Tag : OOTD

The Pale Dogwood Dress in Ibiza

Manchmal tut ein Neustart ganz gut. Darum versuche ich gerade mein Leben etwas umzukrempeln. Der größte Neustart steht mir noch bevor, doch auch wenn ich bis dahin noch wenige Wochen verstreichen lassen muss, kann ich schon jetzt mit dem Tapetenwechsel beginnen. Einerseits hat My Café Au Lait endlich ein würdiges Logo bekommen. Ich weiß auch nicht, wie es dazu gekommen ist, aber mein Blogname hat sich selbstständig von Café Au Lait in My Café Au Lait verändert. Liegt wahrscheinlich an meiner Domain und damit es zu keine Namensverwirrungen mehr kommt: Der Blog heißt nun offiziell My Café Au Lait und wird mit einem Logo von Jessi, der Grafikdesignerin meines Vertrauens, würdig abgerundet. Neustart Nummer 1 geglückt. Auch modetechnisch möchte ich mich weiterentwickeln. Erste modische Experimente habe ich bereits mit meinem Patches Look gewagt, doch nun wollte ich einen Schritt weitergehen.

 

 

Die ewig währende Suche nach dem perfekten Kleid

Wie einige von euch vielleicht wissen, bin ich ein großer Fan von Leonie von Ohh Couture. Insbesondere ihre Outfits verzaubern mich jedes Mal aufs Neue. Davon haben es mir vor allem diese voluminösen, bauschigen Kleider angetan. Doch auch wenn Leonie diese Kleider mit einer Leichtigkeit trägt, ich bräuchte für ihre Looks Mut. Viel Mut. Am Land lernt man nicht, wie man sich modetechnisch austoben kann. Man passt sich an. Und von dieser Norm, dieser elendig langweiligen Norm wollte ich endlich ausbrechen. Ich versuche es immer wieder, wage mich auch immer wieder an modische Experimente, doch meistens kehre ich jedes Mal aufs Neue zu meinem gewohnten Casual Look zurück. Langweilig.

Darum machte ich mich auf die Suche. Auf eine Suche, die nahezu noch unmöglicher war, als die Suche nach den perfekten Overknees, die mir nicht ständig von meinen Beinen rutschen. Und dann, boom, entdeckte ich es. Dieses fluffige, bauschige Kleid von Lost Ink in der Frühlingstrendfarbe Pale Dogwood. Noch nicht ganz Ohh Couture, aber zumindest schon einmal ein Anfang. Gekauft!

 

 

Mehr Mut in Sachen Mode

Ich liebe dieses Kleid, seitdem ich es das erste Mal anprobiert habe, doch ich bin ehrlich: Es hat mich auch ziemlich verunsichert. Ja, ich weiß, es ist nur ein Kleid und vielleicht schütteln jetzt manche von euch den Kopf, aber dieses Kleid erfordert zumindest bei mir eine gehörige Portion Mut. Dennoch – ich behielt es und führte es in Ibiza zum ersten Mal aus. Und es fiel mir leicht. Sehr leicht. Jedoch glaube ich, dass es mir Zuhause nicht so leicht fallen wird und dass ich mich in diesem Kleid immer und überall beobachtet fühlen würde. Aber seien wir uns einmal ehrlich: Warum muss man sich immer an Standards messen? Ein normaler Unilook fällt nicht auf und ich könnte den ganzen Sommer mit schlichten Shirts, Röcken und Shorts rumlaufen, aber ist es nicht einfach frustrierend, wenn man sich modisch nicht frei ausleben kann? Für mich muss Mode nicht immer etwas aussagen oder eine Message vermitteln. Ich muss damit auch nicht jedes Mal ein Statement setzen, doch manchmal möchte ich es eben doch tun.

Ihr wisst: I’m so into photography. Und Fotos müssen für mich eine Geschichte erzählen. Sie müssen aufregend sein. Spannend. Und ständig Fotos mit Casual Looks zu machen, das wird zumindest für meine kreative Ader auf Dauer eintönig und öde. Habe ich mir das Kleid nur gekauft, damit ich traumhaft schöne Fotos auf Ibiza machen kann? Nein. Es passt zu mir, darum habe ich es mir gekauft. Aber der Gedanke an spannende Fotos war DER Anreiz, den ich gebraucht habe, um mich zu überwinden. Und dabei habe ich erkannt, dass Mode keiner Norm folgt. Mode folgt auch keinen Trends. Mode ist abhängig von dir selbst. Wie du sie präsentierst und wie du dich darin fühlst.

 

 

Be confident & Dress to impress

Ob ich mir noch mehr fluffige, weite Kleider kaufe, in denen drei von mir Platz hätten? Hell yes. Die Fotos sind der schönste Lohn dafür und ich habe gelernt, dass auch Mode dazu beiträgt, welche Geschichte ein Foto erzählen kann. Darum Ladies und auch Jungs: Don’t give a fuck! Be confident! Und tut das, was ihr tun möchtet. Modetechnisch, beruflich, whatever. Man muss nicht immer einer Norm folgen und das tun, was angemessen ist. In meiner fast 11.500 Seelen Kleinstadt ist das Kleid vielleicht nicht das, was man normalerweise trägt, aber gerade Exoten müssen in Kleinstädten oder Dörfern ihren Platz haben dürfen. Denn auf Dauer wäre das ansonsten ziemlich langweilig. Und die Leute brauchen schließlich immer was zum reden.

 

I’m wearing

Dress: Lost Ink (Same in red)
Shoes*: Orsay (Silver Sneakers here)
Necklace: sixx
Statement Earrings*: Happiness Boutique (Same)

Bought my sunnies in a tourist store in Ibiza

*PR-Samples

A massive Thank You goes out to Caterina for this beautiful pictures. Visit her HERE 

 

 

Fashion Teaparty with URBAN ROSE

 

Dieser Post beinhaltet Werbung in Form von PR-Samples. PR-Samples, die mir zur Verfügung gestellt wurden, sind mit einem Stern (*) markiert. Die Tatsache, dass es sich hierbei um gesponserte Samples handelt, ändert jedoch nichts an meiner persönlichen Betrachtung.


 

Kurz vor Valentinstag erreichte mich ein zuckersüßes Päckchen von Orsay. Da ich keinen Freund habe, hat der Valentinstag für mich keine allzu große Bedeutung und doch ist es schön, wenn man anlässlich dieses Tages mit einer kleinen Aufmerksamkeit beschenkt wird. Klein war die Aufmerksamkeit definitiv nicht, denn das Paket war prall gefüllt mit den schönsten Stücken der aktuellen URBAN ROSE Kollektion von Orsay. Liebe auf den ersten Blick und für mich ein Anlass, wieder ein paar tolle Outfits zu shooten, bis mir bewusst wurde: „Hey Lisa, du kannst doch auch deine GRAZER BLOGGER Mädels mit ins Boot holen und eine Fashion Teaparty veranstalten.“

 

 

Would you like to have a cup of tea?

Auf einer Fashion Teaparty mit den Ladies

Ehrlich gesagt: Eigentlich war es eine Kaffeeparty. Trotzdem klingt eine Teeparty viel aufregender und romantischer, als Kaffeeparty. Romantisch und gleichzeitig Streetstyle ist auch die Kollektion URBAN ROSE von Orsay. Die Looks versprühen einen ganz eigenen Charme und für unsere Teaparty waren sie mehr als perfekt. Und wo hat unsere Fashion Teaparty stattgefunden? Natürlich in der Macaron & Dessert Boutique Mészáros, wo es die schönsten Desserts und leckersten Macarons in ganz Graz gibt. Hier habe ich euch das Lokal näher vorgestellt.

Neben Kaffee, Limonade und diesen dekorativen Desserts wirkten unsere Outfits unglaublich harmonisch. Man hätte meinen können, wir gehören zum Inventar von Mészáros, aber das ist natürlich nur meine subjektive Betrachtung.

 

 

Urban Rose

Die Kollektion

URBAN ROSE ist eine verspielte Kollektion mit Streetstyle-Potential. Gesetzt wird auf Blumenstickereien, Blumenprints, viel Denim, Lippenstiftrot und verschiedene Blautöne. Die Looks sind eine harmonische Mischung aus feminin und urban. Und genau dieser Mix hat vor allem jene von uns begeistern können, die sonst eher seltener den „Girly Look“ tragen. Absolute Punktladung, würde ich sagen. Um unsere Outfits abzurunden, setzten wir auf ein sattes Rot auf den Lippen, sowie auf verspielte Frisuren und Blumenkränze. Wem die Looks zu „girly“ sind, der möge doch bitte zur Lederjacke greifen. Alina und Denise beweisen es: Dadurch wird das Outfit nicht nur streetstyletauglich, sondern auch richtig erwachsen und cool.

