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Wie geht es lokalen Betrieben in der Krise?

Ein Blick hinter die Kulissen

Wie geht es unseren lokalen Betrieben in der Krise?

Wie geht es unseren lokalen Betrieben in der Krise? Mit dieser Frage habe ich mich beschäftigt und zwei Locals zum Interview gebeten. 

Die aktuelle Corona Krise stellt uns vor Herausforderungen, mit denen wir uns noch nicht beschäftigen mussten. Neben den gesundheitlichen Sorgen, die momentan unseren Alltag prägen, stellt die Krise auch eine wirtschaftliche Bedrohung dar. Zahlreiche Medien überschlugen sich mit den Themen Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit. Um viele Arbeitsplätze und Unternehmen zu erhalten, ist es jetzt von besonderer Bedeutung, unsere lokalen Betriebe zu unterstützen. So sorgen wir, dass nicht nur die Tradition erhalten bleibt, sondern auch Unternehmen und Arbeitsplätze.

Die Unterstützung lokaler Betriebe und Nahversorger war mir schon immer eine Herzensangelegenheit. Ich wurde am Land groß und bekam diese Werte früh mit. Ich erinnere mich an den Bäckerbus, der regelmäßig durch die Ortschaft fuhr. An die duftenden Nusskronen und Mohnweckerln, die als Kind genauso gut geschmeckt haben, wie sie es heute tun. Ich erinnere mich an das Joghurt vom Bauern nebenan, welches täglich frisch gerührt wurde und an den entzückenden älteren Landwirt, der einmal wöchentlich mit erntefrischem Obst vorbeikam. Diese Erinnerungen lassen mich nicht nur auf eine schöne Kindheit zurückblicken, sie haben auch Werte in mir hinterlassen, die ich noch heute zu 100% vertrete.

Nun ist es der Fall, dass besonders lokale Betriebe in wirtschaftlicher Hinsicht unter der Corona Krise leiden. Haben sie es ohnehin schon schwer, gegen riesige Konzerne zu bestehen, eröffnet die Krise neue Hürden, die es zu bewältigen gilt – und das neben all den großen Onlineriesen, die insbesondere jetzt von dem neuerdings noch profitableren Onlinehandel Nutznießer sind. Großkonzerne haben sich online längst etabliert, kleine Locals müssen jetzt einen Weg finden, wie sie neben ihren gigantischen Mitbewerbern bestehen können.

Mit diesem Beitrag möchte ich nicht nur Bewusstsein für unsere lokale Betriebe schaffen oder Betriebe aus der Region vorstellen, sondern auch die Sichtweise lokaler Betriebe portraitieren. Ich habe mich bewusst für zwei Betriebe aus meinem Heimatbezirk Weiz entschieden, da ich auch einen persönlichen Bezug zu diesen Produkten habe. Ich hatte das Vergnügen, mit Frau Petra Schrenk (Moarhofhechtl) und Eveline Wild (Der WILDe EDER) zu plaudern. Beide haben Betriebe, deren Bestehen weit zurückreicht. Beide Betriebe wurden im 14. Jahrhundert erstmalig urkundlich genannt und können so auf eine lange Tradition zurückblicken. Die Interviews waren sehr wertvoll, so hatte auch ich die Möglichkeit weitere Perspektiven zu betrachten, über die ich mir keine Gedanken gemacht habe.

Moarhofhechtl

Moarhofhechtl ist ein Familienbetrieb aus Passail (Bezirk Weiz) und ist bekannt für hausgemachte Teigwarenerzeugnisse und Eierlikör. Im Jahr 1996 wurde mit der Freilandhühnerhaltung begonnen. Vom ersten Tag an setzt man auf eine Direktvermarktung. Am Hof befindet sich ein eigener Hofladen, wo die Produkte erhältlich sind. Beliefert werden auch sämtliche Nahversorger sowie Gastronomiebetriebe in der Region. Mittlerweile findet man die Moarhofhechtl Nudeln auch in allen steirischen Merkurmärkten. 50% der Eier werden an die Gastronomie beliefert. Der Rest wird zu hauseigenen Erzeugnissen weiterverarbeitet. Bei Moarhofhechtl handelt sich um einen Familienbetrieb, der zwei Mitarbeiter beschäftigt. 

Der WILDe EDER

Der WILDe EDER ist ein Vier-Sterne-Hotel auf 972 Seehöhe, welches von Stefan Eder und Eveline Wild betrieben wird. Es befindet sich inmitten des Naturparks Almenland in St. Kathrein am Offenegg. Der Betrieb wurde von Generation zu Generation weitergegeben. Die Urgroßeltern und deren Vorfahren haben erstmalig mit dem Ausschank begonnen. Die Großeltern errichteten die ersten Zimmer nach dem ersten Weltkrieg und lockten vor allem Sommerfrischler an. Inzwischen hat sich das Hotel weiterentwickelt. Mehrere Betten kamen hinzu und mit dem Bau eines Hallenbades wurden die ersten Schritte in Richtung Wellness gesetzt. Seit 2013 ist Der WILDe EDER im Besitz von Stefan Eder und bietet 50 Betten für Erholungssuchende. Insgesamt beschäftigt der Familienbetrieb zwischen 20-25 MitarbeiterInnen.

Was bedeutet die Krise für lokale Betriebe?

Sowohl Familie Schrenk, als auch Familie Eder/Wild stehen vor einer neuen Herausforderung, auch wenn diese unterschiedlich sind. Der WILDe EDER als Hotelbetrieb musste aufgrund der gesetzlichen Maßnahmen schließen. Die Schließung erfolgte bereits vor dem Entschluss der Regierung, da bereits erste Auswirkungen der Corona Krise sichtbar wurden. Gäste stornierten ihren Aufenthalt und so entschied man sich zu diesem Schritt. Unfreiwillige Schließungen sind für Betriebe immer mit einer Vielzahl an Problematiken verbunden und nicht mit einem Betriebsurlaub vergleichbar. Betriebsurlaube sind geplante Schließungen zur Erholung der Mitarbeiter und Geschäftsführer, die im Vorhinein immer gut vorbereitet sind (es wird weniger eingekauft, darauf geachtet, Kühlhäuser zu leeren und auch finanzielle Vorkehrungen wurden getroffen). An all diese Aspekte kann man von unfreiwilligen Schließungen natürlich nicht denken, da man immer grob ein Jahr in die Zukunft „normal“ plant.

Auch der Hofladen von Familie Schrenk wurde geschlossen. Zuvor wurde der Laden leergekauft, man fokussiere sich nun auf die Produktion.

Beide Betriebe mögen unterschiedlich sein, allerdings haben sie mehr miteinander zu tun, als man denkt. Familie Schrenk beliefert alle Gastronomie- und Hotelbetriebe in der Almenlandregion mit ihren Nudelspezialitäten. Wenn dieser wichtige Kunde vorerst wegfällt, entstehen enorme Umsatzeinbußen. 50% der gesamten Eier werden an die regionale Gastronomie und Hotellerie geliefert. So sind nicht nur die wirtschaftlichen Einbußen eine Schwierigkeit, sondern ein weiteres Problem gesellt sich dazu: die Verschwendung. Dieser Aspekt beschäftigt auch Eveline Wild. Sie hat insgesamt ca. 15-20 Tausend Pralinen in ihrem Lager – es wurde sich auf Ostern viel vorbereitet. Normalerweise verkauft sie den Großteil ihrer Pralinen an die Hausgäste des Hotels, wo sich zusätzlich ein kleiner Shop für die Produkte befindet. Da die handgemachten Pralinen aufgrund von frischen Creme- und Fruchtfüllungen nur begrenzt haltbar sind, droht nicht nur eine enorme Verschwendung. Auch viel Herzblut und Arbeitszeit geht damit verloren. Wären die Produkte noch im Rohzustand im Lager, wäre es kein allzu großes Problem, doch die verarbeiteten Produkte haben eine begrenztere Haltbarkeit.

Last but not least wären die Mitarbeiter- und Energiekosten zu nennen, die trotz Schließung nicht wegfallen. Der WILDe EDER hat zwar Rücklagen, die das Unternehmen für maximal 1-2 Monate mit den Fixkosten sichern, doch der Energieverbrauch muss auch danach bezahlt werden. Selbst wenn keine Gäste im Haus sind, müssen Kühlung und das Schwimmbad mit Energie versorgt werden, um deren Funktion zu erhalten. Darüber hinaus tätigen auch regionale Unternehmer Investitionen, welche Kredite erfordern. Das bedeutet, dass auch Kreditrückzahlungen im Raum stehen. „Jedes Unternehmen geht gewisse Risiken ein: Geld, Ressourcen und Mitarbeiter“, so Eveline Wild in unserem Gespräch.

Lokale Betriebe in der Krise
Lokale Betriebe in der Krise

Wie mussten sich Betriebe an die Situation anpassen?

Da Familie Schrenk die Eier nicht mehr an Gastronomie und Hotellerie liefern kann, wurde nach einer Lösung gesucht. Man entschied sich, die eigentlich für die Gastronomie und Hotellerie gedachten Eier noch verstärkter an örtliche Nahversorger zu liefern. Damit versucht man der Verschwendung entgegenzuwirken, gleichzeitig ist es ein Appell, auch im Supermarkt vermehrt auf die Herkunft der Ware zu achten und regionale Produkte vorzuziehen. Zusätzlich bietet Moarhofhechtl einen Onlineshop. Dort findet man nicht nur die herkömmlich verpackten Nudeln, sondern auch Geschenke wie Nudelsträuße und Nudelfiguren.

Da der Hofladen Lebensmittel betreibt und demnach laut dem staatlichen Beschluss geöffnet bleiben darf, wurde sich trotzdem zu dem Schritt der Schließung entschieden. Petra Schrenk ist die Sicherheit ihrer Mitarbeiter und der Familie wichtiger, darum erfolgte die Ladenschließung vor allem aus Sicherheitsgründen. „Das Infektionsrisiko war einfach zu hoch“, so Petra Schrenk. Ab jetzt arbeitet man im Schichtbetrieb und getrennt voneinander – ohne Kundenkontakt. Dadurch können die Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz behalten. Auch die Lieferung an den Nahversorger erfolgt kontaktlos.

