Tag : Fotografie

Über Fotografie

5 Dinge, die ich über Fotografie gelernt habe

5 Dinge, die ich über Fotografie gelernt habe

Vor 24 Jahren habe ich mein erstes Foto gemacht. Seitdem habe ich eine ganze Menge über Fotografie gelernt.

Your first 10,000 photographs are your worst!

Über Fotografie kann ich jede Menge erzählen. Bereits in der Kindheit hat mich Fotografie fasziniert. Mein erstes Foto entstand, als ich vier Jahre alt war. Inzwischen ist viel Zeit vergangen. Fotografie wurde mir quasi in die Wiege gelegt – zumindest was den Hobbyaspekt betrifft. Meine Mutter und mein Onkel waren leidenschaftliche Fotografen. Mit vier Jahren durfte ich die analoge Kamera meiner Mutter in den Kindergarten mitnehmen. Schon damals habe ich gerne getüftelt und ausprobiert. Auch mit kameraunfreundlichen Experimenten. Dass man eine Kamera nicht unter fließendes Wasser hält, um sie zu reinigen, war einer meiner ersten technischen Fakten, die ich über Fotografie lernte. Inzwischen reinige ich meine Kameras fachgerecht und hatte seitdem keinen Wasserschaden mehr zu beklagen. 

Aber nicht nur dieses Erlebnis führte zu mehr Erkenntnissen und Know-How. Mit der Zeit sammelt man immer mehr Erfahrungen über Fotografie. Fünf lehrreiche Dinge, die ich über Fotografie gelernt habe, möchte ich euch nicht vorenthalten.

Dein Equipment sagt nichts über dein Talent aus

Fotografie ist beides: Talent und Lernprozess. Die gute Nachricht: das technische Handwerk kann man lernen. Die schlechte: das Auge dafür hat man oder nicht. Ich erlebe es immer noch, dass viele der Meinung sind, mit einem teuren Equipment macht man automatisch gute Fotos. Stimmt nicht! Ich besaß Kameras in jeder erdenklicher Form und verschiedenen Preisklassen. Sofortbild, Analog, Digital, DSLR und natürlich mein Smartphone. Auch mit einem preiswerteren Equipment können aufregende Bildkompositionen entstehen. Und mit einem teuren schlechte. Ich habe schon Menschen meine DSLR in die Hand gedrückt, um dann enttäuscht zu resignieren, weil die Aufnahmen einfach … na ja waren. Im Übrigen drücke ich heute nur noch sehr wenigen Leuten meine Kamera in die Hand. 

Du brauchst keine Special Backgrounds & Fancy Orte für coole Bilder

Bleiben wir noch ein bisschen beim „Auge für die Fotografie.“ Das mit den Locations ist immer so eine Sache. Okay, ich gebe zu: ein weißer Sandstrand auf den Malediven macht die Arbeit leichter. Ja, es ist einfacher, wenn du unter Palmen stehst und im Hintergrund der türksfarbene indischen Ozeans glitzert. Wenn du gerade, mit einer Hibiskusblüte im Haar, eine frisch aufgeknackte Kokosnuss schlürfst. Storytelling super leicht gemacht. Da kann dein Industriegebiet oder die einödige Pampa nicht mithalten? Wrong! Es ist egal, wo du bist und welche Locations dir zur Verfügung stehen. Tolle Bilder entstehen praktisch mit jeder Location. Paige Arminata schafft es zum Beispiel auch, vor einer Garage und mit der Biomülltonne ein cooles Bild zu kreieren. Ich kann es aber verstehen, wenn einem einmal die Muse fehlt und es schwerfällt, aus einer langweiligen Location ein fantastisches Bild zu kreieren.

Schwarz Weiß rettet fast jedes Foto

Dass der Schwarz-Weiß-Effekt jedes Bild rettet, würde ich so nicht unterschreiben. Aber eine Bearbeitung in Schwarz-Weiß hat trotzdem die Power, so manches Foto doch noch zu retten. Poste ich ein Black and White Bild, kann man sich sicher sein, dass ich das Foto an und für sich mag, es mir aber in Farbe nicht so gut gefiel und ich es mit einem BW-Filter retten wollte. Außerdem ist Schwarz-Weiß alles andere als langweilig. Im Gegenteil: manchmal holt schwarz weiß sogar mehr bzw. das gewisse Etwas aus einem Bild heraus.

Jede/r, die/der fotografiert hat ihren/seinen eigenen Stil

Einen Fotografen darf man nicht ins Handwerk pfuschen. Das habe ich schon gelernt. Inzwischen verstehe ich, dass jeder Fotograf bzw. jede Fotografin eine eigene Bildsprache hat. Die eigene Signatur sozusagen, die quasi auch in den Bildern drin sein sollte. Das beginnt bei der Bildkomposition und endet beim Editing. Ich muss sagen, es fällt mir heute noch total schwer, meine unbearbeiteten Bilder herzugeben, damit sie jemand anderes bearbeitet, aber gerade wenn es um einen Instagramfeed geht, möchte man dem Accountbesitzer nicht reingrätschen. Schließlich hat auch die Bildbearbeitung viel mit dem eigenen Branding zu tun. Schwieriger wird es jedoch bei der Bildkomposition. Auf diesem Gebiet muss man sich entweder gut kennen oder schon ein eingespieltes Team sein, um Bilder von anderen genau nach deren Vorstellungskraft zu shooten. Darum shoote ich auch gerne mit Personen, die mit dem Influencer-/Blogger-Dasein wenig am Hut haben oder generell Situationen und Stillleben. Da bringt man seine persönliche Note noch am besten mit rein.

Nichtsdestotrotz bin ich froh, dass ich einige Mädels an meiner Seite habe, die das gleiche machen wie ich und mit denen ich mich schon zum perfekten Team eingespielt habe. Wir wissen gegenseitig genau, was wir wollen, können dabei auch gleichzeitig auch unsere eigene Signatur und Ideen miteinbringen.

Mit Automatik fotografieren ist knipsen

Natürlich habe ich am Anfang auch im AUTO-Modus fotografiert, bis ich dann zum A-Modus (Zeitautomatik) wechselte und letztendlich bin ich beim M-Modus gelandet. Der M-Modus ist der manuelle Modus, bei dem man die meiste Kontrolle über die Kamera hat, aber natürlich auch mit Know-How glänzen muss. Außerdem ist der M-Modus mit der meisten Arbeit verbunden. Allerdings lohnt es sich, sich mit der Kamera auseinanderzusetzen.

Ich muss jedoch zugeben, wenn ich mit Kerstins Canon fotografiere, dann mache ich das nicht im M-Modus. Ich habe mich mit Canon nie beschäftigt und weiß einfach nicht, wo die ISO, die Blende und die Belichtungszeit eingestellt wird. Aber das Grundprinzip verstehe ich, weswegen ich auch manuell fotografieren kann. Natürlich habe ich auch mal Tage, wo es nicht auf Anhieb klappt und setze dann auf den A-Modus, aber das kommt nur sehr selten vor.

Auch den Freunden, die mit meiner Kamera Fotos von mir machen, beherrschen den M-Modus. Ich habe ihnen gezeigt, wie es funktioniert und auch sie werden jedes Mal aufs Neue besser.

Du bist meine große Liebe!

Du bist meine große Liebe!

Heute bin ich Gast. Gast auf meinem eigenen Blog. Gedankenverloren scrolle ich durch die Beiträge vergangener Tage. Veränderung! Es hat sich etwas verändert. Vielleicht fällt nur mir das auf. Vielleicht spüre nur ich das. Die Leere der letzten Monate? Sie ist gegangen. Es ist fast, wie früher – die Zeit, in der mein Hauptfokus auf diesem kleinen Ort voller Buchstaben, Wortfetzen, aber auch Beiträge mit Mehrwert, schönen Fotografien und vielem mehr lag. Seit Kindheitstagen war und ist das Schreiben meine große Liebe. Bevor ich es wirklich beherrschte, wollte ich es bereits können. Und dann – irgendwann. Als ich sechs Jahre alt und Tafelklasslerin war, lernte ich es. Ich lernte das, was ich immer können wollte. Das, was mich für mein Leben prägte. Das, was meine Zukunft sein sollte. Das, womit ich Geschichten lebendig werden lasse. Und das, was ich tue, seitdem ich es kann. Schreiben. 

Ich schreibe, seitdem meine Hand die richtigen Buchstaben formen kann. Seitdem ich dazu in der Lage bin, aus einzelnen Buchstaben Wörter zu konstruieren. Seitdem ich dazu in der Lage bin, aus diesen einzelnen Wörtern sinnvolle Sätze lebendig werden zu lassen. Diese Liebe hat sich nie verändert. Nie ist sie kleiner geworden oder hat sich gar in Luft aufgelöst. Wenn, dann schlägt mein Herz noch schneller für diese Leidenschaft. Pulsierend. Ununterbrochen. Mit jedem einzelnen Wortfetzen wächst sie.
Die Liebe zum Schreiben.
Die Liebe zu Buchstaben.

