5 Gründe, Zuhause zu bleiben

Zuhause ist es immer noch am schönsten. Von meiner grenzenlose Liebe zu meiner Heimat Österreich und insbesondere der schönen grünen Steiermark, habe ich euch bereits zu Genüge vorgeschwärmt. Urlaub in unseren Breiten lohnt sich definitiv, so haben wir vor der eigenen Haustüre doch etliche Schönheiten, die es zu entdecken oder wiederentdeckten gibt. Ich bin immer wieder erstaunt, wie bezaubernd meine Heimat sein kann. Der Geruch von frisch gemähten Wiesen, der Blick vom Gipfel eines Berges und die idyllische Ruhe am See sind unbezahlbar. Obwohl ich in diesem Sommer noch nach Kroatien reise, gibt es für mich genügend Gründe, auch die Schönheiten Österreichs voll und ganz auszukosten. Darum verrate ich euch fünf Gründe, die für mich ausreichen, um Urlaub Zuhause voll und ganz in die Wege zu leiten.

 

Warum wir auch einmal Zuhause Urlaub machen sollten

 

Es gibt viel, viel mehr zu entdecken

Zuhause ist es einfach nur öde. Ich kenne doch schon alles.“ Auch ich habe das oft behauptet. Als Teenager war es kein Vergnügen am Land aufzuwachsen, denn Action und Fun gab es für mich überall, nur nicht in Österreich. Diese Einstellung habe ich inzwischen verändert. Besonders durch mein Geographiestudium wurde mir bewusst, wie viel ich von Zuhause noch nicht kenne. Dabei spreche ich nicht von einem anderen Bundesland. Nein, sogar vor meiner Haustüre habe ich vieles noch nicht gekannt. Vor meinem Studium habe ich noch nie unseren Grazer Hausberg, den Schöckl bestiegen. Das Almenland fand ich langweilig, bevor ich es einmal bewusst bewandert habe und vom Grünen See habe ich bis vor einigen Jahren noch nichts gewusst. Bewusstsein schärfen ist wichtig, um die Schönheiten Daheim zu erkennen. Man ist erstaunt, was es noch zu entdecken gibt.

 

Es schont die Umwelt

Was meine Reisemittel angeht, bin ich nicht das beste Beispiel. Auch ich nutze den Flugverkehr, da ich noch viele ferne (oder auch nähere) Destinationen erkunden möchte, aber ich bin keine Vielfliegerin. Und man benötigt nicht immer das Flugzeug, um tolle Reiseziele zu entdecken. Um die umweltschädliche Wirkung von Flugzeugen zu veranschaulichen, hier ein paar Zahlen. Das Flugzeug erzielt pro km einen Emissionswert von 380 g CO2 Äquivalente. Das ist wesentlich mehr als die Hälfte, die ein PKW verursacht. Die Bahn stößt pro km rund 40 g CO2 Äquivalente aus.

Destinationen im eigenen Staat lassen sich bequem mit den öffentlichen Verkehrsmittel erreichen. Vom östlichsten zum westlichsten Punkt Österreichs benötigt man mit der Bahn ca. 8 Stunden. Eine Zeit, die meines Erachtens zumutbar ist. Mit ca. 732 km stößt man dabei 29.280 g CO2 Emissionen aus (vgl. Flugzeug für die gleiche Strecke: 278.150 g). Auf den Flugverkehr möchte ich zwar weiterhin nicht verzichten, aber das ist für mich absolut ein Grund, auch einmal den Heimaturlaub zu bevorzugen. Auch wenn man den PKW nutzt, ist diese Reise wesentlich klimafreundlicher.

 

Es ist günstiger

Ein negativer Beigeschmack für Reisen in die Ferne sind oftmals die hohen Kosten. Zwar kosten Urlaube in Österreich manchmal gar nicht so wenig, vor allem wenn man Wert auf hochklassige Hotels legt, aber alleine der Transport ist wesentlich günstiger. In Österreich gibt es beispielsweise jährlich das Sommerticket, welches man von Juni bis September österreichweit nutzen kann, um von A nach B zu gelangen. Das Ticket ist auch sinnvoll, wenn man nicht für längere Zeit in Hotels nächtigt, sondern ganz Zuhause bleibt und es nur für Ausflüge nutzen möchte. Von Graz aus zahlt sich auch nur ein einziger Tag in Wien oder am Wörthersee in Kärnten bereits aus, weil man nur ca. 2 Stunden Fahrtzeit vor sich hat.

