlegt. Zuerst waren wir im Szimpla. Man darf sich kein Schickimicki-Lokal erwarten, denn das Szimpla ist eine richtige Bruchbude. Das meinen wir im positiven Sinne. Ihr könnt euch das so vorstellen, dass es sich um ein altes Wohngebäude handelt, bei dem Türen herausgerissen wurden und die Wände bis aufs Letzte vollgeschrieben sind. Es ist etwas ganz Eigenes, Spezielles. Etwas, das man nicht jeden Tag hat. Dort trifft sich alles. Von jung bis alt. Außerdem ist das Szimpla bei Touristen sehr beliebt. Hier trefft ihr auf verschiedene Länder und Kulturen. Das Szimpla bietet einfach alles. Ihr könnt dort etwas trinken gehen, essen, sowie Shisha rauchen. Hier geht alles. Von Vortrinken bis zur unvergesslichen Partynacht. Weil es uns so gut gefallen hat, blieben wir bis zur Sperrstunde. Danach ging es weiter ins Instant. Dort haben wir den Abend ausklingen lassen.

Vorsicht! Die billigen Preise verleiten zum Trinken. Ihr solltet eure Grenzen also gut kennen. Ein Bier (0,5 l) kostet umgerechnet ca. 2,10 Euro, einen Strongbow bekommt ihr für 2,50 Euro. Beim Essen handelt es sich um typisches Streetfood, wie Burger und Wraps.

Leider können wir euch vom Szimpla nicht mehr bieten, als ein (schlechtes) Handyfoto. Trotzdem möchten wir es euch unbedingt zeigen, damit ihr euch darunter etwas vorstellen könnt.

 

Szimpla

 

Budapest by Night

Den letzten Tag haben wir gemütlicher verbracht. Die Partynacht hat doch ein paar Spuren hinterlassen 😉

Dennoch war es kein verschwendeter Tag. Insbesondere den Abend haben wir dafür genutzt, um Budapest by Night abzulichten. Das war es definitiv wert. Wir haben ein paar tolle Aufnahmen gemacht. Dabei ist uns auch aufgefallen, dass es zahlreiche „Hausboot“-Restaurants gab. Eigentlich wollten wir am letzten Abend schick essen gehen, was wir nach der vorherigen Nacht jedoch bleiben ließen. Jedoch denken wir, dass ein Besuch in einem dieser Restaurants lohnenswert gewesen wäre. Beim nächsten Mal holen wir das definitiv nach. Jedoch sind die Preise in diesen Restaurants etwas gehobener.

 

Nightshot NNacht

 

Wir hoffen, dass wir euch davon überzeugen konnten, Budapest einmal selbst zu besuchen. Von uns wird es noch ein Video geben, das die nächsten Tage online kommen wird. Alex fährt über die Osterferien übrigens nach Athen. Wenn ihr einen Reisebericht wollt, sagt Bescheid und Alex wird seine Kamera für euch glühen lassen.

Next Capital City: Ljubljana 

 

No. 20: Dein goldener Moment

 

Die Produkte für die Verlosung wurden mir teilweise zur Verfügung gestellt. 


 

Café Au Lait Adventskalender

Türchen No. 20: Dein goldener Moment

Die Weihnachtszeit – zweifelsfrei eine Zeit voller Glitzer, Gefunkel und gold. Gold, welche Farbe symbolisiert diese Zeit voller Ruhe, Besinnung und einem Hauch von Glamour mehr, als das wertvolle Edelmetall? Klar, vieles strahlt auch in Silber und Rosé, aber nichts geht über diese zauberhafte Magie eines reinen Gelbgolds. Weihnachten ist auch die Zeit des Bastelns und Selbergestalten. Obwohl es immer seltener wird, dass sich die Leute tatsächlich hinsetzen und für Weihnachten basteln, gar Geschenke selber machen, möchte ich persönlich es mir nicht nehmen lassen, die Weihnachtszeit trotz Zeitmangels aktiv mitzugestalten. Wie könnte ich das besser zum Ausdruck bringen, als mit einem kleinen DIY? 

