Lookbook #14: Christmas Eve

Alle Jahre wieder stellt sich die Frage, was ich bloß an Heilig Abend anziehe. Soll es chic sein, oder doch die bequeme Jogginghose mit dem gemütlichen Hoodie, der mindestens drei Größen zu groß ist? Dass es der Hoodie nicht werden würde, war von vornherein klar, schließlich waren wir dieses Weihnachten nicht mit einer weißen Pracht gesegnet, sondern mit „tropischen“ Temperaturen im Plusbereich. Zumindest für die Winterverhältnisse. Mittlerweile bin ich an einem Punkt angekommen, an dem ich mir selbst sage, dass ich ein Fan von Gemütlichkeit bin, was Weihnachten betrifft. Jahr für Jahr feiere ich zu Hause mit meiner Familie. Ich muss mich weder für eine Schwiegerfamilie schön herrichten (wie auch? :D), noch bin ich sonst irgendwo auf Besuch. Trotzdem – die Jogginghose blieb im Schrank. Nicht nur, weil wir an Weihnachten ganz traditionell die Kirche besuchten, sondern auch weil es Babys erste Weihnacht war und da musste die Taufpatin selbstverständlich für das eine oder andere Foto fürs Familienalbum herhalten. Wenn ich es so ganz sporadisch an meinen Fingern abzähle, werden solche Fotoshootings am Heiligen Abend nun öfters auf dem Programm stehen, denn stolze Eltern halten gerne jeden einzelnen Schritt ihres Sprösslings fest.

In Anbetracht dessen, dass die Tante auf den Fotos nicht aussehen wollte, wie der letzte Sandler (österreichisch für Penner), musste sie sich in Schale werfen. Nun – Weihnachten ist nicht nur das Fest der Besinnlichkeit, es ist auch das reinstes Fressgelage. Gründe, warum ich eigentlich eine etwas bequemere Montur bevorzuge, denn durch das reichhaltige Essen sehe ich innerhalb einer Stunde so aus, als würde unsere Familie weiteren Nachwuchs erwarten. Das Kleid von Mango finde ich darum perfekt. Gekauft habe ich es mir bereits im September. Ironischerweise genau an dem Tag, an dem der Käfer das Licht der Welt erblickte. Erst vor kurzem habe ich es geschafft, das geradlinige Kleidchen aus dem Schrank zu kramen, um es zu tragen und ich liebe es. Es sitzt sehr locker, sodass ich auch nach 100 Lachs-, Kaviar- und Käsebrötchen und zahlreichen Keksen ausgelassen den Bauch rausfahren konnte, ohne dass er sich unter dem Kleid abgezeichnet hat.

Dress: Mango
Necklace: Sassyclassy (Danke an dieser Stelle noch mal an Kristina von kdsecret)
Blazer: H&M 

Zum Schluss folgt eine kleine Bilderflut von meinem Weihnachtsfest. Bevor ich die Welle über euch hereinbrechen lasse, möchte ich euch noch kurz etwas erzählen. Ihr erinnert euch an meine letzten Anekdoten. Stille Nacht, Heilige Nacht, eh schon wissen, oder? Jetzt kommt die unglaublichste Geschichte aller Zeiten. Mit dem Käfer ging es am Nachmittag zu seiner allerersten Kindermette und ratet mal, was ganz zum Schluss gespielt wurde? Bingo! Stille Nacht, Heilige Nacht! Wahrscheinlich denken jetzt einige von euch, dass ich fluchtartig die Kirche verlassen habe. Falsch! Ratet mal, wer das Lied in der Kirche mitgesungen hat! Bingo No. 2! LISA! Ja, es ist wahr. Ich habe in der Kirche bei „Stille Nacht, Heilige Nacht“ mitgesungen. Am Erstaunlichsten ist zudem immer noch die Tatsache, dass ich in der Kirche praktisch nie -NIE, NIE, NIE- bei irgendeinem Lied mitsinge. NEVER! Jetzt ist es passiert. Ausgerechnet bei „Stille Nacht, Heilige Nacht“. Als wäre das noch nicht genug, war ich in diesem Moment so ergriffen, dass ich sogar das eine oder andere Tränchen unterdrücken musste. Anscheinend hängt mir das Lied doch noch nicht aus den Ohren. In diesem Sinne: viel Spaß mit den Bildern. 

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7 Comments

  1. Liebe Lisa,
    Vielen lieben Dank für deinen Lieben Kommentar! Ich sitze grad mit einem breiten Grinsen vor dem Bildschirm und kann gar nicht mehr aufhören 😀

    Mir geht es genau so wie dir, ich will auch einmal alle Hauptstädte Europas sehen und mein nächstes Reiseziel ist Paris, wobei mir Stockholm bestimmt auch gefallen würde;)
    Ich wünsch dir ebenfalls noch schöne Weihnachtsfeiertage<3
    Liebst Leo

    http://loenis.blogspot.de/

  2. Hi, mir gefallen die Fotos wirklich sehr gut.
    Dein Outfit ist wirklich hübsch.
    Ja, die kleine hat ihren neuen Kratzbaum dankbar angenommen:)
    Auch das Futter hat ihr sehr geschmeckt.
    Sie ist vor kurzem 3 Jahre geworden:)
    Alles Liebe und ein schönes Wochenende
    Michelle

  3. Sehr hübsches Outfit.

    Endlich habe ich auch Zeit, dir auf dein Kommentar zum Thema Feminismus zu antworten. 🙂
    Ich habe mir jetzt auch deinen Kommentar zu Andreas Post durchlesen können.

    Ich stimme dir voll und ganz zu, dass es traurigerweise unter Frauen oft ein fehlgeleitetetes Konkurrenzdenken gibt. Mädchen werden oft dazu erzogen, miteinander zu wetteifern. Deshalb gönnen viele Frauen, anderen Frauen ihre Erfolge auch nicht. Das ist sehr traurig. Aber natürlich können wir und zukünftige Generationen etwas ändern, indem wir einander (wert-) schätzen und respektieren.

    Es ist, wie du auch schreibst, wirklich traurig, dass Frauen oft noch weniger verdienen als Männer, selbst wenn Position und Qualifikation die gleichen sind. Ein absolutes Unding!

    Ich bin immer traurig, wenn Frauen sagen, sie bräuchten keinen Feminismus, weil sie sich schon gleichberechtigt fühlen. Nein, wir leben nicht in einer Welt, in der alle gleichbehandelt werden. So lange es Richter gibt, die Vergewaltigungsopfer fragen, was sie an dem Tag der Vergewaltigung getragen haben, brauchen wir Feminismus. Solange es Länder gibt, in denen Frauen zur Ehe gezwungen werden, brauchen wir Feminismus. Solange es Menschen gibt, die es für selbstverständlich halten, dass die Frau nach der Geburt die Kinder hütet, während ihr Mann arbeiten geht, brauchen wir Feminismus. Solange Männer denken, sie dürften keine Gefühle zeigen, brauchen wir Feminismus.

    Es freut mich, dass dich das Thema auch interessiert. 🙂 Ich finde auch, dass man nicht gegen Männer wettern sollte. Männer und Frauen sollten gemeinsam an einer bessern und gerechteren Welt arbeiten. 🙂

    Gruß,
    Bearnerdette

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