Von der Rohidee zum Foto

Von der Rohidee zum Foto

Auf Snapchat (lisalait) habe ich euch bereits verraten, dass ich einen weiteren Fotografiepost geplant habe. Heute möchte ich euch erzählen, woher ich die Inspirationen für meine Fotos bekomme, wie ich plane und wie ich meine Ideen umsetze. Manchmal ist es ganz schön knifflig, eine Szene aufzubauen. Manchmal fehlen einfach die Ideen. Aber es gibt tolle Inspirationsquellen. Ich verrate euch, wie es bei mir abläuft.

 

Zuerst kommt der Post und dann das Foto

Ich plane meine Postings immer genau durch. Wenn eine Idee in meinem Kopf rumschwirrt, notiere ich sie mir. Ich mache mir zuerst immer Gedanken um den Text. Oftmals schreibe ich den Text, bevor ich überhaupt Bilder dazu habe. Eine Ausnahme dazu stellen meistens Rezepte oder der Snapshot Sunday dar, sowie Travelposts. Wenn bereits ein Rohprodukt vorliegt, ist es wesentlich leichter für mich, mir das Bild in meinem inneren Auge vorzustellen. Ich bekomme dadurch langsam eine Idee, wie ich das Bild gestalten kann und wie die Kulisse aussehen soll. Die größte Inspirationsquelle schlechthin ist wohl Pinterest. Auch auf Instagram kann man sich inspirieren lassen, aber das dürfte bereits bekannt sein. Manchmal durchforste ich Pinterest explizit nach Fotoideen durch. Dafür habe ich sogar einen eigenen Ordner.

 

Nachstellen ist okay, aber bringe immer deine eigene Note mit ein

Gefällt mir ein Foto außerordentlich gut, möchte ich oftmals selbst ein ähnliches Bild fotografieren. Nachstellen ist vollkommen in Ordnung, wenn nicht alle deine Bilder nach einem bestimmten Vorbild nachgemacht sind. Individualität und Ideenreichtum gehören zum Bloggen schließlich dazu. Doch Inspirationen sind nie falsch. Sie geben uns eine Richtung, wenn die Idee fehlt. Wichtig ist, dass du dabei immer versuchst, deine persönliche Note in das Bild miteinfließen zu lassen.

Finde ich auf Pinterest oder Instagram ein unglaublich inspirierendes Bild, speichere es mir ab. Auf Evernote habe ich einen eigenen Ordner für solche Fotos eingerichtet. Szenerien, die ich unbedingt selbst umsetzen möchte, kopiere ich als Foto in diesen Ordner, damit ich es nicht vergesse. Sobald ich das Foto selbst in die Tat umgesetzt habe, füge ich die „Fälschung“ unter das Originalbild und hake es ab. In der Regel kopiere ich keine Fotos 1:1 und wenn, dann erwähne ich es auch. Die Idee mit der zerschnittenen Rose von meinem Valentinspost habe ich auf Pinterest gefunden. Um meine individuelle Note in das Bild zu bringen, habe ich die Szene etwas anders gestaltet. Aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, eine Rose zu zerschneiden, wenn ich das nicht vorher gesehen hätte.

Besonders hilfreich finde ich solche Inspirationen für unterwegs. Vor Budapest habe ich mir zahlreiche Inspirationen gesucht. Beispielsweise welche Bilder sich in Coffeeshops umsetzen lassen, wie man den Flair der Stadt gut einfängt und welche Art Fotos ich von mir selbst haben möchte. Leider konnten Alex und ich aufgrund des miesen Wetters nicht alles in die Tat umsetzen, aber das wollen wir bei unseren bevorstehenden Reisen nachholen. 

 

Inspiration Food

 

Inspirationsquellen für Foodfotografie

Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, als ich damit angefangen habe, Rezepte auf meinem Blog zu stellen. Die Bilder waren wahnsinnig einfallslos. Hier ist eines dieser tollen Beispiele. Ständig habe ich die schönen Foodbilder von Fräulein Klein und anderen Foodbloggern bestaunt. Oft habe ich mich gefragt, warum meine Bilder nicht so toll aussehen. Nachdem ich mich etwas mehr mit Foodstyling befasst habe, hatte ich den Dreh raus. Tipps und Tricks habe ich euch bereits hier gegeben. Für Foodfotografie gibt es für mich zwei Topquellen. Die kostenlosen Zeitschriften „frisch gekocht“ von Billa und „friends“ von Merkur (leider nur in Österreich erhältlich). Dort findet man nicht nur tolle Rezepte, die man mit seinen Lesern teilen kann, sondern auch ein breitgefächertes Repertoire an Inspirationen bezüglich Foodstyling und Fotosetting.

