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Life Update #14: About Big Plans

Disclaimer: Der Beitrag „Life Update #14: Big Plans“ enthält PR-Samples. Markierung: Asterisk (*)


 

Mir kommt es nicht so vor, als hätte sich seit dem letzten Life Update viel in meinem Leben getan. Und doch stehe ich vor einem wichtigen Meilenstein in meinem Leben, der nun immer konkreter wird. Langsam nehmen aufgestellte Pläne Form an, auch wenn es noch ein bisschen dauern wird, bis dieser Plan tatsächlich umgesetzt wird. Ihr könnt euch vielleicht schon vorstellen, worüber ich in meinem heutigen Life Update mit euch sprechen werde. Unter anderem werde ich euch verraten, wie es um meinen Umzug nach Graz bestellt ist. Außerdem erzähle ich euch, was ich mir für die kommende Zeit wünsche, mit welchen Plagen ich mich gerade herumquäle und wie ich zum Thema Fastenzeit stehe bzw. ob ich selbst auch fasten werde.

Abgesehen davon bin ich euch noch ein Outfit schuldig. Ich wollte euch schon längst meinen Look mit dem Oversize Pullover von Tommy Hilfiger* zeigen, für den ich einige Komplimente bekommen habe.

 


 

 

Big News: Das Nesthäkchen wird flügge

Mein Umzug nach Graz

Mit 26 Jahren bin ich ein bisschen spät dran, was das Ausziehen aus dem Elternhaus betrifft. Auch wenn es für mich schon lange keine einfache Situation ist, keine eigenen vier Wände zu haben, so bereue ich es doch nicht, das Studium über Zuhause gewohnt zu haben. Es war definitiv die richtige Entscheidung, meine Mutter nach dem Tod meines Vaters zu unterstützen und nicht zu gehen. Inzwischen sind wir aber beide dazu bereit, dass ich in die große weite Welt hinausgehe. Okay, es ist nur Graz, aber für mich ist es ein unglaublicher Meilenstein, auf den ich mich schon wahnsinnig freue. Er nimmt Form an. Langsam kann ich mich darauf einstellen, was mich alles erwarten wird.

Gelegentlich bekomme ich die Frage, wie meine Wohnungssuche voran geht. Ich möchte noch nicht allzu viel verraten. Nur so viel: Ich habe bereits ein Mietanbot für eine Wohnung gestellt, welches bewilligt wurde. Es geht somit gut voran. Ein bitterer Nachgeschmack bleibt jedoch. Um in meine Wunschwohnung zu ziehen, muss ich länger warten, als geplant. Erst zwei Wochen nach Schulbeginn werde ich einziehen können, aber ich habe auf mein Bauchgefühl gehört und diese Entscheidung frei aus dem Bauch heraus getroffen. Fast sieben Jahre habe ich gependelt, da ertrage ich auch die zwei Wochen pendeln bis zum Umzug.

 

 

Always Tired

Die Frühjahrsmüdigkeit hat mich wieder

Ich neige zur Frühjahrsmüdigkeit. Während sich viele aktuell mit den ersten Allergien herumplagen, leide ich jedes Jahr aufs Neue an der Frühjahrsmüdigkeit. Heuer kam sie ein bisschen früher, als gewohnt. Das lässt mich hoffen, dass sie vorbei sein wird, wenn der Frühling endlich eingezogen ist. Deswegen mangelt es mir momentan auch ein bisschen an Motivation bezüglich meiner To Do’s. Mein Unistapel mit To Do’s während den Semesterferien ist leider noch nicht geschrumpft und es wirkt sich auch ein bisschen auf meine Arbeitsmoral aus. Eigentlich wollte ich viel mehr bloggen und auch auf Instagram aktiver sein, als ich es ohnehin schon bin. Doch momentan ist das Bett mein Lieblingsort. Ich könnte wirklich permanent schlafen. Wie jedes Jahr hoffe ich, dass die ganze Sache schnell ausgestanden ist und ich wieder mehr Elan habe.

 

 

Die Talfahrt ist trotzdem beendet…

In meinem letzten Life Update habe ich euch erzählt, dass der Jahresbeginn eher suboptimal für mich verlief. Inzwischen stellt sich die kleine Talfahrt jedoch wieder ein. Trotz Frühjahrsmüdigkeit habe ich aus meiner kleinen Tiefphase wieder herausgefunden. Im besten Alter will man seine Zeit schließlich nicht mit Jammern verschwenden. Ich merke immer mehr, wie viel es noch zu erleben gibt und wie ich mein Leben als junge Erwachsene gestalten möchte. Zuhause rumsitzen? Diese Phase habe ich durch, jetzt wird wieder am Leben teilgenommen.

Entgegen meines Naturells, das die Wochenenden nach einer partyreichen Jugend lieber zu Hause verbringt, bin ich jetzt wieder öfters unterwegs. Damit sind nicht nur Parties gemeint, sondern auch Kinoabende oder Barbesuche. Ich merke, wie gut es mir tut, wenn ich mich nicht zu Hause verkrieche und kann es kaum noch erwarten, bis es endlich wärmer wird. Da steigt meine Motivation bekanntlich immer. Mit dem Frühling in Sichtweite steigt auch mein Wohlbefinden. Ich habe Lust, mit den Mädels abends wegzugehen, Ausflüge zu machen, auf Dates und generell darauf, neue Leute kennenzulernen. Darum sage ich auch immer: Lasst euch von Talfahrten nicht entmutigen. Die gehören im Leben einfach dazu. 

 

 

Wish Upon a Star

Das wünsche ich mir in nächster Zeit

Trotz Umzug, für welchen ich gerade zwanghaft versuche, mein Sparschwein am Leben zu halten, möchte ich wieder ein bisschen raus in die große weite Welt. Mein letzter Auslandsaufenthalt liegt inzwischen auch schon wieder fünf Monate zurück. Es wird definitiv Zeit für einen Citytrip. Ich wäre motiviert für eine weitere schöne Stadt in Europa und liebäugle gerade mit einem Kurztrip nach Rom. Zumindest haben Alex und ich davon gesprochen. Es wäre schon, wenn wir diesen Plan auch in die Tat umsetzen könnten.

Weil wir „On a Budget“ reisen wollen, denken wir über einen Aufenthalt in einem Air BnB nach. Falls ihr gute Tipps habt, dann nur her damit.

 

 

Fasten…

Ja oder Nein?

Meine Einstellung bezüglich der Fastenzeit ist so ähnlich, wie meine Einstellung im Bezug auf Neujahrsvorsätze. Ich halte nicht wirklich viel davon. Vor allem wenn man nicht aus religiösen Gründen fastet – was ich etwas besser verstehen könnte. Für mich ist der Aschermittwoch ein zu konkretisierter Tag, um Laster und Gewohnheiten zu ändern oder zu unterbrechen, da ich der Meinung bin, dass man dafür einfach keinen bestimmten Tag braucht. Auf Instagram habe ich in den Stories einige Beiträge zum Thema Fastenzeit gefunden.

Ich persönlich würde nicht davon sprechen, dass ich mich nun auch in die Fastenzeit verabschiede und auf ungesunde Gewohnheiten verzichten werde, aber es gibt durchaus Dinge, die ich aktuell in meinem Leben ändern oder ausbauen möchte. Es liegt nicht an der Fastenzeit per se, aber ich möchte versuchen, mir zuliebe mein Leben gesünder und nachhaltiger zu gestalten. Da sich doch einige während der Fastenzeit im Verzicht üben, ist es eventuell sogar motivierender mitzuziehen. Trotzdem wird sich meine Einstellung zur Fastenzeit nicht ändern.

 

Wie steht ihr zu diesem Thema?

 


 

Big

Outfitdetails

Jumper*: Tommy Hilfiger (Ausverkauft)
Shoes*: Tommy Hilfiger (SALE – Same here)
Bag: Tommy Hilfiger (Same here)
Denim*: Only (Same here)

Life Update #13: Fulfilling my Dreams

*Der Beitrag „Life Update #13: Fulfilling my Dreams“ enthält PR-Samples. Markierung: Asterisk (*)


 

Ein kleines Geständnis gleich zu Beginn: Obwohl ich in bester Gesellschaft in das Jahr 2018 gerutscht bin, verlief mein Jahresbeginn bis jetzt doch eher bescheiden als bestens. Und soll ich euch einmal etwas verraten? Ich finde es großartig! Bitte denkt euch nicht, dass ich verrückt geworden bin. Nur Erfahrungen haben mir gezeigt: Läuft’s im Januar so richtig -bitte entschuldigt die Ausdrucksweise- beschissen, wird das Jahr meistens grandios. Darauf baue ich und es ist nicht so, dass es keine tollen Momente im Januar bis jetzt gab. Ganz im Gegenteil. Eine Nachricht, die mein Leben im positiven Sinne verändern wird, war mein persönliches Highlight bis jetzt, denn dadurch kann ich mir endlich einen lang gehegten Traum erfüllen. Mehr darüber erzähle ich euch in meinem heutigen Life Update #13: Fulfilling my Dreams

 

 

Eine kleine Achterbahnfahrt

Zwischen positiven und negativen Momenten

Dass mein Jahresbeginn nicht wirklich von Glück geprägt war, wissen wir inzwischen. Trotzdem bin ich dankbar, dass ich das Jahr mit wundervollen Freunden beginnen durfte. Für mich persönlich hätte ich das alte Jahr nicht besser abschließen können. Darum ist es auch ein Trost, dass ich mich jetzt erstmals auf einer Talabfahrt befinde, die aber langsam bald zu Ende zu sein scheint. Denn spätestens im Tal steht der nächste Lift und dann gehts auch wieder bergauf. Ich bin zuversichtlich, denn es erwarten mich tolle Dinge, auf die ich mich freue.

