Tag : Universität

Life Update #9: Hello New Chapter!

Die Blätter verlieren ihr sattes Grün und erstrahlen in den prächtigsten Herbstfarben: Rot, gelb, orange und braun. Am Boden stapeln sich Laubhaufen, die ich als Kind immer durcheinander gewirbelt habe. Manchmal überkommt es mich sogar noch heute. Dann kommt das Kind in mir zum Vorschein und lässt die alten Zeiten wieder hochleben. Zumindest gedanklich, denn jetzt, wo ich erwachsen bin und selbst auch gelegentlich den Gartenrechen schwinge, weiß ich, wie viel Arbeit es ist, das Laub zusammenzukehren. Ja, eine neue Jahreszeit ist angebrochen und langsam, aber sicher verschwindet die Wehmut, den Sommer gehen zu lassen. Okay, das rede ich mir nur ein. Doch irgendwie habe ich auch nicht die Zeit dazu, mir Gedanken zu machen, dass mich die Sonne nun nicht mehr beim Aufwachen kitzeln wird.

A new chapter in my life is about to begin. Every single month, every single week, every single day, every single moment.

Es passiert gerade so viel in meinem Leben. Viel zu viel. Und all diese Eindrücke überrennen mich manchmal. Es ist schön, gerade so viel zu erleben. Zu erleben, wie jeder Tag etwas neues mit sich bringt. Darum wird es auch wieder einmal Zeit für ein kleines Life Update.


 

Life Update #9

Let’s start a New Chapter

Mein Neuanfang hat bereits im Juli begonnen. Das habe ich hier und auch hier und sowieso oft genug erwähnt. Aber Herbst ist eine Jahreszeit, die sich für mich auch immer wie etwas Neues anfühlt. Neue Herausforderungen erwarten mich und ich nehme Abschied von meiner liebsten Jahreszeit, dem Sommer. Ist der Sommer erst einmal vorbei, fühlt es sich an, als hätte ich ein Kapitel geschlossen. Jetzt bin ich gerade dabei, ein neues Buch anzufangen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Mein altes Journal hat seine Dienste getan. Auch wenn es noch nicht voll ist, ist es momentan nur noch mein Begleiter für To Do Listen. Ich habe ein neues angefangen und werde alle Gedanken, alle Worte, die mir im Kopf umschwirren fortan in mein neues Journal schreiben. Und mit Gedanken und Worten bin ich aktuell voller den je.

 

 

New People

Momentan befinde ich mich gerade in einem Stadium meines Lebens, in dem ich dazu bereit bin, neue Menschen in mein Leben zu lassen. Das fiel mir lange Zeit unheimlich schwer. Und irgendwie tut es das immer noch. Es fällt mir schwer, neue Menschen kennenzulernen (im Sinne von richtig kennenlernen – kurze Talks sind immer drin) oder andere Menschen, die bereits mit einem Fuß in meinem Leben stehen, näher an mich heranzulassen. Es ist immer wieder eine Premiere, wenn es gelingt. Aber ich merke immer mehr, wie gut mir soziale Kontakte tun und vor allem, wie schön es ist, diese auch zu festigen. Die Angst, verletzt oder enttäuscht zu werden, ist bei mir immer gegeben. Ich vertraue nicht schnell, aber ich rede gerne und viel, bin sogar bereit, mehr von mir preiszugeben, was jedoch nicht bedeutet, dass das ein Freifahrtschein in mein Leben ist. Ich schraube Erwartungen niedrig. Immer. Auch wenn es manchmal nicht so rüberkommt.

Doch eines kann ich mit Sicherheit sagen: Die Menschen, die es in mein Leben geschafft haben, waren und sind es wert.

 

 

New Experiences

Ich bin ein reflektierter Mensch, der alles gerne und lange analysiert. Planung ist mein halbes Leben, Spontanität oftmals fehl am Platz. Schon lange habe ich mir gewünscht, einen ticken spontaner zu sein. Einfach mal nicht alles durchdenken und im Feinschliff analysieren, reflektieren und durchstrukturieren. Struktur ist wichtig in meinem Leben. Ansonsten würde das Chaos Überhand gewinnen, denn ich bin von Natur aus eine richtige Chaotin. Teilweise hat mich diese viele Planung ziemlich frustriert. Darum bin ich ausgebrochen und ganz spontan in eine Stadt gereist: Bratislava. Kurzerhand habe ich beschlossen, auch Blogger Lisa daheim zu lassen. Die Kamera blieb mit einer einzigen Ausnahme aus. Ein paar Instastories konnte ich mir jedoch nicht verkneifen, denn die Stadt war einfach zu schön. Allerdings wurde ich gefragt, ob ich einen Travelguide über Bratislava mache. Diesmal muss ich leider sagen: NEIN. Ich habe es zu sehr genossen, mal (fast) alles hinter mir zu lassen und diesem Wochenende alles dem Zufall zu überlassen. Dafür komme ich meinem Lebensziel schon ein Stückchen näher: Ich konnte eine weitere europäische Hauptstadt besuchen und zähle nun insgesamt 9 auf meiner Liste.

 

 

New Challenges

Als Bloggerin brauche ich ein dickes Fell, denn es gibt nicht immer lobende Worte für das, was man macht. Nicht jeder mag mich. Und es muss mich auch nicht jeder mögen. Ich mag auch nicht jeden. Es ist verständlich, dass man nicht Everybody’s Darling sein kann. Das sind nicht einmal die größten Influencer unserer Zeit, wie beispielsweise Caro Daur oder Leonie Hanne.

Ich komme mit fiesen Kommentaren gut klar, doch neulich musste ich mich mit einem richtigen Hate gegenüber meiner Person rumschlagen. Das kommt ziemlich selten vor. Das letzte Mal sogar vor zwei Jahren. Ist also wirklich schon ewig her. Richtigen Hate erfahre ich sonst eigentlich nicht, aber dieses Mal war es für mich alles andere, als leicht, mit diesen Kommentaren klarzukommen. Ich will dem Hate hier überhaupt kein Futter geben, aber ich habe das Gefühl, ich muss es niederschreiben, weil es sich um eine Sache handelt, die mir nahe geht: Meine Figur und mein Aussehen. Es ist nicht sehr angenehm, als anorektische Bitch bezeichnet zu werden, die ihrer Community etwas vormacht, indem sie Stories von sich beim Essen oder generell Essen postet. Ich habe damit gerechnet, dass das Thema wieder präsent werden könnte, nachdem von mir nicht mehr so viel übrig ist. Und ich habe nur darauf gewartet, bis ich darauf angesprochen werde.

Ich habe es schon in meinem letzten Life Update angeboten, mehr darüber zu schreiben, bin bis jetzt allerdings nicht dazu gekommen. Nach wie vor kann ich euch aber versichern, dass Magersucht überhaupt kein Thema ist. Ich denke jedoch, dass ich diesem Thema nun wirklich bald einen eigenen Post widmen muss.