Eveline Wild löst das Problem, indem sie ihre Produkte in ihrem Onlineshop vertreibt und zusätzlich auf ihren Social Media Kanälen dafür wirbt. Vor der Krise kauften die Leute dort überwiegend Gutscheine. Diese wichtige Einnahmequelle sei aktuell wenig genutzt. Die Bewerbung des Online Shops auf Social Media stieß zudem nicht immer auf Zuspruch. Auch Kritik im Sinne von sich mit der Krise bereichern musste sie dafür einstecken.

Lokale Betriebe in der Krise
Lokale Betriebe in der Krise

Was wünschen sich Locals für die Zeit nach der Krise?

Obwohl die aktuelle Situation herausfordernd ist, bleiben sowohl Familie Schrenk als auch Familie Eder/Wild zuversichtlich. Beide versuchen das positive aus der Krise zu sehen. Besonders alte Werte sind Herzensangelegenheiten. Dass wieder mehr Fokus auf Regionalität und Tradition gelegt wird.

Man hofft, dass Menschen wieder mehr regional kaufen. Das bezieht sich nicht nur auf die eigenen Produkte der beiden Betriebe, sondern auch auf andere Branchen wie Bekleidung und Spielwaren. So können viele wichtige Arbeitsplätze gesichert werden, wir würden weniger in Billiglohnländern produzieren und können auch die Massentierhaltung damit eindämmen. Wer vor Ort oder im Nachbarort einkauft, leistet somit einen wesentlichen Beitrag zur österreichischen Wirtschaft, die alle ÖsterreicherInnen betrifft und auf die Lebensqualität eines jeden Einwohners Einfluss nimmt.   

Auch dass die Wertschätzung gegenüber Landwirten zunimmt, ist ein großes Anliegen. Die Landwirtschaft ist nicht zuletzt wegen der Produktion ein wichtiger Faktor unserer Gesellschaft. Almwirtschaft erhält beispielsweise unsere schönen Wanderwege in der Region. Würden Almen nicht beweidet werden, würden die Wege zuwachsen. Unterm Strich würde es damit keine Wanderwege mehr geben. 

Im Fokus steht mehr Menschlichkeit. Man hofft, dass die aktuelle solidarische Haltung nach der Krise erhalten bleibt und die Menschen nicht wieder in die alten Verhaltensweisen zurückfallen. Wenn uns die Krise etwas ermöglicht, dann ein nachhaltiges Umdenken.

Lokale Betriebe in der Krise
Lokale Betriebe in der Krise

Umdenken und lokale Betriebe unterstützen!

Wir haben jetzt die Möglichkeit, Tradition und Regionalität aufrecht zu erhalten. Ich hoffe, dass euch dieser Beitrag zu einem weiteren Umdenken anregen konnte. Natürlich sind regionale Produkte höherpreisig, doch auch hier gilt, dass wir unsere Prioritäten angemessen setzen müssen. Wir kommen aus einer Zeit des Überkonsums und unterstützen damit leider oft Großkonzerne. Außerdem ist es höchst unangebracht, kleine Unternehmen dafür zu kritisieren, wenn diese weiterhin für ihren Onlineshop werben. Natürlich befinden wir uns in einer sensiblen Zeit, die uns viel abverlangt. Existenzen sind bedroht und eine empfindliche Reaktion auf weitere Kaufanreize ist nachvollziehbar, doch es geht hier um uns alle. Wir alle müssen unser Geld verdienen, um unsere Kosten zu decken. Und wenn das gesamtwirtschaftliche System komplett einbricht, werden wir alle die Leidtragenden sein. Darum verurteilt bitte niemanden, der versucht, seine Existenz weiterhin aufrecht zu erhalten. Letztendlich sichern wir dadurch Arbeitsplätze und können dafür sorgen, dass neue entstehen, damit wir auch die Existenzbedrohung minimieren.

Essen/Trinken
Baby und Kinder
Bekleidung
Wohnen
Sonstiges
  • TENZ (Schraubenhersteller aus Graz)
  • CopyShop (Druckerei aus Gratwein)
  • Opernfoto Hausleitner (Kamera und Foto – Shop meines Vertrauens aus Graz)
  • Morawa (Buchhandlung aus Graz)
  • Carina Ramsauer (tolle Fotografin aus der Südsteiermark – Gutscheine für Zeiten nach der Krise)

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Fotocredits Moarhofhechtl
Fotocredits Eveline Wild
Sonstiges
Tagebuch

Quarantäne Tagebuch #2

Quarantäne Tagebuch

#2

In der Quarantäne habe ich genug Zeit, um nachzudenken. Leider auch, um mich aufzuregen. Tagebuch schreiben hilft. Was mich in dieser Woche besonders gereizt hat und wahrscheinlich noch länger reizen wird, lest ihr jetzt! 

Corona, du bist eine Bitch! Sorry für den Kraftausdruck, aber ich muss dieses Tagebuch einmal ausnutzen, um mich auszukotzen. Doch um ehrlich zu sein, Corona ist in diesem ganzen Quarantänechaos nicht einmal die größte Bitch. Klingt komisch, aber es ist so. Es sind die Menschen, die auf die Anweisungen der Regierung einen feuchten Dreck geben, ihr Leben nahezu ähnlich weiterleben, wie zuvor und sich stur den Maßnahmen widersetzen. Jetzt ist aber nicht der Zeitpunkt, um stur zu sein. Jetzt stehen andere Werte im Vordergrund. Werte, die schon längst in Vergessenheit geraten sind. Fällt es vielen von uns deswegen so schwer, sich an Regeln zu halten? 

Gut möglich! Schließlich sind wir verwöhnte Millenials, die es gewohnt sind, auf nichts zu verzichten!

Mal ehrlich: wir sind Freiheit gewohnt. Egal, wie oft wir uns über das System beklagen und über welche Lappalien wir uns sonst aufregen. Aber verglichen mit der Situation jetzt, sind das Sorgen, die wir uns gegenwärtig womöglich zurückwünschen. Meine größere Befürchtung ist jedoch, dass die 10%, die immer noch holdrio und trallala so weiterlebt, wie es ihnen passt, sich nicht mal wirklich Sorgen um die Lage macht. Schlimmer: das Problem wird heruntergespielt und nicht als Krise wahrgenommen. Wahre Gesichter kommen zum Vorschein und bringen hässliche Kreaturen ans Tageslicht. Man kann alles unter dem Deckmantel der Nettiquette und Solidarität verstecken. Worte können schneller leerer werden, als man schauen kann. Ein scheinheiliges Lächeln kann in guten Zeiten viel verbergen, aber wenn es hart auf hart kommt, zeigt sich, wer wirklich empathiefähig ist und wer sich selbst letztendlich am nächsten ist. Und Egoismus ist dumm!  Auf allen Ebenen! Empathie wird nicht umsonst zur Intelligenz gezählt. Das zeigt sich heute wieder mehr denn je. Und dabei möchte ich gar nicht mit dem Finger auf eine bestimmte Personengruppe zeigen. Es sind nicht nur Millenials, Generation X und die Generation davor sind auch noch mobiler, als es sein sollte. Um das zu wissen, muss ich nicht mal mehr rausgehen. Die Fensterfronten meiner Wohnung sind die perfekte Kinoleinwand und zeigt mir tagtäglich, was noch alles verkehrt läuft. 

Ich zerbreche mir oft den Kopf, wie man den restlichen 10% der Bevölkerung endlich verklickern kann, dass die Lage ernst ist. Wir brauchen keine Panik haben. Die Grundversorgung läuft, wir haben zu essen und ein Dach über den Kopf. Und dabei haben wir es noch verdammt gut. Wir müssen nur in unseren eigenen vier Wänden bleiben. An schlechten Tagen, wenn es uns selbst auch nicht so gut geht, verlassen wir unsere Wohnung schließlich auch nicht. Warum können wir jetzt nicht über den Tellerrand hinausblicken? Warum können wir jetzt nicht sehen, dass es vielen da draußen nicht gut geht mit der Lage und aus Respekt und Nächstenliebe unsere vier Buchstaben einfach mal aufs Sofa setzen? 

Die Menschen, die die Versorgung aufrechterhalten müssen – in welchem Bereich auch immer – rackern sich nicht nur wie die Wahnsinnigen ab. Nein! Sie müssen sich zudem auch noch der direkten Gefahr aussetzen. Und während sich diese Menschen krumm und buckelig arbeiten, damit es UNS gut geht, hocken irgendwelche Vollprolls im Stadtpark und saufen in der Gruppe eine Hülse (Dosenbier) nach der anderen. Bestes Leben, wa? 


Tja, „Bestes Leben“ werden wir nicht mehr haben, wenn es so weiter geht!

Ich weiß nicht, wohin dieser pure Egoismus hinführt. Blöde Frage, aber macht Egoismus blind? Mir kommt es fast so vor. Wir machen das, um unser Gesundheitssystem davor zu bewahren, zu kippen. Auch wenn man nicht zur Risikogruppe gehört, riskiert wird damit genug: die Gesundheit unserer Mitmenschen, den Kollaps unseres Gesundheitssystem und wirtschaftlicher Zusammenbruch. Scheinbar sind all die unbelehrbaren Personen da draußen von nichts von dem betroffen. Denken sie! Aber wir sind alle Teil vom System und wenn uns System kippt, sind wir davon auch alle ein Teil und wir werden die Auswirkungen zu spüren bekommen. 

Dennoch: ich versuche optimistisch zu bleiben. Mir einzureden, dass es noch nicht zu spät ist, dass wir uns ALLE am Riemen reißen. Aber mit der Zeit sollte man jetzt nicht spielen, denn jede menschliche Handlung wird sich auf irgendeine Art und Weise darauf auswirken, wie es jetzt weitergeht und wo der Weg noch hinführen wird. 

