Tag : Italien

Das war mein Sommer 2018 – meine Highlights

Meine Begeisterung, dass sich der Sommer dem Ende zuneigt, hält sich in Grenzen. Ich bin ein Sommermädchen. Die kalten Jahreszeiten kann ich ganz und gar nicht leiden. Hitze gibt mir gute Vibes, Kälte eher nicht. Zum Glück ist der Herbst keine Jahreszeit, in der es unerträglich kalt wird. Trotzdem – all diese sommerliche Leichtigkeit geht mit ihm flöten. Während meine liebe Freundin Kerstin den Herbst immer als eine Art Neustart sieht (sozusagen ihr Neujahr), kann ich dem nicht viel abgewinnen.

Heuer jedoch wird auch für mich der Herbst eine Art Neustart sein. Neuer Job, neue Stadt und neue Wohnung. So weit so bekannt. Auch wenn ich mich auf all das Neue freue -trotz Zweifel- so vermisse ich die Leichtigkeit des Sommers schon jetzt. Sommer ist für mich immer ein ganz anderes Lebensgefühl. 30 Grad Plus? Null Problemo. Man wird es selten erleben, dass ich mich darüber beschwere. Innerlich weine ich schon jetzt, sodass ich mich bereits mit einem Taschentuch in der Hand dem Sommer Adieu winken sehe.

Was ich am Sommer so mag? Neben der Wärme, der langen Tageszeiten, den lauen Sommerabenden, liebe ich am Sommer vor allem eines: Er fühlt sich jedes Jahr anders an. Und er ist jedes Jahr aufs Neue spannend. Ich selbst verändere mich, werde kommunikativer und es ist eine Jahreszeit, an der ich immer wieder Menschen kennenlerne, mit denen ich eine tolle Zeit erlebe. Unabhängig davon, ob die Kontakte danach aufrecht erhalten bleiben oder nicht.

 

 

Sommer 2018

Meine Highlights

Ende Mai ist Stichtag. Streng gesehen noch Frühling, aber für mich bereits die Einstimmung in die warmen Zeiten des Jahres. Der richtige Sommer hat im Juni begonnen. Während ich mich in meinem grauen Studentenalltag noch durch den Juni gequält habe (Hola Prüfungszeit), stand mir dieser Juni ganz offen. Klar, Prüfungen wären zum erledigen gewesen, ich konzentrierte mich jedoch lieber auf mein Bloggerdasein und flüchtete Anfang Juni nach Kärnten. Mein Wassermelonenfloatie war mir als treuer Kumpane lieber, als meine dicken Fachbücher. Ja, das zweite Studium in meinem Leben nehme ich wirklich um einiges lockerer, als mein Lehramtsstudium, das sechs ganze Jahre quasi nur aus Lernen bestanden hat. War trotzdem eine geile Zeit, aber ganz schön zach, wie man im österreichischen Fachjargon so schön zu sagen pflegt.

Wir halten fest: Highlight eins war meine Zeit mit Kerstin am Wörthersee. Party mit Klingande inklusive, auch wenn er am DJ Pult sich selbst feierte und wir unten auf der Tanzfläche unseren Start in den Sommer.

Danach folgte eine tolle Kooperation mit Murpark. Eine Kooperation, die mir die Augen geöffnet und gezeigt hat, dass Social Media Marketing weitreichender ist, als nur auf und an seinem eigenen Kanal zu arbeiten. Es war spannend, auch einmal eine Firma bei ihrem Social Media Auftritt zu unterstützen und in ganz neue Welten der Kreativität einzutauchen. Ich kann mir auch vorstellen, das in Zukunft öfters zu machen.

Was ich noch gelernt habe: Ich muss mehr Ausflüge machen. Insbesondere in die Südsteiermark. Es ist ein Fakt, dass Österreich so viel Schönheit zu bieten hat. Warum nicht ausnutzen? Trotz all der Schönheit zieht es mich jedoch immer in die Ferne. Selbst wenn die Ferne näher ist, als man denkt. Europa ist eben doch zu vielseitig, um es nicht zu erkundigen. Die große weite Welt steht mir noch offen – Fernreisen ebenso. Deshalb ist Rom wohl mein Highlight Nonplusultra. Meine Begeisterung hierzu könnt ihr in folgenden Blogposts nachlesen:

The Eternal City: Rom in Bildern

Mangiare La Dolce Vita: Foodspots in Rom

Darum solltest du den Vatikan gesehen haben

Una Cita & Una Spiaggia: Lido di Ostia

Ansonsten ging ich den Sommer sehr ruhig an. Statt um das Reisen habe ich mich eher um meine Wohnung und deren Einrichtung gekümmert. Jetzt dauert es wirklich nicht mehr lange bis zu meinem Umzug und ich kann es kaum glauben, dass ich den nächsten Sommer bereits in Graz verbringen werde (hoffentlich mit ein paar Reisen zwischendurch).

 


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Una Città & Una Spiaggia: Lido di Ostia

Warum Rom eine Reise wert ist? Nun ja, ich muss wohl nicht extra erwähnen, dass alleine die Architektur und die Geschichte der Grund dafür sind. Doch wer seinen Städtetrip gerne mit einem Ausflug an den Strand oder vice versa verbinden möchte, ist bei Rom genau an der richtigen Adresse. Vorteil: Wenn es in der Stadt einmal zu heiß werden sollte, was uns passiert ist (im August natürlich kein Wunder), der hat die Möglichkeit an den Strand zu flüchten. Mit den Öffis nur ca. 60 Minuten von Rom entfernt, wartet ein zauberhaftes Städtchen bzw. eine kleine Stranddestination auf uns: Lido di Ostia.

Ostia ist eine antike Ausgrabungsstadt und hat ebenso Geschichte zu bieten, wie Rom. Doch das war nicht der Hauptgrund, warum es uns nach Ostia gezogen hat. Uns war verdammt heiß. Keine gute Voraussetzung für einen Tag inmitten im Zentrum Roms. Daher flüchteten wir, wie viele andere Römer auch, lieber nach Ostia an den Strand.

 

 

Ein bisschen Meer Städtetrip

Lido di Ostia – der Strand zur Stadt

Lido di Ostia stand sowieso auf unserem Plan, doch dass wir die Stadt bzw. den Strand zweimal gesehen haben, war spontan. Nachdem Kerstin draußen in der Hitze fast geschmolzen wäre, während ich mich im klimatisierten Hotelzimmer für den Tag fertig machte, flehte sie förmlich nach Abkühlung. Mir war das ganz Recht. Kurzerhand fuhren wir nach Rom Termini, aber nicht um in die Innenstadt zu kommen, sondern um nach Ostia zu fliehen.

Lido di Ostia ist super leicht zu erreichen. Einfach von Rom Termini (der Hauptbahnhof Roms) mit der Metro Linea B1 in Richtung Laurentina fahren und bei der Station Porta S. Paolo umsteigen. Von dort aus geht es dann mit der Bahn Roma-Lido nach Lido Centro. Dann muss man nur ca. 500 m gehen und schon ist man am Tyrrhenischen Meer. Lasset den Badespaß beginnen.