 

 

October: A New Chapter

Unglaublich, aber wahr. Jetzt ist auch schon der September bald vorbei und wir starten mit dem 10. Monat im Jahr. Okay, okay. Ich übertreibe, haben wir doch noch 10 Tage, aber die gehen schneller vorbei, als man denkt. Für mich bedeutet das: Back to University. Ich bin ganz gespannt, was das neue Studium für mich bereit halten wird und freue mich vor allem auf eines: Einen geregelten Tagesablauf. Obwohl ich eher die Naturwissenschaftlerin bin, freue ich mich auf dieses geisteswissenschaftliche Studium. Ich bin gespannt, welche Lehrveranstaltungen auf mich warten und letztendlich auch, mit welchem Thema ich mich in meiner Masterarbeit beschäftigen möchte.

Ansonsten ist für Oktober nicht viel geplant. Neben dem Studienbeginn steht nur noch meine Sponsion auf dem Plan. Das bedeutet, ich bekomme meinen akademischen Grad in einem universitären Festakt vor Publikum verliehen. Ich stehe der ganzen Sache jedoch zwiegespalten gegenüber. Es ist komisch, im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen. Auf der anderen Seite ist es auch schön, für die eigene Leistung vor Publikum belohnt zu werden. Und ich kann diesen Tag mit meiner Familie und meinen liebsten Freunden verbringen. Besser kann der Oktober doch gar nicht starten.

 

Life Update #7: Magistra rerum naturalium

Auf das letzte Life Update folgt das nächste Life Update. Ja, auf My Café Au Lait wurde es in letzter Zeit so richtig ruhig. Noch ruhiger, als zu den Zeiten meiner Diplomarbeitsschreibphase. Aber wie die meisten von euch wissen, habe ich in den letzten Wochen ordentlich für meine Diplomprüfung gestrebert. Und jetzt ist dieser besondere Moment endlich gekommen, auf welchen ich schon so lange gewartet und hingearbeitet habe. Endlich kann ich diese Worte schreiben und euch nun mitteilen: Ich bin jetzt eine Magistra der Naturwissenschaften! Die Uni ist erfolgreich abgeschlossen. Und was bedeutet das für My Café Au Lait? Nun ja, das bedeutet: ICH BIN WIEDER DA! ZU 100 PROZENT!!!!!

 

Die „kleinen“ Hürden eines Studiums bis zur Magistra

Als ich vor fast 6 Jahren mein Studium aufgenommen hatte, wusste ich nicht, was mich erwartet oder ob ich überhaupt zum Studieren geeignet bin. Ich hatte von Anfang an das Ziel vor Augen, die Uni abzuschließen, aber ich war mir auch unsicher. Unsicher, ob ich so einer hohen Anforderung überhaupt gewachsen bin und ob ich auch nur ansatzweise mit dem Unisystem zurechtkommen werde. Und jetzt bin ich offiziell eine Akademikerin und vor meinem Namen steht nun der akademische Grad Mag.rer.nat.

Das Studium war für mich alles andere als leicht. Das hatte nichts mit dem Fachlichen oder dem Aufwand zu tun, sondern eher mit den Rahmenbedingungen, unter denen ich mein Studium absolviert habe. Als ich damit begonnen habe, befand ich mich gerade im schwersten Stadium meiner Magersucht. Inmitten des zweiten Semesters musste ich pausieren, weil ich nach einem Zusammenbruch im Krankenhaus lag und eine Therapie gegen meine Essstörung aufnehmen musste, um auch nur ansatzweise die Chance auf ein normales Leben zu haben. Ein Jahr später musste ich den nächsten Schicksalsschlag hinnehmen und im Laufe meines Studiums hatte ich auch erneut zwei anorektische Rückfälle. Und trotzdem habe ich es geschafft, mein Studium rasch fertig bekommen. Ich habe zwar zwei Semester über der Mindeststudienzeit studiert, aber angesichts der Tatsache, dass ich einige gesundheitliche und private Hürden meistern musste, dadurch insgesamt 3 oder 4 Semester einbüßen musste, war ich doch recht schnell fertig.

Und darum möchte ich an dieser Stelle mitteilen: Es ist alles möglich! Man muss nur an sich glauben, Fleiß und Motivation investieren und man darf niemals aufgeben. Damit will ich zeigen, dass man sich von der Magersucht oder einer Essstörung nicht unterkriegen lassen darf.

 

Die letzten Wochen vor der Prüfung

Die letzten Wochen vor der Prüfung waren nicht leicht. Ich bin eine Perfektionistin und mache mir meistens selbst immer einen immensen Stress vor Prüfungen. Wenn nichts perfekt sitzt, traue ich mich gar nicht zu einer Prüfung zu gehen.

Dieses Mal war es nicht anders. Psychisch ging es mir echt nicht gut, vor allem weil ich mir nicht die anspruchslosesten Prüfer ausgesucht habe. Warum ich diesen Weg für mich gewählt habe, brauche ich nicht näher erläutern, denn das hatte seine Gründe. Aber wie rede ich mir immer so schön ein: Nur was hart erarbeitet wurde, ist was wert. So oder so ähnlich. Dabei wäre ich manchmal echt gerne eine Minimalistin. Das heißt nicht, dass ich Lernminimalisten abwerte, ganz und gar nicht, denn dazu bedarf es ein hohes Maß an Intelligenz, um mit einer minimalistischen Herangehensweise erfolgreich zu sein. Nun ja, ich bin, wie gesagt nicht so und darum war ich in den letzten Wochen psychisch sehr angespannt.

Große Schwierigkeiten hatte ich mit knapp 400 Seiten philosophischen Texten. Die alle auch nur ansatzweise zu verstehen und sich damit konsequent auf die Prüfung vorzubereiten, war eine Herausforderung. Und vor dieser Prüfung hatte ich auch definitiv die größte Angst. Außerdem hasse ich unbekannte Situationen. Wenn ich nicht weiß, was auf mich zukommt, zermartere ich mir ständig den Kopf und werde dadurch ganz nervös. Aber wie wir wissen, ist es ja gut gegangen.

 

 

Die Prüfung und die Erleichterung danach

Da mich auf Instagram einige DM’s erreichten und mich einige von euch fragten, wie so eine Diplomprüfung abläuft, möchte ich darauf auch noch kurz eingehen. Am 05.07.2017 war es dann auch schon so weit. Prüfungstag. Obwohl ich die Tage und Wochen davor (ich habe insgesamt 5 Wochen gelernt) super nervös war, war ich nach dem Aufwachen am Prüfungstag irgendwie gar nicht mehr nervös. Das „Warum“ kann ich dabei gar nicht erklären und es wunderte mich selbst. Aber es hat sich trotzdem ein bisschen wie „Doomsday“ angefühlt. Dieser Tag hatte das Potential, einer der schlimmsten oder einer der besten Tage meines Lebens zu werden.

