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Selbstliebe & Selbstvertrauen

 

Viel zu oft, viel zu lange bin ich am Rand gestanden. Habe beobachtet. Ganz still und schweigsam. Aus sicherer Entfernung. Dort, wo ich ICH sein kann! Ganz bei mir sein kann. Habe mich in diesem Schneckenhaus verkrochen. Meinem Schneckenhaus. Wollte nur dieses Gefühl der Sicherheit haben. Alles unkompliziert gestalten. Flüchtete vor Angst und Unsicherheit. Die Welt da draußen ist gefährlich, argwöhnisch, kritisch. Und ich – ich traue mich nicht, diese Komfortzone, mein Schneckenhaus zu verlassen. Weil ich Angst habe. Angst, bewertet zu werden. Angst, der Welt mein Ich zu zeigen. Und weil ich Angst habe, nicht wertgeschätzt zu werden. Ich bin unsicher. Vorsichtig. Schwach.  

Ich stehe vor dem Spiegel. Ein kritischer Blick. Mein Gegenüber stumm. Das Gegenüber, das bin ich. Meine Augen mustern mich. Skeptisch. Langsam. Von oben bis unten, von links nach rechts. Und sie bleiben hängen. Fixieren Stellen, die ich eigentlich nicht genauer betrachten will. Stellen, die ich als störend empfinde. Weil sie mir im Weg sind. Weil ich mir selbst im Weg bin. Und doch – ich verberge meine Zweifel vor mir selbst. Meine Selbstzweifel. Meine nagenden Gedanken, wie schwer es ist, mich selbst zu lieben. Selbstliebe – ich kann damit nicht umgehen. Weil es so schwer ist. Schwer, Schritt für Schritt auf sich selbst zuzugehen. Schwer, seine Selbstakzeptanz zu finden. Weil ich nicht weiß, ob ich das kann, soll, darf. Oder sogar muss. 

Es ist einfach, auf die Welt zu kommen. Es ist einfach, sie auch wieder zu verlassen. Doch das dazwischen -das Leben- ist eine Herausforderung. Eine Achterbahnfahrt. Das haben wir immer alle gesagt. Weil wir wissen, dass es nicht leicht ist. Uns werden Steine in den Weg gelegt – von anderen, behaupten wir. Doch machen wir es uns mit dieser Ansicht nicht zu einfach? Vielleicht sind wir es selbst, die die Steine in den Weg gelegt haben. Und all das beginnt bereits auf den wichtigsten Weg unseres Lebens. Der Weg zu uns selbst. Und ich spüre, dass ich ihn gehen muss. Jetzt! 

(Tagebucheintrag 06.07.2012)

 

Blogpost-Selbstliebe-1 (c) Daniel Eibl

 

Selbstliebe!

Feind oder Instrument zur Selbsterhaltung?

Diese Zeilen habe ich in einem meiner schwächsten Momente verfasst. Lange ist es her. Wenn ich zurückblicke -zu meinem damaligen Ich- dann sehe ich dieses Mädchen. Schwach, zittrig, verletzlich. Sie sitzt verloren auf ihrem Bett. Versteckt in einer kleinen Nische am Ende des kargen Raumes. Und sie hat sich zurückgezogen. Zurückgezogen von all dem Trubel. Von all dem, was um sie herum geschieht. Weil sie hadert. Mit den Dämonen in ihrem Kopf. Die, die ihr sagen, dass sie nicht gut genug ist, so wie sie ist. Und sie muss es festhalten – in ihrem Tagebuch. All diese Gedanken, die sie nachts nicht schlafen lassen. „Es wird nie wieder besser werden“, heult sie in ihr Kopfkissen. Stille.

Und dann – sie richtet sich auf, wischt ihre Tränen weg und schreibt weiter. Weil sie merkt, dass sie es ist, die sich im Weg steht. Sie ist diejenige, die alles ändern kann. Sie ist diejenige, die kämpfen muss. Für sich selbst – für mehr Eigenliebe und Selbstakzeptanz.

Ich habe im Krankenhaus oft über meinen Selbsthass geschrieben. Über all die Unsicherheit, die an mir genagt hat. Der Blick in den Spiegel war herausfordernder, als eine schwierige Prüfung an der Uni zu schreiben. Denn dieser Anblick, dieser Face-to-Face Kontakt mit mir selbst, war das, wovor ich am meisten Angst hatte. Konfrontation! Ich konnte damit nicht umgehen. Weil ich mich selbst gehasst habe. Weil ich das gehasst habe, was ich bin. Dabei sagte doch schon der französische Philosoph Volontaire, dass Eigenliebe das Instrument zur Selbsterhaltung ist. Vielleicht habe ich mich deswegen verloren. Mein Vertrauen, meinen Selbsthalt, meine Stärke.

 

Blogpost-Selbstliebe (c) Daniel Eibl

 

Selbstvertrauen. Selbstliebe. Selbstakzeptanz.

Mit jedem Gramm, das ich abnahm, nahm ich auch an Selbstvertrauen, Selbstliebe und Selbstakzeptanz ab. Doch ich habe mich zu mir durchgerungen. Habe versucht, meine Wahrnehmung auf all die positiven Dinge, die Charaktereigenschaften, die mich ausmachen, zu lenken. Habe nach und nach sogar nach meinen optischen Vorzügen gesucht – und gefunden. Der Weg zur Selbstliebe und Selbstakzeptanz ist ein Kampf. Eine Herausforderung. Und man scheitert! Sehr oft sogar. Doch wenn man sich selbst nicht abschreibt, sich nicht kampflos geschlagen gibt, dann findet man zu sich selbst. Stück für Stück. Ich weiß, dass ich immer noch nicht am Ziel angekommen bin. Dass ich immer noch kämpfen muss. Aber es ist möglich.

Ich kann niemanden Tipps geben, wie er sich selbst lieben lernt. Jeder muss diese Erfahrung für sich selbst machen. Und jeder muss für sich selbst lernen. Doch es ist keine Mission Impossible. Habe Vertrauen in dich. Kämpfe für dich! Geh den Weg. Deinen Weg für dich selbst. It’s worth it!

 

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I’m wearing

Pullover: Fuxherz
Cape: TomTailor
Dress: C&A
Overknees: Buffalo

Photography by Daniel Eibl

Location

Landhaus-Hof Graz

 

Plötzlich ein Vierteljahrhundert

 

In mehr als einem Monat habe ich Geburtstag. 25 werde ich dann. 25 Jahre meines Lebens gelebt. Ein Vierteljahrhundert. 9125 Tage. Geburtstage sind jene Tage im Jahr, an denen sich meine Gedanken überschlagen. Momente, die mich dazu bringen, zu resümieren. Die mich selbst gedanklich fragen lassen: „Bin ich wirklich schon so alt?“ Und mich manchmal zurückdenken lassen. Mich meine alten Ziele, Träume und Wünsche hinterfragen lassen. Ein Vierteljahrhundert klingt krass alt – und angekommen bin ich noch lange nicht.

Die Zeit bleibt nicht stehen. Sie geht immer weiter. Man hat entweder die Wahl, mitzuziehen oder stehen zu bleiben. Doch an der Tatsache verändert sich nichts. Sie geht weiter. Immer weiter und weiter. Die Zeit friert nicht ein, darum sollten wir es selbst auch nicht tun. Mit 15 war ich noch grün hinter den Ohren. In diesem Alter habe ich mir mein Leben mit 25 anders ausgemalt. Ich wäre schon verheiratet. Und Mutter. Studium? Nein, zu zeitintensiv. Ich wollte immer jung Mama werden, da hätte eine weitere Ausbildung nicht in meine Lebensplanung gepasst. Diese Planung habe ich mittlerweile total verworfen. Grün hinter den Ohren bin ich trotzdem noch irgendwie. Auch mit 25.

 

Time has a wonderful way of showing us what really matters!

 

 

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Wenn ein Vierteljahrhundert plötzlich vorbei ist

Gedanken zum Älterwerden

Je älter ich werde, umso mehr wird mir klar, dass wir nur dieses eine Leben haben. Es gibt keine Möglichkeit, ein zweites, drittes oder viertes zu leben. Ich glaube nicht an Wiedergeburt. Man hat dieses eine Leben. Unser einziges. Ich weiß, dass ich mein Leben nicht richtig gelebt hätte, wäre ich jetzt schon Mama und verheiratet. Selbst wenn ich es mir mit 15 so gewünscht habe, es passt nicht zu mir. Das soll kein Angriff auf junge Mütter sein. Wer dazu bereit ist, kann auch schon mit 20 eine Familie gründen. Ich war es nicht und ich bin es jetzt auch nicht.

