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Wie erstelle ich ein Media Kit?

 

Wenn es um das professionelle Bloggen geht, ist ein kompetenter Auftritt essentiell. Neben absoluter Pünktlichkeit bzgl. der Veröffentlichung, Präzession und Vernetzung, gibt es eine wesentliche Sache, die man beim Bloggen nicht außer Acht lassen darf: Das Media Kit. In diesem Post möchte ich dir erklären, warum ein Media Kit wichtig ist. Außerdem erkläre ich dir, wie ich meines erstellt habe.

 

media-kit

 

Wie? Was? Media Kit?

Was ist ein Media Kit?

Ein Media Kit fasst die wesentlichsten Informationen für potentielle Kooperationspartner übersichtlich zusammen. Die Unternehmen bekommen einen umfassenden Einblick über dein(e):

  • …Nische/Themengebiet (z.B. Fashion, Lifestyle usw.)
  • …Reichweite
  • …Erfahrungen
  • …Angebot

Vereinfacht gesagt: du präsentierst dich und deinen Blog in den umfassendsten Facetten und zeigst, welchen Mehrwert potentielle Partner aus einer Zusammenarbeit mit dir ziehen können.

 

Warum ein Media Kit?

Wie gesagt: Deine potentiellen Kooperationspartner bekommen einen umfassenden Einblick über deine Person, deine Reichweite, deine Erfahrungen usw. Außerdem erleichtert es die Kommunikation enorm. Du ersparst dir zig E-Mails, da ein Media Kit die wichtigsten Fragen der potentiellen Partner beantwortet. Auch ein Punkt, den man nicht vernachlässigen darf: Es zeugt von Professionalität.

 

Wie soll mein Media Kit wirken?

Dein Media Kit sollte eine klare Linie haben, aber dennoch kreativ/individuell wirken. Es sollte übersichtlich und frei von Rechtschreibfehlern sein, professionell wirken und es darf deine potentiellen Kooperationspartner nicht „erschlagen“. Achte auf Nettique und verzichte auf harte Forderungen und Formulierungen. Bleib authentisch und realistisch. Du musst dich nicht auf ein Podest stellen, um Kunden von dir zu überzeugen.

Achte auch darauf, dass man dein Media Kit sofort mit deinem Blog in Verbindung bringt. Nutze die gleichen oder ähnliche Farben. Greife auf Bilder zurück, die auch auf deinem Blog leicht gefunden werden können oder zumindest schon einmal in einem Post vorgekommen sind. Ich habe beispielsweise Bilder aus meinen beliebtesten Posts verwendet.

 

Das muss unbedingt in dein Media Kit

Setze auf Qualität. Bevor du mit der Erstellung eines Media Kits beginnst, überlege dir: Wofür stehst du und was möchtest du zeigen? Für mich sind wichtig:

  • Blogvorstellung
  • Eckdaten
  • Persönliche Vorstellung + Steckbrief
  • Referenzen/Erfahrungen
  • Media/Press & Events
  • Angebot + Preise
  • Reichweite
  • Kontakt

Darüberhinaus bin ich ein großer Fan von Inhaltsverzeichnissen. Darum habe ich auch in meinem Media Kit ein Inhaltsverzeichnis eingebaut. So findet der Kunde sofort die passende Seite, die er braucht.

 

inhaltsverzeichnis-media-kit

 

Wie erstelle ich ein Media Kit?

Das Programm

Ich habe das Microsoft Office Programm Power Point dafür verwendet. Ich finde die Handhabung in Power Point wesentlich einfacher, als in Microsoft Word. Power Point ist flexibler und man kann es leichter anpassen. Word oder ein Fotoprogramm (z.B. Photoshop) gehen auch. Mir persönlich fällt es oft schwer, alle Informationen kompakt auf zwei Seiten zusammenzupressen, darum Power Point. Früher dachte ich, dass man nicht allzu viele Seiten haben sollte, aber bei Power Point ist der Spielraum meiner Meinung nach etwas offener. Trotzdem gilt:

  • Große, leicht leserliche Schrift
  • Informationen auf den Punkt bringen
  • Inhaltsverzeichnis ist von Vorteil

 

Titelbild

Ein hübsches Titelbild wirkt einladend. Verwende hierfür ein Foto, welches man auch auf deinem Blog sofort findet. Ich habe hierfür einfach mein Autorenbild genommen, welches man auch in der rechten Sidebar sieht. Weitere Informationen, die sich auf meinem Titelblatt befinden:

  • Mein Blogtitel
  • Mein Leitspruch: Made with <3 in Austria
  • Mein Name
  • Meine URL
  • Die Bezeichnung Media Kit

 

Blogvorstellung

Stelle deinen Blog in kurzen Worten vor. Worüber berichtest du? Wie hat sich dein Blog entwickelt? Welche Themen stehen im Vordergrund? Fasse dich dabei kurz!

 

Eckdaten

Eine Auflistung ist immer übersichtlich. Hier habe ich folgende Fakten zusammengefasst:

  • Gründung: Wie lange gibt es deinen Blog schon?
  • Schwerpunkt: Worauf legst du deinen Fokus? (Fashion, Lifestyle usw.)
  • Besonderheiten: Was zeichnet deinen Blog besonders aus? Wie hebt sich dein Blog von anderen ab? Ich weiß, es gibt massenweise Blogs. Da ist es schwer, sich mit einer Besonderheit hervorzuheben. Aber hey, die gibt es auch bei dir!
  • Zielgruppe: Wer liest deinen Blog? Für wen sind die Inhalte gedacht?
  • Updates: Wie oft postest du? Hast du fixe Postingtage oder einen Rhythmus von xx-xx Postings die Woche?

 

Stelle dich vor

Deine potentiellen Kooperationspartner sollen auch dich kennenlernen. Wer bist du? Basics reichen aus: Name, Alter, Wohnort, du als Blogger/in und Hobbys. Ich habe trotzdem versucht, einen ansprechenden Text mit diesen Daten zu zaubern. Du kannst auch nur/zusätzlich einen Steckbrief schreiben. Das habe ich auch getan, ist aber nach einer Autorenvorstellung eigentlich kein Muss. Ich überlege auch, den Steckbrief aus meinem Kit zu nehmen, da ich mich frage, ob die Autorenvorstellung alleine nicht schon ausreichend genug ist.

 

Deine Referenzen und Kooperationen

Welche Erfahrungen hast du bereits gesammelt? Eine kleine Auswahl an Kooperationen ist immer eine gute Idee. So zeigst du neuen Kunden, dass du bereits andere Kooperationspartner von dir überzeugen konntest. Beschränke dich hierbei wirklich nur auf eine Auswahl. Außerdem: Welche Arten der Zusammenarbeit bietest du an? Zum Beispiel Sposored Posts, Videos usw.

 

Preisliste

Für mich persönlich ist eine Preisliste in einem Media Kit nicht immer notwendig. Eine Preisliste kann man auch extern führen, die man ggf. mitschickt oder danach ins Media Kit fügt, wenn es gewünscht wird.

 

Was bietest du?

Lege offen, was deine Kooperationspartner von und bei dir erwarten können. Hier ein paar Beispiele:

  • Individuelle Texte
  • Sorgfältig ausgewählte Bilder
  • Individuelle Konzepte

 

Zahlen

Statistiken sind wichtig, damit sich die Unternehmen einen Überblick über deine Reichweite machen können. Vergesse dabei auch nicht, auf all deine Social Media Kanäle zu verweisen und lege offen, wie viele Follower du auf den einzelnen Plattformen hast.

 

Kontakt

Ganz zum Schluss solltest du deine wichtigsten Kontaktdaten noch einmal zusammenfassen:

  • Vor- und Nachname
  • Adresse
  • Links (Social Media, Blog)
  • E-Mail Adresse
  • ggf. Telefonnummer

 

Sonstiges

Du wurdest zu Events eingeladen oder warst bereits auf einigen Websites vertreten? Hat man dich schon einmal in der Zeitung gefunden (natürlich nur im Zusammenhang mit deinem Blog)? Dann immer her damit. Auch diese Informationen sind interessant. Du kannst aber auch Zitate anführen (diese sollten jedoch nachgewiesen werden können – QUELLEN).

 

Media Kit

 

Aktualität

Halte dein Media Kit immer Up-To-Date. Auch wenn du es länger nicht brauchst, aktualisiere es monatlich. So hast du die Entwicklung und deine Reichweitenvergrößerung immer bestens im Blick. Dadurch kannst du diese Veränderung auch anschaulich machen. Und eines sollte man bei einem Media Kit nicht vergessen: Immer ehrlich sein! 

 

Ich hoffe, ich konnte dich bei der Frage „Wie erstelle ich ein Media Kit“ unterstützen. Im Grunde genommen ist es nicht schwer und man kann sich durchaus kreativ austoben. Verwende jedoch wenige, aber wirkungsvolle Bilder. Steck Liebe und Sorgfalt hinein. Ich bin mir sicher, dann kannst auch DU den nächsten potentiellen Kunden von dir überzeugen.

 

Von der Rohidee zum Foto

Von der Rohidee zum Foto

Auf Snapchat (lisalait) habe ich euch bereits verraten, dass ich einen weiteren Fotografiepost geplant habe. Heute möchte ich euch erzählen, woher ich die Inspirationen für meine Fotos bekomme, wie ich plane und wie ich meine Ideen umsetze. Manchmal ist es ganz schön knifflig, eine Szene aufzubauen. Manchmal fehlen einfach die Ideen. Aber es gibt tolle Inspirationsquellen. Ich verrate euch, wie es bei mir abläuft.

 

Zuerst kommt der Post und dann das Foto

Ich plane meine Postings immer genau durch. Wenn eine Idee in meinem Kopf rumschwirrt, notiere ich sie mir. Ich mache mir zuerst immer Gedanken um den Text. Oftmals schreibe ich den Text, bevor ich überhaupt Bilder dazu habe. Eine Ausnahme dazu stellen meistens Rezepte oder der Snapshot Sunday dar, sowie Travelposts. Wenn bereits ein Rohprodukt vorliegt, ist es wesentlich leichter für mich, mir das Bild in meinem inneren Auge vorzustellen. Ich bekomme dadurch langsam eine Idee, wie ich das Bild gestalten kann und wie die Kulisse aussehen soll. Die größte Inspirationsquelle schlechthin ist wohl Pinterest. Auch auf Instagram kann man sich inspirieren lassen, aber das dürfte bereits bekannt sein. Manchmal durchforste ich Pinterest explizit nach Fotoideen durch. Dafür habe ich sogar einen eigenen Ordner.

 

Nachstellen ist okay, aber bringe immer deine eigene Note mit ein

Gefällt mir ein Foto außerordentlich gut, möchte ich oftmals selbst ein ähnliches Bild fotografieren. Nachstellen ist vollkommen in Ordnung, wenn nicht alle deine Bilder nach einem bestimmten Vorbild nachgemacht sind. Individualität und Ideenreichtum gehören zum Bloggen schließlich dazu. Doch Inspirationen sind nie falsch. Sie geben uns eine Richtung, wenn die Idee fehlt. Wichtig ist, dass du dabei immer versuchst, deine persönliche Note in das Bild miteinfließen zu lassen.

