Tag : Outfit

Lookbook #25: Red Lace Skirt

Lookbook #25

Red Lace Skirt

Als ich den Red Lace Skirt das erste Mal anprobiert habe, habe ich mich sofort wohl gefühlt. Ich wusste gleich, dass der Rock meinen Stil verkörpert und zu mir passt. Gerade deswegen habe ich ihn mir gekauft. Mit dem Hintergedanken, daraus nach langer Zeit wieder ein Outfit zu shooten. Wie lange ist es her, dass ich ein Outfit geshootet habe? Das Letzte war irgendwann im September. Ein paar Tage nach meiner Triestreise. Es ist egal, wie lange der Outfitshoot schon zurückliegt, beim Fotografieren habe ich immer dieselben Ängste: Mich selbst auf Bildern zu sehen.

 

Red Lace SkirtShoes

 

Über Selbstzweifel und den ängstlichen Blick in den Spiegel

Sich in seinem eigenen Körper wohlfühlen. Traurigerweise ist das ein Gefühl, das ich nicht so gut kenne. Ich frage mich oft: Wann habe ich mich jemals in meiner Haut wohlgefühlt? Sicher war dem so, als die Waage in meiner tiefen Krankheitsphase wieder ein paar Gramm weniger angezeigt hat. Aber das Hochgefühl war so schnell weg, wie es gekommen war. Es vergeht kein Tag, an dem ich mich nicht mindestens einmal kritisch im Spiegel begutachte. Die ganze Skepsis, die Selbstzweifel, das Bild im Spiegel, das Unwohlsein. All das spiegelt sich auf meinen Fotos wieder. Dabei ist das so schade. Es gibt nur wenige Fotos von mir in all den europäischen Hauptstädten, die ich bisher besucht habe. Ohne Alex würde es wohl auch keines aus Ljubljana geben. Ich wollte mich nicht fotografieren lassen, weil ich den Anblick von mir auf den Bildern momentan schwer ertrage. Gut, das war jetzt dezent übertrieben. Es ist eher eine Angst, mich auf einem Foto zu sehen und es dann zu hassen. Ergo: Mehr Selbstzweifel.

 

lace skirt back

 

Ich bin ehrlich. Es fällt mir ein bisschen schwer, diese Fotos zu zeigen, obwohl es so viele sind. Ich habe sie mit den anderen Fotos aus meinem letzten Fashionpost verglichen. Zunehmen ist für mich eine Sache, die mich immer unglaublich stresst und oftmals fühle ich mich dann wertlos. Früher diszipliniert, ambitioniert und dünn und jetzt? Beim Durchschauen und Aussortieren der Bilder kreisten viele Gedanken in meinem Kopf umher. Gedanken, die immer auf das Gleiche hinauslaufen:

„Gott, siehst du fett aus! Du schaust echt nicht schön aus!“

Darum kann ich Komplimente so schwer annehmen. Alex hat mir einmal gesagt, dass er sich wünschen würde, ich würde mich so sehen, wie er und meine Freunde mich sehen. Für mich ist das so schwer zu begreifen. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass mich meine Mitmenschen komplett anders sehen, wie ich mich sehe. Natürlich ist man nicht jedermanns Typ. Das kann man auch nie sein. Der eine findet das schön, der andere das. Ich möchte nie als Jammerin oder Komplimentefischerin dastehen, wenn ich wieder mit meinen Selbstzweifeln ankomme. Weder hier, noch bei meinen Freunden. Doch manchmal muss ich mir diese Gedanken einfach von der Seele reden oder schreiben.

 

Red Lace Skirt1 Tasche

 

Vergiss nie, du bist gut so, wie du bist!

Ich versuche allzuoft, mir diesen Satz einzureden. Jedoch fällt es mir gerade jetzt superschwer, mich so zu akzeptieren, wie ich bin. Ich mag auf den Fotos zwar lachen und vielleicht sieht es nicht danach aus, aber während Alex diese Fotos von mir gemacht hat, habe ich einen innerlichen Kampf mit mir selbst ausgefochten. Dabei war ich anfangs mit dem Outfit wirklich zufrieden. Der Red Lace Skirt ist mein neuer Lieblingsrock. In der Umkleide mochte ich ihn wirklich sehr an mir – sonst hätte ich ihn mir nicht gekauft. Doch als ich ihn das erste Mal auf den Bildern sah -von mir getragen- war ich unglücklich. Manchmal wünschte ich mir, ich würde nicht so viele Gedanken darauf verschwenden, mit mir selbst unzufrieden zu sein. Ich würde wirklich alles geben, wenn diese ganzen Selbstzweifel nicht mein Leben bestimmen würden. Wenn es keine Anorexie oder momentan Essstörung in meinem Leben geben würde. Wenn all das ein Fremdwort für mich wäre. Wenn ich es endlich selbst sehen könnte, dass ich gut bin, wie ich nunmal bin.

 

walk lace

 

Es sollte das Recht einer jeden Frau sein, sich in ihrem Körper wohl zu fühlen. Egal, ob sie einen großen Hintern, ausgeprägte Hüften, eine androgyne Figur oder eine kleine Oberweite hat. Nicht jeder hat die Figur eines VS-Models, aber das ist doch gut so. Wir dürfen uns von niemanden einreden lassen, dass wir nicht gut genug sind, denn das ist einfach nur Blödsinn! Ich weiß, dass ich an meine Selbstzweifel noch arbeiten muss. Warum ich die Bilder trotzdem online stelle und diesen Text schreibe? Weil ich meine Gedanken über Selbstzweifel unbedingt teilen wollte. Weil ich weiß, dass viele Menschen Selbstzweifel haben. Weil die Bilder die Geschichte visuell erzählen, die ich euch gerade aufgeschrieben habe. Weil wir endlich in einer Welt leben sollten, in der sich jeder so akzeptiert, wie er/sie ist. Einer Welt, die im Gegenzug auch jeden so akzeptiert, wie er/sie ist.

 

Full Body

 

I’m wearing

Skirt: Orsay (Same)
Blouse: Orsay (Same)
Bag: Primark
Shoes: Shoe4You
Necklace: Swarovski
Bracelets: NewOne/ Juwelier

 

Location

Wörthersee / Carinthia

 

Pictures taken by Alex

 

Lookbook #24: Italian Mustard

Lookbook #24

Italian Mustard

Es ist schon ein großer Vorteil, keine „echte“ Fashionbloggerin zu sein. Natürlich bewundere ich Fashionbloggerinnen und viele von ihnen zählen auch zu meinen Vorbildern. Genauso gerne lese ich Fashionblogs, aber ich bleibe bei meinem geliebten Lifestyleblog mit ein bisschen Mode für Zwischendurch. 

Darum habe ich auch keinen Stress, stets ein komplett neues Outfit zu zeigen. Mal ehrlich, ein Studentenbudget macht das schwer möglich. Dieses Outfit ist somit eine Kombination aus bereits gezeigten Pieces und neuen Stücken. Es gibt dafür eine gute Nachricht: Drei neue Teile entstammen aus meiner Italienreise. Noch ein kleines Zuckerl: Eines der Teile kommt sogar aus einer typischen italienischen Boutique. Dreimal dürft ihr raten, welches.