Seit meinem 21. Geburtstag wiederholt sich diese Zahl. Es fiel mir schwer, 22 zu werden. Es war schlimm, 23 zu werden und von der 24 wollen wir gar nicht anfangen zu reden. 21 – das perfekte Alter. Der Inbegriff von Jugend und einem Hauch Erwachsensein. Die Wahrheit: Mit 21 bist du noch längst nicht so erwachsen, wie du es gerne wärst. 

Jetzt, wo ich bald 25 werde, finde ich es sinnlos, zum fünften Mal meinen 21 Geburtstag zu feiern. Jammern kann ich dann, wenn ich 30 bin. Die Wahrheit: Ich möchte keine 21 mehr sein. Ich bin fast 25, stehe jedoch immer noch nicht mitten im Leben. Da ist noch ein offenes Studium, ein Singledasein und ich lebe noch zu Hause. Erwachsensein sieht wohl anders aus, wobei ich das nicht durch ein Studium, ein Singledasein oder einen Auszug definiere. Es hat viel mehr mit der inneren Reife zu tun.

 

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Ich musste sehr schnell erwachsen werden und irgendwie bin ich es doch nicht

Einen großen Teil meiner Jugend habe ich verpasst. Nicht gelebt, weil ich die Realität des Lebens viel zu schnell kennengelernt habe. Ich konnte nicht immer so unbeschwert sein, wie Gleichaltrige. Vielleicht klammere ich mich deswegen so an ein bestimmtes Alter. Ich fühle mich keineswegs wie 25. Ein Vierteljahrhundert klingt so reif und erwachsen.

Bei meinem Klassentreffen letzte Woche habe ich mich nicht so gefühlt. Alle anderen hatten bereits einen Job, einen eigenen Wohnsitz, einen festen Lebenspartner und/oder schon Kinder. Ich war irgendwie die Einzige, bei der sich nicht viel verändert hat. Mit Ausnahme, dass ich bald die Einzige mit einem Magisterabschluss sein werde und selbstständig bin. Ansonsten kamen mir alle anderen schon so viel erwachsener vor. Und es kam mir so vor, als hätten sie schon so viel erlebt und Erfahrungen gesammelt. Bei mir ist fast alles beim Alten geblieben – außer dass ich nicht mehr magersüchtig bin, denn so habe ich meine Schule damals verlassen.

 

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Habe ich mein Leben bis jetzt richtig gelebt?

Um ehrlich zu sein: Das Klassentreffen hat mich ein bisschen frustriert. Nicht, weil ich mich für ein Studium entschieden habe, anstatt gleich arbeiten zu gehen. Es hat mich einfach frustriert, dass manche das oder zumindest einen Teil von dem haben, was ich mir mit 15 immer wieder ausgemalt hat. Neid? Vielleicht. Dabei weiß ich gar nicht, woher das rührt. Ich bin froh, dass mein Leben nicht so verlaufen ist, wie ich es mit 15 wollte. Ich bin mehr als glücklich, ein Studium zu haben. Es ist wohl diese vage Schwelle zwischen Erwachsene und Jugendliche und dass ich mich auch am Ende meines Studiums noch nicht so ganz traue, auf eigenen Beinen zu stehen.

Ich habe mein Leben bestimmt noch nicht so richtig gelebt. Einfach und alleine deswegen, weil ich eine Nachdenkerin bin. Ich bin nicht spontan oder viel zu wenig spontan. Es erwartet mich noch so viel. Eine eigene Wohnung, ein eigenes Leben und Reisen. Erwachsen bin ich auch mit 25 noch nicht ganz. Aber ich bin auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Und der beste Zeitpunkt, um damit anzufangen, ist JETZT!

 

The time you enjoy wasting is not wasted!

 

Inzwischen fällt es mir auch leichter, die 21 aufzugeben. Mit einem Vierteljahrhundert ist man noch nicht alt. Darum feiere ich heuer meinen 25. Geburtstag, anstatt den fünften 21.

 

vierteljahrhundert

Outfit by Orsay*

 

 

Ich habe mich verändert. Wer bin ich wirklich?

 

Ein Moment! Ein Moment, der so bleiben kann. Sommer. Schlafen unterm Sternenhimmel. Wünsche. Unbeschwert im Sommerregen tanzen. Fröhlich sein. Glücklich! Einfach mal die Zeit anhalten. Locker sein. Spontanität! Mit dem Kopf durch die Wand. Blauäugig sein. Stur. Wutausbrüche. Lachkrämpfe. Pubertät. Das Leben genießen!
Laut!
Schweigsam!
Lachend!
Weinend!
Erwachsen werden! BÄNG! Veränderung!

Wenn mein altes Ich mein Leben und meine Persönlichkeit vor fünf Jahren beschreiben müsste:

Die Schule ist geschafft. Meine Matura mit gutem Erfolg bestanden. Ansehnliche Noten, Freunde, Partys! Die Welt steht mir offen. All die Jahre voller Enttäuschung, Liebeskummer, Trotzphasen und Stress vorbei. Gekämpft und gewonnen. Mit Bravour alle Ziele gemeistert. Es kann nicht mehr besser kommen. Die Zeit bleibt stehen. Meine Persönlichkeit ist aufgeblüht. Werde mich nicht mehr verändern. Der Selbstfindungsprozess abgeschlossen. Ich bin so, wie ich sein will. Erwachsen. Spindeldürr wie ein Solettistangerl. Vielleicht ein bisschen arrogant, doch herzlich zu meinen Freunden. Ich will mich nicht verändern. Will so bleiben. So wie es ist, so ist es perfekt.

Doch das Leben schreibt seine eigenen Geschichten. Wir haben keinen Einfluss auf das Drehbuch. Führen nicht selbst Regie. Das tut jemand anderes. Schicksal? Ich weiß es nicht. Plötzlich verläuft die Spur im Sand. Verweht im Wind. Emporsteigend am Horizont. Ein Sandsturm! Neue Ziele entstehen. Sind weit weg. Scheinen unerreichbar. Bedürfen Veränderungen.
Schleichend.
Plötzlich.
Unerwartet.
Und doch sind Veränderungen fortwährend.

Eines Tages wacht man auf und merkt, dass es nicht mehr so ist, wie es einmal war. Man ist nicht mehr der, der man war. Nur mal schnell die Pubertät überstehen, ist keine Selbstfindung. Persönlichkeit und Charakter sind nicht stagnierend. Studium. Neue Freunde und der Verlust von anderen. Verliebtsein. Große Dinge. Dinge, die zum Leben dazugehören. Dinge, bei denen ich nicht dachte, dass sie meine Persönlichkeit so verändern könnten. Dachte, niemand könnte mich mehr beeinflussen. Mich aus der Bahn werfen oder auf meinen Charakter einwirken.

Ich war naiv. So naiv. Mein Leben bestand aus Partys. Kein Wochenende ohne durchtanzte Nächte, schmerzende Füße und verschlafene Sonntage. Und heute sitze ich da. In meinem 13 Quadratmeter Zimmer. Vor mir ein Stapel Bücher. Das Feiern habe ich schon längst aufgegeben. Mein Handy vibriert. Es ist Freitagabend. Rechne fest mit einem lustigen Meme oder den neuesten Klatsch und Tratsch, aber nicht damit, dass ich auf eine Party gehen soll. „Wie spontan bist du?“, steht drin. Ich resigniere. Spontanität? Ein Fremdwort! Ich werfe einen kurzen Blick auf ein altes Foto, welches eingerahmt auf meiner Kommode steht. Alte Zeiten. Es war ein Party. Eine lustige Party – für die wir uns SPONTAN entschieden haben.
Wir tanzten im abgekühlten Sand.
Tranken pappig süße Softdrink-Wodkagemische.
Genossen die kaltgewordene Nacht.
Hörten das Meer tosen.
Sahen frierend der Sonne beim Aufgehen zu.

Eine Standparty, irgendwo in der Türkei auf der Maturareise. Zu der Zeit, als ich mich beflügelt fühlte. Als ich dachte, zu mir selbst gefunden zu haben. Sieben Tage Party Nonstop. Mein persönliches Traumland. Heute wohl eher ein Albtraum. Feiern gehen? Ich? Nein, das bin ich nicht mehr. Ab und zu ist ganz nett, aber dann brauche ich meine Ruhe. Drei Monate. Mindestens.

Ich druckse herum. Weiß nicht so recht, was ich antworten soll. Ich würde mich lieber um meine Verpflichtungen kümmern. Um das, was ich tun muss, um meine Ziele zu erreichen. Treffen mit Freunden? Das verschiebe ich auf später! Sie werden es schon verstehen. Zücke mein Handy. Antworte. „Ich kann leider nicht. Sorry!“ Als hätte ich es nicht geahnt, kommt binnen 30 Sekunden ein „Warum?“ zurück.