 

 

Die Looks der Mädels aus der Urban Rose Kollektion

Unsere Outfits bestehen nicht zu 100% aus der URBAN ROSE Kollektion. Hauptsächlich haben wir darauf geachtet, dass die Looks miteinander harmonieren. Welche Teile aus der Kollektion stammen, verrate ich euch jetzt:

Christina (Kleid mit Blumenmuster*; 2. v. l.), Denise (Tasche mit Blumenstickerei* – URBAN ROSE Kollektion; 2. v. r.), Alina (Rote Bikerjacke* – URBAN ROSE Kollektion und Rock mit Blumenmuster* –ONLINE EXCLUSIVE; ganz rechts). Alle Teile sind aktuell und noch erhältlich.

Darüber hinaus trägt Denise ein wunderschönes rotes Etuileid* aus einer etwas älteren Orsay-Kollektion. Das Farbschema haben auch Nicole (3. v. l.) und Stefanie (ganz links) aufgegriffen. Nicole hat sich meinen liebsten Glockenrock, ebenfalls aus einer früheren Kollektion von Orsay ausgeborgt. Stefanie setzt auf ein hübsches rotes Skaterkleid mit langen Ärmeln von Even & Odd. Ihr Orsay Piece ist die hübsche dreifarbige Handtasche*, die gerade im Sale ist.

 

Fashion Teaparty

 

Mein Look

Ich habe mich selbst natürlich nicht vergessen, denn mein Outfit ist „Full of Urban Rose“. Ich trage ein verspieltes Tunikakleid* mit Blümchenprint. Da mir das Kleid pur zu mädchenhaft war, mussten unbedingt noch meine Lieblings-Overknees von Buffalo herhalten. Weil es draußen immer noch frisch ist (wir haben ja erst Ende Februar), runde ich das Kleid mit meiner Jeansjacke* ab, welche mit hübschen Blüten bestickt ist. Oh und meine Tasche habe ich mir kurzzeitig für das Foto von Stefanie zurückerobert. 😉

 

Get the Look

Tunikakleid*: Orsay (Same Here)
Jeansjacke*:
Orsay (Same Here)
Overknees: 
Buffalo (Similar Here)
Bag*: Orsay (Same Here)
Earrings: Juweler

 

Location

Macaron & Dessert Boutique Mészáros Graz (Jungferngasse 2, 8010 Graz)
Herrengasse Graz
Jungferngasse Graz

 

Photographer

Stefan Lozar

 

Blogger Guests

Black Beach Chair
Christina Waitforit
Grazermadl
Neumodisch
Sweets Love Design

 


Ein großes Dankeschön geht an Stefan Lozar für die grandiosen Bilder, sowie an Thomas Poor von der Macaron und Dessert Boutique Mészáros für die Unterstützung. Herzlichen Dank dass wir in Ihrem Lokal shooten durften. Danke auch an Alina, Christina, Denise, Nicole und Stefanie, die maßgeblich zur Umsetzung dieser Idee beigetragen haben.  

Disclaimer: Dieser Post beinhaltet PR-Samples von Orsay, die mir zur Verfügung gestellt wurden. Dies beinhaltet alle Kleidungsstücke, die mit einem Stern (*) markiert wurden. Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass die ganzen PR-Samples an mich adressiert waren und ich diese den Mädels für die Dauer des Shootings zur Verfügung gestellt habe, um dieses Projekt zu realisieren. 

 

Lookbook #27: Herbsttrend Lederhose

 

Wenn ich das Wort „Lederhose“ höre, assoziiere ich es mit Tracht. Mittlerweile findet sich die Lederhose nicht nur mehr in den Kleiderschränken von Männern, sondern auch von Frauen. Doch heute soll es sich nicht um die traditionelle Lederhose drehen, sondern um eines der Trendteile des Herbst: Eine lange, vorzugsweise schwarze Lederhose, die mit Tracht im Grunde genommen gar keine Gemeinsamkeiten teilt. 

Ich habe es gewagt und mir meine erste Lederhose gekauft. Zuerst war ich unsicher, da der Stoff an den Beinen etwas aufträgt. Lederhosen sind nur für spindeldürre Frauen, habe ich mir gesagt. ABER – So what? Ich habe eine Kleidergröße weniger seit meiner Ernährungsumstellung, also why not? Lasst euch gesagt sein: Diese Geschichte mit den spindeldürren Frauen ist vollkommener Quatsch. Traut euch!

 

lederhose

 

How to wear leather pants

Wie man die Lederhose richtig kombiniert

Das Teil landete also tatsächlich in meiner Einkaufstüte (nachdem ich bezahlt habe, versteht sich), doch ein großes Problem stand mir noch bevor. Wie in Gottes Namen kombiniere ich dieses Teil? Gekauft habe ich sie mir für die Fashion Week, ohne zu wissen, was ich dazu anziehe. Mein originales Fashion Week Outfit zeige ich euch im Rahmen dieses Posts zwar nicht, aber ich habe mir Gedanken zu anderen Kombinationen gemacht.

Heute stelle ich euch drei verschiedene Varianten vor, wie ihr die Lederhose kombinieren könnt. Alltagstauglich sind im Grunde genommen alle, wobei eines richtig casual ist. Die anderen beiden sind etwas schicker. Darunter befindet sich ein richtig herbstliches Outfit und ein classy Outfit, das die Lederhose sogar bürotauglich macht.

Da die Lederhose selbst eng anliegend ist, sollte man obenrum eher auf fließende Stoffe setzen. Sollte das Oberteil doch etwas enger anliegen, kann man das Problem schnell lösen, indem man einen lockeren Cardigan oder ein Cape darüber zieht. Auch wenn es hier nicht gezeigt wird: Fellwesten passen übrigens auch hervorragend zur Lederhose. 

 

Eine Lederhose, drei Outfits!

Meine Lederhose stammt von Orsay. Sie ist meine Begleiterin auf allen drei Bildern. Die Preise für Lederhosen sind bei Orsay total okay und aufgrund der tollen Qualität lohnt sich die Anschaffung. -HIER- könnt ihr die gleiche Lederhose nachshoppen. 

 

leather_pants_outfit1_autumnal_look_lederhose

 

Outfit No. 1: Autumnal

Burgundy ist und bleibt meine absolute Lieblingsfarbe für den Herbst. Dunkelblau ist sowieso mein Alltime-Favorite. Bei diesem Outfit setze ich auf eine lockere, gemusterte Bluse. Auch wenn die Lederhose ein Statement an sich ist, aufgrund dessen dass sie mit schwarz unifarben ist, kann man getrost zu einer wild gemusterten Bluse greifen. Dafür würde ich dann auf eine Fellweste verzichten, da ich persönlich diese passender zu einer unifarbenen Bluse finden würde. Kein Problem: Auch in diesem Herbst gehört ein Cape in jeden Kleiderschrank. Und das ist sogar noch kuscheliger, als eine Fellweste. Von daher der perfekte Begleiter für kühlere Tage.

 

leatherpants_outfit1_autumnal_lederhose_shooting outfit1_leatherpants_lederhose_cape_autumnal_orsay outfit_1_leather_pants_look_autumnal_lederhose

 

I’m wearing

Cape*: Orsay (Same here)

Blouse*: Orsay (aktuell – aber gerade im Online Shop nicht verfügbar)

Bag: H&M (old – similar here)

Shoes: Deichmann (old – similar here)

Location: Freiheitsplatz Graz

*PR Sample 

 

leatherpants-lederhose-outfit2-classic-casual

 

Outfit No. 2: Casual

Das Outfit – so simple es auch sein mag – hat mich etwas Mut gekostet. Eine auftragende Lederhose mit auftragenden Querstreifen zu kombinieren – das hat mir Zweifel bereitet. Ich habe es trotzdem getan, weil ich die  Kombi an und für sich sehr gerne mag. Schlichte Basics machen die Lederhose richtig alltagstauglich und sogar für die Uni tragbar (für Mutigere natürlich). Da mein Oberteil (übrigens ein Umstandshirt, das ich trotzdem mitgenommen habe, weil ich es echt cool fand) alleine zu langweilig war, entschied ich mich für ein schwarzes Cape dazu, was das ganze Outfit noch etwas fließender macht.

Stoffsackerl (oder Jutebeutel – für meine deutschen Leser) liebe ich nach wie vor heiß und innig. Stoffsackerl werden gerne als Tragetasche für Goodiebags verschenkt – unter anderem habe ich auch ein cooles Stoffsackerl von Buffalo. Dieses habe ich im Rahmen der MQ Vienna Fashion Week bekommen. Auch wenn es nur ein einfaches Stoffsackerl ist – Ich liebe es zu schlichteren Outfits.