Ich sage es vorweg: Der ganze Stress und die Sorgen zuvor waren vollkommen umsonst. Die Prüfer sind richtig nett und ob man es glaubt, oder nicht, aber die meinen es echt gut mit einem. Sie wollen dir nichts böses, sondern genauso wie du, dass du durchkommst. Mein Prüfungsvorstand übernahm dabei den Part, mich zu beruhigen und alleine seine positive Stimmung hat sich enorm auf mich abgefärbt. Vor meinem Philoprofessor hatte ich trotzdem ein bisschen Angst, obwohl er auch immer supernett zu mir war. Aber es gab zwei Texte, die ich absolut nicht verstanden habe und nicht so gut konnte. Doch ich redete mir selbst ein, dass diese Texte nicht kommen werden und so war es dann tatsächlich. Vor Geographie hatte ich allerdings keine Angst, weil ich den Stoff draufhatte und was war dann? Ich habe kaum Fragen vom Stoff bekommen.

Wie so eine Prüfung abläuft, ist von Prüfer zu Prüfer unterschiedlich. Meine Prüfung hat sich doch etwas von den Prüfungen meiner Freunde abgehoben. Ich musste 20 Minuten meine Diplomarbeit präsentieren (wofür ich viel Lob bekommen habe), 20 Minuten geographische Fragen beantworten und 20 Minuten philosophieren.

In Geographie habe ich ein paar Statistikfragen bekommen. Das war nicht so toll, weil ich davon nichts gewusst hatte. Hätte ich es, hätte ich mich natürlich darauf vorbereitet. In Philosophie hingegen lieferte ich mir mit meinem Prof sogar eine richtige Debatte. Das scheint ihn beeindruckt zu haben, denn wider Erwarten wurde ich in Philosophie besser benotet, als in Geographie. Ich habe zwar in beiden Fächern ganz gute Note bekommen, aber in Geographie ärgerte es mich im Nachhinein, dass ich nur zwei Stofffragen bekommen habe, denn ich hatte wirklich viel drauf und letztendlich hat mir das meinen ausgezeichneten Erfolg gekostet. Das Lernen dafür hätte ich mir auch sparen können, aber es ist vorbei und ich habe es gut gemeistert. Als mir mitgeteilt wurde, dass ich es endlich geschafft habe, wurde ich sogar ein bisschen emotional, aber die Profs waren wirklich nett und so hat dann doch alles ganz gut gepasst.

Darum Leute, auch wenn eine Diplomprüfung wie ein „Big Thing“ klingt, in Wirklichkeit ist es nicht so, wie man sich das zuvor ausmalt. Es ist sogar nicht mal wie eine richtige Prüfung, sondern viel mehr wie ein Gespräch. Zumindest war es bei mir so und auch bei vielen anderen Freunden von mir war es so. Darum ruhig Blut, ihr werdet die Uni und den Abschluss bestimmt auch gut meistern. Vor einer Diplomprüfung braucht man echt keine Angst haben und den Stress davor kann man sich auch echt sparen. Wie es bei einem Defensio abläuft, weiß ich nicht, aber ich habe schon gehört, dass auch das überhaupt nicht schlimm ist. Darum wünsche ich all jenen von euch, die sich noch ein bisschen „durchquälen“ müssen alles erdenkliche Gute. Ihr schafft das!

 

 

Die Zeit nach dem Studium

In meinem letzten Life Update habe ich euch verraten, dass ich schon lange keinen Sommer mehr hatte, den ich so richtig genießen konnte. Aber dieser Sommer soll anders werden. Ich merke gerade, wie mir eine unglaubliche Last von den Schultern fällt. Meine ganzen Gedanken sind viel freier und ehrlich gesagt bin ich mit dem Privileg, mir meine Zeit so einzuteilen, wie ich das möchte, ganz schön überfordert. Aber da komme ich schon irgendwie rein.

Ein bisschen wehmütig bin ich dann doch, dass mein erstes Studium nun vorbei ist, weil ich einfach tolle Menschen dadurch kennen lernen konnte. Die Zeit mit meinen Studienkollegen werde ich sicherlich vermissen, aber zum Glück haben sich auch einige Freundschaften geschlossen und ich bin mir sicher, dass einige Kontakte auch bestehen bleiben. Aber jetzt werde ich den Sommer nutzen, um mich zu erholen, meinen Blog voranzutreiben und dann geht es auch schon mit dem nächsten Studium los. Ich bin ganz gespannt, ob ich es dieses Mal wieder durchziehen werde, weil ich es ja lockerer angehen möchte. Wenn es nicht klappen sollte, ist es nicht schlimm.

Manchmal kommen mir zwar noch Zweifel, ob es nicht besser gewesen wäre, mein Praktikum doch nicht gleich im Anschluss nach dem Studium zu machen, aber ich denke, das beruht auf der Tatsache, dass es einfach jeder so macht und es fällt mir oft schwer, aus der Norm zu fallen. Doch ich denke, es ist die richtige Entscheidung, dieses Jahr hauptsächlich als Bloggerin zu arbeiten und es mit einem weiteren Studium „nebenher“ zu versuchen. Wer weiß, welche Perspektiven sich mir dadurch eröffnen. Sogar meine Familie unterstützt mich bei dem Vorhaben.

Wenn es nicht dafür reicht, mal von dem Bloggen alleine leben zu können, dann werde ich es weiterhin nebenberuflich machen. Hauptsache ich kann schreiben, das ist das wichtigste. Mit solchen Themen gehe ich übrigens offen um. Ich denke, es ist kein Geheimnis, dass viele Bloggerinnen davon träumen, ihre Leidenschaft zum Hauptberuf zu machen. Und wenn man davon träumt, dann sollte man es einfach probieren. Auch dann wenn der Blog im Vergleich zu anderen noch kleiner ist, so wie meiner, aber mit viel Liebe und Herzblut kann man viel erreichen. Aber an dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass ich hier auf My Café Au Lait stets meine eigene Meinung vertreten werde. Ich stehe für meine Sichtweisen und Ideale ein, ich werde nicht angestrengt danach streben, dutzende Kooperationen zu bekommen, sondern auch nach wie vor viele Beiträge schreiben, die nicht bezahlt sind. Denn die Zeit zum Schreiben und zum Fotografieren will ich mir nehmen, auch wenn ich wieder ein bisschen hineinfinden muss. Aber das werde ich schon schaffen.

Ansonsten werde ich diesen Sommer auch nutzen, um viel Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden zu verbringen. Die kamen in den letzten Monaten viel zu kurz. Meinem Neffen will ich eine bessere Tante sein, die viel mehr Zeit mit ihm verbringt, denn der hat es natürlich nicht so ganz verstanden, wenn ich mal nicht mit ihm an den Spielplatz gehen konnte. Und heuer steht auch ein richtiger Familienurlaub an und darauf freue ich mich schon sehr.

 

Danke auch an euch!