 

 

Fulfilling my Dreams: Meine positiven Momente

Ich werde Lehrerin

Jetzt kann ich euch endlich davon erzählen. Kurz vor Weihnachten wurde ich zu meinem ersten Vorstellungsgespräch an einem Grazer Gymnasium eingeladen. Dass ich meine potentielle Schule lieber anonym halten möchte, ist natürlich verständlich, denn mein Lehrerleben ist nicht mein Bloggerleben. Nur so viel: Die Schule liegt zentral und nicht abgelegen in irgendeiner Einöde von Graz.

Das Bewerbungsgespräch selbst lief super. Ich durfte die Direktorin der Schule kennenlernen, welche mich nicht nur mit einer äußerst angenehmen Herzlichkeit empfing, sondern auch im ganzen Gesprächsverlauf sehr sympathisch war. Natürlich war ich Feuer und Flamme, denn das Auftreten der Direktion ist schon einmal ein deutliches Zeichen, wie das Arbeitsklima in der Schule selbst ist.

Obwohl das Bewerbungsgespräch super lief, wusste ich eine Zeit lang gar nicht, ob ich das Praktikum nun an dieser Schule beginnen darf oder nicht. Darum setzte ich mich mit dem Landesschulrat in Verbindung und ab der zweiten Januarwoche hatte ich endlich Gewissheit: Ich habe meinen Praktikumsplatz in meiner Traumstadt. 

 

Endlich ausziehen!

Im September werde ich monatlich verdienen. Dank eines regelmäßigen Gehaltes kann ich auch sorgenfrei(er) in eine eigene Wohnung ziehen. Nach sechs Jahren Pendeln mag ich auch nicht mehr wirklich hin- und herfahren. So versteht es sich von selbst, dass ich mir eine Wohnung in der Nähe meiner zukünftigen Arbeitsstelle suchen werde.

Wann genau ich ausziehen möchte, steht noch in den Sternen. Eigentlich wollte ich im Juni oder Juli ausziehen, um mich vor Schulbeginn in meiner neuen Heimatstadt etwas einzuleben. Spätestens im September wollte ich meinen Wohnort dort haben, aber es kann durchaus sein, dass sich das ganze verzögert. Ich bin gerade auf Wohnungssuche und das aktuelle Objekt meiner Begierde wäre erst im Oktober bezugsfertig. Lange habe ich wohl nicht mehr Zeit, um über diese Wohnung nachzudenken, aber sie reizt mich wahnsinnig.

Natürlich werde ich euch auf My Café Au Lait regelmäßig auf dem Laufenden halten. Geplant sind auch themenspezifische Postings zu meinem Umzug. Vielleicht gibt es auch die einen oder anderen Interiorpostings. Aber zuerst muss eine Wohnung gefunden werden bzw. sollte ich mich endlich zu einer Entscheidung durchringen. Falls ihr Infos für Wohnungen rund um Graz habt: Nur her damit.

 

Die eher unschönen Dinge

Mein Unichaos

Obwohl ich als Bloggerin inzwischen effizienter arbeite und damit zufrieden bin, hab ich die Uni etwas aus den Augen verloren. Wer mir auf Instagram folgt, hat es wahrscheinlich mitbekommen. Ich habe total auf diverse Abgaben vergessen, verschwitzt, dass ich über Weihnachten ein Buch lesen sollte und eine Prüfung stand mir auch noch bevor. Für die Bereinigung dieser Dinge habe ich mir Zeit genommen, sodass jetzt fast alles wieder seinen gewohnten Gang geht. So ganz ist mein Studium noch nicht strukturiert, aber das meiste habe ich erledigt und meine Prüfung habe ich zum Glück auch bestanden.

 

Wintertiefs

Ich bin so froh, dass uns bald der Frühling bevorsteht. Anscheinend komme ich mit dem Winter nicht zurecht. Meine Haut trocknet die ganze Zeit aus, es ist bitterkalt und permanent dunkel. Ich bin Dauermüde und fühle mich momentan einfach nicht wohl in meinem Körper. Da Frühling jedoch die Zeit ist, in welcher meine Endorphine wieder zum Leben erwachen, zähle ich schon die Tage runter bis zum meteorologischen Frühlingsbeginn am 1. März. So lange wird es zum Glück nicht mehr dauern und dann können wir endlich alle wieder aus unserem Winterschlaf erwachen.

 

 

Immer optimistisch bleiben

Natürlich haben mich diese und auch noch weitere Dinge, über die ich aktuell nicht ausführlich sprechen möchte, etwas runtergezogen, aber ich habe meinen Optimismus vom Sommer beibehalten. Retrospektiv betrachtet war der Januar gar nicht mal so schlecht, schließlich weiß ich, dass etwas auf mich zukommen wird, wovon ich wollte, dass es auf mich zukommt. Darum wird nicht feig resigniert. Ich arbeite aktiv daran, das Jahr 2018 grandios werden zu lassen und kämpfe für alles, was ich selbst in der Hand habe und beeinflussen kann.

 


 

Fulfilling my Dreams

Outfitdetails

Jumper*: Vila
Blouse*: Aniston
Jeans*: Only
Bag*: Tommy Hilfiger
Shoes*: Tommy Hilfiger
Sunnies: Ray Ban

 

Boost your Confidence + Zara Sale Outfit

An mein kleines Shoppingverbot für Januar habe ich mich nicht ganz gehalten. Der Zara Sale war zu verlockend, um nur am Schaufenster vorbeizugehen. Letztendlich habe ich mich doch dazu entschieden, mir etwas zu gönnen. Mit Ausnahme von den vier Teilen, die ich schon länger habe (Pullover, Blazer, Tasche und Mantel) besteht das Outfit weiters aus Sale-Teilen von Zara. Und irgendwie, so habe ich festgestellt, war es gut, dass ich etwas für mich getan habe. In letzter Zeit geriet mein Selbstbewusstsein und -vertrauen wieder etwas in den Keller. Meistens habe ich mich in meiner Haut nicht wirklich wohl gefühlt – und in meinen Outfits schon gar nicht. Doch dieser Look ist der erste seit Ewigkeiten, den ich nach langer, langer Zeit wieder selbstbewusster ausführen konnte.

 

 

Confidence Struggles

Warum mein Selbstbewusstsein leidet…

Als Mensch mit einer langen und weitreichenden Essstörungsgeschichte bin ich extrem auf meinen Körper fixiert. Das wird wohl immer ein Teil von mir sein und sich wahrscheinlich nie mehr wirklich ändern. Noch im Sommer habe ich geschrieben, dass ich mich wohl in meiner Haut fühle und gelernt habe, meinen Körper in allen erdenklichen Formen zu lieben. Natürlich ist das immer noch der Fall, doch es gibt Tage, an denen mir das einfach schwerfällt und Selbstakzeptanz eben doch keine Selbstverständlichkeit ist.

Ich mache viel von der Art meines Aussehens abhängig. Manchmal wünschte ich mir, ich wäre nicht so stark darauf fixiert, aber diesen Schalter in meinen Kopf kann ich nicht so leicht umlegen. Auch die Art wie ich mich kleide ist ein Indiz, ob ich mich gerade wohl fühle oder nicht. Natürlich ist das sehr objektiv, ja, sogar oberflächlich und oft verstehe ich selbst nicht, warum das so ist, aber einen inzwischen fast neun Jahre alten Essstörungsbackground und die daraus entstandenen Verhaltens- und Denkweisen kann man eben auch nicht von heute auf morgen über Board werfen.

Die letzten paar Wochen war ich mit meiner Kleiderwahl, so absurd das auch klingen mag, wahnsinnig überfordert. Egal, was ich trug, ich mochte mich nicht im Spiegel ansehen, weil ich mir selbst nicht gefiel. Deshalb habe ich mich auch eher in weitere, bequemere Sachen geschmissen – allen voran aus dem Grund, weil ich mich aktuell eher als „zu dick“ wahrnehme, als umgekehrt. Mich selbst objektiv und nicht subjektiv zu betrachten, kommt mir manchmal wie ein Ding der Unmöglichkeit vor. Hinzufügen muss ich jedoch auch, dass diese Struggles inzwischen meistens nur noch in den kälteren Jahreszeiten vorkommen und es mir im Sommer generell besser in meiner Haut geht – auch wenn man das wegen der „Bikini-Saison“ gar nicht so glauben möchte.

 

 

Confidence Boost

Warum es mir schwerfällt, mein Selbstbewusstsein zu steigern…

Meine Confidence zu boosten ist kein leichtes Unterfangen. Ich kann von meinen Freunden in Dauerschleife hören, dass ich nicht zu dick bin – es würde in einem Ohr hineingehen und im anderen wieder hinaus gleiten. Ich vertraue meinen Freunden, nur hilft mir ihre Meinung wenig, wenn es um meinen Körper geht. Diesen Kampf fechte ich immer noch mit mir selbst aus und ich bin schließlich diejenige, die sich wohlfühlen muss. Wie ich zu diesem enormen Selbstbewusstsein im Sommer gelangt bin, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht mehr. Vielleicht, weil ich mich gerade in einer Hochphase meiner Glücksgefühle befand und ich mich mit den richtigen Leuten umgab, die mir persönlich auch ein gutes Gefühl gegeben haben, was dazu beigetragen hat, mich selbst besser wahrzunehmen.