Ich denke nach. Uni. Blogposts vorbereiten. Rechnungen ausdrucken und sortieren. All das hat Vorrang. „Das kannst du doch morgen machen.“ Kann ich. Will ich aber nicht. Life is NOT a party! Ich habe mich verändert. Schon wieder. Bin langweilig geworden. Andere Dinge sind wichtiger. Entspannung finde ich nicht mehr bei Cocktailabende. Ich sitze lieber mit einem Glas Wein oder einem Sommercocktail in der Laube. Schreibe meine Texte. ALLEIN und WENN ich mir Freizeit überhaupt zugestehe. Früher hätte ich nicht acht Stunden vor meinen Büchern verbracht. Früher.

Mein Handy klingelt. Ich gehe ran. Verbal ist alles einfacher zu klären. Verbal kann man mich einfacher überreden. Das denken auch meine Freunde. Doch das war früher so. Heute nicht mehr. Ich habe mich verändert. Auf mich wird eingeredet. Druckse wieder herum. „Du bist langweilig geworden.“ Ich weiß. Ich weiß. Ich weiß!!! Ich habe mich verändert.
Stille!
Seufzen!
Jammern und betteln!
Ich würge ab und lege auf.

Kurze halte ich inne. Ganz, ganz kurz. Durchatmen. Ehe ich mich wieder meinem dicken Stapel Bücher widme. In mir rattert es. Wieder schweift mein Blick zurück zu dem Bild. Wie würde die alte Lisa die Neue beschreiben? Ich glaube, sie würde folgendes sagen: Spießig. Uralte Oma. Langweilig! Sie ist genau der Mensch, der ich nie sein wollte. Keine Partys. Zugenommen. Streber.

Es macht mir nichts aus, wenn die alte Lisa das von mir denken würde. Ich habe neue Ziele. Ziele, die sie nicht verstehen könnte. Habe mich in den letzten fünf Jahren laufend verändert. Jeder erneute Rückfall in die Anorexie hat mich verändert. Jede Gewichtszunahme hat mich verändert. Jeder Schicksalsschlag. Jede neue Freundschaft. Jeder Schritt, der mich meinem Ziel näher bringt. Doch irgendwie, vielleicht nur ein bisschen, vermisse ich die unbeschwerte Zeit. Die sozialen Kontakte. Die Balance, die ich in meinem Leben hatte. Als ich Schule, Freunde und Arbeit noch unter einen Hut gebracht habe.

Die Decke fällt mir auf dem Kopf. Ich musste mich verändern. Laufend. Erwachsen geworden zu sein, ist kein Abschluss. Habe mich selbst in eine Rolle gedrängt. Zu wenig zwischenmenschlicher Umgang. Bin weitergewandert und habe irgendwann alle abgehängt. Mir wird klar, ich muss mich wieder verändern. Ein Mittelmaß finden. Die Mauer durchbrechen. Ich bin kein Einsiedler! Wer bin ich wirklich? Nicht der Mensch, der ich jetzt bin. Aber wenn ich aus all dem einmal flüchte und die Balance finde, habe ich womöglich wirklich die Chance, zu mir selbst zu finden.

 

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 Dress by Orsay*

 

 

Traveling around Austria: Osttirol

 

Meine Geo-Exkursion nach Osttirol war wohl die anstrengendste Exkursion, die ich im Laufe meines Studiums gemacht habe. Okay, okay, das klingt beim ersten Hinlesen überdramatisch, denn eigentlich müssen wir nur zwei machen, aber im Vergleich zu meiner letzten Exkursion nach Prag (-HIER-), war die Sommerexkursion deutlich anspruchsvoller. Zumindest wenn man von dem „sportlichen“ Aspekt ausgeht, denn meine Kondition wurde ziemlich auf die Probe gestellt.

 

Panorama

 

Osttirol

Dort, wo die Natur noch Natur ist

Ich habe es bereits des Öfteren erwähnt, dass ich im Zuge meines Geographiestudiums zwei Exkursionen machen muss. Für ein Mädchen, dessen Herz ständig nach der Ferne schreit, ist das eine optimale Grundvoraussetzung, um mehr von der Welt zu sehen – auch wenn es „nur“ Österreich ist. Natürlich unterscheiden sich universitäre Exkursionen deutlich von einem Urlaub, denn davon kann ich nicht wirklich sprechen. Die Exkursion war verbunden mit zahlreichen Fußmärschen und Wanderungen, sowie kurzen oder manchmal auch längeren Stops, um Wissen vermittelt zu bekommen. Im Grunde genommen ist es nichts anderes, als eine Lehrveranstaltung außerhalb der Hörsäle und Seminarräume, darum bleibt für Erholung auch keine Zeit. Natürlich beschäftigt man sich abends mit außeruniversitären Tätigkeiten, die klischeehaft nach Studenten schreien (man kann sich denken, wovon ich spreche 😉 ), doch der Tag gehört einzig und alleine der Wissensvermittlung. Ich erspare euch Details zur Geologie, zum Tourismus oder anderen Themen, die wir behandelt haben, sondern versuche euch meine persönlichen Eindrücke, die ich von Osttirol gesammelt habe, zu vermitteln.

Für typische Stadtkinder, die nichts anderes gewohnt sind, als hohe Bauten und viel Verkehr, mag der Besuch in einer derartigen Gegend zu allererst ein kleiner „Kulturschock“ sein. Auch wenn ich selbst in einer Kleinstadt wohne und es nicht weit in ländliche Gebiete habe, so ist das Talleben, eingeschlossen von zahlreichen Bergen, ebenso für mich etwas ganz anderes. So gerne ich auch am Land bin, aber selbst ich kann mir nicht vorstellen, eingeschlossen in einem Tal zu leben, da ich mich ansonsten zu sehr von der Außenwelt abgeschottet fühlen würde. Für mich persönlich ist es ideal für Kurzurlaube, denn ich bin, wenn auch selten, gerne in den Bergen, aber dauerhaft wäre es nichts für mich. Osttirol ist definitiv ein Fleckchen Erde, wo die Natur noch Natur ist. Dort wo man Alm- und Landwirtschaft noch hautnah erleben kann, wo aber auch der Tourismus dominant vertreten ist.

 

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Berge, Seen und Wandern

Im Zuge dieser Exkursion waren wir in einigen Osttiroler Gemeinden. Unser „Basislager“ hatten wir in der Gemeinde Lienz, der mit Sicherheit bekannteste Ort in Osttirol. Wir besuchten noch andere Gemeinden, welche sich im Bezirk Lienz befinden, wie beispielsweise Matrei, Kals am Großglockner (der Großglockner ist übrigens mit  3798 m der höchste Berg in Österreich) oder Prägraten am Großvenediger. Einen weiteren Besuch statteten wir den größten Nationalpark Österreichs ab: Nationalpark Hohe Tauern. Da es während der Exkursion leider immer wieder geregnet hat, habe ich meine Kamera bei diesem Besuch im Bus gelassen. Schade für euch, denn dieser Ort ist wirklich mehr als sehenswert. Dafür habe ich andere Momente für euch festgehalten und genügend Gebirge und Gewässer gibt es trotzdem zu sehen.

Obwohl wir während unserer Osttirol Exkursion viel zu Fuß gegangen sind und einige Höhenmeter erreicht haben, haben wir erst am Tag unserer Abreise einen Gipfel bestiegen. Wer mir auf Snapchat folgt, hat bestimmt gesehen (bzw. gehört), dass mir diese „kleine“ Wanderung mit 300 Höhenmetern einiges abverlangt hat und ich nur noch schnaufend den Gipfel des Rauchkofels (1910 m) erreicht habe (zumindest nicht als Letzte). Dass ich an meiner Kondition stark arbeiten muss, um noch weitere steile und vor allem höhere Gipfel zu erreichen, habe ich bei dieser Besteigung mehr als deutlich gemerkt, aber ich muss auch dazu erwähnen, dass mein letzter Berg schon über ein halbes Jahr her war und die Besteigung des Grazer Hausberges Schöckl (1445 m) ist für mich persönlich auch nicht die größte Herausforderung.

 

Osttirol LienzOsttirol Häuser Osttirol Mountains

 

Empfehlung?

Definitiv. Vor allem wer gerne in der Natur und den Bergen ist. Besonders empfehlen kann ich euch den Nationalpark Hohe Tauern, dort hat es mir persönlich am Besten gefallen. Wenn ihr gut essen gehen wollt, dann geht unbedingt ins Gösser Bräu. Für Vegetarier ist die Auswahl zwar nicht so groß, aber alleine schon wegen dem Dessert (Schokokuchen mit flüssigem Kern #foodporn) einen Besuch wert.