Und die letzten Worte, dieses doch schon sehr langen Beitrags möchte ich dafür nutzen, um mich bei euch zu bedanken. Vielen Dank für die grandiose Unterstützung. Ihr habt mir stets gut zugeredet und wart mir auch eine riesige Stütze. Ich glaube, ohne euch hätte ich die Zeit nicht so gut gemeistert. Und ich werde mir was einfallen lassen, damit ich euch meine Dankbarkeit auch zeigen kann. Denn ihr als die besten Leser der Welt, habt das absolut verdient. Danke für alles.

Und weil es so schön war, hier ein Foto kurz nach meiner Prüfung. Es ist zwar nur ein Handyfoto, aber angesichts dessen, dass es einer der schönsten Momente meines Studentenlebens war, kann man das sicher auch verkraften.

 

 

Life Update #4: Ein kleiner Lichtblick

 

Oh Boy! In meinem Leben geht es momentan so etwas von drunter und drüber, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Es prasseln so viele Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse über mich herein, sodass ich gar nicht weiß, wie ich das alles in meinen Gedanken fein säuberlich strukturieren und ordnen soll. Aber alles von Anfang (und auch hier gut strukturiert).

 

Life Update #4

Uni

Gefühlt jedes Life Update beginnt mit dem großen Thema: Uni! Inzwischen bin ich nicht mehr so pessimistisch, wie noch am Anfang des Jahres. Klar, die englischsprachige Primärliteratur ist da und ja, die muss ich so weit auseinander nehmen, bis ich sie verstehe. Aber mittlerweile erkenne und ziehe ich auch die Vorteile daraus. Ich habe gelernt: Man versteht die Texte trotzdem besser, weil man sie intensiver durchliest und man bekommt doch so langsam eine Ahnung von der Materie. Juhu, ein kleiner Lichtblick.

Letztendlich war auch meine „Forschungswoche“ in meinem Untersuchungsgebiet eine wichtige Erfahrung, die ich machen musste, um endlich aus meinem „Diplomarbeitstief“ herauszukommen. Im Zuge dessen habe ich nicht nur fast meine ganzen letzten Daten mitgenommen, sondern auch die Unterstützung gemerkt und es ist toll, dass ich mit dieser Arbeit nicht ganz alleine gelassen wurde. Man sieht also: Der Abschluss ist doch nicht so gefährdet, wie ich anfangs geglaubt habe. Hashtag #graduationindanger werde ich auf Twitter somit hoffentlich nicht mehr wirklich brauchen.

Bedauerlicherweise bin ich mit den Interviews doch nicht ganz fertig geworden. Terminabänderungen kommen immer vor. Gerechnet habe ich damit nicht, aber das heißt für mich, dass ich noch einmal ran muss. Zuerst werden jedoch die bereits bestehenden Interviews transkribiert und das bedarf sowieso unzählige Stunden. Hätte ich mir nicht gedacht.

 

Blog

Der kommt momentan zu kurz. Die Gründe brauche ich nicht erläutern, denn die kennen wir alle. Doch an dieser Stelle DANKE für eure Unterstützung. Ihr macht mir immer wieder so viel Mut und schreibt mich trotz Zeitmangels nicht ab. Das große Verständnis lindert mein schlechtes Gewissen euch gegenüber erheblich. Zwar möchte ich den Blog endlich auf das nächste Level bringen, aber manchmal muss man seine Prioritäten anders setzen.

Trotzdem -und das kann ich schon einmal verraten- meine Grazer Blogger Mädels und ich sind gerade hochmotiviert dabei, unsere gemeinsamen Kooperationen zu planen. Es wird eine langfristige Geschichte sein, also seid gespannt. Wir hatten sogar schon unser erstes Fotoshooting als Grazer Blogger Team und es fühlt sich fast wie ein gemeinsames kleines Unternehmen an.

Außerdem ist es schön, dass ich mich auch auf die Unterstützung der Mädels verlassen kann, vor allem, weil ich mir als Diplomandin gerade ein paar Sonderrechte heraushole, aber auch in dieser Abschlussphase versuche ich, mich in unsere Zusammenarbeit so gut, wie es geht, zu integrieren.

Schaut doch gerne bei unserer Facebookseite vorbei. Wir freuen uns über jede Unterstützung.

 

Fotografie

Natürlich habe ich immer noch nicht genug davon, Menschen zu fotografieren. Ich habe mich in der Hinsicht wieder ein bisschen „weitergebildet“. Als die Bilder für meinen letzten Post gemacht wurden, habe ich selbstverständlich die Chance ergriffen, um auch Fotos von meiner Fotografin zu machen. Eine Hand wäscht die andere, würde ich sagen. Ob ich die Fotos online stelle, weiß ich noch nicht, weil ich sie mir erst ansehen muss, ob ich mit meinem eigenen Werk überhaupt zufrieden bin, aber ich bin glücklich, dass ich wieder ein bisschen mehr Zeit mit der Fotografie verbringen konnte. Die Liebe zur Fotografie wächst einfach von Mal zu Mal. Das habe ich ganz vergessen. Unglaublich, aber wahr.

Nichtsdestotrotz bin ich jetzt an einem Punkt angelangt, an dem ich merke, dass es einfach Dinge gibt, die ich mir nicht selbst beibringen kann. Darum möchte ich nach meinem Abschluss an der Uni unbedingt einen Fotografieworkshop besuchen.

 

Ernährung

Ich weiß, dass ihr immer großes Interesse am Thema Ernährung habt. Ich muss sagen, so ganz gut läuft es immer noch nicht. Jedenfalls nicht so, wie ich es mir wünsche, darum muss ich offen und ehrlich gestehen, dass ich momentan ein paar Schwierigkeiten habe und dass mir oft der Appetit fehlt. Wenn ich trotz Hunger in den Supermarkt gehe, bin ich oft überfordert und weiß gar nicht, was ich überhaupt essen mag. Irgendwie habe ich auf gar nichts Lust und dann doch wieder auf alles. Das wird sicher wieder besser. Ich bin zuversichtlich, dass auch der Appetit wiederkommt und denke, das ist einfach nur stressbedingt und der geht auch einmal vorbei.

 

Februargoals

Einfach überleben. Das wird sich so schnell nicht ändern. Ich bin es gar nicht gewohnt, mich so intensiv mit einem einzigen Thema zu beschäftigen. Nach wie vor ist es interessant, aber ein paar Hürden gibt es immer noch zu meistern. Ansonsten möchte ich es trotzdem schaffen, ein paar gut recherchierte Blogposts für euch rauszuhauen, denn auch wenn es gerade drunter und drüber geht: Seine Leidenschaft darf man einfach nicht auf Eis legen. Das heißt: Ich muss an meinem Zeitmanagement arbeiten. 

Auch mit meinen Freunden möchte ich wieder mehr machen, darum freue ich mich riesig darauf, wenn wir uns im Kino den zweiten Teil von Shades of Grey ansehen. Wer sieht sich den Film noch an?

