Tag : Verreisen

The Eternal City: Rom in Bildern

Rom, du hast mich verzaubert. Bisher gab es keine andere Stadt, die mich so sehr in den Bann gezogen hat, wie du. Du hast so viel zu bieten. So viel Geschichte und so viel Schönheit. Deine Architektur ist majestätisch und -das gebe ich nicht oft zu- ich habe mich in dich verliebt. Ein ganz kleines bisschen. Ein bisschen viel sogar. Am liebsten wäre ich noch länger geblieben. Die Zeit war kurz. Viel zu kurz, um dich kennenzulernen. Rom, du bist magisch. Magisch und wunderschön. Okay, lassen wir das mit dem Liebesgesülze – passt so gar nicht zu mir und meiner „romantischen“ Ader, die eher schwarz und vertrocknet ist, als lebendig.

Dass ich in Rom aufgeblüht bin, ist kein Geheimnis mehr. Ich glaube, das brauche ich auch nicht extra erwähnen. Ein Blick auf meine Bilder genügt und man sieht es. Darum habe ich mich dazu entschlossen, diesen Beitrag ganz anders zu gestalten, als geplant. Aus einem Travelguide wird eine kleine Fotoreise mitsamt einem Traveldiary und Outfitdiary. Es ist vielleicht auch besser so. Manchmal bin ich gar nicht dazu in der Lage, kompakte Travelguides zu verfassen. Erst recht nicht, wenn ich verliebt bin. Verliebt in die ewige Stadt.

Wer trotzdem eine umfassende Bandbreite an Informationen zum Thema Rom haben möchte, der möge sich doch im Anschluss auf Kerstins Blog einfinden. Bei ihr findet ihr einen gut zusammengefassten Romguide, während ich zumindest einen kleinen Reiseführer hinsichtlich der Themen Food, Ostia und  Vatikan beisteuern kann:

 

Darum solltest du den Vatikan gesehen haben

Mangiare La Dolce Vita: Foodspots in Rom

Una Cittá & Una Spiaggia: Lido di Ostia

Kerstins Reiseführer (ENGLISCH)

 


 

 

Eine fotografische Reise quer durch Rom

Rom in Bildern + Traveldiary

Ganz entspannt landeten Kerstin und ich am 08.08.2018 spätnachmittags in Rom. Unser Quartier befand sich etwas außerhalb, lag aber neben einer belebten Straße voller Restaurants. La Dolce Vita war uns somit zugesichert, aber ist das in Rom so schwer zu finden? Nein, absolut nicht. Genächtigt haben wir im Eurostars Hotel. Hotelketten sind zwar nichts außergewöhnliches, aber zumindest zu 99,9% der Fälle safe. Und das war es auch. Wir hatten ein wunderschönes Zimmer, ein tolles Bad und ein komfortables Bett. Was will man mehr?

 


 


 

 

Sightseeing in Rom

Ich bin eigentlich kein großer Fan von dem klassischen Touristen-Dasein. Um ehrlich zu sein poche ich auch gar nicht so darauf, in jeder Stadt die berühmtesten Sehenswürdigkeiten abzuklappern, obwohl ich mir natürlich überall dieses und jenes gerne anschaue. Rom ist jedoch eine Stadt, wo man sich wirklich ALLE der bekanntesten Sehenswürdigkeiten anschauen sollte, denn es lohnt sich definitiv. In fünf Tagen haben wir leider nicht alles geschafft, aber da ich sowieso verknallt bin, komme ich zum Ort meiner Grande Amore definitiv wieder zurück.

 

 

Colosseo

Das absolute MUST in Rom ist wohl das berühmte Colosseo. Trotz Tourismusströme war das Kolosseum meine liebste Sehenswürdigkeit und mein liebster Ort in Rom. Es waren wirklich viele Menschen da, allerdings ist es so weitläufig, sodass die Touristen gar nicht so auffällig waren, wie beispielsweise am Trevi Brunnen. Natürlich musste auch das obligatorische Pizzafoto her.

 

 


 

 

Fontana di Trevi

Beim Trevibrunnen hat mich der Tourismusstrom jedoch abgeschreckt. So schön er auch ist, aber ich glaube, hier werde ich nicht mehr so schnell zurückkommen. Trotzdem: Bei Nacht ist er einfach magisch, allerdings auch viel zu gut besucht.

 

 


 

 

Forum Romanum

Eine uralte Stadt, die immer noch wahnsinnig gut erhalten geblieben ist. Sehr eindrucksvoll – besonders nachts, aber dazu gleich mehr.

 


 

 

Monumento a Vittorio Emanuele II

Ich glaube, kein Gebäude in Rom hat mich so sehr umgehauen, wie das Monumento a Vittorio Emanuele II, ein Kriegsdenkmal, welches im 20. Jahrhundert fertig gestellt wurde. Lieblingsplatz Nummer 2.

 


 


 

 

Piazza di Spagna/ Scalinata di Trinitá dei Monti

Hat mich leider aufgrund der Tourismusmassen massiv abgeschreckt – wie beim Trevibrunnen. Aber ich finde, man sollte sie sich ansehen, wenn man schon in Rom ist.

 

 


 

 

Flaminio – Piazza del Popolo

Einer der berühmtesten Plätze in Rom in Flaminio kurz vor der spanischen Treppe mit einem außergewöhnlichen Flair und Charme.

 

 


 

 

Outfits in Rom

Was wäre ein Traveldiary in Pictures, wenn ich euch meine Städtetripoutfits vorenthalten würde? Die Temperaturen waren weit über dem 30 Grad Bereich. Mir persönlich macht die Hitze meistens nichts aus, aber auch nur in luftigen Outfits. Für mein „Vatikan Outfit“ habe ich die meisten Komplimente bekommen, doch so viel sei verraten: Bei den Temperaturen war es wohl das unbequemste ;). Große Empfehlung: Meine Sneakers von Tommy Hilfiger. Call me „Tommy Girl“ – ich liebe diese Marke (meine Lieblingsmarke), aber diese Schuhe sind für Städtetrips bestens geeignet.