 

Goldener

 

Inspiriert durch die Werbung

Weihnachten ist (leider) auch die Zeit des Kommerz, das stimmt. Obgleich dies einen negativen Beigeschmack für mich hat, hat mich die diesjährige Ferrero Rocher Werbung dazu inspiriert, mich an ein kleines DIY zu wagen. Ihr kennt ihn bestimmt auch: den Ferrero Rocher „Baum“, der von einer Blondine im Zuge dieses Werbespots liebevoll aufgetürmt wird und den zentralen Mittelpunkt der Tischdekoration darstellt. Ganz ohne Hilfsmittel steht der Baum oder Turm, je nachdem, wie man es betrachten möchte, nun auf der hübschen Weihnachtstafel und lädt dazu ein, nach einem ausgiebigen Festmahl die eine oder andere Rocher Kugel zu naschen. Das Szenario kann ich mir auch an unserem Weihnachtstisch mehr als gut vorstellen, denn meine ganze Familie liebt Ferrero Rocher. Leider bin ich nicht so geschickt, wie die Dame in blond, denn ganz ohne Hilfsmittel habe ich es nicht geschafft, mir einen Rocher Baum zu bauen.

 

Das braucht ihr

Trotzdem halten sich die Hilfsmittel mehr oder minder in Grenzen. Ihr braucht nicht allzu viel. Lediglich einen Styroporkegel als Basis, sowie eine Heißklebepistole (oder einen Kleber, der gut hält) und Tixo, was meine deutschen Leser wohl besser als „Klebeband“ kennen. Doppelseitiges Klebeband wäre vielleicht noch idealer. Ich erkläre euch gleich, warum. Das wars auch schon! Oh und ganz wichtig natürlich: Ferrero Rocher Kugeln. Ohne würde das DIY wenig Sinn machen.

 

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Wie ihr sehen könnt, habe ich für das DIY einen sehr kleinen Styroporkegel verwendet. Das lässt vermuten, dass eine Packung Rocher reichen könnte. Weit gefehlt. Insgesamt brauchte ich knapp drei Packungen Rocher. Aufgrund meines schlechten Augenmaßes durfte ich nämlich noch einmal kurz vor Ladenschluss zum Supermarkt rasen, um noch eine Packung Rocher zu ergattern, also nehmt drei! Sollte euer Kegel größer sein, als meiner, versteht es sich von selbst, dass ihr noch mehr braucht, aber ich schätze, euer mathematisches Talent ist größer, als meines und dieser Hinweis meinerseits war gerade überflüssig.

Als Dekoration dient übrigens eine Geschenkschleife, sowie eine Schneeflocke aus Holz. 

 

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Lasset die goldenen Spiele beginnen

Jetzt geht es ans Basteln. Ich schätze, dass das DIY mehr als selbsterklärend ist und ich euch nicht erklären muss, wie man eine Heißklebepistole bedient, um die Rocherkugeln Stück für Stück an den Styroporkegel zu kleben. Doch ganz ohne einen Hinweis geht es dann doch nicht. Die Rocher Kugeln haften aufgrund eines Klebers in den Papierförmchen, der durch die Wärme weich wird. Erschreckt euch nicht, wenn plötzlich Stück für Stück die goldenen Kugeln aus den Förmchen fliegen. Genau dafür benötigt ihr das Tixo oder das doppelseitige Klebeband. Bitte kommt mir im Eifer des Gefechts bloß nicht auf die Idee, die Rocherkugeln mit der Heißklebepistole wieder in die Formen zu kleben (man kann nämlich auf die absurdesten Ideen kommen, wenn man eine Heißklebepistole in den Händen hält). Es gibt Menschen, die die Schokolade gerne noch essen würden. 

Ansonsten ist nur noch wichtig, dass ihr von unten nach oben beginnt und für die Schleife ein wenig freien Platz lässt, damit ihr diese „on top“ kleben könnt.

 

Ferrero Rocher

 

Was ist dein goldener Augenblick?

Vergolde deinen Moment

Was hat Genuss eigentlich mit Gold zu tun? Na ja, wenn wir etwas genießen, dann tun wir es doch voller Hingabe. Wir kosten jede Sekunde voll aus und zelebrieren den Augenblick. Denn wir wissen, jeder Moment, den wir bewusst genießen, ist Goldwert. 