Ob schlichte Sneakers zu Lederhosen passen, darüber scheiden sich die Geister. Normalerweise greife ich auch lieber zu anderen Schuhen, wenn ich Lederhosen trage, aber diesmal fand ich sie passend. Vor allem, wenn man den Look casual halten möchte.

 

leatherpants-classic-casual-outfit2 leatherpants-leather-lederhose-window leatherpants-lederhose-casual-outfit-classic

 

I’m wearing

Cape: Tom Tailor (similar here – sogar mit Fransen)

Basic Shirt: H&M (same here)

Bag: MQ Vienna Fashion Week Goodie Bag

Shoes: Deichmann

Location: Freiheitsplatz Graz

 

leatherpants-classy-elegance-outfit-lederhose

 

Outfit No. 3: Classy

Das dritte Outfit ist mein Favorit. Ich finde sogar, dass es ins Büro passt (wenn man andere Schuhe dazu anzieht, z.B. klassische schwarze Pumps oder Stiefeletten). In der Hinsicht scheiden sich jedoch die Geister. Die einen finden Lederhosen im Büro superschick, andere würden eher darauf verzichten. Zu kreativen Berufen passt die Lederhose definitiv (wie z.B. die Modebranche), ansonsten ist es eine Frage des eigenen Mutes. Wichtig ist jedoch: Es kommt darauf an, was man obenrum kombiniert, damit man nicht in eine Fetisch- oder Dominaecke abrutscht. Eine süße, zarte Bluse oder Tunika in einem unschuldigen weiß ist für mich der perfekte Pendant zum hart wirkenden Lederlook. So wird der Look nicht ganz zu streng, sondern klassisch, elegant und ein bisschen süß und unschuldig. Und falls man zu frösteln beginnt, ist eine längere Strickjacke die absolute Rettung.

 

leatherpants-lederhose-casual-lendplatz outfit-leatherpants-lederhoselederhose-trendteil-herbst

 

I’m wearing

Cardigan: Hailys via Kult (Similar here)

Blouse*: Orsay (Same here)

Bag: Bipa

Shoes: Buffalo (Same here)

Location: Nähe Mariahilferplatz Graz

*PR Sample 

 

Welches der drei Outfits ist euer Favorit?

Werdet ihr euch diesen Trend zulegen?

 

Vielen Dank an meinen Crimey, der sich dazu bereit erklärt hat, den undankbaren Job des Fotografen zu übernehmen 😀 (Kleiner Scherz am Rande! – Aber DANKE Alex – da hat wer definitiv Boyfriendqualitäten 😉 ) 

 

Lookbook #24: Italian Mustard

Lookbook #24

Italian Mustard

Es ist schon ein großer Vorteil, keine „echte“ Fashionbloggerin zu sein. Natürlich bewundere ich Fashionbloggerinnen und viele von ihnen zählen auch zu meinen Vorbildern. Genauso gerne lese ich Fashionblogs, aber ich bleibe bei meinem geliebten Lifestyleblog mit ein bisschen Mode für Zwischendurch. 

Darum habe ich auch keinen Stress, stets ein komplett neues Outfit zu zeigen. Mal ehrlich, ein Studentenbudget macht das schwer möglich. Dieses Outfit ist somit eine Kombination aus bereits gezeigten Pieces und neuen Stücken. Es gibt dafür eine gute Nachricht: Drei neue Teile entstammen aus meiner Italienreise. Noch ein kleines Zuckerl: Eines der Teile kommt sogar aus einer typischen italienischen Boutique. Dreimal dürft ihr raten, welches.

The Italian Mustard

Camicetta e Senape

Na, habt ihr es erraten? Genau. Das markanteste Teil in diesem Outfit ist genau das Teil, welches ich in der italienischen Boutique gekauft habe: La Camicetta (und das Wort wusste ich sogar noch ohne Google Translator). Das Zusammentreffen mit der Bluse war reiner Zufall. Eigentlich waren meine Mama und ich mit unserer Shoppingtour bereits durch. Ich selbst war ein bisschen enttäuscht, weil ich in keiner italienischen Boutique etwas gefunden hatte. Fast alles, was ich mir in Triest gekauft habe, kam aus Läden, zu denen ich hierzulande leichten Zugang hätte. Dabei wollte ich typisch italienisch shoppen – eben in diesen hübschen kleinen Boutiquen.

Triest ist nicht der günstigste Ort, um seiner Shoppingleidenschaft freien Lauf zu lassen. Damit habe ich gerechnet und somit schon fleißig darauf hingespart. Der Plan war schließlich, Schuhe zu kaufen – schöne italienische Stiefel, so wie der Shape des Landes. Gli stivali habe ich natürlich nicht gefunden, darum trage ich meine Standardboots von Tamaris. Aber wer kennt dieses typische Shoppingproblem nicht? Geplante Shoppingtour = Leere Tüten! Ein spontaner Blick in die Läden = Impulskauf und Kontrollverlust!

Vielleicht habe ich in der italienischen Boutique, die sogar fast neben unserem Hotel lag, gerade deswegen etwas gefunden, weil ich bereits vom Shoppen zum Flanieren übergegangen war. Vielleicht, weil ich damit abgeschlossen hatte, nichts mehr zu kaufen. Denn neben der Bluse, durfte noch ein hübsches Kleidchen in meiner Lieblingsfarbe dunkelblau in meine Shoppingtüte wandern.

Mustard Mustard from Italy Schuhe Detail

Shopping in Italy

Wie stellt man sich einen Einkauf in einer typisch-italienischen Boutique so vor? Lederwaren, Einheitsgrößen und eine alte Registrierkasse bzw. Taschenrechner? Ja, genauso war es. Dazu noch eine euphorische Verkäuferin, die ein paar Rechenprobleme hatte und ich fühlte mich richtig angekommen in La Dolce (Shopping)-Vita Italiana. 

Mitkommen sollte eigentlich nur das Kleidchen mit dem süßen Gürtel in gold. Durch Zufall stach mir letztendlich diese senfgelbe Bluse ins Auge. Sofort wurde sie gedanklich mit meinem neuen Rock kombiniert, den ich etwa eine Stunde zuvor gekauft hatte. Tja und das ist ein kleiner Teil der Outfitgeschichte. Daheim habe ich noch nach einem schönen Cape gesucht und so wurde ein neuer Outfitpost geboren.

Mustard1 Senf

Last but not Least…

Da ich wirklich alles namentlich erwähnt habe, was in Italien gekauft wurde (und auch, was nicht in Italien gekauft wurde), möchte ich das letzte Italienstück nicht unbenannt lassen. Ein hübsches Lederarmband mit roségoldenen Beats und Magnetverschluss, haben mein Cuore ebenso höher schlagen lassen, wie die Bluse in giallo senape. 

Die Kette habe ich übrigens schon etwas länger. An sich sind die Kette und das Unendlichzeichen ein stinknormaler Modeschmuck von C&A. Den Ring habe ich selbst hinzugefügt und er hat eine sehr große Bedeutung für mich. Es ist die Hälfte des Eherings meines Vaters. Wir haben ihn teilen lassen und zwei Taufringe daraus schmieden lassen. Einen bekam meine Schwester für ihr erstes Kind, eines soll für meines sein – sollte ich jemals eines haben. Da ich momentan aber noch keines habe, trage ich ihn als Glücksbringer, obwohl ich alles andere als abergläubisch bin. Trotzdem gibt er mir ein gutes Gefühl und ich möchte mir sobald wie möglich eine Kette beim Juwelier kaufen, um sie würdig zu tragen.  

Wie gefällt euch das Outfit? 

Mustard Detail 2 z_Detail Mustard 2

I’m wearing…

Mustard from Italy1
Blouse: Shopped in Italy
Skirt: Springfied – Shopped in Italy
Cape: Tom Taylor
Shoes: Tamaris
Leather Bracelet:
Shopped in Italy
Bag: Bipa

Lookbook #22: Between Summer & Autumn

Für meinen Opa

Mein Großvater war ein unglaublich großzügiger Mann. Er liebte es, den Menschen, die ihm besonders wichtig waren, Schmuck vom Juwelier zu schenken. Dass meine Omi den Traum vieler Frauen lebte, dürfte hinsichtlich dessen nicht verwunderlich sein. Aber nicht nur seine Frau beschenkte er gerne mit edlem Schmuck, auch wir Enkelkinder kamen unter anderem in den Genuss seiner Großzügigkeit. Ihm war es wichtig, dass wir etwas Wertvolles besitzen, das von Herzen kommt und es uns ermöglicht, uns immer an ihn zu erinnern. Opa war ein einfacher Mann. Er war nicht steinreich, auch wenn das augenscheinlich so klingen mag, aber er war sparsam. Für uns – die Menschen, die er liebte, damit er uns mit diesem kleinen Luxus eine Freude machen konnte. Das hat er, obwohl nicht das Materielle das ist, was mich gerne und oft an ihn denken lässt. Er war gutmütig, großherzig und ein wundervoller Opa. Es waren seine Persönlichkeit, seine Menschlichkeit und die schönen Kindheitsmomente, die er uns beschert hat, die mich mit einem Lächeln an ihn zurückdenken lassen. Aber das Armband, welches er mir geschenkt hat, ist trotzdem eines meiner wertvollsten Besitztümer.