 

Osttirol Hütte Osttirol River c Osttirol Lienz

 

Lookbook #25: Red Lace Skirt

Lookbook #25

Red Lace Skirt

Als ich den Red Lace Skirt das erste Mal anprobiert habe, habe ich mich sofort wohl gefühlt. Ich wusste gleich, dass der Rock meinen Stil verkörpert und zu mir passt. Gerade deswegen habe ich ihn mir gekauft. Mit dem Hintergedanken, daraus nach langer Zeit wieder ein Outfit zu shooten. Wie lange ist es her, dass ich ein Outfit geshootet habe? Das Letzte war irgendwann im September. Ein paar Tage nach meiner Triestreise. Es ist egal, wie lange der Outfitshoot schon zurückliegt, beim Fotografieren habe ich immer dieselben Ängste: Mich selbst auf Bildern zu sehen.

 

Red Lace SkirtShoes

 

Über Selbstzweifel und den ängstlichen Blick in den Spiegel

Sich in seinem eigenen Körper wohlfühlen. Traurigerweise ist das ein Gefühl, das ich nicht so gut kenne. Ich frage mich oft: Wann habe ich mich jemals in meiner Haut wohlgefühlt? Sicher war dem so, als die Waage in meiner tiefen Krankheitsphase wieder ein paar Gramm weniger angezeigt hat. Aber das Hochgefühl war so schnell weg, wie es gekommen war. Es vergeht kein Tag, an dem ich mich nicht mindestens einmal kritisch im Spiegel begutachte. Die ganze Skepsis, die Selbstzweifel, das Bild im Spiegel, das Unwohlsein. All das spiegelt sich auf meinen Fotos wieder. Dabei ist das so schade. Es gibt nur wenige Fotos von mir in all den europäischen Hauptstädten, die ich bisher besucht habe. Ohne Alex würde es wohl auch keines aus Ljubljana geben. Ich wollte mich nicht fotografieren lassen, weil ich den Anblick von mir auf den Bildern momentan schwer ertrage. Gut, das war jetzt dezent übertrieben. Es ist eher eine Angst, mich auf einem Foto zu sehen und es dann zu hassen. Ergo: Mehr Selbstzweifel.

 

lace skirt back

 

Ich bin ehrlich. Es fällt mir ein bisschen schwer, diese Fotos zu zeigen, obwohl es so viele sind. Ich habe sie mit den anderen Fotos aus meinem letzten Fashionpost verglichen. Zunehmen ist für mich eine Sache, die mich immer unglaublich stresst und oftmals fühle ich mich dann wertlos. Früher diszipliniert, ambitioniert und dünn und jetzt? Beim Durchschauen und Aussortieren der Bilder kreisten viele Gedanken in meinem Kopf umher. Gedanken, die immer auf das Gleiche hinauslaufen:

„Gott, siehst du fett aus! Du schaust echt nicht schön aus!“

Darum kann ich Komplimente so schwer annehmen. Alex hat mir einmal gesagt, dass er sich wünschen würde, ich würde mich so sehen, wie er und meine Freunde mich sehen. Für mich ist das so schwer zu begreifen. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass mich meine Mitmenschen komplett anders sehen, wie ich mich sehe. Natürlich ist man nicht jedermanns Typ. Das kann man auch nie sein. Der eine findet das schön, der andere das. Ich möchte nie als Jammerin oder Komplimentefischerin dastehen, wenn ich wieder mit meinen Selbstzweifeln ankomme. Weder hier, noch bei meinen Freunden. Doch manchmal muss ich mir diese Gedanken einfach von der Seele reden oder schreiben.

 

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Vergiss nie, du bist gut so, wie du bist!

Ich versuche allzuoft, mir diesen Satz einzureden. Jedoch fällt es mir gerade jetzt superschwer, mich so zu akzeptieren, wie ich bin. Ich mag auf den Fotos zwar lachen und vielleicht sieht es nicht danach aus, aber während Alex diese Fotos von mir gemacht hat, habe ich einen innerlichen Kampf mit mir selbst ausgefochten. Dabei war ich anfangs mit dem Outfit wirklich zufrieden. Der Red Lace Skirt ist mein neuer Lieblingsrock. In der Umkleide mochte ich ihn wirklich sehr an mir – sonst hätte ich ihn mir nicht gekauft. Doch als ich ihn das erste Mal auf den Bildern sah -von mir getragen- war ich unglücklich. Manchmal wünschte ich mir, ich würde nicht so viele Gedanken darauf verschwenden, mit mir selbst unzufrieden zu sein. Ich würde wirklich alles geben, wenn diese ganzen Selbstzweifel nicht mein Leben bestimmen würden. Wenn es keine Anorexie oder momentan Essstörung in meinem Leben geben würde. Wenn all das ein Fremdwort für mich wäre. Wenn ich es endlich selbst sehen könnte, dass ich gut bin, wie ich nunmal bin.

 

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Es sollte das Recht einer jeden Frau sein, sich in ihrem Körper wohl zu fühlen. Egal, ob sie einen großen Hintern, ausgeprägte Hüften, eine androgyne Figur oder eine kleine Oberweite hat. Nicht jeder hat die Figur eines VS-Models, aber das ist doch gut so. Wir dürfen uns von niemanden einreden lassen, dass wir nicht gut genug sind, denn das ist einfach nur Blödsinn! Ich weiß, dass ich an meine Selbstzweifel noch arbeiten muss. Warum ich die Bilder trotzdem online stelle und diesen Text schreibe? Weil ich meine Gedanken über Selbstzweifel unbedingt teilen wollte. Weil ich weiß, dass viele Menschen Selbstzweifel haben. Weil die Bilder die Geschichte visuell erzählen, die ich euch gerade aufgeschrieben habe. Weil wir endlich in einer Welt leben sollten, in der sich jeder so akzeptiert, wie er/sie ist. Einer Welt, die im Gegenzug auch jeden so akzeptiert, wie er/sie ist.

 

Full Body

 

I’m wearing

Skirt: Orsay (Same)
Blouse: Orsay (Same)
Bag: Primark
Shoes: Shoe4You
Necklace: Swarovski
Bracelets: NewOne/ Juwelier

 

Location

Wörthersee / Carinthia

 

Pictures taken by Alex

 

Kalt marinierte Erdbeeren

Erdbeeren treffen auf Basilikum

Kalt marinierte Erdbeeren mit Basilikum

Okay, okay! Ich gebe es zu. In unseren Breiten hat die Erdbeersaison noch nicht begonnen. Das bedeutet, dass Erdbeeren importiert werden müssen. Ergo: So ganz nachhaltig ist es nicht, im März die roten Früchtchen zu kaufen. Dabei bin ich ein Mensch, der viel und oft davon spricht, dass man nachhaltig leben und im Winter auf Früchte, welche bei uns zwar wachsen, aber nicht Saison haben, verzichten soll. Leider konnte ich bei meinem letzten Einkauf nicht widerstehen, als ich neben unzähligen exotischen Früchten ein ganz besonderes Regal erspäht habe. Gut gefüllt mit prallen, roten Erdbeeren. Also gesellten sich diese schnurstracks zu Pithayas, Maracujas und Co. Nicht gerade mein nachhaltigster Einkauf, wohl aber der vitaminreichste in diesem Jahr.

Da die Beeren zu dieser Zeit noch nicht so süß und lecker schmecken, wie im Juni, wenn sie bei uns Saison haben, wollte ich ein kleines Rezept umsetzen, welches ich in der neuen „friends“ von Merkur entdeckt habe: Kalt marinierte Erdbeeren mit Basilikum. Ein bisschen Zucker muss jetzt einfach sein, um ein wenig nachzusüßen. Das Tolle an diesem Rezept ist, dass man nur wenige Zutaten braucht. Diese Zutaten werden viele von euch bestimmt daheim haben. Außerdem ist das Rezept im Nu fertig. Wer also wie ich beim bloßen Anblick von Erdbeeren schwach wird, aber mehr Süße haben will, kann sich sogleich in die Küche begeben und das Rezept nachmachen. Super easy und superlecker. Vor allem, wenn ihr das ganze Gericht mit einer Kugel cremigem Vanilleeis verfeinert. Oder ihr trinkt ein Gläschen Wein dazu – aber pssst.

BasilikumErdbeeren

[kindred-recipe id=“5215″ title=“Kalt marinierte Erdbeeren mit Basilikum“]

Ich würde mich schneeköniglich freuen, wenn ihr das Rezept nachmachen würdet. Viel Aufwand ist es schließlich nicht. Solltet ihr einen Gusto bekommen und es in die Tat umsetzen wollen, lasst mich gerne daran teilhaben. Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn ihr ein Bild davon auf Instagram hochladen würdet und es mit dem Hashtag #misslaitskitchen verseht. Im Übrigen könnt ihr alle Rezepte, die ihr von mir nachmacht, mit diesem Hashtag betiteln – auch die anderen.