Natürlich umgebe ich mich immer noch mit den richtigen Menschen, denn die Freunde, die ich habe, gibt es kein zweites Mal. Nur bin ich momentan leider so sehr mit mir selbst beschäftigt, dass es mir trotzdem schwerfällt, auf ihre Worte, in dem Sinne natürlich nur diejenigen die mich betreffen, zu hören und darauf basierend zu vertrauen. Da wurde mir bewusst, dass ich die Art, wie ich mich fühle oder mein Selbstbewusstsein steigere, nicht von externen Faktoren abhängig machen darf. Ansonsten stürze ich mich selbst in eine Abhängigkeit. Ich darf nur von einer Person abhängig sein und das bin ich selbst.

 

 

…und was ich gegen Confidence Tiefs unternehme

Ich habe beschlossen, mir selbst wieder mehr Gutes zu tun. Mir genau zu überlegen, wie ich es schaffe, mich wieder wohl zu fühlen, denn Jammern ist nicht mehr mein Ding. Ich nehme die Sache lieber selbst in die Hand. In erster Linie habe ich damit begonnen, wieder mehr auf mich selbst zu achten. Ich nehme mir Zeit, um meine Beautyrituale durchzuführen, wie ich es auch im Sommer gemacht habe. Meine Haut ist dadurch wieder besser geworden, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass ich zurzeit keinen Tropfen Alkohol anrühre. Das ist schon einmal viel wert.

Außerdem habe ich damit begonnen, mehr Bewegung in meinen Alltag zu integrieren und mir sogar bewusst dafür Zeit eingeplant, mehr für meine Fitness zu tun. Klappt momentan ganz gut. Deshalb habe ich mich auch wieder getraut, die weiten Pullis im Schrank zu lassen, um mich figurbetonter zu kleiden. Das war wirklich eine Herausforderung, aber zu merken, dass sich meine Kleidergröße nicht wirklich verändert hat, hat mir auch gut getan. Ich will damit nicht die Message versenden, dass man nur toll ist, wenn man in die kleineren Größen passt und figurbetonte Kleidung tragen kann. Auf keinen Fall.

Was ich damit sagen möchte, ist vielmehr, dass man sich nicht verkriechen soll, wenn es einmal nicht so optimal läuft oder man sich selbst im Spiegel nicht wirklich sehen möchte. Ich habe mich die ganze Zeit in weiten Hoodies versteckt – kein Wunder, dass ich mich nicht so leicht aus meinem Tief rausholen konnte und mein Alltag eher trist aussah.

 

 

Feelin‘ Free

Mich wieder in einen engen Rock zu werfen und Overknees anzuziehen war in der Tat eine kleine Herausforderung, aber für mich ist es mein „Confidence Booster“-Outfit, denn zum ersten Mal seit langem gefiel mir wieder, was ich im Spiegel sah. Der Gedanke, „zu dick“ zu sein, verflog zwar nicht ganz, aber es ist eine Befreiung, sich selbst wieder ein bisschen realistischer zu betrachten. Ich weiß, es klingt wirklich absurd, sein Selbstbewusstsein so sehr von einer Äußerlichkeit oder einem Outfit leiten zu lassen. Doch gerade Mode ist ein Ausdruck seiner Individualität und trägt, zumindest für mich, sehr viel zu meinem Selbstbewusstsein bei. In der Hinsicht war es also nicht ganz so verkehrt, mein Shoppingverbot beim Zara Sale fulminant über den Haufen zu werfen.

 

Confidence

 

I’m wearing

Coat: Wallis (Same here – SALE)
Jumper: Only (Similar here – SALE)
Overknees: Zara (Same here – SALE)
Blazer: Vero Moda (Same here – SALE)
Necklace: New One (Same here)
Bag: Valentino Handbags

 


 

Location

Vienna / Falkensteinerhotel Wien Margareten 

 

Das Glück kann man nicht festhalten.

Gestern, als du so neben mir saßt – ich weiß auch nicht warum – konnte ich meine Augen nicht von dir lassen. Es war nicht so, als hätte ich dich angestarrt, oder dich von oben bis unten gemustert. Ich habe dich nicht mit meinen Augen gelöchert. Ich wollte dich nur ansehen. Ansehen.
Still.
Schweigsam.
Ansehen, ohne etwas zu sagen. Ohne ein Wort, einen Laut, ohne irgendetwas, was meine Lippen hätte verlassen können. Ansehen, ich wollte dich nur ansehen, dich nicht mit meinen Augen ausziehen. Mein Blick, ich konnte ihn nicht von dir wegnehmen. Und dir war es nicht unangenehm. Du hast die Augen gespürt. Den scharfsinnig Blick. Du hast gemerkt, dass ich dich nicht loslassen kann. Dass ich auf dich aufpasse. Dich bewache. Und trotzdem – dir war mein Blick nicht unangenehm. Du hast mich auch angesehen.
Lange.
Scharfsinnig.
Schwerelos.

Ein Lächeln fuhr mir über die Lippen und ich musste kurz meine Augen schließen. Du hast mich berührt. Ganz leicht. Hast mir über den Arm gestreichelt und mich irgendwie ganz fest gehalten, auch wenn es nur eine federleichte Berührung war. Und so zaghaft. Ich musste weiterlächeln. Konnte nicht damit aufhören. Konnte meine Mundwinkel nicht nach unten fallen lassen. Ich lächelte einfach nur. Denn ich fühlte mich anders. Irgendwie befreit. So locker. Leicht. Wie auf Wolken gebettet. Schwerelos. Und es zieht mich immer weiter nach oben. Weit hinauf. So weit. Und ich schmunzelnde, weil es sich gut anfühlte. So unendlich gut.

Ich grub meine Füße in mein kühles Bettlaken und senkte meinen Blick. Es fühlt sich alles so leicht an. So locker. So unbeschwert. Denn das Leben ist schön. „Das Leben ist schön!“, schreie ich innerlich laut. Doch vor dir ist es so leise. Denn ich sage es nicht in lauten Worten. Ich sage es still. Innerlich. Ich sage es nur mir und nicht dir. Aber du spürst es. Manchmal gibt es nicht die richtigen Worte, die man ansprechen kann. Auch nicht für das Glück, das man empfindet. Und ich bin glücklich. So wie es jetzt ist. Und das ist nicht oft so. Das war bis jetzt eigentlich nie so. Einfach die Arme ausstrecken, frei sein. Es ist pures Glück, welches mir durch die Venen fährt und doch… – es mischt sich ein Gefühl dazu, ich kann es nicht beschreiben. Aber ich kenne es. Ich kenne es zu gut. Es ist Angst. Leichte Angst, dass dieser Moment nicht anhält, denn das Glück kann man nicht festhalten.

Gestern hast du neben mir gesessen und ich habe dich gemustert. Gemustert, obwohl du unsichtbar bist. Doch dieses Gefühl, dieses Gefühl von purem Glück ist momentan so greifbar, dass ich dich mustern kann. Auch wenn ich dich nicht sehen kann. Aber ich merke, dass du da bist. Dass du neben mir sitzt, dass du mich begleitest und mich festhältst. Ich weiß, ich kann nicht flehen, dass du da bleibst und nicht mehr fortgehst. Und ich weiß, du wirst auch mal kurz weggehen. Abstand halten von mir. Mich traurig sein lassen, weil ich das muss. Weil ich auch erkennen muss, dass das Leben nicht immer ein Wunschkonzert ist. Oder ein Zuckerschlecken. Weil ich erkennen muss, dass ich nicht immer auf einer rosaroten Wolke sitzen kann. Es ist nicht nötig, dass ich meine Augen vor der Wahrheit schließe, denn ich kann sie inzwischen vertragen. In allen Facetten. Auch in den Facetten der Traurigkeit. Aber momentan… – Ja, momentan ist es gut so, wie es ist. Denn auch wenn du unsichtbar bist, irgendwie kann ich dich ja doch sehen. Denn ich sehe, was ich fühle. Ich fühle Glück. Ich fühle dich und so schwer es mir fällt, weiß ich, dass ich dich nicht festhalten. kann. Aber das ist okay. Denn mittlerweile habe ich gelernt: Das was zählt, ist der Moment. Der jetzige Moment.

Ich habe das Gefühl, du kennst mich besser, als ich mich selbst. Du weißt, wann ich klarkomme. Wann ich ohne dich klarkomme. Doch momentan habe ich das Gefühl, dass ich ohne dich nicht klarkommen würde. Und vielleicht hast du dieses Gefühl auch, denn ansonsten wärst du jetzt nicht mehr hier. Glück, ich weiß, ich kann dich nicht festhalten, aber danke, dass du jetzt da bist.

Glück, gestern hast du neben mir gesessen. Wir haben uns angesehen. Lange. So lange. Und irgendwann konnte ich dich nicht mehr ansehen, obwohl ich es wollte. Die Müdigkeit brach über mich hinein. Ich habe mich gezwungen, wach zu bleiben, aber ich konnte nicht mehr stark bleiben. Meine Augen fielen zu. Ich schlief ein. Tief und fest. Meinen Kopf an deinen Schultern angelehnt. Du bist gestern einfach nur so dagesessen. Neben mir. Hast mich weiter angesehen. Mich im Schlaf beobachtet. Und als ich heute aufwachte, saßt du immer noch neben mir. Ich habe das Glück nicht festgehalten. Aber du bist da. Immer noch.

