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Foto Travel Diary: Berlin in pictures

 

Erstmals hoffe ich natürlich, dass ihr einen tollen Start ins neue Jahr hattet. Wie versprochen gibt es heute den letzten Post zu meinem Kurztrip nach Berlin. Ich bin ehrlich: Zuerst wusste ich gar nicht, wie ich diesen Post aufbereiten sollte. Soll ich einen klassischen Travel Guide machen oder ein Travel Diary? Nun, ihr wisst, dass die Reise für uns ganz anders verlaufen ist, als wir uns das vorgestellt haben. Außerdem sind Alex und ich nicht die typischen Touristen, die jede Sehenswürdigkeit von A nach B abklappern, obwohl wir uns in Berlin natürlich mehr anschauen wollten. Trotzdem – wir beide gehören eher zu dem Typ „Hey, lass uns in eine Stadt reisen und mal schauen, was wir mit dieser Reise anfangen.“ Hauptsache wir können viiiiiiel fotografieren. Darum habe ich mir gedacht, ich verzichte auf einen Travel Guide und mache ein Travel Diary für euch. Jedoch kein klassisches Travel Diary, sondern ein Travel Diary in Pictures.

Deswegen werde ich in diesem Post mit Ausnahme von ein paar Hard Facts nicht allzu viele Worte verlieren. Im Vordergrund steht die Reise in einem fotografischen Blickwinkel und kein ellenlanger Aufsatz, der beschreiben sollen, was wir gemacht haben. Ich hoffe, die Bilder wirken auf euch und lassen euch erahnen, wie unsere Tage in Berlin aussahen. Auch wenn es nur ganz wenige sind.

 

Meine Reise nach Berlin

Die Hard Facts

Bevor ich die Bilde zeige, noch ein paar kurze Facts. Wir waren insgesamt 3 Tage in Berlin. Übernachtet haben wir im Novotel Berlin am Tiergarten (-HIER- der Bericht). Ein 48 Stunden Ticket kostete uns ca. 18 Euro. Damit konnten wir alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Da unser Ticket am letzten Tag abgelaufen ist, kostete uns der Einzelfahrtausweis zurück zum Flughafen 2,70 Euro, also wesentlich teurer, als in Budapest, aber etwas günstiger, als in Graz. Darum ein vollkommen normaler Preis für eine westeuropäische Stadt.

Berlin ist besonders gut geeignet für (junge) Menschen, die offen für kulturelle Begegnungen sind und Menschen, die sich für Zeitgeschichte interessieren.

Geflogen sind wir mit Air Berlin. Das Ticket haben wir ca. einen Monat vorher gebucht und hat uns 150 Euro gekostet (Hin- und Rückflug). Etwas schade finde ich es, dass wir während des Fluges kein gratis Getränk bekommen haben. Natürlich war es ein günstiger Kurzstreckenflug, aber als ich damals nach Frankfurt mit einer anderen Linie geflogen bin, gab es neben einem Freigetränk sogar noch einen kleinen Snack for free.

 

 

Berlin in Pictures

 

 

 

Selbstliebe & Selbstvertrauen

 

Viel zu oft, viel zu lange bin ich am Rand gestanden. Habe beobachtet. Ganz still und schweigsam. Aus sicherer Entfernung. Dort, wo ich ICH sein kann! Ganz bei mir sein kann. Habe mich in diesem Schneckenhaus verkrochen. Meinem Schneckenhaus. Wollte nur dieses Gefühl der Sicherheit haben. Alles unkompliziert gestalten. Flüchtete vor Angst und Unsicherheit. Die Welt da draußen ist gefährlich, argwöhnisch, kritisch. Und ich – ich traue mich nicht, diese Komfortzone, mein Schneckenhaus zu verlassen. Weil ich Angst habe. Angst, bewertet zu werden. Angst, der Welt mein Ich zu zeigen. Und weil ich Angst habe, nicht wertgeschätzt zu werden. Ich bin unsicher. Vorsichtig. Schwach.  