 

 

Public Beach vs. Privatstrand

In Lido di Ostia gibt es nur einen Public Beach, aber zahlreiche Privatstrände, die lediglich mit Eintritt zugänglich sind. Beim Durchspazieren entlang des Seashores waren Kerstin und ich leicht geschockt, wie überfüllt der Public Beach war. Natürlich ist es die günstige Alternative, aber zur Entspannung lädt der Public Beach nicht ein. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, beide Male Eintritt zu zahlen. Das bringt nicht nur den Vorteil mit sich, dass man auf kein Ölsardinenszenario trifft, sondern inkludiert auch zumindest einen Sonnenschirm und eine Liege. Für 25 Euro haben wir uns somit einen Platz ergattert – mitsamt einem Liegestuhl, einem Schirm (den man bei direkter Sonneneinstrahlung auch braucht) und einem Strandsessel.

 

 

An unserem Privatstrand gab es noch ein Restaurant, wo wir bei unserem ersten Besuch zu Mittag gegessen haben. Das Essen war eigentlich recht gut, für das, dass es ein Strandrestaurant war. Allerdings war es recht teuer, aber das ist ja meistens der Fall.

 

 

Black Sand

Eine Besonderheit des Strandes in Ostia ist auch der Sand. Vergesst weiße Sandstrände. In Lido di Ostia findet ihr schwarzen Sand. Natürlich ist der Strand in der Realität nicht kohlrabenschwarz durchzogen. Manche Stellen sind dunkelgrau, manche richtig schwarz. Besonders schön: Der Sand glitzert wie Diamanten.

 

 

Essen in Ostia

Antico Traiano

Bei unserem zweiten Besuch in Ostia wollten wir in der Stadt etwas essen. Natürlich herrscht auch in Ostia La Dolce Vita und so hat man bezüglich der Kulinarik die Qual der Wahl. Wir entschieden uns für das Antico Traiano, da uns das Lokal auf Anhieb sympathisch war. Das war übrigens auch das einzige Lokal, wo wir für das Coperto zahlen mussten, was in Italien generell üblich ist. Nur war das bei den Lokalen in Rom nie der Fall bzw. stand zumindest nicht auf der Rechnung als solches.

Dort gab es für Kerstin eine Pinsa Buffalino mit Tomaten, Mozzarella und Basilikum und für mich eine Pinsa Aurelia mit Walnüssen, Gorgonzola, Birne und Honig. Und es war sooo gut, darum kann ich euch das Lokal nur empfehlen. Eine Pinsa ist übrigens etwas ähnliches wie eine Pizza, hat nur eine andere Form und einen dickeren, fluffigeren Teig.

Die Auswahl an Pinse war im Antico Traiano riesengroß. Ich konnte mich gar nicht entscheiden und schwankte zwischen Norvegese (mit Lachs und Frischkäse), Meeresfrüchten und Aurelia. Da ich aber oft Lachs in Restaurants esse, wollte ich einmal etwas neues ausprobieren und das war es definitiv wert. Supergut.

Preislich ist das Antico Traiano etwas teurer. Ich bezahlte für meine Pinsa 13 Euro, was doch relativ teuer ist. Danach ging es noch in eine Gelateria und es gab Eis. Natürlich habe ich dort wieder die superorganisierte Bloggerin raushängen lassen – nämlich NOT. Ich habe mir keine einzige Gelateria notiert, dabei war das Zabaione Eis dort zum Niederknien. Gusto kann ich euch nur mit Bildern machen.


 


 

Lido di Ostia

Definitiv einen Besuch/Urlaub wert

Ich würde jederzeit wieder nach Lido di Ostia zurückfahren. Es ist ein charmantes, antikes Städtchen mit viel Leben im Zentrum (erst abends, aber das ist in Italien außerhalb der Tourismusmagnete normal). Ostia ist so wunderschön, sodass ich euch die Stadt sogar als Reisedestination empfehlen kann. Wer sich für Rom nur einen Tag Zeit nehmen (wobei das meiner Meinung nach zu wenig ist) und trotzdem länger bleiben möchte, um einen Strandurlaub zu machen, der ist in Ostia bestens aufgehoben. Vor allem kann man dort wunderbar entspannen und dem Trubel der Stadt entfliehen.

 

Lido di Ostia

 


 

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Mangiare La Dolce Vita: Foodspots in Rom

Nachdem ich mit Prag, Budapest, Bratislava und Sofia bisher hauptsächlich osteuropäische Hauptstädte besucht habe, war es wieder einmal Zeit für einen urbanen Tapetenwechsel. Kein Kontinent hat mehr städtische Vielseitigkeit zu bieten wie Europa. Gerade deswegen spreche ich mich immer für unseren Kontinent aus. Nun hat es mich endlich in die ewige Stadt gezogen: Rom. Italien, ohnehin mein Lieblingsland, musste nach langer Zeit wieder einmal besucht werden. Und die Foodspots in Rom sowieso.

Erst gestern habe ich wieder heimischen Boden betreten. Zugegeben: ich muss mich erst einmal so richtig sammeln. Doch da ich das „La Dolce Vita“ immer noch spüre, möchte ich das unbedingt ausnutzen, um euch mit auf meine Reise zu nehmen. Ich denke, gerade jetzt, wo die Eindrücke noch so frisch sind, kann ich euch das süße italienische Leben am besten vermitteln.

Mitgenommen habe ich viel. Keine Dinge, die man anfassen kann, aber unendlich viele Eindrücke. Nicht zuletzt deswegen und der Übersicht zuliebe, splitte ich euch meine Rompostings. Der August steht somit ganz im Zeichen der italienischen Hauptstadt. Da Städtereisen nur dann gut funktionieren, wenn man genügend Energie hat, habe ich mir gedacht, ich beginne mit dem süßesten La Dolce Vita und stelle euch alle Foodspots in Rom vor, die Kerstin und ich während unseres Aufenthaltes besucht haben.

 

 

Mangiare La Dolce Vita

Foodspots in Rom: So lässt es sich futtern

In Italien verhungert man definitiv nicht. Und auch die Gefahr, schlecht zu essen ist praktisch nicht gegeben. Pizza, Pasta, Vino e Gelato. Die Italiener verstehen ihr Können. Essen dient nicht nur der reinen Nahrungsaufnahme, sondern wird zelebriert. Das ist auch gut so, denn wenn jemand etwas von Genuss versteht, dann die Italiener. Natürlich war unsere Reise sehr pizzalastig (oder eher teiglastig), aber da die nächste Italienreise noch in den Sternen steht, wollte ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen. Verständlich, nicht wahr?

Übrigens: Was ich an Italiens Essenskultur noch so schätze, ist die Tatsache, dass es einen Aperativo gibt. Sprich: Bestellt man einen alkoholischen Drink, gibt’s immer etwas zu essen dazu. Und das sind nicht nur schnöde Chips, sondern richtig geniales Antipasti.

 

 

Tira e Molla

Unseren Anreisetag ließen wir im Tira e Molla ausklingen. Schon als wir daran vorbeigingen, hat uns das Ambiente magisch angezogen. Drinnen gibt es eine stylische Bar und draußen herrscht das La Dolce Vita. Das Tira e Molla befindet sich etwas außerhalb vom Stadtzentrum und ist somit ein echter Geheimtipp, wenn man keine Lust auf viele Touristen hat. Generell würde ich euch davon abraten, das Zentrum als Foodspot auszuwählen. Das richtige italienische Leben herrscht drumherum. Im Tira e Molla waren Kerstin und ich gefühlt die einzigen Nichtitaliener, wodurch wir das italienische Lebensgefühl deutlich spüren konnten.

