Boost your Confidence + Zara Sale Outfit

An mein kleines Shoppingverbot für Januar habe ich mich nicht ganz gehalten. Der Zara Sale war zu verlockend, um nur am Schaufenster vorbeizugehen. Letztendlich habe ich mich doch dazu entschieden, mir etwas zu gönnen. Mit Ausnahme von den vier Teilen, die ich schon länger habe (Pullover, Blazer, Tasche und Mantel) besteht das Outfit weiters aus Sale-Teilen von Zara. Und irgendwie, so habe ich festgestellt, war es gut, dass ich etwas für mich getan habe. In letzter Zeit geriet mein Selbstbewusstsein und -vertrauen wieder etwas in den Keller. Meistens habe ich mich in meiner Haut nicht wirklich wohl gefühlt – und in meinen Outfits schon gar nicht. Doch dieser Look ist der erste seit Ewigkeiten, den ich nach langer, langer Zeit wieder selbstbewusster ausführen konnte.

 

 

Confidence Struggles

Warum mein Selbstbewusstsein leidet…

Als Mensch mit einer langen und weitreichenden Essstörungsgeschichte bin ich extrem auf meinen Körper fixiert. Das wird wohl immer ein Teil von mir sein und sich wahrscheinlich nie mehr wirklich ändern. Noch im Sommer habe ich geschrieben, dass ich mich wohl in meiner Haut fühle und gelernt habe, meinen Körper in allen erdenklichen Formen zu lieben. Natürlich ist das immer noch der Fall, doch es gibt Tage, an denen mir das einfach schwerfällt und Selbstakzeptanz eben doch keine Selbstverständlichkeit ist.

Ich mache viel von der Art meines Aussehens abhängig. Manchmal wünschte ich mir, ich wäre nicht so stark darauf fixiert, aber diesen Schalter in meinen Kopf kann ich nicht so leicht umlegen. Auch die Art wie ich mich kleide ist ein Indiz, ob ich mich gerade wohl fühle oder nicht. Natürlich ist das sehr objektiv, ja, sogar oberflächlich und oft verstehe ich selbst nicht, warum das so ist, aber einen inzwischen fast neun Jahre alten Essstörungsbackground und die daraus entstandenen Verhaltens- und Denkweisen kann man eben auch nicht von heute auf morgen über Board werfen.

Die letzten paar Wochen war ich mit meiner Kleiderwahl, so absurd das auch klingen mag, wahnsinnig überfordert. Egal, was ich trug, ich mochte mich nicht im Spiegel ansehen, weil ich mir selbst nicht gefiel. Deshalb habe ich mich auch eher in weitere, bequemere Sachen geschmissen – allen voran aus dem Grund, weil ich mich aktuell eher als „zu dick“ wahrnehme, als umgekehrt. Mich selbst objektiv und nicht subjektiv zu betrachten, kommt mir manchmal wie ein Ding der Unmöglichkeit vor. Hinzufügen muss ich jedoch auch, dass diese Struggles inzwischen meistens nur noch in den kälteren Jahreszeiten vorkommen und es mir im Sommer generell besser in meiner Haut geht – auch wenn man das wegen der „Bikini-Saison“ gar nicht so glauben möchte.

 

 

Confidence Boost

Warum es mir schwerfällt, mein Selbstbewusstsein zu steigern…

Meine Confidence zu boosten ist kein leichtes Unterfangen. Ich kann von meinen Freunden in Dauerschleife hören, dass ich nicht zu dick bin – es würde in einem Ohr hineingehen und im anderen wieder hinaus gleiten. Ich vertraue meinen Freunden, nur hilft mir ihre Meinung wenig, wenn es um meinen Körper geht. Diesen Kampf fechte ich immer noch mit mir selbst aus und ich bin schließlich diejenige, die sich wohlfühlen muss. Wie ich zu diesem enormen Selbstbewusstsein im Sommer gelangt bin, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht mehr. Vielleicht, weil ich mich gerade in einer Hochphase meiner Glücksgefühle befand und ich mich mit den richtigen Leuten umgab, die mir persönlich auch ein gutes Gefühl gegeben haben, was dazu beigetragen hat, mich selbst besser wahrzunehmen.