 

Life Update #6: Bald geschafft

Zwar wird es noch ein bisschen dauern, bis ich wieder zu 100% für euch da sein kann, aber Leute, fest steht, ich werde bald wieder auf My Café Au Lait präsent sein. Die letzten Wochen hatten es verdammt in sich. Ich habe gelitten, geheult und gezittert. Warum? Das verrate ich euch in meinem heutigen Life Update. Aber so viel sei verraten: Es ist bald geschafft. 

 

Meine Horrorwochen

Horrorwochen trifft es ganz gut. Und nein, ich übertreibe nicht. Oder vielleicht doch. Vielleicht übertreibe ich doch ein bisschen. Aber die letzten Wochen habe ich mich nicht nur deswegen noch rarer als sonst gemacht, weil ich den letzten Unistress bewältigen musste, sondern weil ich -auch unibezogen- durch keine leichte Zeit gegangen bin. Aber alles von Anfang.

Der Fall der Fälle ist tatsächlich eingetreten. Miss Lait hat ihre Diplomarbeit fertig bekommen und offiziell eingereicht. Ja, ich habe es also tatsächlich geschafft, meine Studie zu Papier zu bekommen und abzugeben. Das letzte Kapitel war dabei besonders nervenaufreibend und ganz ehrlich, die Motivation hatte bereits so sehr abgenommen, sodass ich mir bei den letzten Zeilen WIRKLICH schwer tat. Aber die letzten Zeilen wurden geschrieben und ich konnte meinem Betreuer offiziell meine Erstversion schicken. Als ich dann aber erfahren habe, dass die nicht mehr korrigiert wird, bin ich aus allen Wolken gefallen, aber fairerweise muss ich sagen, dass ich die Argumentation meines Betreuers bei einem nachfolgenden Treffen absolut nachvollziehen konnte. Doch für mich bedeutete das trotzdem, dass ich meine Arbeit nun ohne Feedback abgeben musste und absolut keine Ahnung hatte, ob sie nun in Ordnung ist oder (starker) Verbesserungsbedarf herrscht.

 

Und dann kam der Tag der Einreichung

 

Als ich meine Arbeit Ende Mai in den Händen hielt, kam absolut keine Freude auf. Das Lächeln auf den Fotos ist mehr erzwungen. Man sieht mir auch an, wie fertig ich bin. Und dabei haben mir viele versichert, dass genau DAS der Moment sein wird, in dem man für all seine Mühen und harte Arbeit entschädigt wird. Beim Einreichen war mir richtig mulmig. Ich war mir so unsicher. Vielleicht hätte ich doch noch eine Runde Korrektur lesen sollen und das am Besten doch nicht am Bildschirm. Passen die Abbildungen? Ist meine Wortwahl in Ordnung. Hätte ich mehr von der Studie reinbringen sollen? Fragen, über Fragen. Nach dem Gespräch mit meinem Betreuer habe ich übrigens auch eine Woche lang gehadert, meine Arbeit hochzuladen und sie drucken zu lassen. Ich war ein Psychowrack und das hat sich dann eine ganze Zeit lang so hingezogen.

Eine Woche verging. Kein Ergebnis. Gut, Professoren haben auch Stress und andere Dinge zu tun. Nach einer Woche kann man einfach kein Ergebnis erwarten. Schon gar nicht auf eine 144-seitige Diplomarbeit. Zwei Wochen waren rum, immer noch kein Ergebnis. Langsam stieg die Nervosität und ich wusste nicht, ob ich umsonst für die Prüfung lerne oder nicht. Nach drei Wochen begann ich, die Nerven wegzuschmeißen. Da hätte mein Ergebnis schon da sein müssen, damit ich den geplanten Prüfungstermin wahrnehmen kann.

Täglich schaute ich hundert Mal und das ungelogen in meine Unimail. Kein Ergebnis. Langsam fing ich an, zu zweifeln, ob die Arbeit überhaupt gut genug war. Ich rechnete schon mit dem schlimmsten und bildete mir ein, dass ich bald durchfallen werde. Vier Wochen und immer noch kein Ergebnis. Nach langen Gesprächen mit Freunden schöpfte ich den Mut und kontaktierte meinen Professor, um mal nachzufragen. Die „Konfrontation“ wollte ich mir eigentlich ersparen, aber es half nichts. Wir mussten ohnehin einen neuen Prüfungstermin finden, also kam ich da sowieso nicht drumherum.

Nicht mal eine Stunde musste ich warten, dann kam die Nachricht meines Professors. Hinsichtlich Antworten ist er nämlich immer verlässlich und wahnsinnig schnell. Und ihr könnt gar nicht glauben, wie sehr mein Herz geklopft hat. Ich bin fast durchgedreht und hatte Angst, die Mail zu öffnen. Aber mir blieb nichts anders übrig. Und es war gut, dass ich ihm geschrieben habe. Wir hatten anscheinend eine kleine Kommunikationsschwierigkeit und tja, mein Professor dachte, er hätte länger Zeit, die Arbeit anzuschauen. Kann passieren, wenn man Semesterendestress hat und im Gegensatz zu anderen Studenten bleibe ich bei solchen Sachen relativ ruhig. Hey, Profs sind auch nur Menschen, darum besteht da für mich auch kein Grund, auf die Barrikaden zu gehen. Auf jeden Fall war diese Mail eine riesige Erleichterung, denn…

 

Ich habe bestanden!!!!!!!!!

 

Zwar wurde mir zu dem Zeitpunkt noch keine konkrete Note mitgeteilt, aber die Antwort: „Mit deiner Arbeit ist alles in Ordnung.“ ließ mir eine ganze Bergflanke mit einem Volumen von mindestens zehntausend Kubikmeter vom Herzen plumpsen. Ich habe UNGELOGEN (und als hätte ich das während der Wartezeit nicht oft genug getan) zwei Stunden lang vor Erleichterung geheult. Da war der Stress, einen neuen Prüfungstermin zu finden, nur noch nebensächlich. Zwar zögert sich mein Studium jetzt noch ein bisschen raus, aber die paar Tage kann ich verkraften. Ich ziehe das Positive daraus: So habe ich noch mehr Zeit zum Lernen.

Zwei Tage später bekam ich dann auch noch meine Note. Leute, die harte Arbeit hat sich gelohnt. Ich habe nicht nur bestanden, sondern auch noch eine richtig gute Note kassiert. Das macht mich angesichts der Tatsache, dass mein Betreuer eigentlich nur Masterstudenten und Dissertanten betreut, mächtig stolz. Vor allem war ich die erste Lehramtsstudentin, die er betreut hat. Ich habe es also tatsächlich geschafft. Und alle unter euch, die meine alten Life Updates kennen, wissen, wie unsicher ich war. Das ändert zwar nichts an der Tatsache, dass ich eine Heidenangst vor meiner Diplomprüfung habe, aber zumindest habe ich nun eine Sorge weniger.

 

 

Meine Pläne, wenn es dann bald geschafft ist

Ich bin zwar nicht konkret dabei, gerade Pläne für die Zeit danach zu schmieden, aber mir geistern doch ein paar Dinge in meinem Kopf herum, die ich in dieser Zeit danach machen möchte. Mein größter Plan ist dieses Baby hier, auf dem ich meine Worte virtuell zu Papier bringen kann. Ich bin ein sehr kreativer, ästhetikliebender Mensch und wenn ich meine Kreativität nicht ausleben kann, dann merke ich es extrem schnell an meiner Laune. Und mein Blog ist nun mal der Ort, an dem ich meine Kreativität ausleben kann. Genau das ist auch geplant. In der Zeit danach kreativ zu werden und 100% für My Café Au Lait zu geben.

Beruflich sollte ich ab Herbst ja eigentlich als Lehrerin im Klassenzimmer stehen. Unterrichtspraktikum. Aber -und es kann gut sein, dass mich deswegen jetzt einige verurteilen- ich habe mich dazu entschieden, dieses Jahr eine Pause einzulegen. Seit dem 5. Semester arbeite/lerne ich permanent für die Uni, hatte kaum mal eine Woche, an der ich nichts für die Uni zu tun hatte (auch in den Sommerferien) und es war ein durchgehender Prozess, der mich ein bisschen erschöpft hat. Die Diplomandenzeit hat dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt. Nein, ich habe kein Burn-Out, aber ich merke, dass ich mir während meinem Studium zu viel Druck gemacht habe. Wenn ich zu unterrichten beginne, dann möchte ich, dass meine Schüler von meinem Unterricht profitieren. Dass sie was lernen und ich möchte den Unterricht so interessant wie möglich gestalten. Und das geht bestimmt besser, wenn ich nicht von einem Stress in den anderen schlittere.