Zitat: Ferrero Rocher Commercial 2015

 

Schneeflocke Detail

 

Ja, ich gebe es zu. Dieses Zitat habe ich gerade ungeniert von der Ferrero Rocher Werbung übernommen und nein, dieser Post ist nicht in Zusammenarbeit mit der Firma entstanden. Ich habe ihn bewusst gewählt, weil ich diesen Text sehr schön gefunden und mir dazu Gedanken gemacht habe. Etwas, das ich bei einer Werbung sonst nicht mache. Doch sollte die Weihnachtszeit nicht dazu da sein, um so viele goldene Augenblicke, wie nur möglich auszukosten? Ja, wir haben Stress zu dieser Zeit. Womöglich ist sie für viele von uns die stressigste Zeit im Jahr. Nur – Weihnachten ist auch die Zeit der Besinnlichkeit. Das sollten wir nicht vergessen und darum ist es auch erlaubt, dass wir uns eine Auszeit nehmen. Eine goldene Auszeit. Lasst uns den Augenblick festhalten. Ihn einfangen und genießen. Denn das ist es, worum es in der Weihnachtszeit gehen sollte. Es ist okay, wenn ihr kurz auf Stop schaltet und das macht, was euch gut tut. Darum nehmt euch ein bisschen Besinnlichkeit und zelebriert die Vorweihnachtszeit genau so, wofür sie eigentlich da ist. Dann habt ihr auch die Möglichkeit, ein paar funkelnde, gar magisch goldene Momente einzufangen.

Eine/n von euch möchte ich dabei unterstützen, ihren/seinen goldenen Moment voller Genuss zu erleben. Darum habe ich ein goldenes Paket geschnürt, welches es heute auf dem Blog zu gewinnen gibt. Passend zum Thema gibt es natürlich Schokolade, die den Moment vergoldet, sowie farblich passende Kerzen von Heart and Home!

 

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Zu gewinnen gibt es:

  • Ferrero „Golden Gallery“
  • Hofbauer Schlumberger Pralinen
  • Magnum Signature Chocolate
  • Duftmelts von Heart & Home in den Düften: Winterbeere, Caramel Cupcake und Christmas Cupcake

 

Give Away goldener Moment give

 

Teilnahmebedingungen

  • Du hast einen Wohnsitz in Österreich, Deutschland oder der Schweiz
  • Teilnahme erst ab 18, ansonsten benötige ich die Einverständniserklärung deiner Eltern, die ich im Falle eines Gewinns schriftlich einfordere
  • Die Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
  • Keine Mehrfachteilnahmen
  • Ich übernehme keine Haftung für Versandschäden
  • Der Gewinn wird ohne Dekoration versendet
  • Angaben ohne Gewähr

 

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Die Teilnahme

Einfach in den Rafflecopter einloggen und die Anweisungen befolgen. Viel Glück! 
a Rafflecopter giveaway

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*Die Kerzen wurden mir von Heart & Home für das Give Away zur Verfügung gestellt

Lookbook #21: Karo meets LWD

Lookbook #21

Karo meets LWD

 

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Dass kurze weiße Kleider mit der Abkürzung LWD tituliert werden, weiß ich Nicht-Fashionbloggerin erst seitdem die liebe Svetlana ihre Version eines süßen Strahlekleidchens auf ihrem Blog Lavender Star gezeigt hat. Ich bin dankbar für solche Fashionblogs, denn so lerne ich immer etwas dazu. Ja, Mode begeistert mich und Mode erweckt ein großes Interesse in mir. Nichtsdestotrotz gehöre ich nach wie vor zur Laienfraktion. Ich weiß nicht immer gleich als erste, was in der nächsten Saison in Mode sein wird und ich kaufe mir auch sehr selten sündhaft überteuerte Modezeitschriften, die ohnehin nur aus Werbung von bekannten Designer besteht, die ich mir nicht leisten kann. Das muss ich auch nicht. Dank den tollen Fashionblogs, die in unserer Blogosphäre herumschwirren, bin ich immer uptodate, wenngleich immer ein bisschen später.