Finde ich auf Pinterest oder Instagram ein unglaublich inspirierendes Bild, speichere es mir ab. Auf Evernote habe ich einen eigenen Ordner für solche Fotos eingerichtet. Szenerien, die ich unbedingt selbst umsetzen möchte, kopiere ich als Foto in diesen Ordner, damit ich es nicht vergesse. Sobald ich das Foto selbst in die Tat umgesetzt habe, füge ich die „Fälschung“ unter das Originalbild und hake es ab. In der Regel kopiere ich keine Fotos 1:1 und wenn, dann erwähne ich es auch. Die Idee mit der zerschnittenen Rose von meinem Valentinspost habe ich auf Pinterest gefunden. Um meine individuelle Note in das Bild zu bringen, habe ich die Szene etwas anders gestaltet. Aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, eine Rose zu zerschneiden, wenn ich das nicht vorher gesehen hätte.

Besonders hilfreich finde ich solche Inspirationen für unterwegs. Vor Budapest habe ich mir zahlreiche Inspirationen gesucht. Beispielsweise welche Bilder sich in Coffeeshops umsetzen lassen, wie man den Flair der Stadt gut einfängt und welche Art Fotos ich von mir selbst haben möchte. Leider konnten Alex und ich aufgrund des miesen Wetters nicht alles in die Tat umsetzen, aber das wollen wir bei unseren bevorstehenden Reisen nachholen. 

 

Inspiration Food

 

Inspirationsquellen für Foodfotografie

Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, als ich damit angefangen habe, Rezepte auf meinem Blog zu stellen. Die Bilder waren wahnsinnig einfallslos. Hier ist eines dieser tollen Beispiele. Ständig habe ich die schönen Foodbilder von Fräulein Klein und anderen Foodbloggern bestaunt. Oft habe ich mich gefragt, warum meine Bilder nicht so toll aussehen. Nachdem ich mich etwas mehr mit Foodstyling befasst habe, hatte ich den Dreh raus. Tipps und Tricks habe ich euch bereits hier gegeben. Für Foodfotografie gibt es für mich zwei Topquellen. Die kostenlosen Zeitschriften „frisch gekocht“ von Billa und „friends“ von Merkur (leider nur in Österreich erhältlich). Dort findet man nicht nur tolle Rezepte, die man mit seinen Lesern teilen kann, sondern auch ein breitgefächertes Repertoire an Inspirationen bezüglich Foodstyling und Fotosetting.

 

Foodfotografie

 

Die „friends“ (gibt’s viermal im Jahr) ist dieses Mal wunderbar gelungen. Besonders toll finde ich die exotischen Rezepte. Sie ist jetzt in allen Merkur-Filialen erhältlich und kostet 1€. Mit der kostenlosen „friends“ Karte bekommt ihr sie gratis. Die Billazeitschrift war im letzten Monat zwar etwas enttäuschend, aber ich bin gespannt, was die nächsten Ausgaben bereithalten. Auch diese kostet 1€. Mit der kostenlosen Billacard bekommt ihr sie ebenfalls gratis.

 

Hintergründe

 

Fotohintergründe

Auch davon habe ich euch schon ein bisschen etwas in meinem letzten Fotografietippspost erzählt. Dass Geschenkpapier eine bevorzugte Wahl von mir ist, dürfte bekannt sein. Am Liebsten mag ich jedoch Holzhintergründe. Ich glaube, das ist typisch Bloggerin. Neulich habe ich mir bei Bipa Fotohintergründe auf Poster drucken lassen. Allerdings gab es da anfangs ein kleines Problem. Nicht mit dem Fotoservice. Das hat 1a funktioniert. Eher mit der Frage: Woher bekomme ich Holztexturen. Über Google ist es oftmals schwierig, welche ausfindig zu machen. Meistens sind die Texturen mit Wasserzeichen versehen und/oder die Größe stimmt nicht. Möchte man diese Texturen ohne Wasserzeichen und in hoher Auflösung haben, muss man sie oftmals kaufen. Ich habe euch ein paar Holztexturen rausgesucht, die ihr gratis in hoher Auflösung downloaden könnt. Klickt einfach auf die Links.

 

Beitragsbild von Sergey Zolkin via unsplash.com

 

How To: Produkt- & Foodfotografie

How To…

Tipps & Tricks zur Produkt- und Foodfotografie

Da Café Au Lait trotz seines mittlerweile dreieinhalbjährigen Bestehens immer noch ein relativ kleiner Blog ist, habe ich lange mit dem Gedanken gespielt, ob ich einen Post mit Tipps und Tricks schreiben soll/darf/kann. Tipps und Tricks solcher Art nimmt man wahrscheinlich lieber von BloggerInnen an, die bereits eine größere Leserschaft und Reichweite zählen können, als ich. Ich schwankte zwischen dem Gedanken, ob ich überhaupt dazu „bemächtigt“ sei, Ratschläge zu geben und der Lust, meine Erfahrungen, Tipps und Tricks mit euch zu teilen.

Letztendlich habe ich mich doch dafür entschieden. Insbesondere auch dessen, weil ich für meine Fotos oftmals Komplimente bekomme, die mich in erster Linie unglaublich freuen und andererseits auch motivieren, ein paar Tipps weiterzugeben. Das mag nun ein bisschen eingebildet und arrogant klingen, aber wenn ich alte Fotos mit den neuen Bildern von mir vergleiche, kann auch ich selbst eine deutliche Verbesserung erkennen. Kein Wunder. Besonders in den Sommerferien habe ich mich intensiv mit dem Fotografieren auseinandergesetzt und obwohl ich bereits seit meinem 17. Lebensjahr eine Spiegelreflexkamera besitze, kann ich erst jetzt von mir behaupten, dass ich das Fotografieren (wenn auch autodidaktisch) richtig erlerne. Unter anderem habe ich das auch Daniel zu verdanken, der bereits Fotos für meinen Blog geschossen hat. Es waren nur wenige Tipps, die er mir mitgegeben hat, aber alleine das reichte schon aus, um mich eindeutig zu verbessern.

 

Plötzlich will man mehr!

Wie sich meine Ansprüche im Laufe der Zeit veränderten

Bevor es richtig mit dem Hauptthema, nämlich der „Produkt- und Foodfotografie“, losgeht, möchte ich euch noch ein bisschen etwas über meine „fotografische Laufbahn“ erzählen. Als ich zu Bloggen begonnen habe, war ich zwar bereits im Besitz einer Spiegelreflexkamera, aber ich konnte keine Bilder für den Blog machen, weil sie mir davor heruntergefallen ist und das Objektiv kaputt war. Darum machte ich für meine Beiträge zunächst Fotos mit einer simplen Digitalkamera. Kurz nach meinem Bloggerdebüt kam ich ins Krankenhaus. Da Therapien bezüglich Essstörungen sehr intensiv sind, hatte ich eine Zeit lang nicht wirklich die Kraft, Beiträge zu verfassen. Jedoch habe ich mir zahlreiche andere Blogs angeschaut. Hierbei fiel mir auf, dass die Fotos überwiegend mit einer Spiegelreflexkamera geschossen wurden und wesentlich besser aussahen, als meine, die aus der Digitalkamera kamen. Zusätzlich merkte ich auch, dass schönere Fotos ein breiteres Publikum ansprechen. Mir wurde klar: Beim Bloggen geht es nicht nur um einen guten Schreibstil und ansprechende Texte, sondern auch um gute Bilder! Da mir meine Therapeutin ohnehin empfohlen hatte, mir ein Hobby zu suchen, welches mich glücklich macht und ich schon immer gerne fotografiert habe, entschloss ich mich letztendlich dazu, mein kaputtes Objektiv zu ersetzen und begann, wieder mit einer DSLR zu fotografieren.

Beim Bloggen geht es nicht nur um einen guten Schreibstil und ansprechende Texte, sondern auch um gute Bilder!

Trotzdem habe ich nicht wirklich fotografiert, sondern nur geknipst. Heute kann ich den Sinn dahinter nicht mehr wirklich erkennen, wenn man sich unbedingt eine DSLR anschaffen muss, aber im Automatikmodus fotografiert. Außerdem habe ich auf zahlreiche Aspekte, welche heute für mich die Basics darstellen, überhaupt nicht geachtet. Ich dachte, die DSLR alleine reicht, um gute Fotos zu machen. Weder habe ich Lichtverhältnisse beachtet, noch habe ich mir sonderlich viel Mühe beim Arrangement der Bilder gegeben. Shame on me. Zum Glück hat sich das verändert, denn ich habe mit der Zeit gemerkt, dass ich langsam ein Auge für das Wesentliche bekomme. Dinge sehe, die andere Menschen, die nicht regelmäßig fotografieren (damit meine ich richtiges Fotografieren und nicht mal schnell das Frühstück mit dem Handy knipsen), nicht sehen.

Heute bin ich zwar kritischer, was meine Fotos angeht, aber das ist auch gut so. Ich will meine Beiträge im besten Licht präsentieren, um es für euch ansprechend zu machen. Die Fotografie wurde wesentlich zeitintensiver und auch bei der Bearbeitung sind meine Ansprüche gewachsen. Ich bearbeite ausschließlich mit PhotoShop und Lightroom. Das Schöne an der ganzen Sache ist, dass sogar Studenten sich neuerdings PhotoShop und Lightroom leisten können. Für meine Lizenz zahle ich ca. 12 Euro im Monat, was ich vollkommen in Ordnung finde.

Heute bin ich kritischer, was meine Fotos angeht, aber das ist auch gut so!

Die nächste Optimierung ist auch schon in Planung. Jetzt, wo ich wie eine Klette an meiner Kamera klebe, möchte ich unbedingt eine neue DSLR haben. Zwar bekomme ich das Lob für die Fotos, die ich mit meiner jetzigen Kamera schieße und ich bin auch recht zufrieden, aber ich würde aus dem „recht zufrieden“ lieber ein überglücklich machen. Ich glaube, dass meine aktuellen Fähigkeiten gut genug dafür sind, in eine etwas teurere Kamera zu investieren. So eine Anschaffung lohnt sich für mich persönlich nämlich nur dann, wenn man die Kunst der Fotografie wirklich beherrschen möchte und nicht nur mal schnell auf den Auslöser drückt (warum schafft man sich dann eine Spiegelreflexkamera an?)

So, nun aber genug der vielen Worte. Ich glaube, meine Tipps interessieren euch mehr, als dieses Blabla, welches doch ein bisschen länger geworden ist, als geplant. Eines noch vorweg: ich werde euch keine Tipps bezüglich der Technik geben, denn dazu gibt es bereits genügend tolle Beiträge von anderen Bloggern. 

