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Linse oder Kamera – darauf kommt es wirklich an

Linse oder Kamera?

Darauf kommt es wirklich an

Jeder, der sich schon einmal näher mit dem Thema Fotografie beschäftigt hat, wird sich womöglich einmal diese Frage stellen. Kamera oder Linse? Was ist wichtiger und wo sollte ich investieren? 

Ist die Linse wirklich das Wichtigste?

Fotografie ist etwas Wunderbares. Und vielseitig. Egal ob es darum geht, unvergessliche, private Momente festzuhalten, Kunst damit zu erschaffen oder tolle Fotos für Instagram zu machen. Die Möglichkeiten, die sich durch die Fotografie ergeben, sind beinahe grenzenlos. Bei einem besonderem Interesse an Fotografie oder aus beruflichen Gründen, wird man wahrscheinlich einmal mit dem Gedanken spielen, sich ein hochwertiges Kameraequipment zuzulegen. Spätestens da keimt eventuell auch die Frage auf: Linse oder Kamera? Was ist wichtiger? Soll ich lieber in das Objektiv investieren oder in einen teuren Body? Man bedenke: eine Kameraaustattung ist teuer. Wer in seinem Budget eingegrenzt ist und nicht mehr ewig auf ein Equipment hinsparen möchte, muss Prioritäten setzen. 

Meistens hört man: „Das Objektiv ist wichtiger, als der Body.“ Jein. Ein Body macht mehr aus, als man denkt. Natürlich erzielt man die besten Ergebnisse dann, wenn man beides hat, denn letztendlich macht es die Kombination. Deshalb sollte man nicht den Kopf in den Sand stecken. Ich selbst konnte mir von Anfang an auch kein teures Kameraequipment leisten und musste für meine aktuelle Ausstattung verdammt lange sparen. 

Trotzdem empfehle ich immer, lieber in eine gute Objektivpalette zu investieren, bevor man den Kauf eines teuren Bodys wagt. Letztendlich macht man mit einem günstigeren Body und einem teuren Objektiv immer bessere Fotos, als mit einem teuren Body und einem spottbilligen Objektiv. 

Mein Sigma Objektiv kaufte ich mir zwei Wochen vor meiner D850. Zuvor hatte ich eine Mittelklassekamera und ein wirklich günstiges Objektiv, welches für seinen Preis dennoch sehr passabel war und gute Fotos. Trotzdem merkte ich einen enormen Unterschied, als ich mein neues Objektiv auf meine alte Kamera schraubte. Das bestätigte mir die Relevanz einer guten Linse nur noch mehr. Hier ein paar Ergebnisse:

Linse
Linse
Linse
Linse

Was tun, wenn ich auf Vollformat wechseln möchte?

Objektive sind auf den Kamerabody ausgelegt. Das heißt, es gibt für Vollformat eigene Objektive genauso wie für APS-C. Vollformatbodys liegen meist in einer höheren Preisklasse und sind dann vielleicht nicht sofort im Budget drin, wenn man eine komplette Ausstattung benötigt. Was aber, wenn es euer Ziel ist, irgendwann auf eine Vollformatkamera zu wechseln? Ihr werdet euch jetzt vielleicht denken, dass es sich dann nicht lohnt, in gute Objektive zu investieren, wenn ihr irgendwann wechseln werdet. Das ist nicht so ganz richtig. 

Meine Sigma Linse ist eigentlich ein Vollformatobjektiv. Ich konnte sie problemlos auf meine D7200 schrauben und damit Fotos machen. Meistens muss man nur die Brennweite neu berechnen und das wars. Das heißt, dass man Vollformatobjektive auch auf einer APS-C Kamera verwenden kann. Am besten lässt ihr euch in einem Fachgeschäft beraten. Dort wird euch genau erklärt, welche Objektive auf welche Kamera passen. Wenn diese Frage geklärt ist, müsst ihr euch eigentlich nur noch für eine Marke entscheiden. Denn eines bleibt gleich: ein Nikon Objektiv passt auf keine Canon oder Sony und umgekehrt.

Generell empfehle ich euch eine umfassende Recherche und Beratung. Bestellt nicht blauäugig auf Amazon, sondern geht zum Experten. Und als Anfänger würde ich auch nicht sofort eine Stange Geld in das Equipment stecken. Wer fotografieren kann, ist auch dazu in der Lage mit einer günstigen Ausstattung geniale Bilder zu machen. Eine teure Ausstattung ist kein Garant für gute Fotos, es liegt auch am Fotografen. Darum für den Anfang: lernen, lernen, lernen und dann wirklich investieren. Bis dahin hat man das Geld eventuell auch schon zusammengespart 🙂

Hello Nikon D850 – meine erste Vollformatkamera

A new dimension of photography

Hello Nikon D850 - meine erste Vollformatkamera

Lange habe ich überlegt. Soll ich auf eine Vollformatkamera umsteigen oder nicht? Dass ich mich in Fotografie weiterentwickeln möchte, war mir schon lange klar. Mit der Nikon D850 habe ich endlich den ersten Step gesetzt. 

Photography is an art

It’s about finding extra-ordinary

In an ordinary place

Mit 16 habe ich mir meine erste DSLR Kamera gekauft. Damals habe ich nicht viel investiert. Dass Fotografie jedoch irgendwann zu einem wichtigen Bestandteil meiner Existenz werden würde, habe ich als 16-jährige noch nicht geahnt. Ich bin ein Nikon-Mädel von Anfang an. Im Laufe der Zeit habe ich immer wieder in mein Kamera Equipment investiert. Von der Nikon D60 auf die Nikon D3200 bis hin zur Nikon D7200. Gute Einsteigermodelle. Letztere geht sogar schon in Richtung professionelle Fotografie. Sie ist im APS-C-Kamera-Bereich mit Sicherheit eine Top Investition und für Einsteiger bestimmt ein echter Quantensprung. Aber es geht noch besser. 