Ich kann mich noch genau daran erinnern, als er es mir vor etwa 14 Jahren übergab. Gekauft hatte er genau drei Stück: eines für meine Cousine, eines für meine Schwester und eines für mich. Da meine Schwester diejenige war, die ihm am Öftesten einen Besuch abstattete, durfte sie ihres als erstes aussuchen. Ich war als zweites an der Reihe und meine Cousine bekam das letzte Armband, welches selbstverständlich nicht minder schön oder wertvoll war, obwohl ich mich nicht mehr daran erinnern kann, wie es aussah. Ich weiß noch, wie unglücklich ich darüber war, weil ich nicht das bekam, was meine Schwester wählte. Als Kind mochte ich Silber viel lieber, als Gold. Das Armband meiner Schwester ist überwiegend weißgold und sieht moderner aus. Weißgold – die Farbe, die optisch aussieht, wie Silber, nur reiner. Meines ist überwiegend gelbgold und nur dezent mit weißgoldenen Elementen bestückt. Dadurch, dass das Gelbgold dominiert, merkt man das Weißgold nicht wirklich und so sieht es optisch gold aus. Und ich war eifersüchtig. Eifersüchtig, weil meine Schwester ihres zuerst aussuchen durfte. Ich glaube, das sind jene Faktoren, die mich damals so unglücklich gemacht haben. Dabei muss ich mir auf den Kopf greifen. Wie materialistisch Kinder sein können. Heute liebe ich es und finde es sogar schöner, als das meiner Schwester.

Mit 10 Jahren war mir das Armband viel zu groß. Ich konnte es lange nicht tragen – und ich durfte auch nicht. Erst bei meiner Firmung im Alter von 14 Jahren erlaubte mir meine Mutter, es auszuführen. Danach habe ich es lange nicht getragen – mit Ausnahme von Opas Beerdigung. Damals war ich 15. Wieder verging viel Zeit. Viel mehr als nur ein Jahr. Erst seitdem ich studiere, trage ich es. Und ich trage es oft. Sehr oft. Das Armband ist mein Talisman, mein Glücksbringer, mein Seelentröster und es bestärkt mich. Während der Prüfungszeit nehme ich es sogar gar nicht ab.

Der Ursprung, warum ich euch diese Geschichte erzähle, liegt in den heutigen Shootingfotos. Ein Freund von mir macht gerade eine Ausbildung an einer Fotoakademie und hatte die Aufgabe, Fotos zum Thema Schmuck zu machen. Ich brauche eigentlich keinen Anlass, um das Armband meines Opas zu tragen, aber ich hoffe trotzdem, dass das Armband die Bilder besonders macht. Doch schon alleine das Armband selbst ist etwas Besonderes! 

 

Die Location
Seit langer Zeit träume ich davon, eines meiner Outfits in Graz zu shooten. Gelegenheiten gäbe es dafür eigentlich öfter. Viele Freunde von mir wohnen in Graz und eine meiner liebsten Studienkollegin und sehr gute Freundin freut sich immer, wenn ich ihr meine Kamera für das eine oder andere Foto übergebe. -HIER- (Foto 5, 6, 11, 13 und 14) und -HIER- (Foto 15) hat sie unter anderem mitgewirkt. Bisher hat es sich leider nie ergeben, ein Outfit in Graz zu shooten. Jetzt war es endlich soweit und das nächste ist schon in Planung.

Graz, die zauberhafte Hauptstadt der Steiermark und für mich auch die schönste Stadt in Österreich. Obwohl man mich meistens an der Uni oder im Zentrum antrifft, ist Graz doch eine Stadt, deren Charme in den Seitengassen liegt. Das wurde mir vor allem bei unserem Shooting wieder deutlich vor Augen geführt. Unter anderem waren wir in der Sporgasse, womöglich eine der bekanntesten Seitengassen in Graz. Ich muss mir unbedingt die Zeit nehmen, diese zauberhaften Gassen zu erkundigen – natürlich mit der Kamera. Gerade dort findet man außergewöhnliche Läden und besondere Restaurants, sowie Cafés. Der Charme liegt in der exquisiten Kulinarik, viele verschiedene Küchen aus aller Welt sind vertreten, in der Architektur, dem Vintage – nennen wir es Seitengassenromantik. Hättet ihr Lust, mehr von Graz kennenzulernen? In meinen Hirnwinden schwebt Rohmaterial für ein kleines Projekt.

 

Das Outfit
Between Summer & Autumn bringt es wohl auf den Punkt. Die Shorts stehen definitiv für den Sommer. Ich bin kein Typ, der im Herbst noch Shorts trägt (außer es ist wirklich megaheiß oder im momentan vorherrschenden meteorologischen Herbst – im Volksmund auch als Altweibersommer bekannt). Auch nicht mit dicken Strumpfhosen. Apropos Strumpfhose. Ich trug zum Shooting eine dünne. Die hat ordentlich mitgemischt und zeigte sich gerne mal :). Ist uns leider erst später aufgefallen, aber so what: Ich bin schließlich KEINE Fashionbloggerin ;). Zum Glück gibts solche tollen Programme wie Lightroom und Photoshop :). Fürs nächste Mal haben wir definitiv gelernt.

Diese Shorts, die ich heute trage, ist schon vor Ewigkeiten bei mir eingezogen. Wenn ich von Ewigkeiten spreche, dann meine ich wirklich eine Ewigkeit. Gekauft habe ich sie vor 4 Jahren für meinen ersten elternfreien Urlaub: Die Maturareise. Damals war ich verrückt nach Shorts und ich besaß unendlich viele. Neben dieser Shorts besitze ich immer noch eine aus dieser Zeit. Zwei Jahre später hat sich meine Vorliebe für Shorts eher gelegt, doch heuer habe ich sie wieder für mich entdeckt.

Die luftige Tunika kennt ihr bereits aus diesem Outfitpost und die Schuhe entstammen noch aus dem letzten Winter. Da es morgens bereits richtig frisch ist und ich mit dem Fahrrad zur Bushaltestelle fahren muss, muss ich alte Frostbeule schon zu einer etwas wärmeren Montur greifen. Im Laufe des Tages wurde es allerdings richtig heiß, darum würde ich jetzt normalerweise noch nicht zu Boots greifen, aber farblich haben sie zu den Accessoires im Outfit am Besten gepasst. Glaubt es oder nicht, aber ich besitze nur ein paar Schuhe in rehbraun, obwohl ich diese Farbe bei Schuhen wirklich wunderschön finde.

I’m wearing…
Tunika: Forever 21
Shorts: New Yorker
Boots: Deichmann
Bag: H&M
Belt: H&M
Necklace: PrincessMari
Leather Bracelet: H&M
Gold Copper Alloyed Bracelet: H&M
Golden Bracelet: Heirloom
Earrings: H&M


Photos by: Daniel Eibl
Location: Graz 

By the way! Was verleiht mehr Sommerfeeling, als Eis? Nichts, Nada, Niente! Die liebe Leonie von Ohh Couture hat neulich wundervolle Fotos hochgeladen -HIER-. Wir haben die Szene nachgestellt und da mir die Fotos so gut gefallen, möchte ich sie euch nicht vorenthalten. Die Originalidee entstammt allerdings nicht von mir und ich finde, das sollte auch gesagt werden. In meinen Augen ist es okay, wenn man sich hin und wieder von anderen Bloggern inspirieren lässt. Auch auf Pinterest findet man tolle Inspirationen für Outfitfotos. Trotzdem sollte man immer ehrlich gegenüber sich selbst und anderen sein und es erwähnen, wenn man eine Idee von einer anderen Bloggerin übernommen hat. UND man sollte bei den tollen Inspirationen in der Blogosphäre trotzdem noch seiner eigenen Kreativität treu bleiben und viele eigene Ideen einbringen. Ihr seid schließlich das Original und ihr seid mitunter der Grund, warum eure Leser euren Blog lesen. 

Bei Leonie findet ihr übrigens wirklich wundervolle Fotos und grandiose Mode.