Ich stehe vor dem Spiegel. Ein kritischer Blick. Mein Gegenüber stumm. Das Gegenüber, das bin ich. Meine Augen mustern mich. Skeptisch. Langsam. Von oben bis unten, von links nach rechts. Und sie bleiben hängen. Fixieren Stellen, die ich eigentlich nicht genauer betrachten will. Stellen, die ich als störend empfinde. Weil sie mir im Weg sind. Weil ich mir selbst im Weg bin. Und doch – ich verberge meine Zweifel vor mir selbst. Meine Selbstzweifel. Meine nagenden Gedanken, wie schwer es ist, mich selbst zu lieben. Selbstliebe – ich kann damit nicht umgehen. Weil es so schwer ist. Schwer, Schritt für Schritt auf sich selbst zuzugehen. Schwer, seine Selbstakzeptanz zu finden. Weil ich nicht weiß, ob ich das kann, soll, darf. Oder sogar muss. 

Es ist einfach, auf die Welt zu kommen. Es ist einfach, sie auch wieder zu verlassen. Doch das dazwischen -das Leben- ist eine Herausforderung. Eine Achterbahnfahrt. Das haben wir immer alle gesagt. Weil wir wissen, dass es nicht leicht ist. Uns werden Steine in den Weg gelegt – von anderen, behaupten wir. Doch machen wir es uns mit dieser Ansicht nicht zu einfach? Vielleicht sind wir es selbst, die die Steine in den Weg gelegt haben. Und all das beginnt bereits auf den wichtigsten Weg unseres Lebens. Der Weg zu uns selbst. Und ich spüre, dass ich ihn gehen muss. Jetzt! 

(Tagebucheintrag 06.07.2012)

 

Blogpost-Selbstliebe-1 (c) Daniel Eibl

 

Selbstliebe!

Feind oder Instrument zur Selbsterhaltung?

Diese Zeilen habe ich in einem meiner schwächsten Momente verfasst. Lange ist es her. Wenn ich zurückblicke -zu meinem damaligen Ich- dann sehe ich dieses Mädchen. Schwach, zittrig, verletzlich. Sie sitzt verloren auf ihrem Bett. Versteckt in einer kleinen Nische am Ende des kargen Raumes. Und sie hat sich zurückgezogen. Zurückgezogen von all dem Trubel. Von all dem, was um sie herum geschieht. Weil sie hadert. Mit den Dämonen in ihrem Kopf. Die, die ihr sagen, dass sie nicht gut genug ist, so wie sie ist. Und sie muss es festhalten – in ihrem Tagebuch. All diese Gedanken, die sie nachts nicht schlafen lassen. „Es wird nie wieder besser werden“, heult sie in ihr Kopfkissen. Stille.

Und dann – sie richtet sich auf, wischt ihre Tränen weg und schreibt weiter. Weil sie merkt, dass sie es ist, die sich im Weg steht. Sie ist diejenige, die alles ändern kann. Sie ist diejenige, die kämpfen muss. Für sich selbst – für mehr Eigenliebe und Selbstakzeptanz.

Ich habe im Krankenhaus oft über meinen Selbsthass geschrieben. Über all die Unsicherheit, die an mir genagt hat. Der Blick in den Spiegel war herausfordernder, als eine schwierige Prüfung an der Uni zu schreiben. Denn dieser Anblick, dieser Face-to-Face Kontakt mit mir selbst, war das, wovor ich am meisten Angst hatte. Konfrontation! Ich konnte damit nicht umgehen. Weil ich mich selbst gehasst habe. Weil ich das gehasst habe, was ich bin. Dabei sagte doch schon der französische Philosoph Volontaire, dass Eigenliebe das Instrument zur Selbsterhaltung ist. Vielleicht habe ich mich deswegen verloren. Mein Vertrauen, meinen Selbsthalt, meine Stärke.

 

Blogpost-Selbstliebe (c) Daniel Eibl

 

Selbstvertrauen. Selbstliebe. Selbstakzeptanz.