Da wir einen Aperitif bestellt haben (Aperol Sprizz & Aperol Sprizz mit Passionsfrucht) bekamen wir auch leckere Antipasti serviert: Pinsestücke, Fries, Oliven, einen Tomatendip und italienisches Knabbergebäck. Das stillte unseren größeren Hunger nur kurz, sodass wir uns noch etwas zu essen bestellt haben: Foccicia für Kerstin und für mich gab es eine Pinse (ein Pendant zu Pizza) mit Frischkäse, Räucherlachs, Ruccola, Oliven und Pinienkerne. Es war molta buona und preislich auch vollkommen in Ordnung – wenn auch etwas höherpreisiger, als in anderen Teilen Italiens. Aber hey, es ist immer noch Rom.

 

 

Tira e Molla

Via Enna 2
00182 Roma RM

Italien

 


 

 

L’Osteria Davero Al Pigneto

Am nächsten Abend gab es für uns nur einen Aperitivo, aber der hat auch vollkommen gereicht, da wir tagsüber in Ostia essen waren (Beitrag folgt). In der L’Osteria Davero Al Pigneto gibt es für den kleinen Hunger ein tolles Angebot. Einen Aperitivo für zehn Euro mit einem Drink und Antipasti nach Wahl. Wir empfanden das Angebot super, denn für mich gab es einen Moscow Mule (der sowieso schon recht teuer ist) und eine gemischte Fischplatte, während sich Kerstin für einen Aperol Sprizz und gegrilltes Gemüse entschieden hat. Dazu gab es ganz italienlike supergutes Weißbrot.

Fantastisch ist auch die Lage. Das Lokal reiht sich neben zahlreichen Lokalen in einer Seitengasse Roms ein. Für uns optimal, da es direkt neben unserem Hotel gelegen ist. Auch das freundliche Personal möchte ich hervorheben, doch dazu muss ich sagen, dass wir uns in jedem Lokal, in welchem wir gegessen haben, super aufgehoben fühlten und sich stets mit einem Lächeln um unser leibliches Wohl bemüht wurde.

 

 

L’Osteria Davero Al Pigneto

Via del Pigneto 30b
00176 Roma RM

Italien

 


 

 

Sant’Alberto Pizzeria Liquoreria

Die erste richtige Pizza gab es für uns im Sant’Alberto Pizzeria Liquoreria. Das Lokal befindet sich in derselben Gasse wie das Davero und zaubert für den verwöhnten Gaumen die allerbeste Pizza, die ich je gegessen habe. Die Pizza war so gut, dass es keine weiteren Worte bedarf. Einfach hingehen, wenn ihr in Rom seid. Das meine ich jetzt nicht nur als Empfehlung, sondern vor allem als Aufforderung.

 

 

Sant’Alberto Pizzeria Liquoreria

Via del Pigneto 46
00176 Roma RM
Italien

 


 

 

Gelato e dolci

Was wäre die italienische Essenskultur ohne Gelato und Dolci? Wahrscheinlich nur halb so schön. Obwohl wir in mehreren Eisdielen waren, habe ich mir zu meiner Schande nur eine gemerkt, die ich euch natürlich nicht vorenthalten werde. Aber hey, es ist Italien und da findet man praktisch an jeder Ecke Gelato, welches zum Niederknien ist.

 

 

Don Nino

Don Nino ist eine Gelateria und Pasticceria, welche man in Rom mehrmals findet. Somit kann man das Lokal praktisch nicht verfehlen. Insbesondere wenn man zu dem Don Nino geht, wo Kerstin und ich waren. Dieser befindet sich nämlich in unmittelbarer Nähe zum Trevi Brunnen. Das Eis haben wir nicht probiert, dafür Dolci. Für Kerstin gab es ihr erstes Cannoli mit Nutellafüllung und für mich klassische italienische Profiteroles mit Schokolade und Cremefüllung. Ich bin nicht der größte Schokoladenfan, aber trotzdem liebe ich Profiteroles. Da sich das Don Nino im Zentrum Roms befindet, ist es natürlich höherpreisig, aber diese Köstlichkeiten sind es definitiv wert und die Location (instaworthy) ebenso.

 

 

Don Nino

Via dei Pattini 134
00186 Roma RM
Italien

 


 

B U O N   A P P E T I T O

 


 

Foodspots in Rom: Gelato

 


 

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Weingut Fiegl in Oslavia/Italy

Weingut Fiegl

Fiegl viticoltori a Oslavia

Huch! Heute ist es tatsächlich soweit. Mit dem Weingut Fiegl in Oslavia enden meine Postings zu meiner Triestreise. Danach wird ein bisschen weniger Travelling auf dem Blog einkehren. Wobei – in drei Wochen geht es endlich nach Prag. 

Heute stelle ich euch den Abschluss unseres kleinen Ausfluges vor. Bevor es nach Hause in die wunderschöne Steiermark ging, machten wir einen kurzen Abstecher nach Oslavia. Dort erwartete uns eine Besichtigung über das Gelände des Weingutes Fiegl, welche mit einer Weinverkostung abgerundet wurde.

 

Weingut Fiegl

 

Oslavia – Strada del vino e delle ciliegie

Die Straße des Weins und der Kirschen

Bevor ich zum lustigen und spannenden Teil dieses Posts übergehe, nämlich der feuchtfröhlichen Sauferei, äh, ich meine natürlich der Verkostung, kann ich alte Geographin es einfach nicht lassen, ein bisschen über die topographische Lage Oslavias zu plaudern und euch ein paar Hintergrundinformationen über das Grenzgebiet zu liefern.

Oslavia gehört politisch gesehen noch zu Italien, liegt aber direkt an der Grenze zu Slowenien. Das Gebiet befindet sich in geringer Entfernung zu den Julischen Alpen und der Adria. Die ehrenwerte Bezeichnung als „Straße des Weines und der Kirschen“ hat Oslavia nicht von ungefähr. Das Gebiet ist nicht nur für den hervorragenden Wein bekannt, sondern auch für die Kirschen. Inmitten von zahlreichen Weingärten und Rebstockzeilen haben sich insgesamt sieben Weingüter in diesem wunderschönen Gebiet angesiedelt. Das Weingut Fiegl ist eines davon.

Der Wein Oslavias zählt zu den besten Weinen der Welt. Heute kann man ihn in den besten Restaurants der Welt trinken.

 

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Winery Fiegl

Italy at its finest!

Die Wurzeln der Winzerfamilie Fiegl lassen sich bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen. Bis heute ist das Unternehmen in Familienbesitz. Die Philosophie des Weingutes lautet: Das Wesen ihrer Region in ein Glas Wein zu übertragen. Und das ist der Winzerfamilie definitiv gelungen.

Ich bin keine Weinexpertin und bis zu meiner Alterung am 11. November habe ich eine kleine Challenge am Laufen, nichts zu trinken, aber für ein Gläschen Wein bin ich immer offen und zumindest kann ich guten Wein von einem Fusel unterscheiden. Das habe ich meiner schulischen Ausbildung zu verdanken, denn in der vorletzten Klasse gab es die eine oder andere Weinverkostung im Unterricht (ja, wirklich!). An dieser Stelle also Danke an meine alte Schule, dass sie meine Geschmacksknospen hinsichtlich des Weines so hervorragend geschult hat.