 

Photoshop & die perfekte Welt

Photoshop & die perfekte Welt

Wie essentiell sind Fälschungen?

Ich mache kein Geheimnis daraus, dass ich meine Bilder mit Photoshop bearbeite. Photoshop ist ein wundervolles Programm, um das Beste aus den Bildern herauszuholen – aber Photoshop ist auch eines der besten Mittel, um die Realität verschwimmen zu lassen. Insbesondere dann, wenn es darum geht, das eigene Gesicht und den eigenen Körper zu tunen. Es ist nichts Neues mehr, dass Photoshop besonders in der Werbung zum Einsatz kommt. Gesichter sehen makellos aus – der Körper hat die perfekte Form. Und genau diese Bilder tragen dazu bei, dass sich allen voran junge Menschen, jene, die sich noch in der Pubertät befinden, unwohl fühlen, wenn sie solche Bilder betrachten. Kein Mensch sieht in der Realität permanent perfekt aus. Die echte Welt kann man leider nicht photoshoppen. Und doch scheint dieser Grat so schmal zu sein. Perfekt suggerierte Bilder werden geglaubt. Nicht ohne Grund wird in der Werbung so fleißig getuned. Perfektion verkauft sich besser! Genau dieser Trend spiegelt sich auf einem sozialen Netzwerk wider, das bestimmt die meisten von euch nutzen: Instagram. Ihr könnt euch bestimmt noch an Essena O’Neill und ihren Bruch mit Social Media erinnern. Instagram ist zwar nicht die Plattform, in welcher jedes einzelne Bild bis zum Ideal optimiert wird, aber Instagram ist DIE Plattform schlechthin, in der das Leben der User oftmals zum neidisch werden vollkommen erscheint. Das bringt mich auf die Frage: Wie essentiell sind Fälschungen? 

 

Maybe it’s Maybelline? – Maybe it’s Photoshop!

 

Original Fälschung

 

Wenn die Realität verschwimmt

Ich bin dankbar, dass es Photoshop gibt. Gerade für Beauty- und Foodposts ist das Programm essentiell. Bezüglich Beauty nicht deswegen, um sich schöner zu tunen, aber oftmals ist es schwierig, das Augenmake-up auf den Fotos gut rüberzubringen (ein Grund, warum man für Photoshootings meistens etwas stärker geschminkt wird). Was aber, wenn die Bildbearbeitung so weit geht, dass die Realität verschwimmt? Ich versuche immer -insbesondere wenn es um Bilder von mir geht- keine Kunstfigur zu schaffen. Klar sieht man enorme Unterschiede, jedoch würde ich mich nie schlanker machen oder mein Gesicht verschmälern. Doch genau diese Dinge passieren in der Werbung, und ja, ich gebe es zu. Selbst ich als 24-jährige bekomme oftmals schlechte Gefühle, wenn ich diese perfekten Bilder betrachte, obwohl ich genau weiß, dass sie nur dank Adobe so aussehen. Dabei sollten wir unser Leben davon nicht so stark abhängig machen. Wir sind alle schön – in der Realität und nicht dank Photoshop.

 

Photoshop makes your face flawless, but it doesn’t change your personality!

 

ich photoshop Kopie

 

Fühlst du dich nackt ohne Photoshop?

Ich habe mich gefragt: Würde ich überhaupt ein unretuschiertes Bild von mir online stellen? Ob ich mich das wohl traue? (Anscheinend, sonst würde ich es jetzt nicht tun). Aber hätte ich es getan, wenn ich diesen Post hier nicht schreiben würde? Vermutlich nicht. Ohne Photoshop oder einer anderen Bildbearbeitung fühlt man sich doch irgendwie nackt, oder? Nicht nackt im Sinne von entkleidet. Nackt im Sinne von: „Ich offenbare der Welt mein wirkliches Ich.“ Das ist genau die Art und Weise, wie man sich verletzbar macht. Man erzählt eine Geschichte – eine Geschichte der etwas anderen Art, denn das retuschierte Bild erzählt wieder eine ganz andere Geschichte – auch wenn es das gleiche Bild ist. Die Geschichte von einem unbearbeiteten Gesicht ist ehrlicher. Näher am realen Leben. Man sieht die Augenringe, weil man eine schlaflose Nacht hatte. Die überschlagenen Gedanken, das Herumwälzen im Bett, weil man nicht einschlafen konnte – all das zeichnet sich in diesem müden Gesicht ab.

 

We wear far too much Photoshop these days! But we still won’t look that way in real life.

 

Gerade wenn man nicht perfekt ist, bietet man Hatern eine gute Angriffsfläche. Aber das sollte uns nicht entmutigen. Denn wir sind, wer wir sind. Wir dürfen uns nicht an einer Perfektion messen, die uns die Medien vorgeben. Wir müssen immer das Menschliche im Auge behalten. Ich schminke mich gerne und auch Make-up ist eine Retusche. Das Photoshop im Real Life sozusagen. Und dennoch verstecke ich mich nicht permanent hinter einer dicken Schicht Make-up. Wenn ich schnell etwas vom Supermarkt brauche oder meine Kontoauszüge hole, schminke ich mich nicht extra dafür – egal wie fertig ich aussehe. Ich style mich auch nicht extra für Snapchat. Dort hab ihr mich bestimmt schon das eine oder andere Mal im „Asi-Look“ gesehen. Doch bei meinem Blog ist das anders. Ich schätze, es ist normal in unserer Branche, dass wir uns immer vom besten Licht präsentieren möchten.

 

Photoshop

 

Ich muss mich nicht verstecken

Ich würde nie auf Photoshop verzichten wollen. Mir ist es nicht wichtig, makellos auszusehen, aber ich liebe die Ästhetik. Wer so gerne fotografiert, wie ich, möchte immer das Beste aus seinen Bildern holen. Trotzdem sollen retuschierte Bilder nicht die Richtung sein, an der wir uns orientieren. Schöne Bilder sind immer ein Hauch von Kunst, doch das Leben spielt sich in der Realität ab. Ich muss mich nicht verstecken, auch nicht hinter Photoshop. Aber ich kann Ästhetik schaffen und genau das möchte ich auf meinem Blog verbreiten. Ebenso wie die Ehrlichkeit, nicht makellos zu sein.

 

Snapshot Sunday #13: Welcome Back Snaps

Snapshot Sunday #13

Welcome Back Snaps!

Aufzeigen! Wer hat den „Snapshot Sunday“ genauso sehr vermisst, wie ich? Endlich kehrt er aus der Winterpause zurück. Ab heute gibt es wieder jeden Sonntag um 18 Uhr einen Snapshot Sunday. Vielleicht habt ihr euch schon gewundert, wo er so lange bleibt. Wie ihr wisst, musste er zwangsläufig für meinen Adventskalender pausieren. Danach kam eine sehr stressige Unizeit auf mich zu. Darum habe ich mir gedacht, dass ich ihn erst wieder am ersten Sonntag im Februar aus dem Winterschlaf holen werde. Heute ist es soweit. Juhu. Es wird zwar nur wenige Bilder geben, weil ich mich erst wieder daran gewöhnen muss, fleißig Wocheneindrücke festzuhalten, aber das wird sich in Zukunft bestimmt ändern.

 

DAS KONZEPT HINTER DEM SNAPSHOT SUNDAY LAUTET: MEHR BILDER, WENIGER TEXT! JEDEN SONNTAG UM 18 UHR KOMMT EIN NEUER SNAPSHOT SUNDAY ONLINE. HIER LASSE ICH MEINE WOCHE FOTOGRAFISCH REVUE PASSIEREN UND VERSUCHE, DIE EINDRÜCKE DES ALLTAGS SO GUT WIE MÖGLICH FESTZUHALTEN.

 

Und nun wünsche ich euch viel Spaß mit meinem ersten Snapshot Sunday im Jahr 2016.

 

Tuesday / Graz

Bloggertreffen YAY!

Endlich war es soweit und ich durfte ein paar ganz liebe Grazer bzw. in Graz lebende Bloggermädels kennenlernen. Es war wirklich ein sehr, sehr schönes Treffen im Kunsthauscafé Graz. Das hier sind die legendären „Fried Potatoe Sticks“ (in der Kindheit noch als dicke Pommes bekannt), welche sich die liebe Kerstin von Miss Getaway bestellt hat. Leider das einzige Foto, das ich vom Treffen habe. Also Ladies: beim nächsten Mal ist doch mindestens ein Gruppenfoto drin, oder? 🙂

 

Pommes

 

Zusätzlich gab es für uns alle noch ein Friya! Mich hat der Geschmack auf jeden Fall überzeugt. Ich finde es superlecker. Ja, ich gebe es zu: das Bild habe ich eigentlich erst am Mittwoch gemacht. ABER – das Friya stammt von Dienstag.