Mit jedem Gramm, das ich abnahm, nahm ich auch an Selbstvertrauen, Selbstliebe und Selbstakzeptanz ab. Doch ich habe mich zu mir durchgerungen. Habe versucht, meine Wahrnehmung auf all die positiven Dinge, die Charaktereigenschaften, die mich ausmachen, zu lenken. Habe nach und nach sogar nach meinen optischen Vorzügen gesucht – und gefunden. Der Weg zur Selbstliebe und Selbstakzeptanz ist ein Kampf. Eine Herausforderung. Und man scheitert! Sehr oft sogar. Doch wenn man sich selbst nicht abschreibt, sich nicht kampflos geschlagen gibt, dann findet man zu sich selbst. Stück für Stück. Ich weiß, dass ich immer noch nicht am Ziel angekommen bin. Dass ich immer noch kämpfen muss. Aber es ist möglich.

Ich kann niemanden Tipps geben, wie er sich selbst lieben lernt. Jeder muss diese Erfahrung für sich selbst machen. Und jeder muss für sich selbst lernen. Doch es ist keine Mission Impossible. Habe Vertrauen in dich. Kämpfe für dich! Geh den Weg. Deinen Weg für dich selbst. It’s worth it!

 

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I’m wearing

Pullover: Fuxherz
Cape: TomTailor
Dress: C&A
Overknees: Buffalo

Photography by Daniel Eibl

Location

Landhaus-Hof Graz

 

Von der Rohidee zum Foto

Von der Rohidee zum Foto

Auf Snapchat (lisalait) habe ich euch bereits verraten, dass ich einen weiteren Fotografiepost geplant habe. Heute möchte ich euch erzählen, woher ich die Inspirationen für meine Fotos bekomme, wie ich plane und wie ich meine Ideen umsetze. Manchmal ist es ganz schön knifflig, eine Szene aufzubauen. Manchmal fehlen einfach die Ideen. Aber es gibt tolle Inspirationsquellen. Ich verrate euch, wie es bei mir abläuft.

 

Zuerst kommt der Post und dann das Foto

Ich plane meine Postings immer genau durch. Wenn eine Idee in meinem Kopf rumschwirrt, notiere ich sie mir. Ich mache mir zuerst immer Gedanken um den Text. Oftmals schreibe ich den Text, bevor ich überhaupt Bilder dazu habe. Eine Ausnahme dazu stellen meistens Rezepte oder der Snapshot Sunday dar, sowie Travelposts. Wenn bereits ein Rohprodukt vorliegt, ist es wesentlich leichter für mich, mir das Bild in meinem inneren Auge vorzustellen. Ich bekomme dadurch langsam eine Idee, wie ich das Bild gestalten kann und wie die Kulisse aussehen soll. Die größte Inspirationsquelle schlechthin ist wohl Pinterest. Auch auf Instagram kann man sich inspirieren lassen, aber das dürfte bereits bekannt sein. Manchmal durchforste ich Pinterest explizit nach Fotoideen durch. Dafür habe ich sogar einen eigenen Ordner.

 

Nachstellen ist okay, aber bringe immer deine eigene Note mit ein

Gefällt mir ein Foto außerordentlich gut, möchte ich oftmals selbst ein ähnliches Bild fotografieren. Nachstellen ist vollkommen in Ordnung, wenn nicht alle deine Bilder nach einem bestimmten Vorbild nachgemacht sind. Individualität und Ideenreichtum gehören zum Bloggen schließlich dazu. Doch Inspirationen sind nie falsch. Sie geben uns eine Richtung, wenn die Idee fehlt. Wichtig ist, dass du dabei immer versuchst, deine persönliche Note in das Bild miteinfließen zu lassen.