 

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Die Besichtigung

Nach unserer Ankunft am Weinberg, wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe bekam eine deutschsprachige Führung, während die andere, vorzugsweise mit Personen, die der Sprache mächtig waren, an einer englischsprachige Führung teilnahmen. Zu dieser Fraktion gehörte auch ich. Leider habe ich persönlich nicht so viele Informationen mitnehmen können, da ich als persönliche Reisegruppenfotografin und -filmerin fleißig mit fotografieren und aufnehmen beschäftigt war.

Wir wurden durch die Räumlichkeiten geleitet. Uns wurde unter anderem der Weinkeller voller Barriquefässer gezeigt. Somit konnten wir hautnah sehen, wie und wie lange ein bestimmter Wein gelagert wird.

Im Anschluss der Besichtigung folgte eine kleine Weinverkostung, für die liebevoll gedeckt und aufgetischt wurde. Als kleiner Happen standen Salami- und Käseplatten, sowie Weißbrot bereit. Zum Neutralisieren der Geschmacksknospen gab es jede Menge stilles und prickelndes Mineralwasser. 

 

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Die Weine

Uns wurden zahlreiche Weine serviert. Ich schätze, es war wirklich jeder Wein dabei, den das Sortiment hergab. Ich selbst beschränkte mich nur auf eine kleine Auswahl, somit wirklich nur auf Weine, die ich mochte bzw. mögen könnte. Darum habe ich beispielsweise den „Sauvignon Blanc“ abgelehnt. Einer der Weine, den ich neben säuerlichen Weinen, wie Welschriesling oder Veltliner, einfach nicht trinken kann. Dafür habe ich den „Pinot Grigio del Collio“ probiert, da ich Grauburgunder allgemein sehr mag, sowie den „Chardonnay del Collio“, obwohl ich ansonsten keinen Morillon (andere Bezeichnung für Chardonnay) trinke. Mit dem Chardonnay konnte ich mich, wie ich es bereits vermutete, nicht viel anfangen. Jedoch hat er den anderen sehr gut geschmeckt, darum dürfte es sich wohl um einen guten Wein handeln. Er wurde von der Reisegruppe im Übrigen auch fleißig gekauft. Der Pinot Grigio hingegen hat mir ausgezeichnet geschmeckt.

Auch Rotweine wurden serviert, doch von diesen distanziere ich mich lieber. Bei Rotweinen bin ich immer sehr heikel. Ab und zu trinke ich ihn schon, aber ich mag auch hier nur sehr wenige Sorten. Dafür wurde mein Wunsch nach einem Dessertwein erfüllt. Mit dem „Meja“ habe ich ein gutes Tröpfchen gefunden, der mir auf Anhieb sehr gut gefallen hat. Darum habe ich mir auch eine Flasche gekauft. Mit 15 Euro war dieser Wein auch gar nicht so teuer, wenn man bedenkt, dass es sich um eine Spätlese handelt.

Spätlesen haben den Vorteil, dass sie nach dem Öffnen länger halten, als andere Weine. Die Flasche mag zwar etwas klein aussehen, aber dadurch, dass der Dessertwein sehr süß ist, kann man davon auch nicht allzu viel trinken.  

 

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Fazit

Mir hat dieser kleine Abstecher sehr gut gefallen. Ich kann das Weingut Fiegl wirklich jedem empfehlen, der gerne Wein trinkt. Mehr Informationen zum Weingut und zu den Produkten findet ihr -HIER-Was mir noch gut gefallen hat, waren die vielen anderen Früchte, die gerade dabei waren, zu reifen. So gab es am Weinberg neben Weinreben auch Khaki- und Feigenbäumen. Habt ihr schon einmal eine selbstgepflückte, frische Feige gegessen? Nein? Ihr wisst gar nicht, was ihr verpasst. Ein Traum! 

Ich selbst warte jetzt nur noch auf die passende Gelegenheit, mein Fläschchen „Meja“ zu öffnen und kann es kaum noch erwarten.

Anekdoten aus dem Leben einer Studentin

Anekdoten aus dem Leben einer Studentin

Thoughts in Trieste

Unruhig wälze ich mich in meinem Bett. Meine Hand ertastet sich vorwärts, sucht und findet. Das Handy, welches an der letzten Ecke des Nachttisches liegt, nahe der Kante und droht, herunterzufallen. Bevor es soweit kommt, schnappe ich es mir und werfe einen Blick darauf. Das Ladekabel löst sich automatisch, während das gedämpfte Handylicht erstrahlt und mir erbarmungslos die Uhrzeit verrät: 05:15 Uhr morgens. 

Ich neige meinen Blick nach links. Seelenruhig schlummert meine Mutter im Bett nebenan. Ich kann nicht mehr schlafen. Ich drehe mich noch einmal nach rechts, dann wieder nach links und kneife meine Augen fest zusammen. Eine viel zu frühe Zeit, um aufzustehen, aber ich finde nicht den Weg zurück ins heiß ersehnte Land der Träume. Eigentlich bin ich noch müde, richtig schläfrig. Ich gähne, aber ich schaffe es nicht, wieder einzuschlafen. Die erste Nacht in einem fremden Bett – jedes Mal aufs Neue eine Umstellung.

 

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„It’s pretty early for getting up, isn’t it.“

The last minutes of darkness

Ich weiß, dass ich nicht mehr dazu in der Lage bin, noch ein paar Stunden Schlaf zu finden. Ich weiß auch, dass meine Mutter wenig begeistert davon sein wird, sie jetzt zu wecken, nur um mich vor einem Langeweiletief zu bewahren. Leise, fast schleichend stehe ich auf, suche meine Sachen zusammen und ziehe mich hastig, aber mucksmäuschenstill an. Ich schnappe mir meine Tasche, meinen Trenchcoat und meine Kamera. Draußen ist es immer noch dunkel, aber nicht mehr nachtdunkel, sondern dämmerdunkel. Ein neuer Morgen kündigt sich an. 

Gedankenverloren schleife ich meinen müden Körper zum Lift. Wie benommen drücke ich auf die „0“-Taste. Ächzend lehne ich mich an das kalte Glas des Liftes und fahre ruckartig nach unten. In der Hotellobby steht der Rezeptzionist. Vertieft in seinem Computer. Man sieht ihm an, dass er keine Lust hat, die Nachtschicht zu schieben, doch er lächelt freundlich, als ich aus dem Lift steige. „Good Morning! It’s pretty early for getting up, isn’t it?“, krächzt er mir mit müder Stimme entgegen, unter die sich sein italienischer Akzent mischt. Ich zwinge mich ebenfalls zu einem Lächeln und suche nach einer Antwort, warum ich so früh wach bin. „Yeah, I know. But I’d like to take some pictures of the sunrise at the harbor“, entgegne ich knapp. Viel zu früh, um Englisch zu reden. Ob das grammatikalisch richtig war, weiß ich nicht. Er scheint mich jedoch verstanden zu haben. Jedenfalls nickt er hastig. Vielleicht will er mich auch nur loswerden und weiter im Internet surfen.

 

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Kaffee? Kaffee? Kaaaaaffeeeeee!!!!