Lookbook #21: Karo meets LWD

Lookbook #21

Karo meets LWD

 

LWD14 (1 von 1)

Dass kurze weiße Kleider mit der Abkürzung LWD tituliert werden, weiß ich Nicht-Fashionbloggerin erst seitdem die liebe Svetlana ihre Version eines süßen Strahlekleidchens auf ihrem Blog Lavender Star gezeigt hat. Ich bin dankbar für solche Fashionblogs, denn so lerne ich immer etwas dazu. Ja, Mode begeistert mich und Mode erweckt ein großes Interesse in mir. Nichtsdestotrotz gehöre ich nach wie vor zur Laienfraktion. Ich weiß nicht immer gleich als erste, was in der nächsten Saison in Mode sein wird und ich kaufe mir auch sehr selten sündhaft überteuerte Modezeitschriften, die ohnehin nur aus Werbung von bekannten Designer besteht, die ich mir nicht leisten kann. Das muss ich auch nicht. Dank den tollen Fashionblogs, die in unserer Blogosphäre herumschwirren, bin ich immer uptodate, wenngleich immer ein bisschen später.

Modeblogger. Sie beherrschen die Kunst, sich vor der Kamera in Szene zu setzen und die meisten wirken dabei unglaublich natürlich. Ich habe schon einmal darüber philosophiert und ich könnte es immer wieder tun. Es macht ihnen anscheinend nichts aus, wenn sie vor der Kamera von Schaulustigen begutachtet werden. Macht der Gewohnheit? Zunehmende Professionalität? Ich denke schon. Man gewöhnt sich an alles.

Obwohl Caro und ich diesmal an einem ruhigen, abgelegten Park im Nachbardorf fotografiert haben, kamen irgendwann drei Teeniemädels vorbei und haben uns ziemlich komisch angeguckt. Zugegeben, es war mir schon ein bisschen unangenehm. Ich war froh, dass wir bereits einige Fotos im Kasten hatten, ansonsten hätte ich zusätzlich ein ungutes Gefühl bekommen. Ich weiß nicht, warum, aber mir wird dabei oftmals sehr mulmig zumute und ich komme mir dezent blöd vor. Trotzdem habe ich bereits meinen Modeldurchbruch geschafft. Wie das klingen muss. So als wäre ich ein internationales Topmodel. Ähm ja. Natürlich bin ich das nicht und wenn man mich so ansieht, liegt es praktisch auf der Hand, dass ich das nie werden könnte. Soll ich euch erklären, was ich mit „Durchbruch“ meine? Und nein, es geht auch nicht um einen Blinddarmdurchbruch. Das hätte ja auch rein gar nichts mit Modeln oder der Fashionwelt zu tun. Was schreibe ich überhaupt für einen Quatsch? Ich habe nicht einmal mehr einen Blinddarm.

Letztes Wochenende hatte ich, wie gestern mit Caro, ein Fotoshooting. Jedoch nicht bei mir in der Kleinstadt, sondern in Graz. Die Fotos dazu werden hoffentlich bald folgen. Dass in Graz mehr los ist, als bei mir am Ländle, versteht sich von selbst. Und wo mehr los ist, sind mehr Menschen. Klingt irgendwie logisch. Geshootet wurde nicht in einer riesigen Menschenmenge im Zentrum der Stadt. Ganz im Gegenteil. Wir verzogen uns in eine Seitengasse. Nicht in der Hoffnung, dass dort weniger Menschen wären – obwohl, doch schon ein bisschen. In Graz ist es nahezu unausweichlich, Passanten zu begegnen, vor allem wenn man eine Seitengasse in der Nähe vom Hauptplatz wählt. Es gab einige Schaulustige, Menschen blieben stehen und beobachteten das Szenario. Nur irgendwie hat es mir in Graz nichts ausgemacht. Liegt es an der Anonymität der Stadt? Oder liegt der Grund darin, dass es keine Teeniemädels waren? Warum mache ich mir als erwachsene Frau überhaupt Gedanken, was Tenniemädchen von mir denken könnten? Hm, mache ich mir überhaupt Gedanken darüber? Nun, ich war selbst einmal ein Teenager und ich weiß, wie grausam deren Urteil sein kann, aber nein, eigentlich muss ich mir keine Gedanken darum machen. Trotzdem war es im Park am Land komischer. Woran liegt das nur? Fällt am Land etwa die Anonymität weg? Obwohl es nur das Nachbardorf war?

Das Outfit

Mein LWD (Little White Dress) kennt ihr bereits aus meinen Kärntenpost -HIER-. Es entstammt aus dem letzten Sommer, wo ich es so gut wie nie angezogen habe. Ich mag solche weißen Kleider. Mein letztes habe ich mir nach meiner Matura für die Maturarreise gekauft. Trotzdem finde ich es unglaublich schwer, ein schönes LWD zu finden, obwohl die Läden im Sommer voll davon sind. Heuer gelang es mir beispielsweise nicht, ein kurzes, weißes Kleid zu finden, welches mir an mir gefiel. Unzählige habe ich anprobiert und dann doch wieder zähneknirschend auf den Sammelkleiderständer vor den Umkleidekabinen gehängt. Dafür mag ich das hier umso lieber.

Ich habe versucht, eine eher lässigere Kombination daraus zu erstellen bzw. sie entstand letzte Woche rein zufällig, als ich wieder einmal mit meinen Klamotten herumexperimentiert habe. Darum kommt nun das Karohemd zum Einsatz. Normalerweise trage ich immer mehr Schmuck. Diesmal beließ ich es bei schlichten, goldfarbenen Ohrsteckern, die schön von meinen Haaren verdeckt werden. LWD’s sind süß, aber ich denke, ich nehme dem Kleid mit dieser Kombination ein bisschen die „süße Unschuld“ weg, damit es weniger mädchenhaft, dafür wesentlich lässiger wird.

I’m wearing…

Dress: New Yorker {Similar -HERE-}
Check Shirt: ZARA {Similar -HERE}
Shoes: Deichmann {Similar -HERE-}
Bag: H&M
Location: Park St. Ruprecht/Raab
Photos by Caro

Lookbook #20: Rosenmädchen

Look Book #20

Rosenmädchen

 

Es war höchste Zeit, dieses Outfit, welches ich euch heute zeigen möchte, zu shooten. Der Rock, in den ich mich auf den ersten Blick verknallt habe, hängt schon seit fast 2 Monaten in meinem Schrank. Angezogen habe ich ihn allerdings noch nie. Das hat einen ganz einfachen Grund: Ich wollte ihn erst anziehen, nachdem ich einen Outfitpost damit gemacht habe. Endlich hat es hingehauen, auch wenn ich an diesem Tag keinen Fotografen hatte. Egal, dann musste eben mal wieder der Fernauslöser her, aber das nächste Mal lasse ich mich doch wieder von jemand anderes fotografieren. Das ist einfach bequemer und die Fotos werden wesentlich schöner. 

Heute möchte ich nicht so viel über den Rock schwafeln, sondern euch eine kleine Geschichte erzählen. Über meine Kette, die ich bei diesem Outfit trage. Eine Kette, die längst verloren geglaubt schien. Eine Kette, die mir so viel bedeutet und die ich schon längst abgeschrieben habe. Aber beginnen wir einmal ganz von vorne. Als ich 20 Jahre alt wurde, bekam ich von meiner Mama meine allererste Swarovski Kette. Ein Herz mit zahlreichen weißen, rosafarbenen und pinken Steinchen. Sie war mir von Anfang an unglaublich wichtig und ich hatte sie beinahe ständig um. Lediglich zum Duschen habe ich sie abgenommen. Normalerweise bin ich ein Mensch, der (Mode)-Schmuck sehr schnell verliert, aber auf die Kette habe ich wirklich aufgepasst. So konnte ich sie anderthalb Jahren mein Eigen nennen. Ich erntete zahlreiche Bewunderungen dafür und ich war sogar ein bisschen stolz auf sie. Diese Kette wollte ich nie mehr in meinem Leben missen.

Selbst im Krankenhaus hatte ich sie ständig um. Sie war mein Beschützer und mein Talisman. Sie hat mir durch die schwere Zeit geholfen, weil sie mich an meine Familie erinnert hat. Wenn ich meine Familie vermisste, wusste ich, dass sie durch die Kette bei mir sind. Ich habe sie gehütet, wie einen Schatz. Es ist zwar etwas Materialistisch, denn die schönsten Geschenke sind für mich immer noch diejenigen, die man nicht kaufen kann, aber trotzdem zählt sie zu eines der schönsten Geschenke, das ich je in meinem Leben bekommen habe. Sie hat mich einfach glücklich gemacht.