Die Liebe zu Wörtern.
Die Liebe zu Geschichten.

Diese Leidenschaft hat dazu geführt, dass einst vor vielen Jahren dieser Blog ins Leben gerufen wurde. Liebe steckt drin. Viel Liebe. Und Wortmalerei. Und Pixelmalerei. Es würde mich interessieren, wie viele Buchstaben sich auf diesem Datenkonstrukt befinden. Wie viele Wörter hier ihr Unwesen treiben. Millionen? Millarden? Wie auch immer. Mein Fokus lag zu Beginn darauf, dieses kleine Baby am Leben zu halten. Lebendig werden zu lassen. Mit Buchstaben. Mit Worten. Mit Geschichten. 

Irgendwann ging der Fokus verloren. Obwohl ich immer wieder nach nach der richtigen Abzweigung gesucht habe. Einmal falsch abgebogen und im Labyrinth gefangen. Ich wollte zurückfinden. An dieser Beziehung, dieser Symbiose festhalten. Nur so kann ich meine Gedanken loslassen. Meinen Gedanken Leben einhauchen. Nur so. Denn meine Gedanken sind wie ein Pinsel. Mit diesem Pinsel male ich. Aber keine Bilder. Ich male Wörter und auch nur dann, wenn ich es zulasse. Wenn mein Fokus darauf liegt. Wenn ich nicht starr die Dinge verfolge, die vielleicht erfolgsversprechender sind, mich aber nicht so sehr erfüllen, wie das geschriebene Wort auf meinem Medium. Auf meinem Onlinejournal. An einem Ort in einer ewig weiten Sphäre. Ein Ort, der mir gehört, den ich aber nicht für mich alleine habe. Den ich teile. Einen Ort, an dem ich gerne Platz mache. Platz für Freunde, Follower, Besucher – Platz für dich. Aber Blogs haben in den letzten Jahren die Relevanz verloren. Darum habe auch ich mich -wohl eher unbewusst- neu orientiert. Mich neu fokussiert. Und ich habe es vermisst. Habe vermisst, dass mein Fokus nicht mehr auf dem geschrieben Wort lag. Nicht mehr auf dem Blog. Und ich wollte es immer wieder. Immer wieder zurückfinden. Vielleicht habe ich auch meine Muse verloren. Denn Schreiben wollte ich wieder öfter. Ich wusste nur nicht, was.

 

...und dann schlug die Uhr Mitternacht

…und plötzlich passierte es von selbst. Am 01.01.2020 schrieb ich einfach los. Wort für Wort, Taste für Taste, welche behutsam gedrückt wurden. Zuerst langsam. Zaghaft. Dann immer schneller und schneller. Selbstbewusster. Mutiger. Ich habe wieder angefangen. Viel mehr als das. Ich erwischte mich dabei, dass ich es öfter tat. Immer wieder. Immer mehr. Immer mehr Buchstaben. Immer mehr Wörter. Immer mehr Sätze. Immer mehr Geschichten. Und ich spürte es immer wieder. Spürte, wie meine Finger über die Tastatur tanzten. Spürte, wie sie wieder einen Stift umklammerten. Denn auch das analoge Schreiben habe ich vernachlässigt. Wenig in mein Jounal geschrieben. Dabei hatte ich es früher immer dabei. Immer griffbereit in meiner Tasche, um meine Gedanken loszulassen. Um aus meinen Gedanken ein Schriftstück zu kreieren. Manchmal auch, um aus meinen Gedanken zu fliehen. Ich wurde mit neuen Ideen beschenkt. Mit neuen Inspirationen. Meine Muse ist zurückgekehrt. Ich habe die Idee nicht verfolgt, aber es passierte. Es passierte irgendwie. Ungeplant. Spontan. Aber mein Kopf war wieder voll. Voller Ideen.

Heute bin ich Gast. Gast auf meinem eigenen Blog. Gedankenverloren scrolle ich durch die Beiträge vergangener Tage und ich stelle fest. 10 Beiträge haben es im Januar auf My Café Au Lait geschafft. Gerade tippe ich den 11. Für diese Anzahl an Beiträgen habe ich im letzten Jahr gefühlt sechs Monate gebraucht. Hier herrscht wieder Leben. In meinen Gedanken herrscht wieder Leben. Und ich fühle mich wieder erfüllt. Es macht mir wieder Spaß. Auch wenn Blogs für die breite Masse an Relevanz verloren haben. Hingegen für mich hat das Bloggen wieder an Relevanz gewonnen. Meine große Liebe – ich habe es wieder zugelassen. Ich habe sie wieder in mein Leben gelassen.

Liebe
Liebe

Ein Tag in Wien mit Lena & Lisa

Ein Tag in Wien

Mit Lena und Lisa

Eines meiner Vorsätze für mein Bloggerjahr 2020 ist, dass ich euch auch mehr in meinen Alltag mitnehme. Natürlich seid ihr schon via Instagramstories mittendrin, aber ich möchte es zusätzlich gerne am Blog festhalten. Stories sind irgendwann verschwunden, aber ein Blogpost ist für die (zumindest digitale) Ewigkeit. Darum gibt es heute einen kleinen Einblick über Lenas und meinen Tag in Wien.

Folge mir nach...

Wien

Als Österreicherin war ich schon oft in Wien. Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen. Inzwischen bin ich hauptsächlich aus beruflichen Gründen in Wien – oder wenn ich meine beste Freundin besuche, die ich aber leider seit ihrer Hochzeit im Mai 2018 nicht mehr gesehen habe. An dieser Stelle: wird mal wieder Zeit. 

Dieses Mal war ich aufgrund einer Eventeinladung in Wien. Ich werde öfters zu Events in Wien eingeladen, bin hier aber meistens wählerisch und wäge ab, ob es sich wirklich lohnt, hinzufahren. Networking ist natürlich immer gut, aber zwei Stunden Fahrt sind eben doch zwei Stunden Fahrt, die man auch für andere Dinge nutzen kann. Dieses Mal wurde ich aber von meiner Freundin Lena begleitet. Da wir den Tag noch entspannt in Wien verbringen, aber auch die Zeit zur Contentproduktion nutzen wollten, wusste ich, dass es sich lohnt. 

Lena und ich produzieren unseren Content gerne in Graz. Aber irgendwann brauchen auch wir -der Kreativität halber- einen Tapetenwechsel. Deswegen war die Einladung zu einer Shoperöffnung in Wien ein willkommener Anlass, unsere „Produktionsstätte“ etwas zu verlagern. 

Event, Food & Content Produktion

Unser erster Stopp war die Eröffnung des neuen Kapten & Son Shop in der Neubaugasse. Ein wirklich sehr gelungenes Storedesign – und ich habe endlich die perfekte Brille für mich gefunden. Nach meiner letzten Augenuntersuchung wurde mir von meinem Augenarzt ans Herz gelegt, weniger Kontaktlinsen dafür mehr Brille zu tragen. Da ich aber noch keine Brille besitze, musste dringend eine her. So bot sich die Eröffnung bestens dazu an. 

Da uns der Magen knurrte, stand danach ein kurzer Lunch Stopp auf dem Programm. So eine lange Busfahrt macht schließlich hungrig und wir hatten beide außer Kaffee und Coke Zero noch nichts im Magen. Zuerst wollten wir zu Wiki Wiki Bowls, fanden dann aber auf dem Weg ein nett aussehendes Lokal. Weil der Hunger zu groß war, änderten wir spontan unsere Pläne und gingen ins Spazio in der Neubaugasse. Für mich war es auch eine gute Gelegenheit, meine neue Kamera für Foodfotografie auszuprobieren. Auch das möchte ich in diesem Jahr wieder in Angriff nehmen – um euch auch mit tollen Foodbildern zu versorgen. Dabei geht es gar nicht um Rezepte und Foodstyling, sondern allen voran für Restaurantempfehlungen auf Reisen. Damit war ich bei meinen letzten Reisen nämlich nicht mehr ganz so zufrieden. 

Wir bestellten uns beide eine Bowl – für Lena gabs die Spicy Tropical Tofu Bowl, für mich die Daily Bowl. Das Essen war wirklich sehr lecker und das Preis-Leistungsverhältnis top. Bowls sind meistens etwas teurer, aber hier waren sie gut gefüllt, sodass ich am Ende schon ein bisschen mit den letzten Bissen kämpfte. Leider waren nicht alle Zutaten, welche auf der Karte versprochen wurden, in unserer Bowl. Das haben wir allerdings gleich gemeldet und uns wurden prompt die Zutaten frisch an den Tisch gebracht. Ansonsten war es wirklich ein nettes, leckeres Lokal und geschmacklich wirklich empfehlenswert.