In Eiseskälte vor verschlossenen Türen

Es ist immer noch dunkel, als ich das Haus verlasse. Plötzlich ist von dem, was gestern Nacht auf der Straße los war, nichts mehr übrig. Kein buntes Treiben mehr. Stattdessen Einsamkeit, aber keine richtige Stille. Man hört ein paar Autos und den Wind, der mir ins Gesicht peitscht. Ich ringe mich dazu durch, Luft zu holen. Das Atmen fällt mir schwer. War es gestern noch so drückend heiß, richtig schwül, ist es auf einmal bitterkalt. Zu kalt für meine Lungenfunktionen. Da ich aber nur mit Sauerstoff überleben kann, überwinde ich mich und ziehe die eisige Luft scharf ein. Die Kälte schmerzt in meinem Rachen und ich zittere, während ich die ersten Schritte gehe. Nach ein paar Metern drehe ich mich um und werfe einen Blick zum Hotel. Es ist so frisch draußen. Halte ich das überhaupt durch? Es wäre besser, wenn ich kehrt machen und zurück gehen würde. Ins warme Drinnen. Wenn ich jetzt weitergehen würde, würde ich es spätestens in fünf Minuten bereuen. Ich schließe die Augen und denke nach. Nein, ich gehe weiter. Ich kann es nicht ertragen, gelangweilt auf meinem Bett zu sitzen, während meine Mutter noch schläft. Ich hasse diese Warterei ohne Beschäftigung und ich bin mir sicher, dass der Schlaf meiner Mutter noch mindestens eine Stunde dauern würde. Ich gehe weiter. 

Ich bin hier in Italien. Irgendwo bekommt man immer einen Kaffee. Den brauche ich jetzt dringender den je. Nicht nur wegen meiner heruntergeschraubten Energie, sondern auch wegen der Kälte. Nichts, nada, niente hat offen. Ich stehe vor verschlossenen Türen. Mein Blick taxiert jedes Öffnungsschild, doch stets wird mir schriftlich mitgeteilt, dass sonntags erst ab 07:30 Uhr Kaffee verfügbar ist. Erbarmungslos. Ich schaue auf die Uhr. Es wird erst 6 Uhr. Gemein! Ein betrunkenes Pärchen kreuzt meinem Weg. Sie bleiben stehen, schauen mich an und brabbeln irgendetwas auf Italienisch. Ich seufze. „Lo so, il bar é chiuso“, werfe ich zurück und gehe weiter. Wo soll ich nur hin? Mir fällt ein: das Herzstück Triests habe ich noch gar nicht besucht – den Hafen!

 

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Trieste in the morning

Ein ganz besonderer Sonnenaufgang

Es beginnt immer mehr zu dämmern. Der Wind wird stärker, je näher ich an den Hafen komme. Das Meer tost. Salzige Luft strömt mir entgegen, sodass ich plötzlich nur noch Salz schmecke. Die Wellen brechen sich an den Brandungen und ich versuche angestrengt, mich von den starken Windstößen nicht forttragen zu lassen. Meine Hände sind wie Eiszapfen. So eisig waren sie das letzte Mal im Winter. Mir ist bitterkalt. Bibbernd suche ich nach meinem Handy, stecke die Ohrstöpsel in meine Ohren und mache Musik an – Italienische Musik. „Non farmi aspettare – Lass mich nicht warten.“ – Das denke ich mir auch gerade. Ich lausche der Musik, versuche die italienischen Wörter und Phrasen zu verstehen, doch im Endeffekt kann ich nur einzelne Wörter herauskristallisieren. Angestrengt bemühe ich mich, daraus Sätze zu formen. Ich verinnerliche mich. Was könnte das nur heißen? Ich habe wirklich viel verlernt. Sechs Jahre Italienisch unter dem Drill meiner strengen, aber herzlichen Lehrerin waren für die Fische.

Ich packe meine Kamera aus. So langsam kann ich damit beginnen, zu fotografieren. Das Licht ist ausreichend, um bereits das eine oder andere schöne Foto zu schießen. Einige Fischersleute tummeln sich bereits am Hafen. Sie starren mich an, so als wäre ich eine Aussätzige. Womöglich halten sie mich für eine Spinnerin. Ein junges Mädchen mit langen, blonden Haaren im Trenchcoat steht bibbernd am Ende des Stegs und versucht in aller Herrgottsfrühe Fotos zu machen. Aber so kalt es auch ist, ich fange an, diese Momente zu genießen. Plötzlich liebe ich diese Einsamkeit, denn ich habe Zeit, nachzudenken. Eine Träne bahnt sich entlang meine Wangen. Nicht, weil ich traurig bin, sondern weil mein Körper auf den Wind reagiert, der immer stärker wird. Trotzdem – der Moment wird magisch. 

 

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Moments of loneliness

Die letzten Minuten alleine

So langsam halte ich die „Polarluft“ am Hafen nicht mehr aus. Ich beschließe, zurückzugehen. Es ist zwar immer noch früh, aber schon hell. Die Sonne will sich noch nicht so richtig zeigen. Ich werde ungeduldig und bin gar nicht mehr darauf fokussiert, den perfekten Sonnenaufgangschnappschuss einzusammeln. Stattdessen gehe ich erneut in mich, während ich gen Richtung Hauptplatz schlendere. Ich versuche, meinen Sommer und die Ferien Revue passieren zu lassen. Was ist nur alles passiert? Habe ich den Sommer so ausgekostet, wie ich das wollte und vorhatte? 

Mein Sommer begann mit einer Enttäuschung. Einer bitteren Enttäuschung, die mir schwer zugesetzt hat. An der ich lange zu knabbern hatte. Die gepaart war mit einer riesengroßen Angst, etwas zu verlieren, was ich nicht verlieren wollte. Eine Freundschaft stand auf der Kippe. Ich habe keine Ahnung, ob mein Gegenüber derselben Meinung war, doch ich fragte mich, ob ich unter diesen Umständen diese Freundschaft noch aufrecht erhalten könnte. Gesagt habe ich nie etwas. Ich habe darüber kein Sterbenswörtchen verloren. Habe geschwiegen. Ob das so gut war, kann ich im Nachhinein nicht beantworten, aber ich habe es geschafft, dieses Ereignis hinter mir zu lassen. Es hat sich alles zu dem gewendet, was es einmal war. Es ist wie früher – fast. Ich habe all die Enttäuschung zwar nicht vergessen, aber ich habe sie ad acta gelegt. Weil ich nichts verlieren will, was mir wichtig ist. Dafür habe ich gekämpft. Nicht aktiv, sondern passiv. 

Ich ziehe mein Handy aus meiner Tasche. Soll ich eine Nachricht schicken? Eventuell noch einmal das aufgreifen, was war. Was ich nicht angesprochen habe. Worüber ich geschwiegen habe. Jetzt, wo ich damit abgeschlossen habe, wäre es nicht mehr so schwer, ehrlich zu sein. Zu sagen, was man sich gedacht hat, was man gefühlt hat, als diese Wendung in meinem Leben oder besser gesagt in unserem Leben passierte, aber ich beschließe, es bleiben zu lassen. Wahrscheinlich würde das wieder viel mehr zerstören, als ich möchte. Dabei wollte ich darüber sprechen. Ich wollte es gar nicht so nach hinten schieben, aber Gelegenheiten, es zu tun, haben sich nie ergeben. Nicht weil ich mich nicht getraut habe. All das hat andere Gründe. Gründe, über die ich nicht mehr nachdenken möchte. 

