Tag : Umziehen

Der erste Umzug: Schritt für Schritt

Puh, es ist geschafft. Ich habe meinen Umzug hinter mich gebracht. Truth to be told: Vom Thema Umzug habe ich die Schnauze voll. Mehr als das. Eigentlich, ja eigentlich möchte ich nicht mehr darüber nachdenken, aber es ist noch lange nicht alles fertig. Es fehlen Vorhänge, Kommoden, Teppiche und Lampen. Hier und da muss noch etwas ausgebessert werden. Meine Essentials habe ich bereits, sodass ich schon einen ersten Umzugsbeitrag schreiben kann. Interiorposts kommen erst dann, wenn wirklich alles fertig ist. Und das dauert. Geduld ist nicht meine Stärke. Am liebsten hätte ich bereits alles fix fertig, aber das ist beim Umzug ganz normal.

Vielleicht steht auch ihr kurz vor eurem ersten Umzug. Um euch das Siedeln zu erleichtern, möchte ich euch einen kleinen „Mein allererster Umzug“-Guide verfassen.

 

 

Wir ziehen um

Der Weg in die erste eigene Wohnung

Mein persönlicher Umzug verlief großteils reibungslos. Nun möchte ich euch erklären, wie mein Umzug verlief, was es zu beachten gibt und wie ihr euch am besten für euer Leben in der ersten eigenen Wohnung vorbereitet.

 

Basic: Die Wohnungssuche

Ohne Wohnung kein Umzug. Macht Sinn. Bevor ihr euch über alles weitere Gedanken machen könnt, ist es selbstverständlich wichtig, dass ihr eine geeignete Wohnung für euch findet, die problemlos leistbar ist. Bedenkt, dass es mit der Miete alleine nicht getan ist. Auf euch werden Nebenkosten zukommen, die ihr nicht vergessen dürft. Eine Wohnung mit einer Miete von xx Euro mag zwar auf dem ersten Blick in eurem Budget sein, doch die Kosten können sich schnell häufen, sodass das Objekt der Begierde nicht mehr ganz in eurem Budget liegt.

 


Tipp: Von Anfang an eine Kostenaufstellung machen und konsequent durchkalkulieren!
B I S   Z U M   S C H L U S S


 

 

Was du neben der Miete noch bezahlen musst

Nicht immer sind Betriebskosten, Heizung und Strom in der Miete inkludiert. Ich habe es sogar schon erlebt, dass selbst die Küchenmiete nicht in die Miete mit einberechnet wurde. In meiner Miete sind die Betriebskosten enthalten, genauso wie die Küchenmiete und die Miete für Kellerabteil und Fahrradstellplatz. Heizung und Strom sind externe Kosten, die auf mich zukommen. Bei meinem Stromanbieter hatte ich freie Wahl. Den durfte ich mir selbst aussuchen. Hier empfiehlt es sich natürlich immer, einen Onlinecheck zu machen, welcher Anbieter der günstigste ist.

Besitzt ihr ein Auto, könnt ihr auch einen Tiefgaragenplatz mieten. Manchmal sind Tiefgaragenplätze in der Miete inkludiert, manchmal nicht. Manchmal ist man sogar dazu verpflichtet, den Tiefgaragenplatz zu nehmen. Das hängt von dem Vermieter ab. Ich musste ihn zum Glück nicht nehmen – doch bedenkt: Auch das kann zusätzlich Kosten verursachen und die sind in den seltensten Fällen günstig. Bei mir im Haus kostet der Tiefgaragenplatz 75 Euro pro Monat.

Ohne Internet geht heutzutage gar nichts. Auch das ist meistens extra zu bezahlen. Zusätzlich kommen noch Versicherung und die Handyrechnung zu den Fixkosten. Generell setzen sich meine Fixkosten folgendermaßen zusammen:

  • Miete
  • Strom
  • Heizung
  • Internet
  • Handyrechnung
  • Versicherungen

 

Heizung und Strom

Meinen Stromanbieter habe ich direkt am Tag des Umzuges gewählt. Es war praktisch, dass die Hausverwaltung Energieversorger ins Haus geladen haben, wo man sofort seinen Vertrag machen konnte. Bei der Heizung bekam ich ein Schreiben. Diesen Versorger hat die Hausverwaltung ausgesucht. Trotzdem musste ich selbst einen Dauerauftrag einrichten, um meine Heizkosten zu bezahlen.