The Italian Mustard

Camicetta e Senape

Na, habt ihr es erraten? Genau. Das markanteste Teil in diesem Outfit ist genau das Teil, welches ich in der italienischen Boutique gekauft habe: La Camicetta (und das Wort wusste ich sogar noch ohne Google Translator). Das Zusammentreffen mit der Bluse war reiner Zufall. Eigentlich waren meine Mama und ich mit unserer Shoppingtour bereits durch. Ich selbst war ein bisschen enttäuscht, weil ich in keiner italienischen Boutique etwas gefunden hatte. Fast alles, was ich mir in Triest gekauft habe, kam aus Läden, zu denen ich hierzulande leichten Zugang hätte. Dabei wollte ich typisch italienisch shoppen – eben in diesen hübschen kleinen Boutiquen.

Triest ist nicht der günstigste Ort, um seiner Shoppingleidenschaft freien Lauf zu lassen. Damit habe ich gerechnet und somit schon fleißig darauf hingespart. Der Plan war schließlich, Schuhe zu kaufen – schöne italienische Stiefel, so wie der Shape des Landes. Gli stivali habe ich natürlich nicht gefunden, darum trage ich meine Standardboots von Tamaris. Aber wer kennt dieses typische Shoppingproblem nicht? Geplante Shoppingtour = Leere Tüten! Ein spontaner Blick in die Läden = Impulskauf und Kontrollverlust!

Vielleicht habe ich in der italienischen Boutique, die sogar fast neben unserem Hotel lag, gerade deswegen etwas gefunden, weil ich bereits vom Shoppen zum Flanieren übergegangen war. Vielleicht, weil ich damit abgeschlossen hatte, nichts mehr zu kaufen. Denn neben der Bluse, durfte noch ein hübsches Kleidchen in meiner Lieblingsfarbe dunkelblau in meine Shoppingtüte wandern.

Mustard Mustard from Italy Schuhe Detail

Shopping in Italy

Wie stellt man sich einen Einkauf in einer typisch-italienischen Boutique so vor? Lederwaren, Einheitsgrößen und eine alte Registrierkasse bzw. Taschenrechner? Ja, genauso war es. Dazu noch eine euphorische Verkäuferin, die ein paar Rechenprobleme hatte und ich fühlte mich richtig angekommen in La Dolce (Shopping)-Vita Italiana. 

Mitkommen sollte eigentlich nur das Kleidchen mit dem süßen Gürtel in gold. Durch Zufall stach mir letztendlich diese senfgelbe Bluse ins Auge. Sofort wurde sie gedanklich mit meinem neuen Rock kombiniert, den ich etwa eine Stunde zuvor gekauft hatte. Tja und das ist ein kleiner Teil der Outfitgeschichte. Daheim habe ich noch nach einem schönen Cape gesucht und so wurde ein neuer Outfitpost geboren.

Mustard1 Senf

Last but not Least…

Da ich wirklich alles namentlich erwähnt habe, was in Italien gekauft wurde (und auch, was nicht in Italien gekauft wurde), möchte ich das letzte Italienstück nicht unbenannt lassen. Ein hübsches Lederarmband mit roségoldenen Beats und Magnetverschluss, haben mein Cuore ebenso höher schlagen lassen, wie die Bluse in giallo senape. 

Die Kette habe ich übrigens schon etwas länger. An sich sind die Kette und das Unendlichzeichen ein stinknormaler Modeschmuck von C&A. Den Ring habe ich selbst hinzugefügt und er hat eine sehr große Bedeutung für mich. Es ist die Hälfte des Eherings meines Vaters. Wir haben ihn teilen lassen und zwei Taufringe daraus schmieden lassen. Einen bekam meine Schwester für ihr erstes Kind, eines soll für meines sein – sollte ich jemals eines haben. Da ich momentan aber noch keines habe, trage ich ihn als Glücksbringer, obwohl ich alles andere als abergläubisch bin. Trotzdem gibt er mir ein gutes Gefühl und ich möchte mir sobald wie möglich eine Kette beim Juwelier kaufen, um sie würdig zu tragen.  

Wie gefällt euch das Outfit? 

Mustard Detail 2 z_Detail Mustard 2

I’m wearing…

Mustard from Italy1
Blouse: Shopped in Italy
Skirt: Springfied – Shopped in Italy
Cape: Tom Taylor
Shoes: Tamaris
Leather Bracelet:
Shopped in Italy
Bag: Bipa

Lookbook #22: Between Summer & Autumn

Für meinen Opa

Mein Großvater war ein unglaublich großzügiger Mann. Er liebte es, den Menschen, die ihm besonders wichtig waren, Schmuck vom Juwelier zu schenken. Dass meine Omi den Traum vieler Frauen lebte, dürfte hinsichtlich dessen nicht verwunderlich sein. Aber nicht nur seine Frau beschenkte er gerne mit edlem Schmuck, auch wir Enkelkinder kamen unter anderem in den Genuss seiner Großzügigkeit. Ihm war es wichtig, dass wir etwas Wertvolles besitzen, das von Herzen kommt und es uns ermöglicht, uns immer an ihn zu erinnern. Opa war ein einfacher Mann. Er war nicht steinreich, auch wenn das augenscheinlich so klingen mag, aber er war sparsam. Für uns – die Menschen, die er liebte, damit er uns mit diesem kleinen Luxus eine Freude machen konnte. Das hat er, obwohl nicht das Materielle das ist, was mich gerne und oft an ihn denken lässt. Er war gutmütig, großherzig und ein wundervoller Opa. Es waren seine Persönlichkeit, seine Menschlichkeit und die schönen Kindheitsmomente, die er uns beschert hat, die mich mit einem Lächeln an ihn zurückdenken lassen. Aber das Armband, welches er mir geschenkt hat, ist trotzdem eines meiner wertvollsten Besitztümer.

Ich kann mich noch genau daran erinnern, als er es mir vor etwa 14 Jahren übergab. Gekauft hatte er genau drei Stück: eines für meine Cousine, eines für meine Schwester und eines für mich. Da meine Schwester diejenige war, die ihm am Öftesten einen Besuch abstattete, durfte sie ihres als erstes aussuchen. Ich war als zweites an der Reihe und meine Cousine bekam das letzte Armband, welches selbstverständlich nicht minder schön oder wertvoll war, obwohl ich mich nicht mehr daran erinnern kann, wie es aussah. Ich weiß noch, wie unglücklich ich darüber war, weil ich nicht das bekam, was meine Schwester wählte. Als Kind mochte ich Silber viel lieber, als Gold. Das Armband meiner Schwester ist überwiegend weißgold und sieht moderner aus. Weißgold – die Farbe, die optisch aussieht, wie Silber, nur reiner. Meines ist überwiegend gelbgold und nur dezent mit weißgoldenen Elementen bestückt. Dadurch, dass das Gelbgold dominiert, merkt man das Weißgold nicht wirklich und so sieht es optisch gold aus. Und ich war eifersüchtig. Eifersüchtig, weil meine Schwester ihres zuerst aussuchen durfte. Ich glaube, das sind jene Faktoren, die mich damals so unglücklich gemacht haben. Dabei muss ich mir auf den Kopf greifen. Wie materialistisch Kinder sein können. Heute liebe ich es und finde es sogar schöner, als das meiner Schwester.

Mit 10 Jahren war mir das Armband viel zu groß. Ich konnte es lange nicht tragen – und ich durfte auch nicht. Erst bei meiner Firmung im Alter von 14 Jahren erlaubte mir meine Mutter, es auszuführen. Danach habe ich es lange nicht getragen – mit Ausnahme von Opas Beerdigung. Damals war ich 15. Wieder verging viel Zeit. Viel mehr als nur ein Jahr. Erst seitdem ich studiere, trage ich es. Und ich trage es oft. Sehr oft. Das Armband ist mein Talisman, mein Glücksbringer, mein Seelentröster und es bestärkt mich. Während der Prüfungszeit nehme ich es sogar gar nicht ab.