Wien
Wien
Wien
Wien
Wien
Wien

Last but not least wollten Lena und ich Content für unsere Social Media Accounts und Blogs shooten. Wien war für uns ein willkommener Tapetenwechsel. In Graz ging uns nämlich schon die Inspiration aus. Wir wollen auf jeden Fall beide an unserer Bildsprache und dem Content arbeiten. Auch dafür haben Lena und ich die Zeit genutzt. Wir haben über unsere Ziele gesprochen und Pläne geschmiedet, welchen Content wir für unsere Communities kreieren wollen. Lena und ich möchten uns beide weiterentwickelt. Vor allem wollen wir euch hochwertige Inhalte liefern. Unter anderem auch Content, von denen ihr profitiert. Nicht (immer) in Form von Give Aways – uns geht es vor allem darum, dass ihr inspiriert werdet und/oder etwas von unseren Inhalten mitnehmen könnt bzw. auch aktiv eingebunden werdet. Das bedarf natürlich viel Planung. Lena und ich werden heuer auf jeden Fall viel zusammenarbeiten und uns gemeinsam dabei helfen, unsere Ziele zu erreichen. 

Zumindest konnte ich mir schon einmal einen Wunsch erfüllen: ein kleines Shooting vor dem Burgkino, welches ich vom Setting her schon so lange angeschmachtet habe. Zwar konnte ich meine Fotoidee, die ich im Kopf hatte, nicht umsetzen, aber das Jahr ist ja noch jung. Leider ist es immer so, dass mich die Nachweihnachtszeit in ein kleines Ideenloch stürzt. Es ist schwierig, nach Weihnachten mit kreativen Inhalten und Ideen zu kommen, aber ich merke langsam, wie meine Muse wieder zurückkehrt. 

Wien

Linse oder Kamera – darauf kommt es wirklich an

Linse oder Kamera?

Darauf kommt es wirklich an

Jeder, der sich schon einmal näher mit dem Thema Fotografie beschäftigt hat, wird sich womöglich einmal diese Frage stellen. Kamera oder Linse? Was ist wichtiger und wo sollte ich investieren? 

Ist die Linse wirklich das Wichtigste?

Fotografie ist etwas Wunderbares. Und vielseitig. Egal ob es darum geht, unvergessliche, private Momente festzuhalten, Kunst damit zu erschaffen oder tolle Fotos für Instagram zu machen. Die Möglichkeiten, die sich durch die Fotografie ergeben, sind beinahe grenzenlos. Bei einem besonderem Interesse an Fotografie oder aus beruflichen Gründen, wird man wahrscheinlich einmal mit dem Gedanken spielen, sich ein hochwertiges Kameraequipment zuzulegen. Spätestens da keimt eventuell auch die Frage auf: Linse oder Kamera? Was ist wichtiger? Soll ich lieber in das Objektiv investieren oder in einen teuren Body? Man bedenke: eine Kameraaustattung ist teuer. Wer in seinem Budget eingegrenzt ist und nicht mehr ewig auf ein Equipment hinsparen möchte, muss Prioritäten setzen. 

Meistens hört man: „Das Objektiv ist wichtiger, als der Body.“ Jein. Ein Body macht mehr aus, als man denkt. Natürlich erzielt man die besten Ergebnisse dann, wenn man beides hat, denn letztendlich macht es die Kombination. Deshalb sollte man nicht den Kopf in den Sand stecken. Ich selbst konnte mir von Anfang an auch kein teures Kameraequipment leisten und musste für meine aktuelle Ausstattung verdammt lange sparen. 

Trotzdem empfehle ich immer, lieber in eine gute Objektivpalette zu investieren, bevor man den Kauf eines teuren Bodys wagt. Letztendlich macht man mit einem günstigeren Body und einem teuren Objektiv immer bessere Fotos, als mit einem teuren Body und einem spottbilligen Objektiv. 

Mein Sigma Objektiv kaufte ich mir zwei Wochen vor meiner D850. Zuvor hatte ich eine Mittelklassekamera und ein wirklich günstiges Objektiv, welches für seinen Preis dennoch sehr passabel war und gute Fotos. Trotzdem merkte ich einen enormen Unterschied, als ich mein neues Objektiv auf meine alte Kamera schraubte. Das bestätigte mir die Relevanz einer guten Linse nur noch mehr. Hier ein paar Ergebnisse:

Linse
Linse
Linse
Linse

Was tun, wenn ich auf Vollformat wechseln möchte?

Objektive sind auf den Kamerabody ausgelegt. Das heißt, es gibt für Vollformat eigene Objektive genauso wie für APS-C. Vollformatbodys liegen meist in einer höheren Preisklasse und sind dann vielleicht nicht sofort im Budget drin, wenn man eine komplette Ausstattung benötigt. Was aber, wenn es euer Ziel ist, irgendwann auf eine Vollformatkamera zu wechseln? Ihr werdet euch jetzt vielleicht denken, dass es sich dann nicht lohnt, in gute Objektive zu investieren, wenn ihr irgendwann wechseln werdet. Das ist nicht so ganz richtig. 

Meine Sigma Linse ist eigentlich ein Vollformatobjektiv. Ich konnte sie problemlos auf meine D7200 schrauben und damit Fotos machen. Meistens muss man nur die Brennweite neu berechnen und das wars. Das heißt, dass man Vollformatobjektive auch auf einer APS-C Kamera verwenden kann. Am besten lässt ihr euch in einem Fachgeschäft beraten. Dort wird euch genau erklärt, welche Objektive auf welche Kamera passen. Wenn diese Frage geklärt ist, müsst ihr euch eigentlich nur noch für eine Marke entscheiden. Denn eines bleibt gleich: ein Nikon Objektiv passt auf keine Canon oder Sony und umgekehrt.

Generell empfehle ich euch eine umfassende Recherche und Beratung. Bestellt nicht blauäugig auf Amazon, sondern geht zum Experten. Und als Anfänger würde ich auch nicht sofort eine Stange Geld in das Equipment stecken. Wer fotografieren kann, ist auch dazu in der Lage mit einer günstigen Ausstattung geniale Bilder zu machen. Eine teure Ausstattung ist kein Garant für gute Fotos, es liegt auch am Fotografen. Darum für den Anfang: lernen, lernen, lernen und dann wirklich investieren. Bis dahin hat man das Geld eventuell auch schon zusammengespart 🙂

Nachtfotos

So machst du unwiderstehliche Nachtfotos

In Dunkelheit fotografieren

So machst du unwiderstehliche Nachtfotos

Winterzeit = Horrorzeit für Blogger. Vor einigen Jahren hätte das noch gestimmt. Gerade wenn man als Bloggerin "im echten Leben" Vollzeit arbeitet, ist es gar nicht einfach, im Winter zu Bildern zu gelangen. Die Tageszeit ist verkürzt, meist wird die Bürotür erst nach Einbruch der Dunkelheit geschlossen und dann ist die Zeit für Fotoshootings gelaufen. Und wäre da nicht auch noch das Wetter. Gute Nachricht: Man muss nicht mehr an die Tageszeit gebunden sein. Ich erkläre euch heute, wie ihr wunderschöne Nachtfotos ohne Blitz hinbekommt. 

Das richtige Equipment

„Du hast es einfach, du hast ein passendes Equipment dafür.“ – Ja, das stimmt. Ich werde es nicht leugnen, dass eine Vollformatkamera mit einem guten Objektiv enorm hilfreich dabei sind, bei schlechtem Licht gute Bilder zu machen. Das macht die ganze Sache natürlich leichter, aber wer so oder so nicht fotografieren kann, würde auch mit meiner Kamera oder selbst mit der Nikon D5 keine guten Bilder produzieren. Tageszeitenunabhängig versteht sich. 

Allerdings muss ich zugeben, dass die Verwendung einer DSLR fast schon notwendig ist, um bei Nacht Fotos zu machen. Mit dem iPhone habe ich es noch nicht probiert, darum kann ich dazu rein gar nichts sagen, aber ich habe schon mit meiner alten APS-C-Kamera und einem spottbilligen Objektiv bei Nacht fotografiert. Qualitativ unterscheiden sie sich natürlich stark von den Ergebnissen meiner jetzigen Kamera, aber durchaus entstanden herzeigbare Fotos – siehe unten. 

Heutzutage haben mehr Menschen eine DSLR-Kamera als je zuvor. Viele Modelle sind schon in einer niedrigen Preisklasse erhältlich und gute Einsteigermodelle. Ich bin mir aber sicher, dass eine Systemkamera (in der günstigeren Preisklasse) ebenfalls gute Dienste leisten könnte, aber damit habe ich ebenfalls wenig Erfahrung. Allerdings gibt es einen Faktor, der gerade bei Nachtfotografie entscheidend ist: das richtige Objektiv. Und da bieten auch Systemkameras eine gute Auswahl. 

Nikon D7200, Fixbrennweite 35 mm
Nikon D7200, Fixbrennweite 35 mm

Welches Objektiv brauche ich?

