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Life Update #20: Chapter November

Unglaublich. Seit der Schlüsselübergabe ist nun schon ein Monat vergangen. Und seit über zwei Monaten arbeite ich schon als Lehrerin. Wie doch die Zeit vergeht. Und bevor ich wieder mit den alten Floskeln beginne und in Nostalgie versinke, jammere, dass mir die Zeit wie Sand durch die Finger rinnt, verliere ich bei meiner Einleitung nicht viele Worte und gehe zu meinem Life Update über.

 

 

Chapter November

…closes Chapter October

Oktober 2018 war eine Zeit, die ich als unglaublich stressig, aber gleichwohl als schön in Erinnerungen behalten werde. Das Schuljahr schreitet voran und gerade im Oktober war viel zu tun, sodass ich die Tage bis zu den Herbstferien rückwärts hinunterzählte. So gerne ich unterrichte und so gerne ich auch in der Schule bin, aber all das mit einem Umzug unter einen Hut zu bekommen, war schon eine kleine Herausforderung für mich. Lebensaufgabe würde ich das nicht bezeichnen, denn ich musste schon schwerere Dinge stemmen, aber es war doch nicht so einfach, wie gedacht.

 

 

Casa Lillywood wird langsam zu einem Zuhause

Überschätzt habe ich mich allen voran beim Umzug. Ich fühlte mich gut vorbereitet. Meine Möbel kaufte ich bereits im August und ich dachte nicht daran, dass doch noch einige Arbeiten auf mich zukommen werden. Die Roomtour wird deswegen wohl noch ein bisschen auf sich warten lassen. Ehrlich, damit hätte ich nicht gerechnet. Ich dachte, in einem Monat hätte ich die Dinge schon gestemmt und könnte voller Herzenslust meine Pforten für euch öffnen. Falsch gedacht.

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie weit hinten ich bin und was ich noch alles machen muss. Es fehlen noch Vorhänge, zwei Wände müssen noch gestrichen werden, die Anrichte in der Küche kann nicht fertig aufgebaut werden, weil ich keinen Akkuschrauber besitze und von meinen Lampen will ich gar nicht anfangen. Die liegen daheim rum, doch montiert wurden sie noch nicht. Das Wohnzimmer ist immer noch stockdunkel und ohne Licht. Auch meine Bilder stehen rum und versperren den Platz auf der Couch.

Im November möchte ich jedoch unbedingt fertig werden. Die Adventszeit klopft schon an der Tür und da möchte ich es gemütlich haben. Trotzdem habe ich schon einiges geschafft. Badezimmermöbel wurden zumindest gekauft, müssen aber noch geliefert werden. Meine zwei neuen Teppiche machen das ganze schon wohnlicher und bei meiner Kaminkonsole bin ich gerade am überlegen, ob ich sie im Wohnzimmer stehen lasse oder sie doch ins Schlafzimmer stelle.

Der letzte „Scherz“ ist, dass mein Schrank nicht mehr aufgeht. Das hat auch wieder etliche Nerven gekostet. Jetzt komme ich nicht mehr an mein Bügeleisen ran und mache mich schon verrückt, weil mir langsam die Klamotten ausgehen und ein Berg an Wäsche auf mich wartet, der gewaschen und gebügelt werden muss. Zusätzlich steht bereits ein Berg fertig gewaschener Wäsche in der Wohnung rum, der gebügelt werden muss. Tja: The Real Life ist manchmal gar nicht so instagramtauglich. In diesem Sinne: Habt einen schönen November.

 

 

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Meine Autumn Bucket List 2018

Allmählich, aber sicher: Die Nostalgie, Sehnsucht und der unersättliche Wunsch nach mehr Sommer verblasst langsam. Herbst – nicht gerade meine Lieblingsjahreszeit, aber dennoch eine Jahreszeit, die mich Jahr für Jahr in ihren magischen Bann zieht. Dieses knisternde Geräusch des Laubwerks auf dem Boden, wenn man sich Schritt für Schritt vorwärts bewegt. Die satten Farben: rot, gelb und orange. Das Leuchten der Bäume, die sich schleichend und dann immer schneller von ihrem Blätterkleid verabschieden. Der Duft von frischen Maronen, Sturm und nassem Laub, der in der Luft liegt. Herbst kann magisch sein. Und immer wieder muss ich mich jedes Jahr aufs Neue von dieser Magie einfangen lassen. Durch die Sommergefühle, das Meer, die salzige Haut vergesse ich immer wieder, wie bezaubernd der Herbst doch sein kann. Vor allem, wenn er so schön ist, wie der Heurige.

Manchmal mag einem das Wetter Sorgen bereiten. Der Sonnenschein, die Temperaturen weit über den 20° Grad Bereich und die wolkenlosen Himmel. Herbst ist eigentlich die Zeit, in der sich der strahlende Sonnenschein in einer grauen Wolkendecke versteckt. Herbst ist auch die Jahreszeit, die knapp gen Ende Oktober keine 20° Grad mehr haben sollte. Es mag vielleicht egoistisch sein, den Klimawandel auszublenden, aber mir fällt es leichter, den Sommer gehen zu lassen. Bevor es nun bitterböse Kommentare hagelt: Trotzdem wäre es beruhigender, wenn der Herbst so wäre, wie er eigentlich sein sollte.

 

 

Mission: Abhaken und von der Liste streichen

Meine Autumn Bucket List 2018

Weil Herbst eine Jahreszeit ganz für sich ist, gibt es auch viele spannende Dinge, die man in dieser Zeit machen kann. Normalerweise kreisen meine Gedanken stets um meine Sommerpläne. Die Bucket Listen für die heiße Phase des Jahres könnten zweimal die Erde an der breitesten Stelle umkreisen. Meine Autumn Bucket List hingegen kommt nicht einmal bis zur Mitte der Äquatorgesamtlänge. Und sie ist auch nicht so spezifisch, wie meine Sommer Bucket List. Dieses Jahr habe ich mir wenig vorgenommen, aber Prioritäten gesetzt.

 

1. In die Südsteiermark fahren

Okay, wann möchte ich nicht in die Südsteiermark fahren? Als gebürtige Oststeirerin stehe ich eigentlich für meinen Osten ein, doch die Südsteiermark ist trotzdem ein ganz anderes Kaliber. Die südsteirische Weinstraße, der Flair, die Ruhe und Idylle – man kann es mit nichts anderem vergleichen. Winter, Frühling und Sommer – ich kenne die Südsteiermark in drei Facetten. Die vierte Facette, die Herbstliche, fehlt noch. Jetzt ist es an der Zeit, den Süden der Steiermark auch im Herbst einen Besuch abzustatten – mit ganz viel Wein, Sturm und Maroni bitte.

 

2. Ein herbstliches Kürbisfoto schießen

Ich gebe zu: Steht schon lange auf meiner Liste. Schon jahrelang. Geschafft habe ich es nie, darum gehe ich davon aus, dass ich es auch heuer nicht schaffen werde. Fotografie hat einen ganz hohen Stellenwert in meinem Leben. Nicht nur wegen Instagram oder My Café Au Lait – es ist eine ganz eigene Welt, die mich schon immer fasziniert hat und die momentan leider auch zu kurz kommt. Trotzdem – es ist wie mit dem obligatorischen Sonnenblumenfeld im Sommer. Irgendwann werde ich mein herbstliches Kürbisbild schon bekommen (und das Sonnenblumenfeldfoto im Sommer auch).

 

 

3. Neue Kraft und Inspiration schöpfen

Die letzten Wochen haben Spuren und Strapazen hinterlassen. Sie waren alles andere als einfach. Immer noch habe ich damit zu kämpfen, eine neue Routine in mein Leben zu bringen. Das wirkt sich natürlich auch negativ auf meine Kreativität aus. Ich möchte wieder kreativer werden, neue Ideen sammeln und endlich dazu in der Lage sein, diese auch wieder umzusetzen. Die Herbstferien werde ich nutzen, um hoffentlich meine Muse wiederzufinden.