Der Ursprung, warum ich euch diese Geschichte erzähle, liegt in den heutigen Shootingfotos. Ein Freund von mir macht gerade eine Ausbildung an einer Fotoakademie und hatte die Aufgabe, Fotos zum Thema Schmuck zu machen. Ich brauche eigentlich keinen Anlass, um das Armband meines Opas zu tragen, aber ich hoffe trotzdem, dass das Armband die Bilder besonders macht. Doch schon alleine das Armband selbst ist etwas Besonderes! 

 

Die Location
Seit langer Zeit träume ich davon, eines meiner Outfits in Graz zu shooten. Gelegenheiten gäbe es dafür eigentlich öfter. Viele Freunde von mir wohnen in Graz und eine meiner liebsten Studienkollegin und sehr gute Freundin freut sich immer, wenn ich ihr meine Kamera für das eine oder andere Foto übergebe. -HIER- (Foto 5, 6, 11, 13 und 14) und -HIER- (Foto 15) hat sie unter anderem mitgewirkt. Bisher hat es sich leider nie ergeben, ein Outfit in Graz zu shooten. Jetzt war es endlich soweit und das nächste ist schon in Planung.

Graz, die zauberhafte Hauptstadt der Steiermark und für mich auch die schönste Stadt in Österreich. Obwohl man mich meistens an der Uni oder im Zentrum antrifft, ist Graz doch eine Stadt, deren Charme in den Seitengassen liegt. Das wurde mir vor allem bei unserem Shooting wieder deutlich vor Augen geführt. Unter anderem waren wir in der Sporgasse, womöglich eine der bekanntesten Seitengassen in Graz. Ich muss mir unbedingt die Zeit nehmen, diese zauberhaften Gassen zu erkundigen – natürlich mit der Kamera. Gerade dort findet man außergewöhnliche Läden und besondere Restaurants, sowie Cafés. Der Charme liegt in der exquisiten Kulinarik, viele verschiedene Küchen aus aller Welt sind vertreten, in der Architektur, dem Vintage – nennen wir es Seitengassenromantik. Hättet ihr Lust, mehr von Graz kennenzulernen? In meinen Hirnwinden schwebt Rohmaterial für ein kleines Projekt.

 

Das Outfit
Between Summer & Autumn bringt es wohl auf den Punkt. Die Shorts stehen definitiv für den Sommer. Ich bin kein Typ, der im Herbst noch Shorts trägt (außer es ist wirklich megaheiß oder im momentan vorherrschenden meteorologischen Herbst – im Volksmund auch als Altweibersommer bekannt). Auch nicht mit dicken Strumpfhosen. Apropos Strumpfhose. Ich trug zum Shooting eine dünne. Die hat ordentlich mitgemischt und zeigte sich gerne mal :). Ist uns leider erst später aufgefallen, aber so what: Ich bin schließlich KEINE Fashionbloggerin ;). Zum Glück gibts solche tollen Programme wie Lightroom und Photoshop :). Fürs nächste Mal haben wir definitiv gelernt.

Diese Shorts, die ich heute trage, ist schon vor Ewigkeiten bei mir eingezogen. Wenn ich von Ewigkeiten spreche, dann meine ich wirklich eine Ewigkeit. Gekauft habe ich sie vor 4 Jahren für meinen ersten elternfreien Urlaub: Die Maturareise. Damals war ich verrückt nach Shorts und ich besaß unendlich viele. Neben dieser Shorts besitze ich immer noch eine aus dieser Zeit. Zwei Jahre später hat sich meine Vorliebe für Shorts eher gelegt, doch heuer habe ich sie wieder für mich entdeckt.

Die luftige Tunika kennt ihr bereits aus diesem Outfitpost und die Schuhe entstammen noch aus dem letzten Winter. Da es morgens bereits richtig frisch ist und ich mit dem Fahrrad zur Bushaltestelle fahren muss, muss ich alte Frostbeule schon zu einer etwas wärmeren Montur greifen. Im Laufe des Tages wurde es allerdings richtig heiß, darum würde ich jetzt normalerweise noch nicht zu Boots greifen, aber farblich haben sie zu den Accessoires im Outfit am Besten gepasst. Glaubt es oder nicht, aber ich besitze nur ein paar Schuhe in rehbraun, obwohl ich diese Farbe bei Schuhen wirklich wunderschön finde.

I’m wearing…
Tunika: Forever 21
Shorts: New Yorker
Boots: Deichmann
Bag: H&M
Belt: H&M
Necklace: PrincessMari
Leather Bracelet: H&M
Gold Copper Alloyed Bracelet: H&M
Golden Bracelet: Heirloom
Earrings: H&M


Photos by: Daniel Eibl
Location: Graz 

By the way! Was verleiht mehr Sommerfeeling, als Eis? Nichts, Nada, Niente! Die liebe Leonie von Ohh Couture hat neulich wundervolle Fotos hochgeladen -HIER-. Wir haben die Szene nachgestellt und da mir die Fotos so gut gefallen, möchte ich sie euch nicht vorenthalten. Die Originalidee entstammt allerdings nicht von mir und ich finde, das sollte auch gesagt werden. In meinen Augen ist es okay, wenn man sich hin und wieder von anderen Bloggern inspirieren lässt. Auch auf Pinterest findet man tolle Inspirationen für Outfitfotos. Trotzdem sollte man immer ehrlich gegenüber sich selbst und anderen sein und es erwähnen, wenn man eine Idee von einer anderen Bloggerin übernommen hat. UND man sollte bei den tollen Inspirationen in der Blogosphäre trotzdem noch seiner eigenen Kreativität treu bleiben und viele eigene Ideen einbringen. Ihr seid schließlich das Original und ihr seid mitunter der Grund, warum eure Leser euren Blog lesen. 

Bei Leonie findet ihr übrigens wirklich wundervolle Fotos und grandiose Mode.

Lookbook #21: Karo meets LWD

Lookbook #21

Karo meets LWD

 

LWD14 (1 von 1)

Dass kurze weiße Kleider mit der Abkürzung LWD tituliert werden, weiß ich Nicht-Fashionbloggerin erst seitdem die liebe Svetlana ihre Version eines süßen Strahlekleidchens auf ihrem Blog Lavender Star gezeigt hat. Ich bin dankbar für solche Fashionblogs, denn so lerne ich immer etwas dazu. Ja, Mode begeistert mich und Mode erweckt ein großes Interesse in mir. Nichtsdestotrotz gehöre ich nach wie vor zur Laienfraktion. Ich weiß nicht immer gleich als erste, was in der nächsten Saison in Mode sein wird und ich kaufe mir auch sehr selten sündhaft überteuerte Modezeitschriften, die ohnehin nur aus Werbung von bekannten Designer besteht, die ich mir nicht leisten kann. Das muss ich auch nicht. Dank den tollen Fashionblogs, die in unserer Blogosphäre herumschwirren, bin ich immer uptodate, wenngleich immer ein bisschen später.

Modeblogger. Sie beherrschen die Kunst, sich vor der Kamera in Szene zu setzen und die meisten wirken dabei unglaublich natürlich. Ich habe schon einmal darüber philosophiert und ich könnte es immer wieder tun. Es macht ihnen anscheinend nichts aus, wenn sie vor der Kamera von Schaulustigen begutachtet werden. Macht der Gewohnheit? Zunehmende Professionalität? Ich denke schon. Man gewöhnt sich an alles.