Ich bin kein arbeitsfauler Mensch. Im Gegenteil, die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen (und vielleicht revidiere ich sie auch noch, sofern man jetzt überhaupt noch einen Praktikumsplatz bekommt), aber das heißt ja nicht, dass ich in der Zeit nichts mache. Einerseits möchte ich viel Zeit in meinen Blog investieren, damit er, auch in beruflicher Hinsicht, wachsen kann. Und ich werde ein weiteres Studium beginnen. Das hätte ich auch im Unterrichtspraktikum gemacht, aber so kann ich doch schon gut vorarbeiten und hätte keine Doppelbelastung. Wenn ich dann tatsächlich zu unterrichten beginne, werde ich es berufsbegleitend fertig machen. Aber eines habe ich aus meinem Lehramtsstudium gelernt: So einen Druck wie in diesem Studium werde ich mir NIE mehr machen. Das Masterstudium werde ich wesentlich entspannter angehen und wenn es dann länger dauert, who cares? Schließlich habe ich dann ja (hoffentlich) schon ein abgeschlossenes Studium. 

 

…eine Sache noch

Ich bin mir sicher, dass ich nach meinem Studium wieder sehr schnell in das Bloggen reinfinden werde, aber ihr könnt mir die Sache natürlich gerne etwas erleichtern. Wenn ihr irgendwelche Postingwünsche für meine Zeit nach dem Studium habt, dann nur her damit. Egal, ob es sich dabei um Ideen für Kolumnen, Anorexia Recovery Posts, Mode oder um ein ganz anderes Thema handelt. Ich bin für alles offen. Wenn ihr also ein Wunschthema habt, dann nur her damit.

 

Life Update #2: Danke, das war’s

 

Da ich dem aktuellen Bloggertrend nicht folgen und zeitbedingt keinen Christmaspost nach dem anderen raushauen kann, habe ich mir gedacht, ich nutze meine virtuelle Schreibfläche für ein kleines Life Update. Vielleicht ist es auch in eurem Interesse, denn ich bekomme hin und wieder zuckersüße Nachrichten, in welchen sich nach meinen Diplomarbeitsfortschritten erkundigt wird. Ein großes Danke dafür. Deswegen gibt es heute wieder eine kleine Anekdote aus meinem Studentenleben. Lange ist es her und die Uni habe ich als Thema weit beiseite geschoben. Zumindest ist es mir nicht mehr aufgefallen, es angesprochen zu haben. Im Unterbewusstsein mache ich es wahrscheinlich doch immer wieder. Aber seit gestern kann ich endlich sagen:

Danke, das war’s!

 

An dieser Stelle: Nein, ich habe noch nicht bei meiner Diplomprüfung brilliert, so wie ich es vorhabe. Vom Magister bin ich noch meilenweit entfernt. Aber gestern habe ich endlich meine letzte Psychologieprüfung geschrieben. Zum dritten Mal. Seit dem Sommer kämpfe ich mich durch dieses Labyrinth der psychischen Störungen und genau bei dem Thema, in welchem ich mich selbst als Expertin gesehen habe, habe ich gnadenlos versagt. Keine Angst – meine Postings über Anorexie besitzen trotzdem ihre Vertrauenswürdigkeit, spreche ich doch viel über eigene Erfahrungen. Hey, ich kenne mich in dem Gebiet aus. Das ist Fakt und daran lässt mich nicht mal diese Prüfung zweifeln. Trotzdem scheiterte ich. Multiple Choice sei Dank. Und es hat mich entmutigt. Seit Wochen zerfressen mich meine Gedanken, wie das nur passieren konnte. Gestern also schrieb ich die Prüfung. Zum dritten Mal. Und ich habe kein gutes Gefühl. Aber trotzdem sage ich: Danke, das war’s.

Anfangs wusste ich gar nicht, ob ich darüber ein Wort verlieren und es auf meinem Blog publik machen sollte. Ich, die einiges über Anorexie schreibt. Ich, die jeden Menschen am Liebsten analysieren und therapieren will. Ausgerechnet ich scheitere bei einer Prüfung, in der es primär um psychische Krankheiten geht! Es ist nicht so, dass ich mich dafür schäme. Ich weiß, dass ich es kann, aber was ich nicht kann ist Multiple Choice. Trotzdem erzähle ich euch davon. Und das ist gut so, denn es hat eine Message.

Was ich damit sagen will: Scheitern ist okay. Es ist vollkommen in Ordnung. Selbst in einem Gebiet, in dem man ansonsten sattelfest ist. Niemand ist perfekt und das verlangt auch keiner von dir. Selbst wenn einem manchmal das Gefühl vermittelt wird. Wir leben in einer Social Media Welt und werden jeden Tag überflutet von Perfektion. Sei es auf optischer, aber auch auf intellektueller Ebene. Reizüberflutung Deluxe. Doch es gibt einen wichtigen Punkt an dieser Sache. Ein Punkt, der das Scheitern vollkommen legitim macht: Man darf sich nicht aufgeben!

 

 

Fünf Minuten heulen und dann weitermachen!

Die Prüfung ist noch keine 24 Stunden her. Vielleicht habe ich sie wieder vermasselt. Vielleicht auch nicht. Trotzdem nehme ich mir jetzt schon das Recht heraus, darüber zu schreiben. Ich nehme mir das Recht heraus, sie als meine letzte Prüfung zu titulieren. Als etwas Endgültiges. Ich kann sagen: Danke, das war’s. Und sollte ich trotzdem wieder gescheitert sein, heule ich fünf Minuten, mache weiter und sage eben später noch einmal: Danke, das war’s!

PS: Wegen der Diplomarbeit: Es geht voran. Schleppend, aber es geht voran 😉 

 

Weihnachten mit Anorexia Nervosa

 

Weihnachten – die schönste Zeit im Jahr. Überall duftet es herrlich nach Zimt, Vanille und Lebkuchen. Glühweintrinken am Weihnachtsmarkt wird zum absoluten MUSS! Es ist die Zeit der Leckereien und Kalorienbomben. Die Zeit, in der auch mal mehr geschlemmt werden darf. Ganz ohne Gewissensbisse. Doch wenn man unter einer Essstörung leidet, kann man diese zu der Advents- und Weihnachtszeit genauso wenig abstellen, wie unter dem Jahr. Die Krankheit existiert weiterhin und wird bei dem Überangebot an Lebkuchen, Spekulatius und Zimtsternen in der Weihnachtszeit zum absoluten Horror.

 

Weihnachten – die schlimmste Zeit im Jahr

Über Anorexie in der Adventszeit

Weihnachten ist nicht für jeden Menschen eine schöne, besinnliche Zeit. Mal abgesehen von dem ganzen Stress, müssen viele Menschen ihr Weihnachtsfest alleine verbringen oder/und haben kein Dach über dem Kopf, geschweige denn zu essen. Da scheint es mir fast so, als wäre Magersucht oder eine andere Form der Essstörung in der Adventszeit ein Luxusproblem. Aber da ich kein richtiges Problem als Luxus abstemple, schon gar nicht eine Krankheit, auch wenn man selbst dafür mitverantwortlich ist, möchte ich dieses negative Label von Luxusproblem sofort aus diesem Post verbannen. Für mich war es damals ein richtiges Problem. Insgesamt habe ich vier Weihnachtszeiten mit Anorexie hinter mir. Zuletzt im vorigen Jahr. Und es war eine Katastrophe, wobei ich mich im letzten Jahr zum ersten Mal richtig bemüht habe, die Zeit doch zu genießen. Erstmalig in meiner Krankheitsgeschichte. Und gerade das war eine Bestandsprobe, gespickt mit unzähligen Momenten des schlechten Gewissens.

Wir alle wissen, dass es ein schwerer Kampf ist, eine Essstörung auszustehen. Man muss es selbst nicht einmal miterlebt haben, um es zu wissen. Wobei Nichtbetroffene immer ein anderes Bild vor Augen haben und einige meinen, dass man einfach wieder zu essen anfangen müsste. Typisches Label der Anorexie oder einer anderen Essstörung. Da es aber nicht so leicht ist, mit seiner psychischen Krankheit einfach aufzuhören, muss man sich auch der Herausforderung der Weihnachtszeit stellen. Was die Weihnachtszeit für mich so schwierig gemacht hat, war die permanente Konfrontation mit dem Essen. Mit ungesundem Essen. Und diese Konfrontation war so ein negativer Verstärker in meinem durcheinandergewirbelten neurologischen System, sodass ich richtige Angstzustände ausgestanden habe. Mein erstes „anorektisches“ Weihnachtsfest war halbwegs erträglich. Ich machte zu der Zeit viel Sport. Doch die anderen, die, in denen ich zu schwach war, um Sport zu betreiben, waren schlimmer denn je.

 

Gefahrenzeit Weihnachten

Die Weihnachtszeit war für mich insbesondere deswegen eine Gefahrenzeit, weil ich nicht unter dem restriktiven Typus einer Anorexie litt (näheres zu den Subtypen findest du hier), sondern dass ich durchaus auch Zeiten mit Essattacken hatte. Und gerade in der Weihnachtszeit war ich anfällig dafür. Ich glaube, es liegt nicht nur daran, dass zu dieser Zeit kalte Temperaturen herrschen, sondern eher an diesem bereits erwähnten Überangebot an Kalorienbomben. Diese Kalorienbomben waren meistens der Auslösefaktor, dass alles außer Kontrolle geraten ist. Ich habe zwar oft diszipliniert versucht, mein restriktives Programm auch in der Weihnachtszeit durchzuziehen, aber sobald meine Geschmacksknospen mit Zucker in Kontakt gekommen sind, war es aus. Und diese Gefahren lauern in der Weihnachtszeit überall. Manchmal hatte ich das Gefühl, ich würde vor dem Essen flüchten. Sagte Treffen am Weihnachtsmarkt ab, weil ich keinen Glühwein trinken wollte. Sogar der übertrieben gesüßte Tee am Weihnachtsmarkt machte mich wahnsinnig.