 

4. Ankommen und Zuhause fühlen

Es sind nun drei Wochen vergangen. Seit drei Wochen lebe ich in meiner Wohnung, einige Kilometer von meiner Heimatstadt entfernt und ich bin an dieser Stelle ganz ehrlich: Ich fühle mich noch nicht wie Zuhause. Das liegt nicht an Graz und dessen Charme. Das liegt an meiner Wohnung, die schlichtweg mehr unfertig als fertig ist. Die Herbstferien möchte ich nicht nur dafür nutzen, um mich von der Muse küssen zu lassen. Ich will sie auch dazu nutzen, um meine Wohnung soweit auf Vordermann zu bringen, sodass ich mich endlich wie Zuhause fühle.

 

5. Wandern gehen

Ich liebe es, wandern zu gehen. Oftmals jedoch fehlt mir einfach die Zeit dazu (und auch die Begleitung). Zumindest einmal möchte ich es heuer noch schaffen, eine schöne und ausgedehnte Wandertour zu machen. Hey, letztes Jahr habe ich es auch geschafft. Warum sollte es heuer scheitern?

 

Meine Autumn Bucket List 2018

 


 

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Life Update #13: Fulfilling my Dreams

*Der Beitrag „Life Update #13: Fulfilling my Dreams“ enthält PR-Samples. Markierung: Asterisk (*)


 

Ein kleines Geständnis gleich zu Beginn: Obwohl ich in bester Gesellschaft in das Jahr 2018 gerutscht bin, verlief mein Jahresbeginn bis jetzt doch eher bescheiden als bestens. Und soll ich euch einmal etwas verraten? Ich finde es großartig! Bitte denkt euch nicht, dass ich verrückt geworden bin. Nur Erfahrungen haben mir gezeigt: Läuft’s im Januar so richtig -bitte entschuldigt die Ausdrucksweise- beschissen, wird das Jahr meistens grandios. Darauf baue ich und es ist nicht so, dass es keine tollen Momente im Januar bis jetzt gab. Ganz im Gegenteil. Eine Nachricht, die mein Leben im positiven Sinne verändern wird, war mein persönliches Highlight bis jetzt, denn dadurch kann ich mir endlich einen lang gehegten Traum erfüllen. Mehr darüber erzähle ich euch in meinem heutigen Life Update #13: Fulfilling my Dreams

 

 

Eine kleine Achterbahnfahrt

Zwischen positiven und negativen Momenten

Dass mein Jahresbeginn nicht wirklich von Glück geprägt war, wissen wir inzwischen. Trotzdem bin ich dankbar, dass ich das Jahr mit wundervollen Freunden beginnen durfte. Für mich persönlich hätte ich das alte Jahr nicht besser abschließen können. Darum ist es auch ein Trost, dass ich mich jetzt erstmals auf einer Talabfahrt befinde, die aber langsam bald zu Ende zu sein scheint. Denn spätestens im Tal steht der nächste Lift und dann gehts auch wieder bergauf. Ich bin zuversichtlich, denn es erwarten mich tolle Dinge, auf die ich mich freue.

 

 

Fulfilling my Dreams: Meine positiven Momente

Ich werde Lehrerin

Jetzt kann ich euch endlich davon erzählen. Kurz vor Weihnachten wurde ich zu meinem ersten Vorstellungsgespräch an einem Grazer Gymnasium eingeladen. Dass ich meine potentielle Schule lieber anonym halten möchte, ist natürlich verständlich, denn mein Lehrerleben ist nicht mein Bloggerleben. Nur so viel: Die Schule liegt zentral und nicht abgelegen in irgendeiner Einöde von Graz.

Das Bewerbungsgespräch selbst lief super. Ich durfte die Direktorin der Schule kennenlernen, welche mich nicht nur mit einer äußerst angenehmen Herzlichkeit empfing, sondern auch im ganzen Gesprächsverlauf sehr sympathisch war. Natürlich war ich Feuer und Flamme, denn das Auftreten der Direktion ist schon einmal ein deutliches Zeichen, wie das Arbeitsklima in der Schule selbst ist.

Obwohl das Bewerbungsgespräch super lief, wusste ich eine Zeit lang gar nicht, ob ich das Praktikum nun an dieser Schule beginnen darf oder nicht. Darum setzte ich mich mit dem Landesschulrat in Verbindung und ab der zweiten Januarwoche hatte ich endlich Gewissheit: Ich habe meinen Praktikumsplatz in meiner Traumstadt. 

 

Endlich ausziehen!

Im September werde ich monatlich verdienen. Dank eines regelmäßigen Gehaltes kann ich auch sorgenfrei(er) in eine eigene Wohnung ziehen. Nach sechs Jahren Pendeln mag ich auch nicht mehr wirklich hin- und herfahren. So versteht es sich von selbst, dass ich mir eine Wohnung in der Nähe meiner zukünftigen Arbeitsstelle suchen werde.

Wann genau ich ausziehen möchte, steht noch in den Sternen. Eigentlich wollte ich im Juni oder Juli ausziehen, um mich vor Schulbeginn in meiner neuen Heimatstadt etwas einzuleben. Spätestens im September wollte ich meinen Wohnort dort haben, aber es kann durchaus sein, dass sich das ganze verzögert. Ich bin gerade auf Wohnungssuche und das aktuelle Objekt meiner Begierde wäre erst im Oktober bezugsfertig. Lange habe ich wohl nicht mehr Zeit, um über diese Wohnung nachzudenken, aber sie reizt mich wahnsinnig.

Natürlich werde ich euch auf My Café Au Lait regelmäßig auf dem Laufenden halten. Geplant sind auch themenspezifische Postings zu meinem Umzug. Vielleicht gibt es auch die einen oder anderen Interiorpostings. Aber zuerst muss eine Wohnung gefunden werden bzw. sollte ich mich endlich zu einer Entscheidung durchringen. Falls ihr Infos für Wohnungen rund um Graz habt: Nur her damit.

 

Die eher unschönen Dinge

Mein Unichaos

Obwohl ich als Bloggerin inzwischen effizienter arbeite und damit zufrieden bin, hab ich die Uni etwas aus den Augen verloren. Wer mir auf Instagram folgt, hat es wahrscheinlich mitbekommen. Ich habe total auf diverse Abgaben vergessen, verschwitzt, dass ich über Weihnachten ein Buch lesen sollte und eine Prüfung stand mir auch noch bevor. Für die Bereinigung dieser Dinge habe ich mir Zeit genommen, sodass jetzt fast alles wieder seinen gewohnten Gang geht. So ganz ist mein Studium noch nicht strukturiert, aber das meiste habe ich erledigt und meine Prüfung habe ich zum Glück auch bestanden.

 

Wintertiefs

Ich bin so froh, dass uns bald der Frühling bevorsteht. Anscheinend komme ich mit dem Winter nicht zurecht. Meine Haut trocknet die ganze Zeit aus, es ist bitterkalt und permanent dunkel. Ich bin Dauermüde und fühle mich momentan einfach nicht wohl in meinem Körper. Da Frühling jedoch die Zeit ist, in welcher meine Endorphine wieder zum Leben erwachen, zähle ich schon die Tage runter bis zum meteorologischen Frühlingsbeginn am 1. März. So lange wird es zum Glück nicht mehr dauern und dann können wir endlich alle wieder aus unserem Winterschlaf erwachen.