 

Produkt

Produkte und Essen richtig in Szene setzen

Das Auge isst mit. Darum erachte ich es als einen wesentlichen Aspekt, Produkte und Essen, welches man gerne auf dem Blog zeigen möchte, schön zu arrangieren. Ich möchte euch heute alles anhand eines Beispiels zeigen, welches die Produktfotografie symbolisieren soll. Prinzipiell haben Produkt- und Foodfotografien (für mich) ein ähnliches Konzept. Aber keine Angst, auch wenn nur die Produktfotografie mit neuen, euch noch nicht bekannten Bildern visualisiert wird, so werden die Tipps für Foodfotos nicht zu kurz kommen. Viele Tipps und Tricks der Produktfotografie kann man auch für die Foodfotografie verwenden.

 

Das Szenario

Angenommen, Ferrero schreibt uns Bloggern eine E-Mail. Sie haben ein neues Produkt auf den Markt gebracht. Um dieses Produkt zu bewerben, wollen sie UNS haben und mit uns zusammenarbeiten. Was für eine Ehre! Bei dem Produkt handelt es sich um ein Konfekt, gefüllt mit einer Nuss-Nougat-Creme und einer Haselnuss. Ummantelt wird die Leckerei mit einer knusprigen Waffel, welche mit einer süßen Schicht Schokolade und Haselnusskrokant verfeinert wird. Für den Glamourfaktor sorgen die Verpackung aus goldener Alufolie und der französische Name der Praline: Rocher! Die einzige Bedingung, die Ferrero an uns stellt, lautet folgendermaßen:

Bitte setzen Sie das Produkt so gut wie möglich fotografisch in Szene und bestücken Sie den Blogbeitrag mit ansprechenden Bildern.

Puh, eine große Herausforderung, nicht wahr? Denn wer will so eine erfolgreiche Firma, wie Ferrero schon enttäuschen? Niemand! Wir als Blogger sollten die Chance wahrnehmen, Ferrero von uns zu überzeugen und uns für diesen Beitrag so richtig ins Zeug legen, denn schließlich können wir davon unglaublich profitieren. Das einzige Problem: so richtig auseinandergesetzt haben wir uns mit der Produktfotografie noch nicht wirklich. Wir haben zwar bereits einige Produkte auf unserem Blog vorgestellt, aber die Fotos sahen -unabhängig von der Qualität- doch ziemlich langweilig aus.

 

Wie setze ich mein Produkt richtig in Szene?

Okay, okay. Das Szenario ist ein bisschen unrealistisch und Ferrero Rocher gibt es schon länger, als es mich gibt, aber es wäre trotzdem ziemlich schade, wenn uns die eine oder andere Kooperation bzw. der ein oder andere Leser entgehen würde, nur weil unsere Bilder nicht überzeugen, oder? Außerdem gibt es mittlerweile schon so viele Blogs. 08/15 Fotos reichen längst nicht mehr aus, denn jeder kann ein Produkt oder einen Teller vor eine weiße Wand stellen und mal schnell knipsen. Jetzt zeige ich euch, wie das alles bei mir so aussieht und abläuft.

 

Die Hintergründe

Ich muss zugeben, ich kann es nicht ausstehen, wenn ich ständig denselben Hintergrund verwende. Klar, tauchen sie alle wiederholt auf, ansonsten wäre das alles ziemliche Verschwendung, was wir natürlich nicht wollen. Trotzdem ist es mir wichtig, zu variieren und nicht immer denselben Hintergrund zu verwenden. Das kann auf Dauer ziemlich kostspielig werden, denn kaum einer will sich ständig ein neues Möbelstück anschaffen oder seine Wände neu streichen/tapezieren. Ein guter Tipp sind:

  • Holzplatten
    • Holzplatten bekommt ihr günstig im Baumarkt. Diese könnt ihr immer wieder verändert, z.B. mit Dekofolien in unterschiedlichen Optiken, z.B. Holz, Marmor, Stein, usw. Achtet darauf, dass die Holzplatten groß genug sind. 

 

  • Schieferplatten
    • Ich nutze Schieferplatten sowohl als Hintergrund, als auch manchmal zum Anrichten meines Essens. Schieferplatten sind wunderbar vielseitig. Als Hintergrund eigenen sie sich vor allem für hellere Produkte bzw. Verpackungen. Aber auch knallige Farben kommen auf dem dunklen Hintergrund wunderbar zur Geltung.

 

  • Geschenkpapier
    • Ja, ihr lest richtig. Ich verwende oft und gerne Geschenkpapier. Wenn man sorgfältig damit umgeht, kann man es danach auch noch dem Zweck entsprechend verwenden. Einige Fotos, die ihr hier auf meinem Blog bereits gesehen habt, entstanden mithilfe von Geschenkpapier, z.B. -HIER-, -HIER- und -HIER-. Auch für die Rocherbilder habe ich Geschenkpapier verwendet. Hier ein kleiner „Hinter den Kulissen“-Shot!

 

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Investiere in deine Fotos

Ich finde es immer besonders schön, wenn man neue Dekorationen auf den Bildern sehen kann. Außerdem ist es mir wichtig, nicht immer dasselbe Geschirr für Foodfotos zu verwenden, da es auf Dauer echt langweilig werden kann. Auch hier gilt, dass einiges an Geschirr wiederholt auftaucht, genauso wie die Dekorationen, aber ich investiere regelmäßig in einen neuen Teller, neue Schüsseln, Gläser und Dekoartikel. Meine Mutter scherzt schon die ganze Zeit, dass ich mir bei meinem Auszug von Zuhause keine Gedanken um das Geschirr machen muss, denn das werde ich bis dahin zusammenhaben. Da ich mir allerdings oftmals nur ein Stück davon kaufe, wird es bei mir im Küchenschrank ziemlich zusammengewürfelt aussehen.

 

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Wenn ihr eure Fotos vielseitiger gestalten wollt, dann investiert! Ich finde, einmal im Monat kann man dafür schon ein paar Euro ausgeben, um schöne und ansprechende Bilder zu bekommen. Bei mir sind es im Durchschnitt um die 20 Euro pro Monat (manchmal mehr, manchmal weniger). Ich versuche hierbei auch ökonomisch & nachhaltig zu denken. Den Holzhirschkopf, den ihr auf dem Foto seht, habe ich ohnehin für den Adventskalender von meinem Neffen gebraucht. Doch bevor ich ihn in meine Bastelarbeiten miteingebunden habe, habe ich ihn kurzerhand für unsere „Rocher Kampagne“ als Dekoelement benutzt.

Tipp: Zwar kaufe ich meine Dekosachen am Liebsten bei Depot & Butlers, wo es ein bisschen teurer ist, aber oft findet man bereits bei Kik, Tedi oder anderen Euroläden günstige, schöne Sachen. Einfach die Augen offen halten.

Wichtig: Das Bild muss eine klare Linie haben und sollte nicht überladen aussehen. Man kann zwar viele Elemente verwenden und es trotzdem schaffen, das Bild nicht zu überladen, aber wichtig ist hierbei, dass man ein Auge für das „Stimmige“ bekommt. Das Produkt sollte immer noch im Fokus stehen und deutlich hervorstechen! 

 

Erzähle eine Geschichte

Schöne Food- und Produktfotografien müssen für mich eine Geschichte erzählen. Ich erschaffe gerne eine Szene, ja sogar eine kleine Welt. Erst das gibt einem Produktfoto den nötigen Charakter. Mit den Rocherbildern wollte ich ein kleines Christmasszenario erschaffen und bereits ein bisschen Weihnachtsstimmung erzeugen. Mit meinem Arrangement soll das Bild lebendig werden und ich hoffe, es wirkt auf euch optisch ansprechend.

 

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Außerdem liegt es mir stets am Herzen, das Produkt „aufzugreifen“. Damit meine ich beispielsweise, dass ich gerne darauf achte: was ist drin? Bei meiner Kürbissuppe gibt es unter anderem ein gutes Beispiel. Ich habe dafür ein bestimmtes Salz verwendet, welches in der Suppe drin, jedoch nicht sichtbar ist. Darum habe ich das Salz als Arrangement mit auf das Bild gepackt.

 

Salz 2 (1 von 1)

 

Für Madison Coco habe ich einen Grießschmarren mit Apfel-Trauben-Röster kredenzt. Warum wohl befinden sich Trauben und auch Mandeln auf dem Bild? Ganz einfach: weil sie eine Zutat der Speise sind. Abgesehen davon dienten mir hierfür auch Traubenblätter als Dekoration (passend zu den Trauben).

Ein weiteres Beispiel wäre das Bild mit dem Sirup. Da es sich hierbei um einen Vanillesirup handelt, habe ich als Dekoration Vanilleschoten verwendet. Gerade beim Essen ist es einfach, in die Dekoration zu investieren, weil man es danach schließlich genießen kann.

 

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Solche Dekorationselemente kann man übrigens auch wunderbar für Kosmetik verwenden. Ich selbst habe das zwar noch nicht gemacht, möchte das aber bei den nächsten Fotos beachten. Die Rede ist von Parfüms. Wenn ich über Parfüms eine Review schreibe, erkundige ich mich vorher genau, woraus sich die Duftkomponente zusammensetzen. Warum sollte ich die Zutat als Rohform nicht auch aufs Bild packen, wenn es optisch passt? Wenn das Parfüm nun beispielsweise Vanille enthält, würde ich auch hier eine Vanilleschote schön ins Bild drapieren. -HIER- habe ich allerdings ein Beispiel gefunden, wo ich die Duftrichtung aufgegriffen habe. Zwar handelt es sich um ein Badesalz und kein Parfüm, aber da dieses Badesalz nach Kokosnuss riecht, habe ich Kokosnussstücke im Bild platziert. (Erstes und letztes Bild)

 

Habe ein Auge für Details

Zwar geht es primär um das Produkt, aber es ist doch stinklangweilig, wenn man immer alles in ein und derselben Perspektive fotografiert. Darum spielt euch mit der Kamera. Versucht so viele Details wie möglich einzubauen, denn so wird euer Beitrag facettenreich. Auch Perspektivenwechsel sind Goldwert: frontal, von oben, seitlich etc. Bei unserer Ferrero Rocher Geschichte würde das folgendermaßen aussehen:

 

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Mehr aktiv als passiv

Das ist ein Punkt, an welchem ich bei mir selbst noch arbeiten möchte. Bei Foodfotos (aber auch bei DIY’s) ist es immer wieder toll, wenn man auch den Prozess des Entstehens sieht, z.B. Kochszenen. Das habe ich bis jetzt leider noch nicht geschafft, weil mir dafür oft eine helfende Hand fehlt. Auch schön: ein aktives „Die Speise wird jetzt gerade gegessen“-Foto. Dabei sollte man allerdings achten, dass der Teller immer noch schön aussieht und nicht schon alles durchgematscht wurde. Beispiel -HIER-

Ab und zu halte ich auch gerne als „Model“ her. Bei meinem Melonensorbet seht ihr beispielsweise, wie ich das Glas in den Händen halte. Da man nur meinen Oberkörper sieht, kann man es bereits als ein Detailfoto bezeichnen, die ich ohnehin sehr schätze. Bei dem Gucci-Foto hingegen zeige ich euch das Parfüm während der Verwendung (oder besser gesagt: ich schnuppere daran). Vor allem für Beautyprodukte mag ich so etwas ganz gerne. Bei Beauty finde ich es unter anderem auch klasse, wenn man nicht nur Swatches macht, sondern auch wirklich ein Make-up dazu schminkt. Das rundet den Post toll ab.