 

Versicherungen

Versicherungen sind Kosten, die besonders bitter sind. Natürlich hofft man, dass man sie niemals brauchen wird, aber wenn nichts passiert, hat man oftmals das Gefühl, man bezahlt sie umsonst. Trotzdem: Es ist besser, mit einer Versicherung zu leben, denn passieren kann immer etwas und in der Not ist man froh, auf der sicheren Seite zu sein. Außerdem hat man dadurch ein Sicherheitsgefühl, denn man ist in der Not abgesichert. Ich habe mich in folgenden Punkten versichern lassen:

  • Haushaltsversicherung (Berechnung erfolgt nach eurer Wohnfläche in qm) – für mich ein absolute MUST-Versicherung und bei knapp 48 qm relativ günstig.
  • Unfallversicherung (die braucht man privat extra).
  • Rechtsschutzversicherung (Besonders für mich als Selbstständige und Lehrerin wichtig. Wer beruflich viel mit Menschen zu tun hat, sollte unbedingt eine Rechtsschutzversicherung abschließen).

Meine Versicherung habe ich übrigens einen Monat vor meinem Umzug abgeschlossen.

 

 

Die Wohnungsbesichtigung

Natürlich ist es schön, wenn man alles auf dem Silbertablett serviert bekommt und der Makler sofort die konkreten Maße für die Wohnung parat hat. War bei mir leider nicht der Fall und egal, wie viel ich hin und her telefoniert habe (Makler und Hausverwaltung) – ich bekam meine Maße nicht. Darum ist es sinnvoll, bei der Wohnungsbesichtigung ein Maßband dabei zu haben, um selbst zu messen. Ich musste leider noch einmal in die Wohnung, um auszumessen, was allerdings kein Nachteil war. Bei der Erstbesichtigung war die Wohnung praktisch noch eine Baustelle. Als ich zum Ausmessen kam, hatte sie bereits den Boden und die Fließen drin.

Macht Fotos und scheut euch nicht, Fragen zu stellen. Am Besten macht ihr euch im Vorfeld schon Gedanken, welche Fragen ihr stellen möchtet. Zwar steht alles was erlaubt ist und was nicht im Mietvertrag, aber es ist einfach angenehmer, wenn man die Informationen konkreter erklärt bekommt.

 


Wichtig und LOGISCH:
Den Mietvertrag genau durchlesen, bevor man ihn unterschreibt


 

Auch vor dem Einzug kommen noch ein paar Kosten auf euch zu:

  • Kaution (mehrere Monatsmieten, hängt vom Vermieter ab. i.d.R. 3 MM)
  • ggf. Maklerprovision

Ich hatte das Glück, dass meine Wohnung provisionsfrei war und ich nichts für die Vermittlung bezahlen musste. Dafür musste ich mehr Kaution bezahlen, was allerdings nicht so schlimm ist, da ich diese bei meinem Auszug wiederbekomme (hoffentlich in vollster Höhe).

 

 

Möbel und Möbeltransport

Ich spare auf meinen Umzug schon seit mehr als sechs Jahre hin. Immer wieder habe ich mir Geld auf die Seite gelegt, damit ich mir meine Wohnung so einrichten kann, wie ich das gerne möchte. Ich habe nichts von daheim mitgenommen, sondern alles dort gelassen. Allen voran auch deswegen, weil mir meine Einrichtung zu Hause nicht mehr so gut gefällt und zweitens ich auch vor habe, ab und zu nach Hause zu fahren (Weihnachten, Geburtstage, Feiertage etc.).

Nicht zuletzt wegen der Einrichtung ist es wichtig, dass ihr eure Maße früh genug habt. Bedenkt, dass es lange Wartezeiten in Möbelhäusern gibt. Mit acht Wochen Minimumwartezeit kann man da schon rechnen – wenn es blöd hergeht, muss man sogar länger warten, was mir fast passiert wäre. Aber gebt euch nie zu schnell geschlagen. Oftmals hilft es, ein bisschen Druck zu machen, damit man seine Möbel früh genug bekommt.

Hinsichtlich des Budgets: Ich habe mir zuerst mehr Budget für die Einrichtung gegeben, habe aber mit der Zeit gemerkt, dass es total sinnlos ist, jetzt schon Unmengen in teure Möbel bzw. in Schnickschnack zu investieren. Darum habe ich mir auch beim Möbelkauf viele Gedanken gemacht, zum Beispiel, was ich in die nächste Wohnung mitnehmen würde und was nicht. Nur für Bett und Couch habe ich mehr und vor allem hochwertig investiert.

 


Merke: Kümmert euch früh genug um den Möbelkauf. Spätestens 8 Wochen vorher solltet ihr das wichtigste haben.


 

Möbelessentials beim Einzug:

  • Bett!!!
  • Tisch/Stühle
  • Schränke und Kommoden
  • Spiegel

 

Der Aus- und Umzug

Den Auszug sollte man nicht unterschätzen. Selbst wenn man sich so wie ich alle Möbel neu kauft und aufbauen lässt: Es ist trotzdem stressig. Der Auszug ist auch eine gute Gelegenheit, alles einmal gründlich auszusortieren (z.B. Klamotten, Dekoration usw.). Nehmt nicht jeden Krimskrams in die neue Wohnung mit, sondern überlegt euch, was ihr wirklich braucht und wovon ihr euch wirklich nicht trennen möchtet.