 

Friya

 

Wednesday / Home

Fear Food Win

Eigentlich wollte ich euch die Fear Food Wins immer am Ende des Monats zeigen. Aber in Anbetracht dessen (oh Gott, so eine Floskel aus dem Deutschunterricht – Huhu Schularbeit), dass ich für diesen Snapshot Sunday noch nicht viele Fotos habe, hier eine Ausnahme. Meine liebste FroYo-Sorte aus dem Supermarkt: Kiwi-Stachelbeere. War nicht mehr so schlimm und das Wichtigste: kein BP-Desaster!

 

Fear Food Win

 

Thursday / Graz / Home

Treatments

Nach einem zu frühen Morgen an der Schule, wo ich bei einer Mathearbeit Aufsicht führen musste, wollte ich mich belohnen. Außerdem habe ich seit Dienstag meinen ersten Abschnitt in Psychologie und Philosophie abgeschlossen. Da habe ich mir so ein hübsches Journal doch verdient, oder? Ihr kennt es aber ohnehin schon aus meinem letzten Post. Hier noch zwei Close-up-Fotos, die ich noch nicht gezeigt habe.

 

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Sunday / Madison Coco

Be my Valentine

Auf Madison Coco ging heute ein Beitrag von mir online. Diesmal ist es ein Valentinslook.

 

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Sunday / Home

Putztag

Einfach mal ein unbeschönigtes Foto vom Putzen. Im Hintergrund herrscht noch das totale Chaos, modisch gesehen ist das auch eine Katastrophe, aber so what! Nicht alles glitzert in meinem Leben und das ist einfach nur purer Alltag. Das hübsche Fläschchen in der Hand ist übrigens mein Lieblingsglasreiniger. So, jetzt wisst ihr Bescheid 🙂

 

Putztag

 

Sunday/ Home

Preview + Roses

Die schönen Rosen wollte ich mir schon letzte Woche für eine Fotoidee kaufen. Danach gab es sie nicht mehr in diesen Farben. Doch gestern hatte ich Glück. Außerdem zeige ich euch schon ein Bild, das ich für einen kommenden Post gemacht habe. Und ja: Ich liebe dieses Armband! Um das wird es in diesem besagten Post aber nicht gehen.

 

Rosen Snap Rosen Snapshot Sunday Bracelet

 

Mein 2015 – Jahresrückblick

Mein 2015

Jahresrückblick

Ich klicke mich durch alte Beiträge. Beiträge aus dem Jahr 2014, die ich kurz vor dem Jahreswechsel geschrieben habe. Es kommt mir vor, wie gestern. Und doch hat sich so unendlich viel getan. Ich fühle mich nicht mehr so, wie an diesem „Gestern“. Ich habe mich weiterentwickelt und mit mir Café Au Lait. 

(Anmerkung: Es wird ein laaaaanger Text werden. Wer nicht so viel lesen möchte, findet mein Video weiter unten)

 

Jahresrückblick

 

Ein Jahr voller Veränderungen

Es ist unglaublich, wie viele Dinge sich in diesem Jahr verändert haben und doch bin ich immer noch die Gleiche. In meiner Art bin ich dieselbe geblieben, vielleicht ein bisschen ehrgeiziger, aber nicht mutiger und selbstbewusster. Ich habe versucht, mir selbst treu zu bleiben und doch habe ich mich in diesem Jahr ein bisschen selbst verloren. Gleichzeitig blieb ich der Mensch, der ich bin. Habe Erfahrungen dazu gewonnen und bin auf der Hinsicht ein Stück weit reicher geworden. 2015 ist schwierig zu beschreiben. Sicher, die positiven Dinge, die ich aus diesem Jahr mitgenommen habe, waren grandios. Dafür schmerzen die Negativen umso mehr. Beeinflussen will ich mich davon aber nicht lassen. Ich lasse das Negative in diesem Jahr und gehe mit den Positiven ins Neue.

Auf jeden Fall kann ich sagen, dass mein Blog endlich aus seinen Kinderschühchen herausgewachsen ist. Meine Bilder sind aussagekräftiger geworden und mein Blog präsenter. Es ist für mich eine freudige Entwicklung, denn ich habe immer versucht, meinen Platz in dieser unendlichen Sphäre der Bloggerwelt zu finden. Ich bin angekommen. So halb, denn Bloggen ist für mich ein Weg, den ich weitergehen werde. Ein Weg, der mich zu neuen Herausforderungen führen wird. Der mich vor Aufgaben stellen wird. Der Unvorhergesehenes mit sich bringt. Ein spannender Weg. 

2016 ist die Zukunft. Ein neuer Weg wird sich mir gebahnt. Vielleicht wurden darauf schon Steine gestreut. Kleine Hindernisse, die ich überwinden muss. Hindernisse, die ich mit viel Herzblut, Freude, Liebe und Ehrgeiz überwinden werden. Nicht nur blogtechnisch wird es so sein, sondern auch offline. Offline in der Realität. Meinem „wahren“ Leben. Obwohl 2016 bereits übermorgen vor unserem Datum stehen wird, ist diese Zahl noch so weit weg. Konzentrieren wir uns lieber auf die Vergangenheit. 2015! Ich weiß, man soll nicht in der Vergangenheit leben, sondern im Hier und Jetzt. Aber das haben Jahresrückblicke so an sich. Man lässt die Vergangenheit Revue passieren. 

 

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Zuerst läuft alles so normal, so geregelt…

….und dann kommt der große Boom

Die erste Jahreshälfte war nicht sonderlich spektakulär. Dennoch sieht man in dieser ersten Hälfte sehr gut, wie ich angefangen habe, präsenter auf meinem Blog zu werden. Es stagnierte die ersten beiden Monate. Im Juni habe ich mich kurzzeitig erneut rar gemacht. Man sieht eben, wann Prüfungszeit ist. Dann die große Wende: Juli. Es war so ein inspirationsreicher Monat. Ich hatte so viele Ideen und Gedanken. Gleichzeitig war es in meinem Privatleben so ein schwerer Monat. Irgendwie war der Wurm drin. Ausgelöst durch einen Moment, der mir das Herz rausgerissen hat. Eine Sache, bei der ich nicht zu sehr ins Detail gehen möchte, die mich aber als Menschen geprägt hat. Im Juli habe ich mich ein bisschen selbst verloren, doch als Bloggerin habe ich zu mir selbst gefunden. Klingt widersprüchlich, wahnsinnig kontrovers, aber ich fühlte mich, als gäbe es zwei Exemplare von mir.

Das eine Exemplar, Lisa, die Bloggerin. Die, die so glücklich ist, mit dem, was sie tut. Für die das Bloggen eine unglaubliche Bereicherung ist. Die strahlt, wann immer sie neue Fotos gemacht und Texte geschrieben hat. Deren ganzes Herzblut an diesen Texten hängt und seien es nur Reviews über irgendwelche Produkte.

Auf der anderen Seite: Lisa, die Privatperson. Die nach einem unschönen Ereignis tagelang geweint hat. Die plötzlich keinen Appetit mehr hatte, irgendetwas zu essen. Eine Person, die sich am Liebsten nur noch in ihrem Zimmer verkrochen und alles dunkel gemacht hätte – die ganzen Ferien über.

Aber ich habe mich immer wieder aufgerafft. Dafür gab es auch Gründe. Zum einen mein kleiner Neffe S. und zum anderen, um mich wieder in den Menschen zu verwandeln, der glücklich und zufrieden ist: Lisa, die Bloggerin. Zum Glück gibt es die Dinge im Leben, an denen man sich stets erfreuen kann. So überwindet man auch den Herzschmerz viel leichter und fällt in kein tiefes Loch. Mir hat es sehr geholfen, diese schwierige Zeit zu überstehen. Jetzt, Monate später, fühle ich mich bereits wieder besser!

 

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Anorexia back again?

Ja? Nein? Vielleicht?

Keinen Appetit mehr haben. Nichts oder kaum mehr etwas essen wollen. Das sind gute Stichworte. Ich habe lange überlegt, ob ich darüber schreiben werde. Habe Texte immer wieder begonnen. Verworfen. Editiert. Gelöscht! Noch im Mai habe ich in meinem Anorexia Update geschrieben, dass ich mit der Krankheit sehr gut umgehen kann. Dass sie mich in meinem Leben nicht beeinflusst. Nun, ich schätze, mein großer Gewichtsverlust ist nicht unsichtbar geblieben. Wenn man Kilos im zweistelligen Bereich verliert, sieht man das nun einmal. Ich wurde oft darauf angesprochen. Sowohl in meinem privaten Umfeld, als auch von meinen Lesern.