 

Little White Dress

Dress: Only (Same)
Shoes: Tommy Hilfiger (Similar)
Bracelet: H&M

 

Denim Skirt

Denim Skirt: Hollister (Similar)
Body: Bik Bok (Similar)
Shoes: Tommy Hilfiger (Similar)
Bag: Shootbags (Similar)

 

Denim Shorts

Crop Top: Bik Bok (Similar)
Shorts: Pieces (PR SAMPLE) (Similar)
Shoes: Tommy Hilfiger (Similar)
Bag: Shootbags (Similar)

 

Beachlook

Top: Hunkemöller (Same)
Skirt: Hollister (Similar)
Shoes: Tommy Hilfiger (Similar)

 

Vatikan Outfit

Top: Glamorous UK (Similar)
Skirt: ChiChi (übrigens – weil ihn so viele mögen: Ich werde mich von dem guten Stück trennen. Geplant auf einem Flohmarkt, aber ihr könnt euch auch schon gerne jetzt bei mir melden) (Similar)
Shoes: Miss Selfridge (Similar)
Bag: Jayz (PR Sample) (Similar)

 

Swimwear

Bikini: Lascana (Same here)
Swimsuit: Bruno Banani (Same here)

 


 

 

Rome by Night

Last but not least meine absoluten Lieblingsbilder. Ich möchte meinen fotografischen Blickwinkel mehr in Richtung Nachtfotografie richten. Auch für Novembre Photography plane ich zwei neue Projekte – eines davon soll in diese Richtung gehen. Aber das kommt erst nach meinem Umzug. Auf jeden Fall: Ich hoffe, ihr verzeiht mir meinen neuesten Faible, Sternenhimmel in die Nachtbilder zu photoshoppen, aber aufgrund der Light Pollution ist es gar nicht so einfach, magische Sternenhimmel einzufangen. Und ich persönlich mag das bei Nachtfotos sehr, sehr gerne.

 

Rom

 


 

Ich hoffe, euch hat meine fotografische Reise quer durch Rom gefallen. Zeit für ein neues Abenteuer und Getaway.

 

Mangiare La Dolce Vita: Foodspots in Rom

Nachdem ich mit Prag, Budapest, Bratislava und Sofia bisher hauptsächlich osteuropäische Hauptstädte besucht habe, war es wieder einmal Zeit für einen urbanen Tapetenwechsel. Kein Kontinent hat mehr städtische Vielseitigkeit zu bieten wie Europa. Gerade deswegen spreche ich mich immer für unseren Kontinent aus. Nun hat es mich endlich in die ewige Stadt gezogen: Rom. Italien, ohnehin mein Lieblingsland, musste nach langer Zeit wieder einmal besucht werden. Und die Foodspots in Rom sowieso.

Erst gestern habe ich wieder heimischen Boden betreten. Zugegeben: ich muss mich erst einmal so richtig sammeln. Doch da ich das „La Dolce Vita“ immer noch spüre, möchte ich das unbedingt ausnutzen, um euch mit auf meine Reise zu nehmen. Ich denke, gerade jetzt, wo die Eindrücke noch so frisch sind, kann ich euch das süße italienische Leben am besten vermitteln.

Mitgenommen habe ich viel. Keine Dinge, die man anfassen kann, aber unendlich viele Eindrücke. Nicht zuletzt deswegen und der Übersicht zuliebe, splitte ich euch meine Rompostings. Der August steht somit ganz im Zeichen der italienischen Hauptstadt. Da Städtereisen nur dann gut funktionieren, wenn man genügend Energie hat, habe ich mir gedacht, ich beginne mit dem süßesten La Dolce Vita und stelle euch alle Foodspots in Rom vor, die Kerstin und ich während unseres Aufenthaltes besucht haben.

 

 

Mangiare La Dolce Vita

Foodspots in Rom: So lässt es sich futtern

In Italien verhungert man definitiv nicht. Und auch die Gefahr, schlecht zu essen ist praktisch nicht gegeben. Pizza, Pasta, Vino e Gelato. Die Italiener verstehen ihr Können. Essen dient nicht nur der reinen Nahrungsaufnahme, sondern wird zelebriert. Das ist auch gut so, denn wenn jemand etwas von Genuss versteht, dann die Italiener. Natürlich war unsere Reise sehr pizzalastig (oder eher teiglastig), aber da die nächste Italienreise noch in den Sternen steht, wollte ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen. Verständlich, nicht wahr?

Übrigens: Was ich an Italiens Essenskultur noch so schätze, ist die Tatsache, dass es einen Aperativo gibt. Sprich: Bestellt man einen alkoholischen Drink, gibt’s immer etwas zu essen dazu. Und das sind nicht nur schnöde Chips, sondern richtig geniales Antipasti.

 

 

Tira e Molla

Unseren Anreisetag ließen wir im Tira e Molla ausklingen. Schon als wir daran vorbeigingen, hat uns das Ambiente magisch angezogen. Drinnen gibt es eine stylische Bar und draußen herrscht das La Dolce Vita. Das Tira e Molla befindet sich etwas außerhalb vom Stadtzentrum und ist somit ein echter Geheimtipp, wenn man keine Lust auf viele Touristen hat. Generell würde ich euch davon abraten, das Zentrum als Foodspot auszuwählen. Das richtige italienische Leben herrscht drumherum. Im Tira e Molla waren Kerstin und ich gefühlt die einzigen Nichtitaliener, wodurch wir das italienische Lebensgefühl deutlich spüren konnten.

Da wir einen Aperitif bestellt haben (Aperol Sprizz & Aperol Sprizz mit Passionsfrucht) bekamen wir auch leckere Antipasti serviert: Pinsestücke, Fries, Oliven, einen Tomatendip und italienisches Knabbergebäck. Das stillte unseren größeren Hunger nur kurz, sodass wir uns noch etwas zu essen bestellt haben: Foccicia für Kerstin und für mich gab es eine Pinse (ein Pendant zu Pizza) mit Frischkäse, Räucherlachs, Ruccola, Oliven und Pinienkerne. Es war molta buona und preislich auch vollkommen in Ordnung – wenn auch etwas höherpreisiger, als in anderen Teilen Italiens. Aber hey, es ist immer noch Rom.

 

 

Tira e Molla

Via Enna 2
00182 Roma RM

Italien

 


 

 

L’Osteria Davero Al Pigneto

Am nächsten Abend gab es für uns nur einen Aperitivo, aber der hat auch vollkommen gereicht, da wir tagsüber in Ostia essen waren (Beitrag folgt). In der L’Osteria Davero Al Pigneto gibt es für den kleinen Hunger ein tolles Angebot. Einen Aperitivo für zehn Euro mit einem Drink und Antipasti nach Wahl. Wir empfanden das Angebot super, denn für mich gab es einen Moscow Mule (der sowieso schon recht teuer ist) und eine gemischte Fischplatte, während sich Kerstin für einen Aperol Sprizz und gegrilltes Gemüse entschieden hat. Dazu gab es ganz italienlike supergutes Weißbrot.

Fantastisch ist auch die Lage. Das Lokal reiht sich neben zahlreichen Lokalen in einer Seitengasse Roms ein. Für uns optimal, da es direkt neben unserem Hotel gelegen ist. Auch das freundliche Personal möchte ich hervorheben, doch dazu muss ich sagen, dass wir uns in jedem Lokal, in welchem wir gegessen haben, super aufgehoben fühlten und sich stets mit einem Lächeln um unser leibliches Wohl bemüht wurde.