Obwohl Caro und ich diesmal an einem ruhigen, abgelegten Park im Nachbardorf fotografiert haben, kamen irgendwann drei Teeniemädels vorbei und haben uns ziemlich komisch angeguckt. Zugegeben, es war mir schon ein bisschen unangenehm. Ich war froh, dass wir bereits einige Fotos im Kasten hatten, ansonsten hätte ich zusätzlich ein ungutes Gefühl bekommen. Ich weiß nicht, warum, aber mir wird dabei oftmals sehr mulmig zumute und ich komme mir dezent blöd vor. Trotzdem habe ich bereits meinen Modeldurchbruch geschafft. Wie das klingen muss. So als wäre ich ein internationales Topmodel. Ähm ja. Natürlich bin ich das nicht und wenn man mich so ansieht, liegt es praktisch auf der Hand, dass ich das nie werden könnte. Soll ich euch erklären, was ich mit „Durchbruch“ meine? Und nein, es geht auch nicht um einen Blinddarmdurchbruch. Das hätte ja auch rein gar nichts mit Modeln oder der Fashionwelt zu tun. Was schreibe ich überhaupt für einen Quatsch? Ich habe nicht einmal mehr einen Blinddarm.

Letztes Wochenende hatte ich, wie gestern mit Caro, ein Fotoshooting. Jedoch nicht bei mir in der Kleinstadt, sondern in Graz. Die Fotos dazu werden hoffentlich bald folgen. Dass in Graz mehr los ist, als bei mir am Ländle, versteht sich von selbst. Und wo mehr los ist, sind mehr Menschen. Klingt irgendwie logisch. Geshootet wurde nicht in einer riesigen Menschenmenge im Zentrum der Stadt. Ganz im Gegenteil. Wir verzogen uns in eine Seitengasse. Nicht in der Hoffnung, dass dort weniger Menschen wären – obwohl, doch schon ein bisschen. In Graz ist es nahezu unausweichlich, Passanten zu begegnen, vor allem wenn man eine Seitengasse in der Nähe vom Hauptplatz wählt. Es gab einige Schaulustige, Menschen blieben stehen und beobachteten das Szenario. Nur irgendwie hat es mir in Graz nichts ausgemacht. Liegt es an der Anonymität der Stadt? Oder liegt der Grund darin, dass es keine Teeniemädels waren? Warum mache ich mir als erwachsene Frau überhaupt Gedanken, was Tenniemädchen von mir denken könnten? Hm, mache ich mir überhaupt Gedanken darüber? Nun, ich war selbst einmal ein Teenager und ich weiß, wie grausam deren Urteil sein kann, aber nein, eigentlich muss ich mir keine Gedanken darum machen. Trotzdem war es im Park am Land komischer. Woran liegt das nur? Fällt am Land etwa die Anonymität weg? Obwohl es nur das Nachbardorf war?

Das Outfit

Mein LWD (Little White Dress) kennt ihr bereits aus meinen Kärntenpost -HIER-. Es entstammt aus dem letzten Sommer, wo ich es so gut wie nie angezogen habe. Ich mag solche weißen Kleider. Mein letztes habe ich mir nach meiner Matura für die Maturarreise gekauft. Trotzdem finde ich es unglaublich schwer, ein schönes LWD zu finden, obwohl die Läden im Sommer voll davon sind. Heuer gelang es mir beispielsweise nicht, ein kurzes, weißes Kleid zu finden, welches mir an mir gefiel. Unzählige habe ich anprobiert und dann doch wieder zähneknirschend auf den Sammelkleiderständer vor den Umkleidekabinen gehängt. Dafür mag ich das hier umso lieber.

Ich habe versucht, eine eher lässigere Kombination daraus zu erstellen bzw. sie entstand letzte Woche rein zufällig, als ich wieder einmal mit meinen Klamotten herumexperimentiert habe. Darum kommt nun das Karohemd zum Einsatz. Normalerweise trage ich immer mehr Schmuck. Diesmal beließ ich es bei schlichten, goldfarbenen Ohrsteckern, die schön von meinen Haaren verdeckt werden. LWD’s sind süß, aber ich denke, ich nehme dem Kleid mit dieser Kombination ein bisschen die „süße Unschuld“ weg, damit es weniger mädchenhaft, dafür wesentlich lässiger wird.

I’m wearing…

Dress: New Yorker {Similar -HERE-}
Check Shirt: ZARA {Similar -HERE}
Shoes: Deichmann {Similar -HERE-}
Bag: H&M
Location: Park St. Ruprecht/Raab
Photos by Caro

New In: Autumn Fashion + Haul Video

So langsam klettern die Temperaturen leider immer weiter nach unten – Tendenz sinkend. Der Herbst bricht über uns ein, in der Früh ist es bereits frisch und die Blätter verlieren langsam ihr sattes Grün. Der Wetterbericht verspricht zwar noch ein bisschen Sommer, aber da die Läden sich langsam mit den Herbstkollektionen eindecken und man auch im Sale ein paar tolle Pullis ergattern kann, habe ich bereits damit begonnen, mir die ersten Stücke für meine Herbst/Winter Garderobe 2015 zusammenzusuchen. Ein paar Kleidungsstücke stehen noch auf meiner Wunschliste – die erhoffe ich mir, in Triest zu finden.

Helle Farben sind mir am Liebsten. Das soll im Herbst so bleiben, obwohl auch ein paar dunklere Klamotten bei mir eingezogen sind. Ein (Mode)-Herbst ist eben doch kein richtiger Herbst, wenn gedeckte Farben wie burgundy fehlen würden. Wie immer ist auch dunkelblau dabei. Ich muss wohl nicht mehr erwähnen, dass es meine Lieblingsfarbe ist. Vor allem in Kombination mit gold finde ich sie wundervoll, schmeichel- und vorteilhaft.

Mein absolutes Lieblingsteil aus dieser Shoppingausbeute ist definitiv mein neuer Trenchcoat von Bershka. Ich war lange auf der Suche nach einem schönen Trench. Schlussendlich wurde ich nun fündig, obwohl ich bei Bershka ansonsten sehr selten einkaufe. Dafür ist diesmal nichts aus meinen herkömmlichen Stores, bei denen ich überwiegend einkaufe, vorhanden: Zara, Vero Moda & H&M. 

 
I shopped in these Stores…
Bershka
Bik Bok
Hollister
Review
TKMaxx

Welches Teil woher kommt, erfährt ihr in meinem Haul. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir einen Daumen nach oben dalassen würdet. Wenn euch meine Videos gefallen, werdet doch Abonnenten und falls ihr Videowünsche habt, lasst es mich wissen. Ich bin momentan so in Videolaune und wenn es etwas gibt, das ihr unbedingt sehen wollt, dann nur her mit euren Vorschlägen.

 

Snapshot Sunday #1: Das Debüt

 Ich habe mir gedacht, es wird wieder einmal Zeit für eine neue Kategorie auf meinem Blog. Ich versuche fortan, die Kamera so oft wie möglich dabei zu haben und viele Momente des Lebens einzufangen. Außerdem – sollten mal Outfitshootings oder andere Shootings anfallen, auf denen ich zu sehen bin oder wo etwas schief geht, versuche ich auch einmal ein paar „Behind the Scenes“ Fotos zu machen/finden. Zeigbar sollten sie zumindest sein. Das Konzept hinter dem Snapshot Sunday: Wenig Text – viel Fotografie – ganz viel Leben!

Wollt ihr mehr in mein alltägliches Leben eintauchen? Na, dann Herzlich Willkommen beim Snapshot Sunday! Jeden Sonntag um 18 Uhr erscheint ein neuer „Snapshot Sunday“-Post.