 

Life Update #3: Über Pläne & Ziele

 

14 Tage ist das neue Jahr nun schon alt. Wow, wie die Zeit vergeht. Ich habe das Gefühl, sie fliegt nur so an mir vorbei, obwohl ich sie momentan am liebsten anhalten würde. Ich fürchte mich ein bisschen vor der Jahresmitte, weil diese Zeit für mich noch so ungewiss wirkt. Das Ende vom Anfang oder der Anfang vom Ende? Wir werden sehen.

 

 

Life Update

Über Pläne & Ziele im neuen Jahr

Okay, okay. Der letzte Satz klingt sehr, sehr pessimistisch. Den Anfang vom Ende wollen wir nicht heraufbeschwören und es wird bestimmt keinen Weltuntergang für mich geben, obwohl es sich momentan so anfühlt. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich freue, wenn ich das Wort Universität nicht mehr in meinem Blog niederschreiben muss, aber inzwischen ist es so ein großes Thema in meinem Leben, sodass dieses Wort doch noch in einigen Life Updates fallen wird. Ja, ja. Ihr als meine Leser wisst am besten, was mich aktuell beschäftigt und es ist immer noch dieses letzte Semester. Und das macht mir wirklich große Sorgen.

Doch kommen wir kurz zum Update: Mit der Uni ist soweit alles geritzt. Die letzte Prüfung habe ich bestanden und imaginär kurz die Sektkorken knallen lassen, bis ich mir wieder diese eine Sache in mein Bewusstsein gerufen habe: Diplomarbeit. Gestern habe ich endlich meine Praktikumsbestätigung abgeholt und somit ist auch die pädagogische Ausbildung meines Studiums abgeschlossen. Nächste Woche machen wir die letzte Seminararbeit fertig. Ich bin damit sozusagen scheinfrei, habe alles geschafft, was ich brauche und dann habe ich wirklich keine Ausrede mehr, mich nicht um meine Diplomarbeit zu kümmern. Weil ich meinen Teil zur letzten Seminararbeit schon so gut wie vollständig abgeliefert habe, bleibt mir momentan sowieso nichts anderes übrig, als mich an meine Abschlussarbeit zu setzen, schließlich möchte meine Wenigkeit doch irgendwann mal den Magister vor dem Namen stehen haben.

Also habe ich diese Woche versucht, meine Gedanken zu strukturieren und mir einen groben Plan zu erstellen. Was muss noch auf die To Do Liste, um ans Ziel zu kommen? Und als ich mir diese To Do Liste zusammengestellt habe, ist mir richtig schlecht geworden. Ich habe zwar schon einige Seiten geschrieben, doch irgendwie komme ich mir momentan echt planlos vor. Rechercheloch! HILFE!!!

 

 

Alles noch einmal von Anfang

Ich war richtig euphorisch, als ich mein Thema bekommen habe. Ich habe es geliebt und war stolz drauf. Obwohl mich mein Thema immer noch brennend interessiert, hasse ich es momentan ein bisschen. Nicht weil ich mich nicht mehr damit beschäftigen möchte, oder weil es mir zu schwer ist, sondern einfach weil ich nicht weiß, wie ich am besten an die Sache herangehen soll. Dabei habe ich mich wirklich gefreut, mich näher mit diesem Thema zu beschäftigen. Ich mag es nach wie vor, doch momentan verfluche ich es wirklich. Ich merke gerade den enormen Unterschied zwischen Seminararbeiten und Diplomarbeiten. Zumindest gibt es diesen Unterschied, wenn man es sich nicht allzu einfach macht und irgendein 08/15 Thema nimmt, welches schon x-mal untersucht wurde. Kommt an der Uni ja auch immer wieder vor. Und dann möchte ich mich selbst am liebsten schlagen, weil ich es mir selbst nicht leicht gemacht habe.

Seit Tagen nun schon gebe ich den Suchbegriff „Panik vor der Diplomarbeit“ bei Google ein und zumindest finde ich hier ein paar tröstende Foreneinträge. „Keine Angst – es geht fast jedem so. Jeder weiß am Anfang nicht, was er mit seinem Thema anfangen soll, doch dann geht es wie von selbst.“ Vorstellen kann ich mir das zwar nicht, aber nun gut, kurz vor dem Ende das Studium zu schmeißen, wäre wohl ziemlich bescheuert. Darum alles noch einmal von Anfang! Ich muss mich einfach nur zusammenreißen. Irgendwann wird mir der Knopf schon noch aufgehen und dann fühlt es sich so an, als würde nicht ich die Arbeit schreiben, sondern meine Hände tippen sie wie verzaubert von selbst. Aber das sollte am besten noch vor Mai sein, denn SPÄTESTENS da möchte ich abgeben. Lieber wär es mir natürlich früher.

 

 

Ziele und Pläne: Reisen

Natürlich sieht das Jahr nicht ganz so grau für mich aus. Zumindest gibt es einzelne Lichtblicke, die ich mir erhoffe. Geplant sind Reisen noch nicht, aber ich will unbedingt neue Städte in Europa besuchen. Da ich 2016 drei neue Städte kennengelernt habe, nehme ich es mir zum Ziel, auch im Jahr 2017 drei Städte zu besuchen. Rom wäre eine gute Idee, denn da der Vatikan eine Enklave in Rom ist, könnte ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Aber große Ziele und Pläne habe ich wirklich nicht, denn am Ende verschlägt es mich dann doch noch zu einem anderen Domizil. Das habe ich vor allem 2016 gemerkt. Am Plan stand Malta, letztendlich besuchte ich dann mit Ungarn, Slowenien und Deutschland doch andere Länder. Darum entscheide ich es spontan, doch bevor die lästigen Pflichten noch nicht abgeschlossen sind, will ich erstmals nicht verreisen. Ich weiß nicht warum, aber ich kann die Reise dann einfach nicht genießen, wenn ich noch andere Dinge im Hinterkopf habe.

 

Ziele

 

Ziele und Pläne: Blog & YouTube

Auch meinen Blog möchte ich wieder ein bisschen nach vorne treiben. Ich kann es immer wiederholen. Die Freude am Bloggen geht einfach nicht verloren. Klar, er wird in den kommenden Monaten wahrscheinlich etwas zu kurz kommen und ehrlich gesagt bin ich schon richtig froh, wenn ich meine Steuererklärung für den Blog pünktlich abliefern kann. Doch Café Au Lait ist gleichzeitig auch ein Lichtblick. Es gibt nichts, auf das ich mich mehr freue, als endlich wieder den Fokus auf mein Baby zu legen. Und wenn dann alles vorbei ist und die Uni dann hoffentlich endlich abgeschlossen wurde, gilt meine ganze Aufmerksamkeit nur noch dem Blog. Darum freue ich mich auf einen tollen Sommer, den ich endlich wieder richtig genießen kann. Ich liebe es einfach, meinen Blog mit Sommerthemen zu bestücken und das ist einfach ein ganz, ganz großes Ziel.