 

 

L’Osteria Davero Al Pigneto

Via del Pigneto 30b
00176 Roma RM

Italien

 


 

 

Sant’Alberto Pizzeria Liquoreria

Die erste richtige Pizza gab es für uns im Sant’Alberto Pizzeria Liquoreria. Das Lokal befindet sich in derselben Gasse wie das Davero und zaubert für den verwöhnten Gaumen die allerbeste Pizza, die ich je gegessen habe. Die Pizza war so gut, dass es keine weiteren Worte bedarf. Einfach hingehen, wenn ihr in Rom seid. Das meine ich jetzt nicht nur als Empfehlung, sondern vor allem als Aufforderung.

 

 

Sant’Alberto Pizzeria Liquoreria

Via del Pigneto 46
00176 Roma RM
Italien

 


 

 

Gelato e dolci

Was wäre die italienische Essenskultur ohne Gelato und Dolci? Wahrscheinlich nur halb so schön. Obwohl wir in mehreren Eisdielen waren, habe ich mir zu meiner Schande nur eine gemerkt, die ich euch natürlich nicht vorenthalten werde. Aber hey, es ist Italien und da findet man praktisch an jeder Ecke Gelato, welches zum Niederknien ist.

 

 

Don Nino

Don Nino ist eine Gelateria und Pasticceria, welche man in Rom mehrmals findet. Somit kann man das Lokal praktisch nicht verfehlen. Insbesondere wenn man zu dem Don Nino geht, wo Kerstin und ich waren. Dieser befindet sich nämlich in unmittelbarer Nähe zum Trevi Brunnen. Das Eis haben wir nicht probiert, dafür Dolci. Für Kerstin gab es ihr erstes Cannoli mit Nutellafüllung und für mich klassische italienische Profiteroles mit Schokolade und Cremefüllung. Ich bin nicht der größte Schokoladenfan, aber trotzdem liebe ich Profiteroles. Da sich das Don Nino im Zentrum Roms befindet, ist es natürlich höherpreisig, aber diese Köstlichkeiten sind es definitiv wert und die Location (instaworthy) ebenso.

 

 

Don Nino

Via dei Pattini 134
00186 Roma RM
Italien

 


 

B U O N   A P P E T I T O

 


 

Foodspots in Rom: Gelato

 


 

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Novigrad – meine große Kroatienliebe

Als unheilbare Frostbeule bibbere ich mich gerade durch die beginnenden kalten Jahreszeiten. Da ist es mir ganz Recht, dass ich noch einen Beitrag aus meinem Kroatienurlaub offen habe. So habe ich die Möglichkeit, mich zumindest virtuell in die Sonne zurück zu beamen. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich die warmen Temperaturen vermisse. Um ehrlich zu sein, würde ich alles dafür geben, heuer noch einmal das Beachfeeling spüren zu können. Am liebsten würde ich just in diesem Moment meine Füße in den heißen Sand graben, dem rauschenden Meer zuhören und einen eisgekühlten Cocktail in der Beachbar schlürfen. Leider kann man nicht alles haben, aber zumindest kann man noch davon träumen. So fällt es mir auch leichter, die kalten Temperaturen zu ertragen.

Im Zuge unseres Kroatienurlaubes habe ich insgesamt zwei weitere kroatische Städte besucht. Unter anderem habe ich euch in diesem Post auf ein Single Date nach Poreč mitgenommen. Aber Poreč war nicht die einzige kroatische Stadt in Istrien, der ich einen Besuch abgestattet habe. Noch am selben Tag meines Porečausfluges ging es für mich abends nach Novigrad. Diesmal sogar in Begleitung, denn die bezaubernde Altstadt von Novigrad besuchte ich gemeinsam mit meiner wundervollen Familie. Heute möchte ich all die Impressionen, die ich in dieser Stadt gesammelt habe, mit euch teilen. 

 


Ein Boot, der Sonnenuntergang und das rauschende Meer

Um nach Novigrad zu gelangen, haben wir uns für eine Bootstour entschieden. Nach meinem Ausflug nach Poreč wusste ich auch, dass es die richtige Entscheidung war, denn die Busfahrt war alles andere, als angenehm. Wir hatten Glück und konnten einen Platz am späteren Abend ergattern. Perfekt, denn so konnten wir während des Sonnenunterganges nach Novigrad fahren. Der Anblick des glitzernden, leicht oranglich gefärbten Meeres während der kühlen Brise, die einem um die Nase wehte, war ein unvergesslich schönes Erlebnis. Zurück zum Hotel ging es dann in der Dunkelheit. Das war zwar etwas wackliger, zumindest kam es mir so vor, aber dafür hatte man einen atemberaubend schönen Blick auf einen klaren Sternenhimmel. Verrückt, wie viele Sterne am Himmel glitzern, wenn er mal nicht mit zu viel künstlichem Licht verschmutzt wird. So einen Himmel habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Dazu das rauschende Meer und ein warmer Hoodie. Mehr benötigte ich in diesem Moment gar nicht. 

 

 

Novigrad – eine Altstadt zum Verlieben

Wir haben unsere Zeit in Novigrad zum flanieren genutzt. Aber mir wurde schnell klar, dass ich wiederkommen möchte, vor allem weil die Stadt umfassend viel Potential für einen tollen Travelguide hat. Allerdings hatten wir ein kleines Kind dabei, darum war es nicht möglich, sich die Stadt umfassender anzusehen. Letztendlich war es mir egal, denn so konnte ich die Stadt voll und ganz auf mich wirken lassen und erste Impressionen sammeln. Wie gesagt, diese Reise habe ich so viel anders erlebt, als meine früheren Reisen, aber ich konnte mich voll und ganz auf die Stadt einlassen.

Zuerst genossen wir die letzten Minuten des Sonnenuntergangs am Hafen. Es war ein eindrucksvolles Bild, wie die ganzen Boote von dem warmen Licht umschmeichelt wurden. Der Blick auf diese malerische Kulisse lud zum Träumen ein und ließ auch mich kurz innehalten. Solche Momente sind einfach Goldwert.

Als die Dunkelheit langsam einsetzte, spazierten wir durch Novigrad und blieben bei einem kleinen Markt hängen. Gleich beim ersten Stand kam ich mit dem Verkäufer ins Gespräch. Er war Landwirt und Imker, brannte seine eigenen Liköre mit seinen frisch geernteten Früchten und darüber hinaus sprach er ein perfektes Englisch. Wir unterhielten uns über seine Produkte, Nachhaltigkeit und landeten schlussendlich bei Österreich. Er erzählte mir ganz aufgeregt, dass seine Tochter in Wien studiert und er auch ein paar Wörter Deutsch spricht. Viel war es nicht, aber es war lustig, wie er mich damit beeindrucken wollte. Zum Schluss durfte ich noch seinen Kirschlikör verkosten, den ich letztendlich für Alex als Mitbringsel gekauft habe.