 

DSC_1307Gucci and me (1 von 1)

 

Grundlegendes und Wesentliches

  • Bei Food ist es mir wichtig, dass es schön angerichtet wird. Speisen, die aussehen, wie Erbrochenes, würde ich persönlich nicht auf den Blog stellen (auch wenn es noch so gut geschmeckt hat). Manche Speisen haben zwar die Eigenschaft, nicht so appetitlich auszusehen, aber es kommt nur darauf an, wie man es anrichtet und arrangiert. Beispiel: Eintopf. Googlelt das mal. Ihr findet gute Negativ-, wie auch Positivbeispiele.

 

  • Wenn wir schon beim Anrichten sind: steckt Liebe mit rein. Auch wenn das Essen nicht die oben genannte Eigenschaft besitzt und lecker aussieht: wenn man sich mit dem Anrichten wenig Mühe gibt, kann auch der bestgelungenste Kuchen nicht gut aussehen.

 

  • Seid stets bemüht, eure Bilder einzigartig zu machen.

 

  • Zu guter Letzt doch noch einen Techniktipp: Fotografiert immer im RAW Modus! 

 

Ich hoffe, die Tipps waren hilfreich und ihr könnt etwas damit anfangen. Wollt ihr noch mehr Einblicke in mein Bloggerleben? Wie wäre es mit einer Bloggerroutine oder Dinge, die mir beim Bloggen wichtig sind bzw. welche ich als grundlegend erachte. Oder habt ihr auch Lust, meinen Arbeitsplatz zu sehen? Falls ihr konkrete Wünsche habt, nur her damit!

Beautywunder: Kokosnussöl

In letzter Zeit gewinnt ein Öl mit fester Konsistenz immer mehr an Bedeutung. Die Rede ist von Kokosnussöl. Neuerdings kommt das aromatische Öl nicht mehr ausschließlich in der Küche zum Einsatz, sondern hat sich mittlerweile auch als beliebte Beautywunderwaffe etabliert. In einem richtigen Beautyjunkiehaushalt darf es nicht mehr fehlen, denn das Öl gilt als vielfältiges Körperpflegemittel. Selbst Topmodel Miranda Kerr ist seit Jahren bekennender Kokosnussölfan und soll sogar 4 Teelöffel am Tag davon verwenden. Aber was kann Kokosnussöl wirklich?

Zunächst wollen wir das feste, weißliche Öl einmal genauer unter die Lupe nehmen. Was steckt überhaupt drin? Obwohl das Öl über 90 % aus den ungesunden gesättigten Fettsäuren besteht, zählt es trotzdem zu einem gesunden Öl. Klingt ziemlich irreführend, aber das liegt daran, dass der Großteil aus mittelkettigen Fettsäuren (MCTs) besteht (über 60%). Davon ist besonders die MCT Laurinsäure stark vertreten. Der Vorteil von MCTs besteht darin, dass sie leicht verdaulich sind und sofort verstoffwechselt werden. Sprich Kokosnussöl wird sofort zur Energieproduktion genutzt und nicht als ungeliebtes Depotfett an Hüften und Bauch gespeichert. Wegen des hohen Anteils an gesättigten Fettsäuren sollte man das Öl trotzdem lieber dosiert verwenden, sofern man es in seine Ernährung miteinbauen möchte. Aber man kann das Öl auch anders verwenden, nämlich – wie bereits oben angesprochen – als Körperpflege. Hierbei müsst ihr die Dosis natürlich nicht auf wenige Teelöffel am Tag beschränken.

Seinen Einsatz findet das Öl besonders in der Haarpflege. Als natürliche Haarkur macht es trockene Haare babyweich. Eine Freundin von mir schwört auf Kokosnussöl und ich kann euch versichern, sie hat traumhaft lange und vor allem gesunde Haare. Das war auch für mich der Grund, warum ich das Öl nun verwende. Nach all den Jahren des Färbens und Glättens wurden meine Haare ganz schön in Mitleidenschaft gezogen. Natürlich ist mir bewusst, dass das Öl meine Haare nicht von heute auf morgen gesund machen wird, allerdings half mir bereits die erste Anwendung. Optisch sah das Haar gesünder aus und es fühlte sich auch besser an. Eine kaputte Haarstruktur kann zwar leider nicht mehr repariert werden, aber wenn mein Haar am Mittwoch wieder ein bisschen dunkler wird und die kaputten Spitzen abkommen, hoffe ich, dass das Kokosnussöl einen wertvollen Beitrag zu meiner Haarpflege liefern wird. Laut den positiven Aussagen einer Freundin sollte es aber funktionieren.

So wende ich das Kokosnussöl in der Haarpflege an: Ich verreibe mir abends zwei walnussgroße Portionen in den Händen, sodass das Öl ein bisschen wärmer und flüssiger wird. Danach knete ich es mir kopfüber in mein trockenes Haar. Das Öl kommt bei mir nur in die Längen und die Spitzen, den Ansatz lasse ich aus. Über Nacht bleibt es drin, bis es am nächsten Tag ausgewaschen wird. Dabei verwende ich nur mehr ein mildes Shampoo, denn alles, was zu reichhaltig ist, würde mein Haar nur beschweren.

Auch für meine Hautpflege verwende ich das Öl mit Vorlieben. Besonders trockene Stellen verschwinden in Nullkommanichts und dadurch, dass ich es nun öfters in den Händen habe, habe ich auch nicht mehr mit trockenen Händen zu kämpfen. Die sind nun permanent seidig weich. Am Liebsten verwende ich es allerdings nach dem Beine rasieren. Ich habe festgestellt, das Kokosnussöl ein gutes Mittel ist, um meine Haut nach einer Rasur zu beruhigen.

Neuerdings habe ich auch immer einen kleinen Tiegel (gut verschlossen) in der Handtasche. Herkömmliche Lippenpflegestifte haben leider immer die Eigenschaft, die Lippen auszutrocknen. Mit trockenen Lippen habe ich zwar sehr selten zu kämpfen, aber trotzdem möchte ich Kokosnussöl als natürlichen Lipbalm nicht mehr missen. Mit wenigen Zutaten kann man in Kombination mit Kokosnussöl auch tolle Peelings herstellen. Nächste Woche möchte ich euch ein Rezept dazu vorstellen.

Fazit: Ich selbst bin begeistert. Beanspruchtes, trockenes Haar schenkt es sofort nährende Pflege und lässt es zumindest optisch gut aussehen. Außerdem riecht es himmlisch. Wer Kokos mag, sollte es also unbedingt probieren. In der Küche habe ich Kokosnussöl bisher noch nicht verwendet, aber ich kann mir gut vorstellen, dass sich das bald ändern wird. Falls ja, gibt es natürlich ein Rezept. Vielleicht kann ich ja irgendetwas Kreatives zaubern.

Verwendet ihr auch Kokosnussöl?
Wie ist eure Meinung dazu.

Anti-Prüfungszeit-Stress: Organisation

Anti-Prüfungszeit-Stress

Organisation

 

Puh! Ein Post noch und dann haben wir es geschafft. Mir ist aufgefallen, dass ich mich in den letzten beiden Monaten doch zu sehr auf diese Lernreihe versteift habe. Darum freue ich mich, mich danach endlich wieder ein bisschen kreativ austoben zu können. In meinem Köpfchen schwirrt schon etliches Rohmaterial und -oh mein Gott- ich will es umsetzen. Ich will all das unbedingt umsetzen! Aber bevor ich zu ausschweifend über Dinge spreche, die nichts mit diesem Post zu tun haben, starten wir gleich mit der letzten Einheit meiner Lernreihe. Die Eule, die auf den ganzen Fotos auftaucht, ist übrigens Flipsy – Meine Motivationseule. Eulen haben nicht wirklich etwas mit Lernen, Studium und Schule zu tun, aber weil sie eben diese spezielle Funktion hat, durfte sie heute als Fotomodel herhalten.

Ich muss zugeben, in den letzten Tagen machte ich mir selbst sehr viele Gedanken darum, wie ich mein Studium organisiere und ob es überhaupt für euch relevant sein kann. Ich kam zum Schluss, dass ich damit eigentlich ganz gut fahre und es funktioniert, also warum nicht teilen, was ohnehin schon geplant war?

Was die Organisation betrifft, kann ein Studium schnell zu einer Lebensaufgabe werden. Im ersten Semester wusste ich selbst nicht, wie ich all das meistern soll. Alles war so neu, so surreal, einfach ein komplett neuer Abschnitt, der mir eine vollkommen neue Welt eröffnet hat, die ich bis dato nicht kannte. Niemand war mehr da, der mir in einem langwierigen Prozess vorkaute, was ich zu tun hätte. Niemand hat mir die Arbeit abgenommen und niemand hat für mich relevante Bücher bestellt. Ich stand vor einer dicken Mauer, um mich herum Studenten, die mehr Ahnung zu haben schienen, als ich selbst. Und ich fühlte mich aufgeschmissen. Als allmählich die Prüfungszeit kam, war die Organisation richtig schwierig für mich und vor allem im ersten Semester stellte ich mir die Frage, ob ich überhaupt für das Studieren gemacht sei. Ich bin froh, dass ich diesen Dschungel durchquert habe, dazulernte, ohne jemals einen Gedanken daran zu verschwenden, tatsächlich aufzugeben. Ich habe es einfach durchgezogen, weil ich dieses Ziel, die Uni abzuschließen, unbedingt erreichen wollte und bis heute möchte. Zum Glück sieht jetzt die ganze Sache schon ganz anders aus. Ein Licht am Ende des Tunnels ist in Sicht und ich habe bezüglich der Selbstorganisation sehr viel dazu gelernt. Und ich bin selbstständiger geworden. Ob mir das auch an der Fachhochschule gelungen wäre? Wohl kaum! 

So unbezwingbar der Unialltag im ersten Semester erscheinen mag, so schwierig und konfus alles wirkt, am Ende ist alles gar nicht so aussichtslos, schwierig und schlimm. Ganz im Gegenteil. Wenn man nach dem Ideal geht, sollte man vorher alle notwendigen Vorlesungen besuchen, bevor man zur Prüfung antritt. Für mich persönlich ist das nur im ersten Semester wirklich sinnvoll. Leider kann ich nur für mein Lehramtsstudium Geographie und Psychologie/Philosophie sprechen, aber im ersten Semester gab es für mich keine Seminare, keine Kurse, Übungen oder ähnliches. Ich blieb sozusagen auf den Vorlesungen sitzen und bevor ich mir ein faules, erstes Semester machte, habe ich die Vorlesungen besucht.