Bevor wir mit dem ersten Snapshot Sunday beginnen, möchte ich euch noch einmal kurz beichten, dass zwei der Fotos schon letzte bzw. überletzte Woche entstanden sind. Ich wollte sie euch nur nicht vorenthalten. Diese habe ich einfach „Throwback“ genannt.

 
Breakfast/ Tuesday 
Behind the Scenes beim Beautyshooting/ Wednesday 

Blödeln und einen auf nachdenklich machen

 

First Lightroom Steps / Thursday 

 

There’s nothing more important, than real Friendship! / Throwback

Keine Freundschaft ist perfekt, das soll das nicht perfekt geformte Herz darstellen!
Aber was eine Freundschaft perfekt macht, sind die unvergesslichen Momente,

die man miteinander teilt!

Beach Baby Boy / Throwback 

Mein Lieblingsbaby: S. – der süßeste Neffe überhaupt

Billa „Frisch gekocht“ Magazin / Friday
Juhu, mein Mojito Foto hat es in die neue Billazeitschrift geschafft

Soy Vanilla Chai / Kunsthauscafé Graz / Saturday
Loved the atmosphere, but not the taste of the Vanilla Chai!
Das Café ist toll – der (Vanilla) Chai eher weniger – zu süß

 
Fresh Fruits / Saturday

Hauptplatz Graz

Eisernes Tor – Graz / Saturday
Das wunderschöne Blumenmeer und der tolle Springbrunnen #ilovegraz

Shopping Day (Innenstadt, Murpark, Seiersberg) / Saturday
Ich war seit ewiger langer Zeit wieder bei Hollister. Seit wann gibts da Licht und keine laute Musik mehr?

Pre-Hiking Breakfast / Sunday
…und endlich in der Billazeitschrift schmökern
Die überbackenen Croissants haben es mir angetan (wird ausprobiert – definitiv! Nur wann?)
 
Bergsteigen – Patschaberg (Steiermark) / Sunday
1271 m
Patscha Bergmesse 2015 / Sunday
Bei jedem Dorffest muss eine ordentliche Mehlspeise her!
Klassiker: Biskuitrollade
 

Look Book #18: Royal, Blue & Business

Look Book #18

Blue, Royal & Business

Der dunkelblaue Businessblazer und ich! Wenn ich an Liebe auf den ersten Blick glaube, dann zwischen uns beide. Wir haben uns gesehen und schon war es besiegelt: Wir zwei sind Freunde fürs Leben! Wir haben sogar eine Geschichte, die nur zu deutlich macht, dass wir zwei füreinander bestimmt sind. Ich glaube, ich habe sie im Haul damals sogar erzählt, aber ich mache es immer wieder gerne. Schließlich schwelgt man gerne in Erinnerungen, wenn man verliebt ist, oder etwa nicht?

Der Blazer und ich haben uns zum ersten Mal in Wien gesehen. Ich habe ihn anprobiert und selbst Lizzie hat sofort mit dem Kopf genickt, als wir uns beide in einem Duett vor ihr präsentiert haben. Dummerweise hatte ich zu der Zeit die halbe Kohle bereits bei Forever21 und sixx auf den Kopf gehauen und so ganz günstig war das gute Stück nicht. Für einen Blazer ist er preislich gesehen zwar vollkommen in Ordnung, aber nicht, wenn der Geldbeutel schreit, dass er auch noch für das restliche Wienwochenende Proviant braucht. Also musste ich ihn mit einem weinenden Auge im Laden zurücklassen. Aber beim „Woman Day“ gab es ein Wiedersehen zwischen uns beiden, inklusive Prozente. Es war, wie damals bei meinen Tamaris Stiefel vor zweieinhalb Jahren. Ihr könnt mich für verrückt halten, aber ich glaube, auch zwischen Menschen und Kleidungsstücken gibt es ein Schicksal. Und unser Schicksal war der „Woman Day“. 

 

Jetzt, wo das Thermometer langsam aber sicher und immer öfters die 20 Grad Marke überschreitet (ich hoffe, bald!), wird der Blazer wahrscheinlich längere Zeit im Schrank verbringen müssen. Es zerfetzt mir das Herz, aber er kann einem bei so sommerlichen Temperaturen doch ordentlich ins Schwitzen bringen. Ihr werdet es nicht glauben, aber zum ersten Mal in meinem Leben freue ich mich auf Herbst und Winter, denn dann kommt er bestimmt ganz oft zum Einsatz. Die letzten beiden Maiwochen waren allerdings ohnehin von etwas kälteren Temperaturen geplagt. Da konnte ich ihn noch getrost tragen, doch bald heißt es für eine kurze Sommerpause wohl „Au Revior“. 

Von dem Kleid, das ich im heutigen Outfit trage, muss ich mich allerdings länger nicht verabschieden. Im Gegenteil. Es kommt erst jetzt so richtig zum Einsatz. Ihr kennt es bestimmt aus meinem Haul (-HIER und -HIER das Video). Selbst wenn ich momentan am Liebsten zu Pastelltönen greife, meine Obsession für Blau ist noch immer nicht überstanden. Royal habe ich das Outfit deswegen gemacht, weil es mich royal macht. Okay, dahinter steckt keinerlei Logik und von Logik habe ich auch wenig Ahnung, wenn man meine Logiknote betrachtet. Das Blau des Kleides ist schließlich, wie man unschwer erkennen kann, royalblau. Einer meiner liebsten Blautöne. Zuerst war ich skeptisch, ob diese beiden Blautöne zusammenpassen würden oder ob es ein bisschen zu viel Blau in einem Outfit wäre, aber letztendlich habe ich mich dafür entschieden.

An Schmuck habe ich gespart. Das Print des Kleides ist schon so auffällig, dazu wollte ich keine Statementkette kombinieren, obwohl ich bei Kleidern, die so einen Schnitt haben, sprich obenrum ziemlich hochgeschlossen sind, gerne welche dazu kombiniere. Hier wäre es wohl viel zu viel gewesen. Dafür trage ich ein Armband, das eigentlich meiner Schwester gehört und ich ihr schon vor etlicher Zeit stibitzt habe. Bei meiner Tasche und den Schuhen habe ich an Blau gespart. Die Tasche greift zwar noch einmal das Blau des Blazers mit Akzenten auf, aber ansonsten ist hier nicht mehr viel von Blau zu sehen. Dass die Sonnenbrille bei Sonnenschein natürlich nicht fehlen darf, versteht sich von selbst. Diese hier ist von H&M, allerdings schmachte ich schon länger DIESE hier von Ray Ban an. Natürlich ist sie blau, was sonst? Selbige finde ich allerdings auch in rot wunderschön, aber irgendwie trau ich mich nicht drüber, mir eine teure Sonnenbrille zuzulegen. Ich kenne mich. Bei mir überleben Sonnenbrillen nie lang, wobei ich mit einer Ray Ban bestimmt anders umgehen würde, als mit einer von H&M. Trotzdem – ich habe es sogar geschafft, meine eigene Brille DREIMAL zu schrotten. Seitdem trage ich Kontaktlinsen!

Seid ihr auch so Blauverrückt, wie ich? 🙂
Oder bevorzugt ihr für den Frühling/Sommer eher andere Farben?
 