 

 

Immer optimistisch bleiben

Natürlich haben mich diese und auch noch weitere Dinge, über die ich aktuell nicht ausführlich sprechen möchte, etwas runtergezogen, aber ich habe meinen Optimismus vom Sommer beibehalten. Retrospektiv betrachtet war der Januar gar nicht mal so schlecht, schließlich weiß ich, dass etwas auf mich zukommen wird, wovon ich wollte, dass es auf mich zukommt. Darum wird nicht feig resigniert. Ich arbeite aktiv daran, das Jahr 2018 grandios werden zu lassen und kämpfe für alles, was ich selbst in der Hand habe und beeinflussen kann.

 


 

Fulfilling my Dreams

Outfitdetails

Jumper*: Vila
Blouse*: Aniston
Jeans*: Only
Bag*: Tommy Hilfiger
Shoes*: Tommy Hilfiger
Sunnies: Ray Ban

 

Life Update #8: Good Vibes

Ich kann es kaum fassen. Mein Uniabschluss liegt nun fast schon zwei Monate zurück und ich blicke auf eine Zeit voller Anstrengung, Tränen, Zweifel, aber auch des Glücks und der Freude, etwas geschafft zu haben, zurück. Diese Zeit war hart für mich, sehr hart. Ich habe mich in ein Terrain gewagt, was für mich unbekannt war. Habe empirisch gearbeitet, eine eigene Forschung geschaukelt und damit gleichzeitig ein Thema, wofür auch gerade eine Dissertation geschrieben wird. Ich bin über meine Fähigkeiten hinausgewachsen, aber es war schwer. So lange habe ich an mir und meinen Fähigkeiten gezweifelt, aber es gab eine ganz bestimmte Sache, die mich immer am Ball bleiben ließ. Tagtäglich habe ich es mir eingeredet und mir so meine Motivation verschafft. Ich habe mir gesagt, dass sich mein Leben von Grund auf verändern wird, wenn ich die Uni abgeschlossen habe. Dass ich ein neues Leben beginnen werde. Glücklich sein werde. Frei. Und es ist eingetreten. Momentan genieße ich mein Leben in vollen Zügen und ich kann eines sagen: Ich bin glücklich. So wahnsinnig glücklich.

 

 

Life Update #8

Good Vibes in August

In den letzten Jahren habe ich viel zurückgesteckt. Vielleicht zu viel. Und vielleicht hätte ich das gar nicht müssen, aber ich gehe mit mir selbst immer sehr streng um. Leider. Ich wünschte mir, ich hätte das Leben vorher auch schon auf die Art und Weise genossen, wie ich es jetzt tue. Aber ich versuche den Gedanken beiseite zu schieben, irgendetwas verpasst zu haben. Denn ich bin jetzt jung. Immer noch. Und ich habe immer noch die Gelegenheit, so viel nachzuholen, was ich früher verpasst habe. Und das ist okay. Das ist mehr als okay. Ich habe meine Erfahrungen früher auf eine andere Weise gemacht. Jetzt ist der Moment gekommen, sie auf eine neue Weise zu machen. Und es fühlt sich gut an. So gut.

 

 

Über mein Bloggerleben, wunderbare Menschen und Bereicherungen

Ich war immer dankbar für all das, was ich durch und mit meinem Blog erleben durfte. Ich durfte neue Länder bereisen, an Presseevents teilnehmen, die Fashion Week in Wien besuchen (dieses Jahr werde ich allerdings absagen) und wunderbare Menschen kennenlernen. Doch momentan läuft alles besser den je. Die wachsende Freundschaft zu Kerstin von Miss Getway ist unter anderem eine Bereicherung, die ich besonders in den letzten Monaten erfahren durfte. Es ist schön, so einen kreativen Kopf kennengelernt zu haben. Eine junge Frau, die eine Leidenschaft mit mir teilt, mit der ich mich auf Anhieb verstanden habe und inzwischen haben wir uns zu einem wunderbaren, eingespielten Team etabliert, welches optimal miteinander harmoniert. Insbesondere euer Lob zu unseren gemeinsamen Zusammenarbeiten zeigen mir, dass wir gemeinsam wunderschöne Projekte auf die Beine stellen.

Momentan habe ich so eine große Freude am Bloggen. Ich kann mir endlich wieder umfassend Zeit nehmen, eure Kommentare zu beantworten und auch Instagram macht langsam wieder mehr Spaß. Darüber hinaus durfte ich seit meinem Uniabschluss an vielen Projekten und Kampagnen mitarbeiten und ich bin einfach dankbar dafür. Dankbar, dass ich diese Leidenschaft habe und dass ich damit auch mein Geld verdienen darf. Das Bloggen ist ein Job, der manchmal ganz schön hart ist und in dem man sich schnell verlieren kann, aber er ist eine Bereicherung. Und ich möchte diese Bereicherung nicht missen. Doch die größte Bereicherung an meinem Bloggerleben sind nicht die Projekte oder Kampagnen, sondern es ist meine Community. IHR. Und ich bin dankbar für jeden einzelnen, der meine Worte liest und sich die Zeit nimmt, mir Feedback zu geben.

 

 

Ernährung/ Essstörung/ Gesundheit/ Gewicht

Obwohl ich vor kurzem eine Kolumne geschrieben habe, in der ich erklärt habe, dass es mir gesundheitlich gut geht, erreichen mich dennoch mehrmals in der Woche Nachrichten zu meinem Gewicht. Ich weiß, dass ich dünner geworden bin und es bei einigen die Alarmglocken schrillen lässt. Ich kann auch verstehen, dass man es mir vielleicht nicht so ganz abkauft, dass alles in Ordnung ist, denn ich bin genauso dünn, wie vor zwei Jahren, als ich einen immensen Rückfall hatte. Aber es geht mir gut. Es geht mir wirklich gut. Noch nie war ich so im Einklang mit mir selbst. Wenn ihr wollt, kann ich dazu aber gerne noch einen eigenen Post verfassen, in welchem ich näher darauf eingehe. Vorab sei gesagt: Es geht mir gut und ich bin gesund. Magersucht ist gerade kein Thema.

 

Reisen

Nachdem ich im Mai auf Ibiza war, ging es im August wieder ans Meer. Ich habe die Zeit mit meiner Familie verbracht. Diese Zeit hat mir gezeigt, wie dankbar ich für all die Menschen sein kann, die mich durchs Leben begleiten. Zugegeben – manchmal war es schon ein bisschen langweilig, aber das liegt daran, weil meine Familie und ich unterschiedliche Vorstellungen von Urlaub haben. Nichtsdestotrotz habe ich die Zeit in Kroatien genossen. Immer wenn ich am Meer bin, fühle ich mich unglaublich inspiriert. Das beste am ganzen Urlaub war, dass ich wieder zum Schreiben gekommen bin. Die Momente beim Sonnenaufgang – nur ich und mein Journal- waren magisch. Aber mehr dazu in einem späteren Post.

Ich kann euch sagen, kaum nach Österreich zurückgekehrt, packt mich schon wieder das Fernweh. Am liebsten würde ich heuer noch einmal verreisen.

 

 

Studium/Arbeit

Inzwischen habe ich es schon überwunden, dass ich dieses Jahr nicht unterrichten werde. Wie ihr wisst, haben mich letztendlich doch ein paar Zweifel geplagt, ob es eine gute Idee ist, mein Praktikum erst ein Jahr nach meinem Abschluss zu machen, aber nun bin ich wieder felsenfest der Meinung, dass es richtig war. Ich genieße mein Leben als Bloggerin in vollen Zügen und habe es mittlerweile auch geschafft, richtige Arbeitstage zu gestalten. Auch ich habe nun mein geregeltes Arbeitsleben und es ist schön, eine Aufgabe im Leben zu haben.

Derzeit bin ich noch am koordinieren und überlegen, wie ich es diesmal mit dem Studium besser klarkomme. So einen Druck wie im Lehramtsstudium möchte ich mir nicht mehr machen. Was geht, das geht und ich bin gespannt, wie mir das neue Studium gefallen wird.