Wie sich herausgestellt hatte, hat es gefruchtet und seinen Sinn erfüllt. Ich weiß, Vorlesungen sind immer so eine Sache. Es gibt keine Anwesenheitspflicht, was uns praktisch den Freifahrtschein ausstellt, einen auf faule Socke zu machen. Es rentiert sich spätestens zur Prüfungszeit, denn bleibt man am Ball und besucht die Vorlesung aufmerksam, so muss man im Endeffekt nicht mehr so viel Lernaufwand für die Prüfung aufwenden. Wie ich bereits öfters erwähnt habe, ist Logik mein größtes Problemfach. Allerdings habe ich für die Prüfung nur zwei Tage gelernt, weil ich wirklich fast immer da war. Bestanden habe ich zwar nur mit Ach und Krach, aber ich habe bestanden und das wäre nie möglich gewesen, hätte ich nicht diese Zeit für die Vorlesung aufgewendet. Trotzdem bin ich keine Musterstudentin, die ausnahmslos jede Vorlesung besucht. Auch ich habe meine faulen Momente, oftmals interessiert mich eine bestimmte Vorlesung nicht wirklich oder es kommt zu Überschneidungen. Darum verzichte ich heute auf Vorlesungsprüfungen während der Prüfungszeit (mit Ausnahme von Logik) und so kann es auch schon einmal vorkommen, dass ich Prüfungen vorziehe, die ich eigentlich erst am Ende des Semesters nach Abschluss der Vorlesung machen müsste. Ich konzentriere mich während der Prüfungszeit viel mehr auf die Prüfungen, die einen immanenten Prüfungscharakter besitzen und ich demnach an einem Fixtermin schreiben muss. Des Weiteren besitzen Seminararbeiten die größere Priorität, denn die muss ich zu einem bestimmten Termin abgeben. Vorlesungsprüfungen mache ich, wie bereits erwähnt, oft unter dem Semester, wenn es nicht so stressig ist und ich ohnehin Zeit habe, Prüfungen dazwischen zu quetschen. Oftmals ist es zwar nicht der erste Prüfungstermin, aber für mich ist es wesentlich angenehmer, als während der Prüfungszeit auch noch für Vorlesungen zu lernen. Vor allem in Psychologie ist das schwierig. Für eine herkömmliche Psychologievorlesungsprüfung lerne ich gut einen Monat (siehe Entwicklungspsychologie I). Philosophievorlesungsprüfungen kann man wesentlich leichter dazwischenquetschen.

Wenn ich weiß, dass ich aus einem bestimmten Stoffmaterial (wie es bei Entwicklungspsychologie der Fall ist) ein Skript zusammenfassen möchte, mache ich das, wann immer ich Zeit habe und nicht erst kurz vor den Prüfungen. Entwicklungspsychologie 2 fasse ich jetzt schon zusammen, obwohl die Prüfung erst Anfang Mai ist. Leider weiß ich noch nicht ganz, ob ich nicht doch lieber eine andere Psychologieprüfung zu diesem Termin schreiben werde, weswegen es noch nicht klar ist, ob ich das Skript so schnell brauchen werde, aber wenn es schon mal da ist, ist es auch gut. Meine Zeit vergeude ich damit sicher nicht. Bei den Seminararbeiten entscheide ich mich bereits sehr schnell für ein Thema (sofern wir sie nicht zu zweit schreiben müssen), damit ich schon einmal anfangen kann. Das einzige, was ich oftmals ein bisschen hinauszögere, sind Hausübungen. Die werden oftmals leider erst kurz vor dem Abgabetermin gemacht, aber ich will mich nun drum kümmern, dass ich auch diese gleich am ersten Tag erledige, um mehr entlastet zu sein. Ich plane auch sehr viel. Das neue Semester wird bereits geplant, bevor es überhaupt beginnt. Ich mag es, wenn ich mich auf die Dinge einstellen kann, die vor mir liegen, ansonsten würde mich einfach alles erschlagen und ich käme in Zeitnot. Lieber einen Mehraufwand betreiben und entspannter studieren, als sich unterm Semester ein faules Leben zu machen und danach unter Druck stehen. Das ist die wichtigste Message, die ich euch zum Schluss noch mitgeben möchte und die ich mir selbst sehr zu Herzen nehme.

Ich hoffe, ihr konntet ein bisschen was aus diesem Feature mitnehmen. Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn es euch geholfen hat. Ihr könnt mir auch gerne davon berichten. Per Mail erreichte mich das eine oder andere Mal die Anfrage, ob ich mein „Zeugnis“ onlinestellen könnte, damit man den Erfolg auch schwarz auf weiß sieht (weil ich anscheinend doch mehr mit meinen Noten geprahlt hatte, als mir aufgefallen ist). Bitte habt Verständnis, dass ich das nicht tun werde. Es ist mir einfach viel zu privat, diese Dinge zu zeigen, aber ihr könnt vertrauen, dass es der Wahrheit entspricht, was ich euch gesagt habe. Auch ich habe manchmal nur ein Genügend erreicht, aber wie ich bereits erwähnt habe, auch wenn man das studiert, was man liebt, es gibt immer Lehrveranstaltungen, die einem nicht liegen, was bei mir in Philosophie die gute, alte Logik wäre.

 

Alle Posts zur Lernreihe:

Tipps gegen die Prüfungsangst

Tipps gegen die Prüfungsangst

Gib der Nervosität keine Chance

 

Die Uhr tickt! Unaufhaltsam bewegt sich der Zeiger in Richtung 9 Uhr. Panisch wechselt mein Blick zwischen der hässlichen Wanduhr in meinem Klassenzimmer und meinem dicken BWL-Buch hin und her. Nur noch wenige Minuten bis zum Klingeln! Nur noch wenige Minuten bis zum Test. Und mir kommt es so vor, als ob all das Wissen, das ich mir in den letzten Tagen so hart angeeignet habe, mir nahezu im strengsten Bulimielernstil in den Kopf gepresst habe, schon vor der Prüfung meinen Körper verlassen hat. Ich werde noch nervöser. Akribisch durchblättere ich mein Buch, rufe mir Begriffe in den Kopf und habe keine Definition dazu. Schnell noch einmal durchlesen. Auf welcher Seite war diese verdammte Inflation? Damn it! Die Nervosität erreicht den Höhepunkt und ich möchte nur noch eines. Abhauen!

Solche Momente bestimmten meinen Schulalltag, vor allem, als Tag für Tag eine andere Prüfung oder Schularbeit geschrieben wurde. Wenn ich mich so an meine Schulzeit zurückerinnere, war sie geprägt von Angst: Angst vor Prüfungen. Angst zu versagen. Meine Matura war der reinste Horror. Einen Tag vor der mündlichen Matura erlitt ich einen halben Nervenzusammenbruch, vor allem, als mir auffiel, dass ich ein ganzes Thema von einem meiner Maturafächer ausgelassen habe. Unbeabsichtigt und bis zum Schluss unbemerkt. Die halbe Nacht verbrachte ich auf der Toilette, anstatt mich vor diesem harten Tag auszuschlafen. Mir war schlecht und irgendwann lag ich nur noch im halbkomatösen Zustand auf den kalten Fliesen. Ich war den Tränen nahe, während der Hahn draußen bereits aus vollen Leibeskräften krähte und mir verriet, dass ein neuer Morgen angebrochen war. Ja, am Land gibt es das tatsächlich immer noch. Nachmittags war es dann soweit. Obwohl ich die halbe Nacht nicht geschlafen hatte, war ich aufgrund des Adrenalinschubs hellwach. Erst als nach den ganzen Prüfungen die Noten verkündet wurden, ging es mir wieder gut. Ich hatte mit einem Schnitt von 1,7 bestanden! Vielleicht fragt ihr euch, warum ich mich trotz dieser schlimmen Prüfungsangst dazu entschieden habe, zu studieren, anstatt dem Spuk ein Ende zu bereiten und mich in die Arbeitswelt zu stürzen. Nun, ich habe meine Prüfungsangst in den Griff bekommen. Atemnot oder rote Nervositätsflecken gehören schon längst der Vergangenheit an. Obwohl ich immer noch aufgeregt bin, wenn ich eine Prüfung oder ein Referat habe, komme ich mittlerweile ganz gut damit klar. Ein bisschen Adrenalin gehört dazu, denn es hilft, Leistungen zu erbringen. Heute weiß ich auch den Grund, warum ich unter einer starken Prüfungsangst litt: In mir schlummert(e) eine kleine Perfektionistin. 

Wie habe ich die Prüfungsangst in den Griff bekommen? Zunächst habe ich versucht, all die negativen Gedanken, die mich während der Schulzeit begleitet haben, abzustellen. Wenn ich damals eine Prüfung versemmelte, war das für mich ein halber Weltuntergang, begleitet von nagenden Gedanken, dass mein Leben jetzt wohl ein für alle Mal vorbei sei. Heute weiß ich, dass jeder einmal einen schlechten Tag hat und es lediglich Pech ist, wenn es genau an einem Prüfungstag ist. Ich weiß, dass das Leben trotz einer schlechten Note weitergeht und dass Gelegenheiten da sind, um es besser zu machen bzw. um mich zu verbessern. Es gibt wesentlich schlimmere Dinge auf der Welt und keiner wird mich verstoßen, wenn es einmal nicht so läuft, wie ich das gerne hätte. Natürlich stelle ich weiterhin Anforderungen und Herausforderungen an mich selbst. Es gibt Ziele, die ich unbedingt erreichen will und für die ich kämpfe, aber mein kompletter Lebensinhalt bezieht sich nicht mehr nur darauf, dass ich bloß nicht versagen darf. Ich glaube, seitdem ich diese Verbissenheit abgestellt habe, haben sich auch meine Noten wieder um einiges verbessert. Klar, es fällt mir weiterhin schwer, manche Dinge locker zu nehmen, aber wenn ich mich nie mit dem, was ich bereits geschafft habe, zufrieden geben kann, bringt mich das im Leben nun mal auch nicht weiter.

Prüfungsangst kann man auch damit gut bekämpfen, indem man früh genug zu lernen beginnt. Wenn man sich genügend Zeit nimmt, um sich vorzubereiten, braucht man im Endeffekt keine Angst haben. Selbstverständlich ist dieser Druck immer da, aber zumindest muss man sich selbst nicht vorwerfen, zu spät begonnen zu haben. Mir fällt es leichter, die Dinge ein bisschen lockerer zu nehmen, wenn ich mich gut vorbereitet habe. Unerwartete Wendungen können zwar immer auftauchen, aber dann weiß man es beim nächsten Mal besser. Ansonsten versuche ich am Tag vor der Prüfung einen kühlen Kopf zu bewahren und mich nicht mehr allzu viel zu stressen. Ich vermeide es, beim Busfahren noch einmal das Skript durchzulesen, sondern höre stattdessen lieber Musik, besser gesagt, Instrumentalmusik. Gesang würde mich wahrscheinlich wahnsinnig machen, weil ich dann nicht wirklich meine Gedanken ordnen kann.