Eines Tages war sie weg. Verschwunden. Spurlos. Ich war am Rande des Nervenzusammenbruches. Wo zur Hölle war nur meine Kette? Zuerst dachte ich, ich hätte sie im Krankenhaus liegen lassen und sie in der Zwischenzeit einfach vergessen. Aber das konnte nicht sein. Ich wusste, dass ich sie noch zu einem traurigen Anlass trug und dieser war ein Jahr nach meiner Einweisung. Nach meiner Entlassung waren fast acht Monate vergangen. Sie musste irgendwo in meiner Nähe sein. War sie aber nicht. Nach langem Suchen musste ich mich wohl damit abfinden, dass die Kette weg war und nie wieder auftauchen würde. Das war vor über zwei Jahren.

Hin und wieder dachte ich immer noch an die Kette und wie schön es wäre, sie wiederzuhaben. Trotzdem wusste ich, dass ich sie nie wieder sehen würde. Vor drei Wochen jedoch geschah das Unglaubliche. Ich habe sie wiedergefunden. Sie lag hinter einer Kommode. Ich wusste nicht, warum sie auf einmal da war, denn in dieser langen Zeit hatte ich die Kommode schön öfters beiseite geschoben, um darunter sauber zu machen und staubzusaugen. Ich kann mir das nur so erklären, dass die Kette immer mitgeschoben wurde, wenn ich die Kommode zur Seite geschoben habe. Egal, was es ist, die Kette ist wieder da. Ich sah es als Zeichen, weil kurz davor eine nicht so schöne Sache passiert ist und ich glaube, sie symbolisiert, dass alles wieder gut wird. Egal, wie alles ausgehen wird, aber es wird so geschehen, wie es sein soll und ich werde mich danach gut fühlen. Vielleicht nicht sofort, aber irgendwann.

Heute trage ich die Kette zwar nicht mehr ständig, aber wenn ich sie ablege, kommt sie sofort in meine Schachtel, die ich bis zuletzt behalten habe und danach wird sie in die Vitrine gestellt. Ich lege sie nicht mehr irgendwo hin, wo sie runterfallen kann. Jetzt kann ich sie wieder hüten, wie einen Schatz. Trotzdem hatte ich sie seitdem wieder sehr oft um.

 

Das Outfit werde ich in der Form nun öfter tragen. So lange ist es ja leider nicht mehr warm. Der Sommer verfliegt viel zu schnell und ich bin immer ganz traurig, wenn wieder ein Tag vorbei ist. Die Kette ist zwar silber und die anderen Accessoires wieder golden, aber ich mag die Kette zu diesem Outfit sehr gerne. Einen kleinen Photobomber hatte ich auch. Lexi war an diesem Tag einfach zu liebesbedürftig und ist mir überall hin gefolgt. Verscheuchen wollte ich sie nicht, denn dafür habe ich sie einfach viel zu lieb. Die Schuhe sind, unglaublich aber wahr, meine ersten nudefarbenen Pumps. Endlich. Ich wollte schon so lange welche. Außerdem – mein Lieblingsarmband, welches ich auch sehr selten ablege, ist mit von der Partie. Eigentlich gehört es immer noch meiner Schwester, aber sie scheint es nicht zu vermissen.

Blouse: Zara {Similar HERE}
Skirt: Dorothy Perkins {Same HERE}
Shoes: Deichmann {Similar HERE}
Bag: Michael Kors {Same HERE}
Necklace: Swarovski {Similar HERE}
Bracelet: H&M
 
Location: Miss Laits Bauerngarten 🙂
Und ganz zum Schluss noch ein Outtakefoto mit dem Lexchen. 🙂

Look Book #17: Casual in Pastell

Look Book #17

Casual in Pastell

Ich sitze hier haarraufend und zähneknirschend in meinem Zimmer. Irgendwie habe ich das Gefühl, als hätte sich mein Gehirn in eine tickende Zeitbombe verwandelt, die kurz vor der Explosion steht. Im Hause von Madame Lait herrscht Ausnahmezustand! Nur was ist der Grund für diesen exorbitanten Nervenzusammenbruch, der mir augenscheinlich in wenigen Sekunden bevorsteht? Die Antwort ist genauso lächerlich, wie absurd! Im Übrigen zwei verschieden klingende Adjektive, die ein und dasselbe aussagen. Wie grotesk! Das, was mich gerade wirklich zum verzweifeln bringt, ist ein simpler Fashionpost, nämlich dieser hier. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was es für ein Glücksgefühl war, als die Fotos endlich dank Caro allesamt im Kasten waren. Jetzt stehe ich eher am Rande des Wahnsinns. Irgendwo auf einer Klippe in meiner farbenfrohen Gedankenwelt, die plötzlich ganz gräulich wird. Dabei fällt mir gerade auf, wie negativ das alles klingen muss. So, als hätte ich keinen Spaß an der Sache. So, als würde ich den Fashionpost nur online stellen, weil ich auf irgendeiner Art und Weise das Gefühl hätte, ich müsste einen machen, obwohl ich per se keine Fashionbloggerin bin. Nein, nein, nein! Das ist nicht der Grund.

In Wahrheit liegt das Problem auf einer ganz anderen Ebene. Der springende Punkt ist: Ich finde es furchtbar schwierig, einen passenden Text zu einem Fashionpost zu schreiben. Ich will mich nicht lediglich auf mein Outfit fokussieren, wo ich dieses und jenes her habe oder wie viel die Teile gekostet haben (über Preise spreche ich bei Posts sowieso selten, kann ja jeder für sich herausfinden). Denn all das kann man auch gekonnt in ein Haul Video packen. Was mir am Herzen liegt: ich möchte eine Geschichte erzählen, die irgendwie zu den Outfits passt, die ich euch zeige. Ich habe mir die Bilder angeschaut. Ich habe sie laaaaaaaaaaange angeschaut. So lange, wie meine olivgrünen Äuglein (ja, das sind sie wirklich!) auch nur annähernd das Licht des Laptops aushalten konnten. Begonnen habe ich mit der Uni (wie immer mein Thema Nummer 1), dann hatte ich es gleich satt, weil meine Finger nach ein paar Sätzen ruhend auf der Tastatur vor sich hin schwiegen. Nach einer kurzen Kaffeepause löschte ich die mickrige Zeichenanzahl und begann von vorne. Von Vorurteilen war plötzlich die Rede und davon, dass ich eigentlich sehr einfach gestrickt bin. Aber hatte ich das nicht schon einmal in einer Anekdote? Trotzdem – ich werde wohl nie müde, darüber zu quasseln, ich alte Chatterbox. Ach herrje!

Nach einer weiteren Kaffeepause, einem verzweifelten Anruf bei einer Freundin und der patentverdächtigen Empfehlung eines Freundes von mir, einen Schnaps zu trinken, damit die Wörter im wahrsten Sinne des Wortes fließen (empfahl er mir allerdings für einen anderen Post), versuchte ich meine Gedanken erneut zu ordnen. Wieder blieben meine Augen an den Bildern kleben und ich entdeckte so viele Elemente, über die ich eigentlich hätte schreiben können. Beispielsweise darüber, dass meine Accessoires silber sind, meine Tasche aber eindeutig goldene Details hat und mir das erst beim Shooting aufgefallen ist. Ich habe es aber trotzdem gelassen. Widerspiegelt meine Verpeiltheit. So quasi als Symbol, dass ich ein kleiner Tollpatsch bin und nicht immer alles perfekt abgestimmt ist. Passiert! Oder über die Tatsache, dass ich in letzter Zeit nur noch Voss Water trinke, weil es einfach so unheimlich cool wirkt. Außerdem sind die stylishen Glasflaschen wiederverwendbar und umweltschonend. Da wären wir wieder beim nächsten Punkt. Ich hätte mich wunderbar „greenwashen“ können, so wie ein Großkonzern für Strom es einst getan hat, obwohl es da alles andere, als umweltschonend zugeht. Ich hätte auch von meinen Pünktchenschuhen schwärmen können und wie gern ich meine Füße als Dalmatiner sehe (okay, Dalmatiner ist das falsche Wort, schaut nicht wirklich aus, wie ein Dalmatiner). Die nächste Möglichkeit hätten mir meine Haare geboten. Ich hätte wie immer über meinen Ansatz jammern können und wie faul ich doch bin, zum Friseur zu gehen. Das habt ihr aber wahrscheinlich nun schon genauso satt, wie ich. Am Mittwoch werden sie verändert und Punkt!

Ansonsten hätte ich auch noch Bezug auf die tolle Location nehmen können. Mir persönlich ist es zwar oftmals zu eng in der Kleinstadt, in der ich lebe und ich freue mich schon, wenn ich nach dem Studium (je nachdem, in welcher Schule ich dann unterrichte) in eine etwas größere Stadt, wie Graz, ziehen könnte, aber das Kunsthaus in Weiz wirkt doch unglaublich modern. Das Gebäude, welches noch nicht allzu viele Jahre auf dem Buckel hat, besteht voll und ganz aus einem transparenten Glaskörper. Ich würde auch einmal gerne ungestört im Inneren des Gebäudes shooten, denn Licht genug bietet es schließlich, aber das gestaltet sich dann doch als ziemlich schwierig.