Quarantäne Tagebuch

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Quarantäne

Quarantäne Tagebuch #1

#1

Quarantäne Tagebuch

Fast eine Woche soziale Isolation, davon seit Samstag Quarantäne. Meine Redezeit hat sich um gefühlte 90% limitiert. Zeit, ein Tagebuch zu starten. Und vorweg: bitte nicht alles so ernst nehmen und Sarkasmus berücksichtigen. 

Hallo, ich bin die Lisa und ich gehöre zu den Personen, die anfangs über den Corona Virus gelacht haben. Jetzt gehöre ich zu denjenigen, die ziemlich dumm aus der Wäsche schauen. Nach dem selbsthilfegrupperischen „Hallo Lisa“ erlaube ich mir nun, dass ich geläutert bin und die Sache ernst nehme. Sehr ernst sogar. Aber was hilft es uns, jetzt den Kopf in den Sand zu stecken und weiter negative Stimmung zu verbreiten? Genau! NIX! Wenn ich was aus zahlreichen nicht so schönen Erfahrungen in meinem Leben gelernt habe, dann das: es muss weitergehen. Nachdem ich am Wochenende in Sweatpants zwischen veganem Ben und Jerry’s Eis und einem zwei Liter Vorrat an Cola light (Vorrat ist übertrieben – 2 Tage hat es gehalten) nahezu mit dem Newsticker verschmolzen bin, habe ich mich jetzt aufgerafft und versuche irgendwie einen Alltag zu finden. Das ist herausfordernder, als gedacht.

Quarantäne

Der ganz normale Home Office Quarantäne Wahnsinn

Wer hätte sich das gedacht? Die Lilly landet mal im Home Office. Moment. Als Selbstständige bin ich das zwar gewohnt, aber als Angestellte bin ich doch lieber im Büro. Soweit so gut. Da die Marketingabteilung aber unmöglich den empfohlenen Sicherheitsabstand von zwei Meter einhalten kann, befinden wir uns inmitten eines potentiellen Virenherds. Gar nicht gut. Und siehe da: jetzt sitze ich im Home Office, zwischen Unterlagen, Macbook (machts der noch lange?) und halb erledigtem Abwasch (mein Geschirrspüler ging pünktlich zur Krise kaputt *hust* (oder sagen wir jetzt lieber *räusper*?)) und versuche mich in die Situation zu finden. Zumindest aus der Gefahrenzone raus! Dabei ermahne ich mich selbst immer wieder mit zusammengepressten Lippen, dass die Situation für mich weitaus weniger schlimm ist, als für andere und doch hadere ich ein bisschen. Meine Aufgaben wurden mir aufgetragen und die erledige ich. Insgeheim trete ich mir in den Arsch, warum ich das Virus nicht ernster genommen habe und frage mich manchmal, ob das nun die Rache von Karma ist? So lange, bis sich diese vielleicht etwas unnötigen Gedanken in Sorgen verwandeln. JA, ich gebe es zu! Ich habe Angst um meinen Job. So schön es ist, ein Start-Up beim Wachsen zu sehen und es dabei tatkräftig zu unterstützen, umso beängstigender ist es jetzt, was die Coronakrise für meinen Job bedeutet. Und dann verpasse ich mir innerlich eine saftige Ohrfeige, weil es andere gibt, die noch schlechter gestellt sind, als ich. 

Vielleicht klingt das ein bisschen makaber. Aber angesichts der Tatsache, dass wir uns nun alle über essentielle Bestandteile unseres Lebens (Gesundheit, Job, Zukunft) Sorgen machen, fühle ich mich nicht alleine. Nicht zuletzt weil unsere Regierung super agiert und ich das Gefühl habe, das ALLE BürgerInnen ernst und wichtig genommen werden.

Das Home Office wird von Tag zu Tag erträglicher. Wissend, dass ich mit meinem Daheimbleiben einen kleinen Beitrag zu der Verbesserung der Gesamtsituation leisten kann, indem ich den Anweisungen folge. 

Der ständige Kampf mit Moral und Wiedersprüchen

Die Auftragslage ist momentan somit eine Prärie (Memo an mich: eine Steppe besuchen, wenn die Sache überstanden ist). Zumindest ist es eine Prärie für so einen kleinen Fisch im großen Teich wie mich. Eine Kooperation habe ich gerade in der Planung, bei der ich stark am hin und her überlegen bin, ob ich sie nicht zu canceln versuche. Ich stehe immer hinter meinen Kooperationen, die ich mache, aber es passt vielleicht nicht ganz so in die aktuelle Thematik. Ich weiß, das ist ein absolutes Luxusproblem. Zumindest war es das für mich noch, bevor ich den Anruf bekommen habe, wie die beruflichen Prognosen gerade sind. Eine Zwickmühle, schließlich will ich keinen Shitstorm über mich ergehen lassen und auf der anderen Seite mache ich mir, vielleicht ein bisschen unnötigerweise, Sorgen wie es jetzt weitergehen soll. Wohlwissend, dass ich ein Sparfuchs bin und immer schon fast krankhaft darauf geachtet habe, etwas auf der Seite zu haben. Aber diese Ersparnisse waren eben für meine Zukunft gedacht. Und wieder will ich mir am liebsten selbst eine klatschen, weil ich weiß, dass es nicht nur mir so geht und viele von uns ihre Prioritäten verlagern müssen. Auf der anderen Seite lese ich, dass wir so viel Normalität in unser aller Alltag bringen sollen, wie möglich und hey, irgendwie müssen wir ALLE arbeiten, um unser Geld zu verdienen. 

Quarantäne

Wenn die 10. selbst auferlegte Klatsche endlich sitzt

Jetzt sitze ich da, in meiner 50m2 Wohnung und habe viel Zeit zum Nachdenken. So, mit mir selbst beschäftigen neue Lage: Dienstag check, Mittwoch check, Donnerstag check, Freitag check, Samstag check, Sonntag check, Montag check, Dienstag check. Gemerkt habe ich, dass ich gut alleine sein kann, aber die Einsamkeit ist schon ein ganz anderes Kaliber. Aber seien wir dankbar für die Technologie unserer Zeit. Ergo: ich komme klar. Wobei sich die Eigenmotivation immer noch in Grenzen hält. Ich erledige zwar die Arbeit, die ich erledigen muss und hätte (jetzt wo ich mir ca. 2 Stunden Fahrt täglich spare) viel Zeit für meine eigenen Ideen, aber mal ehrlich: die Muse habe ich irgendwo draußen liegen lassen und jetzt kann ich sie nicht holen. Leute, es ist okay, wenn wir jetzt Zeit zum Aufraffen brauchen. Schließlich sind wir mit Situationen konfrontiert, die wir in unserer eigenen Luxuswelt so gar nicht kennen. Und hey, wir haben ein Dach über den Kopf, wir sind bestmöglich geschützt und die Welt hat schon schlimmere Krisen überstanden. Da ist die Wohnung wirklich keine Kriegsfestung mehr, sondern unser Rückzugsort. Der Ort, an dem wir uns sicher fühlen. Lagerkoller hin oder her, trotzdem geht es uns verdammt gut in unseren eigenen vier Wänden.

So, meine kreativen Pläne habe ich noch nicht umgesetzt, man macht im Home Office mehr Chaos als gedacht (ich habe Casa Lillywood erst vor zwei Tagen aufgeräumt *räusper*) und ich habe herausgefunden, dass die Wäsche die Haushaltsaufgabe ist, die NIE zur Gänze erledigt ist. Ja, irgendwann versucht man sich mit dämlichen Gedanken abzulenken, von denen man glaubt, sie sind lustig. Bei denen man aber schnell merkt, was für einen seltsamen Humor man eigentlich hat. Apropos: es ist auch komisch, welche seltsamen Beschäftigungen man plötzlich für sich entdeckt. Ich habe mir heute beispielsweise meine Extensions mit Kokosöl entfernt. Der letzte blonde „Rest“ an mir dürfte nun Geschichte sein. An der Stelle: nein, meine Haare wurden danach nicht gewaschen, sondern triefen vor Kokosfett – darum kann ich meine jetzige Haarfarbe gar nicht mehr definieren. Aber mein eiserner Wille hat sich fest vorgenommen, morgen die Haare zu waschen und nach dem Home Office möchte ich mich endlich dazu aufraffen, ein paar Ideen umzusetzen. 

In diesem Sinne: bleibt daheim und DANKE an all jene, die sich für uns abschuften, um unser System am Laufen zu halten. Unterstützen wir sie, indem wir vernünftig sind und soziale Kontakte so gut es geht vermeiden. 

PS: Ja, ich weiß, die Bilder sind alles andere als matchy matchy mit dem Beitrag. Aber um mich mit Kokosfetthaaren vor die Kamera zu wagen, akribisch den Fernauslöser zu bedienen und mich in Sweatpants in Pose zu hauen, fehlt mir genauso viel Muse, wie meinen Spüle von dem Topf mit den angeklebten Nudelresten zu befreien. Aber hey: Bücher – Tagebuch = It’s a match (oder irgendwie so). Ich gelobe Besserung (Angaben ohne Gewähr). 

Coronavirus

Coronavirus: meine Gedanken und wie es jetzt weitergehen soll

Coronavirus

Meine Gedanken und wie es geht weitergehen soll

Der Coronavirus hat unser Land erreicht. Inzwischen sind in Österreich mehr als 800 Menschen infiziert. Es gibt zwei Todesopfer zu beklagen (Stand 15. März 2020). Aus dem einst belächelten "Es ist nur eine Grippe" wurde eine ernstzunehmende Situation, die Maßnahmen erfordert, um den Worst Case einzudämmen. Doch es gilt nach wie vor: keine Panik! 

„Es ist nur eine Grippe!“ „Ich versteh nicht, warum die Leute plötzlich übertreiben.“ „So tragisch kann das wohl schon nicht sein.“ Das waren meine ersten Gedanken zu COVID-19 und auch die ersten Sätze, die ich über den Coronavirus ausgesprochen habe, um meine Meinung kundzutun. Bis Dienstag habe ich den Ernst der Lage nicht erkannt oder wollte es nicht erkennen. Ich ging normal zur Arbeit, war allerdings verschnupft. Um 14 Uhr, nach unserem COVID-19 Infotalk, wurde ich nach Hause geschickt. Erst da wurde mir deutlich, was der Coronavirus bereits für andere bedeutet. Ich habe es verstanden, meine Sachen gepackt und bin nach Hause gefahren. Ich möchte nicht, dass sich jemand von meiner Anwesenheit bedroht fühlt, auch wenn es wirklich nur ein grippaler Infekt war, der leicht wegzustecken ist. 