Ganz einfach: für Nachtfotos ein lichtstarkes Objektiv. Die Lichtstärke hat etwas mit der Blende einer Kamera zu tun. Je weiter die Blende geöffnet werden kann, desto lichtstärker ist das Objektiv. Oder in anderen Worten: je kleiner der Wert, desto lichtstärker das Objektiv, z.B. f2,8, f1,8 und f1,4. Die Blendenöffnung meines aktuellen Objektivs liegt bei f1,4 – bei meinem alten lag sie bei f1,8. Es gilt, je weiter sich die Blende öffnen lässt, desto besser, denn so kann mehr Licht hineindringen. 

Eine hohe Lichtstärke bringt viele Vorteile mit. Sie ist der Bonus bei Bildern, die unter schlechten Lichtbedingungen geshootet werden, aber eine hohe Lichtstärke ist nicht immer nur das Gelbe vom Ei. Sprich: man muss auch Nachteile in Kauf nehmen. Beispielsweise nimmt die Schärfentiefe mit einer zunehmenden Blendenöffnung ab. Bei Portraitfotografie wird das bewusst eingesetzt und ist ein großer Vorteil, bei Ganzkörperfotos (z.B. im Fashionbereich) kann dies allerdings zum Nachteil werden. Wenn ihr Nachtfotos machen möchtet und dies ein Problem darstellt, könnt ihr versuchen, ein bisschen abzublenden. Auch mit einer Blende von f8 kann man in der Nacht fotografieren. Damit hat man sogar einen Einfluss, wie die Lichtquelle auf dem Bild wirkt. Die Blendeneinstellung hängt dann von den weiteren Einstellungen ab und die Frage, ob man eine lange Belichtungszeit einstellen kann (immer mit Stativ) oder nicht (siehe Punkt: Belichtungszeit und verwackelte Bilder). Einfach durchprobieren, wie es für euch funktioniert.

 

ISO und Bildrauschen

Zwei weitere wichtige Faktoren, nicht nur für Nachtfotos sondern für Fotografie im Allgemeinen, sind die beiden Faktoren: ISO und Belichtungszeit. 

Die ISO ist quasi der Sehnerv eurer Kamera und für gute Bilder von großer Bedeutung. ISO Werte stellen die Lichtempfindlichkeit der Kamera dar. Generell gilt: je niedriger die ISO, desto besser. Eine hohe ISO bewirkt Bildrauschen, wobei ich hier Nikon mal ein kurzes Schulterklopfen geben muss. Die Kameras stemmen auch noch eine höhere bzw. sogar hohe ISO. Das sollte uns jetzt aber keinen Anlass geben, die ISO bis ins unermessliche zu drehen, denn auch wenn die Kameras top aufgestellt ist: eine niedrigere ISO ist, wenn möglich, immer noch besser. Mit ausreichend Licht kann man sich einen niedrigen Wert auch erlauben. In der Nacht sieht die ganze Sache schon anders aus. Wenn es nicht infrage kommt, die Blende weiter zu öffnen oder die Belichtungszeit länger zu stellen, dann muss die ISO hochgeschraubt werden. Doch je höher die ISO eingestellt wird, desto empfindlicher reagiert der Sensor auf das einfallende Licht. In der Nacht beginnt der ISO Wert meistens bei 800 und je nach Verhältnis erhöht sich dieser. Wenn dann nicht eben dieses Bildrauschen wäre, wodurch natürlich die Bildqualität leidet. Manchmal sieht Rauschen aber auch cool aus und ist gewollt. Generell kann ich euch den Tipp geben, dass ihr einfach mal probiert, wie hoch ihr mit eurer ISO gehen könnt und ab wann die Bildqualität wirklich zumutbar wird.    

Belichtungszeit und verwackelte Bilder

Die Belichtungszeit wird in Sekunden angegeben, z.B. 1/60. Sie regelt, wie lange das Licht auf den Bildsensor fällt und das ist entscheidend, ob eine korrekt belichtete Aufnahme entsteht oder nicht. Sie ist auch für die Schärfe eines Fotos verantwortlich. Mein Grenzwert liegt bei 1/60 Sekunden, um noch mit Hand zu fotografieren. Werte über 1/60 Sekunden (sprich 1/50 Sekunden, 1/40 Sekunden etc.) verursachen bei Fotografie mit der Hand ein verwackeltes Bild und sind ohne Stativ praktisch nicht möglich. Allerdings und so muss ich den Satz noch ein bisschen korrigieren, hängt das auch immer SEHR stark mit der Brennweite des Objektivs zusammen. Mein Objektiv hat eine Brennweite von 35 mm, darum gilt bei mir als Faustregel eigentlich, dass die Belichtungszeit MINDESTENS 1/35 betragen sollte. Damit funktioniert bei mir ohne Bildstabilisator allerdings nichts mehr. Das heißt allerdings auch, dass bei einer höheren Brennweite (z.B. 200 mm) die Belichtungszeit mindestens 1/200 Sekunden betragen sollte.

Möchtet ihr in der Nacht ausschließlich Gebäude oder Stillleben fotografieren, so ist es natürlich super, wenn ihr die Belichtungszeit möglich lang einstellen könnt (sofern ISO und Blende nichts mehr richten können). Dazu braucht ihr, wie gesagt, ein Stativ. Bei Menschen ist das allerdings schwer bis nicht möglich. Eine kurze Bewegung und das Bild ist verwackelt. Manchmal wird das allerdings auch bewusst eingesetzt, wie z.B. bei Straßen und Autobahnen. DIESE Lichtstriche entstehen genau so. 

Wie gelingen Nachtfotos?

Nach dem kleinen Exkurs in die Technikwelt einer Kamera, möchte ich jetzt die Frage aller Fragen beantworten. Wahrscheinlich auch die Frage, warum ihr hier seid, aber ich finde, ein bisschen Hintergrundwissen kann gerade beim Thema Nachtfotos nicht schaden. Wie gelingen nun Nachtfotos? Zuerst möchte ich noch erwähnen: es geht hier darum, Menschen bei Nacht zu fotografieren und keine Gebäude oder Städte, denn das wäre wieder ein komplett anderes Thema. 

Die Kombination einer DSLR mit einem lichtstarken Objektiv (welche es auch günstig gibt, für Nikon zum Beispiel -HIER-) ist wichtig. Eine Vollformatkamera ist somit absolut nicht notwendig, aber natürlich ein Bonus – vor allem, weil es hier darum geht, ohne Blitz zu fotografieren. ISO Automatik unbedingt ausschalten, sodass ihr sie selbst einstellen könnt. Stellt dabei unbedingt sicher, dass mit RAW fotografiert wird.

Ohne Lichtquelle geht gar nichts. Das dürfte aber einleuchtend sein, denn keiner will ein zappendusteres Bild haben, aber manchmal ist es ja auch ganz schön, wenn man den Sternenhimmel sieht. True – aber das Model muss durch eine Lichtquelle beleuchtet sein und zwar von vor dem Motiv. Es bringt sich wenig, das Model vor einem beleuchteten Gebäude zu stellen, aber frontal gibt es keinen Lichteinfall. Bei unserem Shooting am Grazer Hauptplatz stand ich vor einem beleuchteten Objekt (dem Rathaus). Das ist möglich, aber wie gesagt, es bedurfte auch weiterer Lichtquellen, die mich gut ausleuchteten. 

In einer Stadt gestaltet sich somit Nachtfotografie wesentlich einfacher, als jetzt beispielsweise am Berg. Durch die ganze Straßenbeleuchtung hat man automatisch von jeder Seite eine Lichtquelle. Sobald eine gute Lichtquelle vorhanden ist, wird Nachtfotografie eigentlich super einfach. Vorsicht allerdings vor greller Schaufensterbeleuchtung! Lieber sanfteres Licht bevorzugen (z.B. Gebäudebeleuchtung). Wichtig: Lichtfilter benutzen. Wird ein Sternenhimmel jedoch gewünscht, kann man immer noch eine Location wählen, auf welcher der Himmel gut sichtbar, die aber ausreichend genug belichtet ist. Durch die Lichtverschmutzung in der Stadt sind Sternenhimmel sowieso ein rares Gut bzw. gibt es den zumeist auch gar nicht. Da kann man allerdings noch ein bisschen mit Photoshop nachhelfen. 

Als Kleidung empfiehlt es sich, bei extrem schlecht belichteten Plätzen nicht All Black zu sein bzw. noch genügend helle Stellen frei zu lassen (Beine, Arme, Haare –> bei hellen Haaren). Als Model sollte man auch lieber langsamere Bewegungen machen, damit der Autofokus gut mitkommt.  