Inzwischen wird auch meine Leidenschaft für das Video drehen immer größer. Mittlerweile hat mein YouTube Kanal schon mehr Follower, als mein Blog bei Bloglovin und es macht mir einfach Spaß, dabei zuzusehen, wie mein Kanal wächst. Auch wenn er nur sehr langsam wächst, aber er wächst. Ich liebe es, mich mit meinem Schnittprogramm Final Cut Pro Trial auseinanderzusetzen und ich habe schon so viel neues entdeckt. Deswegen möchte ich unbedingt regelmäßiger Videos online stellen. Aber keine Angst: Mein Blog ist und bleibt mein Hauptmedium, denn was ist besser, als schreiben und fotografieren? Gar nichts!

 

Diese schönen Fotos hat Christina von Christina Waitforit von mir gemacht!

 

Tipps gegen die Prüfungsangst

Tipps gegen die Prüfungsangst

Gib der Nervosität keine Chance

 

Die Uhr tickt! Unaufhaltsam bewegt sich der Zeiger in Richtung 9 Uhr. Panisch wechselt mein Blick zwischen der hässlichen Wanduhr in meinem Klassenzimmer und meinem dicken BWL-Buch hin und her. Nur noch wenige Minuten bis zum Klingeln! Nur noch wenige Minuten bis zum Test. Und mir kommt es so vor, als ob all das Wissen, das ich mir in den letzten Tagen so hart angeeignet habe, mir nahezu im strengsten Bulimielernstil in den Kopf gepresst habe, schon vor der Prüfung meinen Körper verlassen hat. Ich werde noch nervöser. Akribisch durchblättere ich mein Buch, rufe mir Begriffe in den Kopf und habe keine Definition dazu. Schnell noch einmal durchlesen. Auf welcher Seite war diese verdammte Inflation? Damn it! Die Nervosität erreicht den Höhepunkt und ich möchte nur noch eines. Abhauen!

Solche Momente bestimmten meinen Schulalltag, vor allem, als Tag für Tag eine andere Prüfung oder Schularbeit geschrieben wurde. Wenn ich mich so an meine Schulzeit zurückerinnere, war sie geprägt von Angst: Angst vor Prüfungen. Angst zu versagen. Meine Matura war der reinste Horror. Einen Tag vor der mündlichen Matura erlitt ich einen halben Nervenzusammenbruch, vor allem, als mir auffiel, dass ich ein ganzes Thema von einem meiner Maturafächer ausgelassen habe. Unbeabsichtigt und bis zum Schluss unbemerkt. Die halbe Nacht verbrachte ich auf der Toilette, anstatt mich vor diesem harten Tag auszuschlafen. Mir war schlecht und irgendwann lag ich nur noch im halbkomatösen Zustand auf den kalten Fliesen. Ich war den Tränen nahe, während der Hahn draußen bereits aus vollen Leibeskräften krähte und mir verriet, dass ein neuer Morgen angebrochen war. Ja, am Land gibt es das tatsächlich immer noch. Nachmittags war es dann soweit. Obwohl ich die halbe Nacht nicht geschlafen hatte, war ich aufgrund des Adrenalinschubs hellwach. Erst als nach den ganzen Prüfungen die Noten verkündet wurden, ging es mir wieder gut. Ich hatte mit einem Schnitt von 1,7 bestanden! Vielleicht fragt ihr euch, warum ich mich trotz dieser schlimmen Prüfungsangst dazu entschieden habe, zu studieren, anstatt dem Spuk ein Ende zu bereiten und mich in die Arbeitswelt zu stürzen. Nun, ich habe meine Prüfungsangst in den Griff bekommen. Atemnot oder rote Nervositätsflecken gehören schon längst der Vergangenheit an. Obwohl ich immer noch aufgeregt bin, wenn ich eine Prüfung oder ein Referat habe, komme ich mittlerweile ganz gut damit klar. Ein bisschen Adrenalin gehört dazu, denn es hilft, Leistungen zu erbringen. Heute weiß ich auch den Grund, warum ich unter einer starken Prüfungsangst litt: In mir schlummert(e) eine kleine Perfektionistin. 

Wie habe ich die Prüfungsangst in den Griff bekommen? Zunächst habe ich versucht, all die negativen Gedanken, die mich während der Schulzeit begleitet haben, abzustellen. Wenn ich damals eine Prüfung versemmelte, war das für mich ein halber Weltuntergang, begleitet von nagenden Gedanken, dass mein Leben jetzt wohl ein für alle Mal vorbei sei. Heute weiß ich, dass jeder einmal einen schlechten Tag hat und es lediglich Pech ist, wenn es genau an einem Prüfungstag ist. Ich weiß, dass das Leben trotz einer schlechten Note weitergeht und dass Gelegenheiten da sind, um es besser zu machen bzw. um mich zu verbessern. Es gibt wesentlich schlimmere Dinge auf der Welt und keiner wird mich verstoßen, wenn es einmal nicht so läuft, wie ich das gerne hätte. Natürlich stelle ich weiterhin Anforderungen und Herausforderungen an mich selbst. Es gibt Ziele, die ich unbedingt erreichen will und für die ich kämpfe, aber mein kompletter Lebensinhalt bezieht sich nicht mehr nur darauf, dass ich bloß nicht versagen darf. Ich glaube, seitdem ich diese Verbissenheit abgestellt habe, haben sich auch meine Noten wieder um einiges verbessert. Klar, es fällt mir weiterhin schwer, manche Dinge locker zu nehmen, aber wenn ich mich nie mit dem, was ich bereits geschafft habe, zufrieden geben kann, bringt mich das im Leben nun mal auch nicht weiter.

Prüfungsangst kann man auch damit gut bekämpfen, indem man früh genug zu lernen beginnt. Wenn man sich genügend Zeit nimmt, um sich vorzubereiten, braucht man im Endeffekt keine Angst haben. Selbstverständlich ist dieser Druck immer da, aber zumindest muss man sich selbst nicht vorwerfen, zu spät begonnen zu haben. Mir fällt es leichter, die Dinge ein bisschen lockerer zu nehmen, wenn ich mich gut vorbereitet habe. Unerwartete Wendungen können zwar immer auftauchen, aber dann weiß man es beim nächsten Mal besser. Ansonsten versuche ich am Tag vor der Prüfung einen kühlen Kopf zu bewahren und mich nicht mehr allzu viel zu stressen. Ich vermeide es, beim Busfahren noch einmal das Skript durchzulesen, sondern höre stattdessen lieber Musik, besser gesagt, Instrumentalmusik. Gesang würde mich wahrscheinlich wahnsinnig machen, weil ich dann nicht wirklich meine Gedanken ordnen kann.