Hastig stecke ich mein Handy zurück in die Manteltasche meines Trenchcoats. Die Musik läuft weiter, doch mittlerweile ist sie wieder zu meiner Standardplaylist voller Ed Sheeran Songs übergegangen. Ich streife noch durch die leeren Seitengassen. So langsam kommt wieder Leben in die Altstadt, auch wenn es nur die Stadtreinigung ist. Wehmütig spaziere ich zurück ins Hotel und versuche dabei, noch einige Momente fotografisch einzufangen. Die Zeit in Triest war kurz, aber sie war schön. Im Hotel ist meine Mutter bereits aus ihrem langen Dornröschenschlaf erwacht. Auch andere Mitglieder unserer Reisegruppe haben sich bereits in den Frühstücksraum begeben. Alle fragen mich, wo ich gewesen sei. „Ich habe nur den Sonnenaufgang am Hafen fotografiert“, murmle ich leise, schnappe mir einen Teller und lasse meine Gedanken kurz zu den Momenten am Hafen schweifen. Das, was ich gesagt habe, stimmt nur so halb. Habe ich ein gutes Foto vom Sonnenaufgang? Wahrscheinlich nicht. Aber ich habe neue Momente gesammelt und diese gehören nur mir. Mir ganz alleine. 

 

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Throwback to Trieste [Video]

Throwback to Trieste

An Italian Love at the first sight

Über drei Wochen ist meine Reise nach Triest nun her. Drei Wochen – Wahnsinn. Und ich wünsche mich zurück. In dieses bunte Treiben. In diese bezaubernde, kleine Altstadt, die so hell erstrahlt mit all ihren italienischen Monumenten. Zurück an den Hafen, umgeben von Windböen, die mich fast weggeweht hätten. Triest – eine Liebe auf den ersten Blick. Pure Italian Amore!

 

Trieste

 

Ich vermisse Triest. Die Wärme, das schwüle, drückende Wetter, die Meeresbrise und den Karst, der während der Hin- und Rückfahrt an mir vorbeizog. Den ich verträumten Blickes betrachtete, als ich im Bus saß. In der Hand eine frisch gepflückte, fast noch unreife Khaki. 

Die Reise war kurz, sodass man gar nicht von einer Reise sprechen kann. Es war eher ein Trip – ein Kurztrip. Aber es war ein Kurztrip, der Eindruck hinterlassen hat. Der mein Herz höher schlagen lassen hat. Seitengassenromantik wohin man schaut. Genau das verzaubert mich und zieht mich in einen ZauberbannWeil es eben magisch ist. La Dolce Vita bereits im Norden – das ist Italien. Das richtige Italien. Nicht jenes, welches von deutschsprachigen Touristen umgeben ist. Die einen Teil Italiens zu ihrer/unserer Kultur gemacht haben.

 

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My Special Moments

Quality Time, Coffee and Breakfast

Bei so einer Reise gibt es immer Momente, die sie zu etwas Besonderem machen. Momente, die man womöglich auch zu Hause haben könnte, ohne dass man extra in ein anderes Land fahren müsste. Mit meiner Mama könnte ich in der Tat mehr Zeit verbringen, aber unsere zeitlichen Termine lassen es oftmals nicht zu – gerade jetzt, wo die Uni wieder angefangen hat. Außerdem arbeitet meine Mutter in einem Pflegeberuf, was bedeutet, dass auch sie sehr gebunden ist. Zusätzlich hat sie noch den Haushalt und ihren heißbeliebten Garten (natürlich versuche ich sie zu unterstützen, wo ich nur kann und wie es sich mir zeitlich ausgeht). Oftmals ist es nicht verwunderlich, dass wir da aneinander vorbei leben und uns nur „Guten Morgen“ und „Gute Nacht“ sagen können. So ist unser Alltag, darum habe ich es umso mehr genossen, ein komplettes Mutter-Tochter-Wochenende zu haben. Das vermisse ich wahnsinnig, doch dafür sind die gemeinsamen Momente, die wir nach ewig langen Zeitspannen haben, eine reine Erholung.

Endlich hatten wir wieder die Zeit, ein ganzes Wochenende miteinander zu verbringen. Wir waren shoppen, viel Kaffee trinken, sind Essen gegangen und haben zusammen gefrühstückt. Das Frühstück ist meine allerliebste Mahlzeit des Tages und leider auch die Mahlzeit, die ich, sofern der Alltag wieder eingekehrt ist, häufig ausfallen lasse (Schande über mein Haupt).

 

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Das Frühstücksbuffet war ein wahr gewordener „Breakfast Dream“. Ich bin es von Stadthotels ansonsten gar nicht gewohnt, dass so eine Vielfalt herrscht. Wenn ich so an mein Wienwochenende zurückdenke, erscheint mir das, was wir damals bekommen haben -natürlich nur im Vergleich zu Triest- unglaublich mickrig. Im Hotel Coppe 4* gab es alles, was das Herz begehrt. Egal, ob man ein pikanter oder süßer Frühstücker ist. Von vegetarisch, vegan bis hin zu deftigem Aufschnitt (um den ich einen großen Bogen mache – eh schon wissen) – es war alles dabei. Frische Früchte, Müsli, Kuchen und herrliches italienisches Gebäck (natürlich frisch). Es duftete wie im „Foodheaven“ und keine Wünsche blieben offen. Es gab sogar Soja- und Reismilch, sowie diverse gluten- und laktosefreie Produkte, eine Joghurtvielfalt und den besten Milchschaum, den ich je in einem Hotel bekommen habe. Wenn ich nur daran denke, will ich wieder zurück. Stattdessen sitze ich gerade an der Uni und trinke meinen Latte Macchiato mit frischer Bourbonvanille. Auch gut, aber ganz und gar nicht vergleichbar mit dem, was mir in Italien geboten wurde. Please take me back!

 

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Most magical moment

Ein unvergesslicher Zauber

Den unvergesslichsten Moment habe ich allerdings alleine verbracht. Das verrate ich euch heute jedoch noch nicht. Heißt: Ihr müsst euch bis zum nächsten Post gedulden. Soviel kann ich trotzdem schon verraten – es sind Anekdoten im Bezug auf Triest geplant, mit unglaublich persönlichen Gedanken und Gefühlen. Ich hoffe, es gelingt mir, euch in diese Gefühlswelt mitzunehmen, zu fesseln – genauso, wie es mich gefesselt hat, denn das war ein Zaubermoment. Dafür gibt es heute schon mein Video und da sieht man sogar einen kleinen Ausschnitt von dem, was euch das nächste Mal erwartet. Nur denke ich nicht, dass ihr auf den ersten Blick draufkommen werdet, um was es sich handelt.

Viel Spaß mit dem Video! 

 

Triest – Grande Amore in Italy

Triest

Grande Amore in Italy

Italien. Eine ganz große Liebe. La Dolce Vita im Nachbarland, mit zauberhaften Städtchen und Impressionen. Italien ist ein Land, für das mein Cuore schlägt. Für das mein Cuore sogar ganz hoch schlägt. Nicht für jeden Ort, aber für die ganz besonderen Plätzchen ist es eine große Liebe. Ich vermeide die typischen Stranddestinationen. Eingedeutscht und eingeösterreichert. Dort findet man nicht viel Kultur und kaum La Dolce Vita Italiana. Man spürt das Land nicht und es herrscht kein richtiges italienisches Leben. Lignano, Bibione, Jesolo. Schön zum Feiern, aber für mich so gar nichts. Das richtige Italien fehlt und es ist gar nicht so unwahrscheinlich, dass man dort Menschen aus seiner eigenen Umgebung trifft. Irgendjemand ist immer dort. Triest ist für mich das komplette Gegenteil. 