Verliebt habe ich mich vor allem in eine ganz besondere, kleine Gasse. Über mir hingen bunte Regenschirme, während ich an den zahlreichen kleinen Shops vorbei spazierte. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die den Moment zu etwas ganz besonderem machen.

Ausklingen ließen wir unseren Abendausflug im Vergnügungspark. Die Tante spendierte dem Kind eine kleine Zugfahrt und kurz bevor es zurück ins Hotel ging, ließ ich auch noch eine Runde in einem Lokal springen. An diesem Tag hatte ich wohl die Spendierhosen an.

Ich kann es euch nur wärmstens ans Herz legen, Novigrad zu besuchen. Eine malerische Altstadt, die trotz buntem Treiben noch dieses gewisse „Ruhepol-Flair“ versprüht.

 

 

Cluburlaub??? Pro und Contra

Nachdem ich mein erstes Studium abgeschlossen habe, freute ich mich vor allem auf mehr Zeit mit meiner Familie. Zur Feier des erfolgreichen Abschlusses einer meiner größten und wichtigsten Lebensabschnitte entschieden wir uns, gemeinsam zu verreisen. So hatten wir die Gelegenheit, ganze fünf Tage am Stück miteinander zu verbringen. Hinsichtlich der Urlaubspräferenzen unterscheiden sich meine Familie und ich jedoch stark voneinander. Während mir ein Hotel mit Frühstück reicht, bucht meine Mutter am liebsten das ganze Paket und entscheidet sich bevorzugt für einen All Inklusive Cluburlaub (oder zumindest mit Halbpension). Ich bin kein Fan davon, den ganzen Tag im Hotel zu verbringen und „fliege“ nach dem Frühstück gerne aus. Meine Familie hingegen entspannt sich am Hotelpool bzw. am hoteleigenen Strand wohl am Besten.

Da meine Mutter uns dieses Jahr nach Kroatien eingeladen hat, entschied natürlich sie, welche Unterkunft für uns infrage kommt und so wurde es dieses Jahr ein Urlaub in einem Clubresort.

 


 

Cluburlaub Pro und Contra

 

Cluburlaub: Ja oder Nein?

Welche Vor- und Nachteile erwarten mich?

Ich persönlich bin nicht der größte Fan von Cluburlauben, denn am Pool liegen kann ich im heimischen Schwimmbad auch. Viel lieber gehe ich auf Expedition, schaue mir die Stadt/das Land an und entscheide auch gerne frei, wo ich mittags und abends essen möchte. Das klingt nun vielleicht etwas undankbar und soll auf keinen Fall so rüberkommen. Ich habe mich sehr über den Urlaub gefreut, allen voran darauf, wieder mehr Zeit für meine Familie zu haben. Ein Cluburlaub hat auch definitiv seine Vorteile. Cluburlaub ja oder nein? Falls ihr auch (einmal) vor dieser Entscheidung steht, möchte ich euch auflisten, welche Vor- und Nachteile euch erwarten. Dabei habe ich die Vor- und Nachteile nach meinem persönlichen Geschmack gelistet. Denn was für mich ein Nachteil ist, kann für andere definitiv auch ein Vorteil sein.

 

Cluburlaub Pro und Contra

 

Pro und Contra: Essen

Pro: Du musst nicht „verhungern“

Frühstück, Mittag- und Abendessen. Bei einem Cluburlaub muss sich niemand Gedanken machen, wie der Hunger gestillt wird. Das Buffet ist ständig gefüllt und irgendetwas ist immer dabei, was man mag. Außerdem bekommt man die volle Palette: süßes und pikantes Frühstück, zu Mittag und abends Vorspeisen, Suppen, Hauptspeisen und Dessert.

 

Contra: Vielfältig ja, aber fast jeden Tag das gleiche

Das Buffet ist zwar vielfältig und es findet auch bestimmt jeder etwas, aber die Speisen sind Tag ein und Tag aus meistens gleich. Zwar variieren zwei oder drei Speisen von Tag zu Tag, aber wenn man das nicht mag, bleibt man auch wieder beim gleichen hängen. In den ganzen fünf Tagen meines Aufenthaltes habe ich meistens das gleiche gegessen.

 

Pro: á la Carte Restaurants

In Ferienclubs gibt es jedoch auch á la Carte Restaurants, die im Package meistens mit drin sind. Eine kurze Anmeldung ist erforderlich, aber so kommt man vielleicht auch dazu, mal etwas anderes zu essen.

 

Contra: Man isst nur im Hotel und hat feste Essenszeiten

Was ich beim Reisen am meisten liebe: neue Restaurants kennenzulernen. Das bleibt bei einem Cluburlaub meistens aus. Man hat dafür bezahlt, also isst man wahrscheinlich auch immer im Hotel, anstatt auswärts essen zu gehen. Außerdem: Essen gehen, wann man will, ist leider nicht. Gegessen wird nämlich dann, wenn das Buffet offen hat. Vor allem abends ein kleines Hindernis für mich, da ich so spät (bei uns ab 18 oder 19 Uhr) eigentlich selten esse, weil mir das Essen sonst im Magen liegt und ich nicht schlafen kann.

 

Pro: Kleinkinder/Kinder

Für Kinder sind solche Buffets jedoch wieder ideal. Besonders bei Kindern, die nicht viel essen und sehr wählerisch sind. Für meine Schwester und meinem Schwager war es eine Erleichterung, meinen Neffen mit Essen zu versorgen, denn sie konnten genauso viel nehmen, wie sie brauchten und haben nicht unnötig Essen verschwendet.

 

Pro und Contra: Gäste

Pro: Man schließt schnell Bekanntschaften

In einem Cluburlaub kommt man mit anderen Hotelgästen schneller ins Gespräch und man kann tolle Bekanntschaften schließen, weil man sich für die Dauer des Aufenthaltes öfter sieht. Ideal, wenn man neue Leute kennenlernen möchte. Das funktioniert bei Cluburlauben immer und auch leichter. Darüber hinaus finden sich dort immer nette Leute.

 

Contra: Manche Gästen haben keine Manieren

Das ist mir vor allem im Restaurant sehr negativ aufgefallen. Teilweise haben sich einige aufgeführt, wie die Geier: die Leute passen nicht auf, wo sie hinlaufen und laufen dir in die Arme, sie begaffen dich ungeduldig, wenn du nur eine Sekunde länger brauchst, dir dein Essen aufzuladen und sie drängen sich teilweise auch zwischen dich, wenn du gerade dabei bist, dir etwas auszusuchen. Dieser Wirbel war mir zum Teil too much!