Wer an Homöopathie glaubt, kann es auch mit Bachblütentropfen probieren. Meine Mutter schwört darauf. Ich selbst kann damit nicht viel anfangen. Mir hilft Kaugummikauen viel besser. Jedoch gibt es mittlerweile Bachblütenpastillen, die man wie Kaugummi zerkauen kann. Die Pastillen schmecken sogar ganz gut und sind in jeder Apotheke erhältlich. Eine weitere Hilfe war für mich eine Person, mit der ich darüber reden konnte. Sie hat mir wirklich sehr geholfen und ich glaube, dass der übertriebene Stress und diese unmöglichen Anforderungen, die ich an mich gestellt habe, ein weiterer Faktor war, dass ich überhaupt krank geworden bin. Magersucht zeichnet sich unter anderem durch solche „Symptome“ aus.  Keine Angst, übertriebener Perfektionismus und Prüfungsangst führen nicht automatisch zu einer Essstörung, aber es führt dazu, dass ihr euch psychisch kaputt macht und es besteht eine höhere Gefahr, an Burn-Out zu erkranken, darum sucht das Gespräch, wenn euch eure Angst nahezu auffrisst. Heutzutage dürfte es in jeder Stadt Beratungsstellen bzw. ein Beratungszentrum geben, die euch weiterhelfen können. Wenn euch eure Prüfungsangst fast zerfrisst, dann scheut euch nicht, dorthin zu gehen. Ich selbst bin zwar zu keiner Beratungsstelle gegangen, da ich bereits während meines Klinikaufenthalts daran gearbeitet habe, aber wenn ich nicht diesen Weg gegangen wäre, hätte ich es bestimmt in Anspruch genommen. Ihr werdet dadurch so viel über euch selbst lernen. Ich habe beispielsweise immer gedacht, dass der Perfektionismus erst mit der Magersucht gekommen ist, aber im Endeffekt war er schon vorher da, nur nicht so ausgeprägt.

Ich hoffe, ich konnte euch ein paar wertvolle Tipps geben, wie ihr eure Angst in den Griff bekommen könnt. Vergesst nie: Ihr seid Menschen und nicht alles perfekt machen zu können ist menschlich. Ihr schafft das! Ganz bestimmt.

Sollte es euch allerdings so gehen wie mir und sich die Angst bereits in einer Essstörung zeigen, dann könnt ihr gerne meinen Post lesen, den ich über meine Erfahrungen mit der Krankheit geschrieben habe. Hier kommt ihr zu diesem Post. Im Mai wird es übrigens ein kleines Update dazu geben. Warum erst im Mai? Nun, da ist es genau 3 Jahre her, dass ich den Kampf dagegen aufgenommen habe und darum möchte ich noch bis dahin warten.

Packen wir es an: Motivationscoach

Versonnen und „betrunken“ von viel zu wenig Schlaf schlürfe ich in die Küche. Ich brauche jetzt erstmals einen Kaffee. Die gestrige Lernsession hatte es in sich und ich fühle mich gerädert, so, als hätte ich die ganze Nacht feuchtfröhlich gefeiert. Das einzige, womit ich mein Gehirn malträtiert habe, war allerdings kein Alkohol. Es war ein Buch, dessen glorreichen Inhalt ich mir auf irgendeine dubiose Art und Weise in die Birne pressen wollte oder besser gesagt, sollte! Es scheint so, als hätte ich es endlich hinter mich gebracht. Das Buch ist irgendwie in meinen Gehirnarealen hängen geblieben und schwirrt nun irgendwo zwischen Arbeitsgedächtnis und Langzeitgedächtnis umher. Wie ich das gemacht habe? Ich weiß es nicht! Als ich mich im Halbschlaf durch die Räumlichkeiten unseres Hauses schlängle, bleibt mir ein verdächtiger, weißer Papierstapel im Blickfeld hängen. Ist das nicht? Oh ja! Muss ich nicht noch auch? Oh ja! Mag ich noch? NEIN!!! Der verdächtige Papierstapel ist nichts anderes, als der Pack Papier, vollgeschrieben mit Theorien, den ich mir noch bestenfalls ins Langzeitgedächtnis stopfen sollte muss. Der Stoff, der in wenigen Tagen sitzen muss. Ob er danach vergessen wird, ist egal, aber ich darf ihn jetzt nicht vergessen. Ich könnte just in diesem Moment alles andere tun, nur nicht eines: Lernen. Ich mag nicht mehr! Die Motivation ist flöten gegangen und macht jetzt -fernab von meinem Geist- Urlaub irgendwo auf einer Südseeinsel, schlürft bunte Cocktails und erfreut sich an den schönen Seiten des Lebens. Ohne mich! Ungeniert hat es uns alleine gelassen: mich und meine Synpasen, Axone, Dendriten! Mein Gewissen rennt panisch im Kreis umher, der Klugscheißerteil irgendwo in mir fleht mich an, mehr Wissen zu bekommen, um eben mehr klugscheißern zu können und ich bin einfach nur eines: NICHT MOTIVIERT ZUM LERNEN!

Sind wir uns mal ehrlich. Solche Situationen kennen wir alle. Nicht nur in Bezug auf das Lernen, aber wir beschränken uns heute nur darauf. Jeder, der zur Schule geht oder studiert, weiß, dass es manchmal gar nicht so einfach ist, die notwendige Motivation aufzubringen, um konsequent zu lernen. Besonders am Anfang des Studiums fiel es mir unglaublich schwer, aber mittlerweile habe ich einen Weg gefunden, sodass solche Situationen, die ich euch schemenhaft oben beschrieben habe, nicht mehr allzu oft vorkommen. Selbstverständlich bin ich kein Roboter. Ich bin alles andere, als dauermotiviert. Zwar mag das manchmal so erscheinen, weil in meinem Terminkalender immer noch Platz für eine weitere Prüfung ist, aber wenn ich in einem Semester 10 Prüfungen oder Lehrveranstaltungen beendet habe, bin ich an dem Grenzwert angelangt, an dem sich meine Motivation spaltet wie ein atomisches Teilchen. Genau dann kommt es immer noch zu solchen Situationen, wie oben beschrieben, aber neben der allgemeinen, inneren Motivation, die ich besitze, gibt es zumindest noch ein paar Tricks, die mir helfen, um mich wieder zu motivieren und diese möchte ich heute mich euch teilen.