Modeblogger. Sie beherrschen die Kunst, sich vor der Kamera in Szene zu setzen und die meisten wirken dabei unglaublich natürlich. Ich habe schon einmal darüber philosophiert und ich könnte es immer wieder tun. Es macht ihnen anscheinend nichts aus, wenn sie vor der Kamera von Schaulustigen begutachtet werden. Macht der Gewohnheit? Zunehmende Professionalität? Ich denke schon. Man gewöhnt sich an alles.

Obwohl Caro und ich diesmal an einem ruhigen, abgelegten Park im Nachbardorf fotografiert haben, kamen irgendwann drei Teeniemädels vorbei und haben uns ziemlich komisch angeguckt. Zugegeben, es war mir schon ein bisschen unangenehm. Ich war froh, dass wir bereits einige Fotos im Kasten hatten, ansonsten hätte ich zusätzlich ein ungutes Gefühl bekommen. Ich weiß nicht, warum, aber mir wird dabei oftmals sehr mulmig zumute und ich komme mir dezent blöd vor. Trotzdem habe ich bereits meinen Modeldurchbruch geschafft. Wie das klingen muss. So als wäre ich ein internationales Topmodel. Ähm ja. Natürlich bin ich das nicht und wenn man mich so ansieht, liegt es praktisch auf der Hand, dass ich das nie werden könnte. Soll ich euch erklären, was ich mit „Durchbruch“ meine? Und nein, es geht auch nicht um einen Blinddarmdurchbruch. Das hätte ja auch rein gar nichts mit Modeln oder der Fashionwelt zu tun. Was schreibe ich überhaupt für einen Quatsch? Ich habe nicht einmal mehr einen Blinddarm.

Letztes Wochenende hatte ich, wie gestern mit Caro, ein Fotoshooting. Jedoch nicht bei mir in der Kleinstadt, sondern in Graz. Die Fotos dazu werden hoffentlich bald folgen. Dass in Graz mehr los ist, als bei mir am Ländle, versteht sich von selbst. Und wo mehr los ist, sind mehr Menschen. Klingt irgendwie logisch. Geshootet wurde nicht in einer riesigen Menschenmenge im Zentrum der Stadt. Ganz im Gegenteil. Wir verzogen uns in eine Seitengasse. Nicht in der Hoffnung, dass dort weniger Menschen wären – obwohl, doch schon ein bisschen. In Graz ist es nahezu unausweichlich, Passanten zu begegnen, vor allem wenn man eine Seitengasse in der Nähe vom Hauptplatz wählt. Es gab einige Schaulustige, Menschen blieben stehen und beobachteten das Szenario. Nur irgendwie hat es mir in Graz nichts ausgemacht. Liegt es an der Anonymität der Stadt? Oder liegt der Grund darin, dass es keine Teeniemädels waren? Warum mache ich mir als erwachsene Frau überhaupt Gedanken, was Tenniemädchen von mir denken könnten? Hm, mache ich mir überhaupt Gedanken darüber? Nun, ich war selbst einmal ein Teenager und ich weiß, wie grausam deren Urteil sein kann, aber nein, eigentlich muss ich mir keine Gedanken darum machen. Trotzdem war es im Park am Land komischer. Woran liegt das nur? Fällt am Land etwa die Anonymität weg? Obwohl es nur das Nachbardorf war?

Das Outfit

Mein LWD (Little White Dress) kennt ihr bereits aus meinen Kärntenpost -HIER-. Es entstammt aus dem letzten Sommer, wo ich es so gut wie nie angezogen habe. Ich mag solche weißen Kleider. Mein letztes habe ich mir nach meiner Matura für die Maturarreise gekauft. Trotzdem finde ich es unglaublich schwer, ein schönes LWD zu finden, obwohl die Läden im Sommer voll davon sind. Heuer gelang es mir beispielsweise nicht, ein kurzes, weißes Kleid zu finden, welches mir an mir gefiel. Unzählige habe ich anprobiert und dann doch wieder zähneknirschend auf den Sammelkleiderständer vor den Umkleidekabinen gehängt. Dafür mag ich das hier umso lieber.

