Editorial: Lost in the Desert of Marrakech

Editorial

Lost in the Desert of Marrakech

Überwältigt. Ich bin immer noch überwältigt von den Eindrücken meiner Reise nach Marrakech. Ich wusste, dass mir der Besuch auf einem anderen Kontinent gefallen würde. Wie gut es mir dann tatsächlich gefiel, konnte ich nicht ahnen. 

Agafay - the Desert of Marrakech

Die Reise nach Marrakech hat etwas mit mir gemacht. Und dabei kann ich gar nicht mal beschreiben, was. Sie hat mich verändert. Nicht von Grund auf. Aber sie hat etwas mit mir gemacht. Obwohl ich nicht alleine nach Marrakech reiste, gab mir diese Reise dennoch genügend Anlässe, über viele Dinge grundlegend nachzudenken. Ein Ort hat mich dabei besonders tief in meine Gedankenwelt eindringen lassen. Die Rede is von der einzigartigen und atemberaubend schönen Agafay Wüste in Marrakech. 

Ruhe finden

In unserer heutigen schnelllebigen Zeit, ist es schwer, Ruhe zu finden. Es ist auch schwer, Ruhe zu hören. Zu fühlen. Zu schmecken und zu riechen. Unser Planet lebt von Vergänglichkeit. Der Schnelllebigkeit. Wir haben nicht immer Zeit, uns zu sammeln. Wir haben auch nicht immer Zeit, uns mit unseren Gedanken auseinanderzusetzen oder mit Belastungen. Vielleicht, weil wir sie im Unterbewusstsein verdrängen. Oder weil wir sie aus unserem Leben gestrichen haben, obwohl sie immer noch präsent sind. Wir haben uns keine Zeit gegeben. Keine Ruhe. 

Du hast etwas mit mir gemacht

Marrakech, Agafay – du hast etwas mit mir gemacht. Ich durfte zum Ursprung zurückkehren. Erkennen, dass es noch viele Baustellen gibt. Es gibt nicht die passenden Worte, welche meine Gefühle beschreiben. Welche beschreiben, was ich gefühlt habe. Aber wenn schon diese Worte fehlen, war zumindest etwas ganz anderes da. Das Kribbeln, das ich gespürt habe, als ich mich 24 Stunden lang in der Agafay Steinwüste aufhielt. Und es fühlte sich ganz komisch an. Eigenartig. Wie loslassen. Aber dann doch noch ganz arg wie festhalten. Eine Mischung. Eine unbeschreibliche Mischung und ein Wechselbad. Doch eines spüre ich ganz genau: es ist etwas passiert, was schon längst hätte geschehen sollen. 

Und weil mir immer noch die Worte fehlen. Weil ich immer noch nicht weiß, wie ich euch Marrakech aus meiner Perspektive vorstellen kann, gibt es ein Editorial. Aus Liebe zur Bildsprache, die ohnehin immer mehr aussagt, als Worte es je könnten. 

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