Hier ist somit die Checklist bei Personenfotografie in der Nacht:

  • DSLR Kamera
  • lichtstarkes Objektiv
  • Lichtfilter
  • Belichtungszeitwert: mind. 1/60 Sekunden
  • ISO und Blende nach Belichtungszeit anpassen
 
Nachtfotos
Nachtfotos
Nachtfotos
Nachtfotos
Bilddaten der oben gezeigten Bilder

Nikon D850
Sigma 35mm F1,4 DG HSM

ISO 800     35mm.    f/1,4.    1/60 sec

 

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How To: Produkt- & Foodfotografie

 

Hello Nikon D850 – meine erste Vollformatkamera

A new dimension of photography

Hello Nikon D850 - meine erste Vollformatkamera

Lange habe ich überlegt. Soll ich auf eine Vollformatkamera umsteigen oder nicht? Dass ich mich in Fotografie weiterentwickeln möchte, war mir schon lange klar. Mit der Nikon D850 habe ich endlich den ersten Step gesetzt. 

Photography is an art

It’s about finding extra-ordinary

In an ordinary place

Mit 16 habe ich mir meine erste DSLR Kamera gekauft. Damals habe ich nicht viel investiert. Dass Fotografie jedoch irgendwann zu einem wichtigen Bestandteil meiner Existenz werden würde, habe ich als 16-jährige noch nicht geahnt. Ich bin ein Nikon-Mädel von Anfang an. Im Laufe der Zeit habe ich immer wieder in mein Kamera Equipment investiert. Von der Nikon D60 auf die Nikon D3200 bis hin zur Nikon D7200. Gute Einsteigermodelle. Letztere geht sogar schon in Richtung professionelle Fotografie. Sie ist im APS-C-Kamera-Bereich mit Sicherheit eine Top Investition und für Einsteiger bestimmt ein echter Quantensprung. Aber es geht noch besser. 

Nikon D850
Nikon D850

Warum ich von APS-C auf Vollformat gewechselt bin

Ich wusste immer, dass die Nikon D7200 zwar eine Top Kamera ist, jedoch noch ordentlich Luft nach oben ist. Zwar war die Kamera damals mit 1.200 Euro (Body + Objektiv) deutlich teurer, als meine Vorgängermodelle, aber mit der Zeit entwickelt man sich weiter. Die D7200 hat mir immer treue Dienste geleistet, aber als ich das erste Mal in Kontakt mit einer Vollformatkamera kam, war mir das nicht mehr genug. Vor allem weil Fotografie ein wichtiger Bestandteil meines Berufes darstellt. Nicht nur als Selbstständige, sondern auch in meinem Job als Online Marketing Managerin. 

Als sich Kerstin letztes Jahr die Canon D6 Mark II gekauft hat, durfte auch ich ab und an in den Genuss einer Vollformatkamera kommen. Plötzlich war ich mit den Ergebnissen meiner Kamera nicht mehr ganz so zufrieden. Der Wunsch nach einer Vollformat wurde kontinuierlich größer. Außerdem wollte ich die Qualität meiner Bilder steigern, um meine Selbstständigkeit auf eine noch professionellere Ebene zu heben. 

Nikon D850

Nikon vs. Canon

Als mir das Thema „neue Kamera“ nicht mehr aus dem Kopf ging, begann die Recherche. Der Kauf einer Vollformatkamera stand fest. Eine Frage war jedoch nicht geklärt: wechsle ich von Nikon auf Canon? Es macht mir unglaublich viel Spaß, mit der Canon D6 Mark II zu fotografieren. Darum überlegte ich sogar, mich vollkommen von Nikon zu trennen. Die Canon D6 Mark II war naheliegend, weil ich sie und die Ergebnisse kannte. Der Wechsel war lange ein Thema, doch dann kamen mir in der Recherche zwei Nikon Modelle unter, die mich neugierig gestimmt haben: Nikon D850 und Nikon D5. 

aDie D5 ist wirklich unglaublich und zählt zum ultimativen Profiequipment – hat aber einen stolzen Preis. Dafür bekommt man beispielsweise bereits einen guten Gebrauchtwagen. Sie ist und bleibt ein absoluter Traum, ist jedoch für mich und meine Bedürfnisse maßlos übertrieben. Zwar ist mir qualitativ hochwertige Fotografie wichtig, aber man muss bedenken: ich verdiene nicht als Fotografin mein Geld und auch in einem niedrigeren Preissegment gibt es es unfassbar gute FX-Kameras. Die D850 jedoch wurde in die Liste aller möglichen Optionen aufgenommen. 

Letztendlich sind Nikon und Canon sehr ähnlich. Wofür man sich am Ende entscheidet, ist meiner Meinung nach Geschmacksache oder eine Frage der persönlichen Vorstellungen/Präferenzen. 

Der Entscheidungsprozess zur Traumkamera

Meine ersten beiden Kameras waren eher impulsive Käufe. Schnell eine gute Kamera für wenig Geld, lautete mein Motto. Bei der D7200 habe ich mich beraten lassen und für meine damaligen Bedürfnisse war sie absolut ausreichend. Bei meiner ersten Vollformatkamera wollte ich mir mehr Zeit lassen. Insgesamt habe ich über ein Jahr überlegt und mich vier Monate aktiv informiert. 

Ich habe etliche Blogposts gelesen, das Equipment vieler erfolgreicher Blogger recherchiert und Bildervergleiche gemacht. Besonders hilfreich fand ich zwei Seiten. Zum einen Explore Cams. Dort könnt ihr euch Bildergebnisse von nahezu jeder Kamera ansehen und sie sogar mit eurem Objektiv kombinieren. Für mich besonders wichtig, weil ich auch in ein neues Objektiv investieren wollte. Als nächstes verglich ich Kameras auf der Seite Versus. Die Nikon D850 ging fast immer als Vergleichssieger hervor. Alle besseren Modelle waren wesentlich teurer. Darum war die ganze Sache in Stein gemeißelt und ich habe mich entschieden. Ich bleibe meiner Marke treu und kaufe die D850. 

Die D850 ist für mich eine echte Investition. Über ein Jahr habe ich darauf hingespart und immer wieder Geld beiseite gelegt. Es ist keine Kamera, die man einfach mal schnell kauft, da der Preis wirklich happig ist und man tiefer in die Tasche greifen muss. Aber ich bin mir mit dieser Kamera sehr, sehr sicher und ich weiß, dass sie neuen Schwung in meine Fotografien bringen wird. 

Mein neues Equipment besteht somit aus der Nikon D850 und dem Sigma 35mm F1,4 DG HSM Art Objektiv. Die Feier- und freien Tage habe ich dafür genutzt, meine Kamera etwas zu testen. Die Ergebnisse möchte ich euch nicht vorenthalten. Es sind eher Random Fotos. Ein Bild habe ich nicht selbst gemacht. Aber da ihr den Snapshot Sunday früher so mochtet, habe ich mir gedacht, Random Shots tun es heute auch – selbst wenn das Gesamtbild nicht ganz so stimmig ist. 

Nikon D850

Meine Autumn Bucket List 2018

Allmählich, aber sicher: Die Nostalgie, Sehnsucht und der unersättliche Wunsch nach mehr Sommer verblasst langsam. Herbst – nicht gerade meine Lieblingsjahreszeit, aber dennoch eine Jahreszeit, die mich Jahr für Jahr in ihren magischen Bann zieht. Dieses knisternde Geräusch des Laubwerks auf dem Boden, wenn man sich Schritt für Schritt vorwärts bewegt. Die satten Farben: rot, gelb und orange. Das Leuchten der Bäume, die sich schleichend und dann immer schneller von ihrem Blätterkleid verabschieden. Der Duft von frischen Maronen, Sturm und nassem Laub, der in der Luft liegt. Herbst kann magisch sein. Und immer wieder muss ich mich jedes Jahr aufs Neue von dieser Magie einfangen lassen. Durch die Sommergefühle, das Meer, die salzige Haut vergesse ich immer wieder, wie bezaubernd der Herbst doch sein kann. Vor allem, wenn er so schön ist, wie der Heurige.

Manchmal mag einem das Wetter Sorgen bereiten. Der Sonnenschein, die Temperaturen weit über den 20° Grad Bereich und die wolkenlosen Himmel. Herbst ist eigentlich die Zeit, in der sich der strahlende Sonnenschein in einer grauen Wolkendecke versteckt. Herbst ist auch die Jahreszeit, die knapp gen Ende Oktober keine 20° Grad mehr haben sollte. Es mag vielleicht egoistisch sein, den Klimawandel auszublenden, aber mir fällt es leichter, den Sommer gehen zu lassen. Bevor es nun bitterböse Kommentare hagelt: Trotzdem wäre es beruhigender, wenn der Herbst so wäre, wie er eigentlich sein sollte.

 

 

Mission: Abhaken und von der Liste streichen

Meine Autumn Bucket List 2018

Weil Herbst eine Jahreszeit ganz für sich ist, gibt es auch viele spannende Dinge, die man in dieser Zeit machen kann. Normalerweise kreisen meine Gedanken stets um meine Sommerpläne. Die Bucket Listen für die heiße Phase des Jahres könnten zweimal die Erde an der breitesten Stelle umkreisen. Meine Autumn Bucket List hingegen kommt nicht einmal bis zur Mitte der Äquatorgesamtlänge. Und sie ist auch nicht so spezifisch, wie meine Sommer Bucket List. Dieses Jahr habe ich mir wenig vorgenommen, aber Prioritäten gesetzt.