Nikon D850
Nikon D850

Warum ich von APS-C auf Vollformat gewechselt bin

Ich wusste immer, dass die Nikon D7200 zwar eine Top Kamera ist, jedoch noch ordentlich Luft nach oben ist. Zwar war die Kamera damals mit 1.200 Euro (Body + Objektiv) deutlich teurer, als meine Vorgängermodelle, aber mit der Zeit entwickelt man sich weiter. Die D7200 hat mir immer treue Dienste geleistet, aber als ich das erste Mal in Kontakt mit einer Vollformatkamera kam, war mir das nicht mehr genug. Vor allem weil Fotografie ein wichtiger Bestandteil meines Berufes darstellt. Nicht nur als Selbstständige, sondern auch in meinem Job als Online Marketing Managerin. 

Als sich Kerstin letztes Jahr die Canon D6 Mark II gekauft hat, durfte auch ich ab und an in den Genuss einer Vollformatkamera kommen. Plötzlich war ich mit den Ergebnissen meiner Kamera nicht mehr ganz so zufrieden. Der Wunsch nach einer Vollformat wurde kontinuierlich größer. Außerdem wollte ich die Qualität meiner Bilder steigern, um meine Selbstständigkeit auf eine noch professionellere Ebene zu heben. 

Nikon D850

Nikon vs. Canon

Als mir das Thema „neue Kamera“ nicht mehr aus dem Kopf ging, begann die Recherche. Der Kauf einer Vollformatkamera stand fest. Eine Frage war jedoch nicht geklärt: wechsle ich von Nikon auf Canon? Es macht mir unglaublich viel Spaß, mit der Canon D6 Mark II zu fotografieren. Darum überlegte ich sogar, mich vollkommen von Nikon zu trennen. Die Canon D6 Mark II war naheliegend, weil ich sie und die Ergebnisse kannte. Der Wechsel war lange ein Thema, doch dann kamen mir in der Recherche zwei Nikon Modelle unter, die mich neugierig gestimmt haben: Nikon D850 und Nikon D5. 

aDie D5 ist wirklich unglaublich und zählt zum ultimativen Profiequipment – hat aber einen stolzen Preis. Dafür bekommt man beispielsweise bereits einen guten Gebrauchtwagen. Sie ist und bleibt ein absoluter Traum, ist jedoch für mich und meine Bedürfnisse maßlos übertrieben. Zwar ist mir qualitativ hochwertige Fotografie wichtig, aber man muss bedenken: ich verdiene nicht als Fotografin mein Geld und auch in einem niedrigeren Preissegment gibt es es unfassbar gute FX-Kameras. Die D850 jedoch wurde in die Liste aller möglichen Optionen aufgenommen. 

Letztendlich sind Nikon und Canon sehr ähnlich. Wofür man sich am Ende entscheidet, ist meiner Meinung nach Geschmacksache oder eine Frage der persönlichen Vorstellungen/Präferenzen. 

Der Entscheidungsprozess zur Traumkamera

Meine ersten beiden Kameras waren eher impulsive Käufe. Schnell eine gute Kamera für wenig Geld, lautete mein Motto. Bei der D7200 habe ich mich beraten lassen und für meine damaligen Bedürfnisse war sie absolut ausreichend. Bei meiner ersten Vollformatkamera wollte ich mir mehr Zeit lassen. Insgesamt habe ich über ein Jahr überlegt und mich vier Monate aktiv informiert. 

Ich habe etliche Blogposts gelesen, das Equipment vieler erfolgreicher Blogger recherchiert und Bildervergleiche gemacht. Besonders hilfreich fand ich zwei Seiten. Zum einen Explore Cams. Dort könnt ihr euch Bildergebnisse von nahezu jeder Kamera ansehen und sie sogar mit eurem Objektiv kombinieren. Für mich besonders wichtig, weil ich auch in ein neues Objektiv investieren wollte. Als nächstes verglich ich Kameras auf der Seite Versus. Die Nikon D850 ging fast immer als Vergleichssieger hervor. Alle besseren Modelle waren wesentlich teurer. Darum war die ganze Sache in Stein gemeißelt und ich habe mich entschieden. Ich bleibe meiner Marke treu und kaufe die D850. 

Die D850 ist für mich eine echte Investition. Über ein Jahr habe ich darauf hingespart und immer wieder Geld beiseite gelegt. Es ist keine Kamera, die man einfach mal schnell kauft, da der Preis wirklich happig ist und man tiefer in die Tasche greifen muss. Aber ich bin mir mit dieser Kamera sehr, sehr sicher und ich weiß, dass sie neuen Schwung in meine Fotografien bringen wird. 

Mein neues Equipment besteht somit aus der Nikon D850 und dem Sigma 35mm F1,4 DG HSM Art Objektiv. Die Feier- und freien Tage habe ich dafür genutzt, meine Kamera etwas zu testen. Die Ergebnisse möchte ich euch nicht vorenthalten. Es sind eher Random Fotos. Ein Bild habe ich nicht selbst gemacht. Aber da ihr den Snapshot Sunday früher so mochtet, habe ich mir gedacht, Random Shots tun es heute auch – selbst wenn das Gesamtbild nicht ganz so stimmig ist. 

Nikon D850