Zum ersten Mal spürte ich die Sorgen der Menschen und der KMU’s. Die Situation ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Ich habe mich geirrt. Das gebe ich zu. Schon Madeleine von dariadaria hat gesagt, es ist okay, es zuzugeben. Wir wussten es nicht besser, auch wenn die Medien seit Wochen über nichts anderes mehr berichten. Wir sind medial aufgebauschte und reißerische Headlines gewohnt, darum beschwichtigten wir die ganze Situation als „mediale Panikmache.“ Jetzt müssen wir uns eingestehen, dass die Zeiten, die auf uns zukommen, nicht leicht werden. Aber wir können sie bewältigen, wenn wir jetzt alle an einem Strang ziehen. 

Der Coronavirus hat mich aus einer Bubble gerissen. Ich bin am Boden der Tatsachen angelangt. Zwischen gecancelten Reisen, leeren Klopapierregalen und Hamsterkäufen stehe ich da und frage mich, wie die Zukunft aussehen wird. Obwohl die Situation beängstigend wirkt und wir uns als kleine Bürger vielleicht macht- und hilflos fühlen: wir haben mehr in der Hand, als wir denken und die Möglichkeit, die exponentielle Ausbreitung einzudämmen. Das würde bedeuten, dass der Virus gebremst wird und Krankenhäuser wesentlich mehr Zeit haben, sich vorzubereiten. Ärzte müssen nicht entscheiden, wem ein notwendiges Bett im Krankenhaus zur Verfügung steht und wem nicht.      

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Den Corona Virus ernst zu nehmen, ist meiner Meinung nach eine Frage von Verständnis von Zusammenhalt als auch Solidarität. Doch zwischen ernst nehmen, und Panik haben ist ein großer Unterschied. ‬ ‪Wir in unserer Bubble von 20-30 Jährigen mögen zwar kaum betroffen sein, nichtsdestotrotz sind wir Überträger*innen, und somit verantwortlich für Infektionen in den betroffenen Gruppen. ‬ ‪Eine weitverbreitete Grafik von Carl T. Bergstrom, Wissenschaftler der Universität Washington und Experte im Kampf gegen Falschinformationen bezüglich des Coronavirus, erklärt die Thematik, die mit dem Virus einhergeht. Auch in einer Pressekonferenz des Robert-Koch-Instituts wird erklärt, warum es momentan wichtig ist die Exponentialfunktion, sprich die Reproduktionsrate des Virus, abzuflachen. Nämlich um den Kollaps des Gesundheitssystems zu verhindern.‬ ‪#FLATTENTHECURVE‬ In dieser Grafik gibt es zwei Kurven, die zwei verschiedene Reproduktionsraten des Virus zeigen. In der steilen Kurve, breitet sich der Virus sehr schnell in einer sehr kurzen Zeit aus. 
In diesem Szenario sind Notfallaufnahmen überfüllt, Intensivstationen quellen aus allen Nähten, und unser Gesundheitssystem wird überrollt. Durch solch unkontrollierte Ausbreitung steigen Mortalitätsraten und jene, die tatsächlich infiziert sind, bekommen keine / schlechte Behandlung. Die zweite Kurve ist flacher. Kontrollmaßnahmen wie Händewaschen, Schließung von Unis und Absagen von Veranstaltungen, wurden früh eingeleitet. Diese Maßnahmen helfen die Verbreitung des Viruses zu verlangsamen (kontrollierte Ausbreitung) und zwar soweit, dass das Gesundheitssystem nicht überflutet wird. Da Krankenpfleger, Ärzte, und Krankenhäuser nun nicht gestürmt werden, bekommen all jene infizierten, bessere und schnellere Behandlungen und die Mortalitätsrate ist weit aus geringer. Das heißt im Klartext:
Wir alle sind dafür verantwortlich die Kurve abzuflachen. Auch jene Gruppen, die nicht betroffen sind. Wir sind dafür verantwortlich, dass wir die Ausbreitung des Virus verlangsamen und somit ausreichend Kapazitäten im Gesundheitssystem gewährleisten zu können. Bild: Esther Kim, Carl T. Bergstrom Quellen: Robert-Koch-Institut

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Panik ist fehl am Platz

Die letzten Tage standen die Themen „leere Klopapierregale“ und „Hamsterkäufe“ hoch im Kurs. Obwohl ich anfangs darüber auch nur schmunzeln konnte, habe ich momentan mehr Verständnis. Nicht jeder volle Einkaufswagen bedeutet automatisch „hamstern“. Gerade wir, die in einem Single- oder Zwei-Personen-Haushalt leben, können uns schwer vorstellen, wie es ist, eine Familie zu ernähren und wie viel man tatsächlich für den wöchentlichen Grundbedarf braucht. Vor allem jetzt, wo Schulen und Kindergärten geschlossen werden. Darum sollten wir uns vorwurfsvolle Blicke in fremde Einkaufswägen sparen. Natürlich gibt es Ausnahmen. Doch da die Grundversorgung aufrecht bleibt, ist auch der übertriebene Kauf von Toilettenpapier nicht notwendig. Trotzdem dürfen wir nicht vergessen, dass wir uns in einer unbekannten Ausnahmesituation befinden. Viele Menschen reagieren sensibel darauf und haben verständlicherweise Angst. Ich kann es nur noch einmal betonen: die Grundversorgung bleibt aufrecht. Wir können die Dinge kaufen, die wir zum Leben brauchen. Vielleicht ist das auch eine gute Möglichkeit, um unser eigenes Konsumverhalten zu überdenken. Wir werden merken, was wir wirklich brauchen und was nicht und vieles auch wieder mehr zu schätzen lernen. In Situationen wie dieser, ist es wichtig, trotz allem die positiven Aspekte aus der ganzen Sache herauszuziehen. Das funktioniert – mit dem richtigen Mindset. 

Coronavirus

An einem Strang ziehen, zusammenhalten und daheim bleiben

Ich für meinen Teil empfinde die aktuelle Vorgehensweise unserer Republik sehr angemessen und fühle mich dadurch auch sicher. Die Maßnahmen werden nicht gesetzt, um uns zu ärgern, sondern um uns ALLE zu schützen – besonders die Risikogruppen. Doch der Coronavirus geht uns alle etwas an. Wir, die jungen und gesunden Menschen, können trotzdem Träger und Überträger des Virus sein. Und es liegt bei uns, was wir daraus machen. Wir sollten jetzt alle an einem Strang ziehen, zusammenhalten und daheim bleiben. Auch wenn es uns anfangs schwer fällt, ist das wirklich das geringste Übel. Schließlich haben wir ein Dach über den Kopf, ein Zuhause, das uns schützt und befinden uns somit in einer absoluten Prestigelage, denn das ist keine Selbstverständlichkeit. Ich für meinen Teil lerne jeden Tag etwas dazu, wie ich mich verhalten soll, was ich eventuell falsch gemacht habe und ich weiß, dass ich es auch nicht immer perfekt gemacht habe. Für uns alle ist die Situation neu, aber schnelles Handeln rettet Leben – vielleicht sogar das deiner liebsten, die zur Risikogruppe gehören. 

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#ichbleibezuhause … ♥️ 1. Die momentane Lage ist wichtig. 
Es ist eine Krise, die ernst genommen werden muss. 2. zu Hause bleiben und Ruhe bewahren Wenn Österreich die sozialen Kontakte allein um ein Viertel reduziert, kann das helfen, die Ausbreitungsrate des Virus zu halbieren. Verzichtet auf Soziale Kontakte und unterhaltet euch telefonisch und geht wirklich nur raus, wenn es unbedingt sein muss ! 3. Mindestens 20-30 Sekunden Hände mit Seife waschen. 
Ebenso wichtig: Weder Hände schütteln noch mit den Händen in’s Gesicht fahren. 4. Die Nutzung der Öffis reduzieren und in Öffis selbst nichts berühren.
 5. Hamstereinkäufe sind nicht notwendig. 
In Österreich ist die Versorgungssicherheit nicht gefährdet. Auch in Lebensmittelgeschäften ist es wichtig 1 m Sicherheitsabstand zu halten. Seid freundlich und respektvoll den Verkäufern und euren Mitmenschen gegenüber
 6. Die Verbreitung des Virus trifft vor allem ältere und kranke Menschen. 
Die Disziplin der jungen Generation ist daher notwendig, um die ältere Generation nicht zu gefährden.
Ruft Eure Großeltern an, vergewissert ihnen, dass sie unterstützt werden, jedoch reduziert den Kontakt.
Bei Symptomen (starkem Kopfweh, Husten, Fieber oder Atembeschwerden) soll man die Telefonnummer 1450 anrufen.
Nicht selbst zum Arzt oder ins Krankenhaus gehen.
 7. Nehmt Euch Zeit für Euch.
Lest ein gutes Buch. Hört Musik. Tanzt eine Runde. Tut etwas für Euch und Euer Wohlbefinden, um dann vollster Kraft für die anderen Dasein zu können. Legt auch mal das Handy weg. Es ist wichtig informiert zu bleiben, doch alles in einer gesunden Dosis. 8. Konzentriert Euch auf die Fakten, glaubt nur vertrauenswürdige Quellen keinen Fake News. 9. Denkt an die anderen.
Gerade wenn man gesund und fit ist, muss man aus Toleranz, Solidarität und Respekt die Maßnahmen einhalten, um andere nicht zu gefährden.
Es geht nach wie vor darum, die Kurve abzuflachen, damit das Gesundheitssystem stabil bleiben kann und die öffentliche Ordnung aufrecht! Nicht jeder hat das Privileg zu Hause bleiben zu können, die betroffenen Berufsgruppen müssen funktionieren, da sie in solchen Krisen am wichtigsten sind!
 10. Alles wird gut ❣️

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Wie es jetzt weitergehen soll

Ganz wichtig: bleibt informiert und zwar durch zuverlässige Quellen, wie der öffentlich rechtliche Rundfunk. Und haltet euch an die Anweisungen, die ausgegeben werden. Ich kann es nur wiederholen: es dient zum Schutz aller und ist nicht dazu da, um uns zu ärgern oder uns absichtlich in unserer Freiheit einzuschränken, um uns eines reinzuwürgen. Es ist gut, dass gehandelt wird. Ich berufe mich an der Stelle gerne an den Satz: „Your grandparents were called to war. You’re being called to sit on a couch. You can do this.“ Und in der Tat gibt es unangenehmere Dinge, als daheim zu bleiben. Wir haben jetzt die Möglichkeit, auch die positiven Aspekte der Sache zu sehen. Wir können diese Zeit daheim zur Entschleunigung nutzen oder um viele Dinge zu erledigen, die lange auf unserer To Do Liste stehen, wie den Frühjahrsputz. Wie gesagt: wir leben in einem absoluten Privileg und haben einen extrem guten Zugang zu vielen Dingen, die auch Zuhause möglich sind. Es gibt auch viele Aktivitäten, die wir Zuhause tun können. 