Blazer: Orsay (Similar HERE)
Bag: H&M (Similar HERE)
Sunnies: H&M (Similar HERE)
Shoes: Jello (Similar HERE)

Location: Railway Station Bridge Weiz

  

Kennt ihr übrigens schon mein neues Video? Ich habe einen „What’s in my Bag“-TAG gedreht. Schaut doch mal vorbei 🙂 (Einfach aufs Bild klicken :))

 

Look Book #17: Casual in Pastell

Look Book #17

Casual in Pastell

Ich sitze hier haarraufend und zähneknirschend in meinem Zimmer. Irgendwie habe ich das Gefühl, als hätte sich mein Gehirn in eine tickende Zeitbombe verwandelt, die kurz vor der Explosion steht. Im Hause von Madame Lait herrscht Ausnahmezustand! Nur was ist der Grund für diesen exorbitanten Nervenzusammenbruch, der mir augenscheinlich in wenigen Sekunden bevorsteht? Die Antwort ist genauso lächerlich, wie absurd! Im Übrigen zwei verschieden klingende Adjektive, die ein und dasselbe aussagen. Wie grotesk! Das, was mich gerade wirklich zum verzweifeln bringt, ist ein simpler Fashionpost, nämlich dieser hier. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was es für ein Glücksgefühl war, als die Fotos endlich dank Caro allesamt im Kasten waren. Jetzt stehe ich eher am Rande des Wahnsinns. Irgendwo auf einer Klippe in meiner farbenfrohen Gedankenwelt, die plötzlich ganz gräulich wird. Dabei fällt mir gerade auf, wie negativ das alles klingen muss. So, als hätte ich keinen Spaß an der Sache. So, als würde ich den Fashionpost nur online stellen, weil ich auf irgendeiner Art und Weise das Gefühl hätte, ich müsste einen machen, obwohl ich per se keine Fashionbloggerin bin. Nein, nein, nein! Das ist nicht der Grund.

In Wahrheit liegt das Problem auf einer ganz anderen Ebene. Der springende Punkt ist: Ich finde es furchtbar schwierig, einen passenden Text zu einem Fashionpost zu schreiben. Ich will mich nicht lediglich auf mein Outfit fokussieren, wo ich dieses und jenes her habe oder wie viel die Teile gekostet haben (über Preise spreche ich bei Posts sowieso selten, kann ja jeder für sich herausfinden). Denn all das kann man auch gekonnt in ein Haul Video packen. Was mir am Herzen liegt: ich möchte eine Geschichte erzählen, die irgendwie zu den Outfits passt, die ich euch zeige. Ich habe mir die Bilder angeschaut. Ich habe sie laaaaaaaaaaange angeschaut. So lange, wie meine olivgrünen Äuglein (ja, das sind sie wirklich!) auch nur annähernd das Licht des Laptops aushalten konnten. Begonnen habe ich mit der Uni (wie immer mein Thema Nummer 1), dann hatte ich es gleich satt, weil meine Finger nach ein paar Sätzen ruhend auf der Tastatur vor sich hin schwiegen. Nach einer kurzen Kaffeepause löschte ich die mickrige Zeichenanzahl und begann von vorne. Von Vorurteilen war plötzlich die Rede und davon, dass ich eigentlich sehr einfach gestrickt bin. Aber hatte ich das nicht schon einmal in einer Anekdote? Trotzdem – ich werde wohl nie müde, darüber zu quasseln, ich alte Chatterbox. Ach herrje!

Nach einer weiteren Kaffeepause, einem verzweifelten Anruf bei einer Freundin und der patentverdächtigen Empfehlung eines Freundes von mir, einen Schnaps zu trinken, damit die Wörter im wahrsten Sinne des Wortes fließen (empfahl er mir allerdings für einen anderen Post), versuchte ich meine Gedanken erneut zu ordnen. Wieder blieben meine Augen an den Bildern kleben und ich entdeckte so viele Elemente, über die ich eigentlich hätte schreiben können. Beispielsweise darüber, dass meine Accessoires silber sind, meine Tasche aber eindeutig goldene Details hat und mir das erst beim Shooting aufgefallen ist. Ich habe es aber trotzdem gelassen. Widerspiegelt meine Verpeiltheit. So quasi als Symbol, dass ich ein kleiner Tollpatsch bin und nicht immer alles perfekt abgestimmt ist. Passiert! Oder über die Tatsache, dass ich in letzter Zeit nur noch Voss Water trinke, weil es einfach so unheimlich cool wirkt. Außerdem sind die stylishen Glasflaschen wiederverwendbar und umweltschonend. Da wären wir wieder beim nächsten Punkt. Ich hätte mich wunderbar „greenwashen“ können, so wie ein Großkonzern für Strom es einst getan hat, obwohl es da alles andere, als umweltschonend zugeht. Ich hätte auch von meinen Pünktchenschuhen schwärmen können und wie gern ich meine Füße als Dalmatiner sehe (okay, Dalmatiner ist das falsche Wort, schaut nicht wirklich aus, wie ein Dalmatiner). Die nächste Möglichkeit hätten mir meine Haare geboten. Ich hätte wie immer über meinen Ansatz jammern können und wie faul ich doch bin, zum Friseur zu gehen. Das habt ihr aber wahrscheinlich nun schon genauso satt, wie ich. Am Mittwoch werden sie verändert und Punkt!

Ansonsten hätte ich auch noch Bezug auf die tolle Location nehmen können. Mir persönlich ist es zwar oftmals zu eng in der Kleinstadt, in der ich lebe und ich freue mich schon, wenn ich nach dem Studium (je nachdem, in welcher Schule ich dann unterrichte) in eine etwas größere Stadt, wie Graz, ziehen könnte, aber das Kunsthaus in Weiz wirkt doch unglaublich modern. Das Gebäude, welches noch nicht allzu viele Jahre auf dem Buckel hat, besteht voll und ganz aus einem transparenten Glaskörper. Ich würde auch einmal gerne ungestört im Inneren des Gebäudes shooten, denn Licht genug bietet es schließlich, aber das gestaltet sich dann doch als ziemlich schwierig.

Wie ihr seht, ich hätte genug Inspirationsquellen gehabt, aber für mich war es trotzdem nicht ganz einfach. Ja, ich finde, es ist schwierig, Fashionpostings zu tippen und ich bewundere diejenigen Fashionbloggerinnen in der Blogosphäre, die es schaffen, atemberaubende Outfitbilder zu schießen und trotzdem einen qualitativen, lustigen und/oder unterhaltsamen Text hinzuzaubern, unheimlich. Egal, ob es jetzt eine kleine Geschichte ist oder ob sie mit den richtigen Worten auf ihr Outfit eingehen. Ich finde, das gelingt vor allem Svetlana und Andrea gut. Beide wirken dabei unglaublich natürlich, aber sie sind auch schon alte Hasen im Fashionbereich 🙂 und beschäftigen sich mehr damit, als ich es tue.

Letztendlich habe ich mich nun dazu entschieden, nach dem Bericht meiner langen Odyssee, die richtigen Wörter zu finden, euch doch ein bisschen über mein Outfit zu erzählen.

Wie ihr seht, ist es diesmal sehr casual gehalten. Ich glaube, ich habe noch nie oder sehr selten einen Outfitpost gemacht, in welchem ich flache Schuhe trage. Momentan mag ich diese aber sehr gerne. Gerade wenn es draußen wärmer wird, sind meine Schuhe eher flach. Seien es Ballerinas oder diese Sneakers mit Pünktchenmuster von Forever21. Das sind übrigens meine ersten Sneakers seit ich weiß nicht wie vielen Jahren (Meine Laufsneakers zählen nicht!). Unglaublich, was? Ich habe vollkommen vergessen, wie bequem sie sind und dass sie trotzdem ein Blickfang sein können. Ich glaube, es werden heuer noch ein paar mehr bei mir einziehen. Aufgrund des Musters und des farblich gesehen starken Kontrasts zu den sonst so pastelligem Outfit, stechen sie aus dem Rest des Outfits deutlich hervor.