Das „Kleine Wien am Meer“ ist nicht nur eine Hafen- und Großstadt, sie ist eine Stadt für Kreative. Ein bisschen Vienna Feeling vermischt mit italienischer Architektur und Sprache.

 

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Eine Hafenstadt im Karstgebiet

Triest ist eine Hafenstadt im Nordosten Italiens und Hauptstadt der Region Friaul-Julisch Venetien. Die Großstadt gehörte einige Jahrhunderte lang sogar zu Österreich. Seit 1918 ist Triest nun ein Teil von Italien, wird aber immer noch liebevoll das „Kleine Wien am Meer“ genannt. Es stimmt! Triest hat starke Ähnlichkeit mit unserer österreichischen Hauptstadt, allerdings finde ich persönlich die Architektur und Kultur mehr italienisch, als österreichisch. Das ist jedoch Ansichtssache, aber eine Ähnlichkeit ist, wie bereits gesagt, definitiv vorhanden. Auf jeden Fall finde ich die Vorstellung eines kleinen Wiens direkt an der Adria mehr als attraktiv. Vielleicht mag es so klingen, als wäre Triest – wie Lignano & Co. –  eingedeutscht und eingeösterreichert, aber dem ist nicht so. Es war sogar richtig schwierig, mit den Einheimischen auf Deutsch zu kommunizieren. Dadurch, dass Triest noch sehr nördlich gelegen ist, war die Kommunikation auf Englisch möglich, was ansonsten in Italien ziemlich schwierig wird, je weiter es nach Süden geht. Ich selbst habe den Aufenthalt auch dazu genutzt, um zu sehen, ob meine Italienischskills noch vorhanden sind.

Über persönliche Eindrücke erzähle ich euch allerdings in einem anderen Triestpost, der noch kommen wird. Heute soll es primär um die Stadt und dessen Besonderheiten gehen.

 

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Die Kaffeehauskultur

Als Kaffeeliebhaberin dürfte es sich von selbst verstehen, dass ich mich damit verstärkt auseinandergesetzt  und mich erkundigt habe, wie es dort mit dem Kaffee so läuft. Kaffee ist in Italien sowieso quasi ein Nationalprodukt und wesentlich günstiger, als bei uns in Österreich (ein Latte Macchiato kostet im Schnitt nur 2 €). Kaffee ist in Triest sogar eines der Spitzenprodukte. Perfekt für mich. Ich glaube, ich sollte einen Umzug in dieses Städtchen in Erwägung ziehen.

In Triest befindet sich der wichtigste Mittelmeerhafen für den Kaffeehandel. Seit dem 18. Jahrhundert ist er sogar ein Freihafen für die Kaffee-Einfuhr. Freihafen bedeutet, dass für den Import von Waren und Güter keine Zölle oder Einfuhrumsatzsteuern bezahlt werden müssen, darum wird in Triest nicht nur für den nationalen Konsum importiert, sondern gar für den Welthandel. 

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Wenn man in Triest etwas mit Kaffee in Verbindung bringt, dann ist es die Literatur. Es gibt zahlreiche literarische Cafés in der Hafenstadt. Gastfreundschaft wird sowieso groß geschrieben. Egal, in welchen gastronomischen Betrieb man geht, sei es eine Bar oder ein Café, die Italiener servieren immer etwas zu den Getränken dazu. Zu Kaffee gibt es die klassischen Amarettini, ein leckeres Gebäck aus Mandeln (gelegentlich auch aus Aprikosenkernen – aber nicht so in Italien) und zu alkoholischen Getränken, wie Aperol Spritz oder Wein, wird Fingerfood, wie Oliven, Erdnüsse, Prosciutto, Käse oder Chips serviert. Top!

Geschmacklich ist der Kaffee selbstverständlich nicht zu übertreffen. Die Italiener verstehen etwas vom Baristahandwerk. 

 

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Shopping

Oh Italien, du Shoppingparadies. Triest ist ein kleines Schlaraffenland. Nicht wirklich günstig, aber trotzdem ein Einkaufshimmel der Extraklasse. Egal, ob Standardstores, die wir bei uns auch finden oder zahlreiche kleine Boutiquen, bis hin zu Feinkostläden. Dort gibt es wirklich alles. Die Boutiquen sind im Großen und Ganzen leider wirklich nicht erschwinglich. Für mich war es in der Tat sehr schwer, etwas zu finden, was ich mir auch leisten konnte und wollte. Trotzdem war es schön, in diese Shoppingwelt einzutauchen und mehrere Boutiquen und exklusive Läden auszuforschen.

Für die Jugend gibt es ansonsten noch kleinere Kaufhäuser, in denen sich mehrere Labels konzipieren. Als Einkaufscenter würde ich es noch nicht bezeichnen, denn dafür wäre die Größe noch nicht gegeben. Aber Triest ist für mich ohnehin ein Städtchen der Gassen, so wie auch mein geliebtes Graz. Ihr könnt euch schon denken, dass es nur eine Frage von Sekunden war, bis ich mich in die charmante Seitengassenromantik verliebt habe.

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Triest soll zwar angeblich immer noch die preiswertesten und schönsten Schuhe Italiens haben, aber das kommt auch darauf an, was man darunter versteht. Vielleicht definiert eine Studentin „preiswert“ etwas anders, wie jemand, der Vollzeit arbeitet. Bei Schuhen wurde ich leider nicht fündig. Dass sie sehr schön sind, stimmt, ich hätte am liebsten die ganzen Negozi di Scarpe leergekauft, aber preiswert? Na ja. Ich sollte wieder hierher kommen, wenn ich mit dem Studium fertig bin. Jedoch – wer suchet, der findet. Ich habe eine italienische Boutique gefunden, in der ich mir die Sachen leisten konnte und die von der Qualität her top sind. Wie der Laden hieß, weiß ich leider nicht mehr.

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Richtig cool finde ich übrigens, dass es in Triest einen Stradivarius gibt. Den haben wir in Graz leider nicht.

 

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Straßenkunst

Triest ist eine Stadt für Kreative. Kunst und Literatur wird hier allen Anschein nach groß geschrieben, genauso wie die Straßenkunst. Einfallsreichtum und perfektionierte, künstlerische Umsetzung. Das trifft man auf „La Piazza dell’Unitá d’Italia“ („Platz der Einheit Italiens“ – Hauptplatz). Egal, wie die Künstler versuchen, ihrer Kreativität Ausdruck zu verlieren, man sieht und spürt: Es steckt ein Gedanke dahinter. Straßenkünstler tragen maßgeblich zu dem Flair der Stadt bei und sind nicht mehr wegzudenken.