Wer an Homöopathie glaubt, kann es auch mit Bachblütentropfen probieren. Meine Mutter schwört darauf. Ich selbst kann damit nicht viel anfangen. Mir hilft Kaugummikauen viel besser. Jedoch gibt es mittlerweile Bachblütenpastillen, die man wie Kaugummi zerkauen kann. Die Pastillen schmecken sogar ganz gut und sind in jeder Apotheke erhältlich. Eine weitere Hilfe war für mich eine Person, mit der ich darüber reden konnte. Sie hat mir wirklich sehr geholfen und ich glaube, dass der übertriebene Stress und diese unmöglichen Anforderungen, die ich an mich gestellt habe, ein weiterer Faktor war, dass ich überhaupt krank geworden bin. Magersucht zeichnet sich unter anderem durch solche „Symptome“ aus.  Keine Angst, übertriebener Perfektionismus und Prüfungsangst führen nicht automatisch zu einer Essstörung, aber es führt dazu, dass ihr euch psychisch kaputt macht und es besteht eine höhere Gefahr, an Burn-Out zu erkranken, darum sucht das Gespräch, wenn euch eure Angst nahezu auffrisst. Heutzutage dürfte es in jeder Stadt Beratungsstellen bzw. ein Beratungszentrum geben, die euch weiterhelfen können. Wenn euch eure Prüfungsangst fast zerfrisst, dann scheut euch nicht, dorthin zu gehen. Ich selbst bin zwar zu keiner Beratungsstelle gegangen, da ich bereits während meines Klinikaufenthalts daran gearbeitet habe, aber wenn ich nicht diesen Weg gegangen wäre, hätte ich es bestimmt in Anspruch genommen. Ihr werdet dadurch so viel über euch selbst lernen. Ich habe beispielsweise immer gedacht, dass der Perfektionismus erst mit der Magersucht gekommen ist, aber im Endeffekt war er schon vorher da, nur nicht so ausgeprägt.

Ich hoffe, ich konnte euch ein paar wertvolle Tipps geben, wie ihr eure Angst in den Griff bekommen könnt. Vergesst nie: Ihr seid Menschen und nicht alles perfekt machen zu können ist menschlich. Ihr schafft das! Ganz bestimmt.

Sollte es euch allerdings so gehen wie mir und sich die Angst bereits in einer Essstörung zeigen, dann könnt ihr gerne meinen Post lesen, den ich über meine Erfahrungen mit der Krankheit geschrieben habe. Hier kommt ihr zu diesem Post. Im Mai wird es übrigens ein kleines Update dazu geben. Warum erst im Mai? Nun, da ist es genau 3 Jahre her, dass ich den Kampf dagegen aufgenommen habe und darum möchte ich noch bis dahin warten.

Packen wir es an: Motivationscoach

Versonnen und „betrunken“ von viel zu wenig Schlaf schlürfe ich in die Küche. Ich brauche jetzt erstmals einen Kaffee. Die gestrige Lernsession hatte es in sich und ich fühle mich gerädert, so, als hätte ich die ganze Nacht feuchtfröhlich gefeiert. Das einzige, womit ich mein Gehirn malträtiert habe, war allerdings kein Alkohol. Es war ein Buch, dessen glorreichen Inhalt ich mir auf irgendeine dubiose Art und Weise in die Birne pressen wollte oder besser gesagt, sollte! Es scheint so, als hätte ich es endlich hinter mich gebracht. Das Buch ist irgendwie in meinen Gehirnarealen hängen geblieben und schwirrt nun irgendwo zwischen Arbeitsgedächtnis und Langzeitgedächtnis umher. Wie ich das gemacht habe? Ich weiß es nicht! Als ich mich im Halbschlaf durch die Räumlichkeiten unseres Hauses schlängle, bleibt mir ein verdächtiger, weißer Papierstapel im Blickfeld hängen. Ist das nicht? Oh ja! Muss ich nicht noch auch? Oh ja! Mag ich noch? NEIN!!! Der verdächtige Papierstapel ist nichts anderes, als der Pack Papier, vollgeschrieben mit Theorien, den ich mir noch bestenfalls ins Langzeitgedächtnis stopfen sollte muss. Der Stoff, der in wenigen Tagen sitzen muss. Ob er danach vergessen wird, ist egal, aber ich darf ihn jetzt nicht vergessen. Ich könnte just in diesem Moment alles andere tun, nur nicht eines: Lernen. Ich mag nicht mehr! Die Motivation ist flöten gegangen und macht jetzt -fernab von meinem Geist- Urlaub irgendwo auf einer Südseeinsel, schlürft bunte Cocktails und erfreut sich an den schönen Seiten des Lebens. Ohne mich! Ungeniert hat es uns alleine gelassen: mich und meine Synpasen, Axone, Dendriten! Mein Gewissen rennt panisch im Kreis umher, der Klugscheißerteil irgendwo in mir fleht mich an, mehr Wissen zu bekommen, um eben mehr klugscheißern zu können und ich bin einfach nur eines: NICHT MOTIVIERT ZUM LERNEN!

Sind wir uns mal ehrlich. Solche Situationen kennen wir alle. Nicht nur in Bezug auf das Lernen, aber wir beschränken uns heute nur darauf. Jeder, der zur Schule geht oder studiert, weiß, dass es manchmal gar nicht so einfach ist, die notwendige Motivation aufzubringen, um konsequent zu lernen. Besonders am Anfang des Studiums fiel es mir unglaublich schwer, aber mittlerweile habe ich einen Weg gefunden, sodass solche Situationen, die ich euch schemenhaft oben beschrieben habe, nicht mehr allzu oft vorkommen. Selbstverständlich bin ich kein Roboter. Ich bin alles andere, als dauermotiviert. Zwar mag das manchmal so erscheinen, weil in meinem Terminkalender immer noch Platz für eine weitere Prüfung ist, aber wenn ich in einem Semester 10 Prüfungen oder Lehrveranstaltungen beendet habe, bin ich an dem Grenzwert angelangt, an dem sich meine Motivation spaltet wie ein atomisches Teilchen. Genau dann kommt es immer noch zu solchen Situationen, wie oben beschrieben, aber neben der allgemeinen, inneren Motivation, die ich besitze, gibt es zumindest noch ein paar Tricks, die mir helfen, um mich wieder zu motivieren und diese möchte ich heute mich euch teilen.

Setze dir realistische/nähere Ziele

Manchmal sitze ich vor meinem Buch, den Kopf in die Hände gestützt, verziert mit einem verträumten Gesicht und zufriedenen Seufzern. Das ist die Situation, in der ich mich im Tagtraumland befinde und mir vorstelle, wie ich in wenigen Jahren heißen werde. Gedankenverloren kritzle ich Frau Mag. rer. nat. Lisa Reiter auf meinem Collegeblock, überschreibe damit wichtige Lerninformationen und träume weiter. HALT! Ja, der Magister kann mir in kommender Zukunft gehören, sofern ich weiterhin brav lerne, angemessen viele Prüfungen mache und mich anstrenge, ABER der Magister ist noch weiter von mir entfernt, als eine schwierige Prüfung, die mir morgen bevorsteht (ihr erinnert euch an das orangene Buch, das sich öfters in einem Post der Lernreihe geschlichen hat) und ohne die es eben keine Möglichkeiten gibt, Zugang zur Diplomarbeit, geschweige dem überhaupt Zugang zur Diplomprüfung zu bekommen. Realistische Ziele werden Step by Step gemacht. Geht eine Hürde nach der nächsten an. Mein realistisches Ziel besteht jetzt darin, dass ich heuer in Psychologie und Philosophie mit den ersten Studienabschnitt fertig werde. Dafür fehlen mir noch insgesamt 5 oder 6 Prüfungen, ein Ziel, das in einem Semester machbar ist. Ziele, die in allzu weiter Ferne sind, frustrieren, weil es länger dauert, bis wir sie erreichen können und dementsprechend eliminieren wir damit selbst das schöne Gefühl eines Erfolgserlebnis. Natürlich sollten auch Ziele, die noch etwas weiter von einem entfernt liegen, nicht aus den Augen verloren werden, aber konzentriert euch lieber auf nähere Ziele. Womöglich könnt ihr diese dann sogar übertreffen. Mein Ziel im letzten Semester war es, mindestens zehn Lehrveranstaltungen zu besuchen und alle zu bestehen, egal, mit welcher Note. Das Endresultat war letztendlich, dass ich fast 20 Lehrveranstaltungen und Prüfungen absolviert und die meisten davon mit den Noten Sehr Gut oder Gut bestanden habe.

 

Belohne dich – aber nicht zu oft!

Belohnungen gehören einfach dazu, aber ich bin ein strikter Gegner davon, wenn man sich nach jeder Prüfung materiell belohnt. Für eine einzige Prüfung belohne ich mich so gut, wie nie, es sei dem, es handelt sich hierbei wirklich um eine happige Prüfung, bei denen bereits andere Studenten vor mir in die Verzweiflung getrieben wurden. Wenn ich mir etwas Teureres, Materielles wünsche, dann gönn ich es mir in der Regel nach 5 Prüfungen, jedoch muss es nicht immer etwas Materielles sein. Schöne Ausflüge oder eine Partynacht sind auch schöne Belohnungen. Das lässt nun wahrscheinlich darauf schließen, dass ich am Wochenende nicht so oft fortgehe. Das stimmt. Seitdem ich studiere, bin ich höchstens alle drei Monate unterwegs. Für mich ist es auch Belohnung genug, wenn ich meine Mutter über gute Noten informiere. So ein Lob tut gut und nein, das ist kein „Fishing for Compliments“ und wenn doch, dann erfüllt es zumindest seinen Zweck.

 

Sieh das Licht am Ende des Tunnels

Es gibt so Situationen beim Lernen, die scheinen ausweglos und auch, wenn man weiß, dass es irgendwann vorbei ist, dass Licht am Ende des anderen Tunnel sieht man nur sehr schwach, wenn überhaupt. Nützt eure freien Minuten, die euch zur Verfügung stehen für einen Spaziergang und denkt darüber nach, was euch nach der ganzen Lernerei wieder erwartet. Genau, das Leben geht weiter und ihr habt wieder viel mehr Freiheiten, um das zu tun, was ihr gerne tut. Ich freue mich wieder auf mehr Zeit für meinen Blog, für meinen Käfer und meine Freunde, außerdem freue ich mich, wenn in meinen Gedanken wieder viel mehr Platz für Kreativität ist. Die befindet sich gerade wegen Platzmangel im Langzeitgedächtnis in Kisten gepackt im Keller meines Gehirns, aber nur noch exakt 24 Stunden, bis ich sie wieder hervorkramen kann.