Mein Oberteil von Vero Moda war eher ein Spontankauf. Nach dem langen „Woman Day“ sind wir noch nach Gleisdorf gefahren. Eigentlich wollten wir nur zu C&A, haben uns dann aber noch spontan dazu entschieden, in einem weiteren Laden zu gehen, der unter anderem Klamotten von Vero Moda, Only, Vila usw. vertreibt. Ein bisschen hin und her überlegen musste ich zwar schon, aber da ich mehr pastellige Sachen im Schrank haben wollte, durfte es letztendlich bei mir einziehen. Ich mag das Oberteil vor allem in Kombination mit hellen Jeans, aber wenn ich mal wieder Lust auf einen stärkeren Kontrast habe, schlüpfe ich in eine eher dunklere Jeans.

Der Seesternring von sixx war auf Anhieb meine große Liebe. Dazu gibt es sogar die passenden Ohrringe, aber ich bleibe nach wie vor schlichten Perlenohrsteckern treu. Ich distanziere mich lieber von schweren Ohrsteckern oder Ohrringen, denn die haben im Laufe der Jahre sichtliche Spuren hinterlassen, sodass leichte Stecker doch die bessere Wahl sind. Da eine Leserin vor einiger Zeit den Wunsch geäußert hat, gerne ein Outfit mit der Schneeflockenkette von Thomas Sabo zu sehen, habe ich die Kette eingebaut, obwohl der Winter bereits hinter uns liegt und der Anhänger nicht hätte gegensätzlicher zum Seestern sein können (Ist der Satz Deutsch?). Da meine Accessoires, wie oben bereits erwähnt, silber sind, passt die Tasche mit dem goldenen Spatz zwar nicht 1:1, aber dafür harmoniert sie mit meinem Oberteil. Ich muss ehrlich zugeben, auch im Alltag achte ich nicht immer darauf, ob mein Schmuck silber und die Elemente auf der Tasche gold sind. Abgesehen davon finde ich es momentan auch unglaublich schwierig, Taschen zu finden, die silbrige Details haben. Mir ist nur wichtig, dass der Schmuck, den ich am Körper trage, entweder ausschließlich silber oder gold ist. Momentan ist er für gewöhnlich allerdings sowieso eher golden. Achtet ihr selbst hierbei explizit darauf? 

Nun würde es mich noch interessieren, welche Gestaltung ihr bei Fashionposts bevorzugt? Gefällt es euch besser, wenn eine Bloggerin mehr auf das Outfit eingeht, oder lest ihr lieber eine passende Story dazu? Würdet ihr euch wünschen, dass ich mich mehr auf das Outfit des Posts fixiere? 
 
Shirt: Vero Moda (Similar here)
Jeans: Only (Similar Here)
Sneakers: Forever21 (Similar Here) 
Shoulder Bag: sixx (Similar Here)
Seastar Ring: sixx (Similar Here)
Necklace: Thomas Sabo (Charm – Same Here)

 

Location: Kunsthaus Weiz

 

Übrigens: Vor kurzem wurde ich interviewt. Das Interview findet ihr auf shoe-stories.de unter DIESEM Link.

Lookbook #16: Kontrastprogramm

Lookbook #16

Kontrastprogramm

Ja, ich weiß. Auf dem Kalender steht dick und fett Frühling. Okay, okay, Frühling steht vielleicht nicht drauf, höchstens in der Zeile des 21. März‘, aber ihr wisst bestimmt, worauf ich hinaus möchte. Und wenn wir etwas gar nicht im Frühling haben wollen, dann ist es der Winter, stimmts? Also, warum trage ich dann wohl Winterboots im Frühling? Vielleicht weil ich die Boots sehr gerne mag oder aber, weil ich eine kleine Neigung zu Kontrasten habe. Ich mag den Gegensatz und das Kontrastprogramm ziehe ich nicht nur bei den Farben durch, die sich aus pastelligen Tönen, schwarz und weiß zusammensetzen, sondern auch bei den Schuhen. Oben frühlingshaft und unten doch noch ein bisschen Winter. Ihr werdet es nicht glauben, aber ich fahre sogar im Sommer gerne ein kontrastreiches Programm. Letztes Jahr im Juli trug ich zu einem Street Festival ein luftig leichtes Sommerkleidchen und Stiefel, die optisch so aussahen, als wären sie aus Veloursleder, für die aber im Endeffekt kein unschuldiges Tierchen seine Haut hergeben musste.

Auch die schwarzen Stiefel von Tamaris sehen so aus, als wären sie aus Veloursleder. Genau das Material bevorzuge ich im Winter bei meinen Schuhen. Anscheinend tue ich das aber nicht nur im Winter, sondern ganzjährig. Praktisch, schön und multisaisonal – zumindest für mich. Zugegeben, im Sommer war es mit solchen Schuhen doch richtig heiß und manchmal gab es sogar einen irritierten Blick von Leuten, die bei solch tropischen Abendtemperaturen lieber Flip Flops bevorzugten, aber jetzt im Frühling ist es immer noch angenehm, sie zu tragen. Vor allem, wenn ich vor sieben Uhr das Haus verlassen muss, um nach Graz zu fahren. Das Outfit trug ich übrigens auch letzten Freitag an der Uni.

Nicht nur dieses Outfit, sondern auch mein Leben und meine Charaktereigenschaften sind ein einziger Kontrast. Das stört mich ehrlich gesagt gar nicht. Im Gegenteil, ich finde es sogar witzig, spannend und interessant. Auf jeden Fall ist es alles andere, als langweilig. Ein paar Beispiele gefälligst? Nun… an der Uni oder vor bestimmten Menschen versuche ich immer wahnsinnig erwachsen und verantwortungsbewusst rüberzukommen, doch in Wahrheit bin ich noch ein halbes Baby. Ich esse meinen Porridge morgens immer mit Babybrei und mampfe meinem Neffen die Babykekse weg. Auf dem ersten Blick sehe ich wie das typische Mädchen von nebenan aus. Kein Wunder, ich kleide mich sehr mädchenhaft und gebe mich manchmal auch so, aber tief in mir drinnen bin ich ein richtiger Kerl. Ich schaue Fußball (und fluche dabei unheimlich gerne, wenn meiner Mannschaft Unrecht getan wird oder selbige irgendeinen Mist baut), kenne (pünktlich zur WM und EM) die Abseitsregel, trinke beim Weggehen lieber Bier als Cosmos (wobei ich diese natürlich auch sehr gerne mag) und steh auf Nerdstuff! Als Kind war nicht Barbie meine größte Leidenschaft, sondern Pokémon. Ich mache mich auch mal dreckig, ohne auszuflippen, habe keine Scheu davor, ein Regal zusammenzubauen oder Schränke (sporadisch) zu reparieren, obwohl ich so aussehe, als hätte ich vom Handwerkern keine Ahnung. Auch meine Haare sind momentan ein einziges Kontrastwirrwarr, aber dieses Programm kennt ihr schon länger von mir. Nicht mehr lange und ihr werdet eine etwas dunklere Haarfarbe an mir sehen (voraussichtlich :D). Doch die nächsten zwei Fashionposts kommen noch mit einem kontrastreichen „Ombre“. 