 

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Il Gelato

Italien – Land der kulinarischen Hochgenüsse. Pizza, Pasta, Parmigiano und -ganz wichtig- Gelato. Als Eistigerin habe ich es mir nicht nehmen lassen, mich durch die Sorten zu probieren. Auf dem Bild hier seht ihr übrigens das Eis meiner Mama: Yogurt con Amarena und Menta. Ich habe mir mein Eis erst abends nach dem Essen gegönnt, allerdings bei der gleichen Eisdiele. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie ich mich gefühlt habe, als ich das erste Mal mein Eis gekostet habe. Nicht nur, dass ich unheimlich stolz auf mich war, das Eis auf Italienisch bestellt zu haben, jede einzelne Kugel war ihren Preis so etwas von wert (wobei ich auch erwähnen sollte, dass das Eis, genauso wie der Kaffee, sehr günstig ist). Diese Cremigkeit und der vollmundige Geschmack, das findet man einfach viel zu selten in Österreich bzw. findet man das überhaupt? Ich war schon der Meinung, das Eis von „Eis Greissler“ sei die genialste Erfindung der Menschheit, aber das musste ich sofort revidieren, als ich mir die Sorten „Nutella, Cioccolata Bianca & Cocco“ -naturalmente con molta panna- bestellt habe. Ice Cream Heaven!

Bekanntlich wird sich gern gestritten, wo es das beste Eis gibt, wahrscheinlich ist es mit den Eisdielen in Triest nicht anders. Der eine findet es dort am Besten, der andere wiederum da. Hört NICHT auf die, hört auf mich. Darum mein Tipp: Gelateria Bar Arnoldo. Wenn es eine High End Kategorie für Eis gäbe, dann würdet ihr sie hier finden.

 

„Gelateria Bar Arnoldo“

Viale D’Annunzio Gabriele 60
34138 Triest
Italien

 

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Triest bei Nacht

Triest bei Nacht ist unfassbar belebt. Es herrscht reges Treiben, laute Musik und trotzdem atmosphärisches Ambiente. Egal, wie viel bereits tagsüber los ist, erst am Abend erwacht die Stadt zu richtigem Leben. Perfekt für Jung und Junggebliebene. Triest ist keine Stadt für Langweiler. Triest ist eine Stadt für Menschen, die etwas erleben wollen. 

Dadurch, dass sich ein Ristorante neben dem anderen reiht, eine ansprechende Bar nicht weit entfernt ist und es selbstverständlich draußen genügend Sitzmöglichkeiten gibt, ist man immer mitten im Geschehen. Auch während des Essens. Ich habe es genossen, mitten im Leben zu Abend zu essen, meinen italienischen Weißwein zu trinken und diese Stimmung voll und ganz einzufangen. Wer auf belebtes Nightlife steht, ist in Triest vollkommen an der richtigen Adresse. 

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Teil 1 der Triestpostings: Prosciutteria San Daniele

Prosciutteria San Daniele

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Prosciutteria San Daniele

A Trieste Travel Diary

Über zwei Wochen ist mein kleiner Wochenendausflug nach Triest/Italien schon her. Nun möchte ich euch nicht mehr länger warten lassen und starte endlich mit meinem Traveldiary. Der heutige Post wird nicht der einzige Triestpost bleiben. Da kommen noch einige auf euch zu. Beginnen möchte ich mit unserem ersten Stop in San Daniele. 

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San Daniele

Eine bebende Kleinstadt mit weltberühmten Schinken

San Daniele del Fruili, eine Kleinstadt in der Provinz Udine, ist besonders für eine Sache bekannt und weltberühmt: Für ihren Prosciutto. Aber die Stadt ist viel mehr, als nur eine „Schinkenstadt“, um es salopp zu sagen. Sie hat auch eine kleine Geschichte. 

San Daniele zählt insgesamt über 8.100 Einwohner, ist reich bestückt mit historischen Bauwerken und wurde leider auch schon von dem einen oder anderen Erdbeben heimgesucht. Gravierend waren vor allem die Beben im Jahr 1348 und 1976. 

Im Jahr 1976 wurde San Daniele von einem etwa einminütigen Erdbeben heimgesucht, welches starke Übereinstimmungen mit dem besagten Beben aus dem Jahr 1348 aufwies. Auf der Mercalli-Skala, einer zwölfteiligen Skala, welche die Intensität von Erdbeben misst, erreichte das Beben eine Stärke von 10. Trotz der kurzen Dauer, erlitt die Kleinstadt gravierende Schäden und wurde weitgehend zerstört.

Die Gründe für die Erdbeben liegen darin, dass die Landschaft Friaul in einem tektonisch unruhigen Gebiet liegt. Wie in allen typischen Erdbebengebieten, stoßen hierbei zwei tektonische Platten bzw. Lithosphärenplatten aufeinander: Die Afrikanische Platte und die Eurasische Platte. Der Zusammenstoß bewirkt, dass sich die Alpen auffalten. Darum wird das Gebiet immer wieder von Erdbeben heimgesucht.

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Prosciutteria San Daniele

Ein Schinken, wie man ihn noch nie gegessen hat

Der Grund unseres Stops in San Daniele beruhte nicht darauf, weil wir mehr über die Geographie erfahren wollten (leider). Wir stoppten wegen einer Rundführung, die mir persönlich etwas weniger schmeckte. Wir hielten an der Prosciutteria San Daniele, da das kleine Örtchen besonders für ihren Prosciutto bekannt und vor allem weltberühmt ist. Obgleich Prosciutto für mich zur typischen Kulinarik Italiens gehört, war ich von diesem Programmpunkt weniger begeistert. Als Pescetariarin verzichtete ich somit, an dieser Führung teilzunehmen und wartete stattdessen auf die Reisegruppe. Trotzdem verging die Zeit rasend schnell, denn die Prosciutteria beherbergt unter anderem ein Café und einen süßen, kleinen Shop, der viel mehr Leckereien anbietet, als nur Schinken.

Die freie Zeit nutzte ich somit, mir einen herrlichen Latte Macchiato zu genehmigen, den ich nach der Plärre an der Raststation wirklich mehr als dringend nötig hatte und stöberte danach den ganzen Shop durch, den ich am liebsten leergekauft hätte. Vor allem jede einzelne Köstlichkeit, die auch nur irgendwie Vanille, Cashews, Kokos, Weiße Schokolade oder Mandeln enthielt – und wenn es nur eine kleine Essenz war.

DSC_0039 DSC_0049Prosciutteria_San_DanieleDie Verkostung

Prosciutto, Formaggio e Vino Rosso/Bianco

Nach der Führung, die ich sausen ließ, gab es noch eine Verkostung, welche sogar pescetariafreundlich war. Neben dem San-Daniele-Prosciutto, wurde Käse serviert. So eine Verkostung wird nicht nur mit italienischem Weißbrot begleitet, sondern auch wahlweise mit Rot- und/oder Weißwein. Meiner Mama hat der Prosciutto vorzüglich geschmeckt, aber Vorsicht! Der Prosciutto ist roh, darum ist der Geschmack wirklich sehr intensiv. In der Reisegruppe gab es Teilnehmer, die zwar Fleisch essen, mit dem Geschmack des Prosciutti allerdings wenig anfangen konnten und doch lieber zum Käse griffen.

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Die Prosciutteria war ein Programmpunkt, auf den ich persönlich verzichten hätte können. Trotzdem gefiel mir der Shop und auch der Latte Macchiato war superlecker. Cool finde ich vor allem, dass der Kaffee in Bella Italia wesentlich günstiger ist, als bei uns. Ich glaube, ich bezahlte nie mehr als 2 Euro für einen Latte Macchiato. Nicht nur in San Daniele, sondern auch in Triest. 

Weitere Eindrücke von unserem ersten Stop habe ich euch in einer Bildergalerie festgehalten.

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