 

 

Nicht pleite ausziehen

Ich würde euch davon abraten, mit einem Budget von 0 auszuziehen. Auch wenn ihr euch eure Wohnung und das Leben mit eurem Gehalt leisten könnt, es können immer Kosten auf einen zukommen, mit denen man nicht rechnet. Das ist mir passiert: Plötzlich gab es doch keinen gemeinschaftlichen Waschraum im Haus und ein wenig später wurde mein Macbook kaputt, auf das ich angewiesen bin. Waschmaschine und die Reparatur waren Kosten von über 400 Euro, die ich mir nie leisten hätte können, wäre ich mit einem Nullbudget ausgezogen.

Oder noch schlimmer: ihr verliert euren Job, werdet arbeitsunfähig etc. (darum auch die Unfallversicherung). Bevor ihr von einer Welle an Rechnungen überschlagen werdet, die ihr nicht bezahlen könnt, sichert euch ab und achtet, dass ihr etwas auf der Seite habt.

Meine Grundvoraussetzung für meinen Auszug war, dass ich so viel auf der Seite habe, dass ich im Notfall mindestens 3 Monate alle Fix- und Lebenskosten bezahlen kann. 3 Monate sind für mich immer ein adäquater Zeitraum, zum Beispiel wenn es darum geht, einen neuen Job zu suchen (was bei mir nach meinem Unterrichtspraktikum der Fall sein wird).

 

Umzug
Kaffeemaschine von De’Longhi (PR-Sample)

 

Kleine Wohlfühlessentials

Auch wenn ich der Meinung bin, dass man zuerst in die wichtigsten Dinge investieren sollte, so sollte man nicht vergessen, dass man sich in seiner Wohnung Zuhause fühlen sollte. Somit vergesst nicht auf eure Wohlfühlessentials. Bei mir waren das definitiv meine Kaffeemaschine sowie mein Geographentisch.

 

Life Update #19: Hello New Life

Wenn sich der Kopf leer anfühlt, aber trotzdem voll ist. So voll, sodass er zu platzen droht. Wenn man nicht weiß, woran man zuerst denken soll, obwohl sich die Dinge überschlagen und sie dich festhalten. Festhalten und fesseln. Wenn du so viel zu sagen hast, aber dir die Worte im Rachen feststecken. So tief, sodass du Probleme bekommst, sie an die Oberfläche zu hieven. Wenn du gezielt nach einem Anfang suchst, weil du dir einen Schlussstrich herbeisehnst, aber nicht weißt, wo dieser Anfang für dich ist. Und du suchst gezielter, zielstrebiger, nur du weißt nicht, wo dieser Punkt liegt. Du recherchierst die Koordinaten, doch wenn du sie in deiner persönlichen Landkarte suchst, merkst du, dass alles ins Leere läuft. Wenn alles fertig sein soll, du aber noch nicht ansatzweise damit begonnen hast, es fertigzustellen. Weil du immer noch orientierungslos auf deiner persönlichen Landkarte herumirrst. Weil du inmitten einer Reise bist. Wenn alles anders läuft, als du es dir vorgestellt hast, du aber trotzdem glücklich und zufrieden bist. Weil es gerade passt, so wie es ist, obwohl du weißt, dass all das ein Ende finden wird.  

 

Wenn es ein Neuanfang ist…

Hello New Life

 

Puh. Das ist alles, was ich im Moment sagen kann. Puh. Seit meinem strengen und anspruchsvollen Wintersemester 2014/15 gab es keinen Moment mehr in meinem Leben, an dem ich mich wirklich entspannt gefühlt habe. Diese Zeit hat mich gelehrt, wie ich agieren muss, um stressresistent zu sein. Stressresistenz und -resilienz ist eine der wichtigsten Kompetenzen, die ich in dieser Zeit gelernt habe. Ansonsten würde ich untergehen. Untergehen in einer Vielzahl von Gedanken, die mich festhalten, nicht loslassen wollen, die wiederum ich gerne loslassen würde.