Ich habe versucht, eine eher lässigere Kombination daraus zu erstellen bzw. sie entstand letzte Woche rein zufällig, als ich wieder einmal mit meinen Klamotten herumexperimentiert habe. Darum kommt nun das Karohemd zum Einsatz. Normalerweise trage ich immer mehr Schmuck. Diesmal beließ ich es bei schlichten, goldfarbenen Ohrsteckern, die schön von meinen Haaren verdeckt werden. LWD’s sind süß, aber ich denke, ich nehme dem Kleid mit dieser Kombination ein bisschen die „süße Unschuld“ weg, damit es weniger mädchenhaft, dafür wesentlich lässiger wird.

I’m wearing…

Dress: New Yorker {Similar -HERE-}
Check Shirt: ZARA {Similar -HERE}
Shoes: Deichmann {Similar -HERE-}
Bag: H&M
Location: Park St. Ruprecht/Raab
Photos by Caro

Anekdoten aus dem Leben einer Studentin

Ein Lächeln ist der sicherste Weg, seine wahren Gefühle zu verbergen. All die Enttäuschungen, die Wut, die Angst, all diese negativen Gefühle, die sich in einem befinden, sich dort winden, durchbohren und festnageln, dort verweilen, all das kann man mit einem Lächeln verstecken. Ein Lächeln ist nicht immer das Symbol für Freude oder Glück, es kann auch ein Symbol von Traurigkeit, Angst, Verzweiflung sein. Du zeigst nicht, wie es dir geht. Du bleibst stumm. Die Trauer bleibt stumm. Weil du es nicht zulässt. Weil niemand dein Innerstes sehen soll. Nicht das, was du gerade fühlst. Du magst strahlend sein, toll aussehen, glücklich wirken, aber innerlich zerfrisst es dich. Etwas, das an dir nagt und dir den Kopf zerbricht. Nur du kannst es nicht zeigen. Warum? Vielleicht, weil du Angst hast. Vielleicht, weil es alles noch schlimmer machen könnte. Weil du fürchtest, etwas zu verlieren, das du nicht verlieren willst. Nur weil du ehrlich bist. Deine Gefühle zeigst. Offen sagst, was du denkst. Du lächelst es weg und fühlst, wie sich der Schatten um all das legt, was du zu verbergen versuchst. Dein Lächeln ist der Schatten. 
 

Enttäuschungen! Die womöglich schlimmsten aller negativen Gefühle. Vergesst den Hass, vergesst die Trauer, die Wut, vergesst den Ärger. Nichts kann so viel Unheil anrichten, wie Enttäuschungen. Es gibt so viele verschiedene Arten. Enttäuschungen gegenüber anderen. Enttäuschungen gegenüber einem selbst. Weil man versagt hat. Für mich ist es schlimmer, wenn ich jemanden, der mir nahesteht enttäuscht habe, als wenn er wütend auf mich ist. Lieber werde ich angeschrien, als angeschwiegen. Denn Wut verfliegt, aber Enttäuschungen brandmarken. Man kann leicht vergeben, aber man kann nicht leicht vergessen. Kann man überhaupt vergessen? Es geht nicht so leicht, wie seinem Ärger Luft machen. Leider.

Ich wurde schon so oft in meinem Leben enttäuscht. Viel zu oft. Gerade erst wieder. Aber kaum jemand weiß davon. Und wenn, dann nur die, die es eigentlich gar nicht wissen sollen. Weil es nicht sie sind, die mich verletzt haben. Weil es die Menschen sind, die mir guttun, mir zuhören, die für mich da sind und die ich momentan so schwer an mich heranlassen kann. Warum sage ich nichts? Ich verstecke es. Tief verborgen unter einem Lächeln. Keiner beachtet die Augen, die nicht strahlen. Jeder sieht nur deine Lippen, die hochgezogenen Mundwinkeln und das Blitzen deiner Zähne. Ich tue so, als wäre nie etwas gewesen. Als wäre all das nicht passiert. Als wäre es ein Tag, den ich vollkommen aus meinen Erinnerungen gestrichen habe. Ein Tag, der nicht existiert. Bei dem ich mir wünschte, er würde nicht existieren. ABER – er nagt an mir. Immer noch. Und jeder weitere Tag, der verstreicht, lässt all die Geschehnisse im Sand verlaufen. Sandkorn für Sandkorn wird hinfortgetragen, von einem Wind, der so sanft ist, aber doch so viel anrichten kann, wie ein Hurricane. All das scheint so irrelevant geworden zu sein. Vielleicht gibt es wirklich nichts mehr zu reden. Wir haben die Sache tief nach hinten geschoben. Ob es zu spät ist, sie noch einmal auszugraben? Ich weiß es nicht. Sollen wir weitermachen, wie zuvor?