 

Good Vibes

 

Postingwünsche?

Wie immer möchte ich auch auf eure Bedürfnisse und Wünsche eingehen. Wenn ihr Postingwünsche habt, könnt ihr mir diese gerne mitteilen. Ich sprudle momentan vor Kreativität, aber ich möchte natürlich auch, dass ihr voll und ganz auf eure Kosten kommt. Ihr habt spannende Themenimpulse? Dann immer her damit. 

 

Life Update #6: Bald geschafft

Zwar wird es noch ein bisschen dauern, bis ich wieder zu 100% für euch da sein kann, aber Leute, fest steht, ich werde bald wieder auf My Café Au Lait präsent sein. Die letzten Wochen hatten es verdammt in sich. Ich habe gelitten, geheult und gezittert. Warum? Das verrate ich euch in meinem heutigen Life Update. Aber so viel sei verraten: Es ist bald geschafft. 

 

Meine Horrorwochen

Horrorwochen trifft es ganz gut. Und nein, ich übertreibe nicht. Oder vielleicht doch. Vielleicht übertreibe ich doch ein bisschen. Aber die letzten Wochen habe ich mich nicht nur deswegen noch rarer als sonst gemacht, weil ich den letzten Unistress bewältigen musste, sondern weil ich -auch unibezogen- durch keine leichte Zeit gegangen bin. Aber alles von Anfang.

Der Fall der Fälle ist tatsächlich eingetreten. Miss Lait hat ihre Diplomarbeit fertig bekommen und offiziell eingereicht. Ja, ich habe es also tatsächlich geschafft, meine Studie zu Papier zu bekommen und abzugeben. Das letzte Kapitel war dabei besonders nervenaufreibend und ganz ehrlich, die Motivation hatte bereits so sehr abgenommen, sodass ich mir bei den letzten Zeilen WIRKLICH schwer tat. Aber die letzten Zeilen wurden geschrieben und ich konnte meinem Betreuer offiziell meine Erstversion schicken. Als ich dann aber erfahren habe, dass die nicht mehr korrigiert wird, bin ich aus allen Wolken gefallen, aber fairerweise muss ich sagen, dass ich die Argumentation meines Betreuers bei einem nachfolgenden Treffen absolut nachvollziehen konnte. Doch für mich bedeutete das trotzdem, dass ich meine Arbeit nun ohne Feedback abgeben musste und absolut keine Ahnung hatte, ob sie nun in Ordnung ist oder (starker) Verbesserungsbedarf herrscht.

 

Und dann kam der Tag der Einreichung

 

Als ich meine Arbeit Ende Mai in den Händen hielt, kam absolut keine Freude auf. Das Lächeln auf den Fotos ist mehr erzwungen. Man sieht mir auch an, wie fertig ich bin. Und dabei haben mir viele versichert, dass genau DAS der Moment sein wird, in dem man für all seine Mühen und harte Arbeit entschädigt wird. Beim Einreichen war mir richtig mulmig. Ich war mir so unsicher. Vielleicht hätte ich doch noch eine Runde Korrektur lesen sollen und das am Besten doch nicht am Bildschirm. Passen die Abbildungen? Ist meine Wortwahl in Ordnung. Hätte ich mehr von der Studie reinbringen sollen? Fragen, über Fragen. Nach dem Gespräch mit meinem Betreuer habe ich übrigens auch eine Woche lang gehadert, meine Arbeit hochzuladen und sie drucken zu lassen. Ich war ein Psychowrack und das hat sich dann eine ganze Zeit lang so hingezogen.

Eine Woche verging. Kein Ergebnis. Gut, Professoren haben auch Stress und andere Dinge zu tun. Nach einer Woche kann man einfach kein Ergebnis erwarten. Schon gar nicht auf eine 144-seitige Diplomarbeit. Zwei Wochen waren rum, immer noch kein Ergebnis. Langsam stieg die Nervosität und ich wusste nicht, ob ich umsonst für die Prüfung lerne oder nicht. Nach drei Wochen begann ich, die Nerven wegzuschmeißen. Da hätte mein Ergebnis schon da sein müssen, damit ich den geplanten Prüfungstermin wahrnehmen kann.

Täglich schaute ich hundert Mal und das ungelogen in meine Unimail. Kein Ergebnis. Langsam fing ich an, zu zweifeln, ob die Arbeit überhaupt gut genug war. Ich rechnete schon mit dem schlimmsten und bildete mir ein, dass ich bald durchfallen werde. Vier Wochen und immer noch kein Ergebnis. Nach langen Gesprächen mit Freunden schöpfte ich den Mut und kontaktierte meinen Professor, um mal nachzufragen. Die „Konfrontation“ wollte ich mir eigentlich ersparen, aber es half nichts. Wir mussten ohnehin einen neuen Prüfungstermin finden, also kam ich da sowieso nicht drumherum.

Nicht mal eine Stunde musste ich warten, dann kam die Nachricht meines Professors. Hinsichtlich Antworten ist er nämlich immer verlässlich und wahnsinnig schnell. Und ihr könnt gar nicht glauben, wie sehr mein Herz geklopft hat. Ich bin fast durchgedreht und hatte Angst, die Mail zu öffnen. Aber mir blieb nichts anders übrig. Und es war gut, dass ich ihm geschrieben habe. Wir hatten anscheinend eine kleine Kommunikationsschwierigkeit und tja, mein Professor dachte, er hätte länger Zeit, die Arbeit anzuschauen. Kann passieren, wenn man Semesterendestress hat und im Gegensatz zu anderen Studenten bleibe ich bei solchen Sachen relativ ruhig. Hey, Profs sind auch nur Menschen, darum besteht da für mich auch kein Grund, auf die Barrikaden zu gehen. Auf jeden Fall war diese Mail eine riesige Erleichterung, denn…

 

Ich habe bestanden!!!!!!!!!

 

Zwar wurde mir zu dem Zeitpunkt noch keine konkrete Note mitgeteilt, aber die Antwort: „Mit deiner Arbeit ist alles in Ordnung.“ ließ mir eine ganze Bergflanke mit einem Volumen von mindestens zehntausend Kubikmeter vom Herzen plumpsen. Ich habe UNGELOGEN (und als hätte ich das während der Wartezeit nicht oft genug getan) zwei Stunden lang vor Erleichterung geheult. Da war der Stress, einen neuen Prüfungstermin zu finden, nur noch nebensächlich. Zwar zögert sich mein Studium jetzt noch ein bisschen raus, aber die paar Tage kann ich verkraften. Ich ziehe das Positive daraus: So habe ich noch mehr Zeit zum Lernen.

Zwei Tage später bekam ich dann auch noch meine Note. Leute, die harte Arbeit hat sich gelohnt. Ich habe nicht nur bestanden, sondern auch noch eine richtig gute Note kassiert. Das macht mich angesichts der Tatsache, dass mein Betreuer eigentlich nur Masterstudenten und Dissertanten betreut, mächtig stolz. Vor allem war ich die erste Lehramtsstudentin, die er betreut hat. Ich habe es also tatsächlich geschafft. Und alle unter euch, die meine alten Life Updates kennen, wissen, wie unsicher ich war. Das ändert zwar nichts an der Tatsache, dass ich eine Heidenangst vor meiner Diplomprüfung habe, aber zumindest habe ich nun eine Sorge weniger.

 

 

Meine Pläne, wenn es dann bald geschafft ist

Ich bin zwar nicht konkret dabei, gerade Pläne für die Zeit danach zu schmieden, aber mir geistern doch ein paar Dinge in meinem Kopf herum, die ich in dieser Zeit danach machen möchte. Mein größter Plan ist dieses Baby hier, auf dem ich meine Worte virtuell zu Papier bringen kann. Ich bin ein sehr kreativer, ästhetikliebender Mensch und wenn ich meine Kreativität nicht ausleben kann, dann merke ich es extrem schnell an meiner Laune. Und mein Blog ist nun mal der Ort, an dem ich meine Kreativität ausleben kann. Genau das ist auch geplant. In der Zeit danach kreativ zu werden und 100% für My Café Au Lait zu geben.