Ich werde meinen Beitrag dazu leisten, indem ich informiert bleibe, aber auch, um Positivität zu verbreiten. Das regelmäßige Bloggen möchte ich jetzt mehr denn je beibehalten, um euch eventuell auch Ablenkung zu schenken. Wie gesagt: wir haben unendlich viele Möglichkeiten, um uns Zuhause zu beschäftigen. Fad wird es uns garantiert nicht und wenn wir es anpacken, dann ist es wesentlich besser, als zu jammern. We can do this. Ich werde mir jetzt viele Beiträge überlegen, die Zuhause umsetzbar sind und die allen voran dazu beitragen, euch Lesestoff zu und ein bisschen Unterhaltung neben der ganzen Lage bieten. Denn was ich noch wichtig finde, ist, dass wir trotzdem unseren Humor beibehalten, dass wir nicht in Traurigkeit versinken und eben so viel Positivity verbreiten, wie möglich. Es ist keine Situation, um den Kopf in den Sand zu stecken, aber durchaus eine Situation, um bewusst nachzudenken. Über uns, unser Verhalten der Gesellschaft gegenüber und was wir dazu beitragen können, damit es schnell wieder bergauf geht. 

Bleibt gesund und wir hören/sehen/lesen uns demnächst. Auf Instagram werde ich jetzt bestimmt aktiver sein, weil ich in der kommenden Woche Telearbeit leiste und in der Mittagspause und nach der Arbeit (ich erspare mir jetzt immerhin zwischen anderthalb bis zwei Stunden Fahrt) wesentlich mehr Zeit für die Pflege meiner Social Media Accounts habe. Schaut gerne auf Instagram vorbei. Momentan sammle ich Gute-Laune-Songs für eine Playlist, damit wir uns auch Zuhause eine angenehme Atmosphäre schaffen können. 

Weltfrauentag: Wenn man als Frau nicht ernstgenommen wird

Weltfrauentag

Wenn man als Frau nicht ernstgenommen wird

Es ist Weltfrauentag. Lasst uns darüber sprechen, wie es ist, als Frau nicht ernstgenommen zu werden. 

Juli 2016. Entschlossen stehe ich vor dem Büro meines Uniprofessors. Lange habe ich mir Gedanken gemacht, zu welchem Thema ich eine Diplomarbeit schreiben möchte. Herausfordern sollte es ein. Mein Abgang an der Uni eine kleine wissenschaftliche Glanzleistung. Zu meiner Entschlossenheit gesellt sich dennoch Zweifel. Unsicherheit. Bin ich dem gewachsen? Ja, das bin ich, rede ich mir ein. Ich schaffe das! Tatsächlich konnte ich meinen Professor von mir überzeugen, auch wenn er überrascht war. Die erste Lehramtsstudentin sei ich, die er betreut. Normalerweise kommen nur StudentInnen, die ausschließlich Geographie studieren. Aber er will mir eine Chance geben. Er hat Vertrauen in mich. Anders sieht es bei meinen Studienkollegen aus. Wegen meinem Thema erntete ich oft skeptische Blicke. Eine Frau? Physiogeographie. Eigene Forschung? Empirie? Als Lehramtlerin? Seltsam. Aber ich habe allen bewiesen, was in mir steckt. 

Hilfe, ich werde nicht ernstgenommen

Solche Situationen habe ich oft in meinem Leben erfahren. Ich kenne das Gefühl, wenn mir nichts zugetraut wird oder Menschen kein Vertrauen in meine Fähigkeiten haben. Ich bin schließlich eine Frau. Was habe ich schon in der Wissenschaft zu suchen? Intelligent muss ich sein, aber die Rolle des Science Nerd ist vollkommen unangebracht. Vielleicht auch wegen meiner äußeren Erscheinung. Oder aufgrund meines Charakters. 

Gerade in Unizeiten machte ich mich durch meine Optik zu einem „typischen Mädchen“. Im ersten Semester trug ich pinke Hosen, weil es in war. Manchmal kam ich mit Röcken, Shorts und ich war eigentlich immer geschminkt. In Kombination mit meinen hellblonden Haaren katapultierte ich mich selbst in die Schublade „Püppchen“. Jedoch leben wir im 21. Jahrhundert. Unsere äußere Erscheinung hat rein gar nichts mit dem zu tun, was in uns steckt. 

Einfach soll ich es mir machen. Immer wieder. Ich hingegen wollte das nie! Und dabei wurde ich nicht nur von männlichen Studienkollegen nicht ernstgenommen. Oh nein, wir Frauen nehmen uns untereinander auch oft nicht ernst. Warum? Warum machen wir es uns gegenseitig so schwer, anstatt uns zu unterstützen? Ich wurde auch von weiblichen universitären Mitarbeiterinnen nicht ernst genommen. Bei meiner Immatrikulation fand ich die Studienabteilung nicht. Als ich nachfragte, wurde ich von der Frau von oben bis unten gemustert. Ihre Stimme klang abschätzig. Dabei wollte ich nur nach dem Raum fragen. Dass ich erst vor zwei Monaten meine Matura mit einem Schnitt von 1,5 bestand, sah man mir nicht an. 

Auch in der Schule wurde ich von einigen Lehrerinnen nicht ernstgenommen – in einer Schule mit einem Mädchenanteil von 98%. Meine Biolehrerin belächelte meine gefährdete Versetzung, weil ich in ihrem Fach nicht sonderlich gut war. Beim Biotest am nächsten Tag zeigte ich ihr, was in mir steckte und schrieb eine 1. 

Ich habe es verdient, ernstgenommen zu werden, denn ich kann mehr, als es den Anschein macht. Außer seitlich einparken – das kann ich nicht wirklich gut. Selbst dafür habe ich das eine oder andere mal sexistische Kommentare von Männern bekommen. 

 

Weltfrauentag
Weltfrauentag

"Du bist halt eine Frau"

Mein Geschlecht ist kein Freifahrtschein, mich minderwertiger zu behandeln oder mich nicht ernst zu nehmen. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass es auch im Jahr 2020 Männer zum Anlass nehmen, das zu glauben. Ich mag es nicht, wenn ich in der Bim oder im Bus anzügliche Kommentare bekomme, nur weil ich einen kurzen Rock trage. Oder ständig Hup- und Pfeifgeräusche auf der Straße höre, wenn ich mich aufgebrezelt habe. Ich habe es satt, dass sich Männer das Recht herausnehmen, mich „Spatzi“ „Puppi“ oder „Mäuschen“ zu nennen. JA, das kommt vor. Immer noch, obwohl ich keine 5 mehr bin. Aber es kommt seltener vor, als früher. 

Die Hochsaison dieser unangenehmen Kosenamen war, als ich neben dem Studium kellnerte. Da nahmen sich Männer viele Rechte heraus, indem sie mir beispielsweise während des Abendbetriebs bei Full House unter den Rock griffen. Sie dachten wirklich, sie dürften das. Weil „du bist halt eine Frau und trägst einen Rock.“ Sie haben mich nicht ernstgenommen. Was erwartet man sonst noch von mir? Dass ich mit Schürze vor dem Herd stehe, Frankfurter siede und Bier zapffrisch direkt an die Couch liefere? 

Weltfrauentag
Weltfrauentag

In Zeiten des Umdenkens - nicht nur am Weltfrauentag

Ich weiß, wie es ist, nicht ernstgenommen zu werden und merke es, wenn es aufgrund meines Geschlechts ist. Am Weltfrauentag möchte ich nochmal ins Gedächtnis rufen, dass es jede Frau verdient, ernstgenommen zu werden. JEDE! Ihre persönliche Geschichte spielt dabei keine Rolle. Aber ich merke auch, dass wir uns in einer Zeit des Umdenkens befinden. Dass sich Frauen inzwischen selbst mehr zutrauen und es ihnen leichter fällt, auch andere Frauen ernst zu nehmen. Und dass Männer Frauen auch wesentlich mehr zutrauen. Dass viele nicht mehr erwarten, dass ihnen die Frau das Steak zum Abendessen brät, sondern eine starke, durchsetzungsfähige Frau an ihrer Seite haben wollen. 

Frauen sind keine Püppchen. Egal, wie sie sich anziehen, geben oder welche Werte sie vertreten. Und verdammt nochmal: es gibt einen Grund, warum wir es verdient haben, ernstgenommen zu werden. WEIL WIR ES DRAUF HABEN! 

Schaut bei Laxobublog vorbei – sie hat mich gefragt, ob ich einen Beitrag zu diesem Thema schreiben möchte und stellt am 08.03.2020 weitere Frauen vor, die über den Weltfrauentag geschrieben haben.

Adopt – Don’t Shop: Mein Leben mit einer Findelkatze

Adopt - Don't Shop

Mein Leben mit einer Findelkatze

Vor acht Jahren wurde mein Leben von einer Findelkatze ganz schön auf den Kopf gestellt. Und auch nach knapp 17 Jahren Erfahrung, würde ich immer wieder ein Tier adoptieren, anstatt zum Züchter zu gehen. 