 

Anekdoten aus dem Leben einer Studentin

Auch wenn die Bilder meiner heutigen Anekdoten weihnachtliche Gedanken andeuten, geht es nicht direkt um Weihnachten. Ich zeige sie euch nur, weil ich wahnsinnig glücklich über meine neuen weihnachtlichen Errungenschaften bin!

Eigentlich wollte ich auch gar nicht über das schreiben, worüber sich dieser Post heute drehen wird. Geplant waren Worte zu meiner Alterung, der liebevollen Bezeichnung, die ich meinem Geburtstag gegeben habe. Am 11. November wurde ich 23 Jahre jung (oder alt). Ein Tag, voll gepackt mit Gedanken, die ich wirklich gerne mit euch teilen wollte und der Post zu diesen Anekdoten war auch schon fertig geschrieben, jedoch habe ich mich spontan umentschieden. Warum? Nun ja, einfach aus dem Grund, weil mich das Thema viel, viel mehr beschäftigt, als eine Zahl, die sich verändert hat und es ist mir ehrlich gesagt auch wesentlich wichtiger. Ich hadere noch mit mir selbst, finde keinen richtigen Einstieg und somit fällt es erstmal flach, dass ich euch am Anfang dieses Beitrags einen kurzen Überblick gebe. Hoffentlich macht euch das nur neugieriger, denn es sind Aspekte, die durchaus zum Nachdenken anregen. Es geht um den alltäglich Familienwahnsinn. Sagen wir es mal so. So ganz zufrieden bin ich mit dieser schlichten Beschreibung noch nicht, aber lest einfach selbst. Ich schätze, ein direkter Einstieg ist einfach das Beste, was ich bei dieser Anekdote machen kann.

Kürzlich gab es in meiner Familie einen erheblichen Diskussionsbedarf. Ich mag nicht Streitigkeiten schreiben, denn Streitigkeiten wirken noch negativer als das Wort „Diskussionsbedarf“, aber es gab durchaus etliche Meinungsverschiedenheiten, die das Zusammenleben schwierig gestalteten. Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Mama und auch zu meiner Schwester. Nichts und niemand ist mir wichtiger, als die beiden (den Käfer mal ausgeschlossen) und es ist nicht schön, wenn einmal nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, aber ich schätze, das kommt in den besten Familien vor.

Welche Gründe eine wesentliche Rolle spielten, die zu diesen Konflikten führten, möchte ich euch nicht erzählen, aber sehr wohl meinen Umgang damit. Wenn ich rückblickend darüber nachdenke, könnte ich mir selbst eine reinhauen, warum ich so mit der ganzen Geschichte umgegangen bin. Dabei muss ich mir sogar selbst auf den Kopf greifen, ja, sogar über mich schmunzeln. Ich mache mir Sorgen um die 30, auf die ich zugehe, wenn auch mit kleinen Schritten und im Endeffekt bin ich im Umgang mit Konflikten noch nicht immer auf dem Niveau eines Erwachsenen. Ich gebe es nicht gerne zu, aber ich kann immer noch ganz schön trotzig werden. Wenn es zu Meinungsverschiedenheiten, Kompromisse und kritische Diskussionen mit meinen Studienkollegen kommt, weiß ich, dass ich kompetent und erwachsen die Probleme klären kann, kompromissbereit und einfach auf gute Zusammenarbeit aus bin, aber bei familiären Angelegenheiten spielt zu sehr die emotionale Ebene eine Rolle und vielleicht sind das Hauptgründe, warum ich auch einmal richtig stur werden kann. Womöglich ist es sogar meine Position als Nesthäkchen. Ich bin es von klein auf gewohnt, dass ich die „Kleine“ bin. Eine Sonderstellung hatte ich zwar nie, aber meine Eltern waren bei mir wesentlich lockerer, als bei meiner Schwester und in manchen Dingen hatte ich es sicher einfacher, als meine Schwester. Wusstet ihr eigentlich, dass die Geschwisterposition einen Einfluss auf unsere Persönlichkeit hat? Wenn nicht, dann wisst ihr es jetzt!