Ich wusste nicht, wie ich es ansprechen sollte. Ob ich überhaupt darüber reden soll. Aber ich will ehrlich in dieses neue Jahr starten. Vor allem nach dem großen Hype über die „Social Media“-Lüge wurde mir bewusst, dass ich nicht ständig in einer Scheinwelt leben möchte, obwohl es manchmal ganz nett ist, sich in diese zurückzuziehen.

Es ist alles so schwierig zu erklären. Einerseits habe ich es lange nicht gemerkt, dass da wieder etwas schief läuft. Andererseits wusste ich auch nicht, wie ich es merken sollte, weil die Angst vor Lebensmitteln nicht wirklich da war. Wenn ich mal etwas gegessen habe, war es für mich kein Problem, wenn es ungesund war oder nicht. Selbst auf Instagram habe ich gerne mal das eine oder andere Essensbild hochgeladen. Wahrscheinlich werden jetzt viele denken, dass ich nur vorgegeben habe, es zu essen. Aber an dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, um alle Gerüchte vorweg aufzuräumen: Alles, was ich gepostet habe, wurde gegessen. Nichts wurde für Fotozwecke missbraucht und anschließend weggeworfen. Ich habe es zwar oft nicht fertiggegessen und es dann jemand anderes überlassen. Meistens war es auch das einzige, was ich am Tag gegessen habe und oftmals folgte darauf eine Zeit lang gar nichts.

Von dem unschönen Ereignis, welches ich angesprochen habe, habe ich mich irgendwann erholt. Aber die Appetitlosigkeit hielt weiterhin an. Im Laufe der Zeit, es dürfte so Ende Oktober gewesen sein, habe ich gemerkt, dass es langsam in eine falsche Richtung geht. Als ich begonnen habe, wieder akribisch mein Gewicht zu kontrollieren, mir die Haare ausgingen, ich unglücklich darüber war, wenn ich nur 100 g zugenommen habe usw. Ich habe viel mit Freunden gesprochen, sie vollgejammert und na ja, ich habe gemerkt, das kann es jetzt wirklich nicht sein.

Bereits an meinem Geburtstag und in der Weihnachtszeit habe ich mich bestmöglich zusammengerissen. Versucht, mir auch mal etwas zu gönnen. Das waren Zeiten und Tage, die ich mir von meiner Essstörung einfach nicht verderben lassen wollte. So schwer es mir fiel, aber es funktionierte irgendwie. Einen Ekel vor Essen gibt es primär gar nicht, aber doch immer die Gedanken im Hinterkopf: „Was ist, wenn du zunimmst und wieder so dick wirst, wie vorher.“ Dabei wurde mir von meinen Freunden oft gesagt, es könnte mir nicht schaden, etwas zuzunehmen und so habe ich mir in der Weihnachtszeit und an meinem Geburtstag, sowie an den Geburtstagen meiner Freunde Süßes gegönnt, war mal mit meinem Partner in Crime Burger essen und bin zu allen Weihnachtsfeiern mitgegangen, die anstanden und habe mich auch dort überwunden.

Ich habe sicher schon wieder etwas zugenommen, aber mir fällt es gerade total schwer, das einzusehen und darum wiege ich mich gar nicht. Momentan stecke ich in so einem Zwischenstadium. Es ist nicht mehr so schlimm, wie zuvor, aber so ganz aus der Gefahrenzone bin ich noch nicht heraus. Gerade jetzt kommt unitechnisch einiges auf mich zu. Ich muss mich selbst an der Nase fassen, denn die Gefahr besteht, im Januar wieder ganz leicht in diese Sache reinzurutschen. Das Letzte, das ich möchte, ist eine Klinik.

Warum ich euch das erzähle? Einfach deswegen, um offen geblieben Fragen endlich ein für alle Mal zu beantworten. Diese Sache war womöglich auch die Gravierendste und Prägendste in diesem Jahr. Um meine Krankheit habe ich nie ein Geheimnis gemacht. Warum sollte ich es also jetzt tun? Auf Instagram habe ich mir viele Recovery-Seiten angeschaut und mir überlegt, ob mir so etwas nicht vielleicht auch helfen könnte. Solche Seiten sind unglaublich beliebt, aber ich möchte aus meiner Essstörung keinen Profit schlagen. Das wichtigste ist für mich immer noch, gesund zu werden bzw. die Probleme zu vermindern. Ich habe auch schon oft geschrieben, dass man nie ganz geheilt sein werden kann. Wenn ihr mögt, kann ich auf dem Blog allerdings ab und an ein Update dazu schreiben.

Obwohl ich die Sache nun breiter getreten habe, als ich anfangs wollte, kann ich demnächst gerne ausführlicher darüber schreiben. Dann kann ich euch auch erklären, warum ich euch immer vorpredige, dass Cheatdays Mist sind und man das Essen genießen soll 😉 . Sagt einfach Bescheid, wenn ihr Interesse habt.  

Ansonsten geht es mir trotzdem ganz gut. Es ist nicht so, dass ich mich die ganze Zeit in meinem Zimmer in Dunkelheit hülle und mich dort tagelang verschanze. Seit die Uni im Oktober angefangen hat, habe ich viel mit meinem Partner in Crime gemacht, besonders jetzt im Dezember. Solche Momente mit Freunden tun mir wahnsinnig gut. Auch die Mädels sind meine Stützen. Ich bin wirklich froh und dankbar, dass ich meine Crew habe. Meine beste Freundin unterstützt mich aus der Ferne. Sie wohnt schließlich in Wien. Und auch mit ein paar lieben Unikollegen kann ich toll reden. Ich würde schon sagen, dass ich jetzt -trotz dieses Problems- glücklich bin. Ich feiere an Silvester einfach das Leben und bin dankbar für all die guten Dinge, die mir in diesem Jahr widerfahren sind. Und mit diesen Gedanken gehe ich auch in das Neue Jahr! THINK POSITIVE!

 

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Café Au Lait hat sich entwickelt

Große Wendepunkte in meinem Bloggerleben

Schwierig, nach dieser ganzen Anorexia-Story einen geeignet Übergang zu finden. Sagen wir so: Vorhin habe ich euch von Lisa, der Privatperson erzählt. Jetzt kommt mein „zweites Ich“ zum Vorschein: Lisa, die Bloggerin. 

Es gab einen enormen Wendepunkt in meinem Bloggerleben. Definitiv bezog sich dies auf meinen Umzug nach WordPress. Zuvor dachte ich bereits sehr lange darüber nach. Ich habe Pro und Contra-Listen verglichen, mir viele Gedanken darüber gemacht und mich gefragt, ob ich dazu überhaupt geeignet wäre. Diese Überlegungen haben viel Zeit beansprucht, bis ich es einfach durchgezogen habe. Siehe da – es sind nur wenige Monate vergangen und ich möchte nie, nie, nie mehr zurück auf Blogger. Ich schätze diese Freiheiten auf WordPress und ich könnte nicht glücklicher sein.

Ein weiterer, großer Bestandteil war die Fotografie. Ich habe mich umfassend mit ihr beschäftigt und bin um zahlreiche Erkenntnisse reicher. Ich stehe mit meinen Skills zwar immer noch nicht da, wo ich gerne stehen würde, nichtsdestotrotz habe ich sie ausgebaut. Danke an dieser Stelle für euer liebes Feedback. 

Um meine Fotos aufzuwerten, habe ich mich von meiner treugedienten Nikon D3100 verabschiedet und mir eine neue Kamera gegönnt: Nikon D7200. Ich fühlte mich endlich bereit dazu, es mit einer besseren Kamera zu versuchen. Ich habe sofort gemerkt, dass ich wieder einiges lernen muss, aber das reizt mich, die Kamera besser kennenzulernen.

Besonders schön war auch der Einstieg ins Madison Coco Team. Nach wie vor freue ich mich, ein Teil davon sein zu dürfen und bin gespannt, wie es 2016 damit weitergeht.

Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden, wie sich der Blog in diesem einen Jahr entwickelt hat.

 

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Meine Favoriten aus Café Au Lait 2016

Persönliche Lieblingsbeiträge

Ich möchte euch auch nicht meine Lieblingsbeiträge aus den einzelnen Monaten vorenthalten. Darum gibt es zum Schluss noch eine kleine Liste meiner persönlichen Favorites.

 

Bei euch kam insbesondere der Beitrag zum „Street Food Market“ sehr gut an. Nach wie vor ist aber mein FroYo-Rezept jener Beitrag, der am meisten aufgerufen wird. Womöglich weil er von Brigitte.de promotet wird.