Letztes Jahr sagte ich diese Glühweintreffen nicht mehr ab. Ich war oft am Weihnachtsmarkt, aber gleichzeitig fühlte ich mich auch vollkommen außer Kontrolle. Diese verdammten 300 g, die ich im letzten Jahr im Dezember zugenommen hatte, machten mich wahnsinnig. Dabei waren es nur 300 g  – dafür aber viel Gejammer und der Beschluss, dass Glühwein ab sofort tabu für mich sei. Überreden ließ ich mich dann meistens doch immer, weil ich mir einredete, dass diese 300 g eh nur Wasser sind. War es wahrscheinlich auch. Trotzdem – die Waage wurde zu dieser Zeit noch mehr eingesetzt, als sonst. Ich war besessen davon, Buch zu führen, um den Grund für meine „starke Gewichtszunahme“ zu finden. Und immer wieder diese Angst, noch mehr zuzunehmen, die Kontrolle zu verlieren und nicht mehr diszipliniert zu sein. KATASTROPHE!

 

…und dann ist da noch das Weihnachtsfest mit der Familie

Ich kann mich noch daran erinnern, wie viele Diskussionen wir am Weihnachtsabend hatten. Natürlich wollte ich auch an Heilig Abend mein eisernes Programm durchziehen. Nichts essen oder nur meine „erlaubten Nahrungsmittel“. Safe Food ist bekanntlich wenig weihnachtlich. Man versucht sich auch am Weihnachtsabend zu kasteien und das führt oftmals dazu, dass man seine Familie an diesem besinnlichen Familienfest verletzt. Ich finde, keine Familie hat es verdient, dass man auch an Heilig Abend seine Krankheit in den Fokus stellt. Gerade zu dieser Zeit sollten Sorgen einmal beiseite geschoben werden – sofern man die Möglichkeit dazu hat. Und ich habe diese Möglichkeit. Ich habe diese Möglichkeit, dieses Fest mit einer wunderbaren Familie zu feiern. Ich habe ein Dach über den Kopf und zu essen. Dafür sollte man dankbar sein. Zumindest seiner Familie zuliebe. Auch wenn es für einem selbst eine Überwindung bedeutet.

Meine „anorektischen“ Weihnachtsabende haben immer in einer Essattacke geendet. Meistens dann, wenn schon alle im Bett waren. Und für mich war das natürlich nicht schön. Mir kommen jetzt sogar noch die Tränen, wenn ich daran denke. Aber dennoch wusste ich, dass ich zumindest meiner Familie kurzfristig die Sorgen nehmen konnte. Genau in dem Moment, als ich bei ihnen am Tisch saß und genauso gegessen habe, wie sie. Ich glaube, für meine Mama war das zu dieser Zeit immer das Schönste an Weihnachten, auch wenn es für mich der Horror war. Ich wusste, wie das „normale Essen“ enden würde. Aber ich habe es immer in Kauf genommen. Weil ich niemanden traurig machen wollte.

 

Die Weihnachtszeit 2016

Ein Jahr ist mein letztes Weihnachtsfest mit Anorexie nun her. Heuer habe ich diese Problem nicht mehr. Zumindest ist es aktuell verdrängt. Aber ich versuche die Weihnachtszeit heuer extrem zu genießen, das nachzuholen, was ich verpasst habe. Auch wenn das bedeutet, dass meine aktuelle Ernährung creepy ist (der Grund, warum ich aktuell auf weitere Ernährungsupdates verzichte). Aber hey, ich habe im letzten Jahr so viel verpasst und außerdem schreibe ich gerade meine Diplomarbeit und lerne noch für meine letzte Prüfung. Da habe ich mir die Weihnachtskekse wohl verdient! 

 

Selbstliebe & Selbstvertrauen

 

Viel zu oft, viel zu lange bin ich am Rand gestanden. Habe beobachtet. Ganz still und schweigsam. Aus sicherer Entfernung. Dort, wo ich ICH sein kann! Ganz bei mir sein kann. Habe mich in diesem Schneckenhaus verkrochen. Meinem Schneckenhaus. Wollte nur dieses Gefühl der Sicherheit haben. Alles unkompliziert gestalten. Flüchtete vor Angst und Unsicherheit. Die Welt da draußen ist gefährlich, argwöhnisch, kritisch. Und ich – ich traue mich nicht, diese Komfortzone, mein Schneckenhaus zu verlassen. Weil ich Angst habe. Angst, bewertet zu werden. Angst, der Welt mein Ich zu zeigen. Und weil ich Angst habe, nicht wertgeschätzt zu werden. Ich bin unsicher. Vorsichtig. Schwach.  

Ich stehe vor dem Spiegel. Ein kritischer Blick. Mein Gegenüber stumm. Das Gegenüber, das bin ich. Meine Augen mustern mich. Skeptisch. Langsam. Von oben bis unten, von links nach rechts. Und sie bleiben hängen. Fixieren Stellen, die ich eigentlich nicht genauer betrachten will. Stellen, die ich als störend empfinde. Weil sie mir im Weg sind. Weil ich mir selbst im Weg bin. Und doch – ich verberge meine Zweifel vor mir selbst. Meine Selbstzweifel. Meine nagenden Gedanken, wie schwer es ist, mich selbst zu lieben. Selbstliebe – ich kann damit nicht umgehen. Weil es so schwer ist. Schwer, Schritt für Schritt auf sich selbst zuzugehen. Schwer, seine Selbstakzeptanz zu finden. Weil ich nicht weiß, ob ich das kann, soll, darf. Oder sogar muss. 

Es ist einfach, auf die Welt zu kommen. Es ist einfach, sie auch wieder zu verlassen. Doch das dazwischen -das Leben- ist eine Herausforderung. Eine Achterbahnfahrt. Das haben wir immer alle gesagt. Weil wir wissen, dass es nicht leicht ist. Uns werden Steine in den Weg gelegt – von anderen, behaupten wir. Doch machen wir es uns mit dieser Ansicht nicht zu einfach? Vielleicht sind wir es selbst, die die Steine in den Weg gelegt haben. Und all das beginnt bereits auf den wichtigsten Weg unseres Lebens. Der Weg zu uns selbst. Und ich spüre, dass ich ihn gehen muss. Jetzt! 

(Tagebucheintrag 06.07.2012)

 

Blogpost-Selbstliebe-1 (c) Daniel Eibl

 

Selbstliebe!

Feind oder Instrument zur Selbsterhaltung?

Diese Zeilen habe ich in einem meiner schwächsten Momente verfasst. Lange ist es her. Wenn ich zurückblicke -zu meinem damaligen Ich- dann sehe ich dieses Mädchen. Schwach, zittrig, verletzlich. Sie sitzt verloren auf ihrem Bett. Versteckt in einer kleinen Nische am Ende des kargen Raumes. Und sie hat sich zurückgezogen. Zurückgezogen von all dem Trubel. Von all dem, was um sie herum geschieht. Weil sie hadert. Mit den Dämonen in ihrem Kopf. Die, die ihr sagen, dass sie nicht gut genug ist, so wie sie ist. Und sie muss es festhalten – in ihrem Tagebuch. All diese Gedanken, die sie nachts nicht schlafen lassen. „Es wird nie wieder besser werden“, heult sie in ihr Kopfkissen. Stille.

Und dann – sie richtet sich auf, wischt ihre Tränen weg und schreibt weiter. Weil sie merkt, dass sie es ist, die sich im Weg steht. Sie ist diejenige, die alles ändern kann. Sie ist diejenige, die kämpfen muss. Für sich selbst – für mehr Eigenliebe und Selbstakzeptanz.

Ich habe im Krankenhaus oft über meinen Selbsthass geschrieben. Über all die Unsicherheit, die an mir genagt hat. Der Blick in den Spiegel war herausfordernder, als eine schwierige Prüfung an der Uni zu schreiben. Denn dieser Anblick, dieser Face-to-Face Kontakt mit mir selbst, war das, wovor ich am meisten Angst hatte. Konfrontation! Ich konnte damit nicht umgehen. Weil ich mich selbst gehasst habe. Weil ich das gehasst habe, was ich bin. Dabei sagte doch schon der französische Philosoph Volontaire, dass Eigenliebe das Instrument zur Selbsterhaltung ist. Vielleicht habe ich mich deswegen verloren. Mein Vertrauen, meinen Selbsthalt, meine Stärke.

 

Blogpost-Selbstliebe (c) Daniel Eibl

 

Selbstvertrauen. Selbstliebe. Selbstakzeptanz.

Mit jedem Gramm, das ich abnahm, nahm ich auch an Selbstvertrauen, Selbstliebe und Selbstakzeptanz ab. Doch ich habe mich zu mir durchgerungen. Habe versucht, meine Wahrnehmung auf all die positiven Dinge, die Charaktereigenschaften, die mich ausmachen, zu lenken. Habe nach und nach sogar nach meinen optischen Vorzügen gesucht – und gefunden. Der Weg zur Selbstliebe und Selbstakzeptanz ist ein Kampf. Eine Herausforderung. Und man scheitert! Sehr oft sogar. Doch wenn man sich selbst nicht abschreibt, sich nicht kampflos geschlagen gibt, dann findet man zu sich selbst. Stück für Stück. Ich weiß, dass ich immer noch nicht am Ziel angekommen bin. Dass ich immer noch kämpfen muss. Aber es ist möglich.