Wenn ich sauer bin, rede ich, bezogen auf meine Familie, mit keinem mehr oder zumindest mit keinem gerne. Ich will einfach nur mehr meine Ruhe habe, ignoriere es, wenn ich angesprochen werde und würdige niemanden eines Blickes. Jetzt, wo ich darüber schreibe, denke ich mir nur, wie kindisch ich mich manchmal verhalte, denn um ehrlich zu sein, klingt das stark nach einer mangelhaften Sozialkompetenz. An der mangelt es bei mir hoffentlich nicht, auch wenn ich einen richtigen Dickschädel habe, aber ich will in solchen emotionalen Zuständen nicht und mache die Tür zu! Egal, wie stumpfsinnig die Gründe für die Konflikte sind und egal, ob man diese lächerlichen Lappalien mit ein, zwei Worten gleich gelöst hätte. Ich bin stur, leider einer der negativen Eigenschaften, die ich von der mütterlichen Seite meiner Familie geerbt habe.

Der letzte Konflikt war wieder einmal einer dieser typischen und vor allem lächerlichen Lappalien. Eigentlich ist das rückblickend so amüsant, dass ich es euch sogar erzählen muss. Zu meinem Geburtstag bekam ich von Douglas einen 10 Euro Gutschein, den ich auf unserer Kommode im Esszimmer abgelegt hatte. Am Samstag Morgen war er plötzlich weg. Mama hat ihn weggeschmissen! Ihr glaubt gar nicht, wie meine Alarmglocken geschrillt haben. Als mich meine Mama zum Bus gebracht hat, war das werte Töchterchen selbstverständlich übelster Laune und stinksauer. Ich habe Mama vorgeworfen, sie würde nicht respektvoll mit meinem Eigentum umgehen, sie hat umgekehrt mir unterstellt, ich müsste endlich lernen, mein Zeug wegzuräumen. Bei zwei Starrköpfen beharrt jeder auf seinem Standpunkt! Das Recht steht jeweils dem anderen zu und keiner hat auf keinerlei Weise irgendetwas falsch gemacht! Das Ende der Geschichte war, dass ich wortlos aus dem Auto ausgestiegen bin und noch beleidigter war, als zu Beginn.

Die Wut hielt nicht lange an. Als ich im Bus saß, wurde mir bewusst, dass alles so gelaufen war, wie es nicht laufen dürfte. Ich habe sicherlich Sätze ausgesprochen, mit denen ich meine Mama verletzt habe und umgekehrt war es genauso. Einlenken, dass alles nur meine Schuld war, will ich zwar immer noch nicht, aber ein Unschuldslamm war ich auch nicht. Jeder von uns hatte seinen Teil dazu beigetragen, dass dieser Streit so geendet hat, wie er nun einmal geendet hat. Mir wurde klar, es ist nicht schön, im Streit auseinanderzugehen. Ich bin kein Pessimist, aber man kann nie wissen, was das Schicksal für einen vorhergesehen hat. Den Teufel wollte ich selbstverständlich nicht an die Wand malen, aber trotzdem spielte ich mit vielen Gedanken. Mit „Was wäre, wenn…“ -Gedanken. Was wäre, wenn es während der Busfahrt zu einem Unfall käme? Was wäre, wenn ich nach Hause komme und Mama ist nicht mehr da? Dann würde immer etwas Unausgesprochenes im Raum stehen. Dinge, die man auf dem Herzen hat und nicht mehr aussprechen kann. Zu sagen, dass es einem Leid tut, dass man alles nicht so gemeint hat, aber auch seine eigenen Gefühle aussprechen. Wie man sich gefühlt hat. Denkt einmal darüber nach, ist ein lächerlicher 10 Euro Douglas Gutschein das wert, dass man im Streit auseinandergeht und eventuell nicht mehr die Möglichkeit hat, sich auszusöhnen?