Ärgere dich nicht über nicht so gute Noten

Sicher ist es ärgerlich, wenn man für eine Prüfung so viel lernt oder sich für ein Seminar so viel Mühe gibt und am Ende bekommt man eine 4. Natürlich ist man anfangs enttäuscht und ich muss zugeben, dass auch ich von 3 Schandflecken in meinem Zeugnis alles andere als amused war, aber gut, die drei Genügend kommen eben vom Lernen auf dem letzten Drücker, was solls. Davon lasse ich mir nicht die Laune verderben. Zumindest habe ich alles mit einer positiven Note geschafft und eine 4 ist kein Weltuntergang. Darum macht euch nicht zu viele Gedanken, selbst den Besten kann es passieren, dass sie eine 4 bekommen. Wenn ihr euch zu viel ärgert, führt das nur zu negativen Gefühlen und die kann eine Motivation nicht gebrauchen.

 

Kämpfe für dich selbst

Mir geht es momentan so, dass viele meiner Studienkollegen, die zur gleichen Zeit mit dem Studium begonnen haben, wie ich, etwas weiter sind, als ich. Der lange Krankenhausaufenthalt und die anderen ungeplanten Wendungen in meinem Leben haben Spuren hinterlassen. Früher war ich richtig deprimiert, weil ich viele Sachen erst machen muss, die andere im gleichen Semester schon haben. Das hat auch zu einer bestimmten Demotivation geführt, weil ich alles aufholen wollte, aber aufgrund meiner Hektik nicht wirklich vorangekommen bin. Heute habe ich mich damit abgefunden. Die Umstände waren eben da und haben dazu geführt. So what! Und auch wenn es diese Umstände nicht gegeben hätte, würde ich mich heute nicht mehr unterkriegen lassen. Oftmals ist nicht Faulheit dafür verantwortlich, dass man hinterherhinkt. Mangelnde Fixplätze, Studentenstaus und Ähnliches tun ihr übriges. Auch wenn man faul war, so what? Es geht niemanden etwas an. Kämpfe für dich selbst, lasse dich von anderen, vermeintlich „besseren“ oder „schnelleren“ Studenten nicht einschüchtern und finde dein Tempo. Wenn du wirklich etwas für die Uni tust und aus bestimmten Gründen nicht vorankommst, dann lass dich nicht entmutigen. Du kämpfst für dein Ziel und das ist alles was zählt. Jeder studiert von sich aus, für sich und am Ende zählt nur das Endresultat. Dass du das Hauptziel erreichst!

 

Erinnere dich, warum du das machst!

Willst du dir damit deinen Traum von einem bestimmten Job erfüllen? Studierst du dein Fach rein aus Interesse, um deinen Horizont zu erweitern? Oder willst du dich beruflich weiterentwickeln? Arbeitest du später mit Kindern zusammen, was dir bestimmt große Freude bereiten wird? Erinnere dich, warum du dein Studium studierst oder warum du deine Matura machst und selbst die schlimmste Prüfung wird am Ende nicht so schlimm erscheinen, denn du machst diese Prüfung nicht ohne Grund. Du tust es, um etwas zu erreichen, dass später dein Leben erfüllen wird/kann.

How to study Philosophy: Meine Tipps

How to study Philosophy

Meine Tipps

Nachdem mich letzte Woche eiskalt die fiese Grippewelle erfasst hat, musstet ihr auf meine Lernreihe letzten Mittwoch leider verzichten. Ich wollte wirklich mein Bestes geben, aber ich ertrank förmlich in einem Meer von Taschentüchern, konnte nichts riechen und schmecken und sah wie ein Zombie aus „The Walking Dead“ aus. Ich hoffe, ihr seid von dieser bösen, gemeinen Grippewelle verschont geblieben. Ansonsten: Gute Besserung!

Da ich mich letzte Woche eher mit dem philosophischen Aspekt und der sinnbildenden Frage beschäftigt habe, warum Hustensaft grauslich schmeckt und wie um Gottes Namen die Viren in meinen Körper gelangt sind, freue ich mich, dass ich nun ein bisschen etwas über „richtige“ Philosophie schreiben kann.

Philosophie? Das ist doch das Fach, wo man sinnlos um den Brei herum quasselt und ohnehin zu keinem Ergebnis kommt. Philosophie? Da brauch ich doch eh nur meine eigene Meinung hinschreiben und schon hab ich eine 1. Philosophie? Dafür brauche ich nicht lernen. Ach ja, das sind sie, die tollen Vorurteile zur Philosophie und die Klischees, die mir mehr als nur einmal zu Ohren gekommen sind. Im Laufe meines Studiums wurde ich schon oft gefragt, ob man Philosophie wirklich lernen kann oder ob man tatsächlich nur seine eigene Meinung schreiben muss. Tja, ich kann euch versichern: So einfach ist das Philosophiestudium auch wieder nicht. Es wäre viel zu schön, wenn es anders wäre. Natürlich ist es im Vergleich mit anderen Fächern wie Psychologie oder Mathematik einfacher, ja, das mag schon sein, aber leider gibt es zur Philosophie auch sehr viele Vorurteile, mit denen wir Philosophen zu kämpfen haben. Warum ich mich nun selbst als Philosophin bezeichne, weiß ich nun auch nicht so genau, denn ich bin mehr natur- als geisteswissenschaftlich veranlagt, aber selbst ich schätze manche Werke der großen Philosophen. Zumindest haue ich gerne altkluge Zitate von den großen Gelehrten der Geschichte raus, wenn ich wieder einmal intelligent wirken möchte. Konfuzius, oh, du mein Meister. Soviel dazu. Vorweg gesagt (und um alle Klischees und Vorurteile aus der Welt zu schaffen): um ein Philosophiestudium zu bestehen, muss man schon lernen! Punkt!

Die große Schwierigkeite, die sich für mich (und bestimmt auch für viele andere) in der Philosophie auftun, nennt sich Logik. Logik ist die Wissenschaft von Argumenten und des richtigen Schlussfolgerns. Zugegeben, den Logikcode habe ich bis heute nicht vollständig geknackt, obwohl sich mein Nachhilfelehrer die größten Mühen gegeben hat. So hoffe ich zumindest, dass ich die Prüfung Ende Januar bestanden habe. Wahrscheinlich ist mein eigenes Gehirn anatomisch nicht dazu konzipiert, um solche komplexen Inhalte zu verstehen oder aber ich habe lediglich Piagest formaloperationales Stadium der kognitiven Entwicklung nicht erreicht. Beides könnte sehr gut zutreffen. Wer Logik bereits in der Schule durchgemacht hat oder es nun im Studium hat, der wird sehen: Philosophie bedeutet sehr wohl Lernaufwand. Und selbst zur Logik gehört es dazu, dass man sie versteht, denn ohne Verständnis wird man hier wenig Erfolg haben. Leider ist es mit den systematischen Grundlagen nicht abgetan. Sprich: Logik ist nicht das einzige, was man wirklich lernen muss, um eine Prüfung zu bestehen. Glaubt mir, ich habe es probiert und es funktioniert NICHT! 

Wenn es um viel Theorie geht, versteht es sich auch von selbst, dass man diese einfach lernen muss. Philosophen muss man einfach können, denn sie bilden die Basics. Ich merke bereits, dass ich immer mehr die Illusion zerstöre, dass man in einem Philosophiestudium nichts machen muss. Zusätzlich muss oder sollte man auch die ganzen Disziplinen der Philosophie (bestenfalls auch deren Vertreter) kennen, die es gibt und der Teich ist randvoll mit fetten Fischen: Ethik, Sprachphilosophie, Sozialphilosophie, Erkenntnistheorie, Rechtsphilosophie, Religionsphilosophie und wie sie alle heißen. Angenommen ich schreibe eine Konstruktivismusprüfung und schreibe mir nichts, dir nichts beliebige Antworten hin. Wenn diese Antworten eher in Richtung Ethik gehen, liegt es praktisch auf der Hand, dass ich durchfalle, denn Kostruktivismus gehört zur Erkenntnistheorie. Das, was Philosophie von den anderen Fächern abhebt, die ich studiere, ist der Aspekt, dass wir bei der Prüfung für gewöhnlich kurze Essays schreiben müssen. Auch die Fragen heben sich deutlich von meinen anderen Fächern Geographie, Wirtschaftskunde und Psychologie ab. Oft sind sie in langen Sätzen formuliert, manchmal sehr komplex, sodass ich zuerst akribisch damit beschäftigt bin, diese zu entschlüsseln. Aber jede Fragestellung hat ein Schlüsselwort, das mich in die richtige Richtung lenkt. Ich erinnere mich dunkel an die Ethikprüfung vor anderthalb Jahren zurück. Mein Professor, übrigens ein ziemliches Genie in seinem Fach, wie ich finde (MY BIG PROFESSOR LOVE – ich verehre seine Genialität), hat eine ziemlich irreführende Fragestellung auf den Testbogen hingehauen. Mein Schlüsselwort war in dem Fall „Objektivität“. In diesem Moment wusste ich, dass ich nur Platons Höhlengleichnis raushauen muss, um die Sache zu ritzen. Warum ich wusste, dass ich das verwenden konnte? Nun ja, es wurde in der Vorlesung rein zufällig gebracht, als es um das Thema Objektivität ging. Darum ist es ganz wichtig, dass ihr über die Inhalte in der Vorlesung Bescheid wisst. Von eigener Meinung ist bei vielen Prüfungen keine Spur. Nur manchmal werden Fragestellungen mit folgenden Floskeln ergänzt: „begründen Sie dies mit Ihrer eigenen Meinung!“ oder „begründen Sie!“ Auch das lässt daraus schließen, dass man mit dem Sachverhalt vertraut sein muss. Ganz wichtig!

Dennoch gibt es Möglichkeiten und Lehrveranstaltungen, in denen auch eure eigene Meinung gefragt ist. Das ist meistens in den Seminaren der Fall, in denen ihr Texte interpretieren müsst. Ich liebe es, Texte zu interpretieren und gerade in den Seminararbeiten ist Platz für eure persönlichen Ansichten. Selbstverständlich könnt ihr da auch nicht einfach so drauf los schreiben, denn ein gewisser Bezug zum Sachverhalt muss immer da sein, aber ihr habt die Freiheit, viel selbst zu interpretieren. Das Thema, über das ihr schreibt, dient als wichtiges Fundament, der ein stabiles Grundgerüst eurer Arbeit bildet. Seminare bilden auch einen guten Raum für Diskussionen mit anderen Studenten. Ihr glaubt gar nicht, was für Ansichten und Meinungen ich bereits gehört habe. Manchmal musste ich mich dabei sogar schmunzelnd fragen, über was andere Menschen eigentlich nachdenken, jedoch schätze ich, dass diese mehr philosophieaffin sind, als ich. Wenn ihr für die Schule Philosophie-Essays schreiben müsst, kann euch euch nur empfehlen, dass ihr einen wichtigen Punkt aus dem Philosophischen Text ausarbeitet, ggf. mit Sekundärliteratur und danach versucht ihr den Text selbst zu interpretieren.