Wie ihr seht, ich hätte genug Inspirationsquellen gehabt, aber für mich war es trotzdem nicht ganz einfach. Ja, ich finde, es ist schwierig, Fashionpostings zu tippen und ich bewundere diejenigen Fashionbloggerinnen in der Blogosphäre, die es schaffen, atemberaubende Outfitbilder zu schießen und trotzdem einen qualitativen, lustigen und/oder unterhaltsamen Text hinzuzaubern, unheimlich. Egal, ob es jetzt eine kleine Geschichte ist oder ob sie mit den richtigen Worten auf ihr Outfit eingehen. Ich finde, das gelingt vor allem Svetlana und Andrea gut. Beide wirken dabei unglaublich natürlich, aber sie sind auch schon alte Hasen im Fashionbereich 🙂 und beschäftigen sich mehr damit, als ich es tue.

Letztendlich habe ich mich nun dazu entschieden, nach dem Bericht meiner langen Odyssee, die richtigen Wörter zu finden, euch doch ein bisschen über mein Outfit zu erzählen.

Wie ihr seht, ist es diesmal sehr casual gehalten. Ich glaube, ich habe noch nie oder sehr selten einen Outfitpost gemacht, in welchem ich flache Schuhe trage. Momentan mag ich diese aber sehr gerne. Gerade wenn es draußen wärmer wird, sind meine Schuhe eher flach. Seien es Ballerinas oder diese Sneakers mit Pünktchenmuster von Forever21. Das sind übrigens meine ersten Sneakers seit ich weiß nicht wie vielen Jahren (Meine Laufsneakers zählen nicht!). Unglaublich, was? Ich habe vollkommen vergessen, wie bequem sie sind und dass sie trotzdem ein Blickfang sein können. Ich glaube, es werden heuer noch ein paar mehr bei mir einziehen. Aufgrund des Musters und des farblich gesehen starken Kontrasts zu den sonst so pastelligem Outfit, stechen sie aus dem Rest des Outfits deutlich hervor.

Mein Oberteil von Vero Moda war eher ein Spontankauf. Nach dem langen „Woman Day“ sind wir noch nach Gleisdorf gefahren. Eigentlich wollten wir nur zu C&A, haben uns dann aber noch spontan dazu entschieden, in einem weiteren Laden zu gehen, der unter anderem Klamotten von Vero Moda, Only, Vila usw. vertreibt. Ein bisschen hin und her überlegen musste ich zwar schon, aber da ich mehr pastellige Sachen im Schrank haben wollte, durfte es letztendlich bei mir einziehen. Ich mag das Oberteil vor allem in Kombination mit hellen Jeans, aber wenn ich mal wieder Lust auf einen stärkeren Kontrast habe, schlüpfe ich in eine eher dunklere Jeans.

Der Seesternring von sixx war auf Anhieb meine große Liebe. Dazu gibt es sogar die passenden Ohrringe, aber ich bleibe nach wie vor schlichten Perlenohrsteckern treu. Ich distanziere mich lieber von schweren Ohrsteckern oder Ohrringen, denn die haben im Laufe der Jahre sichtliche Spuren hinterlassen, sodass leichte Stecker doch die bessere Wahl sind. Da eine Leserin vor einiger Zeit den Wunsch geäußert hat, gerne ein Outfit mit der Schneeflockenkette von Thomas Sabo zu sehen, habe ich die Kette eingebaut, obwohl der Winter bereits hinter uns liegt und der Anhänger nicht hätte gegensätzlicher zum Seestern sein können (Ist der Satz Deutsch?). Da meine Accessoires, wie oben bereits erwähnt, silber sind, passt die Tasche mit dem goldenen Spatz zwar nicht 1:1, aber dafür harmoniert sie mit meinem Oberteil. Ich muss ehrlich zugeben, auch im Alltag achte ich nicht immer darauf, ob mein Schmuck silber und die Elemente auf der Tasche gold sind. Abgesehen davon finde ich es momentan auch unglaublich schwierig, Taschen zu finden, die silbrige Details haben. Mir ist nur wichtig, dass der Schmuck, den ich am Körper trage, entweder ausschließlich silber oder gold ist. Momentan ist er für gewöhnlich allerdings sowieso eher golden. Achtet ihr selbst hierbei explizit darauf? 

Nun würde es mich noch interessieren, welche Gestaltung ihr bei Fashionposts bevorzugt? Gefällt es euch besser, wenn eine Bloggerin mehr auf das Outfit eingeht, oder lest ihr lieber eine passende Story dazu? Würdet ihr euch wünschen, dass ich mich mehr auf das Outfit des Posts fixiere? 
 
Shirt: Vero Moda (Similar here)
Jeans: Only (Similar Here)
Sneakers: Forever21 (Similar Here) 
Shoulder Bag: sixx (Similar Here)
Seastar Ring: sixx (Similar Here)
Necklace: Thomas Sabo (Charm – Same Here)

 

Location: Kunsthaus Weiz

 

Übrigens: Vor kurzem wurde ich interviewt. Das Interview findet ihr auf shoe-stories.de unter DIESEM Link.

Lookbook #16: Kontrastprogramm

Lookbook #16

Kontrastprogramm

Ja, ich weiß. Auf dem Kalender steht dick und fett Frühling. Okay, okay, Frühling steht vielleicht nicht drauf, höchstens in der Zeile des 21. März‘, aber ihr wisst bestimmt, worauf ich hinaus möchte. Und wenn wir etwas gar nicht im Frühling haben wollen, dann ist es der Winter, stimmts? Also, warum trage ich dann wohl Winterboots im Frühling? Vielleicht weil ich die Boots sehr gerne mag oder aber, weil ich eine kleine Neigung zu Kontrasten habe. Ich mag den Gegensatz und das Kontrastprogramm ziehe ich nicht nur bei den Farben durch, die sich aus pastelligen Tönen, schwarz und weiß zusammensetzen, sondern auch bei den Schuhen. Oben frühlingshaft und unten doch noch ein bisschen Winter. Ihr werdet es nicht glauben, aber ich fahre sogar im Sommer gerne ein kontrastreiches Programm. Letztes Jahr im Juli trug ich zu einem Street Festival ein luftig leichtes Sommerkleidchen und Stiefel, die optisch so aussahen, als wären sie aus Veloursleder, für die aber im Endeffekt kein unschuldiges Tierchen seine Haut hergeben musste.

Auch die schwarzen Stiefel von Tamaris sehen so aus, als wären sie aus Veloursleder. Genau das Material bevorzuge ich im Winter bei meinen Schuhen. Anscheinend tue ich das aber nicht nur im Winter, sondern ganzjährig. Praktisch, schön und multisaisonal – zumindest für mich. Zugegeben, im Sommer war es mit solchen Schuhen doch richtig heiß und manchmal gab es sogar einen irritierten Blick von Leuten, die bei solch tropischen Abendtemperaturen lieber Flip Flops bevorzugten, aber jetzt im Frühling ist es immer noch angenehm, sie zu tragen. Vor allem, wenn ich vor sieben Uhr das Haus verlassen muss, um nach Graz zu fahren. Das Outfit trug ich übrigens auch letzten Freitag an der Uni.

Nicht nur dieses Outfit, sondern auch mein Leben und meine Charaktereigenschaften sind ein einziger Kontrast. Das stört mich ehrlich gesagt gar nicht. Im Gegenteil, ich finde es sogar witzig, spannend und interessant. Auf jeden Fall ist es alles andere, als langweilig. Ein paar Beispiele gefälligst? Nun… an der Uni oder vor bestimmten Menschen versuche ich immer wahnsinnig erwachsen und verantwortungsbewusst rüberzukommen, doch in Wahrheit bin ich noch ein halbes Baby. Ich esse meinen Porridge morgens immer mit Babybrei und mampfe meinem Neffen die Babykekse weg. Auf dem ersten Blick sehe ich wie das typische Mädchen von nebenan aus. Kein Wunder, ich kleide mich sehr mädchenhaft und gebe mich manchmal auch so, aber tief in mir drinnen bin ich ein richtiger Kerl. Ich schaue Fußball (und fluche dabei unheimlich gerne, wenn meiner Mannschaft Unrecht getan wird oder selbige irgendeinen Mist baut), kenne (pünktlich zur WM und EM) die Abseitsregel, trinke beim Weggehen lieber Bier als Cosmos (wobei ich diese natürlich auch sehr gerne mag) und steh auf Nerdstuff! Als Kind war nicht Barbie meine größte Leidenschaft, sondern Pokémon. Ich mache mich auch mal dreckig, ohne auszuflippen, habe keine Scheu davor, ein Regal zusammenzubauen oder Schränke (sporadisch) zu reparieren, obwohl ich so aussehe, als hätte ich vom Handwerkern keine Ahnung. Auch meine Haare sind momentan ein einziges Kontrastwirrwarr, aber dieses Programm kennt ihr schon länger von mir. Nicht mehr lange und ihr werdet eine etwas dunklere Haarfarbe an mir sehen (voraussichtlich :D). Doch die nächsten zwei Fashionposts kommen noch mit einem kontrastreichen „Ombre“. 