 

1. In die Südsteiermark fahren

Okay, wann möchte ich nicht in die Südsteiermark fahren? Als gebürtige Oststeirerin stehe ich eigentlich für meinen Osten ein, doch die Südsteiermark ist trotzdem ein ganz anderes Kaliber. Die südsteirische Weinstraße, der Flair, die Ruhe und Idylle – man kann es mit nichts anderem vergleichen. Winter, Frühling und Sommer – ich kenne die Südsteiermark in drei Facetten. Die vierte Facette, die Herbstliche, fehlt noch. Jetzt ist es an der Zeit, den Süden der Steiermark auch im Herbst einen Besuch abzustatten – mit ganz viel Wein, Sturm und Maroni bitte.

 

2. Ein herbstliches Kürbisfoto schießen

Ich gebe zu: Steht schon lange auf meiner Liste. Schon jahrelang. Geschafft habe ich es nie, darum gehe ich davon aus, dass ich es auch heuer nicht schaffen werde. Fotografie hat einen ganz hohen Stellenwert in meinem Leben. Nicht nur wegen Instagram oder My Café Au Lait – es ist eine ganz eigene Welt, die mich schon immer fasziniert hat und die momentan leider auch zu kurz kommt. Trotzdem – es ist wie mit dem obligatorischen Sonnenblumenfeld im Sommer. Irgendwann werde ich mein herbstliches Kürbisbild schon bekommen (und das Sonnenblumenfeldfoto im Sommer auch).

 

 

3. Neue Kraft und Inspiration schöpfen

Die letzten Wochen haben Spuren und Strapazen hinterlassen. Sie waren alles andere als einfach. Immer noch habe ich damit zu kämpfen, eine neue Routine in mein Leben zu bringen. Das wirkt sich natürlich auch negativ auf meine Kreativität aus. Ich möchte wieder kreativer werden, neue Ideen sammeln und endlich dazu in der Lage sein, diese auch wieder umzusetzen. Die Herbstferien werde ich nutzen, um hoffentlich meine Muse wiederzufinden.

 

4. Ankommen und Zuhause fühlen

Es sind nun drei Wochen vergangen. Seit drei Wochen lebe ich in meiner Wohnung, einige Kilometer von meiner Heimatstadt entfernt und ich bin an dieser Stelle ganz ehrlich: Ich fühle mich noch nicht wie Zuhause. Das liegt nicht an Graz und dessen Charme. Das liegt an meiner Wohnung, die schlichtweg mehr unfertig als fertig ist. Die Herbstferien möchte ich nicht nur dafür nutzen, um mich von der Muse küssen zu lassen. Ich will sie auch dazu nutzen, um meine Wohnung soweit auf Vordermann zu bringen, sodass ich mich endlich wie Zuhause fühle.

 

5. Wandern gehen

Ich liebe es, wandern zu gehen. Oftmals jedoch fehlt mir einfach die Zeit dazu (und auch die Begleitung). Zumindest einmal möchte ich es heuer noch schaffen, eine schöne und ausgedehnte Wandertour zu machen. Hey, letztes Jahr habe ich es auch geschafft. Warum sollte es heuer scheitern?

 

Meine Autumn Bucket List 2018

 


 

Hey! Besuche mich doch gerne auf Instagram. 

 


 

 

Novembre Photography: Mein erstes Fotoprojekt

Es ist schon eine Weile her, als ich auf Instagram einen Aufruf gestartet und nach Models für meine Fotografie gesucht habe. Ich hatte Lust, ganz viele verschiedene Menschen vor die Linse zu holen und meine Fotografie facettenreich auszuschmücken. Außerdem wollte ich den Umgang mit Menschen lernen. Nicht, dass ihr denkt, ich sei ein Sozialphobiker. Nein. Aber der Umgang mit Menschen vor der Kameralinse ist schwierger als man denkt. Bisher habe ich eigentlich nur meine Freunde fotografiert – insbesondere Kerstin. Als Bloggerin weiß sie, wie sie vor der Kamera agieren soll. Andere hingegen, die das nicht allzu häufig machen, brauchen oft Anweisungen. Genau das fällt mir schwer: Anweisungen geben.

Ich wollte meine Kreativität ausschöpfen und neue Gesichter finden, um sie auf Novembre Photography auf Instagram zu stellen. Zu meiner Überraschung haben sich wirklich viele nach meinem Aufruf gemeldet. Nicht bei jedem kam es zu einem Shooting – leider. Dennoch habe ich viele verschiedene und neue Mädels kennengelernt, mit denen ich shooten durfte. Mit jeder einzelnen hatte ich wahnsinnig viel Spaß. Es sind tolle Fotos dabei herausgekommen, auch wenn es manchmal mit meinen Anweisungen und Ideen gehapert hat. Ich muss aber auch zugeben, dass ich oft planlos in die Shootings gegangen bin. Dafür habe ich mir für nächste Projekte schon neue Gedanken gemacht, die ich besser konzipieren möchte. Vielleicht wird es dann auch noch mit den anderen Shootings, über die gesprochen wurde.

Am Ende dieses Beitrages werde ich euch in meine zukünftigen Fotografiepläne einweihen, damit Novembre Photography auf Instagram wieder zum Leben erweckt wird. Aufgrund meines Umzuges und der wenigen Zeit, die ich gerade in Graz verbringe, fielen Shootings nämlich erstmal flach, aber sobald ich nach Graz gezogen bin, wäre ich wieder motiviert für neue Shootings. Diesmal auch mit konkreteren und spezifischeren Themen, aber dazu gleich mehr.

 

Projekt Novembre Photography

Meine Ergebnisse

Mein Ziel habe ich definitiv erreicht. Kein Model war in ihrer Art und Persönlichkeit so, wie die andere. Manche kamen mit Ideen, andere wiederum kamen so wie ich einfach zum Shooting. Ein paar hatten bereits Erfahrungen vor der Kamera, andere nicht. Ideen und Erfahrung waren aber auch keine Voraussetzung. Jeder so wie er wollte und genau das fand ich spannend. Die Ergebnisse fand ich bei jeder einzelnen toll. Leider sind ein paar Bilder verloren gegangen, weil meine Speicherkarte wieder einmal Probleme bereitet hat, aber ansonsten möchte ich euch nun die Ergebnisse präsentieren.

 


 

Antonia

 


 

 


 

Babsi

 


 

 


 

Denise

 


 

 


 

Diana

 


 

 


 

Eva

 


 

 

 


 

Kathi

 


 

 


 

Laura & Susi

 


 

 


 

Martina (Graduation)

 


 

 


 

Nejra

 


 

Novembre Photography

 


 

Wie es nun mit Novembre Photography weitergeht

Zukünftige Fotografiepläne und Ideen

Mich reizen vor allem zwei Facetten der Fotografie, die ich ausbauen möchte:

  1. Nightshootings/ Nachtfotografie
  2. Schwarz-Weiß

Darum möchte ich beim nächsten Mal eine kleine Serie kreieren, die sich thematisch wie ein roter Faden durch den Fotografie-Account ziehen soll. Bis jetzt kann ich mich noch nicht entscheiden, womit ich beginnen möchte. Ich finde beides spannend, aber ich schätze, dass das Thema Schwarz-Weiß gut in den Herbst passt. Klingt vielleicht ein bisschen widersprüchlich, ist der Herbst doch eigentlich die bunteste Jahreszeit, aber dennoch finde ich, dass gerade die kühler werdenden Temperaturen gut dazu passen. Nachtfotografie stelle ich mir hingegen in der Weihnachtszeit wunderschön vor.

Sollte es in Richtung Schwarz-Weiß gehen, suche ich jedoch bestimmte Typen für meine Ideen. Bevorzugt Leute mit Kameraerfahrung, vielleicht ein bisschen edgy, sexy und verrucht – nur nicht zu brav und zu süß, somit das komplette Gegenteil von mir eigentlich 😉 Mitbringen sollen meine Models bei diesen Ideen auf jeden Fall einen starken Ausdruck.

Was noch für Schwarz-Weiß spricht, ist die Tatsache, dass ich in meine Wohnung gerne selbst fotografierte Schwarz-Weiß Bilder hängen möchte und das würde sich in der Hinsicht gut miteinander kombinieren lassen. Aber zuerst der Umzug und danach die Fotografiepläne. Auf meinem Hauptkanal halte ich euch auf jeden Fall auf den Laufenden.

 

Storytelling in Bildern Teil 2: Alltagsstories

In meinem letzten Post zu dieser Thematik habe ich euch erklärt, dass wir oftmals nicht viele Dinge benötigen, um mit unseren Bildern ein Storytelling zu betreiben. Für ein gutes Storytelling reichen das Spiel mit Emotionen und ein guter Hintergrund. Ein Hintergrund, der von selbst eine Story erzählt. Nun ist es aber so, dass wir uns wahrscheinlich alle nicht nur darauf beschränken wollen. Wir wollen Vielseitigkeit, keine Langeweile. Darum ist es auch spannend, mit verschiedenen Aspekten der Fotografie zu spielen, um ein gutes Storytelling zu kreieren. Ich selbst sehe Instagram als Storyboard. Ein kleines Buch sozusagen. Doch statt Texte findet man auf den ersten Blick Bilder. So weit, so bekannt.