 

Pro/Contra: Eher Familien, Paare und älteres Publikum

Meine Schwester und mein Schwager hatten keine Probleme, mit Leuten ins Gespräch zu kommen. In Resorts trifft man vor allem Familien oder Paare an. Ich selbst bin mit niemanden ins Gespräch gekommen, da ich keine Kinder habe (Babys und Kleinkinder sind ein erstaunlich gutes Gesprächsthema zum Einstieg), Single bin und die Chancen eher gering sind, in Clubs Leute zu finden, die so ticken, wie ich.

 

Contra: Zu viele Menschen auf einmal

Klar, an typischen Tourismushotspots habe ich das auch, dass ich in einer Menschenmenge stehe. Aber in einem Cluburlaub hatte ich diesen Tumult zu viele Stunden am Tag. Ich war froh, dass morgens kurz vor Sonnenaufgang kaum jemand auf der Anlage war. So hatte ich wenigstens ein paar ruhige Momente für mich. Das habe ich sehr genossen.

 

 

Pro und Contra: Lage

Pro: Direkter Zugang zum Strand

Ferienclubs am Meer liegen meistens direkt am Strand. In unter fünf Minuten ist man am Meer und muss keine Umwege auf sich nehmen, um im Salzwasser zu plantschen.

 

Contra: Mitten im Nirgendwo

Oftmals liegen Clubhotels abgelegen vom Zentrum. Meistens sogar in einem Areal, wo mehrere Clubhotels aneinandergereiht sind. Um etwas Kultur oder vom Land zu erleben, muss man schon eine Zeit lang fahren, um ins Zentrum zu kommen. Um Porec zu besichtigen, musste ich eine einstündige Busfahrt in Kauf nehmen, nach Novigrad brauchten wir ca. eine halbe Stunde. Dafür sind wir mit dem Boot gefahren, was wiederum sehr schön war. Mit dem Auto geht es meistens schneller, aber wenn man den Verkehr oder die Parkmöglichkeiten nicht kennt, ist das meistens echt lästig.

 

Pro und Contra: Animation

Pro/Contra: Es ist immer Action

Wer es mag, der dürfte bei dem vielfältigen Animationsangebot große Freude haben. Man kann tolle Wassersportarten machen, Golf spielen und wird den ganzen Tag über bespaßt. Aber es gibt auch Leute, die ein umfassendes Animationsangebot nicht besonders gerne mögen. Außerdem läuft die ganze Zeit laute Musik. Es gibt zwar meistens Relaxpools – und -areas in Clubresorts, aber die laute Musik vom Activityareal dringt meistens durch.

 

 

Fazit

Ein Cluburlaub ist nichts schlechtes. Ganz im Gegenteil: Je nach Reisetyp kann ein Cluburlaub sogar der perfekte Urlaub sein. Nach meinem Geschmack sind solche Reisen jedoch nicht. Trotzdem: Ich verbrachte eine schöne Zeit mit meiner Familie und habe den Urlaub durchaus genossen.

Besonders empfehlenswert sind Cluburlaube für Reisende, die ohnehin vor haben, die ganze Woche am Pool/Strand zu verbringen. Kulturdurstige und Touristen, die sich gerne die Stadt oder das Land ansehen sind besser beraten, wenn sie ein Hotel mit Frühstück nehmen, welches jedoch eher zentral gelegen ist.

Ideal sind Cluburlaube insbesondere dann, wenn man mit kleinen Kindern reist.

-HIER- haben wir genächtigt.

 

5 Gründe, Zuhause zu bleiben

Zuhause ist es immer noch am schönsten. Von meiner grenzenlose Liebe zu meiner Heimat Österreich und insbesondere der schönen grünen Steiermark, habe ich euch bereits zu Genüge vorgeschwärmt. Urlaub in unseren Breiten lohnt sich definitiv, so haben wir vor der eigenen Haustüre doch etliche Schönheiten, die es zu entdecken oder wiederentdeckten gibt. Ich bin immer wieder erstaunt, wie bezaubernd meine Heimat sein kann. Der Geruch von frisch gemähten Wiesen, der Blick vom Gipfel eines Berges und die idyllische Ruhe am See sind unbezahlbar. Obwohl ich in diesem Sommer noch nach Kroatien reise, gibt es für mich genügend Gründe, auch die Schönheiten Österreichs voll und ganz auszukosten. Darum verrate ich euch fünf Gründe, die für mich ausreichen, um Urlaub Zuhause voll und ganz in die Wege zu leiten.

 

Warum wir auch einmal Zuhause Urlaub machen sollten

 

Es gibt viel, viel mehr zu entdecken

Zuhause ist es einfach nur öde. Ich kenne doch schon alles.“ Auch ich habe das oft behauptet. Als Teenager war es kein Vergnügen am Land aufzuwachsen, denn Action und Fun gab es für mich überall, nur nicht in Österreich. Diese Einstellung habe ich inzwischen verändert. Besonders durch mein Geographiestudium wurde mir bewusst, wie viel ich von Zuhause noch nicht kenne. Dabei spreche ich nicht von einem anderen Bundesland. Nein, sogar vor meiner Haustüre habe ich vieles noch nicht gekannt. Vor meinem Studium habe ich noch nie unseren Grazer Hausberg, den Schöckl bestiegen. Das Almenland fand ich langweilig, bevor ich es einmal bewusst bewandert habe und vom Grünen See habe ich bis vor einigen Jahren noch nichts gewusst. Bewusstsein schärfen ist wichtig, um die Schönheiten Daheim zu erkennen. Man ist erstaunt, was es noch zu entdecken gibt.

 

Es schont die Umwelt

Was meine Reisemittel angeht, bin ich nicht das beste Beispiel. Auch ich nutze den Flugverkehr, da ich noch viele ferne (oder auch nähere) Destinationen erkunden möchte, aber ich bin keine Vielfliegerin. Und man benötigt nicht immer das Flugzeug, um tolle Reiseziele zu entdecken. Um die umweltschädliche Wirkung von Flugzeugen zu veranschaulichen, hier ein paar Zahlen. Das Flugzeug erzielt pro km einen Emissionswert von 380 g CO2 Äquivalente. Das ist wesentlich mehr als die Hälfte, die ein PKW verursacht. Die Bahn stößt pro km rund 40 g CO2 Äquivalente aus.

Destinationen im eigenen Staat lassen sich bequem mit den öffentlichen Verkehrsmittel erreichen. Vom östlichsten zum westlichsten Punkt Österreichs benötigt man mit der Bahn ca. 8 Stunden. Eine Zeit, die meines Erachtens zumutbar ist. Mit ca. 732 km stößt man dabei 29.280 g CO2 Emissionen aus (vgl. Flugzeug für die gleiche Strecke: 278.150 g). Auf den Flugverkehr möchte ich zwar weiterhin nicht verzichten, aber das ist für mich absolut ein Grund, auch einmal den Heimaturlaub zu bevorzugen. Auch wenn man den PKW nutzt, ist diese Reise wesentlich klimafreundlicher.