 

Foodfotografie

 

Die „friends“ (gibt’s viermal im Jahr) ist dieses Mal wunderbar gelungen. Besonders toll finde ich die exotischen Rezepte. Sie ist jetzt in allen Merkur-Filialen erhältlich und kostet 1€. Mit der kostenlosen „friends“ Karte bekommt ihr sie gratis. Die Billazeitschrift war im letzten Monat zwar etwas enttäuschend, aber ich bin gespannt, was die nächsten Ausgaben bereithalten. Auch diese kostet 1€. Mit der kostenlosen Billacard bekommt ihr sie ebenfalls gratis.

 

Hintergründe

 

Fotohintergründe

Auch davon habe ich euch schon ein bisschen etwas in meinem letzten Fotografietippspost erzählt. Dass Geschenkpapier eine bevorzugte Wahl von mir ist, dürfte bekannt sein. Am Liebsten mag ich jedoch Holzhintergründe. Ich glaube, das ist typisch Bloggerin. Neulich habe ich mir bei Bipa Fotohintergründe auf Poster drucken lassen. Allerdings gab es da anfangs ein kleines Problem. Nicht mit dem Fotoservice. Das hat 1a funktioniert. Eher mit der Frage: Woher bekomme ich Holztexturen. Über Google ist es oftmals schwierig, welche ausfindig zu machen. Meistens sind die Texturen mit Wasserzeichen versehen und/oder die Größe stimmt nicht. Möchte man diese Texturen ohne Wasserzeichen und in hoher Auflösung haben, muss man sie oftmals kaufen. Ich habe euch ein paar Holztexturen rausgesucht, die ihr gratis in hoher Auflösung downloaden könnt. Klickt einfach auf die Links.

 

Beitragsbild von Sergey Zolkin via unsplash.com

 

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8 Comments

  1. Oooh, ich bin begeistert. Die Fotohintergründe sind klasse und genau nach so Etwas habe ich gesucht. Finde es total spannend, wie Du deine Fotos machst und nach welchen Kriterien. Ich schreibe auch zuerst die Posts und mache dann die Bilder.

    Danke vielmals für die Info mit den Hintergründen.
    Neri

  2. So ein post hat mir echt gefehlt! So blöd wie ich bin, bin ich irgendwie NIE draufgekommen, mir die Bilder anderer, sei es auf Pinterest oder Instagram, genauer anzusehen und sie vielleicht ein wenig als Inspirationen zu sehen. Das muss ich auf jeden Fall ändern!
    Was foodphotography angeht, habe ich meine Richtung eindeutig gefunden. Ich mag es total minimalistisch! Ich bewundere zwar die ganzen bunten Accounts, wo neben der Oatmeal Schüssel noch ein paar Strohhalme, ein Schälchen mit Beeren und eine Vogue daneben liegt, aber ich liebe es meine Bilder einfach minimalistisch zu haben. Ich möchte aber auch auf jeden Fall weiter rum experimentieren! Dass du deine Inspirationsbilde abspeicherst ist toll, das sollte ich auch tun. Ich bewundere es, wie organisiert und strukturiert du an deinen Blog und deine Fotos rangehst, da kann man sich echt eine Scheibe abschneiden!

    Liebe Grüße, Tamara

    • Hallo Tamara!
      Ach, du bist doch nicht blöd. Genau dafür schreibe ich solche Posts – um andere zu inspirieren.
      Du hast Recht. Foodfotografie sieht minimalistisch wirklich toll aus. Ich mag in der Hinsicht beide Arten – je nachdem, was zum Gericht passt 🙂
      Unbedingt. Experimentieren macht so viel Spaß.

      Liebste Grüße
      Lisa

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