Tiere sind die besseren Menschen. Schon von Geburt an bin ich mit Haustieren aufgewachsen. Seit meinem Umzug nach Graz habe ich zeitbedingt leider kein Haustier mehr. Doch ich weiß, wie es ist, familienlose Tiere aufzunehmen. Darum vorab: mein Leben mit meiner Findelkatze hat zwar vor anderthalb Jahren geendet, aber nach all der Zeit, die ich mit einer Findelkatze verbracht habe, würde ich mich immer wieder dafür entscheiden, ein Tier von der Straße oder aus dem Tierheim aufzunehmen.  

Findelkatze

Jede tierische Seele hat ein Zuhause verdient

Sommer 2012. Ich fuhr über das Wochenende heim zur Familie. Nach einer anstrengenden Klinikwoche freute ich mich auf meinen Kater Maxi, den wir zehn Jahre zuvor aus dem Tierheim adoptiert haben. Während der Fahrt erzählte mir mein Vater von einem Babykätzchen, das unter mysteriösen Umständen bei uns aufgetaucht und anscheinend herrenlos war. Zuhause angekommen entdeckte ich die Katze sofort im Garten. Meine Mutter verbot mir, sie ins Haus zu lassen oder im Haus zu füttern. „Sonst denkt sie, sie gehört hier her.“ Mama hatte Angst, dass wir die Katze nicht mehr loswerden, da sie keine zweite wollte. Nicht aus Platzgründen, sondern wegen Maxi, der andere Tiere scheute. 

Als alle schliefen, brachte ich es nicht übers Herz, das kleine Wesen draußen zu lassen. Es war zwar Sommer, aber sie tat mir Leid. Ich holte sie ins Haus, gab ihr etwas zu fressen und nahm sie heimlich in mein Zimmer mit. Frühmorgens ließ ich sie wieder nach draußen. Ich tat es das ganze Wochenende. Meine Familie hat nichts gemerkt. Als ich am Montag wieder in der Klinik war, rief mich meine Mutter an. Sie erzählte mir, dass die Katze nicht weggehen will und überlegte, sie ins Tierheim zu bringen. Ich bat sie, zu warten. Inzwischen versuchte meine Schwester, den Besitzer der Katze über Facebook ausfindig zu machen. Nachdem sich niemand meldete, wollte sie die Katze über selbige Plattform vermitteln. Ich hätte sie am liebsten behalten und ihr bereits den Namen „London“ gegeben. 

Als ich am Freitag wieder heim fuhr, war die Katze noch immer da. Ich ließ sie wieder ins Haus und kümmerte mich um sie. Diesmal wurde ich von meiner Mutter erwischt, die überhaupt nicht glücklich darüber war. Doch hat nicht jede tierische Seele ein Zuhause verdient? Mama wollte um keinen Preis eine weitere Katze aufnehmen. Allerdings ging der Plan nicht auf, denn die Katze eroberte auch ihr Herz im Sturm. Und so kam London zu uns – die ich später umbenennen musste: LEXI! 

Findelkatze
Findelkatze

Warum ich immer wieder eine Findelkatze aufnehmen würde

Natürlich – Rassekatzen oder -hunde sind wunderschöne Tiere. Man kann sich quasi eine Fellnase frei nach den eigenen Wünschen und Vorlieben aussuchen. Dennoch würde ich nie zum Züchter gehen, um mir ein Tier nach Hause zu holen. Auch wenn es mir selbst schwerfällt, ins Tierheim zu gehen, um dort eine kleine Fellseele zu adoptieren (wegen dem schlechten Gewissen der anderen Tiere gegenüber, denen ich kein Zuhause bieten kann), bin ich froh, wenn ich dort einem „nichtgewollten“ Tier die Chance auf ein neues Leben geben kann. 

Ich kenne mich mit Zucht nicht aus und weiß somit auch nicht, ob es per se etwas schlechtes ist. Selbstverständlich hört man immer von schwarzen Schafen, aber ich denke, man kann nicht alle über einen Kamm scheren. Trotzdem habe ich immer im Hinterkopf, dass es für Tiere im Tierheim schwerer ist, einen Platz bei einer liebevollen Familie zu bekommen. Außerdem sind Tierheime gemeinnützige Organisationen, wo es die eine oder andere Problemzone gibt, wie beispielsweise räumliche und finanzielle Überbelegung. Auch Tiere im Tierheim müssen versorgt werden. Das ist mit Kosten verbunden. Futter, Tierarzt und nicht zuletzt Betreuung und Zuwendung. Ich habe selbst einmal sechs ausgesetzte Kätzchen auf einem Müllplatz gefunden und musste dafür kämpfen, dass sie im örtlichen Katzenheim aufgenommen werden. Platztechnisch wurde es eng. Weil kleine Babykätzchen jedoch leichter zu vermitteln sind, konnte ich die Tierpfleger letztendlich doch noch überzeugen, die Kätzchen aufzunehmen.

Tiere im Tierheim zu sehen, tut mir im Herzen weh. Ich habe das Gefühl, ich leiste einen wertvolleren Beitrag, wenn ich eine Findelkatze aufnehme. Ich würde es auch sofort wieder tun, aber die Umstände erlauben es mir momentan nicht. Ich möchte kein Tier in eine 50m2 Wohnung einsperren. Ich kann auch nicht die zeitliche Zuwendung geben, die ich gerne geben möchte. Sollte sich das ändern, wird natürlich wieder ein Platz für eine Findelkatze frei. 

Problemfall: Findelkatze

Entscheidet man sich für Tiere aus dem Tierheim, weiß man oft nicht, welche Vergangenheit das Tier hatte. Durch spezifische Verhaltensweisen kann man erahnen, ob ein Tier ein „Problemfall“ oder leichter zu betreuen ist. Lexi scheint keine schwere Vergangenheit zu haben. Wir gehen davon aus, dass sie einfach „nur“ ausgesetzt wurde, da sie auch noch sehr klein und bestimmt noch keine acht Wochen alt war. Maxi hingegen war damals ein schwieriger Fall, da er anscheinend traumatisiert war. Trotzdem wollte ich ihn damals haben, selbst wenn im Katzenheim eine wunderschöne Britisch Kurzhaar Katze war, die aussah, als wäre sie aus einer Sheba Werbung entsprungen. Ich wusste, dass die Sheba Katze schnell einen neuen Besitzer finden, mein kleiner Tiger Maxi es hingegen schwerer haben würde. Es war sowieso Liebe auf den ersten Blick. Ich bin froh, dass ich ihm fast 14 Jahre lang ein Zuhause geben konnte. Ihn an sein neues Zuhause zu gewöhnen, war schwer. Letztendlich hat er auch nur den engen Familienmitgliedern nach langer Zeit sein Vertrauen geschenkt. Auch an Lexi konnte er sich nach einem halben Jahr gewöhnen. 

Ich kann euch nur raten: wenn ihr euch ein Haustier anschaffen möchtet, überlegt wirklich genau, warum ihr eines möchtet. Wollt ihr einer kleinen Fellnase ein Zuhause schenken? Oder wollt ihr ein Rassetier aus Prestigegründen oder weil es „einfach cool ist.“ Ich denke, wenn man unbedingt ein Haustier haben möchte, um ihm ein Zuhause zu geben, ist es wirklich nicht verkehrt, das Tierheim in Erwägung zu ziehen. Ein Mischling ist genauso süß und liebenswürdig, wie eine Rassekatze oder ein Rassehund. Und gerade Tierheim-Tiere haben es schwer, ein Zuhause zu finden. Nicht zuletzt deswegen schlägt mein Herz für diese kleinen Seelen. 

Noch ein kleiner Tipp an Rande: Oftmals gibt es auch die Überlegung zwischen Bauernhofkatzen und Tierheimkatzen. Falls ihr eure Katze in der Wohnung halten möchtet, würde ich euch davon abraten, Bauernhofkätzchen zu nehmen, da sie den Freigang gewohnt sind. Einmal Freigänger, immer Freigänger 🙂 

Blogger

Dinge, die Blogger früher getan haben, nach denen heute aber kein Hahn mehr kräht!

Dinge, die Blogger früher getan haben

Nach denen heute aber kein Hahn mehr kräht

Nach 8 Jahren bin ich im Bloggerbusiness schon eine alte Häsin. Damals wäre man im Traum nicht darauf gekommen, dass man als Blogger einmal Geld verdienen kann. Bloggen passierte rein auf Basis eines Hobbies. Das Generieren von Lesern hingegen spielte bereits zu dieser Zeit eine große Rolle. Es gab einige Methoden, wie man auf seinen Blog aufmerksam machte. Auf satirisch-sarkastische Art und mit einem Augenzwinkern, möchte ich diese Zeit Revue passieren lassen. 

Blogvorstellungen

Ein alter Klassiker – Blogvorstellungen. Ich selbst wurde ein paar mal vorgestellt, aber ich habe auch vorgestellt. Es gab sogar einen Zeitpunkt, an dem ich mindestens drei Anfragen täglich bekam, ob ich Blogvorstellungen machen würde. Gibt es heutzutage überhaupt noch ausführliche Blogvorstellungen? Macht das noch jemand? Ich glaube, danach kräht wirklich kein Hahn mehr. Irgendwann habe ich mit dem Promoten anderer Blogs aufgehört, weil ich nicht meinen ganzen Space für Blogvorstellungen oder Vorstellungen von Bloggern hergeben wollte. Das langweilte nur die Leser und es gab dann auch eine andere Möglichkeit (siehe nächsten Punkt).
 

Blogrolls

Blogrolls sind eigene Seiten auf Websiten und Blogs, auf denen andere Blogs verlinkt werden. Ich fand es damals wirklich cool, wenn ich mich durch Zufall in einem Blogroll entdeckt habe. Heute finde ich kaum noch Blogrolls auf anderen Blogs. Was ich jedoch immer noch mache: ich verlinke gute Beiträge von anderen Bloggern in meinen Beiträgen, wenn es dazu passt. 