Beruflich sollte ich ab Herbst ja eigentlich als Lehrerin im Klassenzimmer stehen. Unterrichtspraktikum. Aber -und es kann gut sein, dass mich deswegen jetzt einige verurteilen- ich habe mich dazu entschieden, dieses Jahr eine Pause einzulegen. Seit dem 5. Semester arbeite/lerne ich permanent für die Uni, hatte kaum mal eine Woche, an der ich nichts für die Uni zu tun hatte (auch in den Sommerferien) und es war ein durchgehender Prozess, der mich ein bisschen erschöpft hat. Die Diplomandenzeit hat dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt. Nein, ich habe kein Burn-Out, aber ich merke, dass ich mir während meinem Studium zu viel Druck gemacht habe. Wenn ich zu unterrichten beginne, dann möchte ich, dass meine Schüler von meinem Unterricht profitieren. Dass sie was lernen und ich möchte den Unterricht so interessant wie möglich gestalten. Und das geht bestimmt besser, wenn ich nicht von einem Stress in den anderen schlittere.

Ich bin kein arbeitsfauler Mensch. Im Gegenteil, die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen (und vielleicht revidiere ich sie auch noch, sofern man jetzt überhaupt noch einen Praktikumsplatz bekommt), aber das heißt ja nicht, dass ich in der Zeit nichts mache. Einerseits möchte ich viel Zeit in meinen Blog investieren, damit er, auch in beruflicher Hinsicht, wachsen kann. Und ich werde ein weiteres Studium beginnen. Das hätte ich auch im Unterrichtspraktikum gemacht, aber so kann ich doch schon gut vorarbeiten und hätte keine Doppelbelastung. Wenn ich dann tatsächlich zu unterrichten beginne, werde ich es berufsbegleitend fertig machen. Aber eines habe ich aus meinem Lehramtsstudium gelernt: So einen Druck wie in diesem Studium werde ich mir NIE mehr machen. Das Masterstudium werde ich wesentlich entspannter angehen und wenn es dann länger dauert, who cares? Schließlich habe ich dann ja (hoffentlich) schon ein abgeschlossenes Studium. 

 

…eine Sache noch

Ich bin mir sicher, dass ich nach meinem Studium wieder sehr schnell in das Bloggen reinfinden werde, aber ihr könnt mir die Sache natürlich gerne etwas erleichtern. Wenn ihr irgendwelche Postingwünsche für meine Zeit nach dem Studium habt, dann nur her damit. Egal, ob es sich dabei um Ideen für Kolumnen, Anorexia Recovery Posts, Mode oder um ein ganz anderes Thema handelt. Ich bin für alles offen. Wenn ihr also ein Wunschthema habt, dann nur her damit.

 

Das Zeitalter des Perfektionismus

 

Wir Blogger sind wahre Meister darin, das perfekte Leben vorzugaukeln. Es mag schon sein, dass es auch Teil unseres Jobs oder unserer Tätigkeit als Blogger ist. Daran ist nichts verwerflich, denn viele Menschen nutzen Blogs, um den Alltag zu entfliehen. Blogs sind dazu da, um andere Menschen zu inspirieren. Teils liebe ich diese Welt, teils frage ich mich jedoch auch, ob es wirklich sein muss, seine Schwächen zu überspielen. Ist es okay, sich selbst ständig zu perfektionieren? Vielleicht schon, denn wir sind im Zeitalter des Perfektionismus.

Es ist nichts verwerfliches daran, andere Menschen zu motivieren und ihnen Mut zuzusprechen. Gerade deswegen schätze ich diese Bloggerwelt so. Doch wenn man beobachtet und sieht, dass das Leben einer Person perfekt zu sein scheint, während es das eigene nicht ist, ruft das oftmals ein ganz ungutes Gefühl hervor. Ich sage es offen und ehrlich: Manchmal zweifle ich stark an mir und meiner eigenen Leistung. Dabei frage ich mich oft: gebe ich genug, um meine Ziele zu erreichen?

 

 

Ich bin perfektionistisch und gleichzeitig kotzt mich Perfektionismus an!

Wenn ich meinen eigenen Grad an Perfektionismus einschätzen müsste, würde ich von mir schon behaupten, dass ich perfektionistisch bin. Meine Ziele vor Augen sind klar definiert und ich weiß im Großen und Ganzen, was ich dafür tun müsste, um sie zu erreichen. Nur manchmal merke ich, dass meine Kraft dazu nicht ausreicht. Ich beobachte andere Blogger und lese, wie sie von ihrem eigenen Perfektionismus berichten. Manchen gelingt scheinbar alles perfekt. Sie bringen Uni/Arbeit, das Bloggen, gesunde Ernährung, Sport und Freizeit unter einem Hut und heben dabei einen Faktor immer besonders stark hervor: ihren eigenen Perfektionismus. Es wird von Zeitmanagement berichtet und gejammert, weil man nie wirklich mit etwas zufrieden ist. Das kann ich verstehen. Ich bin auch nie wirklich zu 100% zufrieden, nur frage ich mich auch, wieso das so ist? Ich finde das traurig. Wann hat dieser Moment aufgehört, als „sein Bestes zu geben“ nicht mehr gut genug ist?

Ich bin perfektionistisch, das habe ich schon gesagt. Aber viele von euch werden das vielleicht nicht glauben können, weil ich es nicht schaffe, meine Diplomarbeitsphase mit meinem Blog und Social Media unter einen Hut zu bekommen. Ja, es stimmt auch, dass ich nicht den gesündesten Lebensstil pflege. Ich mache momentan keinen Sport, rauche und ernähre mich zurzeit überwiegend von Mist. Dabei würden sich Sport, Blog, Ernährung und Diplomarbeit gut integrieren lassen, hätte ich eine bessere Zeitplanung. Sagen zumindest alle. Doch ich bin jetzt an einem Punkt angelangt, an dem ich dagegen spreche.

 

 

Ich bin perfektionistisch, kann aber nur eine Sache auf einmal perfekt machen!

Vielleicht ist das jetzt eine philosophische Denkweise, die ich mir angeeignet habe, aber ich versuche es, verständlich zu erklären. Ich habe viele Dinge in meinem Kopf, die ich gerne tun möchte und die ich so perfekt wie möglich umsetzen will. Diplomarbeit, Blog & gesunder Lifestyle. Von Freunden und Familie fange ich gar nicht erst an, denn bitte, man kann es nicht selbst beeinflussen, wie es im Privatleben läuft und wenn, dann nur bis zu einem gewissen Grad. Außerdem – perfektionistisch in einer Freundschaft zu sein, ist traurig. Aber nun einmal zurück zu dem, was ich vermitteln möchte. Angenommen, ich möchte all diese Dinge, die ich genannt habe, perfekt machen und das will ich, dann beginne ich, mich selbst und meine eigenen Ressourcen zu überschätzen. Wenn ich was mache, dann will ich immer 100% geben. Aber das ist der Knackpunkt. 100% ist das Maximum an Prozentwerten, die wir besitzen. Keiner von uns hat 200% Ressourcen zur Verfügung oder mehr. Wenn ich vier oder fünf Dinge auf einmal perfekt machen möchte, dann bräuchte ich rein mathematisch 400-500% Eigenressourcen. Aber das besitze ich nicht und kann es mir weder mit Geld kaufen, noch es erlernen. Ich habe, wie jeder andere auch nur 100% zur Verfügung. Mehr geht nicht und ergibt rein rechnerisch auch keinen Sinn.