 

Es ist günstiger

Ein negativer Beigeschmack für Reisen in die Ferne sind oftmals die hohen Kosten. Zwar kosten Urlaube in Österreich manchmal gar nicht so wenig, vor allem wenn man Wert auf hochklassige Hotels legt, aber alleine der Transport ist wesentlich günstiger. In Österreich gibt es beispielsweise jährlich das Sommerticket, welches man von Juni bis September österreichweit nutzen kann, um von A nach B zu gelangen. Das Ticket ist auch sinnvoll, wenn man nicht für längere Zeit in Hotels nächtigt, sondern ganz Zuhause bleibt und es nur für Ausflüge nutzen möchte. Von Graz aus zahlt sich auch nur ein einziger Tag in Wien oder am Wörthersee in Kärnten bereits aus, weil man nur ca. 2 Stunden Fahrtzeit vor sich hat.

Somit ist das perfekt, wenn die Urlaubskasse einmal knapper ausfällt oder man gelegentlich einen Low Budget Urlaub machen möchte.

 

 

Man unterstützt sein eigenes Land

Beim Urlaub möchte man zwar nicht wirklich an wirtschaftliche Themen denken, aber wenn wir unsere eigene Wirtschaft unterstützen und diese ankurbeln, profitiert auch die Bevölkerung. Dank dem Klimawandel leidet der Wintertourismus in Österreich aufgrund der veränderten Schneesicherheit. Der Sommertourismus kann nie an dessen Wertschöpfung rankommen, auch nicht bei gleicher Auslastung. Verbringt man seinen (Sommer)-Urlaub Zuhause, unterstützt man auch die Arbeitsplätze im Tourismus des eigenen Landes. Insbesondere im ländlichen Raum drohen enorme Abwanderungen, weil andere Branchen den Verlust der Arbeitsplätze in der Tourismusbranche nicht auffangen können. Das führt zu enormen regionalwirtschaftlichen Problemen, denen wir am besten den Kampf ansagen, indem wir auch mal Reiseziele im eigenen Land bevorzugen und beispielsweise einen Almurlaub machen.

Darüber hinaus ist der nachhaltige Tourismus in Österreich am Wachsen, was auch wieder die Umwelt schont. Es gibt etliche Pioniersprojekte, die zeigen, dass Urlaub auch CO2-arm möglich is.

 

More People, more Fun

Ich liebe es, Urlaub und Ausflüge mit Freunden zu machen. Bei Urlauben in der Ferne gibt es jedoch oftmals Probleme, die ganze Crew zusammenzutrommeln. Wir bekommen nicht alle zur gleichen Zeit Urlaub, die einen fahren nicht gerne ans Meer, die anderen sparen lieber für andere Dinge, als für teure Urlaube oder haben komplett andere Vorstellungen von Urlaubsaktivitäten. Ich gebe auch zu: mit mir ist es nicht einfach zu verreisen, weil ich nicht der Typ „1-Woche-nur-faul-am-Strand-braten“ bin, sondern gerne auf Entdeckungsreise gehe.

Es gibt so viele Gründe, aber das größte Problem ist und bleibt der Zeit- und Kostenfaktor. Möchte man aber ein Erlebnis mit einer Ganzen Truppe an Freunden haben, ist ein Ein-/Zwei-Tages-Ausflug mit Freunden im eigenen Land wesentlich einfacher umzusetzen. Und so ein Almhüttenwochenende mit Freunden kann ich definitiv empfehlen, denn es gibt nichts, was lustiger ist.

 

Zuhause

 

Weitere Berichte über meine Heimat

My Home: Plankogel im Almenland

Wandern und Einkehren in der Steiermark

Entspannen in der Therme Loipersdorf

A beautiful piece of nature (Grüner See)

On Tour with Opel Adam Rocks (Wörthersee in Kärnten)

 


Quellen

AUSTRIAN PANEL ON CLIMATE CHANGE (APCC) (2014): Zusammenfassung für Entscheidungstragende. -In: Österreichischer Sachstandsbericht Klimawandel 2014. Austrian Assessment Report (AAR 2014). S. 25-45. Online Version hier.

 

Life Update #3: Über Pläne & Ziele

 

14 Tage ist das neue Jahr nun schon alt. Wow, wie die Zeit vergeht. Ich habe das Gefühl, sie fliegt nur so an mir vorbei, obwohl ich sie momentan am liebsten anhalten würde. Ich fürchte mich ein bisschen vor der Jahresmitte, weil diese Zeit für mich noch so ungewiss wirkt. Das Ende vom Anfang oder der Anfang vom Ende? Wir werden sehen.

 

 

Life Update

Über Pläne & Ziele im neuen Jahr

Okay, okay. Der letzte Satz klingt sehr, sehr pessimistisch. Den Anfang vom Ende wollen wir nicht heraufbeschwören und es wird bestimmt keinen Weltuntergang für mich geben, obwohl es sich momentan so anfühlt. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich freue, wenn ich das Wort Universität nicht mehr in meinem Blog niederschreiben muss, aber inzwischen ist es so ein großes Thema in meinem Leben, sodass dieses Wort doch noch in einigen Life Updates fallen wird. Ja, ja. Ihr als meine Leser wisst am besten, was mich aktuell beschäftigt und es ist immer noch dieses letzte Semester. Und das macht mir wirklich große Sorgen.

Doch kommen wir kurz zum Update: Mit der Uni ist soweit alles geritzt. Die letzte Prüfung habe ich bestanden und imaginär kurz die Sektkorken knallen lassen, bis ich mir wieder diese eine Sache in mein Bewusstsein gerufen habe: Diplomarbeit. Gestern habe ich endlich meine Praktikumsbestätigung abgeholt und somit ist auch die pädagogische Ausbildung meines Studiums abgeschlossen. Nächste Woche machen wir die letzte Seminararbeit fertig. Ich bin damit sozusagen scheinfrei, habe alles geschafft, was ich brauche und dann habe ich wirklich keine Ausrede mehr, mich nicht um meine Diplomarbeit zu kümmern. Weil ich meinen Teil zur letzten Seminararbeit schon so gut wie vollständig abgeliefert habe, bleibt mir momentan sowieso nichts anderes übrig, als mich an meine Abschlussarbeit zu setzen, schließlich möchte meine Wenigkeit doch irgendwann mal den Magister vor dem Namen stehen haben.

Also habe ich diese Woche versucht, meine Gedanken zu strukturieren und mir einen groben Plan zu erstellen. Was muss noch auf die To Do Liste, um ans Ziel zu kommen? Und als ich mir diese To Do Liste zusammengestellt habe, ist mir richtig schlecht geworden. Ich habe zwar schon einige Seiten geschrieben, doch irgendwie komme ich mir momentan echt planlos vor. Rechercheloch! HILFE!!!