Ich kann niemanden Tipps geben, wie er sich selbst lieben lernt. Jeder muss diese Erfahrung für sich selbst machen. Und jeder muss für sich selbst lernen. Doch es ist keine Mission Impossible. Habe Vertrauen in dich. Kämpfe für dich! Geh den Weg. Deinen Weg für dich selbst. It’s worth it!

 

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I’m wearing

Pullover: Fuxherz
Cape: TomTailor
Dress: C&A
Overknees: Buffalo

Photography by Daniel Eibl

Location

Landhaus-Hof Graz

 

About Twentyfive and being a Single

 

Heute werde ich 25 Jahre alt. Diese Zahl vor Augen fühlt sich so surreal an. Als ob sie nicht echt wäre. Der ganze Tag fühlt sich surreal an. Ich habe keine Probleme mehr mit dieser steigenden Zahl. Es stört mich nicht mehr, dass ich ab heute keine Anfang, sondern Mitte 20 bin. Die Hälfte meiner Zwanziger ist vorbei. Na und? 25 ist ein interessantes Alter. Man ist reicher an Lebenserfahrungen als mit 20. Wenn ich zurückblicke, dann merke ich, wie blauäugig man als 20-Jährige ist. Das soll kein Angriff auf alle sein, die noch am Beginn ihrer Zwanziger stehen, aber spätestens mit 25 könnt ihr es verstehen. Und wenn ihr bedachte Menschen seid, dann werdet ihr die erste Hälfte eurer Zwanziger reflektieren. Genau das ist der emotionale Punkt, an dem ich gerade stehe. Ich reflektiere. Immer wieder und immer öfter. Schon seit Tagen. Tagen? Nein, schon seit Wochen reflektiere ich. Und immer wieder schießt mir dieser eine Gedanke in den Kopf: 25 und Single.

Fast die ganze Hälfte meiner Zwanziger habe ich alleine verbracht. Nicht alleine im Sinne von einsam, aber eben alleine. Ihr versteht schon. Single-Alleine. Einsam war ich nie. Ich hatte immer meine Freunde, die zu mir gestanden haben und in schweren Zeiten mein Fels in der Brandung waren. Mit denen ich so viel gelacht habe, bis ich mich vor Bauchschmerzen am Boden gekringelt habe. Die meine seltsamsten Launen aushielten, auch wenn es nicht immer so leicht war. Nicht mit jedem hatte ich täglich Kontakt, aber sie waren da. Körperlich, seelisch – einfach immer. Freunde sind alles, aber sie können dir nicht alles geben. Was für eine egoistische Aussage und dabei soll sie gar nicht so klingen. Ich bin dankbar für jeden einzelnen Herzensmenschen, der mein Leben bereichert. Für meine wichtigsten Freunde würde ich meine Hand ins Feuer legen, denn es gibt keine anderen Menschen in meinem Leben, die mehr Priorität genießen, als sie. Es gibt keinen Ersatz für sie und der oberste Stellenwert wird für immer von ihnen besetzt sein. Aber es gibt auch etwas im Leben, das wiederum SIE nicht ersetzen können. Wir alle sehnen uns irgendwann nach einem Menschen, den wir lieben. Lieben nicht im Sinne von einer platonischen, freundschaftlichen Liebe, sondern lieben im Sinne von Beziehung. Emotionaler und körperlicher Liebe. Ich spreche es offen aus, so wie es ist.

Vier Jahre ist es nun her. Seitdem habe ich nie mehr so viel für jemanden empfunden, wie für ihn. Für diesen einen, der meinen Kopf verdreht hat, obwohl ich es lange nicht gemerkt habe. Oder nicht wahrhaben wollte. Es dauerte nur ganz, ganz kurz. Viel zu kurz um von einem „richtigen“ Zusammensein zu sprechen, aber als er gegangen ist, hat er viel von mir mitgenommen. Ich habe lange gebraucht, bis ich diese Zurückweisung, diese Enttäuschung verdaut habe. Die erbarmungslose Nachricht auf meinem Handy, die mir den Boden unter den Füßen weggezogen hat, konnte ich lange nicht löschen. Oft habe ich sie mir durchgelesen, um mich selbst wieder auf den Boden der Tatsachen zurück zu katapultieren. Durchgeweinte Nächte, kiloweise zerknüllte Taschentücher. Die SMS ist schon längst verschwunden. Gelöscht habe ich sie nie, aber ein neues Handy war mein Neuanfang. Symbolisch zumindest. Trotzdem – auch heute, wenn ich daran denke, werden meine Augen ganz glasig. Sie füllen sich mit Tränen, doch ich weiß mittlerweile, was ich tun muss, damit sie nicht überschwappen und mir über meine Wangen laufen. Einatmen! Ausatmen! Es ist vorbei. Schon längst. Keine Gründe mehr da, die Fassung zu verlieren. Kein Anlass, wegen ihm zu weinen. Stark bleiben. Nicht mehr fallen. Aufrecht stehen. Weitergehen. Die bittere Pille der Enttäuschung hinunterschlucken, immer wieder, solange bis die Sache gegessen ist. Versuchen, darüber zu stehen und die Dinge positiver zu sehen.

Noch nie habe ich mich so sehr im Stich gelassen gefühlt, wie damals. Damals, als er plötzlich weg war. Weil er Ersatz für mich gefunden hat. Jemand, mit dem er nicht eine Krankheit überstehen musste. Er hat mir versprochen, mit mir an einem Strang zu ziehen. Die ganze Misere gemeinsam zu überstehen. Er hat mir versprochen, für mich da zu sein und mich nicht fallen zu lassen, wie eine heiße Kartoffel. Versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen. Lange Zeit hat er sich daran gehalten, irgendwann jedoch nicht mehr. Weil er jemand anderes kennengelernt hat. Eine Frau, die charakterlich leichter zu handhaben war, als ich. Die nicht so ein schweres Paket mit sich rumschleppen musste und wenn, dann konnte sie es gut vor ihm verbergen. Zumindest anfangs. Irgendwann kommt jedes Paket ans Tageslicht, wenn man eine gewisse Zeit zusammen ist.

Ich flüchtete mich in das fiktive Verliebtsein. Suchte Ersatz. Versuchte, mich selbst zu retten. Wollte ihn einfach so schnell wie möglich vergessen. Redete mir ein, dass ich diesen und jenen toll finde, nur um ihm den Zugang zu meinen Gedanken zu verwehren. Langsam ist er jedoch aus meinen Gedanken, meinen Erinnerungen, verschwunden. Doch was geblieben ist, ist diese Leere. Seitdem war ich nicht mehr richtig verliebt. Verknallt ja und wenn das der Fall war, dann steigerte ich mich so in dieses fiktive, surreale Verliebtsein hinein, sodass ich wirklich glaubte, einen Neuanfang mit jemanden zu wagen. Allerdings war es nie der Richtige. Nie der richtige Mensch, nie der richtige Moment. Manchmal gab es keine gegenseitige Sympathie, zumindest keine solche Art und Weise der Sympathie, die in Liebe fußen hätte können und ich merkte sowieso immer, dass mich irgendetwas gehemmt hat.

Achtung! Jetzt kommt die offene und ehrliche Aussage, mit der bestimmt schon der eine oder andere von euch gerechnet hat: Langsam bin ich an einem Punkt angelangt, an dem es mich ankotzt, alleine zu sein. Ja, ich gebe es zu. Ob man mich nun für eine frustrierte Mittzwanzigerin hält, ist mir egal. Vielleicht bin ich frustriert, wobei ich das nicht so sehe. Frustration steht in einer engen Korrelation mit Angst, in diesem Sinne mit Angst vor dem ewigen Alleinsein. Nur – es ist nicht die Angst, dass ich, je älter ich werde, keinen mehr abbekomme. Ganz und gar nicht. Im Grunde genommen spielt die Angst überhaupt keine Rolle. Es ist etwas anderes, das mir fehlt. Und das fehlt mir nach vier Jahren mehr den je: Diese gewisse Art der Nähe, die mir Freunde und Familie nicht geben können. Es klingt schon wieder so egoistisch, doch auch meine Freunde brauchen eine solche Nähe, die ich ihnen wiederum nicht geben kann. Und Liebe ist etwas ganz Komplexes. Sie ist definitiv nicht mehr wert, als eine gute, ehrliche und solide Freundschaft, aber sie ist etwas, das sich viele von uns wünschen. Ein wichtiger Teil im Leben, je nachdem wie man es für sich selbst interpretiert. Ich bin so ein Mensch, der es irgendwann braucht und es mittlerweile auch irgendwie vermisst.