Das heißt also, dass ich all diese fünf Dinge nur zu 20% perfekt machen kann, wenn ich sie auf einmal mache (wir gehen davon aus, dass das Verhältnis gleich aufgeteilt ist). Das bedeutet wiederum, wenn ich mich nun auch umfassend um meinen Lifestyle kümmere, dann verliere ich all diese Prozentwerte an Eigenressourcen und meine Diplomarbeit wird beispielsweise nur zu 20% so, wie ich sie haben möchte. Klar, ich kann mir einreden, mit einem guten Zeitmanagement kann ich alles zu 100% schaffen, aber das macht für mich in meinen Augen keinen Sinn mehr. Rein rechnerisch. Wenn ich nun eine Stunde für Sport opfere, heißt das gleichzeitig, dass ich in dieser einen Stunde meine Arbeit noch optimieren hätte können und vielleicht entscheidet genau diese eine Stunde um eine Note besser oder schlechter.

 

 

Wir müssen aufhören, uns einzureden, Superwoman oder Superman zu sein!

Ich weiß, es klingt jetzt wie die mega Ausrede, keinen Sport machen zu wollen und bitte seht das, was ich euch gerade erklärt habe, als reine Theorie an. Natürlich weiß ich, dass man auch zwei Dinge auf einmal richtig, richtig gut schaffen kann, sodass beispielsweise Professor und Blogleser beide gleichermaßen zufrieden sind. Ich weiß auch, dass Sport wichtig ist und er vielleicht kein entscheidender Faktor ist, wie ich andere Dinge mache und wie gut letztendlich meine wissenschaftliche Arbeit wird. Das ist mir klar. Dahinter verbirgt sich einfach nur eine Message, die ich vielleicht etwas übertrieben ausdrücke. Aber es ist eine Message, die sagen soll, dass es so etwas wie Perfektionismus schlichtweg nicht gibt oder zumindest in keiner erreichbaren Form. Und das ist okay. Man darf weiterhin danach streben, aber man sollte sich nicht unter Druck setzen. Man sollte nicht verächtlich mit den Zeigefinger auf andere deuten, die es scheinbar nicht so gut machen, wir wir selbst. Manchen gelingt es nicht, alles auf einmal in sein Leben zu integrieren. Manche setzen die Prioritäten auch mal gerne anders. Und das ist okay. Vollkommen okay. Nur sollte man nie anderen einen Vorwurf machen oder es zumindest so andeuten. Und das habe ich leider sehr oft herausgelesen und interpretiert.

Ich möchte meine Blogposts perfekt machen, aber ich weiß auch, dass es da draußen Menschen gibt, die meinen Schreibstil nicht mögen. Für diese Personen ist mein Blogpost nicht perfekt. Nur ein Beispiel, das zeigen soll, warum man nie, wirklich nie alles perfekt machen kann. Wir alle definieren das Wort „perfekt“ anders. Und wir sind menschlich. Durch den ganzen Workflow vergessen wir, wie wichtig es ist, die Dinge auch mal liegen zu lassen. Vielleicht ist das eine Einstellung meinerseits, die nicht sehr erfolgsvorsprechend ist, aber ich habe eingesehen, dass ich mich durch Perfektionismus nicht kaputtmachen darf. Es ist nicht leicht für mich, den Blog so ruhen zu lassen, aber ich habe eine Mission. Die Mission, das Beste bei meiner wissenschaftlichen Arbeit zu geben und das Maximum aus mir herauszuholen. Das geht nur dann, wenn ich meine Prioritäten diesmal anders setze und sichergehe, wirklich mein Bestes getan zu haben.

Und es ist in Ordnung, wenn man einmal eine Erholung braucht. Das ist mehr als okay, auch wenn es mir oft so vorkommt, dass man das heutzutage gar nicht mehr darf. Aber ganz ehrlich: Ich glaube, wenn wir das nicht tun würden, wenn wir nicht einfach mal die Füße hochlegen, dann würde mit uns etwas nicht stimmen. Eigentlich wollte ich sogar bei meinem Thermenwochenende arbeiten. Doch den Laptop habe ich nur obligatorisch für diese Fotos aufgeklappt. Danach habe ich mich erholt. Endlich. Es war bitternötig.

 

Perfektionismus

 

Nobody’s perfect

So abgedroschen dieser Modesatz für 16-jährige auch ist, aber er ist wahr. Als Jugendliche habe ich den Satz in meine Facebookstatusmeldung geschrieben, weil es cool war. Heute begreife ich den Sinn dahinter. Nobody’s perfect. Ich will mich selbst nicht als Superwoman hervorheben, nur damit andere sich schlecht fühlen, nicht so viel auf einmal zu schaffen. Jeder hat sein eigenes Tempo und jeder schafft nur gewisse Dinge gleichzeitig. Und das ist okay. Es ist okay, nicht alles vollkommen und perfekt zu erreichen. Wir haben alle unsere Schwächen und auch mit einem guten Zeitmanagement können wir selbst nicht perfekt sein. Eines nach dem anderen zu erledigen, ist auch in unserem heutigen Zeitalter vollkommen in Ordnung. Sein Bestes zu geben, ist immer noch gut genug. 

 

Life Update #5: Es wird ernst

 

Nicht nur wegen seiner Kürze ist der Monat Februar verdammt schnell vergangen. Dieser Monat war intensiv. Im engeren Sinne arbeitsintensiv. So viel Zeit muss bleiben, um ins Detail zu gehen. Nun, ich habe mich nicht nur um meine Unisachen gekümmert, sondern auch gemeinsam mit 7 wunderbaren Ladies unser Projekt nach vorne gebracht. Der Startschuss für unser Projekt GRAZER BLOGGER ist gesetzt und uns steht jetzt schon einiges bevor. Der Startschuss für die Diplomarbeit hingegen ist schon länger gesetzt und da hoffe ich, endlich mal zu einem Ende zu kommen, obwohl es ganz und gar nicht danach aussieht. Neugierig? Dann solltest du dir unbedingt mein März Life Update durchlesen.

 

Diplomarbeit

Diesen Punkt nenne ich bewusst nicht mehr Uni, denn auf der lasse ich mich nur noch äußerst selten blicken. Wenn dann nur zu diesen betreffenden Diplomarbeitsterminen. Aktuell habe ich (ich traue es mich fast nicht sagen) 15 von 80 Seiten Minimum geschrieben. Nur bei mir ist die Vorbereitungszeit so intensiv, sodass ich mich auf das Schreiben noch gar nicht wirklich konzentrieren kann. Darum habe ich beschlossen, der Vorbereitung mehr Zeit zu widmen, denn ohne Datenanalyse keine Ergebnisse. Keine Ergebnisse = kein Textmaterial. Und auch das Einlesen nimmt unglaublich viel Zeit in Anspruch. Ich bin leider der Typ Mensch, der alles genau wissen möchte und nicht gleich vom Buch heraus umformuliert. Besonders unpraktisch, wenn die Texte auch noch alle auf Englisch sind.

Zumindest habe ich alle meine Daten erhoben und jetzt bin ich gerade dabei, sie auszuwerten. Alleine zu forschen bringt einige Vor- und Nachteile mit sich. Aktuell bin ich in der Phase der Nachteile angelangt, aber ich bin mir sicher, sobald die Daten ausgewertet sind, werde ich diejenige sein, die am Besten lacht, denn das Zitieren, ja, die Sache, die alle Studenten am meisten hassen, kann ich mir dann getrost sparen (zumindest bis zu einem gewissen Grad), denn ICH habe es erforscht. Irgendwie fühlt man sich dann wie der Überflieger-Wissenschaftler, doch momentan hoffe ich nur, dass ich es einfach richtig mache, so wie ich es mache. Ich bin nach wie vor guter Dinge, dass ich beim Schreiben ziemlich schnell sein werde, sobald ich die Daten analysiert und ausgewertet habe, denn die eigene Forscherin kennt ihre Ergebnisse immer noch am Besten 😉

Wie du siehst: Es wird ernst! Die Stunden am Laptop steigern sich ins Unermessliche. 