 

 

Alles noch einmal von Anfang

Ich war richtig euphorisch, als ich mein Thema bekommen habe. Ich habe es geliebt und war stolz drauf. Obwohl mich mein Thema immer noch brennend interessiert, hasse ich es momentan ein bisschen. Nicht weil ich mich nicht mehr damit beschäftigen möchte, oder weil es mir zu schwer ist, sondern einfach weil ich nicht weiß, wie ich am besten an die Sache herangehen soll. Dabei habe ich mich wirklich gefreut, mich näher mit diesem Thema zu beschäftigen. Ich mag es nach wie vor, doch momentan verfluche ich es wirklich. Ich merke gerade den enormen Unterschied zwischen Seminararbeiten und Diplomarbeiten. Zumindest gibt es diesen Unterschied, wenn man es sich nicht allzu einfach macht und irgendein 08/15 Thema nimmt, welches schon x-mal untersucht wurde. Kommt an der Uni ja auch immer wieder vor. Und dann möchte ich mich selbst am liebsten schlagen, weil ich es mir selbst nicht leicht gemacht habe.

Seit Tagen nun schon gebe ich den Suchbegriff „Panik vor der Diplomarbeit“ bei Google ein und zumindest finde ich hier ein paar tröstende Foreneinträge. „Keine Angst – es geht fast jedem so. Jeder weiß am Anfang nicht, was er mit seinem Thema anfangen soll, doch dann geht es wie von selbst.“ Vorstellen kann ich mir das zwar nicht, aber nun gut, kurz vor dem Ende das Studium zu schmeißen, wäre wohl ziemlich bescheuert. Darum alles noch einmal von Anfang! Ich muss mich einfach nur zusammenreißen. Irgendwann wird mir der Knopf schon noch aufgehen und dann fühlt es sich so an, als würde nicht ich die Arbeit schreiben, sondern meine Hände tippen sie wie verzaubert von selbst. Aber das sollte am besten noch vor Mai sein, denn SPÄTESTENS da möchte ich abgeben. Lieber wär es mir natürlich früher.

 

 

Ziele und Pläne: Reisen

Natürlich sieht das Jahr nicht ganz so grau für mich aus. Zumindest gibt es einzelne Lichtblicke, die ich mir erhoffe. Geplant sind Reisen noch nicht, aber ich will unbedingt neue Städte in Europa besuchen. Da ich 2016 drei neue Städte kennengelernt habe, nehme ich es mir zum Ziel, auch im Jahr 2017 drei Städte zu besuchen. Rom wäre eine gute Idee, denn da der Vatikan eine Enklave in Rom ist, könnte ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Aber große Ziele und Pläne habe ich wirklich nicht, denn am Ende verschlägt es mich dann doch noch zu einem anderen Domizil. Das habe ich vor allem 2016 gemerkt. Am Plan stand Malta, letztendlich besuchte ich dann mit Ungarn, Slowenien und Deutschland doch andere Länder. Darum entscheide ich es spontan, doch bevor die lästigen Pflichten noch nicht abgeschlossen sind, will ich erstmals nicht verreisen. Ich weiß nicht warum, aber ich kann die Reise dann einfach nicht genießen, wenn ich noch andere Dinge im Hinterkopf habe.

 

Ziele

 

Ziele und Pläne: Blog & YouTube

Auch meinen Blog möchte ich wieder ein bisschen nach vorne treiben. Ich kann es immer wiederholen. Die Freude am Bloggen geht einfach nicht verloren. Klar, er wird in den kommenden Monaten wahrscheinlich etwas zu kurz kommen und ehrlich gesagt bin ich schon richtig froh, wenn ich meine Steuererklärung für den Blog pünktlich abliefern kann. Doch Café Au Lait ist gleichzeitig auch ein Lichtblick. Es gibt nichts, auf das ich mich mehr freue, als endlich wieder den Fokus auf mein Baby zu legen. Und wenn dann alles vorbei ist und die Uni dann hoffentlich endlich abgeschlossen wurde, gilt meine ganze Aufmerksamkeit nur noch dem Blog. Darum freue ich mich auf einen tollen Sommer, den ich endlich wieder richtig genießen kann. Ich liebe es einfach, meinen Blog mit Sommerthemen zu bestücken und das ist einfach ein ganz, ganz großes Ziel.

Inzwischen wird auch meine Leidenschaft für das Video drehen immer größer. Mittlerweile hat mein YouTube Kanal schon mehr Follower, als mein Blog bei Bloglovin und es macht mir einfach Spaß, dabei zuzusehen, wie mein Kanal wächst. Auch wenn er nur sehr langsam wächst, aber er wächst. Ich liebe es, mich mit meinem Schnittprogramm Final Cut Pro Trial auseinanderzusetzen und ich habe schon so viel neues entdeckt. Deswegen möchte ich unbedingt regelmäßiger Videos online stellen. Aber keine Angst: Mein Blog ist und bleibt mein Hauptmedium, denn was ist besser, als schreiben und fotografieren? Gar nichts!

 

Diese schönen Fotos hat Christina von Christina Waitforit von mir gemacht!

 

Foto Travel Diary: Berlin in pictures

 

Erstmals hoffe ich natürlich, dass ihr einen tollen Start ins neue Jahr hattet. Wie versprochen gibt es heute den letzten Post zu meinem Kurztrip nach Berlin. Ich bin ehrlich: Zuerst wusste ich gar nicht, wie ich diesen Post aufbereiten sollte. Soll ich einen klassischen Travel Guide machen oder ein Travel Diary? Nun, ihr wisst, dass die Reise für uns ganz anders verlaufen ist, als wir uns das vorgestellt haben. Außerdem sind Alex und ich nicht die typischen Touristen, die jede Sehenswürdigkeit von A nach B abklappern, obwohl wir uns in Berlin natürlich mehr anschauen wollten. Trotzdem – wir beide gehören eher zu dem Typ „Hey, lass uns in eine Stadt reisen und mal schauen, was wir mit dieser Reise anfangen.“ Hauptsache wir können viiiiiiel fotografieren. Darum habe ich mir gedacht, ich verzichte auf einen Travel Guide und mache ein Travel Diary für euch. Jedoch kein klassisches Travel Diary, sondern ein Travel Diary in Pictures.

Deswegen werde ich in diesem Post mit Ausnahme von ein paar Hard Facts nicht allzu viele Worte verlieren. Im Vordergrund steht die Reise in einem fotografischen Blickwinkel und kein ellenlanger Aufsatz, der beschreiben sollen, was wir gemacht haben. Ich hoffe, die Bilder wirken auf euch und lassen euch erahnen, wie unsere Tage in Berlin aussahen. Auch wenn es nur ganz wenige sind.