„Genieße dein Singleleben“, höre ich immer wieder. „Du bist noch so jung.“ Dabei geht es nicht um das Alter. Eher geht es um diese lange Zeit, in der ich schon alleine bin. Dieses abrupte Ende hat Spuren hinterlassen, mehr als mir lieb ist. Doch es bedeutet nicht automatisch, dass ich seitdem verbittert bin und niemanden mehr vertrauen kann. Das ist nicht der Grund, warum ich seit so vielen Jahren alleine bin. Dennoch – es fällt mir immer noch so schwer, mich auf jemanden einzulassen oder jemanden zu Zugang zu meinem Leben zu gewähren. Schuld daran ist eine einfache Nachricht, die in nicht mal in einer Minute lieblos verfasst wurde. Sie ist weg, schon lange, doch in meinem inneren Auge sehe ich sie immer noch vor mir: „Lisa, ich habe jemanden anderes kennengelernt. Tut mir Leid.“ Dieses Gefühl ist immer noch da. Dieses Herzpochen, als ich seinen Namen auf meinem Display gelesen habe. Dieses Zittern meiner Hände, als ich die Nachricht geöffnet habe. Das vergesse ich nie. Ich weiß noch ganz genau, wie sich dieser Stich im Herzen angefühlt hat, als ich diese Worte gelesen habe. Dieser kurzfristige Realitätsverlust, der unmittelbar darauf kam. Dieses tiefe Fallen. Dieses Gefühl, als ob mich jemand eine Klippe hinuntergestoßen hätte. Dieses schwummrige Flackern vor meinen Augen. All diese Gefühle sind präsent. Genauso stark wie an diesem Tag und trotzdem bin ich offen für etwas Neues.

Ich weiß, dass man nicht krampfhaft suchen darf. „Dann wird es nie etwas“, predigen sie. Sie haben Recht. Ich denke es genauso, selbst wenn ich diesen Satz nicht mehr hören kann. Denn die Suche habe ich schon als Jugendliche aufgegeben, da es sich nichts bringt. „Wenn du aufhörst zu Suchen, wirst du schneller jemanden haben, als du denkst.“ Der Satz mit dem Suchen stimmt, der Satz mit dem Aufhören nicht. Ich glaube, es ist eine Sache, die man nicht vorhersagen kann. Nur weil man aufhört, krampfhaft nach einer Liebe zu suchen, wird sie nicht automatisch kommen. Ich glaube nicht an Schicksal, also kann ich auch nicht sagen, welche Faktoren mitspielen. Doch woran ich glaube: Man muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Und ich war bis jetzt wohl immer am Falschen. Ich gebe es zu: Ich bin kein Kind von Traurigkeit. Auch kein unbeschriebenes Blatt. In diesen vier Jahren war ich bestimmt nicht der Unschuldsengel vom Lande, aber all das genügt nicht. Es ist kein Ersatz für jemand ganz Bestimmtes, den ich noch nicht kenne, der aber hoffentlich existiert.

Es ist eine Herausforderung, diesen Post abzuschließen. Einerseits klingt dieser Text stark nach Frustration. Ich weiß. Es suggeriert, dass ich mit meinem Singleleben nicht klarkomme. Dass ich unglücklich bin. Aber all das ist nicht der Fall. Ich bin glücklich, ich komme mit dem Alleinsein klar, ich bin unabhängig und frei. Doch genauso darf ich mir eingestehen, dass mir dieser Teil in meinem Leben fehlt. Ich bin allerdings nicht traurig, dass ich meinen 25. Geburtstag ohne Partner feiern muss, denn ich weiß, dass meine Freunde diesen Tag zu einem ganz Besonderen machen werden. Und das ist mehr wert, als alles andere auf dieser Welt.

 

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Photoshop & die perfekte Welt

Photoshop & die perfekte Welt

Wie essentiell sind Fälschungen?

Ich mache kein Geheimnis daraus, dass ich meine Bilder mit Photoshop bearbeite. Photoshop ist ein wundervolles Programm, um das Beste aus den Bildern herauszuholen – aber Photoshop ist auch eines der besten Mittel, um die Realität verschwimmen zu lassen. Insbesondere dann, wenn es darum geht, das eigene Gesicht und den eigenen Körper zu tunen. Es ist nichts Neues mehr, dass Photoshop besonders in der Werbung zum Einsatz kommt. Gesichter sehen makellos aus – der Körper hat die perfekte Form. Und genau diese Bilder tragen dazu bei, dass sich allen voran junge Menschen, jene, die sich noch in der Pubertät befinden, unwohl fühlen, wenn sie solche Bilder betrachten. Kein Mensch sieht in der Realität permanent perfekt aus. Die echte Welt kann man leider nicht photoshoppen. Und doch scheint dieser Grat so schmal zu sein. Perfekt suggerierte Bilder werden geglaubt. Nicht ohne Grund wird in der Werbung so fleißig getuned. Perfektion verkauft sich besser! Genau dieser Trend spiegelt sich auf einem sozialen Netzwerk wider, das bestimmt die meisten von euch nutzen: Instagram. Ihr könnt euch bestimmt noch an Essena O’Neill und ihren Bruch mit Social Media erinnern. Instagram ist zwar nicht die Plattform, in welcher jedes einzelne Bild bis zum Ideal optimiert wird, aber Instagram ist DIE Plattform schlechthin, in der das Leben der User oftmals zum neidisch werden vollkommen erscheint. Das bringt mich auf die Frage: Wie essentiell sind Fälschungen? 

 

Maybe it’s Maybelline? – Maybe it’s Photoshop!

 

Original Fälschung

 

Wenn die Realität verschwimmt

Ich bin dankbar, dass es Photoshop gibt. Gerade für Beauty- und Foodposts ist das Programm essentiell. Bezüglich Beauty nicht deswegen, um sich schöner zu tunen, aber oftmals ist es schwierig, das Augenmake-up auf den Fotos gut rüberzubringen (ein Grund, warum man für Photoshootings meistens etwas stärker geschminkt wird). Was aber, wenn die Bildbearbeitung so weit geht, dass die Realität verschwimmt? Ich versuche immer -insbesondere wenn es um Bilder von mir geht- keine Kunstfigur zu schaffen. Klar sieht man enorme Unterschiede, jedoch würde ich mich nie schlanker machen oder mein Gesicht verschmälern. Doch genau diese Dinge passieren in der Werbung, und ja, ich gebe es zu. Selbst ich als 24-jährige bekomme oftmals schlechte Gefühle, wenn ich diese perfekten Bilder betrachte, obwohl ich genau weiß, dass sie nur dank Adobe so aussehen. Dabei sollten wir unser Leben davon nicht so stark abhängig machen. Wir sind alle schön – in der Realität und nicht dank Photoshop.

 

Photoshop makes your face flawless, but it doesn’t change your personality!

 

ich photoshop Kopie

 

Fühlst du dich nackt ohne Photoshop?

Ich habe mich gefragt: Würde ich überhaupt ein unretuschiertes Bild von mir online stellen? Ob ich mich das wohl traue? (Anscheinend, sonst würde ich es jetzt nicht tun). Aber hätte ich es getan, wenn ich diesen Post hier nicht schreiben würde? Vermutlich nicht. Ohne Photoshop oder einer anderen Bildbearbeitung fühlt man sich doch irgendwie nackt, oder? Nicht nackt im Sinne von entkleidet. Nackt im Sinne von: „Ich offenbare der Welt mein wirkliches Ich.“ Das ist genau die Art und Weise, wie man sich verletzbar macht. Man erzählt eine Geschichte – eine Geschichte der etwas anderen Art, denn das retuschierte Bild erzählt wieder eine ganz andere Geschichte – auch wenn es das gleiche Bild ist. Die Geschichte von einem unbearbeiteten Gesicht ist ehrlicher. Näher am realen Leben. Man sieht die Augenringe, weil man eine schlaflose Nacht hatte. Die überschlagenen Gedanken, das Herumwälzen im Bett, weil man nicht einschlafen konnte – all das zeichnet sich in diesem müden Gesicht ab.

 

We wear far too much Photoshop these days! But we still won’t look that way in real life.

 

Gerade wenn man nicht perfekt ist, bietet man Hatern eine gute Angriffsfläche. Aber das sollte uns nicht entmutigen. Denn wir sind, wer wir sind. Wir dürfen uns nicht an einer Perfektion messen, die uns die Medien vorgeben. Wir müssen immer das Menschliche im Auge behalten. Ich schminke mich gerne und auch Make-up ist eine Retusche. Das Photoshop im Real Life sozusagen. Und dennoch verstecke ich mich nicht permanent hinter einer dicken Schicht Make-up. Wenn ich schnell etwas vom Supermarkt brauche oder meine Kontoauszüge hole, schminke ich mich nicht extra dafür – egal wie fertig ich aussehe. Ich style mich auch nicht extra für Snapchat. Dort hab ihr mich bestimmt schon das eine oder andere Mal im „Asi-Look“ gesehen. Doch bei meinem Blog ist das anders. Ich schätze, es ist normal in unserer Branche, dass wir uns immer vom besten Licht präsentieren möchten.

 

Photoshop

 

Ich muss mich nicht verstecken

Ich würde nie auf Photoshop verzichten wollen. Mir ist es nicht wichtig, makellos auszusehen, aber ich liebe die Ästhetik. Wer so gerne fotografiert, wie ich, möchte immer das Beste aus seinen Bildern holen. Trotzdem sollen retuschierte Bilder nicht die Richtung sein, an der wir uns orientieren. Schöne Bilder sind immer ein Hauch von Kunst, doch das Leben spielt sich in der Realität ab. Ich muss mich nicht verstecken, auch nicht hinter Photoshop. Aber ich kann Ästhetik schaffen und genau das möchte ich auf meinem Blog verbreiten. Ebenso wie die Ehrlichkeit, nicht makellos zu sein.