 

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So geht es mit Café Au Lait weiter

Pläne für 2016

Erstmals werde ich es im Januar ein bisschen ruhiger angehen lassen. Nach dem Adventskalender, der doch viel Zeit beansprucht hat, muss ich mich erst wieder einmal ein bisschen sammeln. Ich glaube, von Rezepte und DIY’s distanziere ich mich kurzzeitig ein bisschen, denn davon habe ich nach der Weihnachtszeit genug. Keine Angst, sobald ich dafür wieder neue Inspirationen habe, geht alles im gewohnten Gang weiter und ich werde auch wieder etwas für euch kochen. Ich schätze, Rezeptpostings helfen mir persönlich auch bei meinem Kampf gegen die Essstörung. Das ist auch einer der Gründe, warum ich gerne Rezepte mache. Und das Foodstyling natürlich. Das liebe ich am allermeisten.

Abgesehen davon ist in Januar sehr viel für die Uni zu erledigen – auch ein Grund, mich ein bisschen zurückzuziehen. Natürlich wird es im Januar trotzdem Beiträge geben. Es wird nur ein bisschen weniger.

Wie gesagt kann ich auch gerne mehr auf das Thema Magersucht und Essstörungen eingehen. Wichtig ist mir dabei, keinen Vorteil daraus zu ziehen und damit meine Reichweite zu verbessern. Darum wird es sicher auch eine kleine Herausforderung. Ich muss mir ja die Frage stellen: Was kann ich erzählen? Gründe, das zu machen, liegen eher darin, anderen zu helfen, Erfahrungen auszutauschen, Verständnis zu erzeugen und vielleicht kann man sich auch gegenseitig unterstützen, sollte sich der eine oder andere Leser finden, der das gleiche Problem hat.

Ich bin auch motiviert, neue Projekte zu entwickeln, mit anderen Bloggern zusammenzuarbeiten und mir immer wieder viele neue Dinge einfallen zu lassen. Café Au Lait soll zudem ein Stück mehr persönlicher werden. Klar, Produktreviews und/oder -vorstellungen sind ganz nett, genauso wie Fashionpostings, die ich weiterhin gerne beibehalten möchte, aber trotzdem kann mehr Persönlichkeit in den Blog einfließen. An oberster Stelle stehen zudem Texte und die Fotografie. In beiden Aspekten möchte ich mich verändern & verbessern. Ich hoffe, ihr begleitet mich auf diese Reise durch ein spannendes Jahr. Ich bin ganz gespannt, wo ich am 31.12.2016 stehen werde und wie dieser Jahresrückblick dann aussehen wird.

Gemeinsam macht es mehr Spaß. An dieses Motto möchte ich mich halten. Einige meiner Freunde haben selbst spannende Hobbys und manche fotografieren genauso gerne. Wiederrum andere haben tolle Talente (Caros Frisuren beispielsweise sind göttlich). Es wäre wahnsinnig schön, wenn ich auch mit ihnen zusammen etwas für den Blog machen könnte. Café Au Lait soll nicht nur für mich persönlich ein Raum sein, wo ich Inspirationen mit euch teile, sondern ich möchte auch anderen tollen Menschen einen Platz bieten. Mit ein paar Freunden habe ich schon gesprochen und ich bin neugierig, was sich davon umsetzen lässt. Mir liegt es jedoch am Herzen, dass daraus kein Zwang entsteht. Nicht jeder ist für die Onlinewelt gemacht und es ist nicht jedermanns Ding. Zwingen werde ich niemanden, aber wer will, der darf. 

Hinsichtlich YouTube mache ich mir keinen Stress. Ich bin keine YouTuberin, sondern mache nur ab und an Videos. Das werde ich wahrscheinlich auch beibehalten. Wobei ich doch gerne ein paar anspruchsvollere Videos drehen möchte und nicht nur Labervideos. Ich träume immer noch von ein paar Kurzfilmprojekten. Ob sich das umsetzen lässt, steht zwar noch in den Sternen, aber ich bin offen für 2016. Ich lasse alles auf mich zukommen. 

 

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Mein Jahresrückblick in einem 10:16 Minuten Video

Wie versprochen gibt es jetzt mein Video für euch. Viel Spaß damit!

SektOutifit

 

Meine Lieben. In diesem Sinne wünsche ich euch ein tolles Silvesterfest. Rutscht gut rüber ins Neue Jahr und habt einen wundervollen Start. Ich hoffe, ihr könnt die Nacht der Nächte so feiern, wie ihr es am Liebsten tut. Egal, ob gemütlich Zuhause mit der Familie & Freunden oder ausschweifend bei einer rauschenden Silvesterparty. Habt eine tolle Zeit und wir lesen, sehen und hören uns im nächsten Jahr wieder.

Danke, dass es euch gibt und DANKE für die wunderbare Unterstützung! 

An dieser Stelle möchte ich mich noch bei einigen Menschen bedanken, die mich so sehr unterstützen und mir in jeder Lebenslage zur Seite stehen. Menschen, die mir auch mit meinem Blog ab und an helfen und sich mein Gejammer anhören, wenn es mal nicht so läuft. Danke an die Crew aka. meine Mädels, insbesondere an Caro für die tollen Fotos. Danke an meinen Partner in Crime, der besonders während des Adventskalenders viel mitmachen musste. Danke an meine wundervolle Familie, die das Bloggen zwar nicht immer ganz nachvollziehen können, aber ohne sie geht es eben auch nicht. Außerdem Danke an meine Nachbarin Simone, die auch ab und an als Fotografin einspringt. Last but not least Danke an einige Studienkollegen, die mir ein bisschen Uniarbeit abgenommen haben und so toll schauen, dass alles läuft!

HAPPY NEW YEAR! 

 

Overknees outfit

Outfit

Skirt: Orsay | Blouse: Kult | Overknees: Buffalo | Bag: Orsay | Bracelets: NewOne (unpictured here)

No.23: Favorite Christmas Picks

Café Au Lait Adventskalender

Türchen No. 23: Favorite Christmas Picks

Video + Amu

Morgen ist es endlich soweit. Morgen ist die Nacht aller Nächte. Morgen kommt das Christkind. Morgen ist Heilig Abend. Die Zeit bis zu diesem magischen „Event“ ist nur so im Flug vergangen. Natürlich mache auch ich mir Gedanken, wie ich diesen Abend optisch zelebrieren möchte. Ich mag gemütliche Weihnachtsabende, aber dennoch ist der Heilige Abend für mich der Anlass, sich richtig schön herzurichten. Oder was meint ihr?

 

Alverde offen

 

Wie wird wohl mein AMU aussehen?

Normalerweise schminke ich mich nicht bis selten, wenn ich „nur“ zu Hause bin. Normalerweise ziehe ich mich auch nicht besonders an, wenn ich „nur“ zu Hause bin, aber an Weihnachten darf man ruhig hübsch aussehen, auch wenn man nur zu Hause bleibt. Schließlich werden oft Erinnerungsfotos geschossen und glaubt mir, bei uns wird das sicher der Fall sein, denn seitdem klein Käferchen da ist, muss selbstverständlich jeder Schritt und Tritt mit der Kamera dokumentiert werden.

In diesem Jahr bekommt er Weihnachten so richtig mit. Natürlich versteht es sich von selbst, dass die stolzen Eltern Erinnerungen für die Ewigkeit schaffen wollen. Als Tante und offiziell coolste Patentante der Welt möchte man dem in nichts nachstehen und für die Fotos blendend aussehen, damit sich die Kröte in der Pubertät nicht für die hässliche, zersauste Tante schämen muss, wenn er die Fotos von Weihnachten 2015 seinen obercoolen Kumpels zeigt. Insgeheim erhofft sich Miss Lait staunende und neidische Blicke, sowie Aussagen, wie „Boah, das ist deine Tante? Die ist ja Mega.“ (Oder wie die Jugendsprache in 15 Jahren auch sein mag). An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass ich mit der Bezeichnung „Kröte“ keine beleidigenden Absichten gegenüber meines Neffen gehegt habe. Ich liebe dieses Kind abgöttisch und niemand ist so süß, brav und lieb wie mein kleiner S.

 

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Das Amu

Ich habe mich dieses Mal ausschließlich mit dem Alverde Quattro „010 Cinnamon Nude“ geschminkt. Außerdem habe ich mich an einen goldenen Eyeliner versucht. Alle Produkte, die ich für das AMU verwendet habe, findet ihr heute in meinem Video. Dort stelle ich euch meine „Christmas Favorite Picks“ vor. Viel Spaß dabei.

PS: Ja, ich habe meine Augen grüner gemacht, was man deutlich erkennen kann, aber ich spiele mich diesbezüglich so gerne mit PhotoShop 😀

 

Picks