Meine liebe Freundin Caro hat sich Zeit für mich genommen, um mit mir ein kleines Fotoshooting zu veranstalten. Da habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, gleich mehrere Outfits einzupacken. Im Grunde genommen seht ihr jetzt endlich den ganzen Stuff, den ich mir während meines Wienwochenendes und des „Woman Day“ zugelegt habe. Außerdem war ich ganz erstaunt, dass es sogar in meinem „Hood“ ein paar nette Locations für Shootings gibt. Das hätte ich nicht gedacht. Allerdings verstehe ich jetzt gerade alle Fashionblogger, die das eine oder andere mal von ein paar neugierigen Blicken von gaffenden Passanten erzählen. Anfangs war das wirklich seltsam für mich, aber weil die Kleinstadt, in der ich mein energetisch positiv geladenes Dasein friste, samstags praktisch wie ausgestorben ist, kam dies zum Glück nur ganz, ganz selten vor.

Ich kann euch im Übrigen versprechen, dass die nächsten beiden Outfits mit Schuhen an meinen Füßchen bestückt sind, die wesentlich besser zu den momentan vorherrschenden Temperaturen passen. Zwar sind sie dunkel, aber für hitzige Tage bestens geeignet. Auf Stiefelparadies findet ihr übrigens auch tolle frühlingshafte Schuhe und sogar frühlingshafte Boots, also Boots, die wirklich für den Frühling gemacht sind und nicht nur für den Winter, so wie meine 😉

Wie gefällt euch das Outfit?
Vielleicht kommt es euch noch von älteren „Nichtfashion“-Postings bekannt vor!
 
Tunika: Forever 21 (Similar Here)
Blazer: H&M (Similar Here)
Scarf: sixx (Similar Here)
Skirt: Forever 21 (Similar Here – SALE)
Shoulder Bag: sixx (Similar Here)
Boots: Tamaris (Similar Here)
Sunnies: H&M (Similar Here)
Stud Earrings: H&M

 

*Linktausch

Lookbook #15: Girls run the World

Lookbook #15

Girls run the World

Wir Mädels benötigen gewiss keinen Tag, der uns und die Männerwelt daran erinnert, dass wir fabelhaft sind. Dennoch ist es schön, dass der 8. März ganz und gar uns Ladies gehört. Zweifelsfrei haben wir diesen „Ehrentag“ verdient, oder was meint ihr, Mädels? Und doch ist es manchmal gar nicht so leicht, eine Frau zu sein.

Mittlerweile ist viel Zeit vergangen. Wir leben im 21. Jahrhundert und dass Frau nur noch „Heimchen am Herd“ spielt, dürfte der Vergangenheit angehören. Und doch begegne ich vielen Vorurteilen, Klischees und manchmal auch Aussagen, die mich in Rage bringen können. Ich hasse es, wenn man mir weniger zutraut, als ich kann, nur weil ich eine Frau bin. Anstatt dass wir Mädels zusammenhalten, passiert das sogar unter uns, denn ich hasse es genauso, wenn man nur die Männer als die Bösen darstellt. Natürlich müssen wir uns in unseren heutigen Welt hauptsächlich gegen die Männerdominanz durchsetzen, aber nicht jeder Mann auf dieser Welt sieht uns als das „schwächere“ Geschlecht an, nicht jeder Mann kann es nicht ertragen, dass eine Frau ebenso klug ist und Karriere machen kann.

Ich kann es nicht mitansehen, wenn ein Mädchen ein anderes als „Schlampe“ abstempelt, nur weil sie gerne kurze Röcke oder High Heels trägt und ich kann es nicht ausstehen, wenn manche Männer, die unter Testosteronüberschuss und Alkoholeinfluss stehen, der Meinung sind, sie würden dadurch den Freifahrtschein besitzen, uns an Körperregionen unterhalb der Gürtellinie begrapschen zu dürfen. Nur wenn wir Röcke oder Kleider tragen, etwas Bein zeigen, heißt das nicht automatisch, dass wir ein Paarungssignal aussenden. Es macht uns nicht dumm und es macht uns nicht weniger wert. 

Ich mag es nicht, tanken zu gehen. Schon gar nicht, wenn ich einen Rock oder ein Kleid trage. Das ist allerdings nicht zwingend notwendig. Durch meine blonden Haare meinen die Herren (meistens aus einer etwas älteren Generation) mich mit Argusaugen beobachten zu müssen. Ich kann auch eine Jeans und einen langen Pullover tragen, damit mir doofe Kommentare oder eindeutige Pfeifgeräusche hinterher geschmissen werden. Nein, solche Mädchen wie ich können nicht tanken. Man belächelt mich, mustert mich, während ich genervt an der Zapfsäule stehe und genauso tanke, wie jeder andere auch. Tanken dauert nicht lange, aber damit hat es sich noch nicht erledigt. Ich muss mich immer noch am Kopf kratzen, wenn ich daran denke, warum die Kassiererin mit den fettigen Haaren zu mir so unfreundlich war, aber zu der Frau vor mir in Jogginghosen und zerzausten Haaren freundlich? Liegt es daran, weil ich klischeehaft mädchenhaft bin? Bin ich gleich eine Barbiepuppe, nur weil ich mir die Haare blond färbe, kaum flache Schuhe besitze und ich mich in Kleidern wohler fühle, als in Hosen?

Was ist mit dem Thema Gewicht? Dadurch, dass ich schon mehr gewogen und etliches wieder verloren habe, weiß ich, wie sich das anfühlt, wenn man nur auf das Gewicht reduziert wird. Für die Männer ist man uninteressant, für Frauen gleich fett. Hat man plötzlich weniger auf die Rippen, kommen genau diese Männer mit den ekligsten Anmachen ever und für die Frauen ist man gleich magersüchtig oder man hat eine Essstörung.

Ja, ich bin ein typisches Klischeemädchen. Ich liebe es, mich zu schminken. Ich liebe schöne Klamotten, vor allem Kleider. Ich liebe Frauensendungen und ich bin schlecht in Mathe. Na und? Macht mich das dumm? Macht mich das nicht-emanzipiert? Nein, denn ich weiß, worin meine Prinzipien liegen. Ich will nie von meinem Partner abhängig sein. Ich will nie das Geld von einem Mann ausgeben, denn ich bin dazu in der Lage, mein eigenes zu verdienen. Und ich werde mich nicht in eine Schublade schieben lassen. Weder von Männern, noch von Frauen. Ich weiß, was ich kann und ich weiß, dass ich viele Möglichkeiten in meinem Leben habe, für die Frauen vor einigen Jahrzehnten noch gekämpft haben.

I am not interested in Money! I just want to be wonderful! -[Marilyn Monroe]-

Zum Glück besteht die Welt nicht ausschließlich aus der Sorte Männern, die in uns kleine Püppchen sehen. Auch wenn mir manchmal noch etwas mehr Akzeptanz in der Gesellschaft fehlt, so weiß ich, dass wir uns etabliert haben. Selbst unter Frauen muss man sich nicht unbedingt bekriegen und gegeneinander konkurrieren. Wir sind alle auf unsere eigene Weise einzigartig, wunderschön und liebenswert. Und wir sollten zusammenhalten. In einer Welt, in der alle Frauen, die auf ihren eigenen Beinen stehen, nicht mehr als „Emanzen“ degradiert werden. In der man Frauen, die für ihre Rechte kämpfen, nicht mit Achselhaaren und Raspelhaarschnitt in Verbindung bringt. Junge Frauen können unabhängig sein und trotzdem kurze Röcke tragen. In uns steckt ein menschliches Wesen, dass mit dem Herzen gerne Frau ist und wir dürfen nie vergessen, was unsere Rechte und vor allem, wer wir sind.

 

Nothing makes a woman more beautiful than the belief that she is beautiful! -[Sophia Loren]- 

Outfit
Dress: Apricot via Kult {Similar here}
Hat: claire’s
Earrings: Takko
Shoes: Jello {Similar here}
Clutch: Deichmann