 

Meine Reise nach Berlin

Die Hard Facts

Bevor ich die Bilde zeige, noch ein paar kurze Facts. Wir waren insgesamt 3 Tage in Berlin. Übernachtet haben wir im Novotel Berlin am Tiergarten (-HIER- der Bericht). Ein 48 Stunden Ticket kostete uns ca. 18 Euro. Damit konnten wir alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Da unser Ticket am letzten Tag abgelaufen ist, kostete uns der Einzelfahrtausweis zurück zum Flughafen 2,70 Euro, also wesentlich teurer, als in Budapest, aber etwas günstiger, als in Graz. Darum ein vollkommen normaler Preis für eine westeuropäische Stadt.

Berlin ist besonders gut geeignet für (junge) Menschen, die offen für kulturelle Begegnungen sind und Menschen, die sich für Zeitgeschichte interessieren.

Geflogen sind wir mit Air Berlin. Das Ticket haben wir ca. einen Monat vorher gebucht und hat uns 150 Euro gekostet (Hin- und Rückflug). Etwas schade finde ich es, dass wir während des Fluges kein gratis Getränk bekommen haben. Natürlich war es ein günstiger Kurzstreckenflug, aber als ich damals nach Frankfurt mit einer anderen Linie geflogen bin, gab es neben einem Freigetränk sogar noch einen kleinen Snack for free.

 

 

Berlin in Pictures

 

 

 

Traveling around Austria: Osttirol

 

Meine Geo-Exkursion nach Osttirol war wohl die anstrengendste Exkursion, die ich im Laufe meines Studiums gemacht habe. Okay, okay, das klingt beim ersten Hinlesen überdramatisch, denn eigentlich müssen wir nur zwei machen, aber im Vergleich zu meiner letzten Exkursion nach Prag (-HIER-), war die Sommerexkursion deutlich anspruchsvoller. Zumindest wenn man von dem „sportlichen“ Aspekt ausgeht, denn meine Kondition wurde ziemlich auf die Probe gestellt.

 

Panorama

 

Osttirol

Dort, wo die Natur noch Natur ist

Ich habe es bereits des Öfteren erwähnt, dass ich im Zuge meines Geographiestudiums zwei Exkursionen machen muss. Für ein Mädchen, dessen Herz ständig nach der Ferne schreit, ist das eine optimale Grundvoraussetzung, um mehr von der Welt zu sehen – auch wenn es „nur“ Österreich ist. Natürlich unterscheiden sich universitäre Exkursionen deutlich von einem Urlaub, denn davon kann ich nicht wirklich sprechen. Die Exkursion war verbunden mit zahlreichen Fußmärschen und Wanderungen, sowie kurzen oder manchmal auch längeren Stops, um Wissen vermittelt zu bekommen. Im Grunde genommen ist es nichts anderes, als eine Lehrveranstaltung außerhalb der Hörsäle und Seminarräume, darum bleibt für Erholung auch keine Zeit. Natürlich beschäftigt man sich abends mit außeruniversitären Tätigkeiten, die klischeehaft nach Studenten schreien (man kann sich denken, wovon ich spreche 😉 ), doch der Tag gehört einzig und alleine der Wissensvermittlung. Ich erspare euch Details zur Geologie, zum Tourismus oder anderen Themen, die wir behandelt haben, sondern versuche euch meine persönlichen Eindrücke, die ich von Osttirol gesammelt habe, zu vermitteln.

Für typische Stadtkinder, die nichts anderes gewohnt sind, als hohe Bauten und viel Verkehr, mag der Besuch in einer derartigen Gegend zu allererst ein kleiner „Kulturschock“ sein. Auch wenn ich selbst in einer Kleinstadt wohne und es nicht weit in ländliche Gebiete habe, so ist das Talleben, eingeschlossen von zahlreichen Bergen, ebenso für mich etwas ganz anderes. So gerne ich auch am Land bin, aber selbst ich kann mir nicht vorstellen, eingeschlossen in einem Tal zu leben, da ich mich ansonsten zu sehr von der Außenwelt abgeschottet fühlen würde. Für mich persönlich ist es ideal für Kurzurlaube, denn ich bin, wenn auch selten, gerne in den Bergen, aber dauerhaft wäre es nichts für mich. Osttirol ist definitiv ein Fleckchen Erde, wo die Natur noch Natur ist. Dort wo man Alm- und Landwirtschaft noch hautnah erleben kann, wo aber auch der Tourismus dominant vertreten ist.

 

Osttirol Lienz KircheOsttirol Osttirol Lake1

 

Berge, Seen und Wandern

Im Zuge dieser Exkursion waren wir in einigen Osttiroler Gemeinden. Unser „Basislager“ hatten wir in der Gemeinde Lienz, der mit Sicherheit bekannteste Ort in Osttirol. Wir besuchten noch andere Gemeinden, welche sich im Bezirk Lienz befinden, wie beispielsweise Matrei, Kals am Großglockner (der Großglockner ist übrigens mit  3798 m der höchste Berg in Österreich) oder Prägraten am Großvenediger. Einen weiteren Besuch statteten wir den größten Nationalpark Österreichs ab: Nationalpark Hohe Tauern. Da es während der Exkursion leider immer wieder geregnet hat, habe ich meine Kamera bei diesem Besuch im Bus gelassen. Schade für euch, denn dieser Ort ist wirklich mehr als sehenswert. Dafür habe ich andere Momente für euch festgehalten und genügend Gebirge und Gewässer gibt es trotzdem zu sehen.

Obwohl wir während unserer Osttirol Exkursion viel zu Fuß gegangen sind und einige Höhenmeter erreicht haben, haben wir erst am Tag unserer Abreise einen Gipfel bestiegen. Wer mir auf Snapchat folgt, hat bestimmt gesehen (bzw. gehört), dass mir diese „kleine“ Wanderung mit 300 Höhenmetern einiges abverlangt hat und ich nur noch schnaufend den Gipfel des Rauchkofels (1910 m) erreicht habe (zumindest nicht als Letzte). Dass ich an meiner Kondition stark arbeiten muss, um noch weitere steile und vor allem höhere Gipfel zu erreichen, habe ich bei dieser Besteigung mehr als deutlich gemerkt, aber ich muss auch dazu erwähnen, dass mein letzter Berg schon über ein halbes Jahr her war und die Besteigung des Grazer Hausberges Schöckl (1445 m) ist für mich persönlich auch nicht die größte Herausforderung.

 

Osttirol LienzOsttirol Häuser Osttirol Mountains

 

Empfehlung?

Definitiv. Vor allem wer gerne in der Natur und den Bergen ist. Besonders empfehlen kann ich euch den Nationalpark Hohe Tauern, dort hat es mir persönlich am Besten gefallen. Wenn ihr gut essen gehen wollt, dann geht unbedingt ins Gösser Bräu. Für Vegetarier ist die Auswahl zwar nicht so groß, aber alleine schon wegen dem Dessert (Schokokuchen mit flüssigem Kern #foodporn) einen Besuch wert.

 

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