Last but not least stellt sich nun die große Frage, wie man Philosophie lernt. Das ist manchmal gar nicht so einfach. Wenn es darum geht, Essays über Werke oder Ansichten von Philosophen zu schreiben, dann ist es wichtig, dass man die Texte, die prüfungsrelevant sind, auf Verständnis durchliest. Glaubt mir, das kann dauern. Nicht einmal ich verstehe jeden philosophischen Text beim ersten Lesen. Philosophische Texte muss man oft zerlegen, um sie zu verstehen und richtig interpretieren zu können und das bedeutet Arbeit, viel Arbeit, darum ist eine gute Zusammenfassung das A und O. Allerdings habe ich auch herausgefunden, dass es im Philosophiestudium sehr viel hilft, wenn man wirklich die Vorlesung besucht. Für Ethik musste ich damals kaum was lernen und ich brauchte mich nur auf meine Mitschriften stützen. Das hat für eine gute Note gereicht. Das nur so am Rande (und ist bestimmt auch nur für erstsemestrige Philosophiestudenten interessant). In der Schule bekommt ihr den ganzen Input ohnehin automatisch, denn ihr müsst schließlich bei den Unterrichtsstunden anwesend sein. Soweit ich weiß, ist in den Schulen Platons Höhlengleichnis gern ein kniffliges Problem für Schüler. Warum, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel (kann nur am Lehrer liegen). Keine Sorge, das Höhlengleichnis beispielsweise ich gar nicht so schwierig. Wenn man sich die Unterlagen ein paar Mal auf Verständnis durchliest, versteht man es ganz bestimmt.

Wenn ihr erst eine gute Zusammenfassung habt, dann verrate ich euch meinen Geheimtipp, wie ich Philosophie lerne. Dieser Lerntipp ist meine hochpatentierte, selbsterfundene und ausgeklügelte Methode des „Presentationlearnings“. Ihr fragt euch bestimmt: „Was zur Hölle ist das?“ Die Frage ist berechtigt. Presentationlearning oder Referatslernen, wie ich es ins Deutsche übersetze, ist das Verfahren, in dem man auf die Art und Weise für eine Prüfung lernt, als würde man für ein Referat lernen. Mir persönlich ist es wichtig, dass ich Referate beherrsche. Ich vermeide sehr oft Stichwortzetteln während einer Präsentation, weil ich das einfach nicht mag und darum lerne ich für Philosophieprüfungen genauso, wie für ein Referat: Ich lese Texte auf Verständnis durch, fasse sie zusammen, lese die Zusammenfassung auf Verständnis und übe die Texte so, wie ich Referattexte übe, sprich ich stelle mir ein Publikum vor, dem ich diesen Text präsentiere. Bestimmt ist da auch ein bisschen auswendig lernen dabei, aber im Grunde genommen lerne ich Texte für Referate nie auswendig. Ich kann sie nur deswegen wirklich auswendig, weil ich sie auf Verständnis lerne und noch mit dem Zettel in der Hand die Präsentation übe. Wenn mir mal nichts einfällt, ist nachschauen selbstverständlich erlaubt. So gelangt der ganze Input von alleine in meinen Kopf, denn macht man ein paar Durchgänge, beherrscht man die ganze Materie.

Wie ihr seht ist Philosophie sehr wohl mit lernen verbunden. Die eigene Meinung ist zwar gefragt, aber wenn ihr mit eurer eigenen Meinung keinen Sachverhalt aufbauen könnt, nützt sogar die interessanteste Meinung nichts. Der Professor merkt, wenn ihr euch mit der Sache nicht auseinandergesetzt habt und willkürlich Meinungen raushaut. Er merkt, wenn ihr den Sachbezug nicht versteht. Philosophie ist mit viel lesen verbunden und natürlich unterscheidet sich ein Philosophiebuch von einem Roman, aber sie sind durchaus lesenswert, wenn man sich mit der Materie gerne auseinandersetzt.

How I study: Meine persönlichen Tipps

How I study

Meine persönlichen Tipps

Himmel, wie die Zeit vergeht. Wir haben schon wieder Mittwoch und das bedeutet, dass es heute wieder mit meiner Lernreihe weitergeht. Wie versprochen möchte ich heute meine persönlichen Lerntipps weitergeben. Es ist gar nicht mehr so viel, denn wie mir bereits selbst aufgefallen ist, nutze ich sehr viel von den psychologischen Lerntipps, die ich euch -HIER vorgestellt habe. Mir selbst war das gar nicht so bewusst, aber seht ihr, so lerne sogar ich noch von meiner Lernreihe. Einige Tipps habe ich aber trotzdem noch im petto. 

Kärtchen

Die Kärtchen scheinen sehr beliebt zu sein, denn ich bin gewiss nicht die einzige, die mit dieser Methode lernt. Mir ist dabei allerdings sehr wichtig, dass auf die Kärtchen wirklich nicht allzu viel drauf steht. In meinen Augen sind die Kärtchen ein No Go, um ein ganzes Thema draufzuquetschen. Darum nutze ich persönlich die Kärtchen ausschließlich für Definitionen. Das ist ganz praktisch, vor allem, wenn ich eine große Menge zu lernen habe und es im Zuge dieser Lernsession immer wieder zu wichtigen Definitionen kommt, die prüfungsrelevant sind. Definitionen vergisst man gerne, jedenfalls geht es mir so. Auf die Kärtchen kann ich diese ganz bequem notieren. So tue ich mir leichter, wenn ich zwar schon auf Kapitel 7 bin, aber die Definition vom ersten Kapitel immer noch perfekt können muss. Ein weiterer Pluspunkt: beim Notieren der Definition prägt ihr sie euch automatisch ein, sodass ihr sie später besser auswendig lernen könnt. Zudem gliedere ich die Kärtchen via Farben, sprich ein Überthema bekommt eine Farbe, z.B. Deprivation, Resilienz usw. Das sind alles Themen, die zu dem Überthema: „Entwicklung der Kinder unter negativen Umständen“ gehören. Da passt die Anlage, also die Gene, beispielsweise gar nicht dazu. Für die habe ich dann eine neue Farbe verwendet, sodass ich weiß, dass das eher zu den Biologischen Dingen gehört. Ihr könnt mich all diese Definitionen abfragen und ich versichere euch, ich kann sie euch auswendig sagen. Abends lese ich mir die Definitionskärtchen gerne noch durch. So vergesse ich viel, viel weniger.

Post-Its

Wenn ich ohne Post-Its lerne, dann fühle ich mich wie Biene Maja, die keinen Honig hat und akribisch nach Willi sucht, um endlich neuen Honig zu besorgen. So, oder so in etwa. Post-Its sind praktisch bei Ergänzungen. Man kann sie bequem ins Buch oder auf das Skriptum kleben und sie lassen sich später prima entfernen. Das ist gut, wenn ihr ein teures Buch für die Uni habt, das ihr später verkaufen möchtet. So könnt ihr schon während der Vorlesungen die Ergänzungen auf das Post-It schreiben und müsst nichts ins Buch kritzeln. Wie ihr seht, werde ich mein Buch nicht verkaufen, denn ich habe es bereits fleißig markiert. Textmaker sind mir auch sehr wichtig, ohne sie ist es fast noch schlimmer, als ohne Post-Its. Dabei ist es wichtig, nur das Notwendigste zu markieren. Wie ihr seht, habe ich das noch nicht so ganz raus, aber das wird noch. Um noch einmal auf die Post-Its zurückzukommen: auch die kleineren, dünneren Post-It’s sind sehr ideal. Gerade, wenn es darum geht, eine Grafik zu beschriften. Auf dem Bild seht ihr einen vier Wochen alten Embryo. Dank der dünnen Post-Its, könnte ich genau beschreiben, wo sich die Armknospen, das Auge und das Innenohr befindet. 

Ein eigenes Skriptum schreiben

Wenn es für mich etwas schlimmes gibt, dann kann ich eindeutig sagen: Aus dem Buch lernen. Für mich gibt es nichts Nervenaufreibenderes, als das und genau da habe ich persönlich auch die größten Differenzen. Mein persönlicher Weg besteht nun darin, das Buch auseinanderzunehmen. Keine Sorge, das ist nur wörtlich so gemeint, im Grunde genommen mache ich aus dem Buch ein Skriptum. Mir fällt es dann wesentlich leichter, zu lernen. Es mag zwar ein enormer Mehraufwand sein, vor allem, wenn man bedenkt, dass ich aus diesem Buch, das sich nun schon seit geraumer Zeit auf die Bilder schleicht, für eine Vorlesungsprüfung 7 Kapiteln zusammenfassen muss. Ein Buch beinhaltet jedoch so viele ellenlange Sätze, die im Grunde genommen irrelevant sind. Da mich das alles viel zu sehr verwirrt, ist das für mich der beste Weg und man lernt bereits bei der Zusammenfassung unbewusst mit, sodass es dann, wenn ich nur noch nach dem Skriptum lerne, sehr leicht ist, mir den Stoff einzuprägen. Man könnte eventuell auch einen Fragenkatalog daraus machen, aber mir persönlich ist ein Skript lieber.Der letzte Tipp, den ich für euch habe, ist zwar kein lernbezogener Tipp, aber er hilft extrem. Geht immer früh genug schlafen. Am besten vor Mitternacht. Es ist egal, wie lange ihr am nächsten Tag ausschlafen könnt, aber es ist immer leichter, wenn ihr vorher schlafen geht. Mir geht es jedenfalls so, dass ich mich danach immer besser konzentrieren kann. Außerdem steht man automatisch früh genug auf, dass man schon vormittags gut lernen kann. Ich habe dann meistens das Gefühl, dass mein Gehirn wieder aufnahmefähiger ist und der Lernprozess geschieht mir wesentlich leichter. Ansonsten achtet, dass ihr beim Lernen ungestört seid. Manchen hilft es, wenn sie währenddessen Musik hören. Ich kann das beispielsweise gar nicht. Aber wenn es euch hilft, dann macht es. Weiters könnt ihr im Zuge des Lernens auch herausfinden, welcher Lerntyp ihr seid. Seid ihr eher der visuelle Typ, der auditive oder vielleicht sogar der kommunikative oder motorische Lerntyp. Ich selbst bin eine gute Mischung aus allen Lerntypen. Ich lerne gerne laut sprechend und beim Wiederholen muss ich immer in Bewegung sein. -HIER könnt ihr einen Test machen, welcher Lerntyp ihr seid. Ich finde ihn gar nicht so schlecht, obwohl ich meinen Lerntyp bereits gut kenne, was mir im Übrigen auch der Test bestätigt hat. Daher – für gut befunden.

Einen weiteren Lerntipp hätte ich noch, aber der kommt dann erst nächste Woche, wenn ich euch erzähle, wie man Philosophie lernen kann, da sich diese Methode hierfür hervorragend eignet.
Ich hoffe, ihr konntet auch in diesem Post einiges mitnehmen und vielen Dank für die positiven Kommentare bei dem letzten. Nächsten Mittwoch geht es dann wieder weiter.