Es ist erst ein Monat her, aber innerhalb eines Monats hat sich mein Leben von Grund auf verändert, sodass es nicht mehr dasselbe ist. Ich war es gewohnt, diesen einen Job zu haben. Bloggerin. Einen Job, den viele noch nicht so ganz anerkennen können. Bloggerin. Was ist das schon? Ein müdes Lächeln geht durch den Räum. Bloggerin? Schläft bis zehn, hat keinen Stress und kann tun und lassen, was sie will. Das ist die Definition von Bloggerin, die in vielen Köpfen vorherrschend ist. Jetzt, wo ich Lehrerin bin, einem geregelten Job nachgehe, gezielt für mein regelmäßiges Gehalt arbeiten muss, merke ich erst, wie aufwändig der Job als Vollzeitbloggerin war. Und wie viel Druck dahinter steckte, auch regelmäßig Gehalt auf sein Konto zu bekommen, um überleben zu können. Seitdem ich meinem Beruf nachgehe, für den ich ausgebildet wurde, merke ich, wie schwer es auch ist, Teilzeitbloggerin zu sein und wie sehr mich der Beruf zeitlich aufgefressen hat.

Bloggerinnen werden immer belächelt. Der Job wird nicht ernst genommen, aber es ist Arbeit. Viel Arbeit. Und soll ich euch etwas sagen? Ich vermisse es, dass ich diesem Job nicht mehr 100% widmen kann. Ich vermisse es, dass nicht mehr die Bloggerin Lisa im Vordergrund steht. Aber trotzdem – ich mag meinen neuen Job, in den ich immer mehr reinfinde. Ob ich nach meinem Unterrichtspraktikum im Lehramt bleiben werde? Ich weiß es nicht.

 

 

Mein neuer Beruf

Mein neuer Beruf gehört quasi zu meinem neuen Lebensabschnitt dazu. Nicht nur die neue Wohnung ist ein großes Thema bei mir, sondern allen voran mein Job im Lehramt. Ich versuche, diesen Job so gut es geht, von meinem Bloggerdasein zu trennen. Da ich jedoch oft danach gefragt werde, möchte ich trotzdem einige Dinge mit euch teilen. Jedoch nur Dinge, die MICH persönlich betreffen.

Ich gehe gerne in die Schule. Mein Kollegium ist supernett, mit meinen Mentorinnen hatte ich auch Glück und es bereitet mir Freude, Kindern und Jugendlichen etwas beizubringen. Punkt. Mehr muss ich, so glaube ich, auch nicht sagen. Es reicht, wenn ich sage, dass es mir Spaß macht. Punkt der zweite. Seitdem ich unterrichte, merke ich, dass ich nicht das falsche studiert habe. Ich merke, dass mir der Job liegt. Aber ich merke auch, dass es da noch etwas ganz anderes gibt, das mir mehr liegt. Ich fordere das Schicksal nicht heraus. Wenn ich nach meinem Unterrichtspraktikum einen Job im Lehramt finde, bin ich glücklich. Aber es macht mich nicht unglücklich, wenn ich danach einen Job in dem Bereich finde, in dem ich zuvor selbstständig gearbeitet habe: MEDIEN. Wenn das Lehramt erst zu meiner Berufung wird, wenn ich 40 bin, ist das auch okay. Ehrlich gesagt, es würde mich sogar glücklicher machen. Ich lasse die Dinge auf mich zukommen.

Zusammengefasst: Ich bin zufrieden, der Job macht mir Spaß, aber ich vermisse meine regelmäßige Social Media Arbeit, die hinter meinem neuen Job gerückt ist. Eh klar. In der Schule habe ich die Verantwortung, meine Pflichten zu erfüllen. In meinem eigenen Gewerbe bin ich ausschließlich für mich selbst verantwortlich. Die einzige Person, vor der ich mich rechtfertigen muss, bin ich selbst!

 

 

#mycafeaulaitMOVED

Neben meinem neuen Job war auch mein Umzug ein zentrales Thema. Okay, was heißt hier WAR? Das Thema ist immer noch präsent. Ich habe mich schon gut in Graz eingelebt, aber in der Wohnung ist noch einiges zu tun. Einiges im Sinne von wahnsinnig viel. So ganz zu Hause fühle ich mich noch nicht. Ich bin gerade dabei, es zu ändern. Das hat zusätzlich viel Zeit gefressen, sodass der Blog und Social Media immer weiter in den Hintergrund gerückt sind. Oft werde ich nach einer Roomtour gefragt. Die kommt erst, wenn alles fertig ist. Perfektionistenregel Nummer 1. Ich mache keine halben Sachen.

 

Neues Ziel: Endlich einen Alltag reinbringen!

Nachdem ich zwei große Ziele erreicht habe, brauche ich ein neues Ziel. Und das lautet dieses Mal: Endlich einen Alltag reinbringen. Jetzt, wo ich einen regelmäßigen Job, einen selbstständigen Beruf und eine eigene Wohnung habe, besteht die neue Aufgabe darin, anzukommen und mit der Situation klarzukommen. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass es mir gelingt, sobald ich in meinem neuen Job zu 100% reingefunden habe und die Wohnung endlich fertig ist.