Meine liebe Freundin Caro hat sich Zeit für mich genommen, um mit mir ein kleines Fotoshooting zu veranstalten. Da habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, gleich mehrere Outfits einzupacken. Im Grunde genommen seht ihr jetzt endlich den ganzen Stuff, den ich mir während meines Wienwochenendes und des „Woman Day“ zugelegt habe. Außerdem war ich ganz erstaunt, dass es sogar in meinem „Hood“ ein paar nette Locations für Shootings gibt. Das hätte ich nicht gedacht. Allerdings verstehe ich jetzt gerade alle Fashionblogger, die das eine oder andere mal von ein paar neugierigen Blicken von gaffenden Passanten erzählen. Anfangs war das wirklich seltsam für mich, aber weil die Kleinstadt, in der ich mein energetisch positiv geladenes Dasein friste, samstags praktisch wie ausgestorben ist, kam dies zum Glück nur ganz, ganz selten vor.

Ich kann euch im Übrigen versprechen, dass die nächsten beiden Outfits mit Schuhen an meinen Füßchen bestückt sind, die wesentlich besser zu den momentan vorherrschenden Temperaturen passen. Zwar sind sie dunkel, aber für hitzige Tage bestens geeignet. Auf Stiefelparadies findet ihr übrigens auch tolle frühlingshafte Schuhe und sogar frühlingshafte Boots, also Boots, die wirklich für den Frühling gemacht sind und nicht nur für den Winter, so wie meine 😉

Wie gefällt euch das Outfit?
Vielleicht kommt es euch noch von älteren „Nichtfashion“-Postings bekannt vor!
 
Tunika: Forever 21 (Similar Here)
Blazer: H&M (Similar Here)
Scarf: sixx (Similar Here)
Skirt: Forever 21 (Similar Here – SALE)
Shoulder Bag: sixx (Similar Here)
Boots: Tamaris (Similar Here)
Sunnies: H&M (Similar Here)
Stud Earrings: H&M

 

*Linktausch

Lookbook #15: Girls run the World

Lookbook #15

Girls run the World

Wir Mädels benötigen gewiss keinen Tag, der uns und die Männerwelt daran erinnert, dass wir fabelhaft sind. Dennoch ist es schön, dass der 8. März ganz und gar uns Ladies gehört. Zweifelsfrei haben wir diesen „Ehrentag“ verdient, oder was meint ihr, Mädels? Und doch ist es manchmal gar nicht so leicht, eine Frau zu sein.

Mittlerweile ist viel Zeit vergangen. Wir leben im 21. Jahrhundert und dass Frau nur noch „Heimchen am Herd“ spielt, dürfte der Vergangenheit angehören. Und doch begegne ich vielen Vorurteilen, Klischees und manchmal auch Aussagen, die mich in Rage bringen können. Ich hasse es, wenn man mir weniger zutraut, als ich kann, nur weil ich eine Frau bin. Anstatt dass wir Mädels zusammenhalten, passiert das sogar unter uns, denn ich hasse es genauso, wenn man nur die Männer als die Bösen darstellt. Natürlich müssen wir uns in unseren heutigen Welt hauptsächlich gegen die Männerdominanz durchsetzen, aber nicht jeder Mann auf dieser Welt sieht uns als das „schwächere“ Geschlecht an, nicht jeder Mann kann es nicht ertragen, dass eine Frau ebenso klug ist und Karriere machen kann.

Ich kann es nicht mitansehen, wenn ein Mädchen ein anderes als „Schlampe“ abstempelt, nur weil sie gerne kurze Röcke oder High Heels trägt und ich kann es nicht ausstehen, wenn manche Männer, die unter Testosteronüberschuss und Alkoholeinfluss stehen, der Meinung sind, sie würden dadurch den Freifahrtschein besitzen, uns an Körperregionen unterhalb der Gürtellinie begrapschen zu dürfen. Nur wenn wir Röcke oder Kleider tragen, etwas Bein zeigen, heißt das nicht automatisch, dass wir ein Paarungssignal aussenden. Es macht uns nicht dumm und es macht uns nicht weniger wert. 

Ich mag es nicht, tanken zu gehen. Schon gar nicht, wenn ich einen Rock oder ein Kleid trage. Das ist allerdings nicht zwingend notwendig. Durch meine blonden Haare meinen die Herren (meistens aus einer etwas älteren Generation) mich mit Argusaugen beobachten zu müssen. Ich kann auch eine Jeans und einen langen Pullover tragen, damit mir doofe Kommentare oder eindeutige Pfeifgeräusche hinterher geschmissen werden. Nein, solche Mädchen wie ich können nicht tanken. Man belächelt mich, mustert mich, während ich genervt an der Zapfsäule stehe und genauso tanke, wie jeder andere auch. Tanken dauert nicht lange, aber damit hat es sich noch nicht erledigt. Ich muss mich immer noch am Kopf kratzen, wenn ich daran denke, warum die Kassiererin mit den fettigen Haaren zu mir so unfreundlich war, aber zu der Frau vor mir in Jogginghosen und zerzausten Haaren freundlich? Liegt es daran, weil ich klischeehaft mädchenhaft bin? Bin ich gleich eine Barbiepuppe, nur weil ich mir die Haare blond färbe, kaum flache Schuhe besitze und ich mich in Kleidern wohler fühle, als in Hosen?

Was ist mit dem Thema Gewicht? Dadurch, dass ich schon mehr gewogen und etliches wieder verloren habe, weiß ich, wie sich das anfühlt, wenn man nur auf das Gewicht reduziert wird. Für die Männer ist man uninteressant, für Frauen gleich fett. Hat man plötzlich weniger auf die Rippen, kommen genau diese Männer mit den ekligsten Anmachen ever und für die Frauen ist man gleich magersüchtig oder man hat eine Essstörung.

Ja, ich bin ein typisches Klischeemädchen. Ich liebe es, mich zu schminken. Ich liebe schöne Klamotten, vor allem Kleider. Ich liebe Frauensendungen und ich bin schlecht in Mathe. Na und? Macht mich das dumm? Macht mich das nicht-emanzipiert? Nein, denn ich weiß, worin meine Prinzipien liegen. Ich will nie von meinem Partner abhängig sein. Ich will nie das Geld von einem Mann ausgeben, denn ich bin dazu in der Lage, mein eigenes zu verdienen. Und ich werde mich nicht in eine Schublade schieben lassen. Weder von Männern, noch von Frauen. Ich weiß, was ich kann und ich weiß, dass ich viele Möglichkeiten in meinem Leben habe, für die Frauen vor einigen Jahrzehnten noch gekämpft haben.

I am not interested in Money! I just want to be wonderful! -[Marilyn Monroe]-

Zum Glück besteht die Welt nicht ausschließlich aus der Sorte Männern, die in uns kleine Püppchen sehen. Auch wenn mir manchmal noch etwas mehr Akzeptanz in der Gesellschaft fehlt, so weiß ich, dass wir uns etabliert haben. Selbst unter Frauen muss man sich nicht unbedingt bekriegen und gegeneinander konkurrieren. Wir sind alle auf unsere eigene Weise einzigartig, wunderschön und liebenswert. Und wir sollten zusammenhalten. In einer Welt, in der alle Frauen, die auf ihren eigenen Beinen stehen, nicht mehr als „Emanzen“ degradiert werden. In der man Frauen, die für ihre Rechte kämpfen, nicht mit Achselhaaren und Raspelhaarschnitt in Verbindung bringt. Junge Frauen können unabhängig sein und trotzdem kurze Röcke tragen. In uns steckt ein menschliches Wesen, dass mit dem Herzen gerne Frau ist und wir dürfen nie vergessen, was unsere Rechte und vor allem, wer wir sind.

 

Nothing makes a woman more beautiful than the belief that she is beautiful! -[Sophia Loren]- 

Outfit
Dress: Apricot via Kult {Similar here}
Hat: claire’s
Earrings: Takko
Shoes: Jello {Similar here}
Clutch: Deichmann