Vielleicht geht es euch gleich wie mir. Zumindest den Leseratten. Wir wollen nicht jedes Mal ein Buch mit einer ähnlichen Geschichte lesen, sondern Abwechslung in unser Lesevergnügen hineinbringen. So folgt nach dem letzten kitschigen Liebesroman vielleicht ein spannender Krimi. Und genauso möchte ich auch mit Bildern spielen. Ich möchte nicht immer ausschließlich mit Emotionen und Hintergründen Geschichten erzählen, sondern meine Follower jedes Mal aufs Neue überraschen.

Eine Möglichkeit, eine gute Geschichte mit Bildern zu erzählen, sind Alltagssituationen. Der Vorteil dabei: Unser Alltag macht den größten Teil unseres Lebens aus und ist somit auch ein wichtiger Faktor für Natürlichkeit. Heute möchte ich euch ein paar Tipps mit auf dem Weg geben, wie ihr mehr Alltag in eure Bilder hineinbekommt und trotzdem ein ästhetisches Bild erzeugt.

 

Alltagsgeschichten

So betreibst du Bilder-Storytelling mit alltäglichen Situationen

Vorab: Selbstverständlich ist die Darstellung alltäglicher Situation nicht zu 100% natürlich, wenn man sie nachstellt. Trotzdem zeigt das viel von eurer Persönlichkeit. Das Nachstellen finde ich persönlich übrigens gar nicht so schlimm, da es eure Liebe zur Ästhetik zeigt und bei vielen Influencern und Bloggern ist auch das ein wichtiger Teil der Persönlichkeit.

Mein persönlicher Alltag ist oft langweilig. Es ist nichts spannendes daran, wenn ich mit müden Augen in die Küche schlürfe, um meinen Morgenkaffee zu trinken und nicht immer ist mein Frühstück so hübsch angerichtet. Ich frühstücke unter der Woche auch nicht im Bett. Das waren nur kleine Beispiele. Aber hier geht es nicht darum, seinen langweiligen Alltag auch langweilig zu präsentieren, sondern ihn aufzuwerten und spannend zu gestalten. Ich finde mehr Realität auf Instagram super, aber meiner Meinung nach ist es auch erlaubt, Instagram weiterhin als Inspirationsboard zu sehen und es so inspirierend wie möglich zu gestalten. Somit ist es in meinen Augen auch vollkommen in Ordnung, Alltagssituationen schöner und ästhetischer zu gestalten, als sie in der Realität meistens sind.

 

Welche Fragen solltest du dir stellen, um mehr Alltag in deine Bilder zu bringen?

  • Was mache ich jeden Tag? Habe ich ein bestimmtes Ritual?
  • Was macht mein Leben aktuell aus?
  • Welche Eigenschaften/Vorlieben machen mich als Mensch aus?
  • Was mache ich nach der Arbeit/Uni gerne und regelmäßig?
  • Was sind meine Leidenschaften?
  • Welche Gegenstände habe ich täglich im Gebrauch? (Requisiten für deine Bilder)

 

Hierfür kann ich nun auf mich bezogen einige Antworten geben

  • Ich trinke jeden Morgen meinen Kaffee in der Küche, nachdem ich gefrühstückt habe.
  • Meine Recovery prägt mein Leben momentan stark. Wobei ich an dieser Stelle erwähnen muss, dass die Situationen immer echt sind (ich zeige kein Essen mehr, was ich nicht gegessen habe) – nur eben fürs Foto ein bisschen schöner umgesetzt.
  • Seitdem es wieder wärmer ist, nutze ich wieder mein Fahrrad. Darum habe ich für ein Bild ein Fahrrad als Requisite verwendet, auch wenn es nicht mein Fahrrad war und ich in Graz noch nicht mit dem Drahtesel unterwegs bin.
  • Coffee Dates und Treffen mit meinen Freunden zählen auch zu den besonderen Alltagsmomenten.
  • Im Sommer habe ich eine große Leidenschaft für das Schwimmen und generell habe ich Sport wieder mehr für mich entdeckt.
  • Usw. usf.

Das waren nur einige Beispiele. Es gibt unzählige Möglichkeiten und auch Settings, Alltagssituationen umzusetzen. Sei es nun eine sportliche Aktivität, die man regelmäßig betreibt, Frühstückssituationen, das tägliche Gassigehen mit seinem Hund, das gemütliche Schmusen mit eurer Katze, Lunchpausen, Coffee Dates mit Freunden, aber auch Bilder, die euch zeigen, wie ihr produktiv seid (z.B. am Laptop, an der Uni usw.) – ihr müsst nur euren Alltag bewusst beobachten und eure Fantasie spielen lassen.

Die passenden Locations gibt es dabei zu Genüge. Angefangen bei eurem Haus, wo ihr jeden Raum für die Bilder nutzen könnt. Aber auch Supermarktbilder oder Bilder, welche in Diners und Coffeeshops gemacht werden, sind momentan total im Trend. Der Vorteil ist dabei, dass ihr eine Location lieben lernt und so vielleicht sogar einen neuen Lieblingscoffeeshop findet, um nur ein Beispiel zu nennen. Genauso wie der See, der Wald, am Fluss, die Uni (Universitätsgebäude sind meistens sehr ästhetisch), Bibliotheken für Leseratten etc.

 

Beispiele für Alltagssituationen

Zum Schluss zeige ich euch ein paar Alltagssituationen, die ich fotografisch und in einer etwas ästhetischeren Form in meinen Bildern festgehalten habe:

 

Alltagsstories
Frühstückssituation in der Küche
Was ich meistens nach dem Aufstehen als erstes mache. Oder besser gesagt als zweites, nachdem ich mein Glas Wasser getrunken habe 😉
Telling Stories in Pictures: Alltagssituationen
Ein Besuch im Coffeeshop? Für mich eine Alltagssituation
Telling Stories in Pictures: Alltagssituationen
I’d rather take the bike. Meine Nummer 1 wenn es um Mobilität geht 🙂
Storytelling in Pictures: Alltagssituationen
Meeting up with friends <3

 

Ein kleiner Tipp zum Schluss. Legt euch auf Pinterest ein Inspirationsboard an, wo ihr Inspirationen sammelt. Hier kommt ihr zu meinem Instgramboard „Telling Stories in Pictures“

 

Wie du mit Bildern Stories erzählst #1

Fotografie ist mehr. Weder eine reine Momentaufnahme noch eine Sammlung aus langweiligem Herumgepose oder Selfies. Fotografie ist eine Lebenseinstellung. Eine Ausdrucksweise, die es uns erlaubt, Geschichten zu kreieren. Fotografie ist ein kreatives Instrument. Wir können so viel aus Bildern herausholen, doch oftmals nutzen wir das Potential nicht aus.

In meinem Jahresrückblick habe ich euch erzählt, dass ich mit meinen Bildern mehr Geschichten erzählen möchte. Geschichten ohne Buchstaben, Wörtern und Sätze. Rein visuelle Geschichten. Geschichten, die man nur ansehen muss, um zu wissen, worum es geht. Bilder berieseln uns, inspirieren. In ihnen kann so viel mehr stecken, als reines Herumgepose vor einer Mauer.

Und doch ist das Storytelling in Pictures nicht einfach. Offen und ehrlich zugegeben bin ich selbst noch dabei, eine Richtung zu finden. Es mag zwar wie eine billige Ausrede klingen, aber der kalte Winter hat es mir erschwert, dieses Storytelling bis dato so umzusetzen, wie ich mir das vorgestellt habe. Wirklich nicht einfach, obwohl andere Blogger und Influencer bereits bewiesen haben, dass es auch bei Minusgraden möglich ist. Vielleicht bin ich noch zu sehr Neuling. Zwar fotografiere ich seit ich vier Jahre alt bin, doch mit dem Storytelling habe ich erst jetzt richtig angefangen.

Nichtsdestotrotz: Ich denke, eine dezente Verbesserung ist bereits erkennbar. Man soll die kleinen Erfolge genauso feiern dürfen und all das, was man bereits gelernt hat, auch schon dann weitergeben, wenn man selbst noch nicht am Ziel angekommen ist. Überhaupt: Gibt es ein Ziel in der Fotografie? Wahrscheinlich nicht. Wahrscheinlich ist die Fotografie ein ewig währender Lernprozess. Und das ist gut so.

In meinem Vorhaben, mehr Storytelling zu betreiben, habe ich trotz allem schon einige Erkenntnisse gewonnen und etliches für mich mitgenommen. Darum habe ich mir gedacht, ich starte eine kleine, wahrscheinlich noch etwas unregelmäßige Serie und gebe all meine Erkenntnisse an euch weiter.