 

Es wird ernst

 

So erging es mir die letzten Tage/Wochen

Obwohl ich mich wirklich bemühe, komme ich ein bisschen schleppend voran. Das liegt nicht daran, weil ich eine langsame Schnecke bin, sondern weil ich alles genau machen möchte. Geärgert habe ich mich in dieser Woche zudem auch und zwar über einige Mitstudenten. Ich war die ganze Zeit am herumgranteln, wie wir in Österreich so schön sagen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich die Meisterin im Vergleichen bin und es mich einfach ärgert, dass einige, die noch vor kurzer Zeit im Studium hinter mir waren bald die Diplomprüfung absolvieren werden. Das hat auch einen einfachen Grund. Nein, ich habe mich nicht auf die faule Haut gelegt, sondern wer es sich mit seiner Diplomarbeit leicht macht, wird eben schneller fertig. Mich ärgert es einfach nur, dass genau diese Menschen den gleichen akademischen Grad bekommen, wie ich, obwohl sie vielleicht 10% (!!!) der Arbeit hatten, die ich hatte.

Dennoch habe ich gemerkt, dass ich viel zu viele Gedanken daran verliere und verschwende. Das möchte ich unbedingt abstellen, aber es fällt einem eben wirklich schwer. Natürlich hätte ich es mir auch leichter machen können, keine Frage. Es hätte sich sowohl in Geographie, als auch in Philosophie angeboten. Aber das wollte ich nicht. Ich bin so ein typischer „Ich muss es mir erstmals verdienen, um richtig stolz darauf sein zu können“-Mensch und dieser Perfektionismus steht mir leider wirklich oft im Weg. Darum arbeite ich eben ein Jahr an meiner Arbeit und andere fetzen ihre in zwei Wochen hin. Versteht mich nicht falsch bzw. denkt bitte nicht, dass ich neidisch bin, nur es ärgert mich, dass an unseren Unis das Niveau immer mehr in den Keller sinkt und man billige Arbeiten als wissenschaftliche Publikation verkauft. Glaubt mir, an dem Gerücht: „Jeder Depp könnte eine Uni abschließen“ ist in der Tat was dran. Und das finde ich traurig. Ich sage nicht, dass jeder so wie ich selbst empirisch arbeiten muss. Ich habe es mir selbst ausgesucht, dennoch: Ein gewisses Mindestniveau sollte trotzdem vorherrschen. 

 

 

Grazer Blogger

So, aber jetzt ist wirklich genug mit dem herumgranteln (herumgranteln bedeutet übrigens so viel wie meckern.). In diesem Beitrag muss auch Platz für schöne Dinge sein. Wie ihr hier oder auf anderen Plattformen mitbekommen habt, haben wir endlich unsere GRAZER BLOGGER Website gelauncht. Es läuft bereits jetzt sehr gut. Wir haben unzählige Ideen und schon einige Projekte am Start. Vor kurzem waren wir sogar in den Medien und wurden mit einem dreiseitigen Bericht vorgestellt. Es ist einfach schön, in der Gemeinschaft zu arbeiten und ich habe das Gefühl, dass es wirklich jede von uns weiterbringt. Klar, aller Anfang läuft schwer und ich möchte euch nicht die Illusion verkaufen, dass alles perfekt läuft. Aber ich finde es wirklich schön, dass wir alle so erwachsen kommunizieren können und jede von uns bezüglich kleinerer Anfangsschwierigkeiten bemüht ist, Lösungen zu finden. Ehrlich gesagt bin ich das von so einer großen Mädelsgruppe nicht gewohnt, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass es dann immer in einem Zickenkrieg ausartet. Aber so wie es aussieht, werden wir wohl alle mal erwachsen. Und wir wachsen gerade in unserem Team hinein und GRAZER BLOGGER aus den Kinderschühchen heraus.

 

Year 2017 – Veränderung? Neustart?

 

In wenigen Stunden schlägt die Uhr Punkt Mitternacht. Nichts besonderes, denn das tut sie jeden Tag. Doch dieses Mal ist es etwas anderes. Das Gefühl ist anders. Ganz eigen und irgendwie seltsam. In meinem Bauch kribbelt es. Zigtausende Schmetterling breiten ihre Flügel aus, fliegen in Schwärmen umher und lassen mich zittern. Es bricht ein neuer Tag an. Wie immer. Doch mit diesem neuen Tag kommt ein neues Jahr dazu. Das Jahr 2016 ist Geschichte. Vorbei! Wir schließen das letzte Kapitel unseres Buch „2016“, 365 Seiten vollgeschrieben – bis zur letzten Zeile. Die Tinte des Kugelschreibers ist leer. Nach diesem Glockenschlag beginnen wir ein neues Buch. Auf seinem Cover steht in goldener Schrift „2017“. Ein neues Jahr, zwölf weitere Kapitel und 365 noch leergeschriebene Seiten in unserem Buch des Lebens. Wir holen einen neuen Kugelschreiber aus unserem Federpennal, beginnen ganz von vorn. Ein Neustart.

 

Neustart

 

Reset

Neues Jahr. Neues Glück. Neustart!

Nur wehmütig lasse ich das alte Jahr gehen. Es ist nicht so, dass es ein einfaches Jahr war. Es war auch nicht mein Lieblingsjahr. Die Jahre davor waren besser. Nicht alle, aber manche davon. Sie waren besser. Irgendwie mehr zum Festhalten. Eigentlich sollte ich das Jahr 2016 gerne gehen lassen. Eigentlich sollte ich froh sein, dass es an mir vorbeigezogen ist. Doch das bin ich nicht. Wenn ich durch die ganzen Social Media Kanäle scrolle, sticht mir immer wieder ins Auge, was für ein schlimmes Jahr 2016 war. Zahlreiche Künstler, starke und prägende Persönlichkeiten mussten gehen. Ihr Leben lassen. Dann diese ganzen Terroranschläge. 2016 war nicht einfach. In vielerlei Hinsicht nicht. Aber es fällt mir schwer, es gehen zu lassen. Sehr schwer. Dabei sollte Neujahr ein Neustart sein. Ein ziemlich wichtiger sogar. Und gerade vor diesem Neustart habe ich Ehrfurcht. Angst. Respekt.

2017 – mein Neustart. Ich weiß, dass sich in meinem Leben einiges ändern wird. Ein letzter Schritt in Richtung vollständiges Erwachsensein. Nie mehr Vollzeit studieren, ein geregelter Beruf – zumindest für ein Jahr. Ein neues Leben weg von meinem Zuhause. Und ich fürchte mich vor all dem. Weil ich nicht weiß, wie dieses neue Jahr für mich beginnen und ausgehen wird. Natürlich rede ich so vor mich hin: Ich werde mein Studium abschließen. Das Jahr muss nicht mal zur Hälfte vergehen und es ist vorbei. Eine Sache ist vorbei, für die ich mittlerweile so viel Zeit und Arbeit aufgewendet habe. Könnte vorbei sein. Irgendwie.

 

 

Loslassen und ein neues Kapitel beginnen

Inzwischen schreibe ich seit 5 Jahren meine Anekdoten aus dem Studentenleben. Ein primäres Thema in meinem Leben, das mich in vielerlei Hinsicht beeinflusst. Aber wenn ich ehrlich sein muss: Ich weiß nicht, ob ich es hinbekommen werde. Meine ganze Arbeit, die mich zum Abschluss führen soll, schiebe ich seit Tagen auf. Und wenn ich darüber nachdenke, was mir im neuen Jahr alles blühen wird, wird mir schwarz vor Augen. Doch eigentlich möchte ich dieses Kapitel abschließen. Zu einem Ende kommen. Weil ich es selbst nicht mehr schreiben oder lesen kann. Weil ich genug davon habe.