Finde ich auf Pinterest oder Instagram ein unglaublich inspirierendes Bild, speichere es mir ab. Auf Evernote habe ich einen eigenen Ordner für solche Fotos eingerichtet. Szenerien, die ich unbedingt selbst umsetzen möchte, kopiere ich als Foto in diesen Ordner, damit ich es nicht vergesse. Sobald ich das Foto selbst in die Tat umgesetzt habe, füge ich die „Fälschung“ unter das Originalbild und hake es ab. In der Regel kopiere ich keine Fotos 1:1 und wenn, dann erwähne ich es auch. Die Idee mit der zerschnittenen Rose von meinem Valentinspost habe ich auf Pinterest gefunden. Um meine individuelle Note in das Bild zu bringen, habe ich die Szene etwas anders gestaltet. Aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, eine Rose zu zerschneiden, wenn ich das nicht vorher gesehen hätte.

Besonders hilfreich finde ich solche Inspirationen für unterwegs. Vor Budapest habe ich mir zahlreiche Inspirationen gesucht. Beispielsweise welche Bilder sich in Coffeeshops umsetzen lassen, wie man den Flair der Stadt gut einfängt und welche Art Fotos ich von mir selbst haben möchte. Leider konnten Alex und ich aufgrund des miesen Wetters nicht alles in die Tat umsetzen, aber das wollen wir bei unseren bevorstehenden Reisen nachholen. 

 

Inspiration Food

 

Inspirationsquellen für Foodfotografie

Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, als ich damit angefangen habe, Rezepte auf meinem Blog zu stellen. Die Bilder waren wahnsinnig einfallslos. Hier ist eines dieser tollen Beispiele. Ständig habe ich die schönen Foodbilder von Fräulein Klein und anderen Foodbloggern bestaunt. Oft habe ich mich gefragt, warum meine Bilder nicht so toll aussehen. Nachdem ich mich etwas mehr mit Foodstyling befasst habe, hatte ich den Dreh raus. Tipps und Tricks habe ich euch bereits hier gegeben. Für Foodfotografie gibt es für mich zwei Topquellen. Die kostenlosen Zeitschriften „frisch gekocht“ von Billa und „friends“ von Merkur (leider nur in Österreich erhältlich). Dort findet man nicht nur tolle Rezepte, die man mit seinen Lesern teilen kann, sondern auch ein breitgefächertes Repertoire an Inspirationen bezüglich Foodstyling und Fotosetting.

 

Foodfotografie

 

Die „friends“ (gibt’s viermal im Jahr) ist dieses Mal wunderbar gelungen. Besonders toll finde ich die exotischen Rezepte. Sie ist jetzt in allen Merkur-Filialen erhältlich und kostet 1€. Mit der kostenlosen „friends“ Karte bekommt ihr sie gratis. Die Billazeitschrift war im letzten Monat zwar etwas enttäuschend, aber ich bin gespannt, was die nächsten Ausgaben bereithalten. Auch diese kostet 1€. Mit der kostenlosen Billacard bekommt ihr sie ebenfalls gratis.

 

Hintergründe

 

Fotohintergründe

Auch davon habe ich euch schon ein bisschen etwas in meinem letzten Fotografietippspost erzählt. Dass Geschenkpapier eine bevorzugte Wahl von mir ist, dürfte bekannt sein. Am Liebsten mag ich jedoch Holzhintergründe. Ich glaube, das ist typisch Bloggerin. Neulich habe ich mir bei Bipa Fotohintergründe auf Poster drucken lassen. Allerdings gab es da anfangs ein kleines Problem. Nicht mit dem Fotoservice. Das hat 1a funktioniert. Eher mit der Frage: Woher bekomme ich Holztexturen. Über Google ist es oftmals schwierig, welche ausfindig zu machen. Meistens sind die Texturen mit Wasserzeichen versehen und/oder die Größe stimmt nicht. Möchte man diese Texturen ohne Wasserzeichen und in hoher Auflösung haben, muss man sie oftmals kaufen. Ich habe euch ein paar Holztexturen rausgesucht, die ihr gratis in hoher Auflösung downloaden könnt. Klickt einfach auf die Links.

 

Beitragsbild von Sergey Zolkin via unsplash.com