 

Was euch in dieser Reihe erwarten wird

Zuerst spielte ich mit den Gedanken, einen einmaligen Guide zusammenzustellen. Doch aufgrund der thematischen Komplexität würden daraus endlose Blogposts entstehen. Darum werde ich einzeln Themen aufgreifen, die ich in dieser Serie behandeln möchte. Außerdem: Wie bereits erwähnt ist Fotografie ein ewig währender Lernprozess. Es werden stets neue Erkenntnisse dazukommen, die ich ebenso mit euch teilen möchte.

Heute befassen wir uns mit den Basics: Emotionen/Mimik, Bewegung/Gestik & Hintergründe. 

 

Wie du mit deinen Bildern Geschichten erzählst #1: Basics - Emotionen/Mimik, Bewegungen/Gestik und Hintergrund

 

So gelingt euch das Storytelling in Bildern

Lektion 1: Emotionen, Bewegung, Hintergründe

Die wohl wichtigsten Instrumente in der Personenfotografie sind wir Menschen – einzigartige Lebewesen, die etwas Maßgebliches besitzen: Emotionen. Diese Emotionen können wir zum Ausdruck bringen. Und wir sind mit einem Körper gesegnet, der uns viel Spielraum für Kreativität bietet. Last but not Least: Hintergründe. Einen Hintergrund wird es in der Fotografie immer geben, selbst wenn es nur eine weiße Wand ist.

Eine Erkenntnis möchte ich vorab mit euch teilen: Ich habe mir immer gedacht, dass diese drei Basics nicht ausreichen, um ein spannendes Storytelling hinzubekommen. Quatsch! Requisiten sind schön und gut, aber nicht immer notwendig. Warum? Das erkläre ich euch in den nachfolgenden Punkten.

 

Wie du mit deinen Bildern Geschichten erzählst #1: Basics - Emotionen/Mimik, Bewegungen/Gestik und Hintergrund

 

Punkt 1: Emotionen/Mimik & Bewegung/Gestik

Alleine mit unseren Emotionen können wir etliches erzählen. Emotionen gewähren anderen einen Einblick in unsere Seele. Nach wie vor ist es für mich tricky, mit Emotionen auf Bildern zu spielen und meine Mimik zu verändern. Grund: Auf Fotos bin ich ein fotografischer Dauergrinser. Aber auch mit einem Lächeln kann man unterschiedliche Geschichten erzählen.

Gestik und Bewegungen bilden einen Spielraum, um Emotionen noch lebhafter rüberzubringen. Wissen wir genau über die Emotionen Bescheid, die wir darstellen wollen, können wir unsere Bewegungen bzw. unsere Gestik anpassen.

 

Goldene Regel
Bei Fotos leichte Bewegungen machen und nicht stocksteif dastehen. So wirkt das Bild natürlicher.

 

Aber Achtung
Zu hektische, ruckartige Bewegungen eher vermeiden. Die Kamera soll schließlich die Gelegenheit haben, euch zu fokussieren.

 

Im Stand ist es besser, geschmeidigere Bewegungen zu machen, anstatt sich wie ein elektrogeschocktes Duracellhäschen zu verhalten. Darum: Nicht zögerlich sein, aber auch nicht übertreiben. Beim Überqueren eines Zebrastreifens oder im Gang ist es natürlich schwierig, ein gutes Tempo zu finden. Insbesondere wenn die Situation schnell über die Bühne gebracht werden muss, wie es beim Überqueren eines Zebrastreifens beispielsweise der Fall ist. Darum versuche ich in solchen Situationen viele Bilder auf einmal zu schießen.

Um Emotionen rüberzubringen und die passenden Bewegungen zu finden, helfen mir Fragen, die ich mir vorab stelle. Fragen, die auch immer zu einer Antwort führen und das Spielen mit Emotionen wesentlich vereinfachen. Meine Bilder aus Sofia sind dafür gute Beispiele.

 

Emotionen anhand des Beispiels Reisen:

  • Wie fühle ich mich auf Reisen/ Was bedeutet es für mich? Reisen bedeutet für mich Freiheit.
  • Wie sieht Freiheit für mich aus? Gelassenheit, ausgestreckte Arme, glücklicher oder zufriedener Gesichtsausdruck.

 

Überlegt euch passende Fragen zur Situation. Das macht es einfacher, Emotionen auf Bildern rüberzubringen. Bleiben wir beim Beispiel Freiheit: Um Geschichten vielseitig zu erzählen, helfen minimale Veränderungen. Ich habe einfach die Schuhe ausgezogen. So konnte ich das Gefühl „Freiheit“ noch besser darstellen. Spielt mit dem was ihr habt. Setzt die Sonnenbrille ab, behaltet sie aber in der Hand. Schwingt euer Kleid, berührt euren Schmuck, bindet die Tasche aktiv ein etc. Solche kleinen Veränderungen machen viel aus.

 

Extratipp
Shootet ihr für Blogposts, ist es einfacher, das Thema des Beitrages zu kennen. So bringt ihr auch die passenden Emotionen rüber, mit welchen ihr euren Beitrag visuell schmücken möchtet.

 

Wie du mit deinen Bildern Geschichten erzählst #1: Basics - Emotionen/Mimik, Bewegungen/Gestik und Hintergrund Wie du mit deinen Bildern Geschichten erzählst #1: Basics - Emotionen/Mimik, Bewegungen/Gestik und Hintergrund Wie du mit deinen Bildern Geschichten erzählst #1: Basics - Emotionen/Mimik, Bewegungen/Gestik und Hintergrund Wie du mit deinen Bildern Geschichten erzählst #1: Basics - Emotionen/Mimik, Bewegungen/Gestik und HintergrundWie du mit deinen Bildern Geschichten erzählst #1: Basics - Emotionen/Mimik, Bewegungen/Gestik und Hintergrund

 

Tipp
Gekonnt Handlungsabläufe einbauen. Was macht man auf Reisen? Was kann passieren?

 

Auf den nachfolgenden Bildern seht ihr, wie ich gerade ein Taxi rufe. Okay, ich tue nur so, aber das kommt bei mir auf Reisen gerne mal vor – auch wenn es eher NYC-Style ist und nicht wirklich mit Sofia assoziiert wird.

 

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Punkt 2: Hintergründe

Sich alleine mit dem Hintergrund zufrieden geben? War mir anfangs ein Dorn im Auge, als ich mein Vorhaben Storytelling in die Tat umsetzen wollte. Meine Reise nach Sofia hat mir jedoch einleuchtend gezeigt, dass manchmal der Hintergrund für die Geschichte im Bild vollkommen ausreicht.

Seht euch nur die Alexander-Newski-Kathedrale an. Das Gebäude ist imposant und derart beeindruckend, dass man auf jeglichen Schnickschnack verzichten kann, weil es per se eine Story erzählt. Das Spielen mit Emotionen und Bewegungen reicht vollkommen aus. Gut, es funktioniert besser bei Hintergründen, die eine geringere Bekanntheit genießen. Gerade bei Tourismushotspots wie dem Eiffelturm oder dem römischen Colloseum hat man oft das Gefühl, mehr machen zu müssen, damit das Bild nicht 08/15 wird. Doch selbst dort können gekonnt eingesetzte Emotionen und Bewegungen für ein gutes Storytelling ausreichen. Noch besser: Weltberühmte Bauwerke zwar im Hintergrund haben, aber auch in den Hintergrund rücken. Ihr müsst präsenter sein.

 

Wie du mit deinen Bildern Geschichten erzählst #1: Basics - Emotionen/Mimik, Bewegungen/Gestik und Hintergrund Wie du mit deinen Bildern Geschichten erzählst #1: Basics - Emotionen/Mimik, Bewegungen/Gestik und Hintergrund

 

Tipp bei Bauwerken
Stellt euch vor, wie ihr dem Bauwerk im echten Leben/ beim Sightseeing begegnen würdet. Versucht das in den Bildern rüberzubringen.

 

Wie du mit deinen Bildern Geschichten erzählst #1: Basics - Emotionen/Mimik, Bewegungen/Gestik und Hintergrund

 

Und wenn wir schon beim Thema Reisefotografie sind: Vergesst dabei nie, die Reise wirklich zu erleben. Beim nächsten Fotografiebeitrag erzähle ich euch dann, wie ich das Reisen trotz Bloggerdasein vollkommen auskosten kann und dennoch genügend Content zusammenbekomme, ohne zu fixiert auf Bilder zu sein.

 

Wie du mit deinen Bildern Geschichten erzählst #1: Basics - Emotionen/Mimik, Bewegungen/Gestik und Hintergrund

 

Outfitdetails

Dress*: Orsay (Same Here)
Boots*: Tommy Hilfiger (Same Here)
Sunnies*: RayBan (Same Here)
Jewellery: New One (Hier gibt es meine Earth Kette)

 


(*) PR Samples