Setze dir realistische/nähere Ziele

Manchmal sitze ich vor meinem Buch, den Kopf in die Hände gestützt, verziert mit einem verträumten Gesicht und zufriedenen Seufzern. Das ist die Situation, in der ich mich im Tagtraumland befinde und mir vorstelle, wie ich in wenigen Jahren heißen werde. Gedankenverloren kritzle ich Frau Mag. rer. nat. Lisa Reiter auf meinem Collegeblock, überschreibe damit wichtige Lerninformationen und träume weiter. HALT! Ja, der Magister kann mir in kommender Zukunft gehören, sofern ich weiterhin brav lerne, angemessen viele Prüfungen mache und mich anstrenge, ABER der Magister ist noch weiter von mir entfernt, als eine schwierige Prüfung, die mir morgen bevorsteht (ihr erinnert euch an das orangene Buch, das sich öfters in einem Post der Lernreihe geschlichen hat) und ohne die es eben keine Möglichkeiten gibt, Zugang zur Diplomarbeit, geschweige dem überhaupt Zugang zur Diplomprüfung zu bekommen. Realistische Ziele werden Step by Step gemacht. Geht eine Hürde nach der nächsten an. Mein realistisches Ziel besteht jetzt darin, dass ich heuer in Psychologie und Philosophie mit den ersten Studienabschnitt fertig werde. Dafür fehlen mir noch insgesamt 5 oder 6 Prüfungen, ein Ziel, das in einem Semester machbar ist. Ziele, die in allzu weiter Ferne sind, frustrieren, weil es länger dauert, bis wir sie erreichen können und dementsprechend eliminieren wir damit selbst das schöne Gefühl eines Erfolgserlebnis. Natürlich sollten auch Ziele, die noch etwas weiter von einem entfernt liegen, nicht aus den Augen verloren werden, aber konzentriert euch lieber auf nähere Ziele. Womöglich könnt ihr diese dann sogar übertreffen. Mein Ziel im letzten Semester war es, mindestens zehn Lehrveranstaltungen zu besuchen und alle zu bestehen, egal, mit welcher Note. Das Endresultat war letztendlich, dass ich fast 20 Lehrveranstaltungen und Prüfungen absolviert und die meisten davon mit den Noten Sehr Gut oder Gut bestanden habe.

 

Belohne dich – aber nicht zu oft!

Belohnungen gehören einfach dazu, aber ich bin ein strikter Gegner davon, wenn man sich nach jeder Prüfung materiell belohnt. Für eine einzige Prüfung belohne ich mich so gut, wie nie, es sei dem, es handelt sich hierbei wirklich um eine happige Prüfung, bei denen bereits andere Studenten vor mir in die Verzweiflung getrieben wurden. Wenn ich mir etwas Teureres, Materielles wünsche, dann gönn ich es mir in der Regel nach 5 Prüfungen, jedoch muss es nicht immer etwas Materielles sein. Schöne Ausflüge oder eine Partynacht sind auch schöne Belohnungen. Das lässt nun wahrscheinlich darauf schließen, dass ich am Wochenende nicht so oft fortgehe. Das stimmt. Seitdem ich studiere, bin ich höchstens alle drei Monate unterwegs. Für mich ist es auch Belohnung genug, wenn ich meine Mutter über gute Noten informiere. So ein Lob tut gut und nein, das ist kein „Fishing for Compliments“ und wenn doch, dann erfüllt es zumindest seinen Zweck.

 

Sieh das Licht am Ende des Tunnels

Es gibt so Situationen beim Lernen, die scheinen ausweglos und auch, wenn man weiß, dass es irgendwann vorbei ist, dass Licht am Ende des anderen Tunnel sieht man nur sehr schwach, wenn überhaupt. Nützt eure freien Minuten, die euch zur Verfügung stehen für einen Spaziergang und denkt darüber nach, was euch nach der ganzen Lernerei wieder erwartet. Genau, das Leben geht weiter und ihr habt wieder viel mehr Freiheiten, um das zu tun, was ihr gerne tut. Ich freue mich wieder auf mehr Zeit für meinen Blog, für meinen Käfer und meine Freunde, außerdem freue ich mich, wenn in meinen Gedanken wieder viel mehr Platz für Kreativität ist. Die befindet sich gerade wegen Platzmangel im Langzeitgedächtnis in Kisten gepackt im Keller meines Gehirns, aber nur noch exakt 24 Stunden, bis ich sie wieder hervorkramen kann.

Ärgere dich nicht über nicht so gute Noten

Sicher ist es ärgerlich, wenn man für eine Prüfung so viel lernt oder sich für ein Seminar so viel Mühe gibt und am Ende bekommt man eine 4. Natürlich ist man anfangs enttäuscht und ich muss zugeben, dass auch ich von 3 Schandflecken in meinem Zeugnis alles andere als amused war, aber gut, die drei Genügend kommen eben vom Lernen auf dem letzten Drücker, was solls. Davon lasse ich mir nicht die Laune verderben. Zumindest habe ich alles mit einer positiven Note geschafft und eine 4 ist kein Weltuntergang. Darum macht euch nicht zu viele Gedanken, selbst den Besten kann es passieren, dass sie eine 4 bekommen. Wenn ihr euch zu viel ärgert, führt das nur zu negativen Gefühlen und die kann eine Motivation nicht gebrauchen.

 

Kämpfe für dich selbst

Mir geht es momentan so, dass viele meiner Studienkollegen, die zur gleichen Zeit mit dem Studium begonnen haben, wie ich, etwas weiter sind, als ich. Der lange Krankenhausaufenthalt und die anderen ungeplanten Wendungen in meinem Leben haben Spuren hinterlassen. Früher war ich richtig deprimiert, weil ich viele Sachen erst machen muss, die andere im gleichen Semester schon haben. Das hat auch zu einer bestimmten Demotivation geführt, weil ich alles aufholen wollte, aber aufgrund meiner Hektik nicht wirklich vorangekommen bin. Heute habe ich mich damit abgefunden. Die Umstände waren eben da und haben dazu geführt. So what! Und auch wenn es diese Umstände nicht gegeben hätte, würde ich mich heute nicht mehr unterkriegen lassen. Oftmals ist nicht Faulheit dafür verantwortlich, dass man hinterherhinkt. Mangelnde Fixplätze, Studentenstaus und Ähnliches tun ihr übriges. Auch wenn man faul war, so what? Es geht niemanden etwas an. Kämpfe für dich selbst, lasse dich von anderen, vermeintlich „besseren“ oder „schnelleren“ Studenten nicht einschüchtern und finde dein Tempo. Wenn du wirklich etwas für die Uni tust und aus bestimmten Gründen nicht vorankommst, dann lass dich nicht entmutigen. Du kämpfst für dein Ziel und das ist alles was zählt. Jeder studiert von sich aus, für sich und am Ende zählt nur das Endresultat. Dass du das Hauptziel erreichst!

 

Erinnere dich, warum du das machst!

Willst du dir damit deinen Traum von einem bestimmten Job erfüllen? Studierst du dein Fach rein aus Interesse, um deinen Horizont zu erweitern? Oder willst du dich beruflich weiterentwickeln? Arbeitest du später mit Kindern zusammen, was dir bestimmt große Freude bereiten wird? Erinnere dich, warum du dein Studium studierst oder warum du deine Matura machst und selbst die schlimmste Prüfung wird am Ende nicht so schlimm erscheinen, denn du machst diese Prüfung nicht ohne Grund. Du tust es, um etwas zu erreichen, dass später dein Leben erfüllen wird/kann.