Blogparaden

Bei einer Blogparade gibt ein bestimmter „Veranstalter“ seinen Teilnehmern ein gewisses Thema vor und jeder Blogger setzt das Thema auf dem eigenen Blog um. Jeder Blogger hat auch die Freiheit, den Beitrag nach persönlichen Wünschen zu gestalten. Hauptsache es passt zum Thema. Ich habe ein oder zweimal an einer Blogparade teilgenommen, konnte mich aber nie wirklich mit dem Konzept anfreunden. Bloggerparaden erlebe ich heute zwar immer noch, allerdings sehr, sehr selten und nicht mehr in der Form, wie es früher war. Ich persönlich finde Blogparaden auch nicht mehr so spannend.

Bloggerforen

MyStyleHit (MSH), Silk and Salt und wie sie nicht alle hießen. 2013 habe ich die Plattform MSH entdeckt. Dort war quasi jeder, der zu diesem Zeitpunkt gebloggt hat. Sogar Leonie Hanne 😉 (damals war sie noch eine kleinere Bloggerin). Das Forum diente zum gemeinsamen Support, man gewann dadurch ein bisschen Traffic und Hilfe von anderen. Außerdem konnte man sich gut austauschen. Einigen Bloggern, denen ich heute noch folge, habe ich sogar über MSH kennengelernt. Man konnte auch Punkte sammeln und einen Bronze, Silber oder Goldstatus erlangen. So hatte man die Chance auf Premien und es konnte auch ein ordentlicher Push sein.

Die Bloggerwelt hat sich verändert

Veränderungen gehören im Leben dazu. So hat sich auch die Bloggerwelt verändert. Zwar sind Blogs nicht mehr das ultimative Top Medium, aber zu meiner Freude immer noch beliebt. Das merke ich vor allem jetzt, wo ich wieder mehr und vor allem regelmäßig blogge. 

Schön ist auch, dass gegenseitiger Support weiterhin stattfindet. Vielleicht nicht mehr in Form von Blogparaden oder Blogvorstellungen, aber es gibt immer noch einen regen Austausch und Unterstützung. Beispielsweise bei der Sammlung von Ideen oder der Umsetzung dieser. 

Der Blog und ich: über Entwicklung, Ideen und Ziele

Der Blog und ich

Über Entwicklung, Ideen und Ziele

Der Blog. Meine Leidenschaft. Eine Anekdote, wie ich wieder zu dieser Liebe zurückgefunden habe. 

24 Beiträge habe ich im Jahr 2020 auf diesem Blog bereits verfasst. Dieser hier ist der 25. Das sind gefühlt mehr Blogbeiträge, als ich 2019 veröffentlicht habe. Ich kann nicht in Worten beschreiben, was für ein Gefühl es ist, endlich wieder zu meiner größten Liebe zurückgefunden zu haben: dem Schreiben. Bald feiert My Café Au Lait seinen 8(!) Geburtstag. Ich muss ein bisschen schmunzeln, wenn ich mir die alten Beiträge durchlese. Aber auch wenn manche Beitragsthemen oder die Umsetzung ein bisschen fragwürdig sind: ich war immer mit Herz bei der Sache.
 
Zwischenzeitlich ist das ganze Blogthema etwas abgeflaut. Nicht, dass ich nicht gerne geschrieben oder den Blog mit Beiträgen versorgt hätte. Nein, ganz im Gegenteil, aber mir fehlte einfach die Zeit oder besser gesagt: ich habe meine Prioriäten anders gesetzt. Instagram stand im Fokus. Natürlich: ging der Trend doch zum schnellen Konsum von Medien. Nach wie vor finde ich das schade, da ein Blog für mich wesentlich nachhaltiger ist und mehr Haltbarkeit besitzt. Irgendwie schwimmt man dann doch immer mit dem Strom. Ich werde natürlich weiterhin ein starkes Augenmerk auf Instagram und den hiesigen Wachstum legen, aber mich freut es besonders, dass der Blog wieder eine so große Rolle in meinem Leben spielt. Und mir wird immer wieder bewiesen, dass es auch noch genügend Blogleser gibt.
Blog
Blog

Warum ich wieder mehr blogge

Ganz einfach: weil es mir Spaß macht. Der Blog hat mir immer Spaß gemacht. Ich finde es schade, dass ich den Blog vernachlässigt habe, aber ich hatte oft das Gefühl, dass ich nicht das heraushole, was man herausholen kann. Wenn wir Fotos machten, dann geschah dies oft ausschließlich für Instagram. Ich fand es langweilig, den Blog mit Fotos zu bespicken, auf denen nur ich pose. Mit meiner neuen Kamera kam jedoch die Inspiration und Muse, wieder mehr aus der Fotografie herauszuholen. Nicht nur mich als Person zu fotografieren, sondern auch die Details.

Blog
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Entwicklung über Entwicklung

Welche Ziele und Ideen strebe ich an

Ich hoffe, ich verschreie es mit diesem Beitrag nicht und plötzlich kommt gar nichts mehr auf dem Blog. Wobei – ich bin wieder fixierter auf mein Ziel. Früher habe ich mir auch immer wieder vorgenommen, mehr zu bloggen. Letztendlich wurde nichts daraus. Deswegen führe ich wieder einen Redaktionsplan. Ich kann euch schon jetzt verraten: für Mai und Juni sind richtig coole Dinge geplant. Ansonsten möchte ich meine Bildsprache in Richtung Editorial entwickeln. Wieder den Fokus auf Details legen. Zu meinen Freundinnen habe ich bereits gesagt: „Wir sollten bei Fotoshootings unser Augenmerk auf den Blog legen und nicht auf Instagram. Das perfekte Instagramfoto wird darunter schon dabei sein.“ Und hey, das hat mir letztendlich auch wieder die Freude an der Fotografie zurückgegeben. Aber ich habe gemerkt: daran muss ich auch noch arbeiten. Ja, das muss ich, denn bisher habe ich es noch nicht wirklich geschafft. Aber vielleicht hilft und motiviert es, wenn ich es einmal in aller Öffentlichkeit aufschreibe. Es gibt nämlich so viel mehr zu entdecken, wenn man über den Tellerrand blickt und seinen Blickwinkel auf die Details richtet. Zum Glück sind meine Freundinnen, die selbst bloggen, ebenfalls angetan von dieser Idee, sodass wir gemeinsam daran arbeiten können.

Ein weiteres Ziel ist die Mischung von Mehrwert und Persönlichkeit. Ich gebe gerne Tipps und schreibe auch gerne Nützliches, bringe aber genauso gerne Persönlichkeit in meinen Blog. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich My Café Au Lait im Jahr 2020 entwickeln wird. Das letzte Wort ist definitiv noch lange nicht geschrieben.

Den Stress machen wir uns oft selbst

Den Stress machen wir uns oft nur selbst

Den Stress machen wir uns oft selbst

Wir leben im Stress. Doch wie hoch müsste unser Stresslevel eigentlich sein? Machen wir uns den Stress oft selbst? 

Als ich letztens zu einem Coffee Date hetzte, verlor ich mich in meinen Gedanken. Ich hatte erst seit zwei Stunden Feierabend, es war Freitag und ich freute mich auf das Wochenende. Gleichzeitig spürte ich einen innerlichen Drang, meinen Content wieder auf den neuesten Stand zu bringen. Ich wusste, dass ich in Zeitnot war, denn solange es nicht bis mindestens 20 Uhr hell ist, beschränken sich meine Contentproduktionstage auf ein Wochenende. Circa 22 Sonnenstunden für 5-7 Bilder, die ohnehin nur kurz konsumiert werden. That’s the Gram, Baby!

Wieder erinnerte ich mich an die Zeit vor einem Jahr, als ich gerade inmitten meines Unterrichtspraktikums war. Ich musste vier Stunden unterrichten, ein paar Stunden hospitieren und hatte eine Sprechstunde pro Woche. Das war nicht viel und ich kam, mit Ausnahme von Konferenz- und Elternsprechtagen spätestens um halb zwei oder zwei aus der Schule – meistens früher. Donnerstags ging ich sogar schon um ca. 10 Uhr nach Hause, freitags hatte ich frei. Zuhause erwartete mich noch die Unterrichtsvorbereitung und Korrekturen, die ich jedoch meist auf die Abendstunden verschob. Ab und an gab es noch Seminare, auf die ich gehen musste. Die hielten sich jedoch in Grenzen, auch wenn viele Unterrichtspraktikanten jammerten, wie „stressig“ das alles doch sei. 

Kurz gesagt: ich hatte damals eigentlich viel Freizeit. Wesentlich mehr als jetzt, nachdem ich meine Vollzeitstelle angetreten bin und 38,5 Stunden (meistens mehr) im Büro verbringe. Doch wenn ich genauer in mir gehe, wird mir bewusst, dass ich damals als Unterrichtspraktikantin ein genauso hohes Stresslevel hatte, wie jetzt. Und da wurde mir bewusst, dass wir uns den Stress wohl oft selbst machen und ihn meistens unnötig aufbauschen. 

Den Stress machen wir uns oft selbst

Das Problem, sich selbst zu entspannen

Entspannung ist definitiv mein Defizit. Ich kann schwer abschalten. Mein Kopf ist ständig voll mit Dingen, die ich noch zu erledigen hätte. Dann ging mir irgendwie ein Licht auf. Ich war in letzter Zeit unzufrieden mit meiner Work-Life Balance und auch mit den Ergebnissen meiner Arbeit bzw. wie meine Arbeit voranschritt. Ich bin von Grund auf ein kreativer Mensch und lebe meine Kreativität gerne aus, aber in letzter Zeit fiel es mir schwer, mich inspirieren zu lassen und spürte immer wieder einen Druck in meiner Brust. Montag bis Freitag arbeiten und am Wochenende muss ich mich um Job Nummer zwei kümmern. Der Haushalt macht sich auch nicht von alleine und irgendwann sollte auch noch Zeit für ein Sozialleben sein. Meine Familie habe ich schon seit Dezember nicht mehr gesehen. Ich glaube, ich brauche wirklich einmal ein paar Momente, um runterzukommen. Wochenenden sind keine Entspannung mehr für mich, weil meine Me-Time praktisch nicht mehr vorhanden ist. 