Natürlich umgebe ich mich immer noch mit den richtigen Menschen, denn die Freunde, die ich habe, gibt es kein zweites Mal. Nur bin ich momentan leider so sehr mit mir selbst beschäftigt, dass es mir trotzdem schwerfällt, auf ihre Worte, in dem Sinne natürlich nur diejenigen die mich betreffen, zu hören und darauf basierend zu vertrauen. Da wurde mir bewusst, dass ich die Art, wie ich mich fühle oder mein Selbstbewusstsein steigere, nicht von externen Faktoren abhängig machen darf. Ansonsten stürze ich mich selbst in eine Abhängigkeit. Ich darf nur von einer Person abhängig sein und das bin ich selbst.

 

 

…und was ich gegen Confidence Tiefs unternehme

Ich habe beschlossen, mir selbst wieder mehr Gutes zu tun. Mir genau zu überlegen, wie ich es schaffe, mich wieder wohl zu fühlen, denn Jammern ist nicht mehr mein Ding. Ich nehme die Sache lieber selbst in die Hand. In erster Linie habe ich damit begonnen, wieder mehr auf mich selbst zu achten. Ich nehme mir Zeit, um meine Beautyrituale durchzuführen, wie ich es auch im Sommer gemacht habe. Meine Haut ist dadurch wieder besser geworden, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass ich zurzeit keinen Tropfen Alkohol anrühre. Das ist schon einmal viel wert.

Außerdem habe ich damit begonnen, mehr Bewegung in meinen Alltag zu integrieren und mir sogar bewusst dafür Zeit eingeplant, mehr für meine Fitness zu tun. Klappt momentan ganz gut. Deshalb habe ich mich auch wieder getraut, die weiten Pullis im Schrank zu lassen, um mich figurbetonter zu kleiden. Das war wirklich eine Herausforderung, aber zu merken, dass sich meine Kleidergröße nicht wirklich verändert hat, hat mir auch gut getan. Ich will damit nicht die Message versenden, dass man nur toll ist, wenn man in die kleineren Größen passt und figurbetonte Kleidung tragen kann. Auf keinen Fall.

Was ich damit sagen möchte, ist vielmehr, dass man sich nicht verkriechen soll, wenn es einmal nicht so optimal läuft oder man sich selbst im Spiegel nicht wirklich sehen möchte. Ich habe mich die ganze Zeit in weiten Hoodies versteckt – kein Wunder, dass ich mich nicht so leicht aus meinem Tief rausholen konnte und mein Alltag eher trist aussah.

 

 

Feelin‘ Free

Mich wieder in einen engen Rock zu werfen und Overknees anzuziehen war in der Tat eine kleine Herausforderung, aber für mich ist es mein „Confidence Booster“-Outfit, denn zum ersten Mal seit langem gefiel mir wieder, was ich im Spiegel sah. Der Gedanke, „zu dick“ zu sein, verflog zwar nicht ganz, aber es ist eine Befreiung, sich selbst wieder ein bisschen realistischer zu betrachten. Ich weiß, es klingt wirklich absurd, sein Selbstbewusstsein so sehr von einer Äußerlichkeit oder einem Outfit leiten zu lassen. Doch gerade Mode ist ein Ausdruck seiner Individualität und trägt, zumindest für mich, sehr viel zu meinem Selbstbewusstsein bei. In der Hinsicht war es also nicht ganz so verkehrt, mein Shoppingverbot beim Zara Sale fulminant über den Haufen zu werfen.