Das schlechte Gewissen in mir bahnte sich seinen Weg, nagte an meinen Gedanken und füllte mich mit vollkommener Ungeduld aus. Es war schwierig, den Tag an der Uni zu überstehen. Viel lieber wäre ich gleich nach Hause gefahren, um mit meiner Mama zu reden. Ihr zu sagen, dass es mir Leid tut, aber ihr dennoch nicht das Gefühl geben, dass nur ich die Böse war. Auch sie sollte ihre Fehler einsehen, denn okay war das mit Sicherheit nicht, wie sie mit meinen Sachen umgesprungen ist. Trotzdem hätte ich aus einer Mücke keinen Elefanten machen brauchen. Das sehe ich jetzt auch ein. 

Irgendwie wollte ich auch nicht ohne etwas dar stehen, wenn ich mit meiner Mama Frieden schließe. Als symbolisches Zeichen für ein Friedensangebot habe ich kurzerhand eine Duftkerze ausgewählt, da ich weiß, wie sehr sie Duftkerzen liebt. Außerdem strahlen gerade Kerzen Ruhe und etwas Friedvolles aus. Das Resultat am Ende des Tages war schlussendlich, dass wir uns wieder vertragen haben und nun herrscht wirklich wieder Friede, Freude, Eierkuchen im Hause Lait.

In diesem Post soll nicht ein Streit im Vordergrund stehen, oder dass ich ein trotziger, sturer Dickschädel sein kann, sondern er hat eine ganz spezielle Botschaft, die ich euch gerne ans Herz legen möchte. Geht nie mit jemanden, den ihr gerne habt, im Streit auseinander. Es kann immer etwas urplötzlich, wie aus dem Nichts und völlig unerwartet passieren. Zeitpunkte, an denen es schon zu spät sein kann, um „Es tut mir Leid“ zu sagen. Manchmal ist es schwer, in seiner Wut und dem Ärger, sofort darüber zu reden oder Kompromisse zu schließen, aber es ist doch etwas ganz Essentielles, wenn man bedenkt, dass wir nie wissen können, was in der nächsten Sekunde passiert. Man kann so vieles bereuen. Dinge, die man rückwirkend nicht mehr aussprechen kann. Das ist eine Last, die man sein ganzes Leben mit sich rumträgt. Von den Gewissensbissen ganz zu schweigen. Gerade Weihnachten ist so eine Zeit, in der wir uns auf das Wesentlichste besinnen sollten. Es ist immer schöner, friedlich miteinander zu leben, als zu streiten. Ein Streit führt zu nichts. Im Gegenteil, es tut nur weh und keiner hat etwas davon.

Zum Glück musste ich die Erfahrung noch nie in meinem ganzen Leben machen. Auch ich habe schon wichtige Menschen in meinem Leben verloren, aber ich kann voller Glück darauf zurückblicken, dass immer Frieden und Harmonie zwischen den Personen und mir gestanden haben. Alles, was jemals einen Klärungsbedarf hatte, war geklärt und ich wüsste nicht, wie ich damit umgehen würde, wenn es anders wäre. Natürlich fehlen mir diese Menschen und gerade an Weihnachten wird einem immer wieder aufs Neue schmerzlich bewusst, dass sie nicht da sind, aber dafür habe ich das Glück -und das sollte man nie als selbstverständlich nehmen- dass alle Differenzen, Konflikte und Probleme aus der Welt geschaffen wurden. Wer weiß, ob das immer so bleiben wird und da muss ich mir klar machen, dass ich nicht mehr mit meinen Lieben im Streit auseinandergehen darf. Das oberste Gebot lautet deswegen: bevor ich aus der Tür unseres Hauses trete, wird alles geklärt!

Ich hoffe, dass euch meine Worte zum Nachdenken gebracht haben. Mit diesem Denkanstoß wünsche ich euch ein zauberhaftes Restwochenende. Genießt es mit euren Lieben!