Sicherlich bin ich selbst dafür verantwortlich und viele von euch werden das vielleicht nicht verstehen können, weil ich mir die Situation selbst ausgesucht habe und ich zum anderen auch nicht auf meinen zweiten Job als Content Creator angewiesen bin. Nur ist die Sache die, dass ich darauf hinarbeite, mehr Freiheit in meine beruflichen Situation zu bringen und mir Content Creation am meisten Spaß macht. Zwar mache ich das auch in meinem Job, aber gerade die Vielseitigkeit und Branchenvielfalt (Mode, Reisen & Tourismus, Beauty, Kulinarik etc.) reizen mich.

Das erfordert natürlich, top aktuell zu sein und mir ein beeindruckendes Portfolio aufzubauen. Trotzdem weiß ich, dass ich meinen Stress dennoch reduzieren kann, indem ich einfach gezielter und organisierter werde. Neue Situationen erfordern immer eine Umstellung. Ich bin ein Mensch, der sehr lange dafür braucht. Mein Unterrichtspraktikum war fast zu Ende, als ich mich an die Situation so richtig gewöhnte, doch danach ging es schon ins Vollzeitarbeitsleben. 

Den Stress machen wir uns oft selbst

Ausbruch

Stellt sich nun die Frage, wie man aus dieser Situation ausbrechen kann? Ich habe das Gefühl, dass ich die ersten Schritte dafür schon getan habe, indem ich auf mein Schlafverhalten achte. Früher war ich bis spät in die Nacht produktiv, oder habe es versucht. Ich habe versucht, zu arbeiten, aber oftmals kam ich nicht voran. Zwar habe ich in den Abendstunden nun weniger Zeit, weil ich versuche, früh ins Bett zu kommen, dafür gelingt es mir jetzt bereits umso besser, tagsüber viel mehr voran zu bringen. Außerdem bin ich nun meistens schon um 7 Uhr, statt um 8 auf der Arbeit und kann somit auch früher Feierabend machen, was mir wieder zusätzliche Stunden geschenkt hat. 

Eine innere Balance zu erlangen und aus Stresssituationen auszubrechen, ist nicht leicht. Man muss sich selbst an der Nase nehmen und sollte versuchen, es nicht zu einem Teufelskreis werden zu lassen. Deswegen ist es erforderlich, dass man sich auch einmal wirklich hinsetzt und resümiert. Sich fragt, woher der ganze Stress und der innere Druck kommen. Ob es notwendig ist oder ob man die Situation besser lösen könnte. Und gerade deswegen ist es essentiell, strukturiert zu sein und auch seine Freizeit mitzuplanen. Außerdem sollte man Prioritäten setzen. Ich habe oft viel Zeit in meinen Haushalt investiert. Dabei ist es nicht schlimm, wenn an einem Abend mal nicht gesaugt und geschrubbt wird. Ich habe mir dafür einen Time Table mit Prioritäten erstellt. Was muss wirklich erledigt werden? Wo lege ich meinen Fokus hin? Wann brauche ich Zeit für mich? 

Den Stress machen wir uns oft selbst

Ist der Stress echt oder machst du ihn dir selbst?

Ich kann euch empfehlen, dass ihr in euch geht und euer eigenes Stresslevel durchdenkt. Welcher Stress ist gerechtfertigt und welchen macht ihr euch selbst? Ich habe erkannt, dass es wichtig ist, sich gerade von den Stressfaktoren zu lösen, die man sich nur selbst auferlegt. Für ein bisschen mehr Freiheit. Natürlich gibt es auch Stress, den man nicht vermeiden und für den man nichts kann. Aber wir neigen dennoch dazu, auch diesen unnötig aufzubauschen. In der Hinsicht glaube ich, dass die Kraft wirklich in der Ruhe liegt und man versuchen sollte, sich nicht so leicht aus der Bahn werfen zu lassen. 

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Eis Greissler Manufaktur in Krumbach (NÖ)

Aus Muuh wird Wow

Eis Greissler Manufaktur in Krumbach (NÖ)

Das schöne Wetter muss ausgenutzt werden. Wie wäre es mit einem Ausflug? Besonders empfehlenswert ist die Eis Greissler Manufaktur im niederösterreichischen Krumbach.

Mal wieder Österreich ein kleines bisschen erkundigen. Schon lange stand mir der Sinn danach. Seitdem ich jedoch in Graz wohne, bin ich quasi carlos. Darum ist es auch nicht so einfach, spontan wohin zu fahren. Manche Ausflugsziele sind mit den Öffis schlichtweg nicht oder schwer erreichbar. So auch die Eis Greissler Manufaktur in Krumbach bei Niederösterreich. Ich liebäugelte schon länger mit dem Gedanken, dorthin zu fahren. Wer mich kennt, der weiß ganz genau, wie sehr ich Eiscreme liebe und dass ich mit einem Eismagen geboren wurde. Kein Wunder, warum mich die Manufaktur als Auslfugsziel magisch angezogen hat.

An einem sonnigen Septemberwochenende im letzten Jahr hat es sich nun endlich ergeben. Ich schnappte mir meine Freundin Simone und schon ging es auf einen kurzen One Day Road Trip nach Niederösterreich.

Eis Greissler Manufaktur

Die Eis-Greissler-Manufaktur

in Krumbach/Niederösterreich

Eis Greissler dürfte meinen österreichischen LeserInnen bekannt sein. Standorte findet man in Kärnten, Niederösterreich, Wien, Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark. Sämtliche Eissorten werden aus der hofeigenen Molkerei erzeugt. Im Jahr 2011 wurde der erste Eisladen in Wien eröffnet. Inzwischen gibt es Standorte in insgesamt sechs österreichische Bundesländern.

Als besonders schönes Ausflugsziel eignet sich die dazugehörige Manufaktur. Eingebettet in der „Buckligen Welt“, einer Hügellandschaft am Alpenostrand in Niederösterreich, befindet sie sich in einer idyllischen Gegend. Von Graz benötigt man ca. anderthalb Stunden zur Manufaktur. Somit perfekt für einen Tagesausflug. Die Eis Greissler Manufaktur bietet mehr, als nur gutes Eis. Wenn wir schon beim Thema Eiscreme sind: in der Manufaktur bekommt ihr Eisbecher, was an den anderen Standorten leider nicht möglich ist. Diese Eisbecher sind jede Sünde wert.

Für mich gab es an diesem Tag einen riesengroßen Maronibecher mit Maroni-, Topfen-Dirndl- und Butterkeks-Eis. Damals lebte ich noch nicht ausschließlich vegan, aber die gute Nachricht: Eis Greissler bietet auch vegane Sorten an.

Eis Greissler Manufaktur

Eis Greissler Standorte

Insgesamt befinden sich über 100 Sorten im Sortiment, wovon 18 in saisonaler Abwechslung in den Läden verkauft werden (in Graz sogar 24 – because we’re special duh). 

Kärnten

Klagenfurt
Wiener Gasse 5
Öffnungszeiten: täglich 11:30-19:30

Oberösterreich

Linz
Spittelwiese 2
Öffnungszeiten: täglich 11:00-21:00 Uhr

Salzburg

Salzburg
Linzer Gasse 35
Öffnungszeiten: täglich von 12:00-22:00 Uhr

Steiermark

Graz
Sporgasse 10
Öffnungszeiten: täglich 11:00-21:00 Uhr

Niederösterreich

Krumbach
Manufaktur

Königsegg 25
Öffnungszeiten: Freitag, Samstag 08:00-19:00 Uhr
Sonntag - Donnerstag: 08:00-18:00 Uhr

Wiener Neustadt

Neunkirchner Straße 2
Öffnungszeiten: 10:00-19:00 Uhr

Wien

Innere Stadt
Rotenturmstraße
Öffnungszeiten: täglich 11:00-22:00 Uhr

Mariahilf
Mariahilferstraße 33
Öffnungszeiten: täglich 13:00-18:00 Uhr

Neubau
Neubaugasse 9
Öffnungszeiten: täglich 13:30-18:30 Uhr

Eis Greissler Manufaktur

To Do's in der Eis-Greissler-Manufaktur

Das kannst du dort erleben

Wir haben unseren Kurzaufenthalt ausschließlich dazu genutzt, um die Sonne zu genießen, etwas zu essen und uns Eis zu gönnen. Viel Eis. Dennoch kann man in der Eis-Greissler-Manufaktur nicht nur gut (Eis) essen, sondern auch etwas erleben.

Die Manufaktur bietet einen Erlebnisbereich mit einem groß angelegten Wasserteich sowie Rutschen, Schaukeln und Klettergerüste. Für die Rennsemmeln unter uns gibt es eine Tret-Go-Kart-Bahn. Auch ein Minibauernhof mit Tiergehege ist dabei.

Es besteht die Möglichkeit, den Betrieb bei einer Besichtigungstour kennenzulernen. Dort erwarten den Besuchern neben Einblicke in die Produktion (nur an Produktionstagen) auch noch Filmvorführungen und Verkostungen sowie drei Kugeln Eis nach Ende der Tour. Anschauen sollte man sich auch den Hofladen neben dem Kaffeehaus. Hier kann man sich unter anderem auch das Eis-Greissler-Eis in einer großen Packung für daheim kaufen.

Wem der Sinn nach etwas anderem als Eis steht, der kann sich im Stadl mit herzhaften Speisen kulinarisch verwöhnen lassen. Das Kokos Curry war auf jeden Fall superlecker.

 

 

Eis Greissler Manufaktur
Eis Greissler Manufaktur

Ein paar Worte zum Schluss

Die Eis Greissler Manufaktur ist wirklich ein tolles Ausflugsziel mit leckerem Essen, Eis und tollen Angeboten für Groß und Klein. Für mich persönlich wirklich einen Besuch wert, vor allem weil man sich inmitten der idyllischen Landschaft der Buckligen Welt befindet.

Eis Greissler Manufaktur

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