Somit ist das perfekt, wenn die Urlaubskasse einmal knapper ausfällt oder man gelegentlich einen Low Budget Urlaub machen möchte.

 

 

Man unterstützt sein eigenes Land

Beim Urlaub möchte man zwar nicht wirklich an wirtschaftliche Themen denken, aber wenn wir unsere eigene Wirtschaft unterstützen und diese ankurbeln, profitiert auch die Bevölkerung. Dank dem Klimawandel leidet der Wintertourismus in Österreich aufgrund der veränderten Schneesicherheit. Der Sommertourismus kann nie an dessen Wertschöpfung rankommen, auch nicht bei gleicher Auslastung. Verbringt man seinen (Sommer)-Urlaub Zuhause, unterstützt man auch die Arbeitsplätze im Tourismus des eigenen Landes. Insbesondere im ländlichen Raum drohen enorme Abwanderungen, weil andere Branchen den Verlust der Arbeitsplätze in der Tourismusbranche nicht auffangen können. Das führt zu enormen regionalwirtschaftlichen Problemen, denen wir am besten den Kampf ansagen, indem wir auch mal Reiseziele im eigenen Land bevorzugen und beispielsweise einen Almurlaub machen.

Darüber hinaus ist der nachhaltige Tourismus in Österreich am Wachsen, was auch wieder die Umwelt schont. Es gibt etliche Pioniersprojekte, die zeigen, dass Urlaub auch CO2-arm möglich is.

 

More People, more Fun

Ich liebe es, Urlaub und Ausflüge mit Freunden zu machen. Bei Urlauben in der Ferne gibt es jedoch oftmals Probleme, die ganze Crew zusammenzutrommeln. Wir bekommen nicht alle zur gleichen Zeit Urlaub, die einen fahren nicht gerne ans Meer, die anderen sparen lieber für andere Dinge, als für teure Urlaube oder haben komplett andere Vorstellungen von Urlaubsaktivitäten. Ich gebe auch zu: mit mir ist es nicht einfach zu verreisen, weil ich nicht der Typ „1-Woche-nur-faul-am-Strand-braten“ bin, sondern gerne auf Entdeckungsreise gehe.

Es gibt so viele Gründe, aber das größte Problem ist und bleibt der Zeit- und Kostenfaktor. Möchte man aber ein Erlebnis mit einer Ganzen Truppe an Freunden haben, ist ein Ein-/Zwei-Tages-Ausflug mit Freunden im eigenen Land wesentlich einfacher umzusetzen. Und so ein Almhüttenwochenende mit Freunden kann ich definitiv empfehlen, denn es gibt nichts, was lustiger ist.

 

Zuhause

 

Weitere Berichte über meine Heimat

My Home: Plankogel im Almenland

Wandern und Einkehren in der Steiermark

Entspannen in der Therme Loipersdorf

A beautiful piece of nature (Grüner See)

On Tour with Opel Adam Rocks (Wörthersee in Kärnten)

 


Quellen

AUSTRIAN PANEL ON CLIMATE CHANGE (APCC) (2014): Zusammenfassung für Entscheidungstragende. -In: Österreichischer Sachstandsbericht Klimawandel 2014. Austrian Assessment Report (AAR 2014). S. 25-45. Online Version hier.

 

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6 Comments

  1. ein sehr schöner beitrag 🙂 ich hab ab nächste woche auch 2 wochen urlaub und so wie es ausschaut bleiben wir zu Hause! wie du sagst es gibt auch hier so viel zu entdecken – das einzige problem ist, ich kann zu Hause nie lange auf der faulen Haut liegen! ich seh dann immer was zum putzen, zum zusammenräumen…. 😀
    glg katy

    http://www.lakatyfox.com

    • Hallo Markus,

      es freut mich, dass du das auch so siehst 🙂
      Der Wörthersee ist auch einer meiner Lieblingsplätze in unserem Land, auch wenn ich leider nicht allzu oft dort bin und das, obwohl mein bester Freund von dort ist 🙂

      Liebste Grüße
      Lisa

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