Trotzdem – ich kann mich nicht darauf fokussieren. Dicke Stapel auf meinem Schreibtisch, ein noch fast leeres Word Dokument. Danksagung, Inhaltsverzeichnis und Titelblatt: Fertig! Dabei sollte ich das erst zum Schluss machen, doch es ist diese Vorfreude. Irgendwie mischt sie sich dazu, aber die Angst zu scheitern ist größer. Diese Vorstellung, den anderen zu sagen, es nicht geschafft haben, lässt mich mehr zittern, als der aufregende Gedanke an einen Neustart im neuen Jahr. Es ist ein neuer Schritt. Ein großer Schritt. Kurz vor dem Ziel. Und wenn ich in die Zielgerade einbiege, weiß ich nicht, ob ich trotzdem dort ankommen werde. Aber was solls? Man darf den Glauben an sich selbst nicht verlieren. 

 

 

An dieser Stelle möchte ich mich auch bei euch bedanken. Vielen Dank für eure Treue. In diesem Jahr kamen einige neue Leser hinzu und es freut mich immer wieder sehr, wie viel Support ich von euch bekomme. Ich hoffe, ihr habt einen schönen Silvesterabend. Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins Jahr 2017. Feiert schön und genießt die letzten Stunden im alten Jahr! 

Wir sehen uns im nächsten Jahr wieder!

 

Fotos by Simone

 

Lookbook #25: Red Lace Skirt

Lookbook #25

Red Lace Skirt

Als ich den Red Lace Skirt das erste Mal anprobiert habe, habe ich mich sofort wohl gefühlt. Ich wusste gleich, dass der Rock meinen Stil verkörpert und zu mir passt. Gerade deswegen habe ich ihn mir gekauft. Mit dem Hintergedanken, daraus nach langer Zeit wieder ein Outfit zu shooten. Wie lange ist es her, dass ich ein Outfit geshootet habe? Das Letzte war irgendwann im September. Ein paar Tage nach meiner Triestreise. Es ist egal, wie lange der Outfitshoot schon zurückliegt, beim Fotografieren habe ich immer dieselben Ängste: Mich selbst auf Bildern zu sehen.

 

Red Lace SkirtShoes

 

Über Selbstzweifel und den ängstlichen Blick in den Spiegel

Sich in seinem eigenen Körper wohlfühlen. Traurigerweise ist das ein Gefühl, das ich nicht so gut kenne. Ich frage mich oft: Wann habe ich mich jemals in meiner Haut wohlgefühlt? Sicher war dem so, als die Waage in meiner tiefen Krankheitsphase wieder ein paar Gramm weniger angezeigt hat. Aber das Hochgefühl war so schnell weg, wie es gekommen war. Es vergeht kein Tag, an dem ich mich nicht mindestens einmal kritisch im Spiegel begutachte. Die ganze Skepsis, die Selbstzweifel, das Bild im Spiegel, das Unwohlsein. All das spiegelt sich auf meinen Fotos wieder. Dabei ist das so schade. Es gibt nur wenige Fotos von mir in all den europäischen Hauptstädten, die ich bisher besucht habe. Ohne Alex würde es wohl auch keines aus Ljubljana geben. Ich wollte mich nicht fotografieren lassen, weil ich den Anblick von mir auf den Bildern momentan schwer ertrage. Gut, das war jetzt dezent übertrieben. Es ist eher eine Angst, mich auf einem Foto zu sehen und es dann zu hassen. Ergo: Mehr Selbstzweifel.

 

lace skirt back

 

Ich bin ehrlich. Es fällt mir ein bisschen schwer, diese Fotos zu zeigen, obwohl es so viele sind. Ich habe sie mit den anderen Fotos aus meinem letzten Fashionpost verglichen. Zunehmen ist für mich eine Sache, die mich immer unglaublich stresst und oftmals fühle ich mich dann wertlos. Früher diszipliniert, ambitioniert und dünn und jetzt? Beim Durchschauen und Aussortieren der Bilder kreisten viele Gedanken in meinem Kopf umher. Gedanken, die immer auf das Gleiche hinauslaufen:

„Gott, siehst du fett aus! Du schaust echt nicht schön aus!“

Darum kann ich Komplimente so schwer annehmen. Alex hat mir einmal gesagt, dass er sich wünschen würde, ich würde mich so sehen, wie er und meine Freunde mich sehen. Für mich ist das so schwer zu begreifen. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass mich meine Mitmenschen komplett anders sehen, wie ich mich sehe. Natürlich ist man nicht jedermanns Typ. Das kann man auch nie sein. Der eine findet das schön, der andere das. Ich möchte nie als Jammerin oder Komplimentefischerin dastehen, wenn ich wieder mit meinen Selbstzweifeln ankomme. Weder hier, noch bei meinen Freunden. Doch manchmal muss ich mir diese Gedanken einfach von der Seele reden oder schreiben.

 

Red Lace Skirt1 Tasche

 

Vergiss nie, du bist gut so, wie du bist!

Ich versuche allzuoft, mir diesen Satz einzureden. Jedoch fällt es mir gerade jetzt superschwer, mich so zu akzeptieren, wie ich bin. Ich mag auf den Fotos zwar lachen und vielleicht sieht es nicht danach aus, aber während Alex diese Fotos von mir gemacht hat, habe ich einen innerlichen Kampf mit mir selbst ausgefochten. Dabei war ich anfangs mit dem Outfit wirklich zufrieden. Der Red Lace Skirt ist mein neuer Lieblingsrock. In der Umkleide mochte ich ihn wirklich sehr an mir – sonst hätte ich ihn mir nicht gekauft. Doch als ich ihn das erste Mal auf den Bildern sah -von mir getragen- war ich unglücklich. Manchmal wünschte ich mir, ich würde nicht so viele Gedanken darauf verschwenden, mit mir selbst unzufrieden zu sein. Ich würde wirklich alles geben, wenn diese ganzen Selbstzweifel nicht mein Leben bestimmen würden. Wenn es keine Anorexie oder momentan Essstörung in meinem Leben geben würde. Wenn all das ein Fremdwort für mich wäre. Wenn ich es endlich selbst sehen könnte, dass ich gut bin, wie ich nunmal bin.

 

walk lace

 

Es sollte das Recht einer jeden Frau sein, sich in ihrem Körper wohl zu fühlen. Egal, ob sie einen großen Hintern, ausgeprägte Hüften, eine androgyne Figur oder eine kleine Oberweite hat. Nicht jeder hat die Figur eines VS-Models, aber das ist doch gut so. Wir dürfen uns von niemanden einreden lassen, dass wir nicht gut genug sind, denn das ist einfach nur Blödsinn! Ich weiß, dass ich an meine Selbstzweifel noch arbeiten muss. Warum ich die Bilder trotzdem online stelle und diesen Text schreibe? Weil ich meine Gedanken über Selbstzweifel unbedingt teilen wollte. Weil ich weiß, dass viele Menschen Selbstzweifel haben. Weil die Bilder die Geschichte visuell erzählen, die ich euch gerade aufgeschrieben habe. Weil wir endlich in einer Welt leben sollten, in der sich jeder so akzeptiert, wie er/sie ist. Einer Welt, die im Gegenzug auch jeden so akzeptiert, wie er/sie ist.

 

Full Body

 

I’m wearing

Skirt: Orsay (Same)
Blouse: Orsay (Same)
Bag: Primark
Shoes: Shoe4You
Necklace: Swarovski
Bracelets: NewOne/ Juwelier

 

Location

Wörthersee / Carinthia

 

Pictures taken by Alex