 

Confidence

 

I’m wearing

Coat: Wallis (Same here – SALE)
Jumper: Only (Similar here – SALE)
Overknees: Zara (Same here – SALE)
Blazer: Vero Moda (Same here – SALE)
Necklace: New One (Same here)
Bag: Valentino Handbags

 


 

Location

Vienna / Falkensteinerhotel Wien Margareten 

 

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12 Comments

  1. Oh ich liebe deinen Rock! Der steht dir richtig gut und das Muster ist ein echter Hingucker. Wirklich sehr schick 🙂 Im Winter bin ich auch eher jemand der lieber weite Klamotten trägt, statt mich in enge Looks zu schmeißen. Das liegt wohl an dem Winterspeck, den man sich so anfuttert.

    Liebe Grüße, Milli
    (http://www.millilovesfashion.de)

  2. Liebe Lisa!
    So ein schöner und vor allem persönlicher Beitrag! Es ist nicht immer leicht Selbstbewusst zu sein, ich kann da Lieder davon singen. Was ich toll finde, dass du selbst merkst, dass es so nicht weitergehen kann und du auch was dagegen unternimmst. Die meisten vergraben sich und sinken noch tiefer in ein Loch.
    Du machst das ganz ganz toll und du kannst wirklich stolz auf dich sein. Wie du mit dir umgehst, wie du mit deiner Essstörung umgehst.

    Mach weiter so!

    Alles alles Liebe!

    • Liebe Julia,

      danke für diese lieben und vor allem mutmachenden Worte. Es tut gut, solche lieben Sätze zu lesen, die mich wahnsinnig motivieren, nicht aufzugeben. Du hast Recht, man sollte sich wirklich nicht tiefer vergraben und noch tiefer in ein Loch sinken. Das bringt sich nichts. Also lieber aktiv dagegen etwas unternehmen, als ständig zu jammern. Denn wir sollten ja leben und uns nicht unter Druck setzen 🙂

      Hab noch einen tollen Tag 🙂

      Liebste Grüße
      Lisa

  3. Das Outfit is einfach so so so schön und passt dir einfach perfekt. Ich bin ja ein kleiner fan deiner Overknees, aber das weißt du eh schon!
    Und trau dich: du siehst so so gut aus. Du musst dich nicht verstecken! Wobei ich natürlich absolut nachvollziehen kannst was du meinst – die Phase habe/hatte ich auch gerade.

    Love, Kerstin
    http://www.missgetaway.com/

    • Mah Kerstin, du bist so lieb. Danke, danke. Haha ja, das weiß i. I glaub, wir haben ja eh die gleiche Schuhgröße, oder? 🙂

      Danke für deine lieben Worte. Zumindest sind wir beide net alleine. Und hey, du schaust immer gut aus und bist so ein hübsches Mädel. Aber i weiß, da kann man sagen, was man will. Man muss sich selbst halt immer am wohlsten fühlen, aber das kannst du durchaus. Und wir werden diese Phase schon überstehen 😀

  4. Du siehst fabelhaft aus! Wundervolles Outfit. Ein Shopping-Verbot im Januar ist aber auch wirklich ungünstig, gerade jetzt werfen sie dir alles hinterher!
    Essstörungen wird man nie wirklich los. Auch ich bin noch immer total auf mich fixiert. Es ist nicht mehr do schlimm wie es mit 16/17 war, aber es begleitet mich noch immer. Ich werde mich nie komplett wohl fühlen. Allerdings will ich mehr Sport machen. Fitter werden. Jetzt muss ich nur noch den ollem Virus gänzlich los werden…

    Liebst
    http://www.sugarpopfashion.com

    • Hi Stella,

      vielen lieben Dank für dein Kommentar. Da hast du Recht. Eigentlich sollte man genau jetzt im Januar zuschlagen. Wenn ich das nicht an jedem Dezember vergessen würde. Aber mit Ausnahme der paar Teile läuft es ganz gut und ich habe auch mein Budget nicht überstrapaziert, was schon einmal gut ist 🙂

      Ich hoffe trotzdem, dass du dich irgendwann mal komplett wohlfühlen wirst, denn du bist eine wunderschöne junge Frau 🙂

      Fitter werden möchte ich übrigens auch. Darum mache ich inzwischen mit einer Pause pro Woche jeden Tag Sport 🙂

      Liebste Grüße
      Lisa

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