Life Update #19: Hello New Life

Wenn sich der Kopf leer anfühlt, aber trotzdem voll ist. So voll, sodass er zu platzen droht. Wenn man nicht weiß, woran man zuerst denken soll, obwohl sich die Dinge überschlagen und sie dich festhalten. Festhalten und fesseln. Wenn du so viel zu sagen hast, aber dir die Worte im Rachen feststecken. So tief, sodass du Probleme bekommst, sie an die Oberfläche zu hieven. Wenn du gezielt nach einem Anfang suchst, weil du dir einen Schlussstrich herbeisehnst, aber nicht weißt, wo dieser Anfang für dich ist. Und du suchst gezielter, zielstrebiger, nur du weißt nicht, wo dieser Punkt liegt. Du recherchierst die Koordinaten, doch wenn du sie in deiner persönlichen Landkarte suchst, merkst du, dass alles ins Leere läuft. Wenn alles fertig sein soll, du aber noch nicht ansatzweise damit begonnen hast, es fertigzustellen. Weil du immer noch orientierungslos auf deiner persönlichen Landkarte herumirrst. Weil du inmitten einer Reise bist. Wenn alles anders läuft, als du es dir vorgestellt hast, du aber trotzdem glücklich und zufrieden bist. Weil es gerade passt, so wie es ist, obwohl du weißt, dass all das ein Ende finden wird.  

 

Wenn es ein Neuanfang ist…

Hello New Life

 

Puh. Das ist alles, was ich im Moment sagen kann. Puh. Seit meinem strengen und anspruchsvollen Wintersemester 2014/15 gab es keinen Moment mehr in meinem Leben, an dem ich mich wirklich entspannt gefühlt habe. Diese Zeit hat mich gelehrt, wie ich agieren muss, um stressresistent zu sein. Stressresistenz und -resilienz ist eine der wichtigsten Kompetenzen, die ich in dieser Zeit gelernt habe. Ansonsten würde ich untergehen. Untergehen in einer Vielzahl von Gedanken, die mich festhalten, nicht loslassen wollen, die wiederum ich gerne loslassen würde.

Es ist erst ein Monat her, aber innerhalb eines Monats hat sich mein Leben von Grund auf verändert, sodass es nicht mehr dasselbe ist. Ich war es gewohnt, diesen einen Job zu haben. Bloggerin. Einen Job, den viele noch nicht so ganz anerkennen können. Bloggerin. Was ist das schon? Ein müdes Lächeln geht durch den Räum. Bloggerin? Schläft bis zehn, hat keinen Stress und kann tun und lassen, was sie will. Das ist die Definition von Bloggerin, die in vielen Köpfen vorherrschend ist. Jetzt, wo ich Lehrerin bin, einem geregelten Job nachgehe, gezielt für mein regelmäßiges Gehalt arbeiten muss, merke ich erst, wie aufwändig der Job als Vollzeitbloggerin war. Und wie viel Druck dahinter steckte, auch regelmäßig Gehalt auf sein Konto zu bekommen, um überleben zu können. Seitdem ich meinem Beruf nachgehe, für den ich ausgebildet wurde, merke ich, wie schwer es auch ist, Teilzeitbloggerin zu sein und wie sehr mich der Beruf zeitlich aufgefressen hat.

Bloggerinnen werden immer belächelt. Der Job wird nicht ernst genommen, aber es ist Arbeit. Viel Arbeit. Und soll ich euch etwas sagen? Ich vermisse es, dass ich diesem Job nicht mehr 100% widmen kann. Ich vermisse es, dass nicht mehr die Bloggerin Lisa im Vordergrund steht. Aber trotzdem – ich mag meinen neuen Job, in den ich immer mehr reinfinde. Ob ich nach meinem Unterrichtspraktikum im Lehramt bleiben werde? Ich weiß es nicht.

 

 

Mein neuer Beruf

Mein neuer Beruf gehört quasi zu meinem neuen Lebensabschnitt dazu. Nicht nur die neue Wohnung ist ein großes Thema bei mir, sondern allen voran mein Job im Lehramt. Ich versuche, diesen Job so gut es geht, von meinem Bloggerdasein zu trennen. Da ich jedoch oft danach gefragt werde, möchte ich trotzdem einige Dinge mit euch teilen. Jedoch nur Dinge, die MICH persönlich betreffen.

Ich gehe gerne in die Schule. Mein Kollegium ist supernett, mit meinen Mentorinnen hatte ich auch Glück und es bereitet mir Freude, Kindern und Jugendlichen etwas beizubringen. Punkt. Mehr muss ich, so glaube ich, auch nicht sagen. Es reicht, wenn ich sage, dass es mir Spaß macht. Punkt der zweite. Seitdem ich unterrichte, merke ich, dass ich nicht das falsche studiert habe. Ich merke, dass mir der Job liegt. Aber ich merke auch, dass es da noch etwas ganz anderes gibt, das mir mehr liegt. Ich fordere das Schicksal nicht heraus. Wenn ich nach meinem Unterrichtspraktikum einen Job im Lehramt finde, bin ich glücklich. Aber es macht mich nicht unglücklich, wenn ich danach einen Job in dem Bereich finde, in dem ich zuvor selbstständig gearbeitet habe: MEDIEN. Wenn das Lehramt erst zu meiner Berufung wird, wenn ich 40 bin, ist das auch okay. Ehrlich gesagt, es würde mich sogar glücklicher machen. Ich lasse die Dinge auf mich zukommen.

Zusammengefasst: Ich bin zufrieden, der Job macht mir Spaß, aber ich vermisse meine regelmäßige Social Media Arbeit, die hinter meinem neuen Job gerückt ist. Eh klar. In der Schule habe ich die Verantwortung, meine Pflichten zu erfüllen. In meinem eigenen Gewerbe bin ich ausschließlich für mich selbst verantwortlich. Die einzige Person, vor der ich mich rechtfertigen muss, bin ich selbst!

 

 

#mycafeaulaitMOVED

Neben meinem neuen Job war auch mein Umzug ein zentrales Thema. Okay, was heißt hier WAR? Das Thema ist immer noch präsent. Ich habe mich schon gut in Graz eingelebt, aber in der Wohnung ist noch einiges zu tun. Einiges im Sinne von wahnsinnig viel. So ganz zu Hause fühle ich mich noch nicht. Ich bin gerade dabei, es zu ändern. Das hat zusätzlich viel Zeit gefressen, sodass der Blog und Social Media immer weiter in den Hintergrund gerückt sind. Oft werde ich nach einer Roomtour gefragt. Die kommt erst, wenn alles fertig ist. Perfektionistenregel Nummer 1. Ich mache keine halben Sachen.

 

Neues Ziel: Endlich einen Alltag reinbringen!

Nachdem ich zwei große Ziele erreicht habe, brauche ich ein neues Ziel. Und das lautet dieses Mal: Endlich einen Alltag reinbringen. Jetzt, wo ich einen regelmäßigen Job, einen selbstständigen Beruf und eine eigene Wohnung habe, besteht die neue Aufgabe darin, anzukommen und mit der Situation klarzukommen. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass es mir gelingt, sobald ich in meinem neuen Job zu 100% reingefunden habe und die Wohnung endlich fertig ist.

 

 

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One Comment

  1. […] Diese Frage kam sehr häufig – gerade von vielen Lehramtlern, deren Leidenschaft in diesem Beruf steckt. Ich muss zugeben: mir hat das Lehramt immer Spaß gemacht. Ich bin gerne in meine Klassen gegangen und unterrichtete mit Freuden. ABER – ich persönlich sehe mich mit 27 Jahren noch nicht im Klassenzimmer. Es gibt so viele berufliche Richtungen, die mich interessieren und ich bin nicht mit vollem Herzen dabei. Und gerade das macht für mich einen guten Lehrer aus. Es wäre unfair gegenüber den Schülern, wenn ich für diesen Beruf nicht brennen würde. Ich weiß zwar, dass ich trotzdem guten Unterricht mit Mehrwert machen würde, aber ich spüre, dass es mich jetzt noch nicht erfüllen würde. -HIER- habe ich auch